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Full text of "Illustrirtes Handbuch der Obstkunde"

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r 



1 






Smolti 9tboretum Itbrarg 



THE GIFT OF 

FRANCIS SKINNER 

OF DEDHAM 
IN MEMORY OF 

FRANCIS SKINNER 

(H. C. iHi) 



L FRIEDJIIH 4 MI 

BuehhKndJuDR 
Berlin N.W. 6. 

II. Culitruu II. 



3llti(lrtrte5 



^aitHud t^ti Obftfunbe. 



IL 



1 




anibud) itx ®k|lkunk. 



i^(\ llfttwif Mit tttif ntf ]^«iMii|(i( Mimtti«g<M 



oon 



Dr. i&h, ittai, unb :3i. ®. £. Cietbteif, 

SiirctoT be6 $einoI. SaiiihiU in Kentlingen. 6u9erintcnb<iit in ^einfcn bei ^onnovet. 



3»Hter Panli: hinten« 

Uro. 1-263. 
SKit 263 9ef(^reibungen unb 275 SI56iIbungen. 



-tofQ^ksjo- 



^iuttflait 1875. 

SSerlag »on (Sugen Ulm er. 



^Tutf bei G. 9Raiet*f<^en iSut^brutferet (Cugen SIZeisei) in 9iaoea8burj. 



L 



@in(ettenbe Semertangeit pr g^^arotteriftil anb 
Unterfc^etbong ber ^itnt 



S)er Sirttbaum, Pyrus communis L., gel^ört in btefe(6e 
Xn. ftlaffe, Icosandria L., unb gu ben ^omaceen, mie ber 
Spfrlbmim. 

(Sr bietet in feinem n)Uben 3ufi<^n^^ f<$oi^ i^ SSSud^ä ber 
Sftume, im S)omigt'' ober fafl Unben)e^rtfein jciner ^rotiOit, aud^ 
in ben formen unb in ber 93e)Ql^nung feiner iSIatter mel^rfac^e 
Serfd^iebenl^eit bar unb e8 n)trb aud^ Don ben 93otanirem fd^on 
Qnger eine SIbart mit molligen ober {ilgigen SBUttern (P* commun. 
tomentosa Koch, P. Ächras Wallr.) unterfdjieben. ®iefc 21B* 
md(|ungen finben mir aud^, me^r ober meniger ausgeprägt, an 
ben in unfern @irien cultinirten SB&umen mieber unb eä ift mo^l 
fein B^'eifel, bag biefe fämmtlid^ urfprfinglid^ nur oon bem roxU 
hm Saume, refp. biejenigen, beren Slatter moQig finb, non ber 
genannten 9lbart abftammen unb nidgt pon ber ©c^neebtrn , Pyrus 
nivalis, einer @traud^art mit moQigen, gangronbigen Siattern, 
n>eld^e non Sinigen, 3. 9. 93ed^ftein unb Wti^Uv, als @tammmutter 
bicfer mottblättrigen 2lrten betrachtet mürbe. — S)urd^ ®amens9Iu3- 
faat tinnen bie gal^men Varietäten in'S Unenblid^e oermel^rt merben^ 
voit bie in Selgten feit einer Steil^e oon S^l^ren burd^ i^arbenpont, 
5Ban 9}?onS, (Sfperen, SBloort u. f« m. in fo groger 3<^I erjogcnen 
neuen ©orten bieg bemeifen. 



* 2 I« (Sinlettenbe IBemetfungen 

S)te 8Iütl^e be8 SSirnbaumS unterfd^eibet ftd^ burd^ il^re I&nser 
gefticllc, traubenartige S)olbe t)on ber mel^r flftenbcn, einfacheren 
bed 9lpfe(baumS. 9Bie bie bed Unteren ^at [it einen fünftl^eiligen, 
bleibenben fteld^, 5 »lumenblättcr, 18-22 ©taubfdben mit rotl&en 
Staubbeuteln unb 5 fd^wad^roottige (Sriftel, bie aber biä an ben 
®runb ber 83Iütl^e frei unb unoerbunben fielen. 



f}fe?'Stäe*?rt) S)ie »irne ift, bem «pfel flcgenüber, eine gcftielte HpfeU 
«pf«^- frud^t mit 5 gefd^loffenen , im Querfc^nitt obgerunbeten , 1^4 uti* 
gen, meid^en Sftlgen, meiere gmeifamig finb*). S)aS ^leifd^ 
ift I5rnig. S)ie f^rud^t ift mit einer förnigen, glatten @(bale 
bebedt unb l^at gegen ben SIpfel in ber Siegel ein grö^ered fpeci« 
ftfd^eS ©emid^t. 

a. Seugere SJ'lerlmale. 

oefiatt. 3(u(j^ ^(j^on dugerlid^ ift bie 93irne bur(^ i^re eigentl^ftmlid^e, 

nad^ bem ©tiele ju nerlangerte ®efta(t, maS man eben birnformig 
nennt, pom 9lpfel unterfd^ieben. 9lur menige Simen mad^en |ier» 
von eine SluSnal^e, ftnb runblid^ unb gteid^en bann ben Slepfeln» 
2)er gorm nad^, meldte nod^ Derfc^iebenartiger alä bei ben 9(epfeln 
ift, untetfd^eibet man: 

1) plottrunb oier f df ef ormig, 2) runblid^, 3) freifel^ 
formig**), 4) eirunb, 5) eif 5rmig, 6) tegctförmig, 7) birn^ 



*) S)tefe8, nie bei ben SIepfeln, nac^ $rn. <S)e^eime«9lat^ oongCotoio in 
SKonatdfc^rift fflt $om. I. G. 121 ac, fon>ie nod^ toeitet Solgenbed na(| beffen 
fel^r Bele^tenben unb grflnbUc^en SRitt^eilungen ^Ueber bte inneren ®igen« 
fd^aften ber iletnobfifrfl^te'' in aSonatdf^rift II. &3i4 unb III. 6. 33 etseqv. 

**) Oei biefer gorm folgte man 2)oioning 6. 330. äRanger nal^m bie 
itreifelfotm ungefftl^r ebenfo an« — S)tttri4 u. 9(. bagegen ^aben barunter 
um ben ^el^ me^r plattabgentnbete, nenn nid^t fogat eingebrüdte IBimen 
t>er{lanben, »aS imDcrgleid^ ber von i^nen gelieferten ^fl^tebefc^reibungen 
au berfltfftd^ügen ift. S)o(^ fd^ien bet Begriff einer ^eftfteUung }U bebfirfen. 



aut (Sl^atafteri^! unb Unterfc^eibuttg ber 9inie. 











4 I* Sinleitenbe Semetfungen 

förmig, 8)perlf5rtnig, 9)flaf(l^enf3rinig, »ie nebenfie^nb 
gegcid^net*)- 

tDlit ai^felförmia begeid^net man oft fuTgtoeg, loenn bie 
^ud^t, mte $tg. 1, am jtel^e unb @rie(e oertieft ift — berga« 
mottfirmig, 93inten oon runblic^er ®e{laU — ruffetetförmig« 
ruffeletartig, fonnenmirtS braunröt^H^e SBirnen, bie fid^ ber 
Jtegetfotm am meiften ni^em. 

lieber mehrere in Setrad^t gu gie^enbc äugere Witxtmait, roit 
Aber ä&ölbung unb 93aud^ ber ^rud^t, &ber beren ®r5ge, 9flo ft 
unb Färbung, bie bei ben Sirnen raeniger auffallig, als bei ben 
S(epfeln n)ed^fe(t unb bei benen eS fo burd^auS unb intenpo rot^« 
gefSrbte, mie unter ben legieren niemals gibt, meg^alb aud^ oon 
@runb« unb S)ecffarbe nid^t mol^I bei i^nen gefprod^en merben fann, 
ift in ber Einleitung gu ben Slepfeln baä 9löt^ige gegeben. 3tnt 
goIgenbeS ro&re noc^ gu berfldCftd^tigen : 
itci«. S)er fteld^ finbet fid^bei benSirnen ifterS unoollflfinbig, 

biSroeiten fel^lenb, b« ]§. feine Slätter finb nid^t immer fimmtlid^ 
auigebilbet unb oorl^onben ober er ift gang blattlos, ^n oielen 
flauen finbet er f^d^ oertrodCnet unb l^ornartig* Oft ift er 
iebod^ aud^ nod^ grün ober fogar fteifd^ig, inbem er mit ber 
grud^t einigermaßen fortm&d^St. ©eine Stitter fd^Iagen ftd^ biS^^ 
votiUn \\a^ 9(ugen um unb legen fid^ auf ber ^rud^t nieber, unb 
er ^eigt bann fternförmig. 

stidixb^xc. SDie Äet(!^rol^re ift bei ben ®irnen bei ©eitern nid^t fo auS* 

gebilbet als bei ben Slepfeln. — S>ie Srid^termflnbung berfelben ift 
meift l^albfugelformig' unb bie Slol^re meift fo fein, bag fie blog 
bie ©tempel umfagt unb ofterS nur als ein fd^marger, meifl mit 
©teind^en umgebener @trid^ erfc^eint. äBenn ober (ieran aud^ 
fd^on SRand^eS angelnfipft n^erben fann, fo gibt bo($ bie Sänge unb 
aSeite ber Siö^re teine ftd^eren Slnl^attSpunfte, weil beibeS bei 
Uepptgfeit beS äBud^feS oeränberli^ ift (o. f^lotom). — 9Iu(^ bie 

*) kirnen, bie biefe^otm befl^en obev ftd^ i^c nft§ern« {Inb: 1) 9loil^e 
Sergamotte, 2) Siot^e unb ®vaue 2)e0antS5int, 3) J?atenIopf , 4) äBinters2)e« 
d^antdbicn unb Siegelt 9Bintetbutter5im, 5) 6ommer«@iet5tm, 6) Colmar yaii 
Mona, 7) 9ldmif(l^e @($ma(a(int , 8) Stuttgarter ©aid^irtle, 9) Sodc'S 
glafc^enbirn. 



|ur C^otftftetifKI unb Untetf^eibuttd ber Birne. 5 

ftS^ttta Xutocen ^aben ^ie 9ef<l^affen]^t b^c Sttlifyxhffxt bei ben 
8icnen feiten enoi|nt. 

Cbenfo ift bie (Sinfenlung, in loeld^er ber fteld^ fte^t, bei «(<^»f»tai8- 
ben Simcn meifi geringer alS bei ben Slepfeln unb fel^It in vielen 
pOen gong; fo bag ber Sttl^ oben auf ber getoölbten @pi(}e ober, 
nie eS mel^rfac^ i>orI5mmt, gur Seite gebrel^t, b. |. fd^ief fte^t. 
6e|r feiten finben fi(^ nirltic^e Stippen ober Jtanten um 
bie ^nfenlung ^erutn, bod^ ift ber Jteld^ ifterS mit feinen %aU 
ten ober Seulen ($leif(|perlen genannt) umgeben. S)ie 
SuSbrücf e in ben f olgenben Sef (|reibungen : Jteld^ obenauf/ flad^, 
f(bief, feid^ts toeit«, eng^eingefenlt, in galten, ivox* 
fd^en Beulen u. f. m. »erben l^iernad^ nerftftnblid^ fein. 

S)eT Stiel ift bei ben Simen non oerfd^tebener StSrfe unb «neu 
SSnge. Oft i|l er l^olgig, oft aud^ fleifd^ig, non garbe grün, 
gelb ober braun, bitoeilen mit nargigen fünften ober aud^ felbft 
mit Keinen Anofpen befe^t SKeift fielet er auf ber Spi^e ber f^ruc^t 
biSmeilen mie eingebtfltft, oft aber aud^ in einer me^r t)ber toeniger 
tiefen unb engen $d^Ie, bfterS neben einem $5dfer unb ^ierburc^ 
ocrf<$oben ober fd^ief* SiSmeilen gel^t er o^ne ftu^erlid^e fid^tbare 
Sinfd^nurung ober Sbfa^ in baS gleifd^ über. 

S)te Schale ber Simen ifi meift glatt, bfterS aber aud^ rau^ ^^^ 
bmdb i^orl^nbenen 9toft. Sie ift nie fo gefd^meibig ober felbft 
fettig, mte bie Sd^ale nieler Xepfel, befonberS mand^er €aIotIIen, 
bod^ geigen einige, mie @raf @^anal unb bie ^orellenbim, menig^ 
ftenS etma9 bavon. ^ftufig ift fie }ebo<l^ uneben, mie bie Sd^ale 
ber Zitronen, feOft biimeilen entfernt d^agrinartig mit (Srbaben« 
feilen nerfeben, maS non limigen (Soncretionen , bie im gleifd^e 
rnib Wfft unter ber Oberbaut abgelagert finb, l^errfil^rt. Sie ifi 
bidt ober b&nn unb li^ fx^ biSmeilen mie bie ber ^rf^en ab« 
gte^n. OefterS finben fid| auf ibr fd^marge Stoftfletfen, meifl in 
^Ige übler naglalter SBitterung, bie mitunter tief einbringen ober 
bodb ba< bOTunter liegenbe ^eifd^ ^olgig unb unf^madfl^ft macben. 
3|r büuftgeS @rf(^nen ift immer ein 3eid^en ber (Smpftnblid^feit 
brr Sorte, bie ft^ bann entmeber nid^t mo^I für bie ®egenb eig« 
net, ober anberen Soben unb gef^ü^teren Stanbort nerlangt* — 
aSarg^n, mie fie gemiffe Xepfel, g« 9. ber SorSborfer, oft geigen, 
ftnbet man bei ben Simen nie. 



6 L ^nleitenbe Semerfungen 

^cru.^. js^ ©crud^ ber ©inten ift faum 6ci trgenb einer ©orte ^o 

ftati ; als bei ben Slepfeln , unb • nur in SRaffe gufammenge^äuft, 
empfinbct man ben, niand^cn arten elgentpmlic^en ®erud^, ber in 
ber SRegel fein mofd^uSarlig; müSKrt ift. 



b. Snncre ÜÄerfmale. 

irem^au«. ^ai Acml^auS ber 93imen ifl fd^oh bur<| bie üerfd^iebene 

83efd^affenl^eit ber &ugern ^ülle um baffelbenon bem ber Slepfel 
unterfd^ieben , n)eld^e bei le^teren bur(| bie nom Stiele auigel^enben 
©efagbfinbel gebilbet mirb. (®{e$e Einleitung ju ben Scpfeln- 
®. 9. Fig. k.) Sin ber Stelle ber le^tern umgeben, eine in)eite 
^eifc^ftj^i^te mie bei ben 3Iepfe(n einfd^liegenb, tleine ober größere 
fteinartige (Soncretionen in geringerer ober grSgerer Slnjal^I 
bie @amentapfel ber 93irnen unb bilben fo eine im Ouerfd^nitt 
obgerunbet fünfedEige ober runblid^e, im Sangeburd^fd^nitt a) eiför« 
mige, ober b)treifelförmigeoberau(|runblid^e, feiten l^erg^ 

förmige i^igur, mie nebenftel^enb. 

S>{e ISmige 3(b(agerung nimmt il^ren 

3lnfang oom @tiele unb enbigt oben 

unter bem Äcldje.*) 3tt ber Sftegel 

fielet baSiternl^aud l^od^ oben nad^ bem 

jteld^e SU unb bie JteU^rd^re ift beg« 

f^aXb fiuc^ für) ober gfinglid^ fel^Ienb. 

9)agegen ragen bie ^olsbünbel beS 

©tieleg votxUx in bie %xvii)t l^inein 

luib tiffen, jic^ in ber 3Ritte loSreigenb, btdmeiten unterl^alb beft 

Äciu^aufeS im Snnem ber grud&t eine tleine Oeffnung, wie 

bei ber ^oreQenbim. 

^n»mmnn ^^ ©amenbel^dlt uiff e finb nad^ ber äd&fe ju feiten 

'^°*""' geöffnet, bagegen ift bie Sld^fe felbft meift etmaä ^ol&l, 

oft ftarl, nie bei ber ^erbflf^toefter, iVlarquife, @d^önflen SSinter» 

bim u. f. u). S)te gäd^er ber ©amencapfel finb meid^^&utige^ 

83alge ober @d^Iäud^e, benen bie pergamentartige ^ixüt, roie bei 

■ 

*} 3u i^rer Serfinnlid^ung »irb auf bie unten folgenben me^rfad^en 
S)ur($f($niitd3eid^nutigen ber SSitnen venoiefen. 





ftcrne. 



3ur (S^araftefifH! unb Untcrfc^eibung bev SBinte, 7 

ben aicpfeln, gitisHc^ fe^lt; 
i^te ^otm ift a) eirunb, 
ober b) mufd^elfSroiig, 
(bie.@ette mäf bev 9l(^{e ju 
flctabc), ober c) flüBelför» 
mtg, nie ber obere i^lfigel 
mancher Keinen ©^metter« 
Knge , ober d) b e u t e I f 5 r m i g. €ie finb meift mit einem 
bstenfSmrigen KnISngfcI nad^ ba Sd^^ ju oerfel^en unb ftel^en'in 
ber Sime mit ber @))i^e naä) bem Stiele }u gefeiert, ^n {Betreff 
ber @r}ge bedfteml^ufeg unb ber %äd^tx %üt, mad bereits in ber 
(Sinteitung gu ben Stepftln ®. 11 gefagt ift. 

S)er JCerite finb in ber Siegel in j|ebem @amenbel^ältniffe 
gtoei^ bod^ Meibt bei geroiffen Sorten oft einer ober beibe unauS« 
gebilbet, befonbcrd in grofrtn $rfl(^ten. @ie finb ge^Srig reif taftanien« 
braun, fc^ioargbraun ober fd^marg, meift länger atö bie ber 9epfel, 
fürler gugefpi^t^ grSger ober deiner, unb auf ber einen Seite etmaiS 
platt. I3ei mand§en Sorten finb fte mit einem (leinen Inoten« 
förmigen ^ödfer feitmärtS am jtopfenbe nerfel^en, ber ma^rf^ein« 
Ifal^ bem tutenfSrmigen 9ln^dngfel U^ S(^Iaud^8 entfprid^t unb afö 
conftanted SRerfmal fftr bie betreffenben Sorten me^r 
vdf ald bie übrigen @igeufd^aften ber ^erne in Sßttxaijt gegogen 
gl n)etben oerbient« 

SDiel unb Rubere ^aben auf biefe oon o« i^lotom beob^ 
0J|tete Sefd^affenbeit bed Itern^aufed unb ber Samenf&d^er (r>on 
$M aud^ JSammern genannt) meift nid^t fo genau Slficf jid^t genom« 
men unb nid^ AberaQ bie $orm, for.bem gemil^nlic^ blo^ bie @r5ge 
beS Aem^aufei unb bie ®er&umig(eit ber Kammern, aud^ ob bie 
Si^je noQ ift, angegeben. — älud^ gu ben n&^ftfolgenben Seft^ret« 
bungeti tann oft nur bad frflb^r 9liebergefd^iebene benfl^t merben, 
bod^ werben mir biefe SBerl^dltniffe (unfttg^in immer fd§arfer tn'3 
Xuge foffcn. 

3)ad %Ui^ify ber SBirnen $at gegen baS ber Slepfel Heinere, %u\\if. 
«el^ gufammengebrSngte S^Utn, bie au^r bem gucferigen Saft 
oud^ lolgige ober fefte ^bfonbernngen entl^alten. S)iefelben 
finb in bem gangen ^tVioi^ro^bt beS ISlrnfleifc^ed giemlic^ regele 
ma§tg oertl^eilt unb bilben bie fogenannten Steine. £)iefe @on« 



8 I. (SinCettenbe Bemerhutseit 

cretioneit erfd^einen unter bem 3Ricro(cop, befonberS im tugenblid^it 
3uftanbe, mit Irqftallitiifc^. Mt Öirnen enthalten baoon mel^ 
ober toeniger, unb fie finb regelmdgig bic^t unter ber @(l^ate ju 
treffen, boc^ 2a^trei(|er unb unglei^ ftdrler im Umtreife be8 Sern« 
l^aufed, oon ber ^nfügungSfteOe beS @tie(8 an bi8 unter ben 
iteI4, inbem [xt bad ft<^ in ber Strne fortfe^nbe unb ftd^ um baS 
Jtern^au0 l^erum fpaltenbe ^otjfaferbünbel bed @tietd bis gu beffen 
SOSieberoereinigung unter bem fteldbt begleiten ober erfe^n« 8Cud^ 
bilben fte fi($ befonberS jal^Iretd^ an fol(|en Stellen ber Cime, bie 
auf irgenb eine SBeif e S)rud erlitten ober oerle^t mürben , fomle 
bei gemiffen Sorten, nenn fie auf Ouitte nerebelt »erben, ober in 
unpaffenbem SBoben fteben. 

3m 3ufammen|ange ober in ber S>t($tigteit befi Slei{<|e8 ift 
eine nod^ etmaS grigere iBerfc^ieben^eit als bei benSej^feln bemerf« 
li(b, unb beutlid^ tann man wetiigftenS 3 ober 4, nad^ S)iel nod^ 
mehrere Xbftufungen beffelben unterf (Reiben. SSftan liebt aberfeined« 
loegd an i^nen baS gefte, Slbtnatfenbe, wie bei ben aei>feln ($ep» 
ptngS unb gemiffe SRcinetten), fonbem eS fielen bie Stmen mit ^ 
w e i (b e m ^ieifc^, n>a9 im Sltunbe ger&uf^lod gergebt, obenan 
unb man tbeilt fie im KOgemeinen, \t nac^bem baS ^eifdji nöQig 
meicb (butterbaftfd^melgenb, gang f(bmelgenb, oillig 
fd^melgenb) ober no^ etmaS 3ttfft<i*>n^^<^ng ^at« fd^melgenb, 
^albfd^melgenb, ober etmaS raufd^enb ift, ober je nacbben 
es bc^^t unb brfl(|ig ober ablnatfenb fid^ tierbftlt, inSutter« 
birnen, @<binalgbirnen unb Jtod^birnen ein, obgleid^ bi^e 
le^teren nid^t allein ftocbbimen, fonbern oft aud^ nod^ gum 9t^» 
genug geeignete t^rficbte in ficb f daliegen. — Sd^micrigeS oker 
f (^ l e i m i g e 8 ^leifdbi i^aS S)iel nodb unterfd^eibet, mirb lon 
9nberen menig me^r ermibi^t unb möd^te SHel fibecbaupt nur ben 
geringften ®rab beS Sd^melgenbfeinB bamit auSgebrftdt ^aben. 

3tt bemerfen ift, bag auf bie Oefcbaffen^eit beS^ 91ei|i^eS 
jtlima, S^bteSmitterung unb Soben merllicb SinfluB &u6em unb 
mand^e Sorten unter infofern ungünftigen Sebingungen ben t^nen 
eigentUd^ gulommenbcn ®rab ber Sßeid^b^^t beS $teif(^e8, überhaupt 
bie an i^nen gerühmten guten (£igenf(|aften ni(^t erlangen. 

SHe^arbe beS^leifd^ed ber Sirnen ift in ber {Regel 
toeig, oft aber aucb gelblicb- ober gtänlic^weig, bann aber 



Hux e^ara!tert^ unb Unterfc^eitmng ber Biene. 9 

011^ 6t8i9rilefi TÜ^Uif, vStl^l^ tnannorirt ober mit tot^Hd^ 
tbom bunbiogfiii fetten cannoifinrotl^ , »ie bei ber Slutbitne. 
S)if|t unter ber 6d^le ober gttnftd^ft berfelben ift bie ^rbung 
net^ mel^r onSgeinrAgt al8 in ber'Umgebnnfi beB jteml^ttfed, bis« 
«eilen aber ond^ untgelel^rt. Sttma unb 2la^re3witterung bevirlen 
4nc$ l^er Xbnet^nngen , unb eine Sime mit gränli(!^em ^leifd^e 
|at in einem anbem beffem ^"fyn oft meigeS unb felbft gelb« 
lUfA SIeifil; fi€ bilbete fi^ alfo im erfien gaDe ntc^t ^inldug« 
lid^ aud 

SHe Kimen meiben nt^t, nrie eS oft bei ben älepfeln nor« 
t^mmt, unter ber @(|ale fl^pidit, aber fte merben oft fd^nell 
teig unb gemiffe Sorten norl^er aud^ me 1^1 igt. CrftereS, jeben« 
iolIS ein gelinber ®rab ber geifitgen ®A^rung, l^t in bem grogen 
^^tt ber Simen an 3uder« unb ^fLangenfc^Ieim feinen @runb. 
Seim fRel^ligtmerben nerltert bie %tvLifX ben ©efd^ad unb 
boS Steift nimmt eine me^ligtlörnige Scfc^affenl^eit an , ol^ne bag 
ftt^ »trnii^ etftrlem^I in bemfetben bilbet. — 9inäf beim Steig« 
«erben gebt ber gemörjte unb eigentbümli(|e (Befd^macf ieberjeit 
nerloren ; trifft eS gu fd^Q ein , fo ift eS immer ein Sedier ber 
betreff enben 9ime, bo<i^ fiitb i^m bie meiften ®ommerbirnen unter« 
morfen, nNi8 in ber ®Arme ber ^^b^^^i^t feine (Srtl&rung finbet. 



)ei ben Sir neu mu§ ber (Sefd^matf^ menn er gut fein f oD, «cfAma« nnb 
^i eine gel^rige Wengc t^on i^uder ober 6fl6tgleit ma|mel^men ""^^ 

lojfcn unb atd @ e m A r'g fielet ba8 SR&Slirte ober Sifamartige 
obm an. .%t&^t, bie bieS oorgugSmeife barbieten r merben 3Rnd« 
tatdierbimen genannt unb ed giebt ©orten, bei benen baSfelbe fo 
fiarl l^orlritt, bag fte baburd^ fflr ben reid^Iid^ @enuB fafi 
gumiber werben. SSie ed fd^eint bilbet ftd^ bieg @emftrg in man« 
i|en %t&^ttu nid^t itteraQ noOfommen auS , ^auptfidSili(( in ben 
me^r nirbtniben (SHmaten, benn an mehreren ber non S)iel be« 
{i^riebenen SRuSfateDerbimen tonnten Snbere eS nid^t red^t finben. 
JUbtx^mft aber ^t SXel mabrf t^einlicb , mo er ben ®efd^ad atS 
mntfatdbmb begeid^net, bfterd me^r an bie feine Saure bed tDhiStateQer« 
oeini gebadet unb fo ift man benn aud^ ba^in gelangt , ba8 SRüS« 
firte im 9nü^ n^n bem aRuelateOernben im @ef<|mad gu unter« 
falben , fo ba§ alfo eine Sirne müStirt ried^en , aber au(^ tetnen 
aRttMateOergefd^mad befi^ tann. 



^auer. 



10 I. ^nlettenbe Semetlungeit 

Snbere SBtrnen geigen befouberä ftorl einen ^immtqit\<timaä; 
\o mtl^rere 9luf[e(et8, nod^ anbere erinnern batin an ben ©erud^ 
ber ffto\tn, mo^tx man fie 9tofenbirnen genannt l^at, unb bie 
UlQi]d)tn homologen moOen felbft l^ier unb ba einen Slnanod« 
unb SBittermanbelgefc^macf gur ©eltung bringen. — 9)ieienigen 
33irnen finb moffl bie beften , weld^e mit tivoai feinem @emflrg 
unb einer ^inlanglid^en ^enge Don 3^^^^ ^^^^ ^tint, unmert« 
lit^e @aure netetnigen , \o Beurr^ gris , @apiaumont , äßinteri^ 
Slelidbiru u. f. m.- ätnbere geben bagegen benen mit f(^on 
ft&rler nortretenber @äure, mte ©t. ©ermain, (Srgl^ergog Sarld 
äBinterbim, unb mer ben ^udtx nid^t liebt, gibt felbft ber>0(j^ 
etmaS matt unb m&fferig fd^medenben Sangen meigen S>e(!^antSbim 
ben S^orgug. 
«eififit vsb S)ie 9t e i f g e i t ift fär bie mciften @orten brftimmt unb ä^a* 

ratteriftifd^ , aber ed bebingt bie ;3[al^redmitterung , ber ®tanbort 
unb felbft bad äSUter be8 Bäumet mitunter Sbrneit^ungen* 89emer« 
(en^mertl^ ift ed ferner, bag non ben belgifc^en Sorten mel^rett 
in S)eutfd^lanb frfll^er, ald non i^nen on gegeben mirb, geitigen 
unb fo au3 äBinterbirnen , ^erbftbimen merben* S>od^ foDen neu« 
ergogene ^^rü^te in ber Steife in ber erften J^eit immer nod^ 
nartiren, bid ber 93aum mel^r gur 9t\if^ gefommen ift. — ^m 9UI» 
gemeinen fünnen bie 93irnen nad^ i^rer Steifgeit fc^on in brei groge 
@ruppen gebrad^t merben, nemtic^ in Sommer«, i£^erbft« unb 
SBSinterbirnen, maS giemlid^ felbftoer^*&nbli(^ ift, aber boc^ noif 
einige (Srl&uterungcn erforbert. 

Unter @ommerbirnen merben ft^on nad^ SMel fotd^e ner« 
fianben, bie wn i^ol^anniS an bid (Snbe September reifen unb meifi 
oom 93aume l^erab gu genießen ftnb , obgleit^ in biefem eßbaren 
^uftanbe einige ©orten noc^ mei^e jteme l^aben. — S)ie eigentlid^e 
9tetfe giebt fl^ burc^ (gelbmerben unb fd^mad^ed SBelfen um ben 
Stiel l^erum gu erfennen. SRan barf aber nit^t bei aUen Sorten 
l^ierauf märten, benn mitunter finb fie bann f($on me^ligt ober 
teig unb il^r guter (Sefd^mad ift bann oerloren. Um bie ^d^te 
länger gu erl^alten, mug man fie einige Sage nor bem (Sintritt 
ber Steife abnel^en unb auf bem Sager na^reifen laffen* 

S)ie ^erbftbirnen geitigen in ben gemöl^ulicben ^a^xta 
erft auf bem Sager unb bauem oom Ociober burd^ ben SRooemBer 



3ur S^aralterifU! unb Untetfi^elbung bev $irne. H 

^nbmri). 9Ran ffimort fte aud^ ettt>a8 frfll^er ab , im SSgetneinen 
um 9Ri(^atltft (^er ttwQi fp&ter. 8uf bte richtige Sreci^jeit tnug 
man bei aOeii Zafrlbinte n nn^l^I !l(|t l^afien , aud^ lieber , n»ei( 
ntcbt aSe ^d^te eineS Saumcfi gteic^jeilig reffen, mel^rmatS 
yfUiden , inbem man^e \t^x empftnbtiii^ barin ftnb unb au(^ nur 
einige SCage ju ftül^ gebrod^en, Sufammennellen, anftatt im rid^tigen 
3eit9ttittt abgenommen, belicat unb fd^meljenb }u werben. 93ei 
jn langem ^ngett bagegen tritt baS Sc^melgenbmerben aud^ nici^t 
re^t ein ober e8 ge^ }u ^ncQ Dorfiber, inbem bie ^rud^te aU^ 
balb tctg ^mecben. — Wtcn^t non ben i^erbftbirnen erl^atten ftc^, 
U^l aufben>a^, aud^ länger unb fetbft biä 99ei§nad^ten. — ^ie 
SReife fettft n)irb an ber Seranbevung ber $arbe unb burd^ bie, 
ivixd) einen leidsten ^^ngerbrucf bemerlbare meid^e Sefc^affenl^eit ^ 
bed 3lei{(^ed ertannt. 

SJieaBinterbirnen bürfen nor 3Rilte btä (gnbc Cctober nid&t 
nam Saume genommen merben« SDKt S)iel red^net man gu il^neh 
aae Don €nbe Sloncmber an geitigenbe Sirnen. @ie finb ebenfo 
ncijc^ieben in ber längeren ober tflrgeren S)auer al3 bie §etbftbirncn, 
erforbem aber eine forgfaltigere Sufbemol^rung in einem Willen, 
bod^ nid^t gu trocfenen dtmm, totil fte {onft leidet melten, maS 
immer, menn eS gu ftarf mirbr ein ^(ter ber betreff enben $rud^t, 
bod^ bol^in gu beuten ift , ba^ biefelbe unter ben obn^altenben 5rt' 
lid^n Ser|filtniffen i^e richtige innere Sudbilbung ni4)t erlangt 
unb mo^ ein mftrmcreB (Stima erforbert. 

2|m Stufen unb in i^rer Sconomifd^en Snmenbung »utund^wcTt^. 
fle^ snxtt bie Sime bem 9pfet mi^ unb ed n>irb Unterem aud^ 
bei Snpftangungen in ber ^afft ber angupflangenben ®ftume ber 
S^o^ug gegeben. (Si gefd^iel^t bieg au(^ fd^on beg^alb , meil bie 
eimen bem grogeren ^etle nac^ giemlid^ gu gleicher 3eit, im @ep« 
tember unbOctober, reifen unb fic^ in berSHeife nid^t lange galten r 
fo bag fie ft^ned oerbraud^t merben m&ffen. S)oc^ giebt eS ©egenben, 
n» Woflbimen , nwS gerabe oft ^tftc^te mit Berbern , gufammen«' 
gie^enbem ^leifc^e ftnb, bie ben beften 3Roft geben, fleigig unb fafl 
in bem^tben 9erbältni§ n>ie bie Slrpfel gepflongt merben. 9>er 
fonßige ®ebrau(!^ ber 8irnen gum 5to<i^en unb 9ßeUen, gum Sim^ 
lonig , ber gum Crfa^ be« ^ucfcr« an oieJe ©peifen bient , unb 
ber geringften ©orten felbft gum Sjfig , ift betannt unb SEBeitere« 



12 I* (EitUeiienbe BemerSintden 

aus Sucar Obftienu^ng, ©tuttgatt 1856 gu erfe^en. — Sielfa(| 
ift ba8 ©treten ber neueren ^tit auf bie (Srgiel^ung guter (Sompot^ 
bimen für ben Sinter gerichtet unb eS toerben oud^ bie feineren 
Qimen mit il^rem fc^meljenben, faftigen, fü^ ^eif^e gu» 9iad^* 
tif(| auf tafeln me^r aI8 bie Sepfet gefugt unb tl^rer atS 
le^tere bega^It. 

äBie tei ben 9bpfeln »erben in bem ^olgenben iCafelfrfld^e 
mit * , %tiäitt l. 9lange8 mit ^* tegeid^net nnb ben tefonberS 
f(j^d^n8mert|en mirb nod^ ein ! gugeffigt« S>ie fi^ nebenbei gur 
aSirt^fd^aft eignenben erhalten bogu ein f^ bie befonberS gut ober 
nur allein gur SBirtl^fd^aft bienenben ff- SRofttirnen n^ben mit 
M. f ftod^bimen mit E. begeii|net. — & , $. , SB. = Sommer, 
^bft, äBinter. 



B. Per l^aum. 



«BB4«ttn« i)tx 9IBu(|8 beS Birnbaums ifi me^r ober meniger gur 



'Vmmirene. 



$9ramibenfonn geneigt , in ben meiften ^Uen no(!b flSrfer aI8 
biefe auf ®. 18, $ig. 8 ber (Sinleitnng gn ben Sepfeln angebeutet 
ift 4£r treibt begl^Ib aud^ Pal^nmvgetn , bie fenhec^ unb tief 
in bie €rbe bringen t meil fie mit bem oertical nnb bod^aufßreben^ 
ben ®ipfel unb mit ben tefonbert in ber ^n%ttih meifl anüegenb 
unb fpi^mintlig abfiel^ben SIeften baft ©(eid^gemid^t ^ten muffen. 
S)od^ giebt ed viele Sorten, an beten Sftnmen bie tiefte ffiAter 
fiberl^ngen, fo Beum blanci i^otgfarbige SutterMm, ober an 
todd^ fte gleid^ anfangs me^r abftebenb mad^fen , fo @parbim, 
(Bttte ®rane, unb befonberS ber fto^entopf, ber feine Kefte im 
SUter einer (Sid^e il^nlid^ trftgt. Hnbere, g. 8. Beurr^ gris, SRarie 
Sttife Dttqn., mod^en fi^ an4 burd^ i^ren unregelmigigen , fperr« 
(aften äBud^S mit meift nieber^ngenben 3w^0^n# moburd^ bie 
Itrone bufc^ig loirb, fe^r (ennili^. (San 3RonS gab, megen beS 
ftetS getrAmmten SBu^f^ beS fungen i^oIgeS, einem feiner @im^ 
Unge ben 9tamen Arbre courb^.) 

(Sbenfo tegeid^nenb, mie ber elgent|ilmli<l^e SBrn^S beS 8aümS 
fflr gemiffe Sorten, ift an^, ob biefer, befonberS in feiner 3u8^<^^^ 



}ur €§arali»f^ tmb XUiietf^eibung dev 8inu. 13 

Dornen ttetit ober fySter bontcnft^nlid^e Snid^tfpie^e mad^t, n>ie 
@fftne ^o^erSnerbet , ob baS ^rnd^^ol) gebtftngt unb bid^tquirlid^ 
sm bcn Sft, ober o( eS in mel^r ober weniger langen ^rud^ts 
ntl^ nnb etngeln ocrt^eilt an ben 3i^^i8^ f ^^^t« 

(Ein red^t gnteS ttnterfc^eibungdmittel für olele Sorten finb eonmnsvctae. 
ferner bie Sommergweige. 3^re oft {e|r oerfd^iebene ^arbe, 
bie fünfte an benfelben, bie Stellung ber baran beflnblid^en 
Anofpen, 06 fie angebrucft ober abfte^enb 00m Rmiit, fpi^ Ober 
mnbltc^ ftnb, ob ber ^weig oon Jtnof^ gu ftnofpe IntefSmtig ge> 
bogen (ftnfig), ober an ber @pi^e oerbidtt ober oben mit Slfttl^en« 
tnofpen bcfe^t ift: btefe 3nftAnbe finb für oiele Sorten d^ralteri« 
ftifd^ unb oerbtenen bann in ben S9efd^reibungen Srwil^nung *). 

9to^ ein Saumtl^t, ber Oead^tung oerbient, finb bie 83 (ü« sut^entiofixiL 
t^entnofpen, wü^ flc§ int Saufe- beS SommerS unb i^erbfteS 
fd^n bttben* Sie ftnb bei mand^en Sorten oon eigentl^fimlid^er 
@eftaft: meift finb fie tegelförmig; bod| oud^ eirunb mit m&fitger 
Spi^- OiSmeUen ift bießegelform tanggegogeui faft n^algenformig, 
mie bei ber Sommenobine, 993ilbling oon 9Rotte. S)ie Spi^e ift 
biSmeilen lang unb fd^arf, fo bei Surd^atbtS iButterbim unb Suguft^ 
bim, ober htrg unb fiumpf, fo mie bei ber $oI)farbigen Sutterbirn. 
Stitnnter ift bie ®eftalt aud^ faft runblid^ unb bann meift ol^ne 
@pi^f fo S^minette, @ro^ Sritannifd^e Sommerbim, 9teue fp&te 
aßinterbe(|ant8bim ic. — ge nac^ ben einjelnen Sorten ift bie 
Olumenlnofpe glatt unb glftngenb, oon ^^rbe li^t ober bunlelbraun, 
oft mit einem n)eiglid^en 8nf(ug (mie ftlberl^Sutig) ober fie ift burd^ 
i^r SBoQigtfein auSgegeid^net, wie bei ber Sommermunbne^bim, 
X>amenbirn, ^erbftpomerangenbitn. SiSmeilen Haffen bie fonft feft 
anfd^Hegenben S)edtbl&tter unb fte erfd^einen fd^uppig, boc^ fd^eint biefer 
€|aroIter ni^t beftfinbig gu fein. — Z)a8 in fol^er ^in^d^t ^aix^ 
genommene^ mie eS 00m S^erfaffer bief. @inL in feinen SSeft^reibun« 
gen niebergelegt ifi, gibt fd^on Sfnl^altSpunlte ffir oiele Sorten, bod^ 
finb bie Seobad^tungen immer nodg lAnger fortgufe^en, meil ftd^ 

*) ^Dagegen bfirfte bie von 3)iel in bev ^tnlettung $eft I. 6. 20 5e« 
fproci^ene 9letf{|ieben|eit ber Sorten, an ben Sommetttieben einfädle Slfttter 
obet suglei^ Smfitfpie^e ober auc^ SIAttevaugeti )u treiben, metft nur \n 
ber oerfc^iebenen Xriebtgfeit ber Sdume i^ren d^runb §a5en. 



14 I« (iraicitmbe Semectnugen 

bie gorm ber S8(üt^enfno{peti ie ita$ i^rcm 9I(ter attberd geftaltet, 
unb }u i^rer t)5aig<n 9(uebUbung mehrere ^oXfit gel^dren, bie mm<i)t 
(Sorte roegen bec ba)n)i{(^en gefaSeneit 3^^P^^^0 ^^^ i^^wa 
Srag^olsed burd^ falte SBitterung tDa^tt^einlfa^ noc^ nic^t er« 
retd^t l^atte. 
«(fttiet. siu^ bie Sl&tter bec Birnbäume pnb je na<!^ ber betteffem 

ben ®orte Derfd^ieben. Salb [mi fte bimtter, bolb ^eUer grün^ 
balb ftärter, balb fc^mdi^r gtinjenb. @ie finb aud^ «le^r ober 
roeniger ftart geabert , Don ©eioebe bfinn , papierartig , ober bidt 
unb ftetf, faft leberartig. Oft fielen fte om Stiele flad^ audge«« 
breitet, no^ 5fter8 aber finb fte gegen bie @pi^e l^in mel^r ober 
n)eniger (faft ftd^elf&rmig) nod^ unten geirflmmt. ^rner fmb bie 
(riben 93(attfeiten oft fc^nräc^er ober ftarfet (fd^fff^rmig) nad^ auf« 
n)artd gerichtet, ober am-9tanbe roedenförmig gebogen; bie Spi^e 
ift 6iän)ei(en j^albfpiralfirmig gur @eite ober mit ber unteren 
gläd^e nac^ oben gebrel^t. — 9lo(^ nefentUd^er unterfd^etben fte ftd^ 
aber burd^ il^re oerfc^iebene gorm, burd^ t(lr SBolUgt« ober 
©lattfein, aud^ burdfi bie oorl^anbene ober mangelnbe 
iBegal^nung. 

S)urc^ bie abn^eid^enbe (geftalt bec Sl&tter mad^en ftd^ bie 
meiften 83irnforten f e^r lenntlii^ unb man fann an il^nen befonberS 
bie folgenben 6 i^auptformen untctfd^eiben: 

a) 9iunbli(|. ^ig 1. Seifpiele: 2;r&ubleS«Sirn , Boosselet 
Decoster. — Oft ift ba8 Statt am Stiele l^er)förmig auSgefd^nitten : 
äBilbling oon (Sinfiebel, Sänge gelbe SBinterbint. Ober bad Slatt 
ift et»ad me^r in bie Sänge gejogen, tooburd^ eS fid^ ber t!^orm b 
nähert : g$f unbbim (oon SRe^ger), SReininger 9Baff erbim. 

b) (Sirunb. gig« 2. (@ro6te »reite liegt im erften S)rittel 
ober in ber erften ^dlfte nad^ bem Stiele ju.) Seifpiele: Som« 
merambrette, 6ble Sommerbim, fßoic'^ glafd^enbim, SSSurjer. — 
Oft ift eS etmad ^erjförmig : Sommer « ©ierbirn , 3"^'^^^*^' ~ 
3n biefe abt^eilung roerben aOe Sorten gehören , beren Sl&tter 
S)iel als l^ergfSrmig unb langeiförmig gefd^ilbert ^at. 

c) eiförmig, gig. 3. (©roßte »reite liegt in ber aRitte.) 
SBeifpiete: goreHenbim, JCronpring ^rbinanb, 9lapoleon8 Sutter« 
bim. — etmaS me^r Unglid^: ^e^erS 3^'^^^^^' ®^* ©ermain* 



}i» e^ataltni^I unb Untetf^efbung bei Siri». 



16 . I* <Stn(eitenbe Qemetfungen«! 

— (©iefc gorm c fommt am mcifien bei ben SSimen vov, nSdJjl 
i§r Sie folgenbe.) 

d) @Uiptif($. Sig. 4. (9tad^ bem @titU ju m(^t ab« 
gerunbet, fonbem etmaS [tointelig* — 93ergt. aNf<|offg ^anbbud^ 
ber bot. £ermmo(osie unb ®^^tmt 9lflmberg 1830. (S8 ift barin 
au(^ ber 93egriff von eiruttb, ovatum, gegen eiförmig, ovale^ 
beutlid^ gegeben.) SBeifpiete: Beurr^ blanc, @raue S)e($ant36irn, 
Slegentin. 

e) ©reitclliptifc^. j^ig. 5. (®egen bie »origen breiter, 
meift attd^ nac^ bem ®tie(e ju ft&rler, gleic^fam teilförmig guge^^ 
fpi|}t. 93on ben runblid^en Blattern ^^ig. 1 ftnb fie burd^ bea 
leilformtgen Sn{a^ am (Stiele unterjd^ieben, von ben lanjettfSrmigea 
gig. 6 burd^ größere ©reite. SBcifpiele : ©parbirn, (Sbte TOind^g* 
bim, S)ielS Suttcrbirn. — «nnfi^ernb Äutfd^erbirn, ^arbenpont» 
fpate SQinterbutterbirn. 

f) Sanjettförmig. gig. 6. TOeift mcljr aie iwel üRal 
fo lang, als breit, ober burc^ ftarle 3ufpi6ung nad^ bem Stiele 
}u audgegeic^net.) SBetfpiele: S^olomaS ^erbftbutterbirn, Solomaä 
aSBinterbutterbirn, ®rune ^o^erSroerber. — (5t»a8 breiter: Slili« 
taner grüne Slpot^elerbirn, SBinterbom. (9Ran lann Untere breit« 
lanjettfSrmig nennen; fte bilben ben Uebergang ju ber norigea 
Slbt^eilung.) 

3ur genauen Sejetd^nung ber ©eftalt ber Slfttter befonberS oon 
ben brei erften i^ormen mü|te man immer fagen: runbltc^ sugefpi^t, ei« 
runb iugejpi^t, eiförmig jugefpi^t. 3)o(^ lommt bie ©lattfpi^e })itv 
nid^t unb l^auptfäd^lid| nur bie gorm bed iBlatteg nad^ bem 
(Stiele gu inSetrad^t. — SDaS Slalt ift übrigenä, »ie l^ier gugleid^ 
mitbemerlt m erben fann, je nad^ ben eingetnen @orten lurg«, lang«,, 
fd^arf«, ober auäf fanftgefpt^t, unb bie (Spi^e felbft entn>eber lang«^ 
gejogen unb auelaufenb (|$ig. 2 unb 6), ober fte tritt etvaä auS^ 
bem SBlotte l^erpor (glg. 1 unb etwa gig. 5), waS 5)iel ^aufge- 
fegt, l^albaufgefefct" genannt l^at, — 5)a8 SluffaUigc ifl bei ben 
betreffenben Slrten befonberS gu fd^ilbern. 

@3 mug iebod^ l^ier fogleid^ barauf bingemiefen merben, baß^ 
nid^t etma f&mmtlid§e 99l5tter eineS unb beffelben iBaumeS einerlei 
®eftalt beft^en, fonbern eS fommen barauf gleid^geitig ftetS mel^rere 
oor. ©0 Hub g. 8. in ben meiften gSDen fd^on bie ©fdtter ber 



}ur Gl^ataftetiftif unb tlntetf (Reibung bev Sivnen. j7 

6ommtTgtDeige roithn anberS, ale bie beS S;rag]^o()e8 befd^affen, aber 
leitete geigen bie conftantete %oxm, j[ebod^ ftnb aud^ biefe 
fldji Don einerlei ©eftalt, foiibern geroöl^nlid^ jtnben fid^ unter ben 
5—8, bie fflnftifje gru^tfnofpc rofellenartiß uniflcbenben Slatlern 
3 ober 4, bie großer olä bie übrigen finb unb meldte (alS bie 
ilteften unb auSgebilbelften) als bie ber betreffenben ^rt gulom« 
menbe $orm betrad^tet totxitn f5nnen. 9teben i^nen lommen ju« 
gleid^ nod^ Slattcr von anberer ^oxm vor, bei ben Strien mit 
runblid^en SBISttem gugfeic^ nod^ eirunbe, oft aud^ eiförmige unb 
eS finb l^auptf&d^li^ nur bie fürgergeftielten runb, ober eS f&Olt 
bod^ gerabe biefe le^tere i^orm befonberi auf unb man lann fie 
als ben SBlatttppuS betrad^ten. 6ben{o nerl^alt e8 fid^ bei ben 
Säumen ber anberen ^^ormen; biejenigen mit eirunben Slfitlern 
l^ben nebenbei oft eiförmige, bie ber le^tgenannten $otm oft fel^r 
oiel elltptifd^e, unb bie eüiptif^en gelten oft in bie Sangettform 
über, bod^ tritt bei 93etrad;tung cineg ganjen 93aume3 eine beftimmte 
©eftatt an ber SKe^rjal^f ber ffildtter immer ^crDor. S)ie ©orten 
mit breiteaiplifc^cn 331attern bilbeu bie f^mierigfte (Slaffe*, bO($ 
ijl bie gorm ber Sldtter, g. ©. non ©iers »utterbim; mit il^ren 
Part na^i bem ©tielc gu oerfdjmdlevten ©ISttern, fe^r intereffant. 
@ie i)l aber nid^t immer fogleic^ gu fiuben; fo )lnb bei ber alä 
Qiifpiel nod^ genannten ©parbirn unb @b(eu 3R5nd^S6irn immer 
gugleicl noc^ runblid^e, eiförmige uiib eQiptifc^e Sldtter norl^anben 
unb eS geigt nur ein Streit bie bveitelliptif^e gönn, bie aber bann 
gerabe am metftcn in bie Slugen fddt unb mobur^ ftc^ bie ©orte 
{enntlid^ ma^t. 

gerner ift bemcrltid^ gu mad^en, bafe je nad^ ber Iriebigtelt 
beB Saumes me§rfad^ 3(6n)eid§ungen in ber gorm ber 9(dtter mal^r« 
gunel^men finb. @o nimmt g. 93. (Srgl^ergogä SarU SBinterbirn, 
wA^t an dlteren Sdumen runblid^e Sldtter l^at, an ben in ber 
Saumfd^ule ftel^enben, nod^ rafd^ treibenben Sdumen bie eirunbe 
Slattform an, Galebasse Bosc bagegen, beren Sldtter eirunb finb, 
grigt eiförmige, xotnix ber Saum nid^t trdftig negetirt unb e3 mirb 
dberl^aupt in ben betreffenben eingaben non ber Siattform einer 
unb ber anbern ©orte, mie fte ben Sefc^reibungen ^ingugefägt finb, 
fpdter eine €orrecf!on nöt^ig fein, meil gu ben Seobad^tungen nid^t 
an ganger Saum, fonbern oft nur ein fd^mad^ oegetirenber ^robegmeig 



iS *L CinleUetibe IBetnetfungen. 

gebient l^at. S^beffen toerben bie betannteren, langer beoba^teten 
Porten i-idfitig feftgefteüt fein, nur möge man p^ bei einer Seur^ 
ll^eilung meniger au iunge, ftarftriebigc, im Schnitt gefallene 8&ume, 
jonbcrn an bie mel^r jur 9flul^e getommenen atteren @laubb&ume 
l^olten. SSenn nun aber aud^ bie angegebenen Sbmeic^ungen ber 
fomit Derfud^ten Slafftfication ber Simen nad^ ben angegebenen 
83(attformen noterft nod^ Sd^mierigTeiten entgegenfteOen, \o bürften 
biefe bod^ jule^t burd^ fortgefe(}te ^Beobachtungen }u befeitigen fein, 
^le StngaBe ber gorm unb Sefc^affenl^eit ber Sdldtter u. f. xo. bei 
{eber @orte mirb übrigens immerl^in nüj^en, benn man {ann fid^ 
bei aufmerifamer Betrachtung baran gcn)5^nen, eine jiemlid^c 3Renge 
non Slrten blog an ber i^neu eigent^ümlid^en äSegetation unb 8(att^ 
form }u erfeunen. 

9lid^ft ber gorm ber a3I&tter ift nemlid^ aud^ bie SBolIe an 
benfelben al8 eineö ber beflen unb gerotffe @orten befonberä d^aral« 
terifireubeg 3J2erImaI ftetS gu biTudffid^tigen, oKein eS ftnb nur 
bieienlgeu ald n^oQig gu betrad^teu, bei meldten ber genannte lieber« 
gug Don Snbe^uli au nod^ ftd^er ju erlennen ift S)enu ti trei« 
ben im t^rul^ling febr Diele 9(rten mit lOoQigen ober filjigen SdliU 
tern aug ben jtuofpen au8, bie ben moQigen Ueberjug fp&ter »icber 
T)erlicren, unb eS bel^AU il^n nur etma ber fec^Ste Xl^eil ber jftmmt« 
lid^en ©ortem äSomiglid^ ift babei mit anjugeben, ob bie 9BolIe 
auf beiben 93(atlf{ad^en ober nur unterl^alb, befonberS am Statt- 
faume unb an bev SDtittelrippe norl^anben ift, aud^ ob nidpt me^r- 
fad^ glatte SBIätter, mie eS faft immer ber %aü ift, bajmifd^en nor« 
fommen. ©orten, an beren Säumen bloft einjelne mollige Stfttier 
gefunben merben, mie eS öfters fd^on in ^Ige non unnoQfommener 
9luSbiIbung befonberS in fd^Ied^teu Somment oorlommt, finb nic^t 
als moHig gu bejeid^nen. 

SDaS ©egal^nts ober ©angranbigfein ber Slfttter i|l 
ebenfalls ein giemlid^ conftanteS 9)terlmal bei ben meiften Sorten. 
Sei benen mit ganjranbigen Sl&ttem fommen gemö^nlid^ nebenbei 
auc^ Slätter nor, bie an i^rer @pi^e, bod^ aber aud^ nur meifl 
verloren gejal^nt ftnb. Um bie ermahnte Sefc^affenl^eit überhaupt 
{id^er gu erlennen, mug man baS Slatt auf feiner, untern %i!i^t be« 
trad^ten, »o bie auf erfip Slidf fid^ barfteOenben 3&(ne oft nur 
als Heine bud^tige Siubiegungen erfc^einen. ©egal^nt ift baS 



}!» (E|ara!tetiflff unb tlnterf^tibung Ux Sitnen. 19 

Matt, «en« mnigflniS oon feiner Wttt an Qfinfd^nitte an feinem 
SUmbe fld^tbar ftnb. — ^iefe Sinfd^nitte nyerben im Mgemeinen 
3&^iu genannt CBenn biefe (enteren frbod^ ftart nac^ norne gt» 
rietet ftnb unb eine von ber Spitze beS 3^^^^ ^^^ ^^4 ^^^ 
SRttlelTippe beS Stattet gejogene Sinie ben 3^^!^ f^^^f^ ^W ^^^^ 
trifft, fo wirb baS Statt at8 gefagt bejeid^net. (Si tft biefe^. 
bei bcK Spfel« unb SirnU&ttem meiftcnS ber %aVi, n)egi^alb ber » 
le^icriD&l^nte VuSbrucf in ben 199efd^rei6ungen om meiften roirb ge^^ 
bTOuc^t »erben. — ^uäf naä) Sinn 6, resp. WillcL Editio lY, l^at 
Pynis communis „Mo ovata serrata.'^ 

Die »lutl^e be8 ©irnbaume« entwidfelt fldj in ber Äegcl »***♦«• 
8—14 S:age früher al8 bie Spfelbiatl^en unb e8 ftnbet nid^t ein 
fo großer Unterf^ieb, xolt bei ben nerfd^iebenen Spfelfortcn @tatt, 
ba§ man bie 8irnen in ^^rül^« unb @pätblil(enbe unterfd^eiben 
nüM^te. S>ie $arbe ber Slumrnbl&tter ift n)eig, bei gemiffen @or< 
ten aber xbiljiU^ überlaufen, befonberS vor bem Slufbredgen. Slud^ 
bcmerft man Unterf(||iebe in ber ®rdge unb ^orm unb in bem 
<BcSffnetfein ber Stumenblätter, je nad^ ben einzelnen Srten. (Sinige 
Simcn, nie %t^t @din>eiierbergQmotte unb ®elbgraue Stofenbim, 
M^en iftetS (albgefflKt, inbem fi(4 ein 3:]^eil ber @taubf&ben in 
Slumenblotter nermanbelt. Sei mel^reren erf($eint, befonberd menn 
bie crflc Siilt^e fe^tfd^lftgt, gegen 3<>9<^nni8 eine jweite, fo bei 
Starte Sonife, Sommermunbne^bim u. f« xo., unb eS gibt fogar 
eine Krt, bie oorjugSmeife fid^ fo oerl^ftlt unb begl^alb aud^ „3mei 
9M trogenbe Oim'* genannt n^irb. Sebod^ erlangt biefe gmeite 
9nii|t in ben meifien gdllen nid^t bie gel^Srige XuSbitbung unb 
Srattd^barleit. 

©ie gruc^tbarlclt bf8 »irnbaum8 ifl in ber lRegcl»"*<{J,^I;J*»"* 
grog unb e8 jeid^nen fid^ barin, n)a8 bie feineren ©orten betrifft, 
bie au8 ben neueren ©amensud^ten in JBelgien ^eroorgegangenen 
wt ben dtteren frangSftfc^en Sirnrn meifi nortl^il^aft au8. S)od^ 
baben fld^ {|re 8dume immer nod| menig on ba8 beutfd^e jttima 
gewinnt ; in ben (Uleren ©egenben pnb fie meift nid^t red^t bauer« 
loft nnb unterliegen balb einem ober bem anbem l^arten Sßinter, 
»le e* bei ben filteren ©orten, St Qermain, Beurrö gris, 
Beorr^ blanc otc. bod^ fdpon weniger ber gaU ift. "SHan mu§ fie 
meiflenS nieberffihnmig alB ^ramiben ober an ©polieren erjicljfn 



20 n. S9pcm b€r SIrnfortcn. 

unb fortmSl^renb im ©d^nitt Ratten, bamlt }tc i^rc Scbcnälraft nic^t 
ooc bcr 5cit crfd^öpfen. ©od^ fmb cä nid;t gcrabc mir Sovlcn, 
bie aud bcn fpftcmalijd^ betriebenen Äeru^aatcn bc§ v^crrn uan 
TOonS l^erooTflir.gcn , rocldje fid^ fo ücrl^attcn unb t)on raelcfjcn er, 
aber awi), wie cä fdjn»^ feine Srtac^folger, geneigt fmb onjune^men, 
ba9 an i^nen bie Sragbarleit Dermel^rt, aber bie Sebengfraft Der«- 
minbett werbe, ^nbeffcn werben bie S3äume ber mciften ©orten 
in ben milberen ©egenben t)ou SDeutfd^Ianb ftd^ fd^on bauei^after 
als unter ben l^ieftgen $erl^ältni[fen be}eigen, roo jwar bie ©om« 
mcr nid^t weniger fd^on unb warm, wie anberwärtS unter gleid^em 
Sreitegrobc finb, wo ober bie ^d(te im SBinter bisweiten l^ol^e 
@rabc erreid^t, inbem baS 3:^ermomctcr öfters unter 20® dt. 
lerabflnlt, unb ber Semperaturwed^fel im 9lad^wiuter }u ftarl ift, 
fo bag 2&rtlid^ete Obftforten bei freiem ©taube eä gcwi^nlid^ nid^t 
lange auSl^alten. *) 3 ^ <§ n* 



IL 

®^fiteme; auf bie Bei ber ^deft^reibimg bet etnjebteii 

Sirnenforten Ijingetoiefen tft. 

A. Pa< Piel'fd)e SljflenU (Ciel. erfteS ,^^e|t , ©irneu. ©.25.) 

®d befielt miS 6 klaffen, ^ot in jeber Gtaffe 3 Drbnutigen unb 
in jeber JDtbnung 3 @efd^(e(|ter in folgenber SOeife: 

I. ©laffe. 

8utterl^aftf(^me()enbe, fe^r gefd^macfoolle Stirnen, bie ft(^ im 
itouen gerftufd^lod auflDFeir« — NB. (^ntl^AU bie eigentli(!^en löftUd^en 

Xafelfrüc&te. 

II. ©raffe. 

• @aftrei(^e grfc^maäoolle 93imen, bereu gleifd^ im itaucn etmaS ober 
jiemlic^ raufc^enb ift, ft($ a^er bod^ don) auflöst. — NB. (Snt» 
bftU ebenfaEd löfUic^e ober boc!^ o ortreff (ic^e ^aftlbirnen. 

•) SBie §ert ©uperintenbcnt Dberbtedf Ijieju bemerft, ift e« In feinet 
@e0enb in fotc^er $inrt4t fc^on anberS. X'it betreffenben jvm 7§eil fd^oh 
oon X'xtl befc^riebenen ©orten überfielen bie borttgen Sinter gut unb 
liefern auc^ aücrmeifl ^od^ftammig fc^on oolüommene unbH^madf^afte gtüd^te, 
bod^ »erben bie (e|teren auc^ bort auf f^ramibe nod^ beffer. 



It. @9|!eme ber Btrnfotten. 21 

III. (S raffe. 

6afirci(i|e ober boc^ faftig gefc^motfoolfe kirnen, beten ^feift^ t m Aa u e n 
ablnadt — Poirea oassantoB — unb fic!^ nid^t, ober nt^t (|att| 
auflöst. — KB. (Snt^ört t^eild Zafelfrflt^te, t^eUd au^ nur oortn^^ü^e 
%ti^tt fär bte De!onomte. 

IV. Cfaffe. 

^inrefc^enb faftige kirnen, mit marügtem ober etn^ad firmier ig 
f(t[eimigem S'^tf^^ Kboc^ geioürj^aft unb im SRunb fc^melaenb, aber 
o^ne er^oBenen ©efc^macf. — NB. SRan fdnnte biefe Qan3e Q^Iaffe bie 
64meerbirnen nennen. 6ie enti^It me^r grüc^te für bie Delonomiei 
al& |um feinen ro^en ®enu^. 

V. Gloffe. 

kirnen mit faftigem ober trodenem S^eifc^e, oon ^efd^matf 
aber fabe. — NB. (Snt|a(t Mo( grflc^te für bie Oeconomie. 

VI. eiaff^ 

Birnen mit hartem rüBenartigem Steifte, jum ro^en Q^enu% 
unbrauchbar. — NB. @nt^&rt bie beflen itoi^bimen für ben SSintet« 

2^ie Orbnungen be)ie|en fi^ auf baS Ser^ltni^ ber ^5§e ber 

^rnc^t §11 il^rer Breite, unb tauten: 

.# 

J. Drbnung. 

2)er ^urc^meffer ber Breite ift größer, a(d ber ber (b^e. 
— NB. 9ti($t feiten wirb man jioar bei biefer JDrbnung eing eine Birnen oon 
ber nemlid^en 6orte finben, bie in bie gmeite Orbnung ge^brten, aber ber 
grd|fre X^eii berfciben befiimmt fie ^ier^cr. 

2. Drbnung. 

2)er 2)ur(^meffer ber $5$e unb Breite ift gleic^, obre bie QöQe 
beträgt nie über V«" me^r oid bie Brette bei ben $au)>tformen ber grui^t. 

3. JDrbnung. 

2)er 2)ur(l^meffer ber ^hf^t ift f^on in bie 9(ugen fallenb grb(er, 
alfi berjenige ber Breite, uub mu^ menigfiend immer */«" lAnger fein« 

^ie 3 @ef(9 letzter in jebcr Drbnung mcrben bur^ Me SKeifgeit gc« 
bilbet unb fonac^ in jeber Drbnung a] 6ommerbirnen, b) ^terb^bir» 
ntn unb c} UMnterbirncn untcrft^ieben (beten Begriff oben©. 10 unbli 
f^pn entroicfeit ift). 

3n feinen Befc^reibungcn gibt 9)ie( bei jeber einzelnen (\ni(^t ben9iang 
an, meld^er bctfetbcn |ufommt, unb groar fleQt er bie beften^rüc^te in ben 
allererflen Slang, grüci^te oom erpen ?iang finb jroar aud^ ^afe(« 
frft^te, boc^ fd^on meniger gut. ^xüö^tt oom ) weiten 9tang unb au^ 



22 n. e9{lem< ber Btcufotjktt. 

oom britien finb SBlrt^f4aftdftfl((ie unb lein eigentll^ed tafclo6f, »enn 
ott^ mehrere bantnter gum ro^en ®enu( nod^ geeignet pnb. 

IDen ne(crf[u( ber oterten ix^ fec^flten Pfaffe mag ^i({ fpätet^in feCbfl 
gefallt ^attn, benn er ^ot in ben früheren ^eften feined SBer!ed felbft mir 
mentg, in ben jule^t erf(^ienenen SBAnbc^en feinen ®ebrau(| me^r baoon ge« 
ma^t itnb audf wir werben, wie Siegel Cb^ff^n fi^flem. KnI., SSien 18?5), 
(ei Qinroeifung auf ba9 S^iePfc^e Spflem von ben ernannten legten 3 klaffen 
Umgang nehmen unb in bte m. Pfaffe otte Srfld^te mit feftem, nt(|t f^mel« 
{enbem ober unlöftlid^em gleifc^e einreiben. 

B. Stiftern oon $uca<« 

(8uc, bic ffcnobftf. SSBurttcmb. Stuttgart, 1854, ©. 12.) 

aüDTe Simen verfallen gunfic^p in jmei ^auptgruppen: 

A. SafeKirnen (aUe Linien, bie jum 9lo^genu^ fe(r gut ftnb unb 
loelc^e ^ieC ali fc^mefgenb ober ^olbfc^metgenb besei^net). 

B. ®irt§f4aftd5irncn (aSe, bie )um aio^genut ni^t ober Mit 
|temli<^ geeignet finb unb beren SBert^ in i^rer Qenoenbbatleit fftr ben 
9aud|a(t, aum ^5rren unb )u SKoji befielt). 

Sebe biefer ©nippen mirb na^ ber Sleifjeit e{nget§ci(t in 

a) 6ommerbirnen, b) i^er5ft6irnen, o) Sßinterbirnen. — 
6ommerbimen (^iel'd I. ®ef^(e<l(t) reifen pon guni M d^nbe September; 
^erbftbimen (^iet*ft II. ©efd^fec^t) geittgen Don Snfang Oftober an wib 
l^aben bid SRitte 9{ovember i^ren »a^ren 9i(ifpunft erlangt. 9BinterMrnen 
(^iers IIL @ef(^le((t) T^nb bie oon 9Ritte 9{ooember an i^re ooSe SIetfe 
erlangenben Qirnforten. (3n ben legten betben Ibt^eifungen ift alfo einiger 
ttnterff^ieb gegen 2)ie(0 

^iefe 3 Slbt^eilungcn fpaltet£uca3 wieber nac^ bergorm in i) Sftng< 
lid^e unb 2) ftunbü^e Sirnen. — Sftngli^ i^, wo ber £dnge>2)ur(^ 
me^er ben ber Sreile flbertrifft (^ierd Drbnung lUO- SVunbfit^, beibe 
3)ur4meffer {inb glei^ ober ber 9reite'S)ur(|meffer ijl grö|er a(i bev Sftn((e< 
S)ur4mcf[er. (XUVt Drbnung I. unb IL) 

^ierburd^ er^&U man, wie bie folgenbe Ueberfid^t le^rt, 12 <S (äffen. 
Itic 6 erflen (klaffen, bie ^afe ibirnen, werben je in 2 Orbnungen, nemli^ 
1) Sartfleifd^ige unb 2) Wflrbfleif^ige unterf(^ieben« SartfUifc^ige 
ftnb bie butter^aftf^mergenben, mfirbfletfd^ige bie nic^t oottfornmen fc^meljens 
ben unb gewbl^nlt(b au^ weniger faftreic^en Qirnen. 

2>it 6 (i:raffen bed 9Birt|f4aftdobfte$ jerfalTen in 1) $artf(eif4tge 
(mit giemHc^ ober wirf (ic^ feftem, rübenartigem gleif c^e), 2)$erbfiffeif(^ige 
(mit lufammengie^enbem l^erben 6afte, nur gum Aoc^en unb |ur9Koftbereitung 
taugli^e ^rfi^te). — gebe Crbnunq ^at no4 2 Untcrorbnungen unb gwor 
ie nac^ ber Qefi(affen§eit bed iteld^ed, ob biefer 1) bUttrig unb 
oolfommen ober 2) "kornartig unb unoollfl&nbig iß. — ^ur^ folgenbe 
S)at|lell]tttg wirb bai @latt|e no^ beutli<^er werben. 



H C^flcme bet Sivtifottcn« 23 



ttekrfii^t ker SlafpficotuHi naä^ 2utai. 

Glaffc L Sftnfliicte 6ommeriafe((unen. 

„ II. Slttiibli^e n „ 

„ IIL Sditdltc^c (crl^jitaffliimeii. 

„ IV. 9liiiibUd^e ,, ,, 

„ Y. SAnglic^e SBintertafel^irnen. 

„ VI. ätunblid^c „ „ 

Scbe bicfet 6 klaffen serfdüt wieber in 2 Orbntmgen: I) Sa^if let* 
f<|ige, 2) 9lflt(f(eifd^i0e SBirnen. 3ebe biefet Ocbtmngen M V«ni 
T0Mn9thnun%tm 

a) mit biattfigem ooKlommenem Sttl^, 

h) mit kornartigem unooSiommenem kti^, 

Gteffc VIL 2ftngli($e eommer>8Birt(f(l^aftftbirncn. 
„ VUL »unblic^e „ ,, 

„ ÜL IBdnglii^e i(ierejt<&irt4f((aftg(irnen. 
M X, Slunb[i(^e „ „ 

„ XL Sanglid^e ®inter»aBirt^f4aftg5irnen. 
„ XIL XunbUd^e „ .,, 

3ebe biefn 6 klaffen aerfaut in 2 Orbnungen : 1) fi a r t f l e i f (( i g e, 
2} ^ctbfUif(|ige leimen, gebe bief er Orbnungen (at 2 Unterorbnungen : 
«) mit b ( a 1 1 r i g e m voIBommenem ft$^, 

b) mit M^n^^Ytigcm unooQf ommenem Held^. 

C. %flnit 001t 3iil|tt* 

Ziffer nimmt |ur (Sintl|eiiung bie Vegetation ber Mume unb fleSt na^ 
ben 9on i^m luiterfc^iebenen 6 Plattformen, »ie fle 9orne 6. 14 gef^ilbert 
|M, ebenf09ie( klaffen auf. €g ^aben alfo bie Simen in feiner 
(Pfaffe I. fb9Mmt mit runbUc^en Blattern. 

„IL „ „ eirunben „ 

tf IIL ,f „ eifbrmigen „ 

„ IV. „ „ eOiptifclett „ 

,i V. ^ „ breiteWptifdJen „ 

„ VL „ „ lanaettf örmigen „ 
8ur Ibeiteren Trennung ber fo ge(i(beten Glaffen benu^t 3a(n bie 
Seifieit ber grdc^te unb gewinnt fo, inbem er bie letzteren na^ 6 ommer», 
tfvb|t< unb ffiinterbirnen unterf^eibet unb ft(( babei an bie oon S)ie( 
gegebene CN^arung bed Begriffs (ait, fftr Jebe Claffe 3 Orbnungen, meiere 
brn^ bie beigefügten deinen beutfi^en fiiffem auggebrfldt werben. — (Kg 
genagt ^ac^ bie htr}e Vugeinonberf e(ung , wenn eg in bem golgenben 
I. 0. bei ber »ime 9tt. i, bei ber Üeinen aRugfateSer M^i: U, i. So^n, 
b«| ber ^vm berfelben eirunbe Blatter (at imb bie Birne eine 6ommer< 



24 H. 69fieme ber l9iniforietu 

frud^i ifl ober bei 9hr. 3 ber (9rttnen 9tagbalene: III, 1. 3a(n, ba( bereu 
Baum eiförmige 9(&tter beii^t unb bie Sirne ebenfalls im 6ommer reift u. f. ». 
Sabn §&(t bafflr, ba^ fpSter^m, wenn immer nod^ mehrere 9ixitn na^ 
i^rer SCattform feflgefleOt flnb, eine eiaf|lft!atix>n, bei melcj^er man bie ®e. 
ftalt ber ^rfld^te ooranfett unb nac^ »efd^affen^eit bed S(eif(^ed gamilien 
Mlbet, bie bann roeiter na^ i^ren 93(atlformen unterfd^ieben metben, fic^ 
beiS meiften SeifaKd erfreuen bürfte. 2)enn man mirb bemerfen, ba( bie 
3orm ber Blätter in feiner Sejie^ung )U ber ^orm ober }u bem 9Iei(<l(e 
unb |u bem ®ef<j(ma(fe ber Srfic^te fte^t, fo baf aifo bie ein|e(nen Wirten 
ber bereits t^eilmeife fc^on oon 2>itl, unb ben Tutoren oor i^m, unterf^ie» 
benen Gruppen oon Bergamotten, $omeran)enbirnen, 9lu{feUU u. f. o. bei 
ber obigen ®int^ei(ung in ben oerfc^iebenen @(affen fic^ oertbeiU finben. 
3n ber bef^rod^enen SBeife »flrben fie ober toieber )u gamilien oereinigt 
»erben Idnnen. 



2^ie im oorliegenben^anbbud^ befolgte SCufiftb^ung 
ber Sorten nac^ ber 9ietf|eit erf($ien bem urfpranglid^eii $Iane 
angcmeffen, nad^ meinem feinem @9fleme berBorgug gegeben werben foQte. 
IDittrid^ (at in feinem $anbbu4 bei ben Birnen biefelbe Xnorbnung befolgt, 
unb ed finb aucb bie meiften größeren beutfc^en unb oudm&rtigen Obftoer< 
leid^niffe in gleichet SBeife eingerichtet. 



Bon Xbfürtutfgen, bie inBefc^reibungen gebraucht mürben, bebttrfen 
oieSeic^t fotgenbe no(b ber Umfc^reibung : Alb. de Pom. =ss Album do 
Pomologie par A. Bivort 4 Bbe. BrOffef 1847-61. - Slflg. i ®. 9R. 
s= SUIgemein teutfc^ed (Siattenmagaiin. — Ann. de Pom. = Annales de 
Pomologie ete. 5 Bbe. BrflfTel 1853—57. — BW. =s Birort. — 8. ober 
2ieg. = $err Slpotbefer Dr. Siegel. — 2r)on. Ber. = Berid^t über bie Ber^ 
fammbing franjbfifc^er homologen in fi^on oon Beerend in SRonatäfc^riftlT. 
6. 121. — 9{aumb. Ber. = Beriet über bie 9laumburger ^[udfleSung oon 
tprof. Dr. itarl ifod^, Berlin 1854. — Qotbaer Ber. = Bericht über bie 
XttdftcSung in®oiba, oonbemfelben. Berlin 1858. — SRon. ober SRonatMc^r. 
SS tpomotogifd^e Si^onatdfd^rift oon Oberbied unb £ucag. — 0* ober Dberb 
s ^err Guperintenbent Dberbietf. — %. O. ®. = 6tdf(er8 teutfcber Db|t« 
gftrtner, — 3^"^ P<»n. piot. = Pomarinm piotum, ent^AU oiele oom^ofs 
makr Gftnger in SReiningen 1739 unb fotgenbe 3a|re gemalte grüßte aus 
bei aonf.-»at^8 Sinfd ©Arten baf. 



No. 1^ ftlttat atillUdttt m, 2. 1. Zlltl; U, 3 * (b). Suc; H, 1. 3a4ti. 




JUtiat IHMkattUtc. siitc. f 6. 



(eimat^ unb Socfommen: ^Itfe nut ivegtn i^xtt ^x&^xti^t 
intnefTante , tlcine Simc finbet ri4 ^^ci ^«> Alteßtn , aw^ beutf^cn 
Vomoloscn unb tft au<^ in bec ®tq,ttä> oon SRriningcn j^an lange 
bttannt 

£tttralut unb Cqnonq 
013 aitxnt SuaiatcIleibiT 
8«pt m fnanle. ICu^amel Hl. 
afeine aRufl(atcl(et6iti 
im fibmfi. 6. 197 unb Xltli. % 
1809 Sto. 103. 



nt: SitI tt(4tti£t llt im T1]I. $tft 6. U9 
le. eieCtn itt'i fOtaul. F«ttt Mnäoat. 
. I. 3m X. O. @. I. e. 60. Xaf. 5 tfi fit oH 
bef4tie6ni unb abgtbtlbet. Siu^Jnt fie S^rifl 
I. I. 6. 516 in bra DDÜftanbigen homolog, oon 



@eftalt: bie Birne tft ^i(^ftenä 1" gro^r öfteiä no(^ tleiner, 
fitifcIfSnnlfi, na(§ btm Stielt ju fegelfÖimig obet fc^raaij|| birnförmifl. 

JCelc^: offen, blAttrig ofatr au(^ ^omaTtig unb guroetlen ganj 
f^Ienb, mriß ^a^^ebfnb. 

Stiel: bis l'/j" lang, obenouf mit etnwä gtetjc^ringeln. 

@<^ale: gelblic^gnln, fpätec ^tCIgelb, mit eibailiger ERStbe , mit 
feinen ^unTlen unb ctmaä 910^. 

ÜIifhlTltl «iMtnA tn OifttaNkc. n. 3 



26 

i^teifd^: get6l^toei|, tomigt, abfncufenb, Don fftfjcm ftotfen 
fDtugtotdlergefd^mad. 

. Sttxn^an^: gtemlid^ grog, f (!^iDad^l^o^Iad^)lg , f^d^er gerdutntg, 
weift mit jiDei unDoStommenen unb ^albtoeilen fernen. 

Steife unb 9lu^ung: faft Slnfang ^ull, in TD'teiningen geroSl^n^ 
It^ ÜRitte 3uU, boc^ BiSmeilen je nad^ ber gerabe l^errfdjiinben SBitte« 
rung an^ fp&ter, fo nar fte 1858 ben 24* 3uU ntit ber 9lbbonS*199irn 
unb ®rilnen Slilagbalene ^u gtei(!^er ^t\t reif. @onft ift e3 bie frul^fte 
uon aQen mir gur 3^^^ belannten @orten. 

(Sigenfd^aften bed SBaumed: berfelbe n)dd^St ftarl unb ift ge^ 
funb, trägt feine Xefte einjelnftel^enb unb giemlid^ magved^t, fte ftnb 
aber btd^t mit Quirlj^olg befe^t unb rr tragt überhaupt bfifd^elmeife. 
2|m Stter merben bie ^^^S^ gemi^nlid^ etmaä grinbig. — 16iaU 
tet eirunb, an alteren Sdumen faft runblid^, turg gefpi^t, 1'/«'^ 
breit, faft 2" lang, meift etmaS l^ergf5rm{g, glatt, nur l^ie unb ba am 
Staube etmaS moQig, fein Stumpf »gefdgt, giemltd^ bunfelgrün, bod^ nur 
mattglängenb , fd^mad^ fd^ifffötmig , bie @pi^e etmad^gurAdgebogen. — 
SBIütl^entnofpen giemtid^ gro§ , tegelf drmig , ftumpf gef pi^t , bunlel« 
braun. — Gommergmeige olioengrün, gegenüber gerottet, mit ga^I^ 
reid^en feinen meiggelben margigen fünften. 

3. 



27 
No. 2. 8(i(e «M^rtteUm. II, 3. l. S)iel; I, 2 b. duc; ,11, 1. ^a^n. 




?tal|e Katsiiutlebutt* £ucad. * f. e» 



^eimat^ unb 3)orIommen: ^^inbet ftd^ giemltc^ ^aufig.auf 
1)en Saumgütern im 3ltiaxi^al unb loirb aI8 einträglid^e gute 3Rarft# 
frud^t gerne bort gepflanjt. 

Literatur: 2ucad Itemobfif. 6. 165* 

@eftQlt: eiförmig, nad^ betn ®tiete ju legeiförmig ober f($mad& 
Wmformig, ober, mie fiucaS meint; übcrl^aupt rouffeletformig, IVa^^r^itf 
1%" tong. 

ftelc^: unoolRommen , l^ornartig, f[a(|. Stiel IVi" lang, etmaS 
geBogen, metft obenauf, w\t eingeftecft. 

6d^a(e: gelblid^grün, fp&ter citronengelb , fonnenmartä mit bun^ 
nem ftreiftgen trüben SRot^ unb gal^Ireid^en feinen, grauen, im IRot§ 
Tot^umringelten , fünften unb batb größeren balb {(eineren SRoftflecfen. 

gleifd^: meig, fornigt, giemlid^ faftreid^, ^albfd^metjenb, oon an^ 
genehm gewürgtem ^\idtxit\^maA. 



28 

^ern^auS: ^ieinttd^ gro^, ^od^Mfig# mit giemtU^ großen gad^em 
imb meift DoQtomntenen, bod^ toenlgen Äernetu 

SReife unb Slu^ung: Snbe ^U gugleid^ mit btr SbbdnSbim 
ober 8 Xage früher. 3jl bei SucoS bie fTÜ^jle Sint. — ®egen bit 
f&a^xt ®aiSl^irtenbim, ber fie ftuBerttd^ ft^ntid^ fie|t , ^t bie l^ier vor* 
Uegenbe einen längeren Stiel, einen l^omartigen ttü^ unb frül^ert 
Steife, Qu4 ift baS f^lcifd^ in ber (SOte geringer. 

(Sigenfdia.ften beS SaumeS: berfetbe treibt lange, \<fylanh^ 
gebogene STefte , bilbet eine unorbentlid^e , eirunbe Jtrone unb ift fel^r 
fcuil^tbar. — S>ie S(fttter, bie mir SucaS gütigfl mit ber 3ei(|nung. 
täubte, finb f45n eirunb mit fanft auStaufenber Spi^e, IV3'' breite 
2Vi" long/ tta(| bem Stiele gu gangranbig, bie oorbere, gr5^e $ilftr 
aber ift feins giemeid^ fc^^^tf^^gefigt, glatt, i^ie unb ba fd^einen bit 
)61&tter am Stiele etmaS l^ergfdrmig auSgefd^nitten gu fein. S)er 8latt<^ 
ftiel ift bflnn, IVi" lang. 

3- 



ISft. 3. «rfi» Sigktlne.1 n, 2 (3). i. 3)itU i, i •. Znc-, iii, i. Sat"' 





Srflit IHajttlt». ziMi. •* t «• 

$eimat^ «nb earlommcn: 3){cl erhielt fle auSbet Vniifer 
««rtlöufe atö PoireHadeUine. Sie ifl aUtitvtlaT^tXfa^, itbog 
aw^ unter attbcren Stomtit in XMutf^Ionb Mrftcelttt. 

Sitccfltui unb 6i)n online: !DtcI QI, e. 22 bit (Btüne ®ommtt' 
«aabalcnc. — S^rifl ^bmb. 6. 192. X.D.e. L 6. 182. Xaf. 10, bo4 n>o(( 
bic Tv^e, fie bleibt nur in ungebeibliittn Saucen ttcin unb baut fli^ Ilttjn. 
ftcifet an Sftrtttmbetgifi^en olcEfiu^iSlaBbittt, jc^t anberafttti aui^nltSiane 
■ acjatct^cnlftn unb a» ISrefte fTQ^e gatobibiTn. — ^n Siairftet^ 
toib «elflicii Intnt man fit ow^ al« Citron dei Oaiiaa*, unb ti t[ifMrt 
B«bl ficr^inut Miie anMrc 6ortc bcft IcfttnM SamntI, obglcid iCitI (K. ftttif 
«btT- IV. e. 2(»y bcm ivibtTfpridL — XuÄ Obnb., SR*ii. II. e. 180 uab 
«. glotov 9tan. IT. 6. 333 unb blc fiü^ttcn autocnt ^alttn ble CatmcIJtet 
CititBcnMnt für nf^t sttfAicbEtt. Aneop nennt f^^n bie nagbafnie ntben> 
tri aiu^ Impfirstrlne unb Franohe Eklaerin, — Jtaifcrfn unb Citroa 
«n>q«6 Btnnt fie cbntfo no^ S^ri|t Ka4 bnn SQon.Stn. flnb Potlt«Mag- 



30 

de leine unb St. Jean 69». ber Citren de GArmei, nadft beut Sonb. (S^aiaU 
au^ no(^ Rose Angle Early. — 9}a4 Oberb. ^Qt SMet bie 9Ra(|baIene auc^ 
als IDeutf^e langftielige SBei^birn n)al^rf(^einUc^ nod^malft befc^tiebetu 
SWon, in. e. 167. 

@eftalt: Deranbetlid^, xoit oben a geigt eirunb, ober xoit h, nac^ 
bem ®tte(e }u timai üerlangert unb mel^r birnförmig. — (StioaS unter 
ober über 2" breit unb big 2V4" ^oc^- 
. fteld^: grünbidttrig, tlxoai n}oIIig, offen, fei(|t, meift in .fallen. . 

Stiel: grün ober braun, gen)5l^nli^ fci^road^ Dettieft. 

©d^ale: l^d« ober gelblid^ gr&n, mit bunleter grän^ fonnenmdrti^ 
feiten rotl^Ud^ umtreiSten fünften, unb guroeiten timai SRoft« 

S^^M^* gelblid^mei^, fein, faftig, mel^r ober n>eniget fd^melgenb, 
oon erl^obenem, fein fduerU(|>fügem (nad^ SDiel yftixStaitVitXf) ®t]^mad^ 
avi^ ried^t bie f^rud^t in ber Steife angenehm. 

fternl^aud: ftarl l^ol^tad^fig , Heinf ammrig , mit meift unDoQfom«» 
meuen fernen. 

Steife unb SRu^ung: <£nbe ^nlx ober Snfang Slugufi, aud^ 
biSmeilen fd^on 3R{tte ^uli. iBegen i^ret frühen Steife re<^t fd^d^en8^ 
mertl^« 

Sigenfd^aften beS SaurneS: berfelbe mdd^St in ber 3^enb 

trdftig mit bi^t mit Quirll^olg befe^ten, gerftreutftel^enben , 3(eften unb 

ift reid^Iid^ tragbar* €r ift aber gegen l^ol^e Aditegrabe empftnbtid^ 

unb verlangt gefc^u^ten ®tanb. — Sommergmeige griinlid^ rotl^««^ 

Iroun, oft fiart bunfeloiolettrotl^, grau< ober f(|mu$ign)ei§ punftirt. — 

iB\dtter Idnglid^ eifbrmig, bei ftarlem Striebe aud^ eirunb, biS^ 

meilen am @tie(e {eilförmig, fanftgefpi^t, glatt, regelmäßig fein fdfKirf 

gefdgt, am Kanbe etoHid mellenf 5rmig, mal^rl^aft fd^ifffbrmig (be» 

fonberS ba bie Spifee beS SloUeS etmtS aufgirtdjitet fielet) , bunlel^ 

grün mattgldngenb, meift an ben aufgerid^teten Stielen magred^t fte^enb. 

Stiel bünn, b» IV4" lang, 8Iatt beßl^lb im Kßinbe leicht bemgli<|. 

^- Slfttl^enfnofpen eitunb, ftumpffpi^, gelbbraun, meift ftio^i 

braunmoQig. 

^n biefer Birne gibt ed eine banbartift gefireifte Xbart, bie Citron de» 
C arm es panaehi. Gie foB fpätet bef^tieben nxrben. 

KB. Sie SUbUbuna »utbe auft SRon. III. S. 360 entnommen unb an4 bit 
von $estn 9. gloto» 6. 335 ^e%thtnt Befc^reibung benuft. 

3. 



31 



Na 4. tsäntnunt »«tirfttniiTH* m, 2 (3). i. a)i ; i pn), 2 b. suc; n, 1. 3. 




Sluerltile llfar$ateti|enbtrn« 2)ieL * t ®- 

^eimafl^ unb SBorfommen: Siel benannte eine im von 
6lein'f<ben ©arten }u 9laffau aufgefunbene Sorte fo nac^ iJ^rem fSuer^ 
Helen ©efdJnuMt (©Icl §eft V, ®. 146.) — ^ fanb ble nwUeflenbe 
8irne atS !DtargaTet^en6im in einem bi^ftgen ©arten unb miüiit fie 
nad^ i^rem ©efd^nuut für biefe ^itV\^ ®orte ^Iten, ober fie tann 
»enig^end bie le^tere, bie, mie eS fc^eint, oerloren gegangen ifi, als 
eine beffere %tuifyt erfe^en. 

@e{ialt: !S)iel befd^reibt fie als runb eiförmig, aber andg fel^r 
oft linglii^ fegelfirmig , um ben ftelcb plattrunb , na^ bem ©tiele ju 
o^ne <{inbiegung , balb Int) abgefhtmpft, balb aber aud^ tegelfSrmig 
mit »enig ober mit abgeftumpfter @pi^e; Hein, IV«'' breit unb nur 
etioaS mentger ffoif, bod^ nicbt feiten Va'' Unfi^^- — ^^^ ^^^ Eingabe 
meiil^t meine Sorte nur burc^ i|re nic^t gang plattmnbe gorm unb 
bntd^ eine geringe (Einbiegung nad^ bem Stiele )tt ab. 

itel^: Hein, etmaS ^fd^alig, halboffen (bei ber norliegenben 
V^i off^L \^ (o^ne aDe ma^te (Sinfentung nad^ ^id), mit etmoB 
galten ober ^erb^. 



32 

Stiel: l^oliig (bod^ S^n), 1 bi8 IV/' lang, obenouf ober nrie 
einfieftetft, mit einigen ^(eifd^ringetn. 

@(l^ale: glatt uitb giemlid^ glSngenb, gelblid^ l^eOgrfln, feiten mit 
ettoad erbartiger Stitl^e (an ber Dorliegenben faft nie), unb mit taum 
bemerAaren fünften (bie ftd^ ber 83efd^reibung nad^ ani) nur auf ber 
Sonnenfeite bur^ rötl^Iid^e Umireifung beutlid^ mad^en) , bod^ öfters 
mit etmaS verlorenem Stoft 

^leifd^: mattmeifii, lomigt, um8 JCernl^aui bifimeilen feinfieinigt, 
abhtadtenb , faf tooQ , etmad f finerllc^ (nad^ S>iel faft etmad l^erbe unb 
einfd^neibenb) , bod^ immer no^ oon angenehmem ffl^fduertic^n, menn 
aitd^ nur fc^mad^gemflrjten @efd^ma(f. 

ftern^aud: fd^mad^l^ol^lad^flg , ftammem enge, mit tleinen ooO« 
(ommenen fd^marjen ober not^ l^lbroeifiien itemen; 

Steife unb Slu^ung: (Snbe 3uli ober Snfang Vuguft, fe nad^ 
ben @ommem aud^ bitmeilen etnmS fpftter. — ^\t imtpier no(^ eine 
jum 9to^effen braud^bare unb megen i^rer ^rfl^reif^ ber Sortpflan)ung 
mertl^ Srud^t 

Sigenfd^aften be8 JBaumeS: er ift gefunb, wirb aber nur 
mittelgroß, ift reid^lid^ unb faft aI[|A]^rlid^ tragbar, alf o aud^ in le^terer 
Segiel^ung gang geeignet. — Ol&tter eirunb, mit meift etmaS lang^ 
gegogener @pi^, IVi'' breit, 2V2" l<^ngf g^^tt, gangranbig ober nur 
an ber @pi^e gef&gt, mel^rfad^ mellenfirmtg am Staitbe gebogen. — 
9lütl|enInofpen etmaS Idnglic^ legelfirmig, giemli(l§ fd^arf unb 
fted^enbfpi^, oft etmaS gelblid^ moDig. Sommergmeige rStl^lid^ 
gelbbraun, gegenüber mit ®rün gemifd^t, fd^roa^ fein meiggrau punltirt. 

9f 



33 



No. 5. (B(e e$mmtMau n, 3. U 2)ie(; I, 2 b. Sttc; II, 1. 9aM* 




dfble %$mmtxh\xn. Siegel. * f 6. 

^(imatl^ unb SBorlommen: Siegel erl^ielt fte von ^ttxn S)o^ 
tuttttr, I. t. Sieutenant in Coburg, 1846 unter bem 9lamen Poire 
noble A'6t6. * 

fiiteratur: Siegel (ef^neb fte in feinen neuen Olftftf orten 6.83. — SergL 
tttt4 OBerb. tn 9Ron. I. 6. 82. — D^erb. erhielt fte briefliAcr aRitt^eilung iu 
%9l%t bereits aud^ ald ^rü^e ooStragenbe (EngUf(J|e 6ommerbtm. 

®efialt: btr Sefd^reibung nad^ faft mittelgroß, fpi^teflelfftnnigr 
Ol bem Va nad^ oben liegenben 9au(^ flac^ abgerunbet, na^ bem Stiele 
gn flart eingebi^en unb mit langer Spi^e enbigenb. — 9lad^ ber von 
Sncad gelieferten B^^^^itung, mie fle oben vorliegt , baut fi($ bie Sime 
att($ fd^bn Iftnglid^ bimfbrmig , unb mißt fo in ber Sreite fafi lVt"f 
nnb in ber Sdnge 2Vt". — Siegel gibt bie @xh^t auf 2V/' unb bie 
tHtfe 1"'10'" an. 

ftet^: meift blattlos^ offen unb jiemlid^ tief, feiert eingefenft. 



34 

Stiel: lang, mifet über 1", oft faft IVa^ öftenouf. 

©dualer fein unb bunn, fd^5n l^eQgelb mit grauen Sßuniten, oft 
mit leidstem Anflug von fRbi^t unb üon bflnnem Stoft. 

' ^leifd^: n)ei§, etnxiS gtSbli^, mürbe, im Kauen roufc^enb, fafl 
fd^melgenb, faftig, t)on fel^r (iebltd^em, nad^ Oberbied merllid^ gejuderten 
©efd^macf. 

ftern^au8: grog mit tleinen ooOlommenen jtemen. 

Steife unb 9lu^ung: fie jeitigt im erfien S>rittet beft Suguft 
unb l^&It fl^ 14 £age, mirb bann langfam teig. Siegel begeiii^net fie 
als I. Slanged megen ®d^5n^eit unb guten @efd^ma(fd, obgleid^ fie 
lein gang fd^melgenbeS %Ul\^ l§at. ®ie tomme in @r56e, ^arbe, ^orm 
unb Steife ber ipannooerifd^en ^alobibirn nal^e. — %n^ Oberbiedt 
befd^reibt fte al8 fel^r fd^a^bar. 

(Sigenfd^aften be8 iBaumeS: Siegel gibt barüber nid^tS an, 
bod^ müd^St ein iunger Saum in meinem @arten tr&ftig unb siemli($ 
ftarl, er lieferte aber no(^ feine ^^d^te. S)ie B^^fl^ ^^'<^^ ^^ ^^^ 
' Siegel. S)ie Sl&tter ftnb l^ienad^ (aud^ wie fie ^err Sucad ber 3ei(^^ 
nung beilegte) eirunb. mit auSloufenber ober ^alb aufgefegter ®pi^e, 
giemlid^ breit, 2^U'' breit, SVi" lang, oft etmaS ^erjformig, glatt, fein* 
unb fc^arf gefügt, bod^ oft auc^ unbeutlid^ gefügt unb gangranbig, bie 
®pi^ ift meift etmaS feitmürtS gebogen. — 8lütben{nofpen giem« 
lid^ grog, legeiförmig, faft fted^enbfpi^. — (Sommergmeige mit 
meift nerbictter @nbfpi^e, grünlid^gelbbraun, fonnenmürtS rüt^lid^ ange^ 
laufen mit feinen »eiggelben fünften. 

3. 



35 



No. 6. 9f|ir ^0«Cf9»CtlCr. I, 8. l« !!)ier; I, 1 b. £uc.; VI, 1. 3a 6 n* 




Stl«e 90qetiioetter« 2){eL ^ • 1 1 i €$. 



S^timat^ unb Sorlommen: SBurbe »aM^^inttd^^in ^oiftxi^ 
iDcrba in ber SRieberlaufi^ auS @amen etgogen. ^at ftd^ in Seutfc^Ianb 
gitmli^ Mfonnt gemcui^t unb ift beliebt. 

2itetatur unb B^non^mti Sbiti ht^^tUh fie ald 9rflne ^o^erS« 
»etber, ®rüne fio^eriSioerber SucEerbirn im j^eft IV. 6. 24, banta«!^ 
2)ittti4 L e. öiO. iod^ gab fi0entU(^ Sl^rift }iterft 9la^nd^t oon i(r. — Oberb. 
er^ieU jie oon tlrbone!, aI8 oon oan SKond abfiammcnb, na^tfä^einlic^ burc^ 
Xetferoenoc^AIung ald iDoommanieable (SXonaUfc^Y. L 6. 81) unb f^Iictt 
in feinet 9lnL 6. 864 ntUn intern 9lamen aU G^noni^m ^enadine^' ein, 
»eil ^a^x 0enabe in Qoperdioerba fle )uerft (atte. 

(Befialt: )iemU4 tegelfSrmig, bo(| aud^ eirunb, um ben ftel(^ 
fd^Sn abge{Ia<$t, nad^ bem Stiele )u auf einer @eite etnaS eingebogen 
unb fbtnipffpii, 2" breit, 2%'* long, in monc^en Stflden ber ®rflnen 
^erb^iucferbim S^nli(^. 

ftel(|: Hein, oft fe^Ienb, offen, in enger unb fi^mad^er, auf einer 
6eite oft niebrigerer Sinfentung. 



36 

Stiel: m($t flarf, Vi" I^nfii <tt9a8 vertieft, oft neben einem 
f$leif(!^ioulfl. 

@d^ale: gtatt, bflnn, fd^Sn graSgrün, ol^nc Stftt^, anf bet @on^ 
nenfeite nur |{e unb ba fd^mad^ orangegelb, mit d^orcdCterifUfd^en , fior^ 
len, ^eObraunen, buntelgrun nmlreiSten Ißnnlten unb meift etioaS 8to{l 
um ICeld^ unb @tieL 

gleifd^: mattweiß, feinISmigt, in fd^leil^tem Soben etnmS Heinigt 
um*8 Jtem^anS , bod^ faftreid^ , butter^aft , oon fftgweinortigem, etnmS 
milBlirtem, erhabenem Sergamottgefd^madF. 

Jternl^auS: oerl^dltnigmft^g , f d^nrnd^l^ol^Iac^fig , mit meifl ooQ^ 
tommenen Äemen« 

Steife unb 9tu^ung: SRitte Slugufl, bi^ in Weiningen oft Kn^ 
fang September , 14 Xage. 3^ i<^™ (Bebraud^ )u empfel^len. 

(Sigenfd^aften beS Saume8: berfelbe mSd^Bt lebhaft unb 
ftart, gel^t l^ot^ in bieSuft, bod^ fiel^en feine ^iveige etmoS einjeln. 3^ 
an feinem gebrftngt unb quirlid^tftel^enben, born&l^nlid^en gntd^tl^lge unb 
an feinen langen fd^malen Sl&ttem lenntlid^. Kommt and^ bei und 
l^od^ft&mmig gut fort, unb ifi abmed^felnb fe^r frud^tbar, megl^atb er 
)ur allgemeinen Xnpflangung gang geeignet ifi. — Sldtter langetti» 
förmig, mit meift langer unb Id^atfer, aufilaufenber Spifee, 1— IVi'^ 
breit, 2'/4— 3" lang, glatt, feingef&gt, fc^ifff&rmig unb fii^elfSrmig, au^ 
am Staube etmad »eSenfirmig, oft mit feinen f dftmirglic^n Sorfien an ben 
3dl^nen ber Sl&tter. ~ Slfltl^enlnofpen Idnglid^ tegelfjhrmig, fanft^ 
gefpi|t. — Sommergmeige oft nad^ ber@pi4|e$iu ocrbidt unbftuftg, 
mit ftarl abflel^nben JCnofpen, gelbUd^ grünbraun, gegenüber brdun« 
U^ grün, feiner unb gr5ber xitfßi^* ober gelblid^meig punitirt. 

3. 



87 



No. 7. SawetMm. n, 2. 1. IDiel; I, 2 a. Suc; m, l 3aM. 




^eimatl^ unbäSorlommen: 9Ue ftanjöfifd^e fBixnt, bie f(|on 
Quintiitpe aI8 Chhre ä Dame gel^abt l^at ginbet fid^ l^ie unb ba 
in beutf(i^en @drten unb SBaumfd^uIeiu 3n l^ieftger ®egenb ifl pe nod^ 
au8 frülQiereT 3^it ooi^anben. 

£tteratur unb Gpnonpme: Sittric^ L @. 538 f($rei5t La Chair & 
Dame. 9uA nennen fe einige Srouenf [eif (^(ivn. Wtaytt in poai.firaiio. 
6. 269. t. LXX. bagegen f treibt Chdre k Dame unb leitet mit Vltna%t 
Chöre oom 6f>anif($en „Cara** ir^ejt^t' ab, oBgleid^ boA .Cher, Chöre ßeb ober 
treuer' (lewi^ ungleiA nftl^er liegt. — G(ri^$bn)(. 6.170 |at fte atö 2)amen> 
itrn, La Cher A Dame mit ben C^n. Chair-ö-Damei, Chöre 
anx Dames, Chöre-Adame, Chöradame, Cher Adame, Poire 
d'Adame, Poire de Madame de Madöre, Chair de fille, Cher 
ö fille, benen man aud bem ^.0®. XI, 6.271. t. 18 (»o fle rec^t f($5n ah* 
gebilbet tft) nü(( bie ®9n. Cornemuse Milan ronde unb aI8 in %^ii^ 
ringen gebrauchte Flamen S&'^^nbirn, Sbfpenbirn (SS^efpenbim) |u^e* 
feilen !ann. — itnoop I. t. 5 ^at ald ^amenbim eine lange , gan) bimfbtmige, 
}lemli(^ {tar! gerbt^ete, alfo nid^t bie 3)u^amerf(l$e ^ruc^t. 

@eftalt: runblic^, nad^ bem Stiele gu lurgtegelförmig, ober aud^ 
timi Ireifelfarmig, 2 Vi" breit/ 27," lanfl; ÜRaper^l^at p^ vAt aDc 
ieine 3nl(|te uugetoi^nlic^ gtog finb, faft 2^4^' breit unb fafi 3'' lang 
afigebilbet. 



38 

ßeld^: btribiftttrig, offen, geraumlB, meift aler fted^ eingefenft. 

©ticl: Iura, bicf, l^oljiB, obenauf, faft ftetä utit ftarfen gleifd^^ 
tingeln, bie ftd^ no($ an il^n anlegen, umgeben. 

@d^ale: etwaS bid, grünlid^ gelb, fpftter gelb, an ber ©onnen« 
feite fd^Sn carminrotl^ , l^ie unb ba mit verlorenem 9toft unb l^&ufigen 
grünen unb graugelben fünften. 

gleif^: meig, brAd^ig, fpAter l^albfd^metgenb, oon angenel^mem 
jagen, nad^ ©idler etmaS calmuia^nlid^en ®efd^madt. 

ftern^aud: fd^mal, um'd fternl^aud etn)a8 fteinigt, ftammern enge 
unb fd^mat, mit menig ooKIommenen fernen. 

Steife unb 9lu|ung: SRitte 3lugu[t, l^ier oft (Snbe Sugufi unb 
biSmeilen Slnfang September, 14 Sage, feiten 4 SBod^en, mie @id(ter 
angibt, ber fle guerft genauer befd^rieb. — ;3ft gum rollen ®enug re^t 
angenehm unb megen il^reS \d)intn 9leu§ern al8 ^arltfrud^t fel^r gefud^t. 

(Sigenfd^aften bed ISBaumed: berfelbe mirb mittelftart, mäd^dt 
in ber ^^ugenb fel^r Irdftig, aud^ p^ramibal, bod^ fangen bie langen 
tiefte fp&terl^in über. @r ift giemlic^ frud^tbar unb lenntüd^ oor SMelen 
burd^ feine ftarlmoQigen 83(atter unb gelbbraunen, ftartpunttirten 3^^9^ 
— S latter longlid^ eiförmig, an fe^r triebigen S&umen aud^ l&ng^ 
lid6 eirunb, mit meift etmaS oortretenber (Sttbfpifte, grofe', 2V4— 2Va" 
breit, 4" lang, oft aud^ timai lancettf örmig, fe^r auffdQig mollig, meifl 
gangranbig, am Stanbe meQenfdrmig gebogen. — Slüt^enlnofpen 
fe^r grofe , furgfcgelförmig , faft runblit^ , ftumpffpi| , lidjitbraun, gelb«» 
mollig mit meip^em Anflug, oor bem Entfalten im ^rül^ling in ber 
@onne glängenb golbgelb. — ©ommergmeigefafl gänglid^ mollig, 
gerabe, flart, oft nad^ ber Spi^e (in oerbidt unb l^ier oft eine Slfltl^e 
tragenb , abgerieben grürilid^braun , gegenüber rbtl^lid^braun , mit oft 
fel^r großen l&nglid^en meiglid^gelben fünften. 

3. 



39 



No d. 9»mvMx4iitMx9u II« 3. 1. a)iel; I, 2 b. Suc; II, 1. Sai^n. 




$0mmer=Cftetbittt. 3)tci. • tt i ©. 

ScimatlJ unb SJorfoinmcn: ©cutfd^e ^rudjt, ble aud^ »cfte 
«trnc genannt wirb unb früher Befonbcr8 in bcr fficttcrau unb um 
grontfurt, aud^ im &]a% am mctfien z^Uut rorxxU, jeftt aUx foft 
überatt glrmlid^ verbreitet ip. 

Siteratur unb Sonon^me: äBor ben ^canjofen ni^t' belannt, ober 
oeniafteni von beni, niaS tn gfranlrei^ bamald ald Poire a'oeaf ging, na^ 2)ie( 
i^erfcfteben. (Neffen §cft I. @. 188.) — aRa^cr fPomon frano. SUro. 30, t. XXIT.) 
neimt lle Colmar d'6t6, 6tra((urger befie S9if n, fdürabuvger Born* 




jetge. — ^u^amedll. 0.34 Poire d*oeaf. — 3« 

t. 19.) ifl fle red^t f^ön abgebilbet. — 3n äBfltttemierg »irb fte mq €$au« 
tftffel genannt (£ttc. ©. 167.) 

@efta(t: eifirmig ober not^ mel^r eQiptifc^ mit etmaS norge* 
1d^0(enem Stdifyt, 2" breit unb ftarl 2%" ^(4, mtttelbau(|{g , nad^ 



40 

Oben uitb Unten iiemlic^ gleid^ obnel^enb , in^ nüd^ bem fteld^e gu 
ettt>Q8 me^r abgefiumpft 

Jtel^: Htin, ^alb offen, obenauf g»lfd^en Keinen Steift^ndtgcl^en* 

@tiel: ftart, bis IV2'' tong, mei^ trummgebogen , obenauf ober 
fai einem Keinen @rübd^en. 

@d^ale: etoaS raul^ unb ffart, gelblid^ grfln, fpftter etmaS mel^r 
gelb , mit rbt^Utbem Slnflug unb fel^r ja^Ireid^en gtauen fünften , aud^ 
feinen Koftanpgen, befonberS um ben ^eU^. 

^leifd^: mattmeig, fafttg (überreif f^mierig), fd^mel^enb, bod^ im 
Jtauen etmaS raufd^enb , oon eigentbümliii^ gucferartigem , mit feiner 
@&ttTe oermifd^tem aRuglateOergefd^mact. 

fternl^auS: etmaS enge, Dtellemig, fteme ooDIommen, fd^marj. 

{Reife unb Sßu^ung: SRitte biS @nbe3(uguft ober 8nfang®ep^ 
tember. (StmaS frül^er abgenommen ift fte brei SEBod^en l^ttbar. 

(Sigenfd^aften beS iBaumeS: berfelbe md^St gut, »irb grog 
unb ift red^t frud^tbar. <Signet ftd^ be^balb gu allgemeiner Snpfidn* 
gung, bod^ oerlangt er milben 93oben, fonft bleibt bie S^ud^t Hein unb 
fteinigt — ^ft an feiner bflfteren Selaubung fennttid^, inbem bie 
SBIfttter mie mit 3Re|l beftdubt erfc^einen. — SBIdtter eirunb mit 
etwa» oortretenber ©nbfpifee, oft IJer jf brmig, oft aud^ eif Jrmig, IVa— 1^4" 
breit, bis 2V2'' lang, oben unb unten moQig, gangranbig ober unbeut«» 
lid^s: unb immer fel^r feingefdgt, oft etroaS meQenfirmig, bie @pij;e meift 
l^albfpiralfbrmig gur @eite gebogen. — Slütl^entnofpen bidt, turg« 
legelfbrmig , ftumpffpi| , {aftanienbraun , biSmeilen etmaS moOtg. — ' 
Sommergmeige etmaS ftufig, mollig, abgerieben, rehbraun, gegen^ 
über gelbbraun mit oielen getblid^en margigen Ißunften« 

3. 



4t 

No> 9. aiflltte, n, 2 (8). 1. a)ier; I, 2 «. 2uc.; n, i. 3a^n. 




Cl^eotere. S)ittvi<9« * t ®« 



4>eiiitat]ft tttib Sortommen: ^d^ erj^ielt fte aug gweiter ^nb 
Mit SMtttid^ mib cuItiDire fie fd^on geflni 10 Sa^rc. 

Sitctatttt unb Spnoni^me: ^iiiri^ (ai fie Bb. I. 6. 565 unb fdiilberi 
fU lUM^ 2>ield f^flem. fßts^ IL ^nttf. 6. 90, loo fie a(d eine im HuguH tei» 
fenbe, «ittelgrote, fi^ftngef otmte, f4A|bare 2:afelbtnte mit butter^aft f^meUenbem 
Sfetfi^e, (»ad lieftbev biet ni^t erlangt) unter 9lt. 358 fura bef(brieben i^. a)ie fier» 
nmft gibt ^te( nid^t an. -- S)ie oorliegenbe ift oerf (Rieben von einer Theodoreran 
Moni, loelcbe, na(bBio. 9Ub. L t 18, oan SRond ergoaen, unb na(b feinem 6obne, 
bem ^ofgeri^tdrot^e gu Qrflffel, benannt (at 2)iefe bat fpfttere Steife, naA 
htm fUbum im Dct unb 9{oo., biet menigfiend im 6ept., unb au(^ bie Seae* 
lotion betfelbcn, »ie i^ fU von $a|>eleu in ffietteten empfing, ift 9etf<$ieben. 

®eftatt: citunb« itac^ bem @ticle gu fegelformtg, ober aud^ 
\^toa^ Umffttmig, biftmilen nifl^ (inglid^ alft bie abUlbung geigt, 
fdtcti nrftb fie an freifte^enber ^^ramibe 2** bteit unb 2^^" lang, wie 
ZHfl i^e ®To|e angibt. 

fteld^: gro6 unb offen, tutgblitterig mit etoaS filgigem Snflug. 
JteU^nbung trid^tetfSrmig, bei ben (ocbgebauten ^d^ten au(( me^r 
ntnUii^ nnb baOonfbrmig. 



43 



6t{el: na(fy ber Sirne }u grftn, ^ti\^ii, fouft Btaun, 1 3^ 
lang, obenauf mit f^Ieifc^tingelm 

@(l^ale: g^att, bod^ etmaS unebot, geligrün mit erbartiger 
fHit^t, bie in DoOer Steife fd^Sned (Sarminrotl^ mirb, mit grilnliil^en, im 
Mtoify gelblic^meigen feinen fünften. 

%lti\^: getbUd^metft, faftreid^, (albf4me(i(nb, meifl nod^ etnMiS 
tauf(|enb, von angenel^mem, fduerlic^ fägen, fd^moclgemürjten ®ef (^mod. 

Jternl^auS: runbli<j^, burc^ feine Stbm^n angebeutet, mit etmaB 
^ol^Ier 3l(i^fe, Sachet mufd^ielfirmig, mit jum si^eit nod^ mei|ti^at, nid^t 
2tt großen Jtemen. 

Steife unb SRu^ung: gem5§nlid^ (SnbeVugufl, 1858 )um Z^eit 
fd^on ben 8. 3(uguft reif« — 3ft immer nod^ eine frfll^ nnb rec^t braud^ 
bare 3ßar(t^ unb felbft Stafelfruii^t, bie nur ben ^el^Ier ber meinen 
$r&^bimen bat, etmaS fcbneU mebtlgt unb tetg gu merben. 

(Sigenf4<^ften be9 SBaumeS: S)te bamit nerebelten 3v>^8^ 
{eigen ein fe^r trSf tiged, gef unbeS äBacb^tbum unb ftnb aOi&l^rHdl, menn 
fonft baS ^a^x xA^t ungunftig ift, mit grAd^ten bel^angen. S^benfaQS 
gebeil^t ber 83aum aud^ l^od^ftdmmig nod^ gut unb bei ber Stragbarleit 
ber ©orte bätfte fie aud^ }ur »eiteren ^flanjung gu empfehlen fein. 
— 8l&tter eirunb mit metft etmaS nortretenber Snbfpi^e, oft aud^ 
eifirmig, mollig, gangranbig ober nur unbeutlld^ unb nad^ nome l^in 
gef&gt, amSianbe etmad medenförmig, bie Gpi^e melfi eimaS gelrümmt, 
2" breit, 274" lang. — »lütten In o8pen giemllc^ grofe, lurglegel» 
förmig, ftumpffpi^, bunlelbraun, etmaS gelbmoOig. — Sommer» 
gmeige faft gangUd^ feinmodig, mcift mit oerbiAer gelbmoUiger <^b^ 
InoSpe, gtAnlid^gelb ober graugelb, nad^ oben l^in olioengrun, mit mei|» 
gelben ^untten* 

3. 



M 



So. i(k9nmmmtimt^Uf^i.fSbbni\j^^^iiLuc\ 11,4. «c^m 




^eimatl^ itnb Sortomuten: Stammt otrt i^ronfreid^, toot 
f<l§on ÜXerlet nnb Quintin^e bdtannt. Subtoig bet ZIY. foO bie Sime 
geliebt ^abeit. ^inbet fid^ nun aud^ lange fd^on in beutf(!(ien ®&rten* 

2iterotttr nnb S^nonpme: 2)iel n. e. 88 bie 6otnmer»9lobine. La 
Bobine — 2. O. 0. IX. e. 88. t. 4; ba« fdlait »eilt auf eine anbete 6otte 
iini auct Siel jmeif elt an ber Xe^t^eit. — SDittt. L 6. 641. ^ (E^rift ^b»b. 6. 206. 
— Obetb. ®. 898. — 8on i^rcn oielen e^n. finb foo^I bieioi^tigfien: Bobin« 
4*6t6, d*ATerat, Muieat d*Aoüt, Poire royale, Poire de HonTille^ 
Bobine mnaqn6e, QroB Mnteat d'6t4, Rojale d'^t6, R. d'Aoüt, B. 
■iniqn6e, Angast Moaoat Paar, Mask Bobine Pear, KöniojSbitn, 
itdniglif^e (Sommetbirn, ItdnigUi^e &ommtx*Vtu1ifaUHtt, Wiu^ufk^ 
leufttatellev. 

®e{ialt: runblid^ freifelfSmig, na^ unten Iut} gugefpi^t, f(ein^ 
2^' breit unb ebenfo ^odf. 

Sttl^: offen, oft langgefpl^t, meifl wenig eingefenft, iwifd^en fei^ 
«en <Sr]^&^ungen 

etiel: fiarl, etwa» fleifc^ig, bis 1 Vi" lang, oft neben einem 
3Mf(4»ttlft. 



44 

64ale: glatt, JM^fl^iti f)>^n >Ia$8<n w»t0Mmf iftevl etbttti§ 
)|er8tl^t ttttb barin mit gto^eit grünlid^eti fünften, aud^ fonfl mi^i 
ober weniger imnltirt ober ^ie itnb ba brftnnli<l^ gefletft unb nm itel<| 
unb 6tie( nteift etwas berpßet 

Sleifii^: mattweiß, tixoai feinftcinigt, nti^t fe(r foftrei^, üx4 
rtttfdftenb, h^ auf(t8Ii<l^, biBwetten l^aUfd^meljenb, oon ref|t gutent 
(na^ Siel erhabenem), jfi^m SRuSIatellergefd^matf. Vud^ ried^t bie 
$ru<l^t ongenel^m. 

ftern^auS: Hein, mit menig volllommenen JCemem 

Steife unb Stu^ung; ilRitte Sugufl (oft Knfang September.) 
9Birb ni<|t pi leidet teig. 3ft )u allen ^wdtn tt^i gut gu brond^ 

Sigenfd^aften beS 8aume8: berfelbe m&48t gut, mit (»e» 
nigf}enB XnfangS) {lart aufred^tftel^enben Seften unb ifi te^t frud^tbar, 
trSgt bflfd^elmeife. 9tad^ S)iel trfigt er bie Seße abflel^enb unb tömmt 
in ieber Sage unb in j[eber ^orm fort ®ebei^t au<$ auf Duitte unb 
eignet fid^ )u i^«|ft&mmen. Serbient f[el^ige VnpfUmgung. — Sl&U 
ter eirunb, mit langgegogener, auBlaufenber ®px%t, oft etmaS 1^)« 
fSrmig, l'* if*' breit, SVa" unb me^r lang, oft unterhalb mollig, oben 
bunfelgrfln, gtinjenb, ganjranbig ober nur verloren gefftgt, etmaS fd^iff*= 
firmig unb bie @pi^e gehflmmt. ©tiel bift iVi" lang* — Slflt^en* 
InoBpen grof, fajl malgenfirmig, ftnmpffpi^. — @ommergmeige 
brftunlid^ grfln ober rStl^lid^ grünbraun, fel^r fein gelblid^ ober grau 
punltirt, treiben im erfien ;3abre fc^on gerne ^d^tfpiege. 

KB. 2)ie Snt^t ifk oHen in htt ®r5^ o^geBUbci, mit fU om 6palUr 
oAd^Bt, auf l^oc^flamm (leibt lle geioft§nIi4 etiocid Keiner« 

3. 



46 



Jo> lt. »m/H WtwüMlHPL I, 2. 1. a)W; n, 1 • Snc; 10, t Sajit. ; 




Hiftte Wiititae^bttrii* Siitur« « * i f @. 

ßeimatl^ unb aSotrommen: Stammt lebenfoU ouB Sranlreii| 
»b ohrb flc Ouintittpe fd^on als Poire du Bouchet fielet 
ioben. S)iel erl^ielt {ie alS Beurrö blanc d'^t6, nannte fle aber 
6pmnierbe4antSbirn, melj^em 9lamen vAx ben obigen fnb^ 
{Utaireii, »eil in Selgien je^t als DoyennI d'^t«, D. de Jnillet 
eine anbete Corte bdannt ifU (Ann. de Ponu L 6. 57.) 

Sitetatnr unb esnonpme: ^ie( DI; 6. 89. — 2:«0.9*Xiy* 6. 163. 
t 7: Stuiibe ftunbue^Mtn, Monillebouohe ronde. » S)ttie. I, 6» 561«, 
— Dbctb. e 829: 6ommcebc4faitBMfn , Shntb« 60mmenmmbne|Uni| 
Movfllobonek« d*M. — Sttc 6. 162. ^ G^nom^me: eommetbetgamottc, 
Sci^e 6ommefbtttteTiitn, Oomteise de Lunaj, Doyenni d'or^ et 
»«•q«6. — ^^onoiter Mom fie aie Colmar Bonnet imb M Glara (bvicfL 
lHlt|« beffeKen); oen^Iote» M ^olUnbif^e 6ommevbed^anti(bivn non 
Sitmil, Ott Frmne Baal d*4t6 von IBoott. a(i B. de Bordeavx oon cO«^ 
ORtnatifi^. S» e. 247. 

Oeflalt: btcfbanilfttg, mel^r ober toeniger Ireifelfirmig, bo4 «er» 
fabcrli^, MSoeiten plottninb ober TttiibU& naA nnten ftnmpffpili oft 



36 
®tiet: m<|t ftarf, Va'' ^^Ht <tioa8 Dertieft, oft ntitn einem 

Sd^ale: glatt, bftnn, fd^5n graflgrfiii, ol^ne fftit^, auf ber @oiu 
nenfelte nur l^ie imb ba f<l^a($ otangegelB, mit ^orolteTifUfd^en , {lar^ 
len, ^eQ6raunen, buntelgrän umfreisten Ij^nlten unb meifi et»a8 8toft 
uxtt Sttli^ unb Stiel 

gleifd^: smttmeiBi fetntSmigt, in f<j|Ied^tem Soben etmaS peinigt 
um^S jtem^ttt , bod^ faftrei(| , butterl^ft , uon f Agmeinartigcm, etnxiS 
mflSlirtem, erl^abenem S3ergamottgef(|ma(f. 

jtern^auS: DerJ^iltnigmftgig , fd^mad^^ol^ad^fig , mit meifi ooO^ 
(ommenen Äernen. 

Steife unb iRu^ung: 3Ritte Xuguß, (ier inSReiningen oft 8n^ 
fang September , 14 tage. 3^ i<^^ (Sebraud^e }u empfel^Ien« 

(Sigenfd^aften beB 8aume8: berfelbe mid^St leb^t unb 
flarl, ge(t l^od^ in bieSuft, bod^ ftel^en feine ^veige etmaS eingeln. ;3fl 
an feinem gebrftngt unb quirlid^tfie^nben, bomil^nttd^en ^rud^Ige unb 
an feinen langen fd^maten Oldttem (enntUd^. itommt and^ bei unS 
^od^flimmig gut fort, unb ifl abmed^felnb fe^r frud^tbar, meg^tb er 
)ur allgemeinen Snpflangung gang geeignet ifl. — Sldtter langet t«» 
firmig, mit meift langer unb f(^er, auSlaufenbet Spifte^ 1— ^Vi'' 
breit, 2^4—3'' lang, glatt, feingefdgt, f^^ifffirmig unb fic^etfirmig, aud^ 
am Kanbe etmaS »eOenfirmig, oft mit feinen fd^mirglid^en SBorfien an ben 
3il^nen ber Slfttter. — Slütl^enlnofpen lftngti(( fcgelfikmig, fanft^ 
gefpi^t — Sommergweige oft na^ berSpi^e^iu oirbidft unbftuftg, 
mit ftarl abfiel^nben ftnofpen, gelblid^ grünbraun, gegenfiber br&un^ 
U^ grün, feiner unb griber r5t^lid^« ober gelblid^n^ig punltirt. 

C5f 



37 



No* 7. SawciMm. n, 2. 1. Z)iel; I, 2 a. Suc«; m, l 3aM« 




iametiMni« ^büM^. * t ^• 

^eimatl^ unbSSorlommen: 9(te frangöftfd^e iBirne, ble f(|on 
Quintinpe oIS Chere ä Dame gelabt l^at ginbet p<l ^i^ ^nb ba 
in beutft^en ®ätten unb a3autnfd|uletu 3n l^ieftger ©egenb ifi pe nod^ 
aus frül^er 3^it looil^anben. 

Sttftatur unb Gpnonpme: X){ttri4 L @. 538 f($rei(t La Chair & 
D A m e. fCuA nennen fie einige gfrauenfleif^birn. SRaper in pom. firano. 
6. 269* t LXX. bagegen f cfireiBt Cb^re & Dame unb leitet mit STtenage 
Chöre vom ®panif<§en „Cara*< „®e{td^t' ab, obgleich bo^ „Chw^ Chöre IM ober 
treuer" genift ungleicb ndj^er liegt. — @§nffc$bn)5. 6.170 |at fte ald 2)amen> 
bim, La Cher a Dame mit ben ^^n. Chair-ö-Damei, Chöre 
aux Dame 8, Chöre-Adame, Chöradame, Cher Adame, Poire 
d'Adame, Poire de Madame de Madöre, Chair de fille, Cher 
k fille, benen man aud bem %.D.®. XI, 6.271. t. 13 (n»o fte tt^t fc^ön ab« 
gebilbet i|i) noc^ bie S^n« Cornemuse Milan ronde unb a(iS in X^ü» 
ringen gebrauii^te Flamen gfür^enbitn, S3bff)enbirn (IDefpenbim) )uge« 
feffen fann. — itnoop I. t. 5 ^at aCä SDamenbim eine lange, ganj bimfbrmige, 
%umü^ ftar! gerbt^ete, alfo nt(^t bie 3)u^ame('f(j^e %m^t 

(Seftalt: runblid^, nad^ bem Stiele gu tutgfegelförmig, ober aud^ 
etwa« InifelfSnniB, 2V4" Breit/ 2 V»" lang; aRa^er'l&at pe. »<« aD« 
leine ^üc^te unseto5(nIi(^ gtog {inb, faft 2V4" breit unb fajl 3" laug 
abgebilbet. 



38 

S;tl^: btrjblftttrig, o^n, geräumig, meift ater flttd^ dngefenlt. 

©tiel: tnxi, Vxd, l^olgig, obenauf, faft fte« mit ftarlcn gleifd^* 
ringeln, bie fid^ no(| an il^n anlegen, umgeben. 

@d^ale: etmaS biet, gränlic^ getb, {pftter gelb, an ber @onnen« 
jeite fd^Sn carminrotl^, l^ie unb ba mit verlorenem 9toft unb l^dufigen 
grünen unb graugelben fünften. 

^leifd^: meig, brüd^ig, fpater l^albfi^melgenb , Don angenel^mem 
jügen, na^ @icHer ttmai calmuSd^nlld^en ©efd^mad. 

jternl^aud: fd^mal, um^d ftern^auä etmaS fteinigt, ftammem enge 
unb fd^mat, mit menig ooQIommenen ßemen. 

Steife unb Sftu^ung: ÜRitte Sluguft, l^ier oft @nbe Sluguft unb 
btSmeilen Anfang ©eptember, 14 Stage, feiten 4 äBod^en, mle @i(tler 
angibt, ber fte juerft genauer bef^iieb. — ^Ift gum rollen ®enug red^t 
angenel^m unb megen i^red f^&nen Sleugern aU ^arltfrudgt fel^r gefud^t. 

(Sigenfd^aften bcd Saumed: berfelbe roirb mittelftart, m&d^St 
in ber ^ugenb fe^r fraftig, audg ppramibal, \>o^ l^&ngen bie langen 
%fie fp&terl^in über. @r ift giemlic^ fru^tbar unb lenntUd^ oor Stielen 
burd^ feine ftarlrooDigen Statter unb gelbbraunen, ftartpunttirten ^xoexit. 
— Sldtter Idnglid^ eiförmig, an fe^r triebigen Säumen aud^ läng' 
lid^ eirunb, mit meift etmaS oortrelenber 6ttbfpi|e, grofe', 2V4— 2V2" 
breit, 4'' lang, oft aud^etaoodlancettfSrmig, fel^r auffällig mollig, meifi 
gangranbig, am Staube meQenförmig gebogen. — Slütl^enlnofpen 
febr grog , furgf egelf örmlg , f aft runbli(| , ftumpffpi| , lid^ftbraun, gelb^ 
mollig mit meip^em Stnflug, oor bem (Sntf alten im ^rül^ltng in ber 
®onne glängenb golbgelb. — ©ommergmeigefafl günglid^ moQig, 
gerabe, flarf , oft nad^ ber @pi^e $in oerbidtt unb l^ier oft eine Slütbe 
tragenb , abgerieben grürilid^braun , gegenüber rbtl^Ud^braun , mit oft 
fel^r großen l&nglicben mei^lic^gelben Sßuntten. 

3. 



39 
JJo 8, 9$mmn^i^MaL U, 3. 1- a)icl; I, 2 b. Suc; II, 1. ga^n. 




S0mmer=(8tetbfrtt. a)icr. • tt i ®. 

©eimatlj unb SJorfommcn: ©cutjd^c JJrud^t, ble aud^ ©cfte 
9itnt genannt wirb unb früher befonbcrä in bcr aSBcttcrou unb um 
granffurt, aud^ im eifa§ am meiften gebaut mutbe, jeftt aber fafl 
flbcran jiemlidj verbreitet ift. 

Siteratur unb ©anonyme: ©ar ben gtanjofen niftt' Wannt, ober 
iwmapen« von bem, tDQg m granfrei* bamolS a(d Poire a'oeaf ging, na^ J)iel 
Derfdjtcben. (3)effen Jcftl. @. 188.) — SRa^er TPomon frano. 9lro.30, t. XXIV.) 
nennt fte Colmar d'«t6, 6trajburger 6efle «if n, fBürjburger 6om. 
S.!Ifi^lf "^"^**"- — ^^« Pyrum oTatum ^atte fle fc^on Soft, »au^tn. 
»ittrIJ füj|t eBenfaOS Colmar d»*t* i^rcm 9lamen l^imu unb OBerb. fdJreiBt 
mir, bof; etne Colmar d'«t6, bie er aud »elgien ^oBe, bail rooffige »latt ber 
»arlwüenbenaeige. — ^u^ametlll. 6.34 Poire d'oeuf. — 3m %.DM. C^L 82. 
fc 1».) ifl fte re<^t fdjön abgebitbet. — 3n SBürttemBerg wirb fte auA ©au* 
rüffel genannt (2uc. ©. 167.) 

©cftalt: eifbrmig ober no(^ me^r ettiptifd^ mit etmaS norge* 
«•benem ftelc^e, 2" breit unb ftarl 2Va" ^o^, mittettou(|{g , nad^ 



40 

Oben unb Unten itemlid^ gleid^ ainel^ntenb , bo<| nad^ bem Keld^e gu 
etn>a8 me|r abgeftumpft 

ftel<|: Hein, l^alb offen, obenauf gvifd^en Keinen ^eifd^vdtgd^en. 

@tiel: ftart, big V/2' fong, meij^ frnmmgebogen , obenauf ober 
in einem Reinen ®rübd^en. 

@d^ale: etn)a8 rau^ unb fiarl, gelblid^ grün, fp&ter et»a8 mel^r 
gelb , mit ritbli^em Anflug unb fe^r jablreid^en grauen ^nlten , aud^ 
feinen Koftanpgen, befonberS um ben RtU^. 

gleifd^: mattmeig, faftig (überreif fd^mierig), fd^metjenb, bod^ im 
Jtauen etmaS raufd^enb , oon eigent^ümlid^ guderartigem , mit feiner 
@&UTe oermifd^tem aßuglateDergefdgmact. 

JCernl^auä: etmaS enge, oiellemig, jteme ooQtommen, fd^marg. 

9teifeunb9tu^ung: tDlitte bis @nbeXuguft ober Vnfang@ep^ 
tember. Qlmai frül^er abgenommen ift fte brei äQod^en ^ttbar. 

Sigenfd^aften beS ISaumeS: berfelbe md^it gut, mirb gro^ 
unb ift red^t frud^tbar. (Signet ftd^ beg^alb gu aOgemeiner Xnpflan« 
gung, bod^ oerlangt er mtlben Soben, fonft bleibt bie ^ud^t ftein unb 
fteinigt. — ^\t an feiner büfteren )8e(aubung tenntlid§ , inbem bie 
93(Stter mie mit ÜRebl beft&ubt erf(^einen. — Sl&tter eirunb mit 
etroag oortretenber (Snbfpifee, oft bcrgförmig, oft aud^ eifirmig, IVi— IV4" 
breit, bis 2V2'' lang, oben unb unten moUig, gangranbig ober unbeut«» 
lid^«» unb immer fel^r feingefägt, oft etmad meQenförmig, bie ©pi^e meifi 
l^albfpiralförmig gur @eite gebogen. — Slätl^entnofpen bid(, turg« 
{egelfirmig , ftumpffpi^ , laftanienbraun , biSmeilen etmaS moQig« — ' 
©ommergmeige etmaS ftuftg, moOtg, abgerieben, rcl^braun, gegen^ 
über gelbbraun mit nieten gelblichen margigen fünften. 

3. 



it 



No. 9, ZICrtm. H, 2 (S). U ^Ul\ I, 2 a. Suc; n, i. ga^n. 




Ciieotere. S)ittvt<4. * t 6. 



i^eimatl^ unb Sottotntnen: 3d^ erl^ielt fte aud gioriter i^anb 
noit tAMif imb cuttiDirc fie fd^oit geflen 10 3al^re. 

Siteratttt imb S^neit^me: putrid) (ot fie 9b. I. 6. 565 unb f($i(beri 
He nmi 2)ieIS f^fiem. 8er^ IL gcrttf. 6. 90, »0 fte ald eine im 9(tt0u$ tei« 
fcnbe, mittelgroße, f^ön^efomte, fd^aibare Xafelbtrne mit butter^aft f^meUenbem 

£if (^e, (mad Ite aber (ier ni^t erlangt) unter 9lr. 358 für) bef ^rieben ift. $ie (er« 
ftgibt2)ielni4tan. — S)ienorIiegenbe iftoerfc^iebenoon einer Theodore Tan 
Mobs, mel^e, nacbSio. Xlb. L t 18, oan SRond erlogen, unb na(b feinem Go^ne. 
bem (ofgeri^t^rat^e §tt Qrflffel, benannt (at 2)iefe bat ft)fttere Steife, na^ 
bcm SCbum im Dct unb 9too., (ier menigftend im 6ept., unb auc^ bte Sege« 
totion berfelbcn, »ie i^ fte oon ^aptltu in SBetteren empfing, ift nerfc^ieben. 

@efiatt: eirunb« nad) bem @tiele gu tegelfirmtg, obev aud^ 
f^iiNid^ bimfitmig, biftiofiten mel^r Ungltd^ aU bic SbUIbung geigt, 
fe&cn nrtrb ^e an freiftebenber ^t^ramibe 2*^ breit unb 2%" lang, n)ie 
S)icl ibre 0r5^e angibt 

tttl^i grog unb offen, lursblitferig mit etnaB filiigem Xnflug. 
fte^mfinbung trid^tetfbrmig, bei ben bocbflcbauten ^djitcn aucb ^^^ 
nmbUib mtb boKonffttmig. 



43 



6t{el: tiad^ ber 8ime gu grün, fleifd^tg, foufl Bvauti, 1 3oB 
lang, obenauf mit f^teifd^ringeln. 

©d^ale: glatt, bod^ etwaS unetot, geOgrfltt mit erbarttget 
8t5t]^e, bie in wUtx Steife fd^ined (Satmintotl wirb, mit gtftnlid^en, i« 
Utotfy gelblic^meigen feinen ^unlten. 

Steife^: gelblid^mei^, faftreidg, l^atbfd^meljenb, meifl no(| etmaS 
rauf(|enb, non angenel^mem, fauerli(!^ fügen, fd^moc^gcmücilen ®ef (^mad. 

fternl^auS: runbli^, burc^ feine ftimd^cn angebeutet, mit etmaB 
l^ol^Ier ad^fe, ^a^tt mufiijielfftrmig, mit }um Streit not^ mei|Ud^cn, nii^t 
gu großen jtevnen. 

Steife unb Stu^ung: gemöl^nlid^ (SnbeSuguft, 1858 )um Z^ett 
f(!^on ben 8. Suguft reif* — 3f^ immer no(| eine frül^ unb red^t brauch 
bare SRarlt^ unb felbft Zafelfrud^t, bie nur ben t^e^Ier ber meiflcn 
^rft^bimen b^tt, etmaS fcbneQ me^ligt unb teig gu merben* 

(Sigtnf(^aften be9 SaumeS: S)ie bamit nerebelten S^w^ 
geigen ein fe^r Ir&f tigeS, gef unbeS äBacbStl^um unb finb allji&brttd^, menn 
fonft baS 3<^$^ iii<^t ungunftig ift, mit ^rü^ten bedangen. ^^benfaUS 
gebeil^t ber Saum a\x^ ^od^ftdmmtg noiSf gut unb bei ber SEragbarfeit 
ber @orte bürfte fte aud^ gur meiteren ^flangung gu empfehlen fein. 
— Sl&tter eirunb mit meift etmaS nortretenber Snbfpi^e, oft aud^ 
eiförmig, mollig, gangronbig ober nur unbeutUd^ unb nad^ oome l^in 
gef&gt, amStanbe etmaS meHenfbrmig, bie @pi^e meifl etmad geirfimmt, 
2" breit, 25/4" lang. — »lütl^enlnoSpen glemlidj groß, lurglegel^ 
fbrmig, ftumpffpi^, bunlelbraun^ eimaS gelbmoDig. — - Sommer» 
gmeige faft g&nglid} feinmoOig, meift mit oerbicfter gelbmolliger (Stfb* 
InoSpe, grunlid^getb ober graugelb, nad^ oben l^in olioengrün, mit mei^ 
gelben fünften. 



n 



Sa IOl 9nmtMMn^llf 2. i.tSbM\ m 1t^^fLmc\ TL, l, ^9in. 




4^e{mat| nnb SorfomTnen: €taimnt mi ^^ranfretd^, wcc 
f^on SRerlet nnb Quintinpe befattnt. Subtoig bet XIY. foO bic 8ime 
getiebt l^abtn. f^inbet fit^ nun aud^ lange fc^on in bcutfd^en (Sitten* . 

Siteratttt unb ^^non^me: 2)iel n. 6. 88 bie eommer^SHobitte. L» 
Bobine — X. D. ®. IX« e. 83. t. 4; bad »lott toeUt auf eine anbete 6orte 
itai ou4 Siel jneifelt an bet Sle^t^eit. — S)ittr. L 6. 641. — ü^xxft ^b»b. 6. 206. 
^Oberb. G« 398. ^ 8on i^ten vielen e^n. finb »o^I biemi^tigften: Bobin« 
d'6t6y d*ATer*t, Musoat d'AoAt, Poire royale, Poire de HonTÜle^ 
Bobine musqn^e, Gros Mnseat d'6t6, Rojaie d'4t6, R. d*Aoftt, B 
■intqn^e, Angnst Mnscat Pear, Mntk Bobine Pear, JtdniojSbitn, 
itbntaltc^e ©ommetbirn, Itdniglic^e @ommer»9Rtt8Iaiener, suguß« 
SIttifateiier. 

®e^olt: runblid^ treifelfdnnig, nad^ unten turg jugefpi^t, Uein^ 
2f' breit unb ebenso IfO^. 

Äelc^: offm^ oft langgeipt^t, weift wenig eingefenft, gwlfi^cn feU 
iien Sr^ö^ungcn 

Stiel: fiar!, etwaS fleifc^ig, bis 1 Vi" lang, oft mbsn einem 
Steif^wttlft. 



44 

{erfltl^t unb barin mit gci^tttn grünlii^ni ^nttcn, aud^ fonfl nte^ 
ober tomiger imnltirt ober ^ic unb ba bt&unlid^ fitfleA unb um Rdl^ 
imb 6He( meift etnHiB beruftet 

Steifd^: mottioeit, etioaS fdnRrlnigt, ni^t \t^t faftteid^, aud^ 
ttttfd^enb, bc4 aufU8Hd^, biSiodten l^aUfd^meljenb, 90tt red^t gutem 
(na<( Siel etl^abeneni), ffi^em SRuStateHergefd^niatf. Sud^ ried^t bie 
^<$t ongenel^m. 

Aern^auS: fteiu, mit menig uoIUommenen jtetufn. 

Reife unb 9lu^ung: 9Ritte Vugufl (oft Snfang @eptember.) 
SBitb nid^t )U leidet trig. 3f^ )u ^^ ^wdm ted^t gut yt bmud^ 

(Sigenfd^aften beB SaumeS: betfetbe mftd^Bt gut, mit (»e» 
nigfienS SnfangB) ftarl aufred^tflel^enben Sefien unb ifi te^t frud^tbar, 
tcftgt bflfd^elmeife. SRad^ S>iel tr&gt er bie Sefle obflel^nb unb lommt 
in ieber Sage unb in jeber %ütm fort. ®ebel^t au<^ auf Duitte unb 
eignet ftd^ )u ipod^ft&mmen. Serbient ßeigige Snpflangung. — 8t&t^ 
ter eirunb, mit langgegogener, auBlaufenber Spi^e, oft etmaS ^)« 
fftrmig, 1' 4t'*' breit, SVa" unb mel^r taug, oft unterl^atb mollig, oben 
buntelgrfin, gl&njenb, gangranbig ober nur oerloren gefftgt, etmaS fc^iff* 
fbrmig unb bie @pi|e gelrAmmt. Stiel bift l'/t" lang. — eiflt^en^ 
InoBpen gro^r faß malgenfirmig, {iumpffpi(^ — ®ommergmeige 
brftunlid^ grfin ober rStl^Ud^ grünbraun, fel^r fein gelblid^ ober grau 
punltirt, treiben im erften S^fftt fd^on gerne Srud^tfpie§e. 

HB. 2>ie Sendet ifi oben In bcr (9r5(e oBgei^Ubet, »ie fle am Spalier 
wAi^lt, auf j^od^fiamm (Ui(t fte qtnl^nlx^ etnaii fUiner. 

3. 



45 



I 




fieimat^ imb Sorromnten: 6tammt icbmfidU au8 ^ranlrdil 
»b »hrb fte Ottintin9e fd^on als Poire du Bouchet gel^t 
laben, ©id erlieft fte als Beurr« blanc d'6t«, nannte fie aber 
^ommtxit^antiiixn, mliim ffiamm wir ben obigen ftt6<> 
IHtaitcn, wAl in »dgien je** als DoyennI tfÄtÄ, D. de Juillet 
eine anbete Corte belannt ifU (Ann. de Pom. L S. 57.) 

äü ^ ^illl^^l^ "?* ennotipme: a)lel HI; «. 39. - 5CD.».XIV. e. löO. 
J^"l* «ttnb«e|<lttt, Moninebovolie ronde. — HHttr- 1, 6. 06L 
mI-i£i?V ^»./^* ^«owmieAwJaniÄWni, Shmbe 6mnienmmbiict6it%' 
Mnofameli« d*M. - Änc. 6. 1«^ - «H^noimme: eommev^ergamottc; 
»etpe pommevbnüevMnt, Comteste da LnnaT, Doyenn« d*or« •! 
Zuf^Vw'Z ^•««»« Warn fte a» Oolmar Bonnet tmb •» Clara fttldt 
»*tt. bfffetteit); oon^Iotw als $onanbif((e 6ommerbe4antSbirn vln 

S2&Ä t^'^afr** ••" *••**' •^* *• *• Bordeaux 9on a.D» 

«efialt: bidbond^ig, me^^r ober n^eniger (reifdfSrmig, bod^ ner» 
iibertid^ MSmeilen ylattatnb ober rnnblW. noA unten fturnnffnik. oft 



46 
mgM#, aVi'^ itiit utibi etttifo ^od^, okr tif bet ckum. €ci«e etw» 

jteld^: langgefpi^t, fiacf, halboffen, oftiietnlic^ tief eingtfentt )»{<' 
{9^ Saiten ober IBeuIen. 

Stiel: ftarl, bis l"* long (oft mät {e^r lurj), bid, fleifc^ig, grün« 
lid^ ge(bbrauii# etioaS t»ertteft ober gerabeauf in etmad i^letfd^beulen. 

@<i^a(e: bünn, meiß glatt, bla^^eOgrftn, fpfiter gelbUc^grün, fon^ 
nenio&rtB biStDeiten (gegen S)iel) mit ettoaS bt&unliil^er Stöt^e ober mit 
ftarten brSunli(|en Sßuntten, oud^ mit etmaS 9toft, befoAberS aber nur 
um ben JCetd^. 

^leifd^: mei^, mol^Iried^enb, fein, faftooll, buttetl^oft, oon eti 
l^obenem fügfäuertid^en SRuSfatellergefc^matf. 

Jtern^au'd: Hein unb gefd^Ioffm. itammem enge, glatt, mit 
menig ooOfommenen Jternen« 

Keife unb Sftu^ung: (Snbe Slugup, ffilt fi^ etnniS frft^ ge^ 
broi^en, 14 Siage. Steift flber^upt nur na<l^ unb noif^« <Eine ber 
beflen (Sommerbirnen, an^ nad^ S>iel pom oHererften Slang. 

(Sigenf^aften beS Saumes: berfelbe n>&4St gemdgigt, miri> 
nid^t fel^r groß, ift fel^r frud^tbar, bod^ gegen Hatte empflnbliilb (»ai 
SucaB unb Oberbiedt nid^t gerabe ^nben), unb l^abe id^ bereits jmei re^t 
fd^bne ^od^ftämme auf freiem @tanbe burc^ falte SBinter verloren. — 
Slfil^t oft gum jmeiten 9Ral, bringt aber nur fleine, unbraud^bare 
%ti^it. *-^ ^\t an feinen moOigen Sldttern unb ftart punhirten <5om# 
mergmeigen lenntltd^. — am beflen ^merg auf äEBÜblfatg, ba bie Sorte 
auf Quitte nidgt gebeizt. @ibt fd^öne Spaliere unb ^Qramiben* — 
SSitBtter eifirmig, oft l&erjfSrmig, langet ober firger gefpl^, IV/ 
tfreÜ, 2Vt -^ 8'' long , moOig , mei^ gangranbig , »eSenffemig , etmoB 
f%(f9tmig getrummt ^ Olüt^entnoSpen giemlid^ gro§, (egd*^ 
fStniig, flumpffi^^, gelbbt[aunn)oDig. — Sommergmeige moOig, ofb 
fliifigl unb oben Derbicft, oft mit einer eifitl^ntnofpe, bunlelotioengrfin, 
gegenüber grfinbraun, ftort fd^muftigmeig punfHirt. 

ITB. IBiafte nacb einer 6pftßetfnu|| algebUbet, am S^^ff^'^w V ^ 
^§m öfl «Uli «if|r |uf Aminittgebratfit «l(o m$r nwblid^ 

3- 



i7 
5o. 12. etottggrtcr «dilittef» I, 8. !• a)ieft I, 1 a. Suc; n, 1. Sa^. 




Stuttgarter •e»l|trtel. ©iei ••: + «. 

4>eimatl^ utib JGorlommen: 3[ft in einem grogat Stl^eit non, 
SficUfoiberg aionli«^ verbreitet unb foS in ber ®egenb oon ^tuttgor^ 
9on einem Bi^S^n^irten ald SBUblitig aufgefnnben »orben fein« -t- 3<^ 
Vteiningen ift fte fd^on feit mel^reren Sa^rje^nten betannt unb beliebt 

2iteratur unb ^pnotipme: ^ieU (anaftteltac ©aid^trtenbirn'^ 
SangHiell^e Stuttgarter 9luf feiet ($eft iV. 6. 74j, war nacQ 9orrebe )um 
TIIL ^ft bü StottffeUne, bte er a6er ooit gennc^erer (S^ate fanb. 2)ie vor« 
ÜMenbe (at er im YL'$efte e. 36 ald Sa§re Stuttgarter ®eid(irtel 
Bcf^rtebeit. — (^^ri^ $bmB. e. 177 ; ^tttr. I. S. 647 ; £uc. S. 145. — Sit 
flBiIrttemberg : (S)aid§irtle; anberio&rtd lennt man fteaU Stuttgarter 9tttf» 
feiet, BooMelet de Stoattgart. 

(Beftalt: bimfbrmig ober perifbrmig, ebtn fttgelfftrmig }ugemn< 
bet, tta<^ unten et»aB abge^mpft fegelfirmig, Hein IVg— IV4'' breit 
unb 2^^ $04 

tttl^: »ei(Q, tanggefpi^t, offen, onfre^t ober ftemfbrmig, weift 
(M^fte^nb. 

€tiel: l^olgig, lur), nur bis Vt'' lang, meift obenauf, wie ringen 
fictft, am (Brunbe mit einem 3leif<^mulfte ober feinen Siippd^en umgeben. 



48 

Sd^alc: jart, fein, glatt, gelbltt^srfln, fptter tttoat mt^t gelUidft. 
(fiberrdf l^eDgeU), an ber @onnenffi<€ tncift erbartig 6liitrot| per» 
oafc^en, mit brounlid^ « rotl^en unb grünen ißuniten unb mit etmoS 
fein rau^m jimmtfarbenen ffto^t befonberd um ben SUi^. 

Steife^: meig in'd (gelbliche fpielenb, limigt, noOfaftig, bntter» 
l^aft, oon er^benem gutferfügen gimmtartigen ©efc^mad. 

Aernl^aud: gefc^loffen mit geräumigen iCammem, aber mit menig 
BoOIommenen taffeebraunen Kernen. 

Keife unb Slu^ung: (hibe Snguft, oft SRitte Xuguft na^iuc., 
in SReiningen oft erft Anfang ©eptember, bauert etma 8 3;age. 3fi 
rtnmS früher abgune^men, e^e fie gelblich mirb, fonft mtrb fte fd^neK 
tdg. <Sine ber belicatefien @ommerbimen, nad^ S>iel oom aDererfttn 
9tong. 

<Sig(nf(l^aften beS Saumed: berfelbe mft(b8t giemli^ leb^ 
l^ft, Sd)bn ppramlbal, mirb mittelgroß, tr&gt reic^li«^, ift aber im 
Z^flringer (Slima fd^on etmaS g&riUcb unb nur für ^auitg&rten unb an 
gef^tt^ten ©teilen ^oij^ft&mmig nodf gu empfel^Ien. Km beften old 
3merg auf ffiilbling. — 93(&tter eirunb, mit etmag oortretenber 
«pitje, meift 13/4-2" breit, 2" 4Va— 7Vi'" lang, oft au($ runblic^ 
unb l^ergförmig, auc^ eiförmig, glatt, nur am Slattfaume ^ie unb ba 
ctmaS moQig, meift gangranbig, ^e unb ba meHenförmig, aud^ fdj|if[^ 
förmig unb bie ®pi^e ein menig geträmmt, giemlid^ bunlelgrün unb 
langgeftielt Slattftiel oft 2— 2Va'' lang. — iBlütbentnoSpen leget« 
^rmig, ftumpffpi^, buniclbraun, oft ftart filber^autig. — Sommer« 
gmeige etmaS fiufig, an berSpi^e oerbitft, grünlich braun, faft braun« 
rot^ mit fpavfamen gelblich meinen ißuntten. 

KB. ^err ®e^.s9lat^ pon ^(otoio ^at gfttigft bie deictmiRg )ut obigen 
9(B(i(bung gegeben. 

3. 



49 




Üttf kitte yomeraiifnibtnt, i>\ti * f 6. 



^fimat^ unb äSottommen: (Sine Orange musqa^ ftn^ 
bet fi(^ nQ4S)tf( bei aQen f rangdftfcl^en $omo(ofieit uiib in ben bottigm 
9auoif(|uIen. Die Sime ift aber andf in S)euif^Ianb bereits giemlld^ 
belonnt uiib oerbreitet, bo(( {c^eint bet Saum nid^t überall gut gu tl^un. 

£ttetatttt: 2)iel befc^neS fieVT. 6. 155 aI8 ®ro(e mudTirte $ometan|en* 
Um. — atfxift^ i^t»to5. @. 203. - 2)itiri<^ I. e. 646. — %. O. 0. H. S. 105. 
t 7 nennt fte VuSlatenft^Orangenbirn. — D6etb. 6. 390« — 6(^on2)tt« 
|«nel m. t. 10 nnb Ihto^ I. t. 3 ^abtn eine Orange mu^qu^. 

@eflalt: ^d^bn plattrunb ober bergamottfbmttg, na^ bem Stiele 
^ vU^ immer mit einer @)n&e nerfe^n. 3n fc^bnfter ®r5^e V/^'* 
breit imb nur 2^^" ffodf. (Vuf i^oc^ftftmmen l^ingegen ift fie oft metf« 
li^ Heiner.) ^ ber Stunbung oft ungteid^. 

Stti^: Hein nnb firi^, gefd^loffen oberhalb offen, grfln ober gelb, 
mdfl geriumig^ unb tief eingefmft, biSmeilen in Slippen. 

6tie(: ^otgig, gelblid^rün, meift laum ^l%" lang, etmaS oertieft 
imif^l^n deuten ober mle eingeftedt. 

e^ale: glatt, feinbebuftet , gelbU(^ ^Qgriln, fpAter (eü 



50 

dtomtettgelb «tt cttooft Idstein erbartigctt Rotl^, oft mir in Streifen 
imb ^Udditn, mit jol^Ireic^ett ^unttett unb )ttmeUnt etmaft gimmtfat^ 
iigem 9io^ 

^leifd^: mfiefirt tiecfienb, fd^5n toeig, abfnadenb^ bod^ ouflöi^ 
Ii(|, oon erhabenem ffl^n'^infSuetlit^en mufttateOemben ^efd^mod, 

Aern^attft: Hein, ftammetn enge, mit menigen ^eabraunen ftenteit 

Keife unb Slu^uttg: Gnbe aitgufl, mu| a(^t Zöge oor bet 
Seitigung abgenommen unb genoffen werben, wenn bte fünfte {n ber 
gelben ^arbe noc^ grttn finb. 'jJafftrt fe^r fd^neU, l^ilt leine 14 Zage. 
— Iflaify Oberbiect ifi eft bie befte nnter ben ißomeran)enbirnen; coMl^ 
S)icl begetd^net fte im fpft. Serj. L 6. 100 aU noc^ beffer, loie ble 
®r&ne $omeran)enbtnu 

etgenfc^often beft 9anmed: berfelbe m&<^6t Ieb|aft, fetbfl 
onf Qttitte unb ifl fel^r frud^tbor, ift nad^ ben in SReiningin gcmad^tm 
SrfaJ^rungen aber g&rtli^ tommt l^od^ftammtg nid^t burd^ ^arte SEßintcr^ 
pagt auif nt(^t in feuchten ober j^mcren Soben; bie ^rOc^te bteibctt 
in ungeeignetem (Srbreic^ Ilein unb merben f^morjfleddg. — 8(ftt* 
tereifftrmig mit l^alb' aufgefegter SpiH oft etmaft i^erjförmig/ 
IV4" Breit, btd 2V4" (ang, meift etmaA mottig, ganaranbig, ober nur 
an ber 6pi^e gefagt. — Sommerjmeige mie fieS)teI befd^rdbt na^ 
oben meiggrournoUig, trüb giilulic^, nac^ htt &f\Ht orleaudforbig, ge# 
genflber ^edgtün, mit giemlid^ oielen feinen meiggrauen fünften. 

KB. 2)ie X6(Ubttn0 0efi^a^ na^ SRa^er Pom. frano. @. 394, bo4 omrbe 
bie Don ^te( angegebene whie eingehalten, bie ffic bie an $o<!l^|lfimmen gewai^» 
fmen S^^c^^e, »ie oben ettpft^nt, noc( oiel ^ gtoft ift. 

3'. 



61 
K^. 14. ^tilei|9t» frKlf CriMt I, 2 (8). l.S>iel; l, s b. Sue.; II, l3oK 




^eiiiiitl^ unb Sorlommen: SBurbe ton ^otbcttpont in 9RonB 
ttnS 6ainnr ftgogen. San 9Ron8 fa^ibte B^^'S^ ^'^ ®^<^^ ^^^ ^^^^ ®^ 
Sck^nttng Passe Colmar; par Mr. Hardenpont. S)iet ro&^fte 
k«^ in 9tntf<^ bm Wmnai: ^boiponli fräiseitige Solmar, woS 
»Ir oben abgrfflrjt loben. — Son ber Slegentin, xot^t ie^t aUgemti» 
in eelgien Passe Colmar ^% ifi fie burc^aud oerfc^ieben. 

Sitcratttv unb epnonpme: f)iel bcfc^rieB fie in f. 91. it.rO. Y. 
6. 166, batauft $at {te a)ittr« 1. e. 60& — 0(crb. erhielt Itc au(| oon aRoai^er 
€4cdbct in Hamburg att Patte Colmar d'Aoüt (bc^en Eni 6. 320j. 

(Beftalt: ctvaS Dcrfinberlicli, ninblii^ treifelfStmig ober, xoxt auf 
bon Xbrig oicn, buT(| eine ftorfe Spi^e oft etoat me^r linglid^, 
2V4-2V3'' btell unb 2V4'' unb 2»// Uing. 

Rtl^: turgbUttiigi ^rtfc^altg« offen, aufrecht, meift giemlid^ 
€big^(t 

6 fiel: bicT, fleifd^ig, »ic eingefiedtt, biB %*' lang, bi«roeUen, 
vie bie Sbbilbung geigt, au($ etnmd Iftnger. 



52 

ei^aU: etnmft fdn tcaul^, l^effgrOti, fpiter f^Sn gett, angcUid^' 
o(ne Statine (bod^ etiog id^ fte fd^on ifterS )iemtl$ ttttb ixowc mri^^ 
ficeifig gerStl^ct), ober mit mtfft ober »eniget feinem l^eHbrautten Stofl 
ttnb mit {QJ^teeid^en lid^teren gvfinli(|geUett ^ntten (befcnberft in bem 
8tot$ ottf bn @ottnenfeite> 

f^leifd^: meig, feinlörnigt, fiberfliejsenb, ongeMid^ gonj Bntterl^aft 
\ifyndyuib, von angeml^mem 'feinen erfrifd^enben ShtStateOergefd^matf 
nad^ S>\tl, mttb gemol^iilid^ an freier ^^ramibe mie au^ (ei Oberbted( 
nur ]^lbf(4mel)enb unb £e|terer raiS felbfi in mand^en ^al^ etmaft 
4^erbed im @efd^ma(t ma^rgenommen ^ohtn, maS mir inbeffen gerabe 
nid^t anfgefaQen i{L 

JCern^auft: nid^t ober nnr fd^oad^ l^o^Iad^fig* Kammern mnfd^el^ 
förmig, mit fd^morjen fpi^en Iternen* 

Steife ttnb 9t u^ung: letite« S>rittel beS September (S>iet), in 
SReiningen gegen (SnU beS Xngufi^ biSmeileit mie bei Oberbied fd^on 
WtU älttguft. — ^ilt fid^ nic^t lange* — 3ft immer nod^ eine gnte 
ber Qermebtung mertl^ unb auc^ fc^bne %tnäft 

Gigenf^aften beS Saumed: berfelbe xo&itit fel^r lebl^aft mit 
ottfred^ten 3le{hn, mirb mittelgrojs, nnb bemei8t ftd^ red^t frnd^tbar, 
bfirfte ft<b attd^ )ur ^Jßflanjuttg ald ^od^flamm in'd ^ie eignen* — 
»Idtter eiförmig, meifi lur^ gugefpiftt, i^W brett, 2'^U'' lang, ein» 
gelne bveiteOiptifd^, meift et»a8 moQig, gan)ranbig, b^e nnb ba fcbmad^«» 
meOenförmig, aud^ f4ifffbnnig, bie Spi^e etnmS umgebogen. @tieC 
mrifi etmad^ moaig, bid 2" lang, giemlt($ fiart unb fleif- — ^lA^ 
tbenlnofpen legelfSrmig, fanftgefpiftt — ®ommerimeige grftn^ 
lid^ graubraun, gegenüber br&unlid^g(;lb, fein meiggrau ober brftunBd^ 
punftirt* 

NB. ^a8 }ur 3eid^mttta l^eiia|te Ssemplov ttu4|i iuf einem frti{ltl(eiM 
ben ^toU'^ytamihhaumt. mthtn biefen MnoUd^en 9c1k<(ten lommen ieberacU 
immer oud^ We me^r runbüc^en »ot, 

3. 



Ho. 16. 9k Cilfta. n, 3 (!^ 1. fbUt'y T, 2 b.tuc; IT. i. ga^n. 




4^c{»atl^ unb Sotlommen: ©tarnnit oon oan ÜRond, ber fie 
«t« Bevrr^ d'Enghien on S)tel {anbte. ^nbet ftd^ me^rfac^ in 
beutfc^tn ®drtcn, 2uglei(j(| itod^ aU S)uqueftne8 Sommermunb^ 
nttibixn. 06 biefe bie tia^ S)ie[ XXL ®. 207 vom 9l6t S)uque§ne 
^iogCHi ober fp&ter, Silbe ©eptember, teifenb unb me^r Iteifelfotmig 
fein mürbe, neben obiger noäf ffifttrt, ift fraglici^. 

Stteratttv unb e^non^mt: a)ie(9e.it.«C. IILe.72; 3)ittt. I, e. 548 ; 
Obcrb. 6. 334. -^ 9ta4 ^enrtt Pfarrer ipörCin foH no^ eine anbere (Engsten' 
cttfitren, berlSttttten Oicn d^nli4 Kaumb. IBet.* — Obetb. et^ieCt bie Sorlie» 
goibe anA ab Beine Caroline 9onS)itic., utibald B. de Wittenberg oon 
Ubttfet, bet fte (na^ IRon. I. 6. 48.) au(9 no^ o(d B. Golmar oon anbetet 
6ette ^ct |attc. — 3n SRai^et Pom. freoo. ift eine Oitne untet bem SRamcn JDtdiiiel 
(Qroeee Qaene) abaebilbet, bie SRooet aber ni^t fflt Duintin^e*« Sorte bed 9la» 
nend, fonbern fflt ane ausgeartete 3)omenbtm (Alt, biefe %tud^i iübet ootliegenben 
be«Snf4^einena(^fe(t A^nli<l^. SRai^et gibt fibrtgend an, bo( Ouintinpe ben 2)t(f fliel 

^ 9u($ fai ki felbft frfl^et eine d^ng^tcn bei QornmfiSer, bie (Snbe Detobet 
tcifie, eine rein fegelfötmtae (Seftalt tinb t&tblicb gefAtbted gUif<( ^atte. U 
Icnfd^t bemnai^ flbet beibe ^rflc^te einige Unfi^er^eit 



64 

unter ben ^ße^Un Qiffen ttmft(ite ttitb (ef(^cik bfti feiid|i|iaIMot«^o4«Kett 
jirobenf umd ltetn|aud (entm ettoad fletnigem uiib fdnbtgem ffl^ii^e, bo4 ^obe bit 
Sntc^t beniD0^Ine^enbßen6aft, »aS einigermaßen aufbte oorliegenbe^ortei^aßt 

®eftalt:.ineift utiregelm&gig, oft l&ngU(^ baud^ig tegelförmig, pft 
aud^ lurger gebaut, befonbcrS am ^od^ftamm, uitb bann mtffv ' ttd\üß 
firmig (vom $0(|iftamm 27)^ breit unb oud^ ebenfo ^o^. S>iel). 

JEcld^: l^artfc^alig, offen, oft frblenb, meift fla<l^ ober fetd^ 

©tiel: feljr flarl, ffctjd^ig, oft fcljr lurj, feiten •// IöäBi ^5«« 
96fo^, mit ^Ieif(^nȟlf[en. 

©d^ate: glatt, gelbgrfln, fpftter l^eHgelb, fetten mit etoaS flreifU 
ger f(^mad^er 9tit|e, bod^ mit oielen braunen fünften unb gumeilea 
mit etmad Sioft« 

^Ieif((: meig, Hmigt, biSmeilen aucb etmad fteinigt (nad^ 

S)iel fiberflie|enb unb gan) f(|mel)enb), bleibt in tPteiningen mei^ 

raufd^enb, bo(^ auftödlid^, oon gutem fügen, fd^nKK^ gimmtartig ge< 

lofititen ®efd^madt. 

fternl^auS: nad^ S)iet {(ein unb gefd^Ioffen (ic^ finbe eft giem^ 

tt(^ grog unb offen), jtammern enge, mit (leinen, eif&rmigen gimmt« 

braunen, dfterd nod^ »eigen ftemen* 

Steife unb 9lu^ung: @nbe Suguft ober Unfang (September. 

tIRug einige S^age fräßet unb nad^ unb nad^ gtpflüctt unb batf nid^ 

nd^t gelb merben, fonfi meift f(^on mel^ligt. Sdgt ftd^ al8 SCafelfru^t 

immer nod^ braud^en, bient au(^ gu €ompot8, boc^ fdrbt fte fid^ im 

ftod^en nid^t braun. 

(Sigenf^often beiS IBaumed: mitMgr^/ Ott feinem gelMic^en (otae, »ai 

bic^t mit Dttir^ofa Befetft i% unb an feinen »oSigen 8(ftttern fennttt<$, ®i&t auf 

fBilbling fd^Bne, fe^r fnt(^tbare ^^romiben. ^e reid^tid^e 3:tagbatleit cm* 

pfie§It bieeorte über^au^^t gumSlnbau. — SUtter eUiptifc^« etvaft l&n^lk^ 

na^ vorne am breiteten , IVi— 1'/4'' breit, mit ber oft gut Vt" oortretenbeit 

€ipitfe biiSmeiren 3" lang, auc^ eifbrmig unb lanzettförmig, noUtg, meift gan^ran» 

big, ober bod^ nur verloren unb oome gef&gt, etmad meHenförmig, oftl^alb fpiraU 

förmig jur @eite gebre^t (auc^ nad^^iel „gemunben," vonfBoHe fagt er nichts). 

^ IBlütJ^enlnofpen groß, f aft maljenfdrmig, flumpfgef pi|t, Üd^tbraun, of t getb« 

moSig. — (Sommer) meige bidmeilen ftufig, oft nod^ Oben perbitft unbmoUig, 

mit oft ftor! abfle^enben 5tnofpen, gelblid^ leber« ober orteonftf arbig, feinioettaeli 

punftirt. 

NB. ^ad |ttm Ilmri| gemft^lte (Ssemplar muc^d an einer flar! im Gt^niit 
gej^altenen ^^ramibe. — SBirb aber auc^ ba oft um V« kleiner. 

3. 



S>6 



'Nb 16. »ittif^e «tttrialinu II, 3.1.3>iel; I, !2;KStt€.; II, 1.3a|m 




iitmifiit Sd|inal}btni* 2)iei *^ ff i ®- 

^eimatl^ unb »orlominen: ®tel erlieft fit al« Sucrf Eo- 
main (Benir^ Eomaln) oud $arlem, olleln fic wirb fi^et Idnget fd^ott 
fii Deutfc^ilötib unter anbeten SRamen gepPanjt 

Äiteratut unb ©»nonnmc: 3)tel II. @. 106. — 3)Utr. I. ©. 553.— 

Dterb. 6. '"" "" ^^ ^ .-* „„.^i.«.^ --^ 

i^ — >* ' 
vfttititn 




Sftrfl(i4e «cjclbirti ßenonnt^Suc, 6.167. - X. O. ®. IV. e. 35. t 3 6at 
fcbenfaU« biefelbe ©irne olg granjinabame, Poire Madame; bot^fonfte 
f^on «Ute «ugiifi reifen, eie Jetfet ^iernQ<5 aud^ Wi n d b o r P e a r unb bei Änoo^ 
«lo^rff^einn«^ »tfif feiet »im, oSetn 3>tel XXL 6.218 bef<^ieb bie lettre» 
iHmnte Birne getrennt unb Dberbietf befttt fie nac^ ber Segetation ber erhaltene« 
fivcigeaiu^ anberft. — 3)ieim %. D. &. XTII. 6. 34 t. 2 abgebtibete gflrflen» 
tafelbirn bageaen fte^t mel^r ber S^arbirn, ou(^ Cuisae Madame genannt, 
'" "), bie tia4 <ä^rifi ^b»b. in^oEonb au4 bftcrd »rflffelerSim genannt wirb» 



66 

ttniiic!^ 9<|t bie oorKcgenbe ou^ oft M 8tatienfi|<ftfcL — et^r &|nH4 
iß i^r bie 9rw|enbtvn, Poiro da Prim«, in Fom. FraoooD. uiib n4 M O. 
wat bie ®ro|e 6ommer|ititt|eii5ini bamit ibentifd^, »ie bei mkt bie ipa««« 
betibiirn ooit Dbetb., »ie biefet e« fc^oit oenimt^eie. Xitd) eine tu< «ttenlntg 
erhaltene SReUnt^onBbivn »itb biefeOe 6orte fein. 

@efl alt: fc^ftn, Untf armig, mit balb Iftngeter, 6a(b Iflr}erer 
©pi^e, im amttel 2V4'' breit, 3'- lan«, oft gtdfeer, befwberS an im 
€d^nitt gel^altenett SSumen, am i^oii^ßamm aud^ oft Heiner. 

itel4 : gan) offen, fiemf5rmig, meiß fla^ ober iä<$t. 

@tiel: ftarf, lleif^ig, V lang, obenauf, oft o^ne abfa| in bie 
%mäft fiberge^enb. 

@ d^ a l e : glatt, ^ellgrfin, mit briimti^em Kot^, fpftter ^eScitrone»' 
gelb, fd^mdd^er ober ftArter carmtnroi^ geflammt ober geftreift, oft on^ 
nm Stä^ unb Stiel etmaft gelbbraun beroftet. Sef d^attete ffrfld^te o^ne 
Rotl^. Xttd^ mit nieten feinen fünften. 

%lti^^: gelb(i(^mei|, faftooO, etmaS tömtgt, im Hauen ran{(|enb, 
unreif etmaS l^ecbe, in ooSer Steife aber auflidlid^ unb oon erl^abenem 
3tt(tergef<i^mad!. 8u(^ ried^t bie ^rud^t bann fein mü«t irt. 

Aernl^attft: fe^c flein, Kammern enge mit memgen noOtomme' 
nen Ileinen JCernen. 

Reife unb iRu^ung: <hibe Xuguft ober Hnfang September, 
biSmeiten etmaft fpdter. — Steift überhaupt ungteid^ unb oeriangt me^r* 
maliged IßpdCen« S)auert, etmaS früher abgetl^an, 14 £age. ®an) 
gdb ifl fie melfi fd^on me^Cigt. — Sient )U allen i^toedten, in eine $a< 
rabefru^t für ben Obftmartt. 

9ifienf4af ten bei QaumeS: betfelbe nA<l(it in Baumfc^ufen befonberft 
lebhaft, wirb 3iem(i($ gto^, mit ppramibalcr Itrone, bie aber burc^ ^rtnbigwetben 
imb Xbfierben bee B^ei^e oft fpAter f<^ab(aft »irb. Xuc^ bie ^rttc^te fpvingen 
in na|!aiten 6ommem öfter« ouf unb werben unbrau^bar, in onberen Sauren 
aber »ieber fe^r fc^ön. Da jeboc^ bet 8aum fleiftig tragt, bie verlorenen S^^^^ 
au«^ meifi »ieber burcb IBaffeneifer erfeft, fo ifk feine !ßf[ati}ung bc(ungea(btet 
|tt empfehlen, bo<i »egen ber lotfenben Stfic^te »eniger in'i ^reie, fonbcvn in Mr» 
ten mit nid^t |u fe^r audtr otfnenbem Soben, 100 Saum unb gtflc^te fi4 aud^ am 
befien galten. — Slfttter eirunb, mit meifi ni^t langer, audloufcnber 6pi|e, 
oft au4 eiförmig unb tiwai (erjförmlg, 1>/^— ^2" breit, bid S'' lang, ganiranbtg 
ober bo4 fe^v unbeutlid^gefAgt, oft unterhalb ober »«nigfieni am OUttfanme 
immer moKig unb (ieran oon SieCen tenntlic^, ettoafi f<^tffförmtg, bie 
6pite ein wenig gefrümmi — 81flt^enlnofpen giemlic^ groft, fegeiförmig, 
fhtmpfgefpitt. — Sommeraneige etnad fkufig, oft an ben Knoipcn gebogen 
«nb oben ocrbitft, grflnlic^ gelbbraun, gegenftber etwa« rötl^lii^braun, mit oleCcii 
groben gelbmei^en fünften. 

3. 



57 



No. 17. 2e{)|}fter «Cfftr/cfni. I, 2. U JJter-, II, 2 a, guc; II, 1. 3a5n. 




gtif\xin Kettigbttn. s>ier. • tt i ©. 



i^eimatl^ unb SSorfommen: Stammt Don S)üben bei Seip)ig. 
3fi bereits oielfad^ Derbrettet unb beliebt. 

2tteraiur unb S^nonpme: 3)iel ($eft VI. @. 17) fügt itocb „doU 
bi|er «ettigBirn" ^inau* — 3)ittr. L 6. 664; ß^rift $b»b. S. 205. - 
9ta$ 2)ittti(^ gibt cd nod^ eine anbete beiB ^Ramend, bie toa^tfd^einlic^ bie (SJ^rifl'fc^e 
fei, »eil fte biefet aU 1 d n g li d^ oon gotm befc^teibe« ^ei^t nac^ ^^rijl au^ 
i,»itterbirn** 

@efta(t: mel^t runbUd^ al8 ptattrunb ober bergamottformig, nad^ 
bem Stiele gu timai me^r aU nad^ bem ^elci^e ju abnel^menb, Hein, 
1^4 '' breit unb ebenfo ^od^, biSroeilen in ben me^r plattgebrflcften 
grfl<l^ten Vi" webriger, oft wegen einer Cr^ö^ung am Stiele auf ber 
einen Seite unglei(!^. 

fteld^: anfel^nlic^ ftaxt, ftumpfblattrig^ roeijsgrau unb grüii; auf« 
ted^tftebenb, meift \la^* feiten unb nur bei ben platten ^^rüd^ten etroad 
tiefet eingefenit. 

Stiel: ftarf, wie Peifd^ig^ bod^ ^otjig, V4— 1" ^^^it ortean^* 
farbig, etroad feinl^öderig, \(i)Xoa^ vertieft neben einem g(eifd^n)ulfte ober 
obenauf. 

3ttB^itce ^aAbbu^ b« Ob;.runbc ^ 



58 

€d^ale: grünlid^ I^el[gel6 ober gelbgrun, fp&ter, ioif bann meifl 
fd^on überreif, l^eHgelb mit etmad ffio\t, befonberd um JCel^ unb ©ttet, 
unb mit fel^r ga^(rei(^en, 3(nfangd bunfelgrün umringetten l^Obroun« 
liefen fünften. 

gleijd^: mattmeig, feinförnigt, angenel^m rie<|enb, fel^r faftooK, 
butterl^aft, etmaS marligt, Don gemürg^aftem, etmaS bergamottartigem 
3ud(ergef(l^mad. 

JCernl^aud: ift butd^ fel^r feine ftSrnd^en gebilbet, bie in il^rer 
SIneinanberlägerung mte ein grfinlid^er ®tri(!§ erfc^einen. <Sd ift oer^ 
l^ftttntgmdgig, ^at geräumige ftammcrn unb meift oiele bicfbaud^ige, 
^arle, meuig fpifte Äerne. 

Steife unb SJlufeung: ^nbc Muguft, oft aud^ erfl Wut ©cp» 
tember. — SJ^ug balb unb im noc^ gelbgrunen 3uftnnbe Derbraud^t 
werben, — SBirb jebod^ nid^t gu fd^neU teig» — ®ute SRarltfnw^t 
©iel gibt i^t I. SRang. 

@igenfd^aften bed Saumeä: berfelbe to&d^dt gut unb mirb 
balb ^oä) unb fiail: er tragt feine ^efte gerftreut unb unregelmäßig 
unb belaubt ft($ ftarf, fie^t aber mit feinen moDigen SSlSttem buftet 
aus. — SBegen ber grünen unfd^cintid^en grid^te, bie crft lurg oor 
ber 3^^^^8^^9 geuoffen merben fönnen, eignet er ftd^ auc^ gur ^flan« 
gung an Sanbftraßen, ift überl^aupt megen feiner S>auer unb Srag^ 
barleit gur aUgemeinen Stnpflangung, felbft in raupen ©egenben gu 
empf eitlen* — 33Iatter eirunb mit längerer ober furgcrer, meifl 
auglaufenbcr ©pifec, IV4'' breit, 2V2'' lang, eingelne länger gefWelte 
83Iätter aud^ eiffirmig, oben unb unten moQtg, meiß gangranbig, fd^iff^^ 
förmig, nac^ oorne etroa^ gefrümmt, oft, befonberS an alten Saunten 
Mein. — ©lüt^enfnofpcn fegeiförmig, ftumpffpife, oft woHtg. — 
©ommerjroeige oft nod^ biö unten ober bod^ an ben Slugentragem 
rooKlg, grunlid^braun, gegenüber trübblutrotl^, gelbtid^ punllirt. SDic 
©nbjpifce ber ©ommergroeigc ift oft eine Slütl^enlnofpe. 

3. 



59 



Na. 18. aMe CMe 4Bfft«e* I, ^ l. ^iel; I| la. Suc; n, 1. Sal^it. 




gute üvanu S)ief. •♦ +t i ©. 



^elmatl^ unb Sorlotnmen: ©Ict 6e!ain flc ou8 bcr iparifer. 
ISarll^au^e atd Grise bonne, bod^ beioied fle fid^ ntc^t aU bte @orte 
S>u]^atneI8 unb ^ttki^, bie S)tel als ^tan)5fifd^e gute graue ©om» 
merbirn ^ft YIL @. 92 nod^ be(d^rie6en l^at €ie ge^t in 9)eutf4Ianb 
me^rfac^ unter anbercm Sflamen. 

Sitetotur unb ©^non^me: SJlel HI. 63; JDittr. I. 6. 572; DBetbiedC 
€. 348. nemtt fte, n)ie 2)iel nebmbei ©taue @oniiner5uiter5irn (6ommer* 
Benrr6 gris); Siegel 9l.*D. IL ©. 48 bte SutjeS ©im. — 6ic fommt t)Ot 
-ald ©d^one ©abriete, ^a^re fc^öne Gabriele, l^otlftnbifc^e Bommtt* 
be<l^antdbirn (2)te(d Sncomparablel, Sutje^d S3irn (loaHc^ctnUc^ bU 
T«t ober Y n 1 1 e bed 2onb. (S.ai), Fondante Bataye unb au(^ bie Born* 
merftu'd^t erj^eraog (Sari (2)iel 91. Ä..'0. 11. 6. 199) pimmt na^ Dberbletf 
bamit flberein, 3Ron. I. @. 80. -> dlur jtotfc^n bftlt bie $)ollanb. 8.$S)ed^antdbim 
für oerfc^ieben (Poroona 1853 92r. 21 unb 22,) bo(^ n)trb mit le^terer oftmals 
2)ieB ©omm^rbec^antSbirn verixiec^felt. — S)ie ®ute ©raue ober @ommers9lm« 
(rabirn mit ben Seinamen ©raubirne, Grise bonne, Ambrette d%ti^ 
Poire de For6t in Uraft I. @. 41. t. 91 iß fic^er biefelbe ^rud^t. (SatSonb. 
fc|t biefen no(^ Brnle bonne ^inju. 



60 

®e{latt: tegelfitmig^BirnfSTiitig, na^ unten ntel^r ober weniger 
gugefpi^t, etroa^ über IV3— 1'// *«i^ ^^Ib—^^U" ^odj, am (Spaliere 
rßo^i aud^ gtflger* 

Sttl^i ttmai graumoDig, Igartfd^alig, oft aud^ langgefpt^t mit 
niebergefiogenen Slättern^ grog unb of[en, obenauf ober in fd^mad^er 
iSinfenlung, biftroeifen mit etroaä 93eulen. 

Stiel: bicf; 1—1 Va" teng, bunfelbraun, etmaS l^Scferig, meifl 
f(!§ief obenauf, mie eingefledFt ober fd^mad^ t)ertieft. 

©d^ale: grasgrün, fp&ter gelblic^grün, bod^ faft g&n)lid| unb 
ftarl fühlbar gimmtbraun beroftet, gumeilen fd^mad^gerill^et, d^aratte«^ 
riftifd^ immer ftarl toeiggrau ober gelbbraun punItirt.O 

^leifd^: mattmeig, um'ä fteml^auS f5migt, bod^ faftooQ, fd^mel^ 
genb ober butterl^aft, 9on etl^abenem, mit feiner ®&ure gemifd^ten fügen 
S3ergamottgefd^mad(. 

fternl^aug: l^ol^Iad^fig. Kammern I&nglid^, mufd^clförmig, enge, 
oft taub!ernig. ' 

Sfteife nnb 9lu^ung: SInfang bi§ Wütit September, oft felbfl 
eine SBod^e fpftten — 3" ^^^^ 3»^*^ M^ fd^&febar. 

(Sigenf^af ten beg SSaumeS: berfelbe mäd^St gut unb P9ra« 
mibal mit fpater abfiel^enben Sleften, mad^t leine bornartigen %iui^U 
fpiege, mie bie frangöftfd^e gute graue @ommerbim, meldte biefe nad^ 
SHel gum Unterfd^iebe beft^en foll. ©ebeil^t l^od^ftämmig gang gut unb 
ift abmec^felnb red^t frud^tbar. 9lad^ OberbiedC miQ ber 93aum fogor 
ntd^t gerne eingefd^loffen fiel^en, unb fe^t bei naffec unb {Algier äSitte^ 
rung im SRai cm beften an. — Sßurbe t)on ber SBerfammlung in 
@ot^a gu Dermel^rter Sinpflangung empfolglen. — Sl&tter 
eirunb mit meift auSlaufenber, giemlid^ langer unb oft fd^arfer @pi^e, 
2" 1"' breit, 2V4" lang, meift glatt, feingefagt, etwa« fd&ifff5rmig, 
fcljr bunfelgrün. — »lüt^enlnofpen legelfSrmlg, fanftgefpi^t, bun» 
leibraun« ©ommergmeige rotl^braun, .gegenüber mel^r grünlid^^ 
braun, rötl^lid^ ober aud^ fd^mu^igmeig punttirt* 

3. 



61 



^(K 19. «a»gnme HifciMnu n^ l. l. 2)ie(; n, 2 a. Suc; III, 1. Sa^. 




•etlNitiiii^ tifftMxn. XM * f («t^ woi^i ff) e. 



i^rimat)^ itnb SBorlotnineti: S)iel etl^ielt fe afö Poire d'eau 
BoB6 on CaiUot rosat auS SRe^, bemetlt aUx, la% fiefonberS ber le^te 
9taine, weiter mel^r ber im augufl reifenben S>u^amtli SRofenbitn )u« 
iulonimeii fd^eint, falf^ ober bie Dotliegenbc fd^on nad^ bet SBegetation 
iti^t t>v!^(mtli grud^t fein ftone. S)od^ Demtutl^et er, bog ed oieOefa^t 
Ottintinpe'S Poire rose fein n^be, in ber ttngen)i|^ett barftber 
ienannte er fie aber na4 i^ter ^arbe neu. 

Sitetatur: 2)iel m. 6« 3. — tDitit. L 6. 570. — DBerb. 6. 899. — 
Cat Load« Caillot rosat d'6t6, Bimmer Bom, Epine Bom — reift im Xtt(pt|l. 

®eflaU: platt ober fifefSnnig, ooEf ommen bergamottfirmig, nad^ 
bem Stiele gu fhanpffyit, 2 Vi" brrit unb nur 2V4'' l^ed^ (»ie bie Don 
einem flppig mac^fenben irnigen Saume gewonnene grud^t fie }eigi) — 
fb ftberen O&nmen, befonberS am ij>od^ftamm, bleibt fie meifl Heiner, 



62 

2'* Ixtit, i^li* fy>^ uitb tottb au4 nad^ be» ®HeIt ja ftirlcr atoel^ 
menb, ftumpffegelfSrmig. 

ftel^: giemtid^ fUnrf, gefd^Ioffen ober l^alboffen, ofi oerfd^oben^ 
f[ad^ eiitgefentt, umgeben mit f[a<|en 8eulen, aud^ mit (Stbabenl^elten 
fiber bie ^xnifyt bin. 

@tiel: etmaS flati, grün mit gelbbraunen gtedfen, i%" lang, oft 
giemli^ vertieft, gembbnHcb mit einigen f$alten* 

Sd^ale: etmaS raub, g^t^gntn, fpäter nur etmaS mebr gelblidb/ 
oft mit lefabter erbartiger, meifl nur ßammiger 9l5tbe, bobel befonberS- 
ouf ber 6d^ttenfeite ftarl graugelb beroftet unb auff&Sig bdlbraun 
ober meiggrau punltirt. S)iefe fßunite, ber 9t oft über }ug unb* 
ber lange @tiel {inb baS Sb<^^(^Iteriftif(be ber ^rnd^t. 

Sleifd^: f(bin meig, um^ä iternbanS etmad fteinigt, bo(b faftooll 
]^Ibf(bme]^nb, oon gutem geguderten, menn au(b f(bn)0<b gemürgten^ 
nad^ S>iel oon muälatellerartigen 8ergamott«®efd^mad[* 

iternbauS: breitbergfSnuig, flart b^bl^^Pg- Jtantmem enge, mit 
)iemlid^ vielen, flarlen, l^eHbraunen ober f^m&rglid^meigen, oft tauben 
Jtemen* 

Steife unb 9tu^ung: Anfang biiS 9Ritte September, mirb balb 
teig, bo<b etmaS früber gebro(ben, au(b Iftnger b^ltbar. 

(Sigenfcbaften be8 93aumeS: berfelbe mSibSt lebbaft unbfd^&n^ 
tbttt aud) b^^bP^w^S ^^ tt^i W ^^ $^^f* &<utge in Slltenburg 
ungef&br glei(be S)auer mie ber ber ^etcrSbim {Wton. IL 6. S59*> 
<Sr blübt oft batbgefüOt, unb ift febr frucbtbar (trügt au(b uocb 2)iel 
büfd^dmeife). -- S^Iütter eif brmig mit ouSteufenlMr ober aud| mit 
Ctma8 oortretenber ®pi^, l'/i" breit, 2V3". lang, etmaS unbeutlid^ woU 
lig, gangranbig ober nur unbeuttiib gejabnt, jiemlid^ langgeßiett. — 
Gommergmeige nad^ S){el nid^t lang, aber ftarl, faft mit leiner SBoOr 
tebedCt, leberfarbig mit febr wenigen ganj feinen ^^untten« 

3- 



r 



63 



yg 20 yrit»cg^>iciaer>ecg<w»tte> i, 2 (3> i. 2) ui; n, i ä.2«c.; iii, i. 3a|«. 




Irfiiie 2d|iiiet}erbergamatte* 2)ie(. * t e. 

i^eimatl^ unb SBorlommen: 2)ift erl^ielt fte als Bergamotto 
Suiflse hative aud ^ollanb unb meint, fie fei au8 ber fp&ter reifenben 
aabcten @<(mei}etbergamotte buvd^ @amen$9(uSfoat entflon« 
bau -- t)* ^(otoiD ftc^teine Don t^m ^^^rü^e grflne Sergamotte* 
tiauintitt Sbittii, bie mit Naumanns Poire de Eiensheim, 
ftimSl^eimer SBegbitn ae^nlic^feit ^abe, atS bie ttrfprfinglicl^ 
Cime an. 

£itetatur itnb G^nonpme: 2)ie( lOL 6. iO. — 3)ittr. 1 €• 66t. -* 
t. @. TU 6. 15. t. 2. ^ Obetb. 6. 273. — o. ^(oto» SRon. m. 6. d6f . *- 
te. 6. liMI. — 06^ «l^ aU Berf* de HoUande panaeh^e, Berg pa- 
Baek^e. — (ftttflg, »ie im X. O. ®., »irb bie ®^wni€X^o\t bamit oeme^* 
fett» — 6d)mibb. ^attc fle aU 0e^reifte ©ommerbcvgamotte. 

Seftalt: freifelfSrmig bid birnfSvmig, nie rein bcrg^omottfirmig, 
2^/2" breit unb ebenfo ^od^ ober Va' langer. 

Iteld^: metft ftar& unb (angbl&ttrig, dmod moOig, offen, obenauf 
^bcr feilet, oft in etuMiS galten. 



64 

®ttel: oft lang, big 2V/'f %tib unb 6raunrot]§, graupunIHrt un b 
l^^pi&r f(^n)a(i^ Dertieft ober obenauf, oft in iBeuId^en. 

©d^ale: fein, glatt, l^eQ gelbttc^grun, gelb unb grün geftreift, 
fpftter citronengelb ol^ne Streifen (bann fd^on pafflrt), feiten geritzt, 
bo(| mit braungrauen ^nflen unb 5fterS etroaS SRoft, aud^mit einem ftet» 
norl^anbenen SRoftfled an bem (Stiele. 

gleifd^: mx^, feinfbcnig, fe^t faftnoQ, nad^ S)iel butterl^aft, mirb 
l^öd^ftend l^albfc^melgenb, oon geroürgigem, fflgweinigen, etmafi bergomott* 
artigen ©efd^mact. 

Aernl^aud: gn)iebelförmtg, ftarl b^l^Iad^fig, $&4er gerSumig, mit 
menig DoUtommenen fc^margbraunen fernen mit jtnöpfd^en. 

Steife unb 9tu^ung: @nbe ^uguft — ÜRltte September, bauert^ 
etmad früher ' abgenommen, btSmeiten brei SQoc^en* 9((d Xafel« unb 
Sßirtbfd^aftdfruc^t fc^a^bar unb f(^ön. 

@igenfd^aften befi SaumeS: berfelbe mfid^St gut unb Ir&ftig, 
mirb aber nur mittelgroß, treibt große l^albgefüHte Slütben, gibt fc^bnt 
^pramiben, gebeizt aud^ auf Quitte, ift redjit tragbar, erfriert aber leidet 
in lalten äBinteru, botb tommt er alä 9iteberftamm gegen anbere @or« 
ten nod^ giemlid^ gut im freien fort. — ^aif Suc. leibet bie fraise 
aiütljie oft bur(^ ©pät|roflc — »Ift tt er giemltd^ groß, eiförmig, 
fanftgefpi^t, mcift 2" breit,. 3" lang, jum S^eit aud^ eirunb, oft ner» 
loren gefagt, einAelne gangranbig, mitunter b<ilbn)oIIig. r-^ »lüt^en^ 
Inofpen groß, lurglegelförmig, ftumpffpife, gelbroollig. — Sommer^ 
gmeige oft oben oerbicTt unb ftufig, rötl^lic^gelb, olioengrfln unb getb 
geftreift nnb {(^mu^ign>eiß punftirt. S)ie (Streifen finb auc^ nod^ am 
gmeii&l^rigen ^oI)e fid^tbar. 

S)ie fpäte ober „Sc^roeigerbergamotte" (®ict I. ©♦ 45) bc* 
geid^nct SDiel im fqft. 93erg. atö im 9loo. unb S)ec. reifenb, ben Saum 
ate nod^ empfinblid^er cid ben bcr ^erbftbevgamotte. Sud^ Sieget be« 
geid^nete i^n al«i fel^r g&rtlid^; ic^ felbft brachte i^n nid^t gum 98ad^fen.' 
3tü(fy »or^erö ift er nid^t in'd ^^-reie, fonbcrn nur an äBänbe nnb fel^r 
gefd^fi^te Stonborte paffenb (?iaumb. S3cr. (S. 104). Oberb. fd^itbert 
baS i^Ieifc^ al8 gern etmad fbmigt unb ben ^fd^m^^^^ <ilS f^^- — 
SRöd^te bemnad^ cntbel^rlic^ fein. 

KB. ^ie 9(65(Tbung ifl aud SRonatSfc^ HL S>^em6et(eft entnommen. 

3- 



65 
Ho. 2i.9nite$mmtttittnM\xn. II,3.1«^ieI; I,2b.Suc.; lUJ.SaQn. 




Stoße Sommercttronenbirtt. eidtev * tt @. 

^eintatl^ unb SSoTtommen: ^tnbet ftd^ mel^iTfad^ ouf benZ)dr« 
fem um Weintngen Derbreitet, Dr. unb ^rotonotar if^ennig in SSitteui' 
berg l^at fte juerft im X. O. ®* befd^tieben. 

£ita;atur: %. O. 0. XX. 6. 64 t. 6. — 2)iit¥. L 6. 549. 

@e{tah: baud^ig, eirunb, na(| bem (Stiele gu ftumpflegelfSrmig 
ober fc^mac^ bimförmig, oft etmaä ungleid^ in ber Stunbung, {iemlid^ 
gtofc 2Vj'' breit unb 3— SVi" lang. — Oft baut fle fic^ aud| me^r 
Iftnglid^* 

jtel($: uteift gefd^toffen: aufredet, flac^ ober etmaS eingefenK mit 
einigen feinmoQtgen Senden umgeben. 



66 

@tiet: tnittelftarl, MS 271" lang, obenauf , oie chtgefietft, bifrr 
»eilen n)0 er auf ber Sime aufft^t, loulftig. @eine garbe tji (edgr&n^ 
tl^eilmeife braunröt^Iid^* 

©d^ale: nid^t ju ftorf, glatt, l^ttgrun; fpater bla^dtronengett^ 
feiten mit etmaS J4n)a(l^en, rit^Ud^en Streifen, bod^ mit fielen feinen. 
$untten unb etn)aä ffto% befonberS um fteld^ unb @tieL 

§ ( e i f d^ : mattmeig, etroag lörnigt unb umS jternl^auS fteinigt^ 
imd^ ^ennig butterl^aflfd^meljenb, ift |ebod^ nur l^albfc^melgenb ober 
toufd^eitb, oon fu^jauerlid^em angenehmen @efd^ma(f. 

fternl^aud: länglic^eirunb, faft eiförmig, nad^ unten . ftumpffpi^^ 
mit wenigen braunen ftemen. 

Steife unb SRu^ung: ©eilen @nbe Vugufi, meift erfl im ©ep^ 
tember, balb früher, balb fpater. 9Rug abgenommen merben, e^e fie 
gelb mirb, fonft mirb fie me^ligt unb teig unb oetliert oiel 9on i^rem 
Sßertl^e« S)ient nod^ gum 9iol^effen, bod^ me^r gu ©d^ni^en unb jmit 
ftod^en, ifl eine megen i^rer @roge giemlid^ gejud^te SRarttfrud^t. 

@igenfd^aften bed SaumeS: berfclbe mad^St ftarl unb ift ge^ 
^nb, mlrb grog, unb mad;t eine p^ramibale Krone, bie ftd^ ftarl be« 
täubt, ift auc^ fe^r tragbar. — SBl&tter eifbrmig, ober I&nglicb eif5r» 
mig mit ouSlaufenber ober l^albaufgefe^ter ©pi^e, 2" breit, 3'' lang, 
m^ 5fterS runbli^ unb an jungen triebigen 93^men eirunb, gangron« 
big ober verloren unb unbeutUd^ g^f&gtf rtmad unbeutlid§ modig, {lad§^ 
nur menig nad^ ber ©pi|e ^in gefrümmt, ^te unb ba etmaS meQen«' 
fSimig. — SQlfltl^entnofpen furgfegelfirmig, .faft runblic^, ftumpf» 
fpi^, etmaS meig^ ober gelbmoKig. — ©ommergmeige fd^n)a<|moQig^ 
mit giemlid^ abftel^enben ftnofpen, br&un(id|)grün mit feinen linglid^ 
l^eObraunen ober odergetben er|iabenen ^unlten« 

3- 



67 



No. 22. ef0niii(t»IMmf|rttcMni. in, 8. i. IDiel; 11« 2 b« finc; T, 1 Sa^iu 




^timai'fy ttnb Sorromtnen: 3ft loa^rftl^etnUc^ eine attebeutf^^ 
%m^t abet fi€ iß bo^ \^im ^ lange bei iinfl belannt 

Sltctatuv unb Cpnottiime: ^ie(I.6.240;bana((^ttit«I.e.Ö83.e9ri1k 
tb»K 6. 166, 2:.0. 0. !• it. 387. t. 16; Obetb. 6. 266; aud^ alle flbriaenXtt^ 
t0rciib«bfiifU.— 3|9e DeinatnenfitibQauptfftd^Uc^: 6oi}imers0ute»(S^vi{tbirit, 
€tTa|bttti|etbitti,SKa(oafie(»,att((^3ucIerateiibitn,BoDohr£tieiid'6t6^ 
0r«oioli, Oraeiole d*6t6| Gratioli de Borna, Safran d'6t«, Snika» 



68 

Kandy Peer, Eanjnweel, Harsepein-Peer, Ganele, Kaneel-Peer 

«to. Oberb. erl^ielt {te aud^ ali Bosdarghan Armnd au8 92ilita. 3n @üb« 
9^9101 l^ei^t biefe %tvi^t dürfen 5 im. 

©eftalt: oeränberlit!^, unregelm&^g Ireifelformig über eiförmig 
Dber, mit Slnbere meinen, ^ocl^bauc^ig legeiförmig (überhaupt fd^on nad^ 
S)tel fd^roer ju bef(!^rei6en,) oft beulig unb ungleid^, meifl auf '^einer 
Seite. niebriger, 2V/ breit unb S%" lang- 
te Ic^: !(einblattrig, j^atbgefd^loffen, meift f(ad^, mit etmaft ffilpif^ 
^tn ober 93eu(en. 

©tiel: IVt* lang, fiarl, obenauf, oft beutig ober fc^iefflel^b. 
&(S)a\c: in ber Steife gefd^meibig, golbgelb, l^eDrotl^ vermad^fen 
itnb geftreift, mit otelen fünften unb etmaS dto% aud( fd^mdrjUd^ett 
gledfen. 

^(eifc^: metg, groblörnigt, ablnadfenb unb raufd^enb, aud^ etmaB 
fleinigt, bod^ fafttyod, Don juder^ (ober faft l^onigO fü|em ©efd^mact, 
t>0(^ gumeiten mit etmad i^erbem. ^ud^ ift bie 99trn fein mfldtirt* 
fternJ^auS: {(ein. jtammern enge, meifl taubtemig* 
Steife unb 9tu6ung: «nfang bid SRitte @eptember, brei bift 
^ier SBod^en b^^Ubar. 3f^ i" ^^^^ ^votdtn fe^r gut )tt Dermenbeit 
unb geIo4)t fel^r belicat. 

Sigenfc^aften bed SBaumeiS: berfelbe mSd^St gro§ unb fperr* 
|aft, ift an feiner bünnen SBelaubung unb an feinem im 8Btnbe, mie 
lie ^appelblatter, gittemben Saube leidet lentttßd^. Qt ift 'aber menig 
trud^tbar, au^ eigenftnnig auf ©tanbort unb Soben, fo ba§ an nid^t 
fiefdjiü^ten Orten bie ^rud^te auffpringen 7t. (Siegel in SRon. II. 
®* 62). 3n ^auSgdrten, befonberd gmifd^en ©ebauben, ifl er ttod^ am 
tragbarften unb au3 biefem ®runbe empfal^I ein fianbSmann in meiner 
tR&^e feine SInpftangung überall ^in fo, bag man il^n fetbfi gule^t nur 
bie »ond^retic nannte. — ©Idtter breiteUiptifdJ, 1'// breit, 
fafl 3^ lang, öfters au^ reineOiptifc^ unb eiförmig, glatt, feingefftgt, 
ttmad fd^iffförmig unb n^eDenförmig, mit feinen Sorften auf ber WiU 
telrippe. Slattfücl bünn, oft biS 2" lang, meift etmaS geröt^. — 
Slflt^enlnofpen grog, länglid^Tegelförmig, giemlidg fpi^, bod^ ni($t 
fled^enb, fc^marglid^braun. — ©ommergmeige ftufig, etnmS bufler 
Tötl^Iic^, gegenüber grünrötl^lid^, meiggrau punltirt* 

NB. S)te afbbttbttnf aef((a( na^ SKaper Pom. frane. t LXXYTT, bie gas} 
trcffenb etfc^ien, nur loirb bie gnu^t am 4o(!^]iamm meip loeniger gro^. 

3. 



69 



Kr. 23. 9»ittiftet Ctmicrtoc«. I» 3. l. 2>te(; I, l a. Sucafi; IT, 1 ^a^tu 




ynnltitrfer Sommertortt. 2)ieL •• tt i ©. 

i&ctmat]^ utib SB orlommcn: S)tcl crl^ielt pc alö Epin^ 
tfEt^ 1790 aug aWefe; fic ift al\o roal^rfc^cinll^ ^attJO|lf(^er «b* 
fünft, aber man fd^cint fie in granlrcid^ nic^t me^r ju Icnncn. — 3« 
S)eutf<^Ianb l^at fte ft(| bereits Dielfad^ belannt gemad^t unb n)irb gerne 
gepflangt 

Siteraittt unb Gnnonpme: IDicI bef^rieb fle ali $un!tirter ©om»^ 
mcrbdtn, L'Epine d*6t6 point^e im ^eft III. 6. 57 j bano(^ 2)ittr. L 
€.600. — SergL ferner 2ucad Perno^ftf. 6. 147; Obetb. 6. 415; p. Slototoin 
SRonatdfd^. HL e* lOO. — 34 oermut^ete Sbentitftt mit ber in »io. ü. e. 77 
bff(^riebenen unb abgebirbeten Belle 6pine Damas, bod^ mollte bie Segetatton 
vÜ^t gan) {Hmmen unb Cberb. f^reibt mir> ber I3aum ber Vetteren ^abe getra« 
gen, aber bie ^pj^i fei weniger gut, unb fp&ter reif, als bie oorliegenbe, au(^ 
)abe er bicfelbe bereite ebenfo in SBieSbaben, auü Selgien {iammenb, gefe^en. 



/; V 



/ - 



70 

©eftalt: I&ngltd^ fegelfirmig, bet Sangen grnneu ^erbfillnt 

a^nlici^, nac^ bem jteld^e ^in fanft abnel^menb abgeplattet, nat^ beut 
Stiele 2U meift auf einer @ette ettua^ eingebogen, am ^oi^ftamm mit^ 
telgrofe, l^//' breit, *gut 2V4* lang, am Spaliere größer, 2V4" brdt, 
3" lang. 

Jtetd^: langefpi^t, offen, ftemförmig, meift flad^ ftel^enb. 

@tiel: fe^r ftarl, etn)ag fleifd^tg, obenauf wit eingeftedt, oft fc^ief 
neben einer gleifc^beule. 

@cl^ale: giemlid^ ftart, blaggrün, fp&ter fd^toad^ l^eügelb, biBi* 
weiten etmad gerötl^et, ftetd mit oielen auffälligen braunlid^grauen $unN 
ten unb etmad Sfioft, befonberS um ben fteld^. 

gleifd^: fc^nceroeiB, fein, übcrflle&enb, butterl^aft, oon fc^r ange^ 
nel^mcm fügen muefate Derartigen ©efc^madf, ber Seften 93im fi^nlic^, 
beffer aU ber früher reifenbe dtoH)t ©ommerbom. 

fteru^auS: burd^ feine jtörnd^en angebeutet, noKad^ftS^ Kammern 
jebr grofe, mit jicmlid^ oielen, großen, l^eHfaffeebraunen Jterncn. 

SReife unb SRu^jung: aRitte ©cptemOer, nod^J)lcl, brel Socken 
faltbar, rocnn etmaä por ber JRcife gebrod^en» — 3n tdlteren ©om» 
mern reift fie in ^einingen meift erft Anfang October unb ^alt ftd^ 
gicmlidb ben 9Ronat |)inbur(^. — Suc^ 0. glotoro will fie wegen fpfi^ 
tercr Sieife fd^icfti^er „^unftirter ^crbftbom^ genannt wiffem — (Sine 
belicate Stafelfrud^t. 

(Sigenfdbaften beö SaumeS: berfelbe mdd^St ftarf, fci^ön P9ra^ 
mibal, mirb giemlic^ grog, trägt abwed^fflnb red^t reid^ unb pagt felbfl 
no(^ für freie 5ßflanjungen, — 3Rit Äec^t rourbe bcßbatb bie oer» 
mehrte 5J3fIanjung ber ©orte oon ber SJcrfammlung in (Sot^a empfo^« 
Jen. — ©lätter elltptifd^, mit furjer, etmaft oortretenber ©ptfee, 
meift IV2" breit, oft 2V2" lang, auc^ eifSrmtg, einjelne auc^ lanjett* 
förmig, am SRanbc oft ctraaö feinmoBig, fonft glatt, fetjr fein* unb 
'feid^tgejägt, oft ganjranbig, etroaö roellenförmig, meift fcbr langgcftielt, 
©tiel biö 2V2" lang. — SJlüt^enfnofpen länglich, fegclförmig, 
fted^enbfpife, bunfelbraim. — ©ommergroeige an ber ©pi^e oerbicft^ 
unb ftufi^^, mit ftarf abftel^enbcn ftnofpen, bräunüc^rotb, gegenüber oll« 
nengrün, roctj^grau punftirt. 

NB. IDte SSirne ifi oBen in ber ©r&^e gejetd^net, wie fie im trodPenen 
Sommer 18ö7 auf einem AUeren $o(^ftamme iDUc^si. ^urc^ 9lücf)'(^nitt eiiteS 
%f)txl^ ber Steige erjog id^ fie 1858 auf bemfelBen ©aume feljr f($5n unb in ber 
tfir @palterfrü($te von t^r ongegebenen ©r&^e. 

3. 



71 
No. 24. %nmÜ9 SitltsHnt* (i, 3. i. X\ti\ i, 1 *. Suc; IT, i. Sa^tu 




Umanlt« putterbirn. ». grotom. •• t ©. 

r 

^eimot)^ unb aSorlommen: SRod^ SBtDort etj(og fle attgebli^ 

DQn üßonS au§ @amen unb nannte fte früher SBill^elmine unb fte 

i|l aud^ in beffen Catal. descript. mit bcm S^l^fe P^-r nous ©. 42 

aufgejQl^It. ^^^i i[t fie allgemein inSSelgien ali Beurr^ d'Amanlis 

belannt unb xoit eS jd^eint auä) in 3)euifc^lanb giemlid^ nerbreitet. 

2tteratur unb ©^non^me: o6 fte bie tn^ittr.IIL @. 212 fur^ Befd^vie^ 
Ikne B. d'Amanlig ift. ft^eint fragltdj, bodj trifft bic S^lcifacit. — ?Rac^ »it». n. 
6. Il5 l^et^t fte au4 «H u b a r d* unb ^E e s s o i s 8 e", bo(]^ muffe le^tereä äBort 
eigeittlt^ ThiessoiBBe l^ei^en, n)ei( fte ettt alter Slboocat mit !Ramen ^^ieffe 
|uerfi in 9iouen Derbrettet ^abe. — Sluf bem 2yon. G)ongre( lam fte a(§ D n c h e b s • 
de B r ab an t, fotoie aIdPoireDelbert(DeIbret ob. d'A 1 b e r t) cor. — ^tel 
l^at in feinen dl.St^D. V. @. i53 eine von oanST^onSerl^altene SBilt^etmine 
ald Kein, im 92oi). obet 2)e3. retfenb befc^rieben, bie Cberbietf mit Cheralier für 
glei4 SU polten (jeneigt ift unb ald ^erb oon ©efd^macf bejetc^net , oon btefer ifl bie 
voriiegenbe gruc^t ft^er oerf (Rieben. @5enfo nad^ v. f^Iotoro auc^ oon 9? o i f e t te*j| 
(Jardln frait.) im gf^bruar unb äRdrj reifenber äßiC^elmine. S)0($ ftimmt fie 



72 

too^l tta(( 0(etbU<f, oie na^ o. ^(otom, mit ®to|et (Snol. 9loifeite'iS 9uU 
terbirn (IDUtr. m. 6. U9) aberein. — o. Skotom gaB inStott. m. e. 372 bie 
Dorliegenb (enu^te SBefc^reiBung unb SCbbitbung feinet aud fdoüxoUltt erJ^alteneit 
9(manlid Cbieic^ au^ SQBetteren ebenfo beftte, er ifi geneigt, an berSbentitftt ber 
$Biooct*fc$en Sorte su gmeifeln, bo4 toeig man ba( oiete ^xütliU in ^eutf(|(anb 
in ber ^orm abänbern unb na(^ SBioortd 9e{($rei5ung fc^eint eä boc^ au^ mtv 
biefelbe Sirne )u fein. 

©eftalt unb ®xb^t ergeben ftd^ aud ber aibfiilbung, einzelne 
%v&^\t finb etmad länger, ^n Stoort ift fte me^r legeiförmig, o|en 
fl&rfer abgefladgt, 3" breit unb faft 4" l^oc^ abgebilbct, boc^ roirb fte 
bimfSrmig, mittelgroß ober groß befd^rieben. 

Ae(d§: giemlid^ f einblätterig, oft lurj, gelbgrfin, etmaä mollige 
offen, ftemformig. 

©tiel: grün, braunpunitirt, fc^mad^ vertieft, mie etngebrel^t. 

@(!§ale: glatt, grüngelb, fonnenmdrtd nur n)entg golbgelb ober 
iräunlid^ angelaufen, mit oielen feinen, braunen fünften unb SRoftfleden^. 
n)ic bie ^oljfarbige Sutterbirn, unb ^ieburd^ gumeiten etmad rau§» 

gleif(^: fein, roti%, faftreld^, ganj butterl^aft unb füg, fe^r ge« 
n)ür}ig unb müglirt, bod^ l^&ngt ber ©efd^mad (voit auc^ ber dU>\t* 
übergug) fe^r oon ber SBSitterung ab. 

Jtern^auS: ift nur burd^ feine Jtörnd^n angebeutet, ftarf l^ol^l^ 
ad^ftg, mit meift unoodtommenen fernen* 

Steife unb 9tu^ung: 3Ritte m @nbe September. SSßirb fd^neE. 
teig. SDteg ift i^r l^auptfäc^lid^fter geiler, fonft ergog xd) fte aud^ in 
SReiningen groß nnb fc^ön unb fie n)urbe rote bei v. g^totom I. 8tange8. 

(Sigenfd^aften beä 93aume§: berfetbe treibt giemlic^ Ir&ftig 
unb trügt reic^lic^. - »lütter elüptifc^, l^/i" breit, m 2V 
lang, oft breitlangettförmig, feltcner eiförmig, langer ober lürjcr gefpifet^ 
fein^, jiemlid^ f<$tttfgefügt, etmad fc^iff förmig unb mel^rfad^ meHenför«* 
mig, glatt, giemlid^ bunMgrün unb gldngenb. 

Son biefer 6orte gibt ed eine ^anafd^irte ^bart, bie Beiirr6 d*Amanlis. 
panaoh6, beten %tVLqt nac^ 9to. gleiche gotm unb Dualitdt mit bet 6tamm»^ 
muttet ^at, fte ift nut mtl^t obet loettiget gelb gefttetft. 

3- 



73 



No. 25. ^iSaaMfi^e grißfiiWni. I, 3, i. a^td; l, i. i. Suc; n, i. Safjn. 




^eitnatl^ iinb Sortommcn: ^iel erl^telt bie[e ^xu^i auS 
tarlem alg Poire Figue. ®ie ift ^auptfa^Hc^ biä je^t nur in 9lorb^ 
beütfd^Ianb Derbreitet unb gefd^a^t, gel^ört aber gu ben belilatefien 
3:äfelbtrnen unb uerbicnt red^t l^äuftgen Stnbau. 

£tteratur unb S^non^me: ^iel %R.Ü. ü. e. 180. 3n 92orbb(utf($« 
Icmb f^ex^t lle an manchen Orten ©urfenbirn , aud^ f^regattbirn unb $opfenbim, 
iet @rafenftein Itaiferinbirn, toeif bie Haifcrin von Siugtanb fte befonberS 
fie5t unb jt4 ift^rltc^ eine jtift.e voll fenben lA^t. S)ie im »Qgem. %. harten« 
Slagagin 1804 t. 17 abgebilbete* ®(o(!enbirn ift jebenfafld ein groged ®£emp(ar 
Vierer grud^t Sbentifd^ mit i|r ftnb a) Bt* Obialain , menigftend bie , welche 
S)iel oon oanStond erl^ielt, b) Bongemont, bie S)tel daiaU 2. gortf. @.88 qi({« 
fa^t , o^ne S(ngabe bed Urfpningd , bie aud^ 3^^" unb o. glotom mit obiger 
Ibenttfcl fanben; o) bie ©rane S^afc^enbirn, 2)ie( 92.11.0. IL 6. 203, nac^ bnur 
9an 3J2ond'f4en (Satal. @erie I. 92r. 337 ongebltc^ oon i^m erlogen. Sediere !:Uen> 
tUat ^emerfte ic^ erft 1858, n)0 ic^ in ^erren^aufen ^pramtben non betben€orten 
9oBtragenb fanb unb aud^ bie SBegetation meiner Sftume gan| ibentifc^ finbe« 



©eftalt: \t^x Detanbcrfic^, 2Va" "bxüt unb 3— 3Va" ^o^, mrfft 
lontW f i« flrofeen (Sfcniplarcn auc^ oft f[afd^cnf5rmlß , oft 4 — 4Vt" 
l^od^, bei 2V)" Sreite, nad^ bem ®tie(e tnad^t fie meiftenS nur ottf tintt 
Seite eine ftarte Einbiegung , an ber gemd^nlic^ etroaS übergebogenctt 
@pi^ balb merlttdl, bolb fel^r n)enig ober gar nid^t abgeftumpft. Sie 
8fittnbung ift oft uneben, unb bie Oberfl&d^e flber^upt etn^aS beutig» 

JCeld^: offen, giemUd^ tanggefpi^t, bod!^ mel^r l^artfd^lig, liegt )tt^ 
»eilen etmaS auf, ft^t balb etwas ftärfer, balb nur loenig oertieft, mit 
einigen flad^en Seulen umgeben. 

@tiel: bid, oft etmad fleifc^ig, */«" ^^^Qf gerabe, meifi mie ün^ 
gefledt , unb burd^ eine Sffiulft ber 6pi^ gur @eite gebogen. 

@d^ale: ftart,' jiemlid^ glatt, mattgrün, etmaS bebuftet, auBgereift 
grflngelb, fonft laum etmad .gelbbgrfln mit vielen feinen grünumringelten 
Roflpuntten, biimetlen mit matter, erbartiger, brftunli^er 9tttl^ Kofi* 
anPge ^Aufig, @ern(| fe^lt. 

t^leifd^: faft meig, um ba8 Jternl^au8 ein menig fftmig, bei 
früherem ^jlüdCen ganj fd^mel}enb, oon belitatem, gemfirgrei(^em, bttr<$ 
gerbige @fture erl^abenem ^uctergefd^madFe. 

fternl^auS: lo^lad^Bgf itammern mufd^elfbrmig, mit langen, and| 
oben etmae fpi^en, faft f^nmrjen Renten. 

9leif}eit unb 9lu(ung: Ufiadjeit in marmen 3<t^ren l^ier fd^on 
3)Utte September, meift gegen SRid^aeliS. SRug mo^l 12 Xage oor ber 
aSoumreif e gebrod^n merben , el^e fie aud^ nur bie Spur oon ®elb< 
merben 2^t ; gu fp&t gebrod^en mirb fie nid^t fc^metgenb, fonbern fc^ndl 
moH unb lann nur no($ rafd^ jum jtod^en unb SSielten oenoanbt 
merberi. S)ieg ift fe^r gu beachten I 

(£igenf(|aften bed SaumeS: berfelbe m&d^Bt fiarl, mad^ 

etmaB lid^te Jtrone , ift felbft in ma{|erem Soben gefunb unb frud^tbar, 

gebeult in fernerem ebenfo gut, mirb grog unb alt, mSd^St für ^9ra« 

mibe auf SBilbling fafi gu ftarf. — Sommertrieb.'e etmaB ftuftg, 

braunrbt^ti^ , flarl punftirt unb na^ oben etmaä mollig. — Slfttier 

ber Sommergmeige nac^ S)tel anfe^nlid^ grog, eifirmig, nad^ oben 

langeDiptifd^ , mie bei St. Qermain , mit einer ftarlen Spitze, l^eDgrün^ 

glangenb, unbeutlid^ gejal^nt, 2" breit, 3" lang*). 

Oberbledt. 

*) »lAtter bed grud^t^olied lAngK^ eivunb, oft ttma^ (eraf&rmig, 
mit ber audlaufenben Sptfe fall 3Vt" lanq, etioad noQig, na^ Some nteifl fein« 
dffAfit, einzelne aanjTanbig,§ie unbba etroad fd^ifff&rmtg unb »eaenfdfmia, oud^ Ootne 
nieift ft(^elfdrmtg. — »(ttt^enlnofpen furifegtlfdrmig, fanftgefpi^t, faffanienbroun. 

3. 



75 



M> 26. 9»i»m9mmtthttMUn. i. 8. t »tel; i, ib. aucj n, i.3«5, 




$tiinat$ unb SSorfoinwen: ©ne Beurrö d'Angleterre, 
wie ®ict fle ouf franjaiHii^ nennt , war fd^on Quintinije unb aJlerlet 
Wonnt. 06 fte rnivtli^ cnglifd&tt «b fünft ift, bleibt froglic^, ba fie 
fa »dgi« unb granftelc^ unb au^ b«i unS fic^ otePoired'Amande 
S^nbetbirn ftnbct. 

TI,«.«; 5Dittt.I. 6. 694} Oftetb. 6.1«)5. _ «anfcelTirtt" «fei »«ij 
«. 178; »Ittt I. e. 6095 Dtob. 6.374. _ X6<t a^ bfe J; TSj-efie l5 
• et = Hoe Unger ho« lietFer, Soh.ii.yro.V, Ho?rVpV«,VyVjVi 



76 

Rmb^ (Siel YHt 6. 31) f«iAt mtii tramit «ill^Hii. DBei^. tidM|lli fdtfl' bie et^g^ 
1^4e ffiintetbttttetbini , wie {ie 2)ie( fvü^er oerfanbte, fttr tbenttfd^ l^alten, 3)icr 
^a(e fie fe(6{l a(dgneife(|aft(eui4net; boc^ (abe x^ oon Siegel eine oetf^iebene^ 
au4 anbetd oeaetirenbe Sorte b. 91. — SBeitere €911. bet Bearr^ d'Angle» 
terre ober d'Xmande: Beod'Oie (au<^ Beod'Oiteau), BenrröoberPoire 
Änglaiie, 8t. Fran^ois, Poire de Finoia S^on. Sßeti^t; Boter ober 
Botter-Peor, Oisambert, Zoon Peer, Angleterre des Chartreax^ 
itnoop ttnb (laU 2onb» Bngliah Beiirr6 Down. 

. @eftalt: bimförmig, ober aud^ tiwA mel^r drunb, unb SfterS 
mniger lang gefpi^t, meift 2^IJ* breit unb 3" lang* 

ftelc^: grüngelb fteif, offen, oft fe^Ienb, feid^t ober flai^. 

6tie(: IV/'Iang, oftidnger, meift ftart, obenauf, wie eingebrüctt. 

@(|ale: etwad fein rau^, ^edgrün, fpiter ^ellgelb, feden etma» 
erbartig gerottet, bo(| ntebr ober weniger fein IfeUbroun beroftet unV 
jiarl punttirt. 

gleifd^: weil, fein, febr faftooll, butter|aft, non ftbmad^ rortgent 
erl^abenen 3u<fergef(l^mad. (^e länger gewatj^fen, um fo jaftreic^er wiS 
man fie ftnben.) 

Äernl§au8: Hein, mufd^elfftrmig , mit mel^r ober weniger bitf^ 
cif9rmigen jd^warj^en fernen. 

Steife unb 9lu^ung: 9Ritte bid Snbe September. i^AU ni^t 
lange, etwas früher gebrochen , jebod^ 14 Sage (nac^ Sieget in SBion. I* 
®. 113 fogar 2 ^Jton* 

€igenfd§aften beS SBaumeS: berfelbe w&^St ftart, mad^t ge» 
wblbte Arone, ift ^ier gefunb unb giemlid^ tragbar (nad^ Sieget ftro^enb 
tragbar), will nad^ ^iet trodfenen, nacb Oberbiect warmen, feuc^tea 
Soben, wenn bie §rüd§te grog unb gut werben foOen. ®ebei^t na(^ 
S. aud^ auf Ouitte, bef[er jeboc^ auf 9Silbttng. @d^eint ouc^ ^od^« 
ftdmmig bei unS nod^ gut gu tl^un. — SBl&tter eirunb, mit me^r 
ober weniger langer, fanft au^Iaufcnber Spifte, meift IV3" breit, 27*'' 
lang/ oft unterbalb etwad woOtg , fein^ , boc^ nic^t fcbarfgefdgt , meifl 
etwas fd^ifff5rmig iNib wellenförmig, au(^ meift fd^wad^ftd^elförmig ge« 
trümmt. — ©Xfli^enlnofpen j. 3- furjfegcliörmig, fafl ftec^enbfpif,. 
bunfelbraun. — @ommerjweige bunleloltoengrfln , gegenüber röt^«^ 
lid^, fein weigtid^ punftirt. 

3- 



77 



^^ ^7. «»lallet IM KKter 0,8. 1. JDitl;I, 2«.8«e.;T, l.SaK 



1-"» 




lN»ffU»t HIB VIßm. 'SAL'^ 1 1 «. 

«üb Sitt^aftiftifd^ , bie brtetts ixtt^ in 'i&^tfd^Icmb {jettte tt^ 
ylbdigt loitb» 

2itcttttut itib^yiionpme: 2)iet I 6. ')75 '^it ^iottH^I^t trbli 
H^etmft (L« BoviseUt de Bheimt); !Dimi4 I. 6. 598; OlWillt^^llM. 
e. 20a; XjD.9.nL 6.20 i. S; Obevb. 6.402; £uc. 0.164; ÄBmiü. de Pom. L 
6. 97* 3^ (irr ald Poire petit Boniselet, Bo«ti«let d« Bheiau 
«4m&4it Heim 2(011. €oMg«<t vmibc fle aii4Boiittelet »atq«4 genannt» 

fM *- Ä» MbleirttlCanb f kmil num |U •» ^ «r»' 
irn. 

®cftalt: fd^Sn Umfftrmig ober au^, vait fie oben mib in ben 
IttMtai ibgebttbet ifi, me^r fegelfSmig, IVs'' »teit, 2V4" toia, «t 






Vt Heiner ott 1^ abgebttbet, mcift auil^ nie|c 



78 

fteld^: meifl tursUAltrig, fe^r offen ^ fdfl ditfliegenb, flad^fhl^nfr,. 
"liStoeilen mit ttxoai S3euld^en, auf »eld^en er vorgefd^oben fl^t. 

@tiel: ftotl, bis IV^'I^ttSf gränlt^brouti, oft tttoai eitigebogeiu 

@ d& a I e : l^eOgrun, fp&ter l^eHgelb mit ®v\in, faji gut ^fttfte hwxUU 
btStttili^ gerStl^et, mit oielen feinen grauen fßunften , aud^ etmaB 8to{t 

gleif^: mattmeig, geruc^ooll, rauf(^enb, nid^t fibrig faftig, tits 
nigt, überreif etmaS f^mierig, oon ganj eigenem gemürg^aften , etmai^ 
bifamattigen (Sefd^macf. 

fternl^auS: fe^r enge, Iftol^tad^fig, J^ammemSein mit nid^toidea 
laffeebraunen Kernen. 

Steife unb SRu^ung: SHitte September, l^iet oft erfl Vnfong«^ 
Ottober , laum 14 3:oge* Stied^t in ber Keife ftarl mftSfirt. — 3fl 
nod^ grün abgut^un unb miS im rit^tigen 3^^?^^^^ oerbraud^t fein, 
alSbann red^t gut*). €totg ber ^rangofen nennt fie im Serg» 
& 81 nodft S)iel. 

(Sigenfd^aften beS eanmeS: berfelbe toirb giemtid^ gro§,. 
»U^St mit etmaS gerftreut fiel^nben ^mtxitn, trügt aud^ l^ier felbfl 
l^od^jlftmmig in mand^en Sauren reid^Iid^ , (eibet aber ifterS in (alten 
aSintem unb ratl^e id^ , wie flbrigenS fc^on S)ie( , il^n auf Si(bling in 
^ramibenform gu ergiel^en. Serfelbe ift lenntlid^ an feine mfiaube unb- 
an feinem f^marggrauen $oIge. — X)ieSIfttter finb breitelliptifd^,. 
nad^ beiben Snben fafl glei(9 fpi^, i^U" breit, 2*U" lang, au<^ bfter« 
reineSiptifd^ nnb eif5rmig , glatt , giemltd^ regelmigig feingefftgt , meifl 
ffod^, bod^ ber Stanb oft na^ unten gefrummt, bie @pi^e etmai umge* 
bogen, meift an ben Stielen magred^t ob^r ge»abe onS fte|enb, auff&IH^ 
bunlelgrün nnb gt&ngenb, unten blftntid^grün unb %itc ftar< fld^tboc, 
feingeabert, etmaS fteif unb leberartig. -^ 99lflt$enlnofpen Hein, 
.Inrgfogelformig, fhimpfgefpi^t mit etmaS borftigen S)ed(bUltteTn, fd^mat}* 
braun. — @omnfergmeige fd^marglid^ oiolett, unten erbfa^l ober 
bunf elgrftnbrain , mie mit einem @ilberl^&ut<|en flbergogen , fd^mn^igf 
|elb punEtirt 

3- 

^ IBirb gtfd^It nnb §etrodhtei in feinen 6(|ad)teln (efonbcrS auf berlStaeiib* 
Mn 9t^eim9 oeil^n oetfenbei In^ fe(bfl mit ber €4alc getroffnet , gibt fir 
^cctli^e 6d^ni|e. 



79 



No. 28. ^MlrrMts. nt, 3. 3. 3>tel; vn, l. fiuc; n, 1. 3«ijn. 




Sunketbirn. 3ini. ft ä. ©. 



^eimail^ unb Sorfommen: f^nbet H^ l^ier unb bd no<l^ in 
Stdnfaiger <SKinen, ipo fie früher ^Sufigfr gepflan,^t würbe. 

Siteratttc unb e^non^mtl 3fi bte Snt^t 3in!< T. IV. 9lr. 40. ^ 
Mttittfie 9unfet(irn, betttf^eSunferairn, Poire de Cheralier (bo(^ 
ift 2Mi Chevalier iit^t bamit pi 9enoc(^e(n) , aiid^ ftugieid^ 6ominerI5iii§ 
«üb M fol^e i{t fie im %.D.i». XYI. e. 22. t. 3 M<^^«n, bo4 I&ftt fte SiAer 
wii Unced^ nn 9ii|9. teifciu -* SRitS)ield (^roier 6ammecf»uffetet (IV. 
6. 93) mit bem Seinamen 6ommer fönig mtS fte nic^t gan^llimmen, ebenfomenia 
4t fte 9Ra9etd O^ro^er 9iouffe(ette T. LVL 9tro. 72. -- Xe(n(i(^ ifi 



Sei4t 
e ® 
mc f grb 



fte dr'o(e SSuffelet bed 3:.D®.Xn e.32^ t 18, bo4 »irb bie oorliegenbe 
fo groj. — ^iet unb ba »irb bie Sommerfönig noc^ GommerfSranl? 
ftttter, älfft^erbirn, tBafferling genannt 



■ 

©eflalt: fd^on Idnglid^ 6trnf5nnig, bod^ aud^ lürjer getaut 
unb etioaS mel^r bau(^tg , mittelgTog , 2 — 2V4" breit , bi« 3'' lang, 
fetten am ^oc^ftamm größer. 

ftel(^: grog, offen, iiw fcbnnid^er fcbfiffetfirmiget Sinjenfung, om 
weld^er ouS fi(l(| oft bie eine @eite ber ffruc^t mel^t erlebt. 

@ttel: ±^l2"lMQ, ^oljtg, jiemlidd ftart, obenauf, in i^eifd^ringeln, 
mlft fd^ief. 

@($ale: etroaS fiarf, grfln, mit briunlic^rm Stotl^, fp&tet gelb» 
grfin, mit b^Ker SRöt^e, bajmifc^en jumeUen grüne unb gelbe Streifen 
unb mit feinen bunfelgrünen fünften, feiten etmaS SRoft, bod^ in na^ 
folten Sommern mit Dtiffen unb f<J^io&rjili<^en 9toftf[edten. 

^leifd^: gelbtic^meiB , Ybmigt, abfnadfenb, faft ^onigfü|, fd^mad^ 
gemSrgt (in unreifem S^fianbe l^erbe, im rid^tigen 3^'^"!^'^^ [A^ 
ganj angenehm). 

Aern ^aud: Kein, langtic^ runb, nad^ oben fpi^. Kammern enge, 
mit mentgen noOfommenen Idngttd^en fpi^en jternen. 

Steife unb Slu^uftg: 6nbe September, 8 Sage. — S)ient nod^ 
gum {Ro^genug, unb befonberd aM itod^» unb Sd^ni^bim, aud^ )um 
Siml^onig. 

eigenfd^afien bed SaumeS: bcrfelbe mAd^M ftar! unb gro§r 
XnfangB ppramtbal, bod^ I^Sngen bie 9(efte fpftter Aber. S)urd^ ©rinbift» 
werben ge^t 5fterS ein ^rodi verloren, bod^ erfe^t i^n ber Saum balk 
mieber unb ba er ftd^ überhaupt bauer^aft bejeigti aud^ }iemlid^ fteigift 
trSgt, fo möcbte bie Slnpflangung immer nod^ gu empfehlen fein, um fo 
me^r, ald er ^od^ftämmig gut fortfommt. — Sldtter eirunb, oft 
^rgfirmig mit langgejogener , fd^on auSlaufenber Spi^e, aud^ eiförmig, 
bie Heineren« Sl&tter auc^ faft lanjettfSrmig, oft ungleich in ben Blatt« 
l^&tften, glatt, gan}ranbig ober nur an ber Spi^e gefdgt, etuKiit f<^iff« 
förmig, oome ^IbfpiralfJrmig , grofe, l'/i— 2" breit, bi8 3 Vi" Iä«8# 
buntelgriln. -^ Slflt^enlnofpen Iftnglid^ legelfbrmig, jiemlid^ fpi|, 
f^margbraun. -^ Sommerjmeige oft rifflg unb margig, gelblid^ 
graubraun, gegenüber rSt^Ii^fgrau, mei^grau punttirt. 



81 



Vo. 29. 00fUTa§tsbe »Cfgamottr. I, 2. t. 2)ie(; I. tb. Suc; n, 1. 3a(tu 




itHtttgeibe ftxi^mMi. S)iei « ff e. 0. 



^eimatl unb SBortcmmen: fam vonimtiVlonS atSBerga- 

motte fertile o^ne Vngabe beS UrfprutigS an S)M 1819. Sft 

«feer 9on ber gleid^faOS von van !Dtoni an 2)iet 1816 gefenbeten Sin* 

«lair, bie ein GAmling beS erftcren {ein foD^ ben er nac^ bem $rft< 

fibenten ber 64ottt{(^en 9((f erbaugefellfc^aft benannt l^t , na<| Oberb. 

«nb eigenen @rfal(rungen nic^t oerfc^ieben. 

Sitcraiur unb e^nonpme: ^ieI9l.ft.D.y. ®. 13L — tBoUttaaenbe 
€(omnierBeraamotte. S)et Mxu ntf^tn vonnMUn mix biefen flamen in bea 
Ollgen ttm. — ^tttr. L 6. 607. - S)ic( «.it.O. IV. 6. 170 SineUtr. — 
tDicrb. 6. 275 unb 413. — Sieget %nto. 6.58 unb 69. ftad^ 05erb. »irb au^ 
Hftrbonr da Printempi« toit er fte ou^ dnMen erhielt, ni<bt oerf^leben 
fdn* 2)ocb fei Sieaeli ^atbourS frftbe eommtrlirn eme anbete 
«nU («OR. I. @. 43). 



82 

@ e fi a 1 1 : trrifelf Srmig , lurjguflef pi^t , f eltenet berganiottf Stmig^ 
mittelgroß, 3^' btdt unb SV«'' ^oi^, am ^od^flamm meifi etmaS Ibinet. 

Rtli^: nein, fpi^, l^artfd^alig , offen, giemlid^ eingefentt 

@tiel: flatf, fleifc^ig, bis V lang, obenauf mie eingeftectt, oft 
mit gleifd^ringeln« 

Sd^ale: glatt, gelbgrün, fp&ter l^ellcitronengelb , o^ne malere 
9i5t^ nad^ S)ier, bo(^ l^ier SfterS fanft get5tl|et, mit nielen bT&ttnIi(^en, 
oft re^t fiarffn fünften, moburd^ fie biSmeilen faft |o gefprenleft mir 
bie i^oreDenbim mirb , aud^ mit mel|r ober meniger feinem gimmt« 
farbenen 9toft. 

%Ui\dt: fd^9n, meig, ISmigt, biemeilm etmaS feinfteinigt , im 
jtanen raufd^enb, bod^ autlidlic!^, fafiooO, von red^t angenel^mem ffl|en. 
Sergamottgefd^madC. 

itern|au8: nid^t l^ol^lod^fig , mit engen jtommrm unb nielea 
fd^margen, ftarlen, fpi^eiförmigen, DoSfommcnen iternen. 

Steife unb 9tu^ung: 6nbe September bis Snfang Ottofier^ 
8, feiten 14 Sage. @ute ^rud^t gu jebem @ebraud^. 

eigenfd^aften beS 8aume8: bevfelbe m&d^St ftarf , aufregt,, 
mirb gtemlid^ groß , trägt balb unb reid^Iid^. S:^ut l^er menigfienS in 
®fttten, au(| l^od^pdmmig gut. — Slfttter eirunb, mit tanggegogener,. 
auSIaufenber Spi^e, au($ öfters eifftrmig unb eHiptif d^ , i^lt* ht^t 
2Va— SVi ' lang , glatt , meift fdJarfgefÄgt , W»ad^ fdJifffSrmlg unb- 
meOenfirmig, @pi^ etmaS fid^etf£rmig unb oft fpiralfSrmig gefrflmmt 
€tiel bis 2^/' lang. — Sliltl^entnofpen m8g{g bicf , legeiförmig, 
f anf tgef pi^t , biSmei ten getbmoDig. — Sommergmeige grflnlid^elb« 
iraun, gegenüber J^eOrotl^, meiggrau punttirt. 

Xtx 8aum biefet eorte bewies ftd^ faft ift^vltcb toirfll^ ooStragenb, unb ocr» 
bient be^l^a(( re^t ffeilige Xnpf[ati)ung , um fo me^r a» feine ^vu^t »o|(^ 
Mmedfenb ifi unb ft<9 jeberieit gut auSoilbet. 

3- 



83 



Ko. 30« 3ta. I, 2. 1. 2)le(; m^ 1 b. £uc; ? Sal^m 




Sba. aXflKer. * * t $• 



^eimatl^ unb Sorfonttnen: ^ ^^Qi^au von betn Uittet» 

leiteten auS beut Jtertt ber 9tapoI(on8 ^Butterbirne etjogem 
. ©eilalt: bet aßeiBen i^erbfibutterblrn ifyxM^, Vi" ^ng, 2Va" 

9tcn« 

ieel($: fel^r Keiti, offen, feinbiftttrig ^ trocfen, feid^t 

©tiel: bflnn, *lB — i"UHf ^^<^un mit einjelnen IgeÜgelbea 

^unlten, etnmB «ertieft, mit einigen (Erhabenheiten ober obenonf^ 

ttmai fd^ief* 



8* 

©d^ale: ftarl, rau^, (ebuftet, l^ellgr&Q, fpftter mel^r geOH^r oft 
ierofiet, befonberS um bcn &iitl, an ber ©onnenfeite (eOfc^itt^igbtaim 
^erii^et, au8 bcm 9iofte latfrot^ burd^f c^einenb , guwdien in nad^ ber 
jtfld^ioilbung fc^mal rotJ^geftreift , auf bec Gd^attenfeite^ id^xAify ^ 
6raun punftirt. 

i$Icif(^: toeig, butter^ft, von einem ber SSkigen ^edfibutter* 
(im a§nli(|ien ®c]i)mad. 

Jfern^auS: ^at enge ftammem, meift mtt gniei volKommeneii 
{^braunen langjugefpi^ten Kernen. 

Steife unb 91 u^ung: Don (Snbe September bis (Snbe Ottober^ 
in guten @ommem bidmeiten frft^r. 2>arf nid^ ju frft^ gepfCftitt 
loerben. , 

@igenf($aften beS SaumeS: berfelbe »id^St lebl^aft, fpSter 
gem&gigt , bilbet eine etmat breite ppramibale JCrone« ZrSgt auf brei 
nerfd^iebenen ^oc^ftammigen ^robeb&umen {d^rttd^ voU, i{l nid^t empfinb« 
lid^ in ber Qlfltbe , bod^ beffer als ißpramibe gu erjiel^en , ba bie felftr 
fd^meren ^rflc^te, n^egen il^reS bftnnen @tiett, vom aSMnbe leidet abge^ 
morfen n)erben. — Statt 2Va--3'' Iang# f <|ifffinnig , glatt, feinge« 
ga^nt, langgefpi^t. 83(Qttftiel bftnn, 1'' lang. — Sommertriebe 
bunlelbraun , an ber Sonnenfeite grünlid^btaun , mit linglid^en grauen 
tßuniten. Slugen Hein , ^ergfSnuig , abftel^nb , fd^rfgefpifft* Kugen^ 
trSger fe^r- ergaben, glatt« 

8emer!unoens 9ru4t M ingorm, SArbuns unb Oefd^madt oft olelXe^ii» 
lid^feit mit ber (ohfarbiaen 8utter(irit (Stegelil 2)((|antlbitnJ, i^ aber bei mir 
ftetd grd^er M biefe uno reift au^ frflfer. 

£. SRAller. 



85 




ydftfrffift pbrimittt, ^te(. •• i f $• 



4>eimat^ unb ä^ortommeii: Sngeblid^ von 9an9Rün8 erj^gm 
itsb nod^ ber 2« ^tUiitf ftn Siod^ter bcS itdnigS ber tRieberlanbe gcnonnt» 
— ginbet ftd^ aber aud^ al8 Galebasse Passe Böse ober Bosc^ 
bii no<!b OiooTt roo^l f4<m Iftnget f ; iftirt , aber oon van SRond eben« 
faflS unb benannt oetfenbet routbe. jtontntt aber au^ nod^ nor als 
Salisbury, unter welchem Flamen [xt oanSRonS 1818 ftlei^seitig mit 
ber Slorianne an {)tet gefenbet ^aU — S)o4 fam au8 £c0»iller cm 
^ernt von ^rffa bi^r vor einigen ^Q^xtn eine anbere SaliSbur^ 



86 

0M6aud^i(l# tote Sond^retien flcftaltet, ttmai ftfl^r t^, akx in ®ftte 
geringer) unb tnug alfo btefe nbd^ toeiter beobad^tet »erben. 

Siterat'ur ttitb epnonpme: ^iel JlJt.O- IT. 6.196; ^ittv.L 6. 681: 




{. 611; eaIU6urD. -- Sergl. no4 Oberb. e. 337, 394, 397, 405; Oio. IL 
e.l63. — 0(erb. fanb ferner bieepinbelförmigcSlel^birn (3>iel ftJLO.Y. 
^. 181) bamit ibenttfc^ unb bdam biefelbeOtm von van SRond iio4 atö^lara 
itnb toteber a(d @pence. — SoA SRetger (eftfce i^ eine Sofc'd frfl^a^i* 
tige3(af(^ettbirnmitonbererSe8etation,fa$atobaoonno((Ietnc9rti(|t 

®eftdlt: etioaS baud^ig bimfirmig, ober ISngltd^ Iretjelfbrniig, 
ifterS aud^ \^hn flafc^enfbnnig , mittelgroß, biSmeUen grog, 27^ btS 
H^U" breit, SVi bl8 S'/t" lang- 

fteld^: lleiitbl&ttrig , lurj, l^art, offen, et»aft »ollig, flad| ober 
^»ifd^en feinen ^Iten. 

@tiel: ^eDbraun, mit erhabenen J^eDeren fünften, ^U—i^t^^^Hf 
obenauf, mie eingebrflctt, oft mit einem ^teifd^mulft umgeben. 

@^ale: fe^r fein, glatt, fteSenmeife iebod^ f ein rau^, gelblid^grfin, 
tpSter ^edcitronengeib, me^c ober weniger, oft ringBum ^in gimmtfarbig 
beroftet, biSmeilen brdunticb gerbt^et unb läufig fein braun ober i9ei|< 
^rau punttirt. 

^leifd^: meig, ober gelblic^meig, febr fein, butterl^aft, fibet» 
ftiefenb, oon gimmtartig gerofirstem, fein meinartigem SvLdtv%t\^mad. 

Aern^abS: nur fe^r fein angebeutet, aud^ menig ober ni^t l^o^U 
<t<^PS* %i^^ gerdumtg mit fd^bnen Jternen. 

9teifeunb9tu^ung: (Snbe @ept., biSmeilen erft tDlttte Oft., 8 biS 
14 Zage oor ber Galebesse Bosc reif. — @ine oortreffiid^e Zafelfrud^t. 

Gigenfd^aften be8 OaumeB: berfelbe micbSt gemüßigt, 
Id^int {(bon }SrtIid^er ate }. 9. Capiaumont , mirb nid^t groß, gibt auf 
Xßitbling fd^bne gjpramiben, trägt bter reid(li(b, menn aud^ nic^t j[dbrti((. 
^nn mobt atö^od^ftamm in ge{d^fi|ten (Sftrten nod^ gepflanjt merben* 
«uf Quitte mid fie bri mir nid^t re^t fort, fo aud^ bei Siel (SBer). II» 
73), bod^ gebieb fie barauf bei @d|mtbbecger. — ISidtter eirunb 
mit etmaS oortretenber &pl^e, oft gtemlid^ IdngCid^, oieIfa(b aud^ eifbrmig 
{befonberd an alten nid^t triebigen Sdumen), oft etmaS b^^^ifi^^^iSi G^fitt, 
fein«, etmai ftumpfgefdgt, flad^, nur etmad meOenfbrmig, oft groß, IV4 
6iB 2" breit, bidmeiien nod^ Aber 2V4" lang, bunlelgrfin, giemlic^ gidn« 
jenb. — iBIätl^enlnofpen giemticb groß , turgtegelfbrmtg , }iem» 
(id^ fted^b fpi^. — @ommergmeige grflnlid^ gelbbraun, gegen^ 
ül^r t5tbtt(bbraun, od^ergelb ober meißlid^ punitirt. 3. 



87 




ftuifift |latioiialber9tiitiottf. S)ie(, *^ f $* 



i^ehtHit]^ unb Sorfonimen: 3laif(Sfyxi\i ani bem (Srogl^erjog* 
1|imi 0erg fiammenb. — ^nbet fld^ Bereits mel^rfad^ In beutfd^en ©&¥» 
ten, bod^ i^ fie nid^t oerfd^ieben (imc^ eigenen, »ie Sel^renS' unb oon 
^otomS SeoBad^tungen) t)on ber ®d^5nen unb ©uten. Belle et 
Bonne, loeld^e S)ittrid^ guerft entfpred^enb befd^rieb, bie aber fd^o« 
Onintin^e unb 3Rattger betannt wax. 



88 

£lieratur unb epnon^me: 2)te( 9l.5t.O. IV. S. 14o; 3)tttr I. 6. 670^ 
Obetb. e. 270; a^rtfl $öm5. 6« 156.^ Re lle et Bonno: Xittt. L 6.621; 
tS^rifld ^btob. 6.213 bejet^net fte irrtQümüc^ ald 6ommet6irit. — 9la(^ einlftett 
O5ftoer3ei(^niffen ffi^rt foioo^l bif (Solmar, tote bie 6(^5ne Don t^räffeC unb 
nac^ Oberb. (9Ron. I. 6. 46) auc^ Siecteld SBinterbutterbtm bei o. 91e^rent$a( 
ben Seinatnen Belle et Bonne. — $eigt au4 9itne jo^ne Retnt, unb natj^ 
bem 2onb. datal noc^ OraoieuBe. — Obah. erfannte bie oon i^m benannte- 
6iebenburger Sutterbttn a(d biefelbe ^tu^U 

@eftatt: gro^, bergamottf irmig , {clten rein tftfef&nnig, fonbern 
M^ im etiele gu mdft ttxoai ftumpflreifdfSrmig , SV/' breit, 3'' 
|o(!^ ober no^ ettoaS ntebriger, feiten ebenjo ^od^ tote breit, ober bie 
ÄfterB ungleid^ aufgeworfene eine @ciie etroaS ^9^er. 

JCeld^: turgbidttrig , ^Ib offen, in geräumiger , nteifl aber feid^ter 
(Einfenfung. 

® tie(: f)ar{, l^olgig ober fletf<^ig, biä l'//' lang, n^ie eingebrfidFt 
ober in 8eulen oertieft. 

@d^ale: grüngelb, fp&ter lic^tcilronengelb mit ®rün, biSroeilen 
etnxiS erbartig gerottet, feiten beroftet, boc^ fe^r fein punttirt. 

$teif(!b: roetg, gart faftood, butter^aft, fe^r gut, oon gutferartigem 
Sergamottgefd^mad. (iCittrtd^ bejei^net i^n ald ^oOunberartig unb 
gibt etma8 feine ©teine um'd Rern^aud an, mad ic^ nid^t fanb.) 

fternl^auS: meift gftnglicb fel^Ienb , nur ftrunlartig, mit %IA\^ 
erfflOt. Jterne, menn ooi^anben, Hein, f<!^n)arg, eifbrmig. 

Steife unb SRu^ung: Stnfang CItobcr, bidroeilen Sifi{tx, mug, 
einmal gereift, f(bnell oerbraud(|t werben, benn pe n)iib fd^neQ me^Iigt 
unb leig. — ©onft eine oortreffli^jc lafelfruc^t. 

Sigenfd^aften beS SBaumeS: berfelbe n)&d^§t l^ier gegen S)ieV 
ber bie ©orte ^od^ftammig unb bem Sanbmann em|:fte^lt, \6)XDa^ unb 
i^^i^i&t \^^ nur n)enig tragbar. SRad^t ftd^ aber nw^rfd^einlid^ in 
feud^tcm Soben beffer. S)0($ aud^ nad^ i^errn €angtei«2|nfpector ^romui 
^ier, bcffen Später bie 9tationa^lBergamotte an S)iet fanbte, (eibet bcr 
Saum leidet im ^rofte unb gel^t balb wieber ein. SEDa^rfd^einlit^ ouf 
Quitte oerebelt nod^ am fru(^tbarften. — SUtter eUiptifcbi fanft 
gugefpifet, oft langellförmig, i%—l^U''ixt\i, bid8"Iarg, roottlg, gang* 
ranbig , meift flad^ , biämeilen roellcnf ormig , ctroaä bidt unb fieif. — 
JBnf'üt^enfnofpenfurjlegelförmig, faft runblid), ftumpffpitr am®runbc 
oft^ etroa« »eißroollig. — ©ommcrgroeigc fd^mac^wofig, etmaS ftöflg; 
gfönlid^braun, gegenüber tbtl^ti^broun, fein fdjmufetggelb punfiirt. 

3. 



89 

K 33. f«4fMi|c8lllRlin. I, 3 (3). ^.t)t4^\ ». i «. £»«.; iY, % Z*kn. 



•^^^^»^■i^^»^— ••^^- 



f ■ r r' 




||o(}fatbt9e 9iittrtbtrit. IDUI •• i ft S. 

Qtimat^ unb aSotlommen: 9tad^ Sbort fft fle eine ©amen« 
{tudbt i^on DOit StonS« 2)iel erl^ielt fie oon Dan SRonS ixoti "Sflal, 
a) als Fondante des bois, b) dS Verlaine d^^t^, ©ottimer« 
Verlaine, gab fte aber felbfi no^ c) als Siegels S)ed^antSbirn 
otS. ^otjfQTbtge 89uttetbim, nne S)iel a im S)eutfd^en gab, bejeid^net 
gttt Me ^tbe ber |$rud^t unb ifl am lüften beiiiibel^alten. 

Literatur unb ©pnonpme: a) S)te( 92. ie.«C). Y. e. 172. — S>ittr. !• 
6. 628. — Oberb. 6. 298. — «io. I. t. 10. - b) ^lel 91. Ä.^D. IV. 6. 179. 
— •) 50ia, f9fkm. SSen. IL 3. 69. — £ie^( (9). D. H. 0. 68) etKAtt aSe brei 
fftt otncj), xoaS au4 anbete beteitS gefunben Ratten. $ei^t in Belgien x^tt am mei» 
|ks Dary unb Belle de Flandre, gel^taletaud^ald Fondante Dnbol«, 
Vondante de Paris, Benrr6 Spenee, L6on Juler^, Sprenw, Belle 
Allienee, Flemish Beantj, nad^ bemSpon. IBer. auA noc^ a(S Benrr^ de 
Boargogne, Bearr6 St. Amonr, Nonrelle gagnee i^ Henze, Bosch 

3Ia1MficS «««Mb« bet O^fibiabe. H. 7 



90 

ober BO0O Peer, B. d'Elberg, B. Foidart. — 9Son Siegel QtauBe td^ fle 
au(^ aläBrederode (35icl Jt. Ä.*0. V. @. 209) gefc^en ju ^a6cn. 

®eftalt: Derdtiberlid^, bod^ nteift eirunb, nad^ bem jteld^e gu mel^r 
ober iDemger, oft ftarl (tote Oben) abttel^tnenb utib abgeplattet, nad^ 
bettt @ttele gu tneift ettoaS eingebogeti utib legelfdrmig fiutnpffpi^, fo 
bag aud^ fel^r oft bie $orm tote 9lr. 30 auf @. 83 l^erauSIomtnt. 

fteld^: toeU offen, aufredet, balb flad^, balb (eid^t eingefenft. 

@tiel: 1" loitg, bünn ober aud^ ftfirlcr, etmaä oerticft ober wie 
etngeftedCt, oft neben einigen SBülften. 

©d^ale: fein raul^, gelblid^grün, grögtentl^eilS gang gimmtfavbig 
bet^ofiet, an ber ©onnenfeite oft ftarl gerotl^et, im {Rotl^ bann aut^ 
ftart graulid^ punltirt. SSefd^atteten grud^ten fel^lt ber 9lo{i bigweilen 
unb fte erfd^elnen bann einfarbig grün, fpater mel^r gelblid^ mit fteinen 
braunlid^en gtedcn, fo bafe man fte in biefem 3"^^^^^ f^^ ^"^ anbere 
grud^t l^alten lann. 

^leifd^: xotVß, fel^r faftig, marligt, butterl^aft, oon fein gemüt)^ 
l^aftem, erhabenem ^}xdtx%t\i^mad. 

jternl^aug: gefd^Ioffen, l^ol^Iad^ftg, mit langgefpi^ten l^eUbraunen, 
meiji ooQfommenen ftemen. 

Steife unb 9lu^ung: Slnfang big Snbe October, 145£age, geitigt 
nid^t auf einmal, unb eg rid^tet ftd^ überl^aupt biefeg nad^ bem ®tanb« 
ort unb nad^ ber gerabe l^ertfd^enben 3<^^^cSi^t^^^ung* @ine ber 
jd^&^engmertl^eften ^rfid^te wegen ®üte unb @r5ge. 

@igenfd^af ten beg SBaumeg: berfelBe wad^gt in ber S^genb 
red^t lebl^aft mitSlnfangg aufwartg ftrebenben, fp&ter jjebod^ ftd^ neigen^ 
ben unb augeinanbergel^enben Sleften, bie bid^t belaubt ftnb unb tl^ut 
gur yiot^ aud^ tiod^ l^od^ft&mmtg gut, wenigfteng in gefd^fl^ten ®&rten, 
wol^in er aud^ begl^alb fd^on gel^Srt, weil feine großen ^rüd^te vom 
2Binbe leidet abgeworfen werben. 9lm beften alg 3^^^S auf SQSilblitig, 
weil bie @orte auf Quitte gu tümmern fd^eint unb ber 93aum über^ 
IJaupt nur mittelgroß wirb* — ©latter etliptifdj, IV4— IV 
Breit, mit ber oft ftarl t)ortretenben ©plfee 3" lang, au^ eiförmig, glatt, 
feingefagt, nur wenig fd^ifffdrmig unb etwag wellenförmig, bod^ bie 
©pi^c etwag gelrümmt. — JBlttl^enCnofpeu gicmlid^i groß unb ftarl, 
bigweilen f afi fted^enbfpi^, fd^ wargbraun. — @ommergweige big wellen 
etwag ftupg, gelblid^grün, gegenüber rötl^lid^braun, fein J^eDbrann punltirt, 

NB. $)ie ©orte ifl Bcfonberä beJ^alB fc^r fdjfttbar, weil fte aud^ am ^oc^« 
ftamm gtofte unb fc^öne grüdjte bringt, bie ft(§ immer gut auSbilben. 

3- 



91 



No. 34. 9e4i1it SiKeit. I, 3. 2. S)ie(; 10, 1 b. 2uc.; XU, 2. 3a§n. 




$eii|ant $iUen. SBioort ** f «. 



^eintat^ unb SSorfommen: ©ämting Don Dan SRond. $:rug 
in Belgien 1843 ^um elften 3RaT. SMe (Sil^ne Don Dan ^onä Benannt 
tm bie ©orte nac^ bem S)ed^anten S){IIen, einem il^et ä^erroanbten; 
Doyen Dillen. — S5arf ni(!&t mttS)iltcn (©lUcnS §erbfibirn, 
Dillen d'antomne), roeld^er bereit« S)icl QJt. Ä.-O. IIL *®. 76) 
befd^rieb; Denoe(!^{eIt n)erben. 

2iteratur: SBioort in ben Ann. de Pom. IV. 6. 27; n. Siebenf. @. 61; 
Vapeleu 1856/67, (Son biefem 5e!am ic^ bie ^ftopfreifeT.) 

@eftalt: eifStmig ober eirunb, na(| unten fegelf5rmtg ober auc^ 
etioaS bimformig, in fc^onfler gorm unb @r5ge n)ie id^ fte ^iec 



92 

erjog unb imt ftc oBtn »ürtfeat 2V2^ 6tcit tmb SVt^ §od| — nad^ 
ben Snn. oft beulig ober ri$pig unb fltog ober fel^r gro^, 4Vi'' l^od^, 
3" bicf, 

A e Id^: lurgbl&ttrig, Irocffu, offeu, fieif, in mfigiger flad^er Stuf enlung* 

Stiel: meift bid; Vt^ I^^ng, l^olgig, gelbbraun, obenauf ober 
]^wai^ oertieft, btgn>eilen neben einer 8eule fd^ief. 

@(i^ale: glatt, |e0grun, fp&ter gelblid^griln, ber ^oreKenbim ä|n^ 
lid^, rotl^punttirt, bünn beroftet, l^ie unb ba mit wirflid^ jufantinen^ 
l^ftngenben 9floflf[e(Ien* 

gleif d[): wti^ etwas limigt, bod^ faftig, ^atbfd^meljenb, faft 
btttterl^aft, erl^aben füg, mit fd^mac^er, ben ^ed^antSbimen al^nlid^er 
®fture unb tttoa^ alanlartigem ©emürg. — 9tad^ ben Snn« ifl ba& 
S(eifd^ fd^madd rStl^lid^n^eig, n)einigt gejucfert, angenenel^m unb ftarC 
parfümirt, an ben ®erud^ ber SRofen unb ^^acintl^en erinnemb.) 

fternl^auS: nid^t l^o^Iad^ftg, mit ger&umigen Kammern unb mittel^ 
großen I&nglid^en gelbbraunen fternen« 

, Steife unb 9t u^ung: @nbe October; 1857 fdbon Anfang Olto« 
ber. — 3n ©elgien fpfiter, 1855 ^aben M Me grüd^te bis Sanuor 
gebalten. (9luf bem Spon. €ongreg begeid^nete man als Steifgeit Olto» 
ber unb 9tooember, bie gruc^t als gut, giemlid^ grog, ben Sbaam atö 
frud|tbar.) 

(Sigenfd^aften beS S3aumeS: ber SBud^S ber ^begmeige ift 
Ir&ftig unb fte bemeifen aud^ nad^ ben mel^rmalS gelieferten ^d^teti 
groge grud^tbarfeit 9tad^ ben Slnnal. baut ftd^ ber Saum fd^5n, pp^ 
ramibal, gebeizt auf Sßilbling unb Ouitte unb glaubt man aud^, ba^ 
er ftd^ l^od^ftdmmig }ur freien ^flangung eigne. — SSerbient bemnad^ 
aud^ bei unS SBerb reitung. — Sldtter lAnglidg eifirmig, mit meift 
auSlaufenber «pifee, aud^ etliptifdj, IVg— IV*" 6teit, 2V4— 3^ lang, 
glatt, nerloren gef&gt, meift gangranbig, fd^ifffönnig unb ^alb ftd^eli» 
f5rmig, etn)(iS fteif unb leberartig. — Sälätl^enlnofpen eifSrmig^ 
iH^'äfl^ptfet* — ©ommergtoeige rot^id^ olioengrÄn, nad^ Oben tiofj^ 
etiDoS niel^r gei^Sti^e^i fd^mu^igmeig punltirt. 

3. 



93 
}^o. 35. VU (SVfiammL I, 8. 2. SHct; nii 1 b. £ttc.; IV, 2. 3a§n. 





$U Suptainnofft. ' a)ici •* 1 1 $. 



ipetmcüQ unb S^örtotrtmeh: Stpotl^eler @apiaumont in WlowS 
eqog fie auft Samen« S)er Saum trug guerft 1787. Sßirb al6 eine 
ber fc^ittfien unb beften feit 30—40 ^al^ren aud Selgien ju unS ge« 
bmgten Sitnen bereits aud^ in S)eutfd6Ianb Dielfac^ gepflanjt. 

£iteratttr unb S^pnonpme: IDielYin. e.5i; (Eapiaumontft &txhft* 
Ntterbivn. Beurr^ de Capianmont 2)lttv. I. 6. 631; Dberb. e* 287: 
Bio. n. 6. 87. — jfiirb inStanltei^, no fteoft ft($ ^atf tot^ fdrbt, Bearr6 
Air oreaenannt SnbeutfAen 9aumf(|ulen0e(tfie oUioeUenald (Ear t^euf erin; 
fM ^at biefe (XXI. 6. 213) mit htm fran|5|tf(9eti »einamen Poire de Chartrenx 
All} A(nU4, mittelgroß, ntneletartig k. bef^rieben, bod^iftinStP. II. @. 73 ald 
'hartrease eine gan) anbete monfirbd große Ito d^ bi rnbefc^rieben unb abgebin>et» 



S 



94 

® e ft a 1 1 : eiruttb, o6en l^aldugelformiS; tiad^ unten legelförmig^ 
tnc^r ober rocniget gugefpifet, 2V2" Breit, SVi" lang. 

5teld^: \ä)bn, nieit offen, balb aufredet, balb ftemfirmig, faflftad^« 

©tiel: ftarf, bicf, fleifci^ig, 1" lang, obenauf, roie eingeftecft (oft 
ol^ne älbfa^. in bie ^rud^t nerlaufenb). 

@d^ale: etraag fein raul^, blaggelb, fpftter cttronenge(b,* bod^ 
faft g&n)Iid^ gimmtfarbig beroftet, oft geritl^et, l^ie unb baaud^ n)eigUd^ 
punitirt. 

^ I e i f d^ : roti^, fein faftig, buttetl^aft, non erl^abenem n^einfauer» 
lid^en ^ndtTit\Üimad. 

JCernl^auS: }iemlid^ gro§, bod^ nur t)on feinen A5rnd^en um^ 
geben, jtammern Hein, eirunb, mit nielen langen )ugefpi^ten bunfeU 
braunen Aernen. S)ie .9(d^fe ift ^ol^I. 

Steife unb 9lu^ung: Slnfang October, brei 9Bod[ien, oortreff^ 
lid^e %xvi(i}i, oon gleid^em ober n)egen elnad l&ngerer S)auer nod^ non 
gr5|erem SBertl^e, xüit iQoIjfarbige unb ^erbftcoloma* 

Sigenfd^aften beS SBaumeä: berfelbe n)d(|8t Ir&ftig, tl^utoud^ 
l^od^fldmmig jiemlid^ gut unb ift red^t tragbar. S)od^ mid^te er in 
fold^er $orm ntel^r für gefd^ü^te ®&rten fid^ eignen. Oberb. empfiehlt 
il^n (9Ron IL ®. 178) fogar bem Sanbmann unb aud^ bie Serfamnt* 
lung in 9laumburg unb ©otl^a entpfal^I bie @orte gur nermel^rten ^flan* 
gung. ©oK bie Quitte nid^t gut vertragen« — ®IStter elliptifd^^ 
oft fel^r langgegogen, mit etmag Dortretenber ©pi^e, aud^ langettfSrmig^ 
eifirmig unb faft Derlel^rt eirunb (t)ome am breiteten), fel^t Dariabet in 
ber gorm, giemli($ grofe, l^i" breit, SVi" lang, glatt, meijJ fdjarfge* 
fSgt, etmaS fd^iffförmig, Spi^e^eMmmt, lebl^aft bunlelgrfln unb gldn« 
genb. — Slütl^enlnofpen mittelgroß, fanftgefpitt, buntelbraun. — 
©ommergmeige giünlid^braun, gegenüber rötl^ti^ graubraun, rötl^lidgi» 
grau punitirt. 

KB. 3n ber &xbit, mit bie gruc^i $ier gegeben ift, »ftASt fte an ^0^* 
fl&mmen unb freifie^enben ^^rantiben. 9(m @pahere »irb fie oft gtd^er. 

3. 



96 

No. 36. «tüte Vfxitti». npjl), 3. ^ 2>iel; IX, 1 a.£uc.; IIL 2. Sa^n* 




Svttnt y f ttiibbittte* a>ieL tt i^- $• 

^cimatl^ unb a^ovlommtn: !S)ieI etl^ielt fie auS @5(n oIS 
Poire de Liyre. ®ie fei bai^ loa^re ©eitenjiäd gut Kater Sßfuitb» 
hin, tüerbe aber von biefer an ®^5n]^eii unb ®üte n)eit übettroffen* 

Siteraiur unb 69non9me: 2)iet % SL»0. IV. e. 228; 0(evb. €. 387 
— (IDcr 9{ame 9funbBitn toirb übrigend mehreren anbeten großen 99irnen l^eioes 
le^t, fo ber jtantenbim (ä^etaer), bemHateniopf, bem 5t5madgef4en!, ^ie unb oa 
au^ ber SBtnieraf»ot^efetMnO. 2)ie ©ent eine $f unb bim, mit ic^ fie von 



96 

SRetget tinb 2it%ü fl6etetn |*ben micb«, ftat rfl^ftiUl «MIge »Htttet, b0d^ fM 
biefe anberd geformt, me§r runblid^ unb fte iffc iebenfalld eioe anbete 9ni4i — 
^ie im X.O.®, TU. @.164. t. 6 (ef4rie5ait< unb abgebitbete ^funb« 
bim bagegen {le^t bem'in unferer ©egenb fe^t «»«breiteten ftleinen lta|en!o|>f 
&§nlid^ unb ifl ebenfaKS von ber vorliegei^en flc^er oerfc^ieben. 

@eftalt: runbbau(|tg fegelfjrmig, biSiDeilen tiroai Bimfirmig, 
31/3^ brcü, A% bie.btmförmigen Bl8 5" l^odj- 

Äeld^: flcfd^Ioffcn, ftarfMittrij, geräumig unb tief clngcfcnft. 

Stiel: fc^r ftarl, IVi" lang, mit gleifd^anl^ang unb »culen* 

©dualer glatt, grün, fpdter getblid^grün, ol^ne fftit^t, nur um 
ben Jteld^ etn)a8 beroftet unb ringsum ^aracteriftift!^ gal^Ireid^, ftarl, 
faft fternartig, braun punitirt. 

gleifd^: meig, oft J^albfd^melienb, lömigt, fonft abtnadenb, bod^ 
auflSSlid^, Don rofenartigem fügen ©efd^mad na^ 2)iel, bleibt l^ier 
)ur 3^^^ nur abfnadenb, l^at etmaS oiel @teine um'ä Jtemi^auS unb ber 
)nHir füge ©efc^mad bietet nid^tS Sngenel^meS bar — bod^ ift eS ge» 
lo(|t gut. 

ftevn^auä: grog, l^ol^tad^ftg, Aammern lang, mufd^elformig, mit 
fel^r langen, fpi^en, laffeebraunen, meift tauben Jternen. 

Steife unb*9lu^ung: Slnfang October, 14 £age« 3^re mabre 
Steife ift, menn bie @c^a(e gelbtic^grün mirb. $ault angeblid^ gerne 
unb balb, bod^ l^ielt jte ftc!^ l^ier bis Stooember. — S)ient immer al8 
groB^ gute Jlod^^ unb ©d^ni^bim, bod^ ift ber kleine J(a^enIopf meit 
beffer. — ?lud^ ©iet empfiehlt fie nur für bie Deconomie. 

(Sigenfd^aften beS SaumeS: niid^St nad^^iet fred^ unb^od^ 
mit l^fingenben Sßebenaften, ift balb unb^ed^t frudjtbar. 2lu(§ Oierbledt 
lobt bie S:ragbarfett unb @efunbl^eit beS 93aume8, menigftenS in m&r« 
merer Sage. 3^ erjog fte l^ter an einigen $robe&ften gur ^di nur 
einige tIRal unb jmar in ber l^ier abgebilbeten $orm unb ®r5ge, bie 
ungefftl^r '/i von bem il^r ber SSefd^reibung nad^ gulom« 
menben Umfang auSmad^en mirb. — SBIfttter eiförmig unb 
Iftnglidp eiförmig, balb Idnger, balb fürger gugefpi^t, l'/4" breit, 
2^1 i'* lang, unterl^alb moQig, meift gangranbig, mellenförmtg , bie 
@pi^e entmeber na^ ttnten ober gar ®eite gelrOmmt* — SBlütl^en* 
(nofpen gur ^tit Hein, lurgtegelförmig , f anftgefpt^t , fd^märglid^braun, 
biStoeiteH etma8 n»eignf^tRg. — ©on^mergn^etge meifl" ettoa8 »ollig, 
tMHid|gr<mBtauu, mit rMM, gtemlid^ grogen, fifmu^tggelbftt fünften. 

3. 



97 



No. »7. IM^e VKgiMMe. I, l. 2. S>iel; IV, &b. 8ue*; II, 2« SffM* 




lUtfit |lffr$iiinaUe* n^i * tf i $. 



i^eimat]^ unb SBoTlotnmen: &£iftmiJ»a^x\^Avlü^tn^%ttnV 
tfid^ unb mar fd^on ^^9md Mannt, ber fie BerjiraiBotte roHge, 
C^as sänne d'^t^ nannte* ^f^ beieiti nulfad^ in 5Detttf<i^anb «er^ 
MM, ou^ itt bcy ]^ft«en degenb; fk n^irb aber bei unä afigemein 
^bfibci^m^tle^ genannt, toril fte iebenfoCft ^^nf, ber b^r lebte 
(nofb f. Pom. fict^y alS Bergamotte ronde d'ftutomne '"^aüt, 
— 34 ftlbfl würbe erfl burd^ bie Sueftdftins in ®otba beleiht, ba^ 
man fie onbeno&ttd oDgemeine fRaÜft Sergamotte nonite. 

Literatur unb ennon^me: 2>iel I. e. 84; SHHt. I. @. 6Q4; Oletl». 
& 273; £uc6.190. — Ob bie oorUegenbe »irfli^ bie Bergamotte rouge ber 
ftft^eren Sutorett iß, loffetc^ auf. Ort gefteStfeini betm ähil^mel tinb^ Staper 
bilbeten eine nad^ bem Stiele m ftarf ftuttipfleg«(f5rmi^ nnb Jtraft eine dn^ tff^/dt 
gefdr(te^4ta5, bieid^n)09l au^ von Siegel ald 9iot^e IBergamotte beft^fen n)erbe 
unb »elqe oud^ gin! ald Bergamotte rouge d'6t6 loirb gehabt (oben. — 
UebrigenS toirb in l^ieftger ®egenb attd^ bie S^ot^e 2)e(|antdbirn ^ftufig Süot^e 
Bergamotte genannt, a. a.Ort (ei^t bie 9iot§e Bergamotte aud^ B^^^^s^birn, 
Aftd^ergamotte, Berg. 9{onpareiUe, äBinterber gamotte. — Oberb. 
meint, ba| S>iel ben 9Bert§ berfelben nid^t l^inrei(|enb gemürbigt ^ahe, 

@eftalt: platttunb, Heinere grüd^te nad^ bent @ttele )u etniaS 
fiunq)fflef))i^t, fo bag bann au^ bie ^el$n)51bung breiter erf^eint, in 
W&iier ®r56e 2^^" breit, 2" ^od^, oft um Vs ober Vi" «einer, »m 
^od^ftamm überhaupt oft Heiner, am Spaliere aud^ griger unb n)ie oben. 



98 

fteld^: Iteln, J^oIB offen ober offen, (ursNUttig, l^ttrtfc^Iig auf« 
red^t, mel^r ober »entger etugefenit. 

©tiet: turg, etroad üd, oft }iemHcl^ oertieft, in 83eu(en. 

.©dualer fein raul^, etoaS ftarl, trflbgrün, fpdter gettgrfln, oft 
uncmfel^nUd^ braunrot)^ oenoafd^en (bod^ nid^t bei Sefd^attung ber 
^räd^te) unb jimmtfarbig beroftet, aud^ grau punftirt. 

gleifd^: n^eig, lömigt, umd fternl^aug aud| ifterS fteinigt, nid^t 
übrig faftreid^, bod^ meid^ unb butterl^aft, biSneilen aber nur i^otb^ 
fd^melgenb, oon red^t gutem fugen n)etnartigen Sergamottgefd^mad. 

ßernbauS: etroaS ^oblad^ftgf 5tammern muf (^eiförmig , Hein mit 
giemlid^ oielen, biSmeilen tauben ftemen, bie einen ^hitx baben. 

Sfteife unb 9tu6ung: Snfang Oltober, oft fd^on @nbe @ept., 
brei SQSod^en faltbar. S)ient alä Stafelfrud^t , aud^ gum (Sinmad^en mit 
3ud(er unb gu SompotS, mie aud^ gu SStn%. 

@igenfd^aften i^eg Saumed: berfelbe mad^dt lebhaft, mirb 
grog, ift aud^ bauerbaft. 93elaubt fld^ ftarl, meit bie ^rud^tfpiege fel^r 
gebrfingt [teilen unb ift beg^alb aud^ fe^r frud^tbar. S&Qt aber megen 
feiner molligen 93Iatter ni^t fe^r in'd 9(uge« — 3[ft l^ier fel^r beliebt 
unb mirb aud^* anberm&rtS überall bo(^ftämmig gebei^en. @^on SDiel 
empfahl bie ©orte bem Sanbmann. ©ebei^t nad^ il^m unb ©d^mibb. 
nid^t auf SZkuitte. — 831&tter eirunb mit meift lurger, auSlaufenber 
@pi^e, oft eiförmig, aud^ l^ergförmtg, meifl giemlid^ moOig , gangranbig, 
flad^, nur l^ie unbba etmaS mellenf drmig , Hein, l'/x" ^^^-^t, 2" lang. 
(S)ie( erm&l^nt oom 98oQigtfein nid^tS, bod^ begeid^net er bie Sommer^ 
gmeige aU moEig unb balS Saub al8 büf)er). Sldhftiel bünn, bis 
IVa" lang. — ©lüt^lnofpen lur jf egelf brmig , faft Hein, oft etmaä 
meigmoUig. — ©ommergmeige meift bid gur $alfte l^erab moDig, 
oft ftufig, unb oben oerbidCt, grünlid^ gelbbraun mit vielen jiemlid^ 
großen fd^mu^iggelben fünften. 

NB, S)flrfte, nad^ bem ^erl^alten in ^ieflget ©egenb, eine oon ben wenigen 
6octen fein, bie man für j[ebe £oge em^fe^Ien !ann. 

3- 



09 



No. 38.efaiie ^^OUMMHn. If 3. 2. f>Ul\ m, l b. £tie.; m, 2. SaJ^tu 




Hxmt ^etbpbttttetbtni* s>iei * * 1 1 $• 

ij>elmat|^ uttb »orlomtncn: ©iefcr alten, ani grattlrei(5 ab« 
fittmmcnbcTi, je^t attgcmrfn Dcrbreltctcn unb cBcnfo gut unter intern 
fran}oftf(|en ißamen Beurrä gris belannten %xU(iii n)irb immer nod^ 
Don Sielen ber SSorrang nor aDen übrigen 2:afelbimen einger&umt* 

2itetatur unb eononnme: S)ie( L e. 139; S)iHr. L 6. 627; (S^ttfl 
ÖbtDb. 6. 161 ; %. D. 0. X. 6. 29. 1. 1. — Dbctb. e. 296. — »on i^ren »ielen 
»cinomcn finb bic bemerfenSwertöeftcn : ®ro|er Sfcmbart, ©rouer Sfcm* 
Bert, (StfenBart, Benrr^, Bearr6 d'orfi, B.roax, B. du RoL Isambert 
le hon, Benrr^ de Terweranne; na^ betn S^on. ©et. »trb fic in SranI» 
tfid fftIf4U4 auc^ B«urr6 d'Amboise genannt. — flac^ bem Cat Lond. f^at fie 
iu)<9 bie Beinamen: Beiirr6 Brown, Bovrr6 ronge, Benrr6 rert; Red 
Benrr^, Badhame, Bearr6 d'Amblense, Golden Beurr6, Benrr^ 
d*Anjov unb ebenfaffiS Benrr^ d'Amboise. 

@e{lQlt: nerSnberUd^, ftarl baud^ig Iegelf5mig, aud^mel^r Idnglid^ 
unb birnfftmiig oberen^ etmaS eifSrmtg, befonberS auf Spatierb&umen 
itt gewJl^nlid&er ©töfee unb gorm 2^%' breit unb SV*" lönfl* 



100 

Jlel4: Hein, offen, ftod^ obetond^i tkf«r ebigefeiitt, bur^ f[a^ (Str^ 
^abenl^ten meifl ettoad fd^ief. Slud^ ber Souc^ ift oft ungleich unb wxtbta. 

Stiel: ^art, bis 1" lang, obenauf ober )n)if<|en ^5<fem unb 
bann nteiftend fd^ief. 

®d^ate: etnaS fein raul^, fd^5n ^eOgrun, fpater gelbUd^grim, meift 
t}tl^n<^grau beroftet, mit l^äuftgen unb ftarlen grauen fünften, anSmerg^ 
bäumen oft aud^ mit etmaS 9i5t^e. — auf i^O(|fi&mmen unb in \itU^ 
ttn @ommern ober in feud^tem falten Soben entftel^en fc^mdrjUd^e dtofl* 
fleden unb Sprünge, . moburd^ bie ^ud^t meift unbrau^bar mirb. 

SUtfc^: ntattmei^, umS 5te¥n^aud ttmasi !örnigt, ftbetflieBenb, ButterJ^aft, 
von ergaben ffl^em, mit feiner SJ^udiateKerfdure gemif^tem ©efd^matf, »ad bie 
Sftud^t fo etquidenb unb anjie^enb mad^t. 

Rntiffau^: gefd^Ioffen, itamntern gerfiumig, mit Dielen nid^t großen, fd^morsen, 
3um X^til tauben Jtemen. 

Steife unb 92utu.ng: SCnfang Dct, MSmeilen (^be Bept^ lA ^^age. — 3uv 
SetlAngerung beS ©enuffef btid^t man bie $&Ifte SRitte @ept. unb Ift^t ben Slefl 
oon fetbjl abfallen. — 3ft immer eine ber aUerbeften ^afelfrac^te. 

(Sigenfd^aften beS SBaumeS: berfelbe wirb mittelgroß, ift an feinem fperr^ 

l^aften SEBu^femit unregelm&ßig ftel^enben unb ^öngenben Steigen leidet !enntli($, 

er verlangt aber frud^tbaren^marmenr fanbigenSoben, fonft merben bie 3n>eige grin« 

big unb ed ftirbt bur(^ äiertrodnen unb Xbfc^nürung ber 9iinbe einer nac^ bem 

anbem ab. 9[m beften machen flc^ 3v^0^ <^uf Quitte, »orauf bie@orte fe^r gut 

fort!ommt unb audgejeid^net fruchtbar ifi. ^oc^ftdmmtg ift biefelbe in SReiningenni^t 

au brauchen unb fie perlangt feIbftaU3n)erg bie äBanb, aber nac^ bem S^on. 8er. 

wirb aud^ fflr f^ranfreid^ i^re @7)ie^ung am (Spalter (SRauer) t)orgefd|rieben. gm 

f9ftem. S^erj. gibt 2)iel bem Sßilbling alg Unterlage au($ für gwerge ben Sor« 

|Ug. — 9(ud^ Siegel erntete an feinen freifte^enben Bitumen nur itrifpe(3RonatSf(^r.IL 

©. 116) unb faft cbenfo fprid^t ft(§ Dbetb. auä (SÄonatsfc^r.II.e. 1780 — »Ut* 

ter eifbrmig mit aum £|eii luraer, fblfi fe^fettb'ef , 3ttm2;^eil auc^ längerer, aud« 

lottfenber ober |albaufgefe|ter (Spi^e, ofteirunb unbrunblic^, 2— 3V4*' breit, 27« 

big 3" lang (Heinere SSlätteraud^ lanaettförmig), glatt, bod^ ^ieunb ba am @aum< 

ein) ad motttg, met{t ftumpfgefägt, fc^ifffbrmig unb meltenformtg, auc^ eigent^ümlicj^ 

fh^retfötmig gefrümmtuttb überhaupt burd^ Biegungen uneben, fo b'a^ftc^, wlt^itl 

bemerft, f<ein 9Mtt glatt unb o^mihrempe auflegen ia|t, fel^tbunlelgranunb gtftnaenb, 

aii(9 ftorf geabert. — Slütbenfnofpeh groß, !fi*)er ober (ftngerlegelfbrm^, ^nft« 

ä^fpiff t, oft ettood gelbmoUtg. ~ ^ommerimeige fiufig, rbt^lid^grän, auf ber Sonnen« 

feite fd^n)a(^t)tolett ober braunrot^ mit feinen gelb tid^en ißunüeu unb tixoaS filber^ftutig* 

8on bief er Sorte gibt e& eine 9lbart, beren ^ru^t mel^r unb (oft fel^ ftarl) 
b(öunli($ oberbra(^nbltttarttg, wieviel meint, gerottet i(l, a«4 etmad me§r brouiH 
gelben 9toft unb eben fol^e $ut^te jeigi unb mtld^e Sixtl unb Slnbere als 91 er* 
9Annif(^e rot^e ^erbftbutterbirn, Benrr^ rou^fe de laNoriir»Bdi6| 
Beurr6 gris roage, Beurr6 rouge d'ÄDJoa, 9^ot§e Sutterbirn oi^n 
Slniou, ^otl^graue ^erbftbutterbirn, Sliot^er 9lor mftnnif d^-er Sfem» 
Hxi unterf^iebetf unb benannt l^aben. €He ift ebme otränb^rlid^ in bet gorm, 
b«d^ leoUte ,m«il ^ren ^f^mad no(^ ebler flnbf n» r- <Kn ieefentM|eif Ikitetf dkito 
Moifc^en beiben beftebt aber bennoc^ nid^t, auc^ nad^ Siegel, OberbiedE unb frü^ 
ftnoop; n^a^f^einiid^ rfl^rt bie 9erf(|iebene ^arbuffg nut von bM Stanborl ^et. 

3. 



101 



»0, 8». S)ie^ert|lf^)ie|l«f.I,^ (3). 2.t)i«I;ra(IV), lb.8uc.;m,2.8a|n. 




Jie Unbftfqlipeftrtr. ?)ieL •• 1 1 ft- 



«en tTjogett, vm i|m, nod^ eine« Seit etir Siflnt^tx, Sylyestre 
d'hiv er genannt. ^\t \^im in vielen ))eittf(^^n @itfen gepflangt, i^I^ 
fo^iebod^alS ftSnig Don aBtttttemberg*— Fred^ric de Waxti- 
temberg mirb fte befonberS in SSelgien genannt. (89b. I. t. 20l) 

£itttaiur unb 6t)«oii9me: l^ie( 91. «.«0. I.$. 170. -- 5DUtt.L 0.649 
— D6nb.@.864 unb 432.-9(13 ftönig Don SBürttemberg l^atte iie@4mib» 
bo^er (beffen »eitrAge gu Obftb. lY. @. 149. ^ittr. m. e. 181). — San SRonS 
aah {te unter biefetn vtamtn lebenfaUd noc^matd ottd, benn in äBflrttemberg felbji, 
in ^o^en^eint tfl fie fo oor^anben (Suc. @. 198). — SHSFröderio da Württem- 
berg azfft ahet ou^ bteB. deMontgeron (Mongerpn), SBio. IIL @. 169, bie ft^n« 
(i4, a£tt geringer tfl. Seiben giH man in S3e(gien ald Spn. oft vermillon 
d*E s p a g De (ingu. — SBal^rf il^einK^ i jl aud^ eine f d^on Altere 99ime, bie M e d a i 1 1 e 



102 

d'ornegen if^xtt qHbtn%avf>t fo Benannt, mit ber oodiegenben ibenttfc^ ^nn. de 
Pom. I. @. 91), unb bte ^etbfif^Ioefter »ftre a(fo fein oan 9Ron3*fd^ev eftmling. 

(gt^talt: fretfelformig , oben ptatt a&gerunbet, nac^ unten mc^r 
ober n^eniger oerlängert legelfSrmig, ober aud^ Ürnformig jugefpi^t, 
2V4" breit, 3" ]&0(6, oftcrä auc^ SVi'' lang. 

Rtl^: f ur}bldttrig , l^artf^alig, roeit offen, metfi n^enig eingefenlt. 

©tiel: ftarl, fteifd^ig, V1—V4'' ^^if »»c'f* obenauf wie cingcftecftr 
mit fl^leifd^ringetn. 

@d^ale: glatt, l^edgelb, oft mit ®rfln gemifd^t, fpdter cttronengetb, 
ol^ne SRotl^e, nur gumeilen mit (Sarmoifinfledd^en (bod^ biSmetten, 
mie id^ fte l^ier auf ^od^ftamm erjog, auc^ ftart trüb carminrotl^ oer» 
n>afd^en) unb mit etmad 9loft befonberS um Sttl6) unb ®tieL 

^leifd^: meifi, feinlimig, überfliegenb, ganjfd^melgenb, Donerl^a^ 
benem, gen)ürj]^aftem, etmaS fein gimmtartigem ^^^I^rgefd^madC, ber 
(Sotmar al^nlic^« 

fternl^auS: Hein unb gefd^loffen* JCammern fe^renge, meifttaub« 
femig. 3(d^fen]^5^Ie nad^ t). f^lotom fel^r ermeitert. (3JlorL III. @* 44.) 

Steife unb 9tu^ung: Anfang bid SRitte Oltober, biämeUen no(!§ 
oor "SRx^atlii, brei Sßod^en l^attbar, oft big SRitte ?tooember bauemb. 
(Sine ber beften unb feinften 2:afelbimen, aUer 6mpfel^Iung mert|. — 
@d^on SDiet l^atte erlannt, bajs eS leine SGBinterbim mar unb be^alb 
auif neben baS SEßort SBinterfplDefter nod| ^^erbfif^toefter^' gefegt. 
Se^tere Benennung ift alS bte paffenbere feftgul^alten. 

(Sigenfd^aften beS SBaumeg: berfelbe mad^St in ber ^ugenb 
gut, mirb aber nid^t grog, ift balb unb anwerft frud^tbar. ^\t gmar 
empfinblid^ gegen JSlalte , bod^ nod^ etmaS meniger al8 anbere feine, für 
l^ärter gehaltene Sorten, tfftad^t ftd^ a(3 ^pramibe auf SBilbling am 
fd^5nften, ba bte ®orte auf Quitte fd^on nad^ S)iel burd^auS nid^t 
gebeil^t. — SBI&tter langlid^ eiförmig mit tl^eilS auäloufcnber, tl^eilS 
l^albaufgefelter ®pi^e, IV3'' breit, 2V3'' lang, ofterS aud^ eOiptifd^, 
glatt, felu' unb ftump fgefagt^ bigmeüen gangranbig, etmoS meQenförmig, 
Ud^tgrfln. Stiel bifi IV lanS- — »lütl^enlnofpen bidt unb furg» 
fegeiförmig, f anf tgef pifet , gelbbraun, l^le unb ba ctmaS gelbmolllg. — 
©ommergmeige oft ftuftg unb gefrümmt, anil^rer golbartig gl&ngenb 
gelben t^rbe, al^nlid^ benen ber stöberte SJ'htStateller , fel^r tenntUd^. 

3. ' 



103 

Ho. 40. 4^er({Ultm Bitte e^ale* I, 2. 2. 2)iel; IV, !• a Suc; IV, 2. Sa^n. 




Hetbftbtrn rißt ^ifüU. <Die( * * t &• 



^eimatl^ uttb SSortommen: S)tel erl^iett fie ouS bem ^aa^, 
{u foS aber tiad^ j^oop auS ©aoo^en ober auä bem SBalbenfer 2anbe 
jlammen, roeßl^alb fte bei ßefeterem aud^ Waldenser Peer l^elgt. 
— Änoop mod^te fte fd^on mit ber Sanjac fflr eine unb btefclbc ©orte 
lalten, bod^ ift nad^ S)iel loenigjienä SDul^ameU Sanfac anberg, 
Mefe le^tere felbft aber eine etroaä problematifd^e ©orte. S)ie SbcntitSt 
mit ber Sanfac be Duintinpe (nad^ S)iel Don ber be8 S)u]^amet 
t)erfd^leben) mid&te id^ inbcffen Jefet mit Obcrbiedt al8 jiemlid^ fefl* 
{tel^enb onnel^men. S)ie iBegetation Beiber ©orten ift gleid^ unb id^ fal^ 
aud^ beibe f^rfid^te nebeneinanber. @ine mar xolt bie anbere geformt 
nnb beroftet, beibe in SRitte 9looember nod^ t)or]^anben unb ebenfo 
fd^n^ad^ geroelft, unb oud^ im ®ef(!^mad( tonnte man leinen Unterfd^ieb 
bemerten« 



104 




6. 15; 2){ttr. L ®. 694; C^tiflft (btob. 6. 170; i:.0.®. vm. e. 381; 05etb. 
e. 3öOunb369; Sanfac bed £luititin9e. Sld beten @9noiu »erben angcae^en: 
Dauphine, Liohefrion d^aatomne, Franohipane d'aatomne, ferner 
na^ wt. Sonb. auc^ Satin, Berg, de Euesy. 06erb* ^Mi brieflt^er Stit* 
t^eUung aufolge aud^ bie Steiger ^iftjtielige äBintermudlaiener fflr 
gleich, er ^at wenigflenS oon £ie( unb Siegel aud^ nur bie $er6{i(im o^ne 
. 64a(e unter bem betreffenben 9lamen erhalten. 

®efta(t: baud^ig eirunb, nad^ bem Stiel gu ftumpffegetfSnnig, 
2^/2" breit unb ebenfo l^od^, guioeilen etioaS l^5(er, ä^nlid^ nad^ SHet 
ber SRontign^ ober aud^ ber Sßtnterambrette. 

^eld^: flein, oft fe^Ienb, flad^ obei: etn>a8 etngefenft* 

@tiet: bunn, bis IV4'' lang, obenauf vsAt eingeftecft, oft neben 
einem $Ieifd^n)ulft. 

Schale: fe^r bunn, \o gart wie bei ber SSei^en j|>erb{ibntterbim 
(nad^ Oberb. iebod^ giemlid^ ftotl unb b^r Stomen banim nid^t red|t )Ktf ^ 
fenb), j^edgrün, fpdter etroad me^rgetblid^grfln, o^neSlStl^e, mit feinen unb 
fiftrieren grauen ^unlten uttb ^ledd^en unb mit mel^r ober weniger Stoft. 

Steif d^: mattmeig, feintimig, überfHegenb, butterl^ft non fe^ 
gewürgl^aftem guderartlgen ©efd^madt,, ber ben ber Beoir^ blaue in 
XOem übertrifft, nad^ Oberb* aber für iDtand^en oieOeid^t gn ftarl (müS# 
firt) gemflrgt SRir fd^ien ber ®efd^mad( faft feDerieartig, befonberS 
wenn man bie ©c^ole mitigt. 

fternl^auS: mit fe|r feinen ftdmd^en umgeben, fd^mad^ l^o|tad^ftg, 
mit ger&umigen Kammern, unb meift m^IIommenen ftemen. 

Steife unb Kuj^nng: ^Hlttte OdtoltK blü bim^ 9tooember, oft 
felbft bis üRitte S)egember unb bis 9Bei^nad§ten bouemb. 

Sigenft^aften beS 8aumeS: berfelbe m&d^&t in bfr ^itgenb 
ftarl, mad^l ml feines $olg, tft ond^ bavin äj^nliijg ber Beurr^ 
blane, ift obe^r eigenfinnig auf b^n Stanbort, miH warmen, trocteneit 
»oben. Su 3n)cvg auf ffiilbting. ©d^elnt no^l Diepgen (Erfahrungen 
gärt(i(|^ unb fei^r wenig tragbar gu fein. Kud^ Oberb. Hogt ubex beo 
geringen (Ertrag unb bag bie g^äd^te hti adebem teid^ riffig tpürbeü. 
— »Utter elliptifc^ mit oft longer, giemli^ fdftarfer ©pifee, 1%" 
breit, 2^/," lang, bei fel^r träftigem Sßud^fe aud^ melgr eii;anb unb 
^f^imig, glatt, etwas ftumpfgffagt. Oftc^ ^iel ift bas Patt bei; @pw^ 
«KTSweige etwas unbeji&nbig, boib ooal, balb eQifitüd^, balb wieb^ 
IftgfdrmigO — S^lütJ^entnofpen gur ^eit Ilein^ lur^tegelfiirmig, 
foft Hbirunb(i4 bunfelbrouin — ©ommergweige grilnßc^ gelbbraun 
mit feinen fd^mutiggelbcn fünften. 3, 



195 



tM^>. *»> *mik W iSMß^ % 3. 2. «ikt; ä; i k. feirc; Ö,^ 5tf»iw 




^eimat^ un^ f&oxtommtn: S)iel erl^telt fte au9 Slad^en, too 
fie in ber Stdl^e au9 Gatneit etgogen worben febi foKte, — 0tac^ be 
Son¥ fcö9^«« (^J'iöti. I. 6. 407 «tib n. e. 263) |at fic ein §err 
«egipont im ffiotfc (S^arneuf , ^xov. ßättidj , aufgcfunbcn unb pe fft 
bcgl^olb in fflelgicn al3 Poire Legipont am melftcn bclannt, 

Sitevatttt nnb &^nonpmtx 3)iel ^.R,0. JJL e. il3 fc^i M framdRs 
fi^eti 92aiiten La Merreille de Cbarneu ^in)U. — S)ittt. I. S. 635 -- 
OBerb. 6. 367. — 3n gronlreldj wirb fte na^ Sep^rc Doyenn^ Robin ae^^ 
wwnt, SRon. IV. e.8. — «a(^ beSongl^* ^djtllc inSelgieit au($ Pondante 
4« Charaeuz unb bicfe (at na4 bem )B9on. JBet. bie ^pnonpme: fienrr^ 




106 

«« FoBdant« def 01iarB«ttiei, Duo de BraVaal (mm Moni), Xfil 

de Waterloo« ^ 9BU OBetb. mir f^teifit, ifl fte von feiner flRaria etuart 
Yii($t oerfci^iebeiu 

@ejtaU; fiatlbattdligt , ftgelf ftmiig , ttmai SJ^nliii ber G^Kpo^ 
t^erbini, nur tDeniger beulig, oft au(^ einer rei^t ftarten 9lorm. rotten 
derift'^utieTiim nad^ S)ieL S)iefeu SetgteU^ finbct v. gloteip fcboc^ 
iü(^t glüdlt4i unb ed b&rfte i^re §otui nadb ber abbilbung rirunb, wu^ 
unten etnaS birnfirmig gu beieic^nen fein. Snbeffen ift bie $orm oft 
»cd^felnb. — S)ie ©rSge gibt S>iel 3" breit unb 4Vt'' lang an; »te 
Dben ift {ie 2Va'' bieit unb VU" lang unb errefa^te bei o. glaton^ 
(3Ron. rv. e. 71) 1857 fetbft baS Gcmii^t non 16 Sotb« 

ftel(^: langbl&ttrig, guge^i^t, offen, gelbU<b ober br&untii^, etmoS 
noOig, nid^t aufrecht, in etmae faltiger Serticfung, unb man bcmertt 
au(^ über bie tftu<l^t ^in bfter« Gr^aben^eiten , \o bag bann ber Quer^ 
^urfZ^lfd^nitt nid^t gau) runb ift 

6tiet: grftn mit grauen ^unlten, meiji Inofpig, Sfter« tilrger al* 
auf ber ^dä^nvmQ, obetutuf ober fc^ma<!b oertieft. 

@(bale: fe^r fein, trocfen, grunlk^gelb, fpftter dtronengelb, fon» 
nenvftnS bii^meilen gelbrbtl^lid^ , feilen etmad ftrcifenartig gerfttbet, mit 
Dielen ftarlen, grün nmCreiäten, grauen ober brftunlü^en fünften unb 
ni(bt fetten einMiS SRoft 

S(eif($: 9eIbU($ioci^/f e$r f ein, btttter^afi, fel^rfoftig unb oon |ttderig«fa|cm 
erhobenem O^ef^mad, ober »ie i^n ^iel f^itbert, oen erbabencm »eintrtigen ge» 
«ftr|(ftf ten Sudergefc^mad; bo^ »irb bie Stu^t in mengen S^^ren unb in mi» 
Qeeidnetem 0obcn ou^ na(H Oberbied bttveilen nur (olbf^mefaenb. 

JtcmMuil: ifl mir f<(iDa4 be^ei^neti f^mol «nb lmi%, et»ai io%la^^%^ 
%9i^ Oerdumig, mit langen f|>i|en SUtnm, 

Reife unb 9lu(un0: nact SDiel tCnfong Oltober, 6 Igoren bauentb, oui^ 
bei 9. Stoto», na($ unb nad^, im Oftober, bo4 (Alt fle fttb ni^t lange. ifjUt 
geitigt fle oft cr(l |u Xnfang beg 92ooember unb au^ be Song^ gibt SKitte 9to* 
vembcr an. — ift immer eine oortreffii^e grui^t L Stange«, bo($ fteSt fle be 3ong(^ 
in ben n. 9tang, »eil oiete mit il^r feitigenbe 8imen beffer unb »eniger emyflnb» 
li(( auf ben Boben feien. — XBegen i^rer me^rfeitig anerfannten ®flte »urbe 
i^re ICnp{latt)ttng von ber Serfammlung in ®ot^a befonberti emfifo^Ien. 

Cigenf^ttften beg Saumed: »Ad|gt|»ar inberSuge^ibau^^ier Mftlg^ 
bdiorf aber gur SoDfemmen^eit unb (0ftte ber gruitt ttodenen, na^r^often 8obea 
unb gebei(li(^e IBitterung unb ift fftr rau^e Oegenben , »ie mi^ ^iefige Crfa§» 
Tungen lehren, (oc^ft&mmig ni^t geeignet Seibet ge»5(nli4 |tar! in laiten IBintenu 
6($eint auf Duitte nic^t |U gebei^en. — Ifttter Ift ng lieb eirunb, mit aui« 
laufenber ©pi|e, oft au^ eiförmig, IVi — l*/4" brät, 2iyi" lang, glatt, meifr 
flumpfgefftgt, f4»a4 fc^ifffbrmig unb etwa« {Ic^etfbrmig. — Slflt^enfnofpen 
|iemli4 grofi unb fte^enbfpit. — 6ommer|»eige grflnli^braun, gegenftber 
Itoftunlt^gelb, gelblich punftirt 

NB. Sttt »Jlttung rate bU m« Am« ». %Uttm in «•«. II. e. US scgelesc dti^mne 
'»CAttlt, tt«b M4| bU ^l«|ttgcfftatc ecfi^eibnsg o»ca betfttfll^ttgu 3/^^ 



107 



»a 42. sngt 'uMeSff aMHm. i, 3. ^ ntu m, i. a.£ttc; in,z gajiu 




ftajie mnfjt Pel^mtokttii. 9){eL ^*.f i* 



^cimatl^ unb Sotlommen: S)iel erl^ielt fit namenlos butd^ 
inrite Sl)anh au8 SEBe^^Iat, lannte ben wahren nrfprung ni(^t. 6r nannte 
fie , um i^re Senoanbtfdjiaft mit ber Beurrä blanc ongubenten , ber jfie 
m SOenty nur ni^t in ber $orm na$e fte^e. 

Sitetatiit ttiib 691101191110: SHcI IL 6. 67 Sänge »eiBe 7>tAant€* 
livn, Le D070D116 blane longve; S)ittr. I. 6. 658; Obctb. 6. 327. — 
fiiie ata Scüeren erhaltene Bearr^ 8t. Nieola« fd^ctnt nad^ einigen ilopf* 
tantifrfic^teii biefelbe 6otte ober bo^ no^ na^e oenoanbt )u fein. S>0($ ifl biefer 
Staute elgentlid^ ^n 691«. ber ®ranen (erbjljuilerdrn. 



108 

@efialt: ümfiimig ober atid^ me^r fegd^vmig, rntttelgrog, i% 

Bis 2V3" 6tdt, 8— SV/' lciv%. 

ittl^: flein, fdn6(ftttt{g/oft MattloS, offen, menig eingefetitt 

®tiel: giemtid^ {larl, nad^ bec 8lnte ju oft fleifd^ig, mit etnwS 
Saltett, obenauf, big 1%" lang. 

@(l^ate: glatt, etnmS [ein fettig, grfinlid^getb, fp&ter bIa|cltronen« 
gelb , feiten blaggeröt^et , bagegen mit f e^r Dielen feinen fünften unb 
)ttn>ei(en etwtö 9)oft. 

t^Ieifd^: fel^r fein, n)eig, faftooH, butter^ft, non erhabenem ge« 
loürgl^aften, feinen SAu^tateSetgefc^mad, beffer alS B. blanc naäf t>kL 
(VHr erft^eint ber ©efd^mact {mar gut, bod^ meift gu arm an ^ndet, 
fein fauerlid^ geiDiffert.) — Sud^ rted^t bie ^ruc^t elnniS inflStivt 

iternl^auS: gefd^loffen« Kammern lang, fd^mal oielternig. 

Reife unb 9lu^ung: Oftober, oier Sßoc^en. 3ft immer eine 
gute Stafelfrud^t oon eigentl^ümliddem @efd§macf, ber non 93ielen gerabe 
geliebt mirb. 2>od^ ift B. blanc gemi§ ungleid^ beffer. 

@igenf(!^aften beS Saumed: berfelbe l^at gemSgitgeS 9ßod^8» 
tl^um unb aOetbingS Sle^nlid^feit mit bem ber B. blanc ^ \e^x frud^t» 
bar. ^n {altem ferneren S5oben gebeibt er aber nic^t , belommt bftrre 
3meige unb bie grucbte merben befonberd an filteren S&umen \^towcy 
fledtig unb ^d^rumpfm biS gur Unbraud^barteit. 9lm beften ^rocxQ auf 
SSSilbling ober ald ^oc^ftamm in J^auSgärten mit leidstem, na^r^aftent 
Soben. ©ebeil^t lebenfaOd aud^ auf Quitte. — Slätter ftarl Iftng« 
lid^ eiförmig, auc^ oft edtptif^, befonberd an alten, nic^t triebigen 
»dumen, IV,— ly," breit, 2»/*" lang, glatt, fein*, etmaä ftumpfgefftgt^ 
etmaS fd^iffförmig ober meüenförmig , bie au^laufenbe @pi^e fd^mad^ 
fpiralförmig gelrümmt , lid^tgrfin mit gtemlid^ fic^tbaren ^bem , meifi 
langgefiielt. ©tiel oft 2 Va" lang- — ©Ifitbenfnofpen giemlid^ gro&^ 
fanftgefpi^t, faft gelbbraun — Sommer gm eige oft etmoäftufig, mit 
giemlt(!^ abfte^enben Änofpen , gelblid^grflu , gegenüber ^grünbraun , fein 
fd^mu^tgmeifi punitirt, jmeiiäl^rigeg $olg fd^roärgtic^grau. 

3. 



10» 



1>.43. l^tCf itM t «lHtH u u I,^2.3>l«l; in(lV),lb.£ttc; IV,2.ao5«. 

' ' ■ J ^ ■ 1 I U ■ I • II I I I I ■ - ■ , • ' ' - 




fßtifft HediftkuttetliirK. 3)ici. ^* i f $. 

i^elmatl^ unb Sotlommen: Stammt aus ^tanfreid^ , ift al^r 
IcfMkefd iiiitet i^rem fraTi]5rt{(^en Flamen Beurr^ blanc fiberoU l^ii; 
wctttiktt, au<^ bei und bem gemeinen 3Ranne otö fy^rneblant" {cl^r 
Mannt S)o<^ vflanjt man fte jt^t meniget alS früher. 

SIterattir unb Spnon^me: %>it{ I. @. 68; 2)ittr. I« 6. 637; CBerb. 
6. 3l4; S)o»mnfl 378. — SnCeflenet^ mitbfte oielfo^ Aaifevbirn (tenatnil; 
in granfreic^ ^ei^tfle tnetft furjioeg (le) Doyenii6, oft oud) Doyenue blan^f 
(trrt^fimlitb, lagt b. S^on. 99er., audfi B. blan c), D. pioi6, 8t. Miohe), Dil 
i^^ig^i Da Seigneur, Citron de Beptembre, Poire de Limottt* 
Bdnne-Gnte, Valenoiaece. — Sn^oICanb: Orote of blanke DoTenni^ 
Vitte ober B lanke Bearr6eto. — 3n ^nglattb : WhiteBenrr^, Whft^ 
AntnmneBenrrd Doyenn^ White, Deuu's« BnowPear, PinePeari 
WarwiekBericamot« — SnSmerila: Tirgaliea, 8t. Miohael, Butter* 
(ear, Yirgaloo ober Bergaloo. -~ C(>erbie(I erl^telt fte aliS Pera^padA' 

«0 (ei|t fte n)Ot)l in Stalten). — 3tt6) oiele anbere, befonberd beittft^e 9camen 
»Ben am @($lu{fe bed ^anbbud^d in einem befonberen Ser^eic^nif; ber ^ier nit^t 
ÄligeQebenen Gpnon. folgen. 



110 

®efialt: oerAnberlid^, boc^ tneijl eirunb ober eifSrmig, oben fiarf 
abgcfitttnpft , nad^ bem ©tiele gu me^r ober toeniger ftumpffegrlfinitig, 
mitteIflT06 ober grofe, 2Vi-3'' breit, 3^%" ^ocft. 

ff e I (| : Hein, in einer weiten ober engen, meifl n)enig tiefen (Hnf enlung. 

@tiel: bis V4" lang, giemlid^ vertieft gnifd^en ^eifc^^Sdern ober 
f^ioad^en Seulm. 

@d^ale: fein, gtatt, gl&njenb, matt^eHgrfin, fpftter blagcitronen» 
gelb, oft etwas fanft gerötl^et, mit feinen ^unlten, etnaS 9tofi, au<li 
l^fig raa^rm 9loftfIeden. 

gleifd^: meig, faftreid^, butterl^aft, non gutf erartigem, etmaSrofen« 
S^nlid^em @efd^ma<f . S)ie f$ru(bt ried^t auc^ in ber Steife fein mftSHtt. 

fternl^auS: gefc^loffen. Kammern gerdumi^, mit oielen noOIom« 
menen fd^marjen jternen. 

{Reife nnb fRu^ung: ÜRitte Oftober, 142;age bis brrtffiod^, 
nrtrb fp&ter teig« 3ßug obgenommen metben, e^e fie gelb mirb. 

(Sigenfc^aft'en beS Saumeg: berfelbe mdd^St in ber ^ugenb 
(ebl^aft, betäubt fi^ fc^ön, ift an feiner lidtitn Selaubung unb gleid^fam 
go^men SJegetation (enntlid». äBirb mittelgroß, mit anfangs aufreci^ten, 
fpdter mebr Ijiingenben 3metgen. @tbt fc^ine ^pramiben auf SBilb« 
linge mie auf Duitte. Xuf le^terer machst bie Sorte befonberS gut an 
nnb l^at man fie beg^alb Bon - Ente , gute ^fropfbirn genannt. Vu^ 
hxa^tt fie bei Oberbied im feu(!^ten, fanbigen SBoben in ®ulingen bor« 
auf bie fd^onften ^rfld^te. — St&tter elliptifd^, meift etmaS I&nglid^, 
mit auSIaufenber ©pije, 1 V2— ^*A" *w*^ 2V2— 3" lang, mitunter eiförmig 
aud^ lanjettförmig unb breitlangettfftrmig (befonberS an ftar! triebigen 
8iumen), glatt, feingefdgt, fiaif, bod^ etmaS nacj^ unten gelrümmt, I^Q« 
fjrfln, jiemlicb gtdn^enb. Stiel IV2— 2" lang. — »IfltJ^enlnofpen 
etmaS Idnglidjlegelförmig , fanftfpi^. — Sommergmeige grflidid^ 
gelbbraun, gegenüber mebr rit^ncbbraunr frin meiftgf !b ober qrau punttirt* 

9nmerlung. tteber bad 92t(&tme^rgebet(cn biefer berfil^mten »ime (ootf ber 
ed eine geHretfte SarietAt gibt, bie Dojenn^ panaoh6e) unb )ioar Aber i^r 
dftered Sc^ioaraPetfig« unb Sltifftomerben !(agten bereite SRe^rere, 1. B. 2iege( 
ORon. n. e. 11&), ^offner (Won. II. e. 326) u. f. m. unb auc^ in ber ^iefigen 
vegenb voiü fie im '^eien ni^t me^r gutt^un. 9a(b »Irb bad Mthti, vad feinen 
@runb ^öd^fl ma(rf(^etnU(^ in ber geringeren äBftrme ber meijlen 6ommer ber 
(e(ten ^ecennien ^atte, gu trotfenem unb leidstem, bolb |U foltern unb f<^»ere« 
Qo^en )ugef(^rieben. 9^0^ meinen SBeobo^tungen geniest aber ber Baum fiberoK 
ba , wo er no^ f^bne ^rfic^te bei und bringt , me§r ober weniger 6c^ut , entf 



»eber on Spalieren, refp. an fBdnben o^er ^o4fl&mmig i^wifc^eu ©ebfiuben unb 
nur unter folcben Bebingungen m&t^te in rou^eren ©egenoen bie ^npflatuung nod( 
|tt empfehlen fein. — ^n^ot^a f proben [läf ü&rigend bieSReiften, oieueic^t »eil 
oec ooraudgegangene Sommer günfiig auf bie %udbi(bung ber >^-nu^t gewirft 



I;n'*< , für bie Beibehaltung ber früher fc^on in 9{aumburg gur %npf(an|ung be* 
)w..k;d empfohlenen Sorte aud. 3- 



in 

Bo.44. SMit itta? t^amau I, 3. 2. tDid! m, l «. Stic; m. 2. 9ii|iL 




^eimatl^ tiitb SBorfommen: ©tammt auä graritrcid^, nrnrabf'- 
M^ ben iUextn beutf(|eii homologen Y(!^on betannt. ginbet {{ji je^t 
M und in trtelen Saumfc^iilen vnb @Arten. 

Sitetatur unbG^nonpme: 2)iell. 6.118: bieSange grfine^etbfl« 
ftir«, La rerte longae, Mouillebonoho d*aiitoiiine.^ IDitl^amel nannte 
'^aiM^Mo|Monilleboaoli6. — fOeitere^pnon^men finb: Mouilleboaoli'9 
«rdiaaire (S(attaufe) — Mnioat Fleari ^ New-Autnmn Fear dtit 
Sonb. ' 6(l^ma(|birny ^evbftioafferbirn, (S(ti{l |>bn)b. 6.195. — (Svftne 
£anae 8irn, SRunbne^enbe Sitn itraft (fle^t e|eraud »te bie Sangejtüiie 
fl»nbne|b{m 2DUtv. I 6. 655) — 2anae ©rflnbtrn, Sßaffe^ f»irn SRai^rr 
IXXT. 9tr.32. — 69»ftie (Sladbitn, Stflne SRelonenbirn, C^metfevin^ 

iecb^faftdrn, SRuHebuff^ Sucad 6. 174. — Stimmt no(b £UgeI (aRon.IL 
. GSj aiid^ oot aU Sanoe grüne Sßinterbirn, unb baffelbe meint Siel mit. 
^Se|«§»a^ imf bitfe i« xJD.9. HL 6. 95, bod^ ^i §ter nad^ bem beigegebcnea 



112 

bilM^ tmb bff((rie(en. 6ttfler fannte Ahndend bic oorlUgcnbe, boc^ mat et über 
fte triebt im Ularen uiib fo ift fie )ioet 9taX im Z.O.®., ein 9RaI old Sanae fttfine 
aRttnbnet^bim XYII. 6. ?t?9, baft anbete 9Ra( al6 ^erbfl-SRunbne^bitn X. 6,3» 
etit^altcii. SecgC au(( 2)tttr. I. 6« 655 unb 667. 

@€ftQlt: tiad) £/irl HfirmiA, iia(^ bcin Stiele )u ftumpffrgelfAr» 
mig, mid^ bidmriien, toie Cittri<b meint, (argUc^ unb fcbon bimformig 
(3Vi, am Spaliere oft 4*' long, 2V|— 2V," bieti), wie bieje jTOci got* 
men an ber Cime oben uno on ber jugteicl^ beigegebenen dtl^n)fi)ct» 
|ofe crfi(^tli(^ finb. 

Jtelcb: fpi^bldtttig , aufrecht ober fternfSrinig , in feid^ter, etnwt' 
brttUger, oft {Riefet @injenlung. 

Stiel: bid \^l%'lüni, oben auf bet, üiif einet Seite oft me^r et^ 
l^abenen Spi^e. 

Sdiale: jtar, glatt, etn>ag gef^meibig, pra^giiin, f piler fteUcn« 
raeife jd^mac^ getblid^gtiln , feiten ntit etmad trüber iRöt^e, bagegen mit 
^Aufigen feinen tßunften, ifter^ auc^ etmad 9loft unb tu naffen 3^^^^^ 
au<^ fc^marjiticben SRoftfletfen. 

Steift : mattmei^, feinfdrnig, faftDoffr i|an) )etflie(enb, »on gutem, eigene 

t(flmlid)em , tiwafi püant fduerli^'fflten , fein rnfteütten ©ef^motf (^el nemtt 

i|n f5fili<^en, bet IBirne eigenen, fein rofenattigen geiDftr)^afteii ®ef($ma(f, bcr 

. ft4 aber batb im SRunbe oerliere). — 2)o4 tritt berfeKe in f^Ied^tem tattcit 

' Soben nid^t ^etoor. Stu^ riecht bie Birne ettoad fein mfldlirt. 

Kernhaus: gef (i^Ioff en, Jtammem enge, mit wenigen, bod^ ooOlommenen fernen. 

Steife unb 9{iitung: SRitte Cft., 4 SSo^en. $fllt ftd^ longe im fc^meU^ 
lenben 3uflanbe, auc^ o^ne gu melfen, unb roirb erft fp&t »ei^ unb teig. — 9C(i 
l^afelbint unb )u jebem anbern gnecte rcc^t empfe|Iungi$nert^. 

(Sigenfd^aften bed Saumee: berfetbe to&c^st fd^dn ppramibol, ifi Balb^ 
unb foft jA^rlid^ "fruchtbar, gibt oud^ auf Duitte td^bne ^i^ramiben, ifi aber na<^ 
^ieftgen (^a^rungen bD(( nid^t unempfinblicf^ gegen falte SQinter. — IBIdtter 
eifbtmig mit au«laufenber epi^je, i»/i— 1»/'4" breit, 2>/4— 2Vi'' lang, oft gan^ 
^mpf gef pi^t , bie grb|ten Slfttter aum !C;^eiI auc^ «aniub ^ q^inere eUiptif^ unb^ 
lan^ettfdrmig , glatt, feingefftgt, etroaS fc^tff« unb ftc§ eiförmig. — Blatten» 
Inof pen lAnglic^ fegeffbnntg, tp»tf faft fte<|enb,mitnaf|enbenbunCe(brauutuS)ed» 
blättern. — 6ommer|»eige bifj^unlic^ oUoer^cfln, etma^ f^ber^ftutig, mci^»^ 
grau punftirt. 

Son biefer 6orte gibt eiS eine ^anafc^irte Sbart, bie @dimei|ei^§ofe,. 
Yerte longue Bulsse ou nanac^^e, Culotte'de Suisse, bie ebenfaS^ 
W.on lange befannt ifti '■ Sbiet I. 6 156; (S^rin ßbwb. 6 157; «.'D.®. tSi. 
6. 99 t. 6. (^ie l^ier abgebilbete £ange (Sdiroei^erbergamotte ift bie B^wdut' 
|ofe.} Xiitt. h 6. 654. — " $e|t l93aum befttt bie aleid^e Segetation, feine Sbiit« 
merameige ftnb aber oUoengriln unb röt^Iicbgelb geftreift, an ber @onnenfe1te* f^ 
tbt^et , dnad marjig gelbgrau ober roetfigrau pun!tirt 2)ie Srfic^f e ftnb 
«on berfelben §örm , bo(^ gerob^nlici^ Keiner unb ntit breiten J^eSeren unb 
leren »anbftretTen' auSgeftäftet, fonft ion gleicher Öüte 'imb Äeifgiptt, obei 
S}iel etmad frfl§er. ^er S9aum f^eint aber iftrttid^er |U fein unb leibet im \ 
gewbjnlitj me^r al8 ber ber ^tammuttet, ' $V 




M;1S 

■ ■ > 




Wffky 



a)lel. • t «. 



^einatl unb Sorlommen: S)iel betom fie t)on van SJlon» 
«t< Yerte dang Pomme, venranbrlte aber biefen ttid^tdfagenben 
Samen iii ben obigen. Scheint bis jr^t in S)eut{d^fanb n)enig Skt^ 
Ittitttng gefunben }u Iffaben. 

Literatur itnb ^nnonpmc: S)ie( 9t,St.D. U. 6. 213; S^ittr. I. B. 646. 
^ Stn l^etrn £teiitenant äbonauer in (Soburg fanbte fe oonSRonS o(d Beiirr4 
verle, «n Cberbiecl fbeffen 9inl @. 401 ttnb 433) a(d Rouuelet Satin unb 
an oon (artmtt atö fi^^e 2)e4ontd6{m , benn Cberbietf ^at fie von biefem al& 
»an SRonH fra^e S^ec^antdbitn erlolten. 

Geftalt: legeiförmig ober aud^ mel^r mittelbau(|ig unb eintnb» 
oft mit etmaS verlängerter Snbfirit'*, meift nur mittelgroß, 2" breit unh 
2Va" teng- 



114 

Sttlif: l^artfd^atig , fang« ober fc^malMfittttg , offen, me^r ober 
loeniger eingefcntt, oft gtoifc^en Seulen. 

® t i e 1 : part unb ^oljis, meift d^aratterifttfd^ lang (biS 2'\ anif 
lelbfl ettoad me^r) utib getrummt , tote eingefledCt obenauf , nbtt fc^kf 
neben einem Sßulfte. 

@ dualer fein raub, grünlid^gelb , fp&ter ^o<l^citroiiengelb, mit 
me^r ober weniger jimmtfarbigem Stoft unb fünften, ol^ne aSe 8l5t^ 

$ ( e { f (i^ : mattmeig, oon S)ie[ bejeid^net ald oon er^benem, fein 
^immtartigem 3u(Iergefc^ma(f unb gan} fc^metjenb, ifi in man<l^en ^^^ren 
Toenig gemürjt unb aud^ SfterS etmaS ftelnigt, boc^ ift eS füg unb jum 
To^en ®enug no<^ angenel^m. 

Jt e r n ^ a u.d : gefd^loffen. ftammern mufd^elfftrmig mit n)enigen 
DOÜtommenen fc^marjbraunen ftarlen ftemen. itegelfirmige ^riU^te oft 
o^ne Jtem^aud. 

Steife unb Stu^ung: üRitte Ottober, ni(^t lange l^altbar, tantt 
immer noc^ ald Safelfrud^t ober in ber SBirtl^fd^aft vermenbet merben. 

Sigenfd^aft'en beft SaumeS: berfelbe »id^dt lebhaft, I&gt 
aber balb nac^. S3aum bleibt Hein, l^at Ve^nlic^teit mit bem ber Benirö 
blanc, fc^eint aber etmaS gSrtttd^er gu fein. — Sl&tter tSnglid^ 
f ifirmig mit oft lang au«taufenber ©ptfee, meifl IV4— IVa" *f*f 
3" lang, oft etmad langettförmig , gfatt, unbeutlic^ unb nur oome ge« 
figt, fc^ifffSrmig unb loeüenfönnig, bie meift langgegogene @pt^ jurfld* 
«elrümmt. ©tiel meift 1 '//' lang. — ©lüt^enlnofpen grofc 
biif, faft fted^enbfpi^ ^ ©ommergmeige rit^lid^ gelbbraun ober 
$raurötbli(b , roei^getb ober roftbraun punitirt. 

Bemerkungen Stud^ na^ Cbetbied »Irb bte ^^t^t ^0((^&mmig nid^t 
mel^r gut unb gro^ unb me|r !retfe(f5rmig, bleibt att(^ grfluer. Seid^ter, etmaft 
feud^ter 8oben f(^etnt i^r am meifien |U)ufagen Unb am beften maAt fie ft<| auf 
Ottitte. ®6enfo niK fte ^err Jhtnflgftrtnet 9tein^arbt in SReiiSborf nid^t befonbetf 
•loben. (9laumb. IBer.) -^ ^ie Gorte ifi aber bo^ immer m>d^ ber |}{lan|ttng 
4Dertl^, befonberd beg§alb, roeil ber 8aum fel^r tragbar i{l. 

NB. 2)ie Sruc^t ifl ^ter na4 einer 2)ur4f4nittd|ei<|nung im Jttatn IDeutf^en 
IDbflcabinet (^ena 1856), na4 ^üc^ten von ^errn ©orteninfpectov Ginnintt in 
BaUenftebt , unb nebenbei juglei^ in ber ©rb^e unb ^rm aefeii^et , »ie fte in 
guten Sauren auf $0(^ftamm no4 in SRetningen fic^ audbilbet 2)er etiel ift 
»leifi ungleich l&nger. 

3. 



iir) 



No. 46- 8iir4at^t« «ullctbirn T. '^ ^ Ttef; IV, l a £uc.; V,2.3o5n. 




Hur^iaibti yiitterbtnt. 2)iei ** t $• 

ig^eimatl^ unb SSortommen: S)te( benannte fte m^ bem feli« 
ftn ^^ufrigratb 9uT(^arbt in Sanbsbcrg an berSBart^e; bie Sejug^queUe 
bcrfelben gibt er i»W)t on. 

Siterattir unb ^Qnonpme: ^xtl 6efc6tie6 fit fur| im fpfl. Set). II. 
^wrtf. & 89 unter !Rr. d(yö. — 2)atia4 2)ittr. I. e. 664. — SeraC. auc^ O^etb* 
e. 287. tiefer frnbet fte fei^t A^nltd) ber GolmAr Neil (^ie( 9{5tO. HL 
6. 80) unb ebenfo ber ^iUend ^erbfttirn unb )WAr fo, ba|eine bie anbete 
<rfe|en fann (ßRon. i: 6. 44) unb fonn i^ btefe SCel^nli^fett, »enigftend ber Ultil, 
bie i^ beft^e, nur beft&tiaen 3ur entfc^eibung über bie mirfli^e ^bentitat ge« 
^dten aber noc^ nettere Sergfetc^e. ^ Son einer anbem ISun^arbtd 9utterbim, 
'ber «an alfo II. ^ingufe^en mflbte (in £iege(i^ neuen Objtforten IL 8. 65 be« 
l^rieben), ift bie oorliegenbe oerfc^teben. Siegel (ot birfe 9on $erm u. ^artviB 
alB Ourc^arbtd 9(retnbergertn, aber au4 no4 ald OrastHone Steren 
«Trotten unb fte »arbe beffer unter einem von biefen tetteren tarnen bei|ube» 
galten fein. 

@eftalt: S)iel bcfc^reibt [it ald etfönnig, barunter ift aber bei 
i^ meift eirunb ju nerfteben. SSRan Tann bie $orm atd eintnb, elroad 
breit ober baucbtg, faft trrifetformig, bod^ oben ftarf abgeftumpft, unten 
flumpffpit begegnen. 3)ie @röge gibt SDiel auf 27,'' Oreite, oft kine 
^W ^1^§« an. 9li(!^t feiten fei fte bebeutenb grftger. (S>ie b<^ <^^ 



116 

filier fveiftc^nben ^ranibe ergogeticn grfi^te j^ten fSmntUU^ ))i^ 
^otm ber Sttbilbung, cinjefne iDaren aber iio<b bTcitbaud^iger , anbot 
m^ mt^x rifSrmig, uub fo oerl^ielt flcb au(^ meift (Salmar ftett.) 

JCcIc|: mii%iixc%, offen ober (alboffeti, aufrc(bt, ettiKiS toeig^ 
woDig, ginnliii^ n)rit, oft tief eingefeniL 

Stiel: bi8 V/' lang, ^ol^iig, nad^ unten fleif^tg, oben braun, 
fit^t etwas nerticft jn^ifd^eu S^iitxn ober verliert ii(^ aud^ o§ne Sbfo^ 
in bie %tudfU 

@<bate: lid^t citronengclb , bis unb ba nod^ ctmaS grün bur^«^ 
f^imnternb , meift ol^nc SRitbe , bodd fein grfin unb gelbbraun puntlUt^ 
«ud^ bivfig mit feinem gerfprengten Kofte. 

gteifcb: geUIid^meig, fein, |albfd|mel)enb ober f<|malaartig (na(^ 
S)iel aber gang fc^meljenb) unb von fein gimmt » ober calmuSartigen» 
®efc^ma(t (S)iel brgeid^net i^n als fel^r angenehm gewür^^l^ft ; etmai^ 
ulantartig fflg). Son (Eolmar 9le{l ift eS nad^ Oberbied nur burd^ ner« 
mehrte eflgigfeit untetfd^ieben. 

itern^auS: oer^aitntgm&gtg, mit wenigen, oft unooOlommenen 
itetnen; im ttmf reife ift eS bfier mit feinem ®riefe umgeben. 

Steife unb 9tu^ung; Glitte bis Snbe Ottober, biSmeilen in 
warmen ^a^ren fd^on SRitte 6ept. ^ler bat fie ftcb aud^ mitunter 
bis 10. 9too. geleiten. 3{i immer no^ ejue wo^lfcbntctfenbe Xafelbim. 

Sigenf c^aften beS »aumeS: berfelbe n>&(^St ftarf , tr&gt 
hflb unb rei<|. Kad^ Oberb. Irümmcn fl(b fdne triebe in ber Sugen^ 
ftarl l^örnerartig unb ^itxxn ftnbet er ebenfaOS nod^ eine Serfcbieben^eit 
gegen bie 9teil, bie au^ bei mir biefe eigentbfimlid^teit nid^t geigt, übcr«^ 
l^aupt aud^ bauerbafter unb gegen bie itdite weniger empfinblidd gu fela 
fijleint , wd^renb wir fc^on gwil SBaume ber Qurd^arbt burc^ groft ga 
©runbc gegongen pnb. JDoc^ fann le^ttreS aucb auf ^n^aU beruben. — 
^ie eji&tter beiber ©orten b^^cn fonft gleiche goim, flnb breit« 
elliptift^, meift na(!^ bem eUcU gu ftarl oer^malert , bie ©pi^e Ifk 
meift balbaufgefffet. 6ie finb etroo IVa" 6l«^ 2V4-2V4" langr «^«»r 
nacb brm Stiele gu gangranbig ober unbeulUcb unb ftumpfgeffigt , nod^ 
Dorne bin fein « , gicmUcb fc^arf gefagt , flad^ , @nel giemlid^ bünn unt^ 
lang, etdtter be^^tb meift uber^ängenb ^ SBlät^entnojpen legel^ 
firmig, faft ftecbenbfpi^. — ©ommergweige etwaS ftuflg, gl&njenl^ 
gelbbraun, mit feinen otfergelben fünften unb etwaS unebener @(bale^ 

2- 



117 

5Hb. 47. ettttl9 »tt». I, 1. 2. SDlel; IV, 1 b. £uc ; V. 2. Sal^tu 




Seibfli 9irii. «. 9(otai«. '^^ i f i&. 



^eimatl^ unb SSorfommen: iRptbatneufanifc^e S)irne, toal^t 
fd|einU(^ ODn einem Mr. Seokel in bcv ?lä^c DoiPlß^itabelpdia etjofieiu 
@oQ in ben ^rei^eitdfricgen bi<; Siebliugöbirne beS ©cntrald SJlorew' 
^meffti fein. 

£iteratur unb Gpnon^me: S)on)mng 6.415. — S)tet ga( 92ad^rid^t 
von il^r in f. JtS.O. lY. 6. XXYL — @ie »urbe jebo^ guerft oon o. ^(otom 
im UnioerfalM. I. oon 1837 genouer befc^rieben. S)aiiacb ^at fte l^ittrtc^ III 
e. 155. — $ei(t au<( 6e(f(e*d »im, eicfeld »irn, Slot^botfige etdel« 
btrn, 9let09orfer9lotl|ba(fen, The Seokle Fear, The Newjork Red 
Gheeky The B^ed-Cheeked-Seikle unb nac^ b. Spon. SBer. au4 8h ak- 
•peare. 

@efialt: elrunb ober legelfinnig , me^t ober toentger flumpfge^ 
fpi|t, ber SRflStirten ^n^ic^^^^^^n ^^ S^^i" "^^ S^tbe, ober auc^, mit 
X){e( fbenfo poffettb meint, bec Stuffeiet oon St^eimä in gorm unb 
<8xo^t ä^nlic^, nur etmaS größer, 2 Vi'' lang unb 2" breit. 

ßeld^: offen, lurgblittrig, l^ornartig, in flad^er, glatter @infenTung, 
MSn)eilen mit etn)aS iBeuldden umgeben. 

©tiel: giemlid^ fiarl, V«" ^^"8/ fll^tt, ^eObroun, obenauf ober 
aud^ etmaS fd^iefftel^nb unb fc^mad^oertieft. 



/ / * 



'>/. 



118 

®d^ate: glaU, fe^t fein, in DoOer SRrtfc fioIbgeU, fonnenmirtfr 
{(^}n braunrot^ oenoafc^^en, mit go^lreu^en feinen ^ßunlteu unb nftc^ 
beiben Snben (^in I^Ubraun berofiet. 

Sletfij^: gelblic^meiB, fe^r faftig, buttcrl^aftf c^meljenb , mitunter«. 
»enigftenB in SReiningen, mit etmaS feinen Steinten um'«s itern|attB, 
iwn fflgem, {iart. gimmtartigem Dortrefflid^n ®emftr}gef(l(|ma(t , bem bcr 
Kleinen 3imnitruffelet fc^r i^nli^. 

Jternl^auS: nicfit gu gro§, etmaS ^ol^Iail^flgr tnit Iteinen ^U^tm 
unb Ileinen braunen Kernen* 

Steife unb SRu^ung: SRitte ober (Snbe Oftober, 8 Sage — 
V. ^otoo imu fie oui^ in neuerer 3eit no4 (Won. ü. @. 251) }ii 
ben beften unb feinften, bobei gern unb reic^lic^ trogcnben S4ifelfriid^tau 

(£{ g e nf d^ aften beB SaumeS: berfelbe treibt auf SBUbling 
f^mad^, bleibt Hein, ift aber gefunb unb au4 nacb eigenen ßrfo^ 
rangen fhfi i&(rli<t tragbar. — Sl&tter breitelliptifc^ mit 
^Ibaufgefe^ter Spi^, l'/i" breit, 27/' lang, oft aud^ eOiptifc^, glatt, 
gef Agt , meift flac^ ^ nur bie €|ri^ etmaS gclrümmt , giemlic^ bfat unb^ 
fleif* Stiel IV/' lang. Cinjelne furggeftielte Sl&tter btöroeilen mit 
Uciuem oH^^^ift^ Vn|ang, ba mo baS Slatt am Stiele auffi(t — 
eiütl^enlnofpen etmaS turgtegelformig , ftttm)>ff|ii{i, mit borfUgeit 
S>ec(bl&ttent, gelblic^braun. •— @ommer}meige meift na<l^ oben ner» 
bictt, olinengriln, gegenüber rot^braun, giemlic^ flart f d^mu^gmeig punitirt. 

Slnmerfung. S)ie »(ige tUnri^|eli(mmQ ift in Cnaangcbmg anbfter 9b« 
bUbttng auf^ 2)oioiiiiig cntnonunen, ho^ wiU iib |H bemetfen m((t rnitevloffeii,. 
bo^ ii^ fie in meinem eigenen Gatten an freifte^enber ^^ramibe meifi elmai^ 
grdbcr unb befonberi um bie ltelibod(6ung breiter erlogen (abe, fo bat bie Oe*^ 
fiatt, nie o. gl^to» fie fc^ilbert, oft feigenförmig »trb. 

3- 



«9 



Bo* 4& 9itif 



1,%% Siel; lY, 1 b. Site.; n, % 3a(iu 




Kotlie IPei^aiitilritii. sut ** i ff i^. 



^eitnatl^ utib Sorlommen: t>\tl erl^ielt fte au8 bet ißarifcf 
Cattlj^aufe. ;3ft bereiti» rAt\\ai) in S)eut{41aiib belannt unb gefd^a^t 

Siletalat unbepnonome: S)ieIII.6«19 »otJ^efterbflButietbUii^ 
9totfieSDei|atttd(trti, LeBeurr6 rongefLeDoyenn^ roage. 2)titt. L 
6. 688. — C^iff« Ketle SutterMtn (iQbwb. e. 162) ift »a^rfi^einl^ bie Bevn^ 

ßi ro«M| ebetifo bte 9iot|e QutterMtn bcft 2.0.®. XI. e.86 t.5. — gisiSng« 
b »trb {le meift Ganftells Bergamotie genannt 2)eren 69non« fUw 
«04 bcsn Sottb. Cot. Broeat Bergamot, Joe'i Bergamo t, Staan- 
ton, Onrle'sBenrr^ Bonne ronge,Diaimant, — 2Ran$e, }.B.2uc6. 192 
fc|en M Byn* nc^ Bergamofcte d*Angleterre $in)U, be^ nac^ bem Sonb. (Sat 
i^ bacitnter bie imXuqufit reifenbe Hamptens Bergamotte |uperfte^en. — SBegen 
ibter ratzen %atht »isb {te irrt^ümltd^ oud^ oft Slotl^e Setgamotte genannt, boi( 
iff bie ootliegenbe gegen leitete beffer. Unter bcnt Slawen Siot^e ^e(^antd(im 
f<l^etni {te am meinen in 2>eutf(l^(anb betannt )U fein, toe^^alb toit biefen ins 
tUbecfi^trift »ft^iten. 

@ e ft a 1 1 : ber SSeigen i^erbflbutterbirn ft^nlic^, boc^ me^r gufam« 
«cngebriictt, oft faft plattrunb, 2'/i" breit, ctioad ^o^, meift ebenfo 
^ aU breit. 



120 

fttlc|: offen, jitb^h^ mtteft, in 8^etai^»rg^i iÜ^ aiife|ii(Uifet 
ISinfenfung. 

@tie(: ftarl, Ui ^U" lang, obenauf, in Ilefater ^§le, nc6en 
fiad^en $(eifd^(eulen. 

@ d^ a t e : etroaS rau^ , gelbttd^grün , f pftter gelb , mit trftbet etb^ 
itttiser StSt^ unb d^aralteriftifiifiem feinen gimmtfarbigen 9loft, aiul| 
•raunen, im 9iotb gelbti(|gtünen ^ntten. 

^leifcb: mattmelfi, um*d fternl^auS etUHiS fteinigt*, bo<| faftooS, 
ttttter^aft, oon löftlic^em gucterartigen (Sefd^mad, gemflrgl^Qfter aU bei 
htt SBeigen ^rbfibutterbirn , b&tt bad SRittet jmifd^en biefec unb bet 
<BrQuen ^erbftbutterbim (2)ie(). 

iCernbaud: etmaS breite f (bmacb^bt^^d^f^fli ftatnntem eirunb, jtetne 
1el^T breit eirunb, ftumpffpi^, plattgebräctt, gelbbraun ober f^imärjlii^braun. 

9leife unb Slu^ung: 9Ritte ober (Snbe Ottober, 14 Zage, oft 
•cu<J^ 3 Sod^en. (Sine bet ft^at^endniert^eften Safelfrfid^te, bie fid^ felbfl 
in ungflnjligen Sommern meift immer nod^ ooQfommen audbUbet. SBet 
bie gruc^t einmal tennt, mirb fie immer beigubebalten roän{(^en. 

Sigenfc^aften bed SaumeS: mittelgro|, aber gefunb unb 
•balb ooQtragenb, lommt au^ no(^ in fd^merem 99oben fort unb ift noc^ 
Cberb. attein in bfcfrm redjt tragbar. — Die ani>flaniung biefer Sorte, 
toeld^e bie Sßeige unb graue Sutterbim erfe^en lann, mag angelegent^ 
lid^ft aucb oor vielen neuen SBimen empfol^len merben. jtümmert auf 
Quitte. — Statt er eirunb, mit meijl nic^t langer, auölaufenber 
ober etmaS oortretenber Spi^e, oft faft runblid^, aud^ öfterd b^rgfSrmig, 
bie länger geftielten anif eiförmig, meiftflein, IV2" 6reit, 2'[ lang, fa|l 
immer etmag moQig, ganjranbig, ober io^ fel^r unbeutlid^ gef&ät, au<!^ 
i|l bie Oberfläd^c fd^road^ c^agrinartig uneben. — Slftt^entnofpeii 
giemU(^ grofe, f urjfegelformig , fpife, bod& ttid^it fted^enb, UHt ©ninbe oft 
ttmaä mollig. — Sommer gm eige mitunter {luftg unb mit oerbidtter 
•€nbfnofpe, mottig, rbtljlid^ gelbbraun, mit feinen weingelben fünften* 



121 



Na 49. 999^9 %HUipmn. I, 3. ^ IDicI; HI, Ib. Suc; n, % ^a^n. 




$CH*§ ilafdpeiibtni. xiti •• 1 1 <>• 

ipeimatl^ unb ißorlommen: ©od urfprangHd^ Beurr^ 
d'Apremoiit l^cigm unb gar nid^t von van SRond eT;(ogen oorben 
läii(»cr. flbetbk.aScrf-ftana- ^omoL in 89011 in TOon. IV. S. 121); 
iKtn Vtonft l^at fte aber als fein (SrgeugniB 1810 an S)iel gefenbet. 

Sitevatur unb Spnon^me: ^ie(, ben SRamen unricfitig lefenb, ht^^xief> Tit 
(9L it«0. T. e. 194) a» 8ofc*i$ ^(af^enbtrn, Calebasse Böse, gab fte 
•bcc hiAtn mcl(rfai6 imri^tig abitnb gwar unter bem 9tomen üaifer Klesanbet 
(Siegel 9L 0. n. 6. 107), mc^^alb fle au^ unter biefem 9tainen potfommt — 



122 

BiT.Alb.IL6. 163 unb Ann. dePom. Y. &. 79 (a5<n ^e ald Benrr^ B9n% 
bo4 loirb fte tnSeCgien auc^ ie^tnoc^ oft Galebasse BO0O genannt Son bev 
Calebasse PaMeBoBO (^rtnjet SKarianne), bie Bioovt irtt^flmlit^ Yraie Calebatae 
Bosc nennt, ift fte befonberd burc^ etmad fpfttere SHeife vnb oetmel^tte &tb%t 
9€rf4ieben« Serflleid^ nod) Cbetb. 6. 836 unb berfelbe in SRon. L 6. 49, üu4 
von SiotoiD in SRon. I. 6. 224. 

@eftattj Bitnförmtg, mel^r ober weniger ftumpffpi^, ^auftg iebod| 
aud^ fe^r {(^ön flajd^enf&rmig, in Ibeibeti @eftatteii ber Wlaxit Souife 
S)uq., bie ebenfadd oft paid^enförmtg iDä<l^dt unb eienfo ber 3Rartanne 
jum S£^eiLai^nU(^, nur gtofeer, fleiDÖ^nlicö 2Vt" breit unb SV/'-SV»" 
lang, oft icboc^ grofecr ; in ben «nnalen tft fie 3V4" breit, b'U" lang 
obgebilbet. v. %lo\m erjog fie Aber 16 Sotld f(!§tt)er. 

Sttiäf: lurgblattrtg, jd^rodrjUc^, offen, feiert, mit ettoaS Srl^oben» 
leiten, bie aud^ l^te unb ba am ^au^t bemerllid^ ftnb. 

@tiel: giemlid^ lang, braun, ^eObraun punftirt, tl^eite obenauf, 
tl^ilS fc^mac^ nertie[t. 

©d^ale: fe^r fein, ^eUgrun, fpater l^eUgelb, fafi bur<i^aufi simmt^ 
farbig beroftet unb oielfac^ fein b^IIbraun punftirt, ol^ne 9töt^e. S)ie 
fünfte unb ber ffto^ ma^en bie @d^a(e fein rau^ unb bie ^-rud^t fielet 
in ooQer Steife golbartig ober orangefarbig baburd^ oud. 

gleifc^: gclbUd^nMiiö, buttcr^aft, fc^r faftig, judferfüfe, feinge« 
n)itr}t unb fel^r angenehm fc^medenb (nac!^ ^iel äl^nUd^ bem ber Beurr^ 
gris), bo(^ in warmen ©ommern am beften. 

Jtembauo: tlein, eiförmig ober eirunb, burd^ feine jtör neben be< 
geid^tiet, mit ftotler '^Hc^fenböl^le, geräumigen ^^-dd^ern unb fd^önen Jternen^ 

9ieifeunb92ut^unq: äRitte ober @nbe OH., gumeilen fd^on Anfang OH., reift 
nad^ unb nac^, 4&(t fi($ je nac^ ber Aufbewahrung 11 ^age 6id 3 9Bo(^en in ber 
Sleife, oft weit in 9^00. hinein. — Sft etrnaS— UXage na4 ^rinjeg 9Rarianne unb 
8 2:age vor äßarie Souife reif, ^aä) Dberb. ift ^xe fd^on 20.— 24. 6ept )u (redten, 
»eil fte, fpat gebrochen, e§er teig a(d fc^meljenb »irb. — äBurbe atd meifi grofie, fd^dne 
unb gute 9irne oud^ von ber ä^erfammlung in ®otba gur Stnpflangung entpfo^ten, 

^igenft^aften bes S3aumed: berfelbe »Ac^dt in ber gugenb lebl^aft, fpftter 
gemA^igt mit abfte^enben tieften unb fd^ranlen Ke'ben)n)eigen, trAgt aUJA^rüc^, biN( 
au<!^ in Sleiningen, n)ie bei Oberb., nie 0U3U reic^lic^, bei 0. f^Ioto» jeboc^ immer 
me^r M ^rinjefrtn 3Rarianne, bie ftc^ bagegen bei mir mieber frud^tbarer begeigt. 
Gebeizt auf Duitte, gibt aber felbft ^0(bftAmmmig nad^ Siegel (92. C. TL e. 107) 
nod^ bie beften Sf^fl^i^r ^o4 mdci^te bie 3n>^0f0nn mebr anjurot^en fein. — > 
S9(Atter eirun|b, an nic^t hrAftigen %Aumen oft auc^ eiförmig, mctflgro^, l'M 
\>i^ 2" breit, 28 4—3" lang, mit aiemli^ fiarler, meift fd^ön auSlaufenber Gpi^e, 
g{att, ganjranbig ober nur an ber ©pi^e gefAgt, fc^ioa^ fc^ifffbrmig ober etmaft 
weUenf5rmig, etroad ftelf unb (eberaitig, ftarfgeabert. Blattftiet oft gerbt^et — 
93iüt^enfnofpen groB, lAnglic^ fegelfbrmig. — ©ommergmeige nac^ Oben »et* 
bidft unb graubraun, fonft geCbli«^«^^^^ röt^Uc^braun, fein fc$mu(ign)ei| punftirt» 

3. 



123 



Die 90. 9it mKOtßf*. I, 3. a. Z^ict; IQ, 8 ». SuttM VI* > 8«^ 



■^V^M^W^ 




PU Piitksriffiii. S)iei. ** f ». 

§cttnatl| unb Borfommcn: eine bcrÄItcflcn franjöpfd^eit ©or« 
int, bie S)iel au3 ber berühmten €artl^au{e ju $arid erl()ie1t. Stürbe 
frül^ von ben Sßomologeti me^r ald je^t erip&l^nt unb toirb aud^ ge« 
fnuD&rtig nur nod^ nenig in beutid^en @ärten gefunben. 

Siietatttt ixnb 6ption9ine: ^ieri.6. 192bie 9tar!grftf{n, Laif««- 
i%Klse. — 2)iltt. L 6. 692. — X. O. @. YH. 6. 314* t. l7. ec^etnt, aud) na4 
bem Slatte, eine onbete Sorte ^u {em. — (Sf)vift $bio6. e. 193.*— Dbetb.€.3«i; 
— 2ttc e. 177. — (eiftt au^ 9RarUfe, SRatquifin, aSatfgrAfac^c 8iriif 



124 

bot W ui^^ baSio^M entllanben, o( biejenigen, bie bieSReifgeit früher, fOrbeir 
f^txbfk, angaben, bie rt($ttge Sorten Ratten)« 

® e [t a 1 1 : Der&nberlid^, baud^tg bimf Stmig ober tne^r langlid^, na^ 
Unten {egelfSrmig, mit abgeftumpftet @pt^e, nrfe Id^ fie ftftetg \aff, einet 
großen Sangen »eigen ^ed^antdbim h^nlb^, ioät mtffv baud^ig; nad^ 
SMel an$ ber Bonchr^tien d^hiver oetgleic^bar. — Oft ttma^ beulig.. 

jteld^: Ilein, offen, in feid^ter, etnaft get&unttger ©rnlung. 

Stiel: bi8 IV4'' lang^ oben auf ber ftumpfen €p{^e, mit einigeii 
^elfd^fatten. 

@d^a(e: etmaS fein raul^, l^eDgrün, fpfiter gelblich, feiten ^ 
xlt^i, bod^ mit etmag Siofl nm ben Sttld) nnb mit nieten feinen grauen 
ober braunen fünften* 

gleifd^: mattmeig, ISmigt um'8 Sttai^aM, faftnoD, butteri|aft, 
von erl^abenem gudCerartigen ®e{d^mad(, 'etmaS dl^nlid^ bem ber Bearr6 
gris (SDiel). 

Aernl^auS: tang« unb fiart^ol^tad^fig, bod^ fl^fd^Ioffen, mit ge# 
r&umigen jtammern unb braunen, ftart gugefpi^ten fternen. 

Sfteife unb Üflu^un'g: Anfang ißoo., oft bis in unb burd^ 9ton^ 
bod^ aud^ bfterd, mie f(^on S)iel felbft bemertte, fc^on @nbe Ott (§ier 
felbfi aRitte Ott; l^&lt [x^ einmal reif aud^ nic^t lange, bod^ mar ber 
®e{(^madt fe^r angenehm gejudTert unb ba8 ^ti\^ gan) fd^me()enb, 
meldte« fie^tereS bei n. ^tom nur feiten fiattftnbet, SBlon. HL &. 69.) 
— Oberb. I^ftlt bie @orte, meil S)ieI8 Sutterbirn, bie i^r abnli(^, aber 
beffer unb weniger Ibmigt fei, fie erfe^e, für entbel^Hd^. Sud^ mbd^te 
fie bei ben nieten }e^t norl^anbenen neuem 93tmm aderbingft nur nod^ 
fflt ben Sortenfammter äBertb befl^n. 

Cigenfd^often beS Oausned: betfetbe »&i(8t na^5bitl fe^r lebhaft wib- 

fMt tmb wirb ein großer, fe^r frud^tbarer Oaum, »erlangt aber leichten, fe^ 

»armen Ooben, gebeizt gut auf Duitte. ^ ift tenntlic^ an feinen fd^malen lang» 

gefHelten fUittemben SBiatiem, boi^ ifi er, wie fc^im Oberb« unb Oöbitfer fanben, 

gegen ^rofl empflnbUc^; mir felbft ftarb im Ce|ten falten IBinter ein in fd^&nfUr 

Straft fie^enber, j[unger ^yramibboum odUig ab unb tonnte i4^ b(o^ no<l$ einige S»etge 

retten.-— BUIter (nie ii^ bie 6orte von Siegel befi|e)ftnb Ian|ettförmig ober 

fe^r Iftngli<$ eifftrmig, IV«— l>/i" breit, 8" lang, bfteri aa4 ettoaft eirunb, gloitr 

meift oerloren unb jhimpfge|a(nt, ober aud^ gan}ranbig, meifi flac^, nur etmtfS 

»eSenf5rmig, 6tie( bflnn unb biegfam, oft 2" lang. — SSlfit^enlnofpen Ittri« 

tegelfdrmig, fafi runbUc^ fhimpffpi|, mittelgroß, gelibraun. — 6ommer}meige, 

»ie fie au(^ 2)iel befil^reibt, gelbti^braun (orleanSfar(ig), ^ie unb ba oermif<|t 

mit €lriln, mit nii^t (ftnfigen (ftngli^en wei^ranen ^untten. 

KB. 2)ie «bailbunf ifl auS aRa9er t XUI, bie am^Diel all fe^r fd^b«^ 
be|ei<i^net. 

3. 



125 



Na 51. SOMsi %n Ibtte. l, 2. ^ fbitU lY, i b. 2uc\ n, 2. 3«9«* 




WUblmi) tioft Potte, xitu ** t ib- 

^eimat^ unb SSorlomtnen: Sllte betanttte fran)5ftfd^e @otte, 
Mon Duintiti^e unb SDul^atnel l^atten bte Besi de la Motte. — 
Surbe aUSßilbling oufgefunben unb Derbanftmal^rfcl^einlid^ ben9tamen 
i^em t$tnbcT ober Serbreiter. 3n S)eutid^lanb ift fle auc^ fc^on l&n« 
g/tt betannt unb vielfach angepflangt. 

Siteratitr unb Snnonpme: ^ieII.6.7l;2)itir.I.6.680; 2:. D. ®. XIIL 
€L 11. U I; Obetb. 6.427; £ttc. ®. 195. ®tftneeergamotte, 0raue fdtt» 
fl«ino tt e, ® rflne $et bfib er 0amotte,®tflneaRulle6ufd^ in @übb(utf erlaub, 
^kkBtpfdU unb ^ro^e ä)rafanncin2!^flniigm, Bergamotte oratatiiietai 
^imooefifibcii, Bain Armndi, Bourri bUno d« Jerity iiail(b.£onb«Cat» 

(Seftalt: oer&nbetUd^, balb {iemlfa^ tunb, bcr Beuxrä blane ft^n^ 
IUI, balb mel^r lAnglic^, 3^' breit unb cbcnfo ^0df, oft größer, befon« 
berS am Bi^^fibaum; oft in ber 9htnbung unghid^. 

JCelc^: llein, offen, {iemlU^ tief eingefentt, oft mit fd^nmd^ Seilten. 



1?6 

ettil: M« Vi'' (auf), in fWner mcifi UMgtt ^ffU. 

&dfalt: ctroad raul^, grün, fp&tec me^r grunlic^ l^edgelb, o^ne 
loal^re SlAt^e, \thoif mit vielen feineren unb gröberen erbgraucn S^unU 
ten unb mit fRo\t, befonberd nm bieJtel(|toölbung, oft au(4 mitf(|n)&rg» 
lidften Stoftjlecfen, befonberd in ungftnftigen @ommern unb SBobcn. 

§Ieif <!^: grünlid^ioeig, faftooU, buttet^aft fc^melgenb, oon er^abeneiii 
3u((ergef(i(ima(f, ber aber in f^Ied^ten @ommeru etmad lodflertg unb^ 
gteid^fam roiVb ober frautartig mirb« 

fternbüuS: gefd)Ioffen, JCammern geräumig, mit ooQfommeneit 
ober arifff tauben fternen. 

Keife unb SHu^ung: SRitte Oft., oft 9loo. bis {)e)* — 8Uibt 
aud^ bei o* ^lotoio in ungünftigcn ^a^ren unb nic^t jufagenbem Soben 
Y((mlerig unb faftlod, mirb iebo(| ein anbereS SSStal auc^ fel^ft ^o<l^ 
ftftmmig fe^r gut. 

Sigenfd^Qften bed Saumed: berfelbe ro&d^dt befonberd in ber 
^[ttgenb lebhaft, I&gt aber balb nad^ ; feine ttefte ftel^en fpaterbin mei^ 
ftarl ab, mac^n feine, fteife, bomenartige ^ruc^tfpiege unb ^^i* 
ttttl^en, moburc^ ber Saum einem SOSilbling a^nlic^ mirb. aOBegen feiner 
verworren mad^fenben, Iric^t grihbig merbenben 3^0^ W ^^ ^^ 
fd^dned Unfeinen, ift aud^ auf (Stanbort unb Soben eigenfinnig un^ 
bann menig tragbar (g. S. in meinem f(^meren Soben fe^e id^ fetten 
einmal an einem nunmehr 20i&^rigen Saume eine noOtommene ^rucbt); 
am frud^tbarfien fc^eint er nocb auf Ouitte nerebelt gu fein. — lieber» 
l^ttirt f($eint ber Saum anbermartd ergiebiger gu fein, benn feine Vn» 
pflangung mürbe von ber SSerfamniftung in ©ot^a befonberS empfobicn« 
— Sl&tter eirunb, febod^ mit fe^r langer auSlaufenber Spi^e, US 
2" brfit, 4" lang, oft bergfSrmtg, eingelne auil^ eiförmig unb tangelt« 
f^tmig, glatt, gangranbig, bo<b gum Zbeil noc^ f eingejagt, am Stanbe 
etmad meOenförmig unb nad^ Sorne etmaS fi^elfbrmig gelrummt. (S)ie 
St&tter ber Sommergmeige oergleid^t t>\ti ben Sldttem ber $ftrfid^e 
Belle Chevreuse ober, mieSDubamel fagt, ben S(&ttern ber ItnatfiDelbe» * 
Xiie SUtter ber Fruchtaugen feien gr%r, Iangova(.) — Slütbcn^ 
Inofpen girmlidl gro§, Unglid^ IcgeCfSmiig, foft malgenf Stmig , fluiNpf^ 
fSdpVih ^^ ^b ^a geßmoDig. — Sommergmeige bünn unbfd^anf^ 
oft gctrjtanmt, awl ftuftg, buntel«, etwa» briuniid^riln, ft^«t(igMi^ 
pmltiit, ^e ttnb ba gtlbroflig unb riffig* 

HB. S)ie Ubiftmig \^ eiesfoBd mii «19er tsb. U, bo4 im bceOMIt, Mt 
ibt unter gfittfügett nmfutnben an 3»er0bftttmeit fiifbrnmi 9(m ^o^fiomm bleut 
fU meijt fqott ungleich Keiner. 

3. 



127 



No. 52. a)tr Bin tnt I, 2. 9. 5Dier; IV (III), t h. One., iir, 2. Jofim 




9ie ütncent SMeC. *** $. 

^eimat^ unb ^ortoutmeu: Stet erhielt ue a(d liousselet 
8i Tincent .oon pait Wond otjiie toeitfre @if(ärung bee 92amen8, 
— Oberb. foitb aber, bag )ie von ber dloDemberbrd^Qiitdbtrn, bie 
2)tcl ald Boyenn^ d^hiver ebenfaDd Don oaii SJlond o^ne roeitere^it^ 
t|e{(ung etbielt (roeldyen Hamen er, nett fi? leine SSinterbirn mar, in 
9lo9eiiiber«^(^ant8btrn oertoanbdte), ttid)t Derjc^icbeii fei. 

2tterattit unb e^non^me: ^ieI9{. 5t.«0. Y.G. 147; 2>iHr. I. 6. 671; 
0(etb. 6. 400: Koufselet 8t. Vinoen». — 2)ie( 9<.5t.«0. L &. 179; ^ittr. 
I 6 664; C^etb. e. 3!?8: 9looem6etbe(^aiit0birn. 

9eftoIt: dmnb ober trei{rtfdrmiii (wie S)iel fclbft meint, ni4l 
eigeirtH^ ruffieletformifl, fonbrm wie eine rc<^t ftorfe @TÜne ^erbft^ 
inderUm *), 2Va" ^^^ »i^^ ^ft cbrnto ^« ober V/' ^^t. 

*) ^04 f4eint btefer Sern(ci4 lornia (tlfltfl{((. — 2)ic Koi).rlCe((aittd(ini 
Ief4tctbt er freifetfftrmig* ober eif&cmiar ber HMurr6 blano ober ber Jberbftcoloma 
Miiti«^ — bie Sincent ali eifdrint(( oi>er obacftampft conifc^. — X\t gnic^t, wU 
fic oNit vorliegt, i{l eigentlich bie 92ooemberbe4antdbim. 



128 

Sttläji turj, l^artftlittrig, offen, gerftumig, ioäf )ietnlt$ eben 
ebigefentt. 

(Btitl: hid, roxt \iti\^li, Va'' lang, obenauf oie eingebr&ctt, bo<l^ 
meijl etnKtS vertieft. 

<B^alt: ttxoa^ fein taubr l^eOgrAn, fpater gelb, ol^e Stttl^e, bod^ 
mit mel^r ober romyx gufammen^ängenbetn 9io[t unb etn)afi Moniten, 
oft au(^ f(!^n>SrjUc^en Stoftflecten. 

i^Ieifc^: n)eig, fein, faftreiii^, butterl^aft, oon erhabenem n>einarttgen 
3u(tergef(j^ma(t , ä^nlic^ bem ber S^rafanne nad^ S)te( — geigt l^iec 
meift etroad @teine, ift burd^ eigentl^ümtid^e feine Siure pÜant unb 
»enigftenS in geroifien S^^^^n red^t gut. 

jtern^aud: Kein, nid^t ^o^tad^ftg- Kammern mufd^elformig, mit 
Dielen aud^ oben etwaft gugef pikten ICemen« 

Sfieife unb 9lu^ung: €nbe Oft, 14 Sage, loum 3 Sßod^en. 

(Sigenfd^aften beS Saumed: berfelbe n)ac^dt ^ier ixocn gnr 

3rtt gut, bod^ g^tncigigt unb fd^eint g&rtlid^. Wöc^te fid^ nenigftend 

bei und nid^t, rooju i^n ^iet empfiehlt, gut ^od^ftammform eignen. 

®ebei^t ieboc^ uad^ S)ie( aud^ auf Quitte unb bringt barauf voHfoni^ 

mene f^ruci^te. — Sl&tter Idnglid^ eiförmig mit furj auSIoufenber 

@pi^, oft Idng(i(^ etrunb, rtmad l^erjförmig (oiedeic^t mebr m ben 

eirunben gu fleflen), VU-Vj^" breit unb 2%*' lang, glatt, feingeffigt, 

etmad fd^iffförmig unb ^alb fi<l^elförmig, fe^r buttfelgrün, m&Big gtin« 

jenb. — Slütl^enfnofpen gut 3^it Hein, f urjfegelformig, giemliA 

fpt^. — @oinmergmeige grünlichgelb, gegenüber btdunlid^grün, fein« 

gelblid^ punfiirt. 

9(nmerfun(|: ^ie von Dberbied oermut^ungStoetfe audc^efproc^ene S^entitftt 
bet o6iqen betben Sorten fann i(b nur beftfttiam. S>te 9}ot) s^e<i(antWrn 6a(e t<( 
oud ^loetter^anb von Steffel, bieSincentoonltittrtc^, beibe jtnb ni^t oon einanber 
tu unterfc^eiben unb beft^en oud^ biefelbe Vegetation. (Sine nie bie anbere ^at au4 
bte fcbiDärglic^en Sioftfleden, bie bie grucbt in {(^(ed^ten gabren faft unbrauchbar 
moc^en. •— Oberb. .unb o. ffloton) äugern ftc^ ebenfaltd nic^t künftig über bie Sorte. 
9ei0berb. wirb ber99aum (etc^t srinbig unb ber^efcbmact ift in fc^Iec^ten @oni* 
mem einfc^neibenb. 3?ach o. ?^Ioton) beft^t biegrud&t bie nleicberi gfebler unb guten 
(^igenfcboften nteBeurrö blano unb bat vor biefer leine Sorjüge (9Ron,IL6 227) 
— Sft befib^l^ ujobi nur fflr ben ©ortenfnmmler »on 3Bertb, bocb wirb fte bei oc-- 
bbrigem 6(but überall nocb gebei^en. ^a 92oo.s^e<J^antiSbirn ober oielmel^r, i>a 
DoyeDPÖ d^hirer jtur Serwec^elung mit ber 9B ^^ec^ontdbirn ä^eranlaffung geben 
iann, fo wirb man fie am b(ften unter betn obigen einfachen 92amen bebatten. 

3- 



129 

No. 58. VmMtWfii. in, 3. 2. 2)iel; in, 2 o. Suc; m, 2. 3aK 




Jßatülit§h\xn. @id(er. • f\- §• 

S^timai'f) unb SSorfommen: S^benfaQft beutfc^en UifprungS; 
tourbe früher l^ier l^iufia gepflauit, i[t aber burc| bie neuetm Simeit 

i^eilrDeife Derbiäitgt toorbeit . 

£iteratur unb ©pnonpme: X. D. ®. Till. @. 91. t. 5 (nur etmad )U bitf). 
— e^rifl $bro5. @. 200. — Son bei $ardben5tm (Bellegarde) in ^ittc. 1. 6. 005, 
loie tc^ Pe von Oberb. ber von Siegel et^altenen rdmifdben 64maU(tm gleict fiabt, 
ift fic verf^ieben, bo4f4eintbte »^einif(^e «ßatabieSbirn tm 2;.]b.®.XVL 
6. l9. t. 2, tote au(( ^t<f (er meint, btefelbe Sorte )U fein. — 9Cu(^ bie Sirgoulettfe 
Hub dolmot »erben (ie unb ba $arabied(im genannt 

Oeftalt: bauc^ifl fegelfdrmig, of( ttwai birnfSrmig, oben abge» 
nmbet, bid 3'' lang, ctnad über 2" breiu 



130 

jteld^: sro^Mfittrig, fiernfSrmig, offen, meifi ffad^, obenauf. 

Stiel: V tao^ bid, j^oljig, loie eingeftedt, oft ttroM fettiDartft* 

BitaU: gtatt, srfingelb, fpdtrr citronengelb, mit blaff cm, bo4 
oft ted^t f<^5nem, biSioetlen flretfigem fftoi^ unb mit feinen brftunUd^en 
iinb gtflnbrounen Ißunften, biSmeilen aud^ 9ftofi{Ie<fen. 

t^Ieifd^: meiggelb unb biilc^ig, umS JlembauS fteiniflt anfangs 
nid^t fel^r fa^etd^ unb b^tbe, in ooder Steife )ebo<^ rec^t faftooQ nnb 
l^albfd^melgenb , oon einem fafi l^onigffl^en, f^mod^ muetateOeraviisen, 
guten ©efd^mad. 

5tern|au8: grog unb bveitfammetig , mit noOlommehen ftemen* 

Steife unb 9lu^ung: (htbe Oct, 14 Sage, lfll^( aufbemal^ 
ober audb bis SBei^nacbten l^altbar. S)ient aud| red^t gut gum Jto(^eti 
unb Sd^ni^en» 

(Sigenf(^af ten beS 8 au med: berfelbe wirb in Wirten gro^ 
unb ftatf, mit aufredeten, bocb fp&iet l^&ngenben Skften. S>iefe merben 
oft gtinbig unb fterben ab , aOein fie oet jungen flcb burd^ Sßafferreifet 
moburd^ freilicb bie $orm beS Saumed unregelmäßig unb fpetr^af t mirb. 
3ft brßungeod^tet eine fftr rauhere ©egenben geeignete @orte, bie gut 
butd^ bie SBtnter Tömmt unb aud^ nod^ J^od^ft&mmig gepflanjt merben 
tonn, unb abmec^felnb redbt trogbar ifl. — S.l&tter eiförmig, fanfl 
8tt0Mp{^t, oft etmaS ^ergförmig, auc^ eirunb, 1^/4—2'' breit, 2Vt Üi 
2'/V' lang, furggefpi^, unten oft etmaS moflig, nur nad| SBome bcitt^ 
Ud^ gejal^nt, etmad mellenformig, 6pi^e meift nad^ Unten gefrfimml; 
jiemRd^ bunfdgtfin, bod^ mattglanjenb. — Slütl^entnofpen giemlid^ 
groß nnb fpi^, fd^nmrgbraun mit llaffenben S)edtbldttem, etnwS ftiber« 
I^Autig. — @ommer}meige olioengrün, gegenilber braunrot)^, nielfad^ 
ttnglid^ meiggelb punhitt 

NB. S>ad abgebitbete Csemptar i{l 00m Qod^fiamm genommeit. 

■ 3. 



i3i 



lTo.54 KttttffnMtilLn,8.Z3>icI;m,2b, Snc-, 11,2. Ss^n. 




^etnat^ unb SSortominen: ^nt> r<4 im Kartete im ^ngeg« 
l^n S^offau, nttitt« fdiift ^<f|ifiatttit negni ftü^tr bie ®ptbne 
fc«ff4aft ^t§. S8o^ bi< Sirne eigctitli^ ^ammt, ^at S>lel nic^t er* 
ft^mt S^^t im fl&rigtn S>tut[<I)Iaiib nw^ mnig oerbctltct. 



132 

Sitetatuc unb 69non9me: ^iel 92.lt.fO. IV. 6.223; !Dtttr.I6. 667; 
D(erb. 6. 387. — 9la4 Setterem $at 2)iel bU Sorte fraget a» 91 äff au et 
fPfunbbicn oerfanbt. 

©efialt: 6im^ ober flafd^enförmtg, meifl fel^r tegelmigtg unb 
f$5n, gro^, oftfclrgrofc bi8 38 fiot^ fc|roer, 37," bcelt unb 4Vt" taug . 

Jt e l d^ : lur jbldttrig, l^artfij^attgr iiemttd^ offen, loenig eingefetttt 
ober flad^. 

@tiel: stemlid^ flart, l^olglg, 2%" lang, obenauf, tote eingefiedt, 
mit f^Ietfd^anl^ang ober mit einem SBulfte. 

@(iale: fel^r gtatt, grilnHc^gflb, fp&ter mel^r l^eEgetb, meijl blut< 
artig l^eürot^ ntxtoa\^tn unb J^eUbtaun punitirt. 

gleifc^: meig, faftooll, marti^t, J^albfd^melgenb, oon angenehmem 
guderffl^en^ ftarlen SRudlateHergefd^mad na$ S)ie( — l^ier meifl etmaS 
raufc^enb, aud^ ifterd fein^einigt, bo4 oon gutem, |inlingn(| fftgem 
itnb gem&rstem, menn aud^ ntd^t gerabe muStateOernbem ©efd^mad. 

ftern^aud: Kein, ftail, ^o^lad^ftg, ßammern lang, mit wenigen 
langen, fpifeen, laffeebraunen ftetnen. 

Steife unb Slu^ung; 4Snbe Oft, 14 Sage. — S)iel fagt im 
iBerj : „Som Sanbmann gum ro^en ®enug fe^r gefc^A^t/ — ftann ober 
nad^ meinen @rfal^rungen aud^ noc^ alS Xafelfruddt Mencn unb finbet 
als gro^e, fc^öne ^ruc^t überaD Hnllang. 3ft gteid|fam eine boppett^ 
ober nod^ me^r oergrögerte 9i5mifc^e ©d^malgbim in ber gform. 

@igenf(^aften bed 93aumeS: berfeibe mdd^St auc^ l^ier frftft|g 
unb aufredet, boc^ mit eingetnftel^enben, bid^t mit g^d^t^olg befe^ten 
Zweigen, bemieS fid^ auc^ gegen ftalte bauer^aft, ift beg^alb gur $od^ 
ftammform geeignet. 2^rägt gmar erft etmaft fpit, bod^ bann faft jäl^r^ 
lic^ unb giemtid^ reid^tid^. — 83lätter eirunb mit etma8 oortreten« 
ber @pi&e, auc^ 5fterä eiförmig, gumeiten l^ergformig, gtatt, unbeutUd^ 
unb oerloren gefigt, oft ganjranbig^ me^rfad^ meQenförmig, groB, oft 
fe^r gros; 2^U" ^reit, 3V4" lang, glemlit^ bid unb fteif. — Stiel 
ftarl unb fang, bis 2", oft fd^mad^ gerottet. — iBliltl^enlnofpen 
bid, lurgtegelfdrmig, btSmeiten faft fted^enbfpi^, buntelbraun. — @om« 
mergmeige lurg, oben ftufig, mit oerbidtec (Snbfnofpe, gelbbraun, 
gegenüber ^edröt^Ud^, fein n)eiglid^ punttiit. 

NB« $err ©e^eimrat^ 0. t^Cotoio in IDreSben war fo afltig, bie o5ige3ei<l^* 
ming ju geben. (Sc bemerlte baju, ba^ bie gfruc^t dfterd Ptel gr5(er »erbe» 

3. 



183 



No. 55. a»e fDtau I, % (l) 2 3)ier; IV, i (2) b. 2ttc; HI, 2 ga^n! 




PU •heiu »ici. • t «♦ 



^eitnatl^ nnb SoTtommeti: SBal^tfd^einU^ von tuin 9RoiiS 
erjogen; würbe »cnigPcnS wn i(m tiod^ b(m (etfi|intrn TtotutfoTfd^er, 
$rof. Oten, benannt. 

SitetaiUT unb e^non^mti SbUl 9t. ibO. TV. e. 162« — IDitit. L 
e. 688. — C(crb. 6. 885. — o. gloto» in SRon. IL 6. 261 unb lY. 6. 189« 
*- Siel etlannie fAoti, bo^ bte i^m von ocm SXond a(S Oken d'hirer gefciu 
bde Cime feine fSintetfnt($t »ov. 

®e{ialt: plolitunb: mit (urjer @tielfpit(e, aud^ an unbefd^nittenen 
Sftumen nod^ iiemlid^mittelgrof, 2% Bift 2%^' breit unb ebenfo (od^ 
0ber Vi'' niebrifler. 9lm Spaliere iebenfaOS gtblet. 

jteld^: ^artfd^Qlig, TuriblSttrig, giemlid^ offen, in flerftuntiger, fafi 
Aener Cinfentung. 



IM 



@ttf l: ftart, l" lang, i^&enauf loif fingeftetfU 

€c^a(e: glatt, elioad ftarf, gelblid^grun, fp&ter l^rQgelb, meift 
«troaS erbartig gerötl^et unb l^ietbuTc^ golbarttg gelb, au4 mit me^ 
ober raeniger braunem Sloft unb unbetttlid^en fünften. 

%lt\\^: toeig, nac^ S)iel jel^r fein, überpiegetib , gang gerfd^mel^ 
genb, t)on angenehmem jägmeinfauerlic^en 3ucf ergefc^mad! , ä^nlid^ bcm 
ber Beurr^ gris, bleibt l^ier boc^ meift fömigt ober griefigt unb §alb< 
t(i^melgenb, aber ber (Sefc^macf ift gut, fogar red^t angenebm. 

ßern^aug: Hein, ge((^lof[cn. Ammern enge mit tleinen, laffee« 
(raunen jlernen* 

Steife unb Siu^ung: Anfang Sßoo«, in ÜReiningen Snbe Ott», 
14 ^ge. gür Safel unb äBtrtl^fd^aft gleid^ braud^bar. — 9lu(^ oon 
^(otom lobt fie ald bergamottartig geioärgige, menn aud^ nicl^t gang 
butter^afte ^erbftbim, mie Oberb. al8 fd^a^dmett^e i^erbfttafelbirn^ 

(Sigenj^aften bed 93aumeg: ber SSSuc^S ber bamit oerebelten 
^meige cined ipalb^oc^fiammed ift l^ier {r&ftig unb fiart aufm&rtS 
ftrebenb, auc^ bejeigen fie ftc^ red^it tragbar, megl^alb biefe, menn aud^, 
loie i^err 9%ein^arbt meint (tRaumb. Sbtx.), gu i^rer 3^^^ ^^^ vitlm 
onbern fibertroffene Sorte, boc^ immer biigube^alten fein mSc^te. Saut 
fic^-iebenfaOd alg iß^ramibe auf äßilbling am fc^Snflen. — Sldtter 
I&nglid^ eiförmig mit mei{l au^laufenber €pi^e, 1'/«" breit, bid 3'' 
lang, modig, m^ift oerloren unb ftumpfi» ober nur on ber @pi^ ge^ 
1&gt, oft gangranbig, fd^mac^ fc^iffförmig, etmad meHenförmig, <Spi^ 
oft gutücf« ober feitm&rtd gebogen, tlbern 4^eutli($ fid^tbar. — 83Ifi< 
tl^entnofpen lur^fegelförmig, faft fted^enbfpt^, mit borftigen ^ed^ 
blättern. — Sommergmeige etmad modig, an ber®pi^e oerbictt, br&uft< 
lic^gtün ober grüubraun, gelblid^ punhirt. 

3. 



136 



No. 56. exant SntMtMinu l, 2. 2. ^ie(; lY, 1 b, £uc«; IV, 2 Sa^tu 




Staue Pediatttsbim. 2ite(. ** f $. 



^eimatl^ unb SSorlotnmen: ^at fc^on SDul^amel belannt, ifl 
»al^cl^emlidl eine f ran jSftfd^e ^^rud^t, bie je^t in ^Belgien Diel gepflanzt 
nrirb. 3n S)eutj(^Ianb ift fte, xoit ed fc^eint, weniger verbreitet* 

Siteratur unb @nnon9tne: 3)iel L €. 65: ©taue ^ec^antdbirnr 
I)oyenii6 gria; 2)tttr. I. 6. 647; Cberb. @. 326. — ^pnonpme: DoyennÄ 



TOBe, tote i$ fte oon^erm Cbrrf5rfter @c^mibt fa$. -~3m $)amiooerifd^en ^ei(t 
fte BeuFrd brun. — ^te eBenfaUö lange für flbereinftimmenb c^e^altenePaBsa- 
ftntti (5Diel I. 6. 210) wiK $err SC. aRaQarbi anberg beftfen ( SRon. Kl. 6. 209), 
unb Oberb. f^reibt mir, ba^ fd^on bie von il^m erhaltenen ^ropf^neige bie Sev« 
f<^ieben^ett }U etfennen geben. 

® e ft a tt : 5Cer Beurrö blanc fi^nlid&r cirunb ober treijelförmla, 
oben abgeplattet, unten tegelffirniig ftumpfjpifc, oft fo l^od^ wie breit. 



136 

iiitoeilen aud^ iux^ Srl^aben^eiten ungleid^ in ber SRunbung, 2V4 US 
2V4'' breit ttnb 2%— 3'' ^odj. 

'fteld^: gefc^Ioffen, meift in etwas {lädier unb ebener (Sinfenlung, 

Stiel: bis ^4^' lang, in giemlid^ tiefer unb enger ^i^lt. 

@(|ale: fein, bünn, glatt, ntattgelb, bod^ faft gftnjlid^ girnntt^ 
farbig beroflet, an ber @onnenfeite oft trflb gerötl^et, ^ierburd^ faji 
xhi^li^ golbgelb unb mit ftarlen giuntten, aud^ ^ie unb ba etwaS 
fd^ioSrglid^en SRoßfleifen. 

^leifd^: »ei^, oft tixoai ttmigt, faftooQ, butterig, oon rofigem^ 
fein mfiSürtem 3ud(ergef(!^ma((. 

fternl^auS: gefc^toffen. j£ammern ger&umig, mit ooKtommenen 
fd|marsbraunen Jternen. 

Steife unb 9tu^ung: Knf* 9loo., oft Snbe Oct, 14 Xoge. 
Stedpt gut, nur leiber non htrjer S)auer* 

(Sigenfd^aften beS SaumeS: berfelbe }eigt [x^ ^\tx fd^nrnd^ 
ȟd^fig, mirb aud^ na^ SHel nic^t grog, l^t atel^nlidgleit mit bem non 
B. blanc (SKbt auf SSilbling fd^5ne ^pramiben, gebeizt jeboi^, mie 
eB fd^nt, aud^ auf Ouitte, voW aber guten, nid^t trodCenen Soben unb 
»armen Staub, ift bann auc^ red^t tragbar. (Segen ^o^ere Itdttegrabe 
ifi ber 8aum empfinbtid^. — 831&tter elliptifd^, me^r obermeniger 
löttg jugefpifet, iVa— IV4'' *reit, bis 2V4'' lang, oft faft lanjettförmig, 
oft aud^ eiförmig, glatt, gefdgt, etmaS f^tffförmig, langgeftielt. — 
Slätl^enlnofpen etmaS Ifinglid^ {egelförmig, flumpffpitf. — @om^ 
merjmeige grfinlid^gelbbraun, gegenüber fajl rötl^lid^gelb, fein {(i^mu^ig^ 
»eil punltirt. 

KB« li)ic8ci<j^nung ifl na<l^ einet am frcifie|cnbcn l^^ramibBaum et^o^enen Stuckt 

3. 



13' 



Ko 57. «sine <keilft|8<ef lim« I, 2 (3). 2, JDiel; IV, l a, £ttc;!in,2.3t>a. 




Ctttiif Utixhft^uiitMtn. xui ** t $• 



^eimat^ unb Sorlommcn: SUle fronjoftfc^e Sorte, bie bc« 
mü mify in S)eutfd^Ianb f^on jiemlic^ verbreitet i[t. 

Sttcvattttunb ^pnoni^me: ^ie( I. ®. 87 bie ©raite ^tvhft* 
luätthitn, Le Suer^ rerd ober mie Duintinpe unb t^u^amti f ^rieben „Tert/* 

— VUdtt matnite fte Md^ Le Siier^. itnoop bot M €^n. Herftt- »ober 
Oetobcrrt'Saiker P«er, 8h NieolaB Peer^Brederoo, Gtoent Saiker 
Peer (ati^ Blaoqvet d'Ratontne, »ad ahn na^ 2)iel jebenfaSiS felf^ ifi). 

— ^fi|t im SBflrttemberdiif^cn ®rflne 3u(!erbtvn, ®rflnc Oetdamoite 
Shc 6. 189. — (Eat £onb. ^at au(( no<^ Green Sug.ar. — 2)ittr. L @. 213. 
Oteb. 6. 434. 

®e{talt: eitunb ober eiförmid, tioc^ betn Stiele gtt {lumpf legel^ 
fitmtg, oft iiemli^ lang, nie S)iel angibt 5'' lang unb nur 2 Vs'' breit; 



138 

fel^r oft fal^ tc^ fte aber aud^ {firjer gebaut , alS fie oben ge}ei<^net ift, 
an freien ©lanbbäumen meift aucb etroad {(einer. 

^el^: offen, fternförmig, in -ger&umiger fetd^ter, oft burd^ Qx* 
l^aben^eiten fd^iefer (Sinfenlung. 

©ttel: big IV3'' lang, obenauf ober fc^uKid^ nertieft, aud^ burd^ 
leiten auf bie @eite gebrfldFt, am (Srunbe oft fteifd^ig. 

@d^ale: etwas ftarl, aber gefc^meibig, matt J^eHgrfln, aud^ fp&ter 
nur toentg gelblid^er, ol^ne SVotl^e, bod^ mit Dielen feinen fünften unb 
etn)ag 9loft, befonberS um ben iteld^« 

^leifc^: gelbli^toeig, etmaS fteinigt umd ^ernl^aud, faftnoQ, but« 
terl^aft, oon erl^abenem judCerfügen ®t\ä)mad, ben Stet al3 fein melonen- 
artig bejeid^net. 

ßernl^aug: gefd^Ioffen, l^ol^lad^fig, Kammern enge, bod^ nieRemig. 
^^on ber 5teld^r5l^re fielet man bie Slfltl^enfiempel alg f^nnirjen $aben 
bis ans ^embauS l^erabgel^en. 

Sfleife unb^lut^ung: Slnfong Xooember, oft @nbe Oltober, 
t^l aufbemal^rt bis ©egember. — SRec^t angenehme gi^ud^t für blc 
Safet unb gu aDen anbem ^totdm. 

@igenfd^aften beS SSaumeS: berfelbe m&d^St in ber ^^genb 
gut , mirb aber nur mittelgroß , ift red^t tragbar, fe^t bfifd^elmeife an, 
verlangt jebod^ mannen , lodern Soben unb guten , ni^t brennenben 
©tanb, gebeult aud^ T)ortreffIid^ auf Quitte. — Selber leibet ber »aum, 
befonberS in nid^t geeignetem 93 oben, am ®rinbe ber ^rodit, unb in 
l^arten SBSintem burd^ ftfilte, fo ba§ gange Slefte abftevlen unb ed 
fdjmer IJSlt, fdjine ^wttg^üamt oon i^m gu ergiel^^n. — SJlftttcr ci« 
fSrmig unb länglid^ eiförmig mit aufgefc|ter Keiner ©piftc, IV*" breit, 
2V2'' lang, JfterS langettförmig, glatt, meift fein*» unb ftumpfgefagt, oft 
unbeutlid^ Scfägt , f[ad^ , nur bie ®pi^e etmaS gurfldfgebogen , Stiel oft 
bis 2V/' lang. (SDiel bef^reibt baS SBlatt ber ©ommergmeige als mal^r^ 
^ft 9to§, langooal, gegen ben ®tiel fd^ief eingefentt, fo bag eS im 
auflegen eine ftarfe Ärempe madjt — alfo fid^elformig — unb fiarf 
rüdteftrtS gebogen, feiert* unb ftumpf gegdl^nt , 4" lang, 2" breit, fonft 
non ber befd^riebenen gorm.) — Slütl^entnofpen gur ^txi Hein, 
legelfSrmig, etnwiö ftumpf gefpi^t , faftanienbraun. — ©ommergmeige 
oft gegen bie ®p{^ bin nerbidCt, grunlid^braun, Dielfad^ fein melgUd^, 
etmaS margig punitirt. 2!* 



139 
No. 58. KQ$at$n§ »üücrHrtt. I, 3. 2. 2>ieC; Hf, Ib. Suc; III, 2. Sa^m 




/ 



/ 




Mapoleons Putterbicn. 2)ie( ** i f ij^. 

$eimat]^ unb 99orfominen: ^er SBeinfc^enf Siarb in 3)ton^ 
<tjOfl jic unb Warn bofflr eine üWebaiae. 3ft ftereitä in ©eutfc^tanb 
<oieIfa(| c^epflanst unb ald eine ber 6ef)en Sirnen befannt. 

Literatur unb Sonon^me: 2)te( YIII. @. 60: SRapoIeond Butter« 
^trn, Bearr6 Napollon-, ^ittr. I. 8. 677; O^etb. €. 303; £uc. 6. 184» 
— 3n Seiden bei^t ftc äfffiemem Bonohr^tien Kapol6on (S9b. I. t. l8, 
AanaLdePom. UI. @. 27); ibre vielen fl 5t ic|en fr anjöftfc^en 92amen flnb: Poire 
ifapoUoD, P. Liard, P, Medaille, P. rFmpereur, Gaptif de St. Ue- 
Hne, Bonaparte, Gloire de l'Emperear, Charles d^Autriohe, 
Charles X, Belle Canaise, Poire Melon, av(^ nac^ be 3ong^6 JMabille 
unb na^ htm Si^on. 93er. nod^ Dumont-Dumortier. — lDie@ro6e grüne 
fRat{&nb<rln, Milan Grand, Qrote Milan (^iel 92.^.0. Y. 6.185) 
fanb Dbetb. bamtt ibentifc^. 

@e[talt: [tart bauchig, na(| unten ftumpffegeltSrmii} ober bim« 

lormig, oft n)ie bie ^ommtx^ ober IfB.'^pot^eterbirn beuUg unb burc^ 

«r^ttben^elten uneben , am ©paliere SVj— äVi" ^ocf; unb 2*/J' breit, 



^ 140 

an freifte^cubcu ^"^ramibcn unb ij^ec^ftommen aber tnnl^ Iteiner, urie 
ber Umrig jetgt. 

Sttli^: oft unocatommen , l^alb gefd^Ioffen , balb fet^t, balb tief 
unb eng cingefenit, meift im\6ftn Seulen. 

Stiel: fe^t ftart, ^olgig, bod^ nie flei{(|ig, Vi'' I^g, obenauf 
roit eingfbrudt, ober smifd^en Seulen üertieft. 

Schale: glatt, faft glinjenb, grün, fpitet gelbgrün, o^ne Stotl^e,, 
bod^ mit oielen feinen braunen fünften. 

^leifd^: mattweiß, überflie^enb , non foI(^er SaftfüQf, ba§ vian 
bie Sruc^t gu trinfen glaubt, non einem ber (Eolmat ftl^nlic|en er^bcnca 
^udtrgejd^mad. 

Aern^aud: nic^t grog, ftarl l^ol^la^ftg» Jtammem enge', mit 
wenigen oft«unt)oQfommenen ftemcn« 

Steife unb 9tu^ung: (Snbe Ott. bid in ben 9lon., oft bid 
S>esember. — 9Sellt nid^t. — (Sine ber betitateften ^fetfrüd^te , bir 
anbere gleid^jeitig reifenbe Sorten entbel^rlid^ mod^t. ^n i^r ift 3^'^^ 
®emfir2 unb ®&ure auf d Sngenel^mfte gemifd^t 

(Sigenft^aften bei SBaumeS: berfelbe m&d^St gemüßigt, ift 
aber gefunb, augerorbentlid^ frud^tbar (gleid^fam bie Sßintergolbparmdtie 
unter ben Simen). Sringt oft no<^ eine gmeite Slüt^e, ani ber aber 
leine noDtommene ^rud^t mdd^dt. Seibet leiber ifterS in (alten SBintem 
unb mirb barum nid^t alt, erfe^t aber burd^ balbige unb faft jlA^rlid^t 
Sragbarfeit feinen oorgeitigen SJerlufL Vm beflen ate freiftel^be 
^pramibe auf äQtlbling oerebelt ; gebeizt aber au<l^ auf Duittt. Stanu 
angelegentlid^ft empfohlen merben, mie biefed aud^^ non ber Serfammlung, 
in.@ot]^a unb Slaumburg gefd^el^en ift. ^od^ftftmmig mag man ben 
Saum aber nur in gefd^ü^te (SMirten (ipauSgftrten) pflan)cn. -* Clfitter 
eiförmig mit meift etmaft nortretenber @pt^, aud^ runblid^, eimiib 
unb breiteaiptif^ oft furj^, oft langgefpi|t, 2V4— 2»//' breit 2»/|"-3Va'* 
lang , glatt , bejonberd an ber <Spt^ beutlid^ « , etUKiS grobgefigt , biS^^ 
meiten gangranbig, bunMgrün nnb glanjeiÄ, flad^, nur ^ie nnb ba 
etmafi medenförmig« — Slütl^enlnofpen etnwg tutglegetfbnnig, meift 
f!ed^enbfpi|, S)e(tbl&tter etmaS borftig. — (Sommergmeigebiemeiteti 
ftu^g .unb fantig, ^eOolioengrün mit fd^mu^igmeigen Sßunften« 

3. 



141 



No. 59. Hatte gattifc I, 3. 2. XitU ni, l a, Suc; m, 2. Salin. 




Ülane l^utfe« o. ^loto». ** 1 1 $. 



^eimatl^ unb aSorlommen: %it S)uqueSne in SJionä erjog 
^ 1809 Qui Samen, loegl^aK fit aud^ am meiften ^^RatieSouife, 
^uquedne'' gef daneben mirb. Steint n)eber tn iBelgien nod^ in 
Seutfd^Ianb fo n^t^reitet unb betannt , ald fte eS verbient« SBio. 911b. 
^ fte nid^t ; etft im Y. 83anbe ber 9lnn« ®. 33 i[t fte Don Sioort 
bef<^iieben, aber at^ffaOiger SSeije mit itx nan ^onä' jd^en neuen iD^^arie 
^ouije oermed^felt. 

Literatur unb ^i^non^me: ed gibt brd ober fel({l vier SRarte Suifen. 
bie oorliegenbe alte ^uq. mit ben ©^n. Forme de Marie L. , Marie 
Ohr^tienne, Braddicka Field Standart (Srabb. ^elbl^oc^ftamm), 
i^rineette de Parma, Cat. Lond. eie ifl im SLUg. 3:.®.9K. I. St. U. 1825 



142 

unb in 2)ittr. UL @. 168 , in le^terem nod^ oon ^lotoio befc^rteben. ä)?it i^r 
ftimmt OberbiedES o. $um6olbtd Buttetbirn unb jene CalebasBe Bobc, bie 
er oon Surd^arbt erhielt, aud^l W^^^ Stugufte fibetein unb et be!am fte auA nod^ 
als Berg, de 8 ouhai t unb Benrr6 8t. Hubert aud (Sng^ien. (Oberb. 
@. 313 unb 316 unb SD^^on. I. 6. 47.) 2) Marie L. nouTelle ober noTa^ 
von van 9Rond erjogen, von $otteau Poire de Donkelaar (genannt &e^t 
auc^ als Stt. S. van SRonS unb SR. 2 3)elcourt (Epon. )Ber.)* Sie (at eirunbr 
noHige, gangranbige Si&tter. 3) Marie LouiBe the Second, me^r be{annt 
unter ben 92amen GomtedoLamy (tDoroning unb (Eat.£onb.) 9laA $o|)eIeUL, 
^at fte £eon Secferc ergooen, fte untertreibet ftd^ ^ur^ lanuttförmtge platte 
IBIAtter. 4) Marie L. d*Ucole, oon Gambier aud ber van äRonS'fd^en SR. £^ 
erlogen ($af)e(eu). 

@e[talt: eiförmig ober I&nglid^ Icgelförmig, oft ettoad bitnfirmig^ 
mel^r ober toeniger ftuntpffpi^, in einjelncn (S^etnplaren aud^ ftaff^en«' 
förmiß, mittelflrofe ober groi 2-2V2" ^rcit unb 2'/«— SVi" ober etroag^ 
wel^r lang. SBog 6ci d. glolow 1857 WS 16 Sotl^. 

Sttl6): offen, langBI&ttrig, braungeI6, }temtid^ fKad^. 

@tiel: iiemlid^ ftarl^ biStoeilen 2" lang, gelbbraun , obenauf 
in)if(]^en etioaS SBeuUn. 

@d^ale: fein, glatt, blaggrün, fp&ter dtronengelb , feiten mit 
etmaS dtiti)t', jebo(^ mit roftfarbigen fünften, unb mit mel^r ober 
loeniger etwad raul^em SRoft, befonberS um jleld^ unb @tiel. 

f^Ieifd^: meiß, gart, butterl^aft, DOÜfaftig, oon foftliddem gemürg^ 
l^aft^fügroeinigtem ©efd^mad. 

^ernl^auS: Hein, etmaS i^ol^Iad^ftg ^ Kammern enge mit bflten^ 
förmigem $[nbang* Aerne l^&ufig unooHIommen , l&nglid^fpi^, fd^marg. 

SReifcunbSRufeung: @nbc Ottober unb SRooember, fciteit bi* 
S)e}ember l^attbar. Sine ber belitateften Simen , gang mürbig , ber 
92apoIeoni^ Sutterbivn gur ®eite gu ftel^cn. 

(Sigeufd^aften beS Saumeg: berfelbe m&d^St gcm&^igt, 

mirb aud^ nic^t ftart unb nur mittelgvog, mac^t oermorrenel^&ngenbe 

3meigc mit faft bornend^wlid^en grud^tfpicfjcn, anbcncnftc^ bie großen 

oft langen f^rfld^te faft munberlid^ auSnel^men. Srägt giemli^ reid^Ii«^,. 

blül^t aud^ gum grociten 3Ral, gel^iört aber mo^t immer gu ben gärt« 

lid^eren ©orten unb wirb begl^alb am beften alä ^totx^ auf ©tIMinff 

gu pftangen fein. — ®Idtter ISnglid^ eiförmig, mit metft lurgcr,. 

l^albaufgefefetcr ©pifec, IV2" 6^«'*/ 2%"lani, nod^ Dorne am breiteten, 

am ©tielc oft jel^r f d^mal , glatt , mcift nur an ber Spifee unbcutU(^ 

unb ftumpf gefägt, aud^ gangranbig, giemlid^ bunleljrün, hoä) maiU 

glangcnb, fteif unb jlcberartig. — Slfltl^enlnafpen länglid^fegcl*- 

förmig, giemtid^ fted^enbfpife. — ©ommcrgmcigc grflnbraun, gegen* 

über röt^Iid^braun, getblid^ punitirt. 

NB. ^aS abgebitbete (Ssemplar n^urbe an freifte^enber $9ramibe erlogen. 

3- 



143 
No. 60. eiamrnM^iSattnlim 1,3.2. 2)lel; m, j a. Suc; 111,2. 3a§m 




Pliimetttiad|$ puttetbirn. Cbetbted ** ! f ib 



^eimat^ unb '^Jottommcn: Oberbiecf erhielt bie ^^fropfreiier 
namenlos oon Dan Wlow^ unb tienannte bie gruc^t nad) {einem el^e« 
maltgen afabemifc^en Seigrer, i^^f^^^^ Stumenbad^ in ®5tttngen. ^err 
Sel^rend in Sranemunbe fanb aber^ ba^ jie von ber Don 6(peren 1820 
ergogcnen Soldat Laboureur nid^t verfd^ieben unb biefed ber ältere 
Slome fei. @ie ift bereite alg SBlumenbac^ mel^rfad^ bei ung netbreitet, 
rae^^alb i^ fie unter biefevJBenennungaufga^lengubürfen geglaubt l^abe« 

£it^ratur unb S^nonnme: 05ecb. @.284. -- Sit). I. t. 43. — Ann« 
de Pom. m. e. 31 (Soldat Lab. ifi ^iernad^ in Sranfreid^ lange S^^ mit 



144 

Orpheline d'Enghien [Srem&evg] oetnec^fett . »otbieirO — ^oc^n. ®. 117 
Bat Soldat Laboureur in Solbateniitn umgevanbelt . — (Sine Bergamotte 
Soldat, bie ed noc^ gibt, ift anberd, reift nac^ Beerend im äR&r^ unb XpriL 

@eftalt: 6irnf5raitg, oft trictiauci^ig / ttmai gloctenfSrmig unb 
bculifl, mlttclgrofe, 21/4-2 Va" breit, 3-3i//' ^0^. 

ütlä): offen, metft ttein, flac^oettieft, mit flad^n 8eulen. 

Stiel: 1—1 V*" lang, ioljlg, »ie eingefterft, burdj einen SBuIfl 
oft gut @eite gebrfidt. 

®d^ale: fein xau^, gelbli(^grün, fpSter gelb, l^öd^ftenS golbartig, 
mit me^T ober n>enigeT 9toft, befonberd um Rtläf unb ©tiel, aud^ mit 
l^äufigen ^unlien. 

^leifd^: gelbli(^n)eig , fein, fd^meljenb, buttetl^aft, oon }immt» 
artigem, etmad meinigtem ^ndtvitSö^mad. 

Jternl^aud: gefd^loffen, Kammern enge, mit ooStommenen l^eQ« 
braunen, eiförmigen, langgefpi^ten Jternen. 

Steife unb Stu^ung: 9loo., 4 SBoc^en. SBortrepc^e $ru(|t, bie 
t(6 guerft oon Oberbied felbft fab , unb meldte bamald aud^ im IBerein 
für ißomologie unb ©artenbau in SReiningen allgemeinen SeifaO fanb. 

Sigen{(^aften bed Säumet: 9la(b Oberbied m&cbdt er rafc^, 
bilbet aber bod^ auf SQilblingen fru^» unb reid^lragenbe fßpramiben, 
aud^ empfiehlt er feine Snpftangung bem Sanbmann. (Sbenfo mirb in 
93io. unb in ben 9(nn* bemerft, bag ftd^ ber SBaum bod^ftammig unb 
in*t greie, in bie Saumftüde eigne, allein t& mirb l^roorgel^oben , bajs 
ber Soben nid^t fd^mer ober lalt unb feudjt fein bfirfe , morauf alfo 
aud^ bei un3 Stfldftcbt gu nel^men ift. — ^n meinem etmad fd^meren 
Soben geigt f omo^I bie Slumenbad^, mie Soldat Laboureur, nur fc^mad^eS 
SBad^dtbum. Sud^ bie |^rii(!(|te ber legieren*), obgleich oon oortrefflic^eni 
©efd^mad, bleiben an einem freiftebenben , b^^lbft&mmigen ^robebaume 
fe§r oft f(ein unb unanfe^nlic^. Soc^ fab ic^ bie 9tumenbad^ oon 
Oberbied giemlicb in berfelben $onn unb ®r5|e, mie fte l^ier nad^ 93io. 
Sllbum abgebilbet ift. — SDeren JBUtter fmb Iftnglid^ eiförmig, 
fanft gefoijjt, IV4" breit, 2^ bis faft 3" lang, au($ eirunb, glatt, 
fein» unb fc^arfgefägt, etmad f^iff förmig, ein wenig fteif unb leberartig. 
®Het oft 2Va" lang. — JBlüt^cnfnofpen giemlld^ fi^arf gefpiftt. 
— ©ommergroeige etrooS ftufig unb nad^ oben oerbidt, grünlid^^ 
gelbbraun, gegenüber röt^lic^braun, roeifegetb punftirt. 

3- 

*) ^ie i4 oon ^errn ^ofrat^ Dr. «aUing in Jtifjingen empftna unb vel^e 
fafl ocrfd^ieben ron ber oon Oberbied erhaltenen Srumenba(| }U fein fc^eiat. 



145 



No. 61. 9k Cttf«•S^ I, 2. ?. 3)l el; VI, 1 b. Siic; HI, 2 Sajit* 




Jie tfrafanne. JDiet. •• f §• 

^eimatl^ unb SBorlomtnen: 3fi eine urfprunglid^ frangöfifd^e 
Cime, bie inbeffen aud^ in S)eutfc^Ianb 6crett8 lange belannt ift. S)er 
ftcmt Srafanne wirb oon ^craser — breitbrüdfen; abgeleitet. 

Siterotur unb S^nonpme: 3)ie[ I. 6.51: ^ie ^rafanne, LaBer- 
gamotle Cratanne. (£(riftd ^biob @. löi; 2)ittr. I. @. 676; '%.0.&. VIL 
6. 158 t. 7 (fe^r unft^nlic^ nad^ 2)iel.); Oberb. 6. 270; £uc. @. 197. -- ei^n.: 
Craaanne ober Cr^sanne, Beurr6 plat Gat. Lond. — Qwn Untetfd^iebe 
von ber Sioi^cn ßergamaite, met^e bei^u^amel Craaanne d*6t6 ^eitt, »irb 
fte in (Satalogen Crasanne d^aatomne genannt ; au(^ f (^reiben SRa^et unb 
Itroft B er ga motte „Krasanne'* unb (elfterer nennt fie auc^ platte 
9tttterbirn. SRe^ger ®. 159 ffi^rt no4 jtatfetbirn, Sangfttelige IBer« 
Hamotte, ®taue(Srafanne, 5tIo4birn, 3ran}&ftf(^er9lattenfÄn)an3, 
9lattenf($nan), $aafen6irn, 9Binter*9ergamotte, ^fingft» unb 



146 

Ißarren^irn alä 9^amen atif unter benen er {te gefunben. 2)ittr. f<ltl&gt gur 
Unterfd^eibung von ber Besi de la Hotte, bie oft aCd €)etüpfette ^rafanne 
ge^t, für bie Dorliegenbe ben Flamen „platte Srafatine" vor. 

©eftalt: abgeftumpft« obergufammengebtficttslTeifelförmig, um ben 
Sttl^ plattrunb, nad^ bem @tiele gu ftart abnel^menb ftutnpffpi^, babei 
in ber aiunbung oft utifllcld^ unb Dcrfc^obcn, 3— 3*//' breit unb auf 
ber |5d^[ten Seite ebenfo l^od^, bigioetlen etroaS titebriger alS breit. 

^eld^: Kein, offen, feiert, bod^ofterg auc^ tiefer eingefentt, gmifd^en 
f[Qd^en @r Habenseiten. 

©ttel: (fiarafterifti^d^ lang, bis 2V2"» oft f rummgebogen unb 
unten etmad fleifd^ig , obenauf ober fet(j§t nertieft , neben etmad 93eulen. 

Sd^ale: tXvoai fein raul^, Mag l^eUgrün, fpater ein mentg me^r 
gelblich , ol^ne 9ibiS)t , mit nielen grauen $un!ten unb mit, feinen l^eD« 
grauen, biSmeileu fonnenmartd ttxoa^ rotl^lid^en Stoftanftugen. 

^'letfc^: mattmetß, butter^aft, faftreid^, oon belitatem, burd^feinfle 
3RugfateIIerf&ure erl^abenen ©ef^mact. 

fiernl^auS: gefc^Ioffen, itammern gerdumig, mit giemUc^ nieten 
langgejpi^ten, l^eDbraunen, noKfornmenen fernen. 

Steife unb 9lu^ung: (Snbe Ottober ober älnfang ißooember, 
oft bis in ben ^egember. . Sßelft enblid^ etmaä unb mirb nad^ Quim 
tinpe nie teig, mag S)tel beft&tigt ; bod^ oerliert fte gule|t ben ©efd^mad. 

(Sigenjd^aften bed SaumeS: berfelbe rodd^dtgut, felbft no0 
aU ^od^ftamm (bod^ ergog ic^ im freien auf biefem' immer nur ein- 
gedte, nie bie ri(^tige ©rdge erlangenbc grämte, aQein fte marcn immer 
no^ Don nortreffüc^em ©efd^mad), gebeil^t aber aud^i auf Oiiitte unb 
ift l^ierauf am tvagbarften; mid aber marmen, fetten, etmad feud^ten 
8oben. — 3laä) SucaS bringt ber Saum l^o^ftdmmig in bortiger 
(Segenb felbft 1200 guß über ber 9Jieere§fldd^c nod^ reic^Ud^c (Smten. 
— S)ocS empfal^t man bei bem • Sgoner (Songrefe aud^ nur bie @v^ 
giel^ung am ©palier. — S)er Saum ift nac^ ®iel fenntUdö an feinem 
^eUgrüncU; faft flac^ Hegenben, leicht gilternben Saube. — ©eine 8 Iah er 
fmb meift ctroaä breit eiförmig, 1'/^— 2" breit, 2—274" lang, aut^ 
eirunb unb etmaä l^ergförmig, g(att, eingelne unterl^alb fe^r unbeutlid^ 
rooQtg, fe^r verloren unb unbeutlid^ gefdgt, oft gangranbig, mit fd^mdrj' 
lid^en Sorften auf ber ^Rittelrippe , me^r lid^t^ atc$ buntelgrün, aud^ 
nidjt fe^r gldngenb. — Slütl^enfnofpen f urgtegelf ormtg , faji runb- 
lid^, ftumpffpt^, fd^mdrglid^braun. — ©ommergmeige lid^t gelbbraun, 
gegenüber me^r grünlic^gclß , mit feinen gclbttc^roetBen fünften. 

NB. 2)ie 3^i(^nuna tourbe ouä 3)2aier§ Pom. Franconioa t. XXXIV. tnU 
le^nt, boc^ nur bie ®tbit eingehalten, in n)el<^er ic^ fte in S^einingen in ft^önfier 
ÄustUbung an Swergbaumen cjefe^en ^abe. ^. 



147 



No. 62. 9tfmUmn 9nHttbinu I» 3, 2. IDiel; m, l a. Öuc; m, 2. ^af^xL 




Crumkotuer Hutterbttn. jDtci. •• t 4> . bisroeiien ffl. 

^eimat^ unb ißortommen: §anb [id^ auf bem Sauerngute 
@Tuiit(oiD bei 8tügenn)albe in i^tnterpommern. $at fld^ bereits giemlid^ 
in gang S)enlf^Ianb betannt gentad^t. . 

Siteraiut unb ©^non^me: 2)iel Y. @. 58: ©rumtoner Sinter* 
5trn. 2)a fte aber feine redete äBinterbim ift, fo ^aten loir ben obigen ißamen 
flewd^rt. — 2)ittr. I. @- 703. — Cberb. 6. 431. — Suc. @. J73. — p. gtoto» 
im 9laumb. 9er. unb in 9tton. IV. @. 71. 



148 

©eftalt: bimfSrmig, giemlii^ baitd^, bod^ meift untegetmägig, 
oft beulig unb faft edtg, mitunter au^ langlegelförmig , meift gro§, 
27," breit unb 3'//' lang. 

Jtelc^: Sfterü unooDftommen , fternf&rmig, meift feid^t, mit etmaS 
{Rippen ober mit fortlaufenben Seulen. 

@tiel: ftarl, bi« IVi" lang, obenauf, mit Steifc^fortfa«. 

@^ale: glatt, etmaS ftarl, blaggrfin, fpSter grünli(^ l^eDgelb, 
biSmeilen mit büfierem erbigen Slulrotl^ , fpdter 3i^8^(^ot^ leidet oer^ 
roafd^en, mit vielen d^arafteriftifd^^ftarten Sßuniten, au(| gumeilen mit 
1d^m&rgli(^n 9io{itfled(en (über* bie ^vx Ißafior Sbme in <Sarm^on) bei 
$renjlau brieflieber Snitt^eilung gu f^olge ebenfaQS Ilagt). 

Sleifd^: meig, etmaS fieinigt umS ftembauS, faftooU butterl^aft, 
oon eigent^ümlid^em, angenehmem, {&uerlid^«fflgem, erquidtenbem (Sefd^mad. 

Jternl^auS: Kein, gefd^loffen. jtammem enge, |&ufig mit tauben 
.fernen. 

Steife unb Sßu^ung: Witte biS Snbe fftor>mUx, 14 2:age; 
n)irb balb teig. (9lad^ SucaS 3Ronatdf<|r. I. @. 42 l^ait fte ftd^, (Snbe 
September gebrod^en , bid 9tooember , oft bis SRitte S)e}ember.) fBixK 
aber, morauf S)iel ^inmeiSt unb mad aud^ Surc^arbt mir brieflid^ mit^ 
tbeilte, im rid^tigen^eitpunlte genoffen fein, um fte rid^tig gu mflrbigen. 

@igenf d^aften be8 IBaumeS: berfelbe mirb nur mittelgroß, 
ift balb unb ungemein tragbar,, verlangt aber etmaS f endeten Soben, 
fonft ift bie Stragbarleit gering. 2Bie Xnbere fo ^ielt aud^ idb bie 
©orte früher }ur allgemeineren 3lnpPan)ung für geeignet — moju fie 
aucb von ber Serfammlung in 9laumburg unb ®ot^a empfol^len ift — 
allein nad^ ben Erfahrungen aud bem leisten falten Sinter möcbte i^ 
ben ^oc^ftamm nur nod^ für gefd^u^te ©drten unb im Sittgemeinen bie 
3n)ergergie^ung anrat^en. — Sldtter me^r ober meniger Idnglidb 
eifirmig mit meift auSloufenber ©pifte, IVi" breit, 27*" lang, oft 
breiter unb mel^r runblid^, befonberS bie unteren Sldtter ber ©ommer^ 
gtoeige, aud^ langettförmig, glatt, fein«, etmaS ftumpfgefdgt, oft verloren 
gefdgt unb gangranbig, etmad mellenfbrmig unb 'fc^mad^ fd^iffförmig. 
Weift langgeftielt. — ©ommergmeige grünlid^ gelbbraun, gegenüber 
gerötbet, fein gelblicbmeig punftirt. 

> «vi 



149 
No. 63. tiifn VfffMto« I, 3. 2. 2)tcl; nt, 1 a. Stic; m, 2. Sa^n. 




J^eimatl^ unb Sorlommen: SBurbe odnSouüier In^oboisne 
(tjoflen unb nad^ bem jtaifer Don IRuglanb Benrr^ Alexandre 
genannt. @ie mug mo^l in i^rer i^etmat^ Beffere (Sigenfd^aften er» 
langen, benn nat^ i^rem l^ieflgen Serl^alten (an freiflel^enben SBSumen) 
nm% man [x^ wunbern , bag gu biefer Sßibntung (eine (effere ^nid^t 
benfi^ »orben ifl. 

Stieratur: 2){el ^StO. L e. 204; 3>ittr. L 6. 697; Obetb. 6. 369. — 
2«c. 6. 184. — Stürbe oon ü)ie( oft unriAtig ab^t%thtn, fo ba^ nun an 'i|vct 
6tatt (Aufid Sodc'iB ^af^enatm (f. b.) aefi — 3<$ cr^tcCt bie ri^tlge Corte 
no^ aus 2)titri((d $anb, fpftter au^ wlAex oon Sucad. 

&tftalt: eininb ober eif 5mtig, bitoeilen au(| fafi tinglid^^treife^ 
fimig, um ben §Ul^ etnmS beulig (mie {ie am$ im erm&^nten Canbd^en 



150 

t)on S)iel 'auf bem XiteKupfer }u feigen x^), unb mit unregelmäßigen 
©rl^abenl^eiten, wit bei ber ^ermannSbirn. 

£eld^: flar!bl&ttrtg, lauggefpi^t, aufredet, faft offen, giemli(| tief 
eingefenft. 

©tiel: ftarl, flcifd^ig, ^l/'lani, melfl obenauf ober fd^road^ Vertieft* 

®($ale: glatt, ^.'Ilgrfln, fpater gelblid^grAt, bidroeilen mit etmaS 
br&unlid^er fftoif)t , mit oieten feinen braunen {ßuniten unb mel^r ober 
meniger gerfprengtem Dtoft. 

^it\\^: mattmeig , f 5rnigt , angebli^ nac^ S)iel überflieBenb, 
buttevl^aft, oon erhabenem, fein gemflrjl^aftem ^ucferge^^mact. SSirb ^ier 
nur in guten ©ommern fd^melgenb unb ber ©efd^mact ift giemlid^ malt,, 
gteid^mie aud^ bad ^^feifd^ um*g jternl^aud l^erum fe^r Diele ©teine }eigt. 

Aernbaud: l^obtad^ftg, Jtammern muf (^eiförmig , geräumig, mit 
menigen ooOfommenen, an beiben (£nben fpigen jternen. 

Steife unb SRufeung: SRitte SRooember, 14 Stage (nad^ S)iel 
aUererften Stange^), am beften gugeniegen, menn bie grüne ©c^ale gelb« 
li^ mirb. — ^ier erlogene ^rüd^te liegen oft burd^ benS)egember l^in- 
burd^ , aber ber meid^e 3u{lanb tritt nur feiten unb nad^ guten Som- 
mern ein; in ben meiften Soden ift bie grud^t nur nod^ aU jtod^birne 
für 9ioocmber unb S)eiember ju gebraud^en. 

@igenfd^aflen bed 9aume3: berfelbe n)irb giemlid^ groß unb 
ftarl, b&'^t unfere SBinter m^ beffer alS mand^e anbere neue Sorte 
avii, unb ift fe^r frud^tbar, menigftenS in mand^en 3^1^ren, bod^ ift bie 
Slnpflangung nid^t ^[ebermann ju empfeblen, mem nid^t etma mit fpäteren 
Sompotfrüd^ten gebient ift. — SSieÜeic^t mad^t fld^ biefelbe aber anber* 
märtS unb befonberS am ©paüerc beffer. — JBlätter Idnglld^ eiffir« 
mig mit meift auSlaufenber !urjer®plfce, IV.— IV/' breit, y//' lang, 
glatt, oft etmaS ftumpfgefagt, f)it unb ba etmai meüenförmig, fonft flad^, 
oft mit lurjen fd^marjIidSien 93orften auf ber 9Jtittetrit>pe unb an ben 
3ä5nen ber ©(alter, ©tiel bi8 2%" lang. (Sfiad^ S)iel imb bie gruc^t» 
blätter ISnglid^ b^rjformig, großer atö bie eiförmigen Sldtter ber ©om* 
merjmeige , langer geftielt unb bie Sejal^nung ift faum angebeutet. 
SSieQeid^t bringt bieS ber üppige SSud^ä cineö jungen ©aumeS mit ftd^, 
bod^ faft fd^eint e8, al8 ob ©iel bamalS fd^on bie Calebasse Bosc Dor 
pd^ gehabt l&abe.) — ©lütl^enfnofpen groß, legetförmig, ftumpffpife, 
lid^lbraun, mitunter etmaS gelbmollig..— ©ommerjmeige gelbti^ 
grünbraun, mit feinen od^ergelben fünften. 

KB. ^aS abgel^Ubete C^emplor iDurbe an fretfte^enbev ^^romibe erlogen. 
SlOe grüßte erlangen biefe ®r5^e nic^t. 3- 



151 



No. 64- Ki)ii(m9 et^mütibUn. II, 3. 2 (3). © i el ; m (V), 1 a. fiu c; VI. 2 (3). 3, 




)Iapoleon0 Sil|mal]btrn. Xoä^na^i * t ^• 



^eimatl^ unb SBorlommen: (Sin S&ntlmg Don Dan WonS, 
Un er , nac^ einer i|m oorgelommenen Slel^nlid^leit beS ^olgeä mit 
bem ber fftapolton^ Sutterbim, Bois Napoleon genannt l^at, xoit 
SBiDort mittl^eUt. S)ie{er l^abe nid^td an bem Flamen &nbern migen, 
um bie ^^I^I ^ct @9nonDme ni<|t ju Dennel^ren, aud^ n)eil fie einmal 
unter bem erroSl^nten Flamen in Selgien betannt fei 

Siteraiur unb €S9non9me:JBioottI. t. 46. — 2)od^na^l in f. fjfü^ter 
6. 65 §at jte 9lapoleon3 S^maUbirn genannt. %üv Beibehaltung biefed 
Slamend imS)eutf(l^en bürften bie gleichen von Sioort angegebenen ©rünbe fprec^en. 



132 

©eftatt: uitre((etm&gig Hrtiförmig, oft eifftrmig, an Mimi Snben 
abßcftumpft, grofe, 3»/*" ^o^ , 8V4" örctt. 

Sttli): aufred^tfie^enb, offen mit grouen, etmaS n)oIligm Sl&ttem, 
in fd^mad^er runblid^er (Sinfenfung. 

(Stiel: biet, l^olgig, V4'' lang, fd^ma^ oertieft neben t (einen 
$5<Iem. 

®(!^ale: glatt, graSgrün, fpater mel^r gettlid^grün, r5t]^U(|6raun 
gefledt unb geftreift, bunfetgrfln punftirt, au^ fd^margfletfig nnb um 
ben @tie( beroftet. 

Sleifd^: neig, giemlid^ fein> fd^metgenb, l^bbuttrig, faftig, fü§ 
unb angenehm gemurjt. ^n mand^en ^Ifxtn ttmai fteinigt um*& 
ftern^aud. 

Steife unbSlu^ung: ^tooember, biSmeiten Ottober, einen SRonot 
faltbar. 

€igenfd^aften bed SBaumeS: berfetbe m&d^St fel^r lebhaft unb 
ift gefunb unb beg^alb unb roegen gro^r ^rud^tbarleit für 83aumg&rten 
gu empfel^Ien. — SB IS tt er, mie id^ bie (Sorte au8 Sßetteren ^abe, 
giemlid^ fd^mal langettformig mit nic^t gu langer, augtoufenber 
©pifte, meift IV«" breit, 2»/«" lang, glatt, gefägt- (©ie gange SBege* 
tation ift ber ber ^olomoS ^erbflbutterbim S^ntid^, fSr bie k^ fte aud^^ 
bis fte mel^mald getragen, balten m5d^te.) — SBlfltl^entnofpen leget« 
fdrmig, fanftgefpi^t, taftanienbraun. -- @ommergmeige etn>a8 {fatftg^ 
grfinlid^' rot]|braun, gegenflber getblid^ grünbraun mit menigen gelb« 
xoti%tn fünften. 

Oemerlungen. Xud^ bie (oon mir an ^iiier fretfle^nben $9ramibe er* 
gogene) Snu^t, beten Sef^reibung oben oud bem Xlbutn oon Oivott entnommen 
ift, gleist fe^t ber §erb{lco(oma, ^at am^ beren bftnnberofiete glatte B^ait unb 
feinen $un!te. 6ie wirb aber ungleich fpftter, @nbe !Roo. ober Xnfang beS 2>e|. 
reif. ^aS &uBerücl^ grünlid^s, innen me^r gelbgefftrbte $^^94 ^^^ l^^^r etioa^ 
feine Sieinc^en unb ift nur ^albfc^melgenb , in guten 3<>§i^^n aber butterigt unb* 
au4 fonft oon angenehmem neinigtgegutferten fd^roac^gemüriten^efd^ma«!. 64mar|e 
^Udm auf ber ©c^ale fa^ ic^ feit^er ni^t. — ^ie Sorte möchte immer M 
grote f<(5ne Srud^t , beren IBaum au4 gut »ftd^lSt unb Zrogbarleit bemeidt , gur 
gortpflangung bei und gu empfehlen fein. 

NB. l^ie 8ime würbe in ber ®r5^e, bie fte in SReiningen erlangte, abgebilbet. 

3. 



153 
No. 65« ^amViu9 WttUuMin. 1, 2. 2. (3) ZI. ; IT ( Vi), l a. 2 u c; HI, 2 (3). 3. 




Bettmotiii« 9lel0iienbttn. sa^n. ** t $• SB. 



^eimatl^ unb SSorlommen: $err Stegierungd >" SMrector $ell« 
marm in ^Bteiningen cuItiDirt [xt jeit (anger, unb jd^on fein @(i^n)ieget:s 
nater bafelbft, ^txx Sanbfd^ulen«;3nfpector ^epger, l^at fte frül^er unter 
bem aSamen ^Ttelonenbirn gel^abt 

Sit'eratut unb ©^tton^me: von ber^9Bef%fp^lif(l^eni)^e(oneDbirn, 
bie t(^ vor einigen Sauren von CBerbiect erl^ielt, fd^eint bie vorliegenbe ^ur ß^t 
t» ber Segetation t9erf(|teben. 9iu(^ nac^ ber Slbbilbung berfelben im ^.£).@. XX. 
6. 120. t. 13. mdd^te fte eine anbete fein, ^od^ be)ei({|^net @i(t(et bie gorm a(d 
oetftnbetlicb , unb bet ^aum bringe and; gan) ftnmpffpt^e gf^d^te. — 3^ 4<3ilte 
aber bo4 fflr aut , i^t ben obigen 92amen ^u (äffen , btd id^ oon ber SBeftp^. 
Relonenbirn Srfi^te gefeiten. — 92od^ brieftic^er SAittl^eiluna glaubt Obetoied 
bie 9orIiegenbe gruc^t a(d doppelte Setgomotte von Sftbetf uno au(( anbernärtd 
(er befommen )U ^aben. 6ie bürfte bemnac^ einen anberen filteren 9lamen führen. 

30o1knite< i&am^^tti^ bei O^llCnnbc. II. 11 



154 

®eftalt: runbttd^ ober etto qS länglt d^ tunb, oben tnel^r al8 unten 
abseplattet (jur ^eit nie fo elrunb , aB bie Sßeftpl^attfd^e 9ReIonenblm 
imS. O. @.)f fl^c&/ 8" breit unb laum 1'" niebrtger. 

jleld^: furibidttrig , l^alboffen, in etn>ad enger, fd^nmd^ Dertieftet 
(Sinfenlung. 

®;t iel : bis »/*" lanfi, ftarf, ^olitg, glemlic^ nertieft in enfler ^o^le. 

@ d^ a l e : bidt, burd^ Heine ißcrtiefungen uneben, bunlelgrfin, fpätet 
an oielen ©teile n lid^tcitronengelb burd^jd^immernb, mit nertorenem gelb« 
braunen SRoft, be{onberd um ßeld^ unb @tiel, unb mit griberen unb 
feineren buntelgrfinen fünften — einer SRelone in ^orm unb g&rbung 
etmaS d^nlid^, bod^ büfter augfel^enb. 

gleifc^: gelblid&meife , fel^r faftig, bullerl^aft, red^t angenel^m füfe* 
toetnigt, fd^mad^ muSIateDerartig gemürjt, bod^ mit elmaS'feinen Steind^en 
um^d Jlem^auS. 

JCernl^aud: giemlid^ gro^, Kammern geräumig, nielfamig. 

Sieifjeit unb S^u^ung: 9looember, oft frftbc^, oft biS S)e^ember, 
p(t ft(^ etma 3 SBod^en in ber Steife unb mad^t ftd§ burd^ il^re @ro^e 
unb eigentl^ilmlid^e $orm als Stafelfruc^t angenel^m. 

Sigenfd^aften beS SaumeS: berfelbe mad^St in ber ^ugenb 
ftarl, mirb aud^ giemlid^ grog, gebeizt nod^ bod^ft&mmig unb tr&gt reid^> 
lic^. SBegen ber ©d^mere ber %xiiifit mod^te aber bod^ bie 3^^^8' 
erglel^ung ju empf eitlen fein. — ©tfitter etmaS iSngli(^ eiförmig, 
fanft gugefpi^t, einzelne eirunb (mie bie ber SEBeftpl^&Iifd^en 3Relonen< 
bim)r bann aud^ oft (mie biefe im £. O. ®.) I^ergförmig, glatt, fel^r 
feingefdgt, meift flad^, nur l^ie unb ba etmaä meffenförmig , l'/V — ^" 
breit, 2Va— 2^/i" lang. — »lütl^enfttofpen grog, furglegelfarmig, 
fanftgefpi^t, an ber @pi^e oft etmaä gelbmoQig. — @ommergmeige 
oben etmaS moOig unb ' oerbidCt , bunMolioengrun , fein fd^mu^tgmeig 
punftirt. 

NB. ^ad abaebitbete (Ssemplar wad^d an einem freifte^enben ^olbftamm. — 
Son ber in ^^riftd ^bmb. @. 19i nac^ Stnoop befd^riebenen (^ott&nbifd^en 9Re« 
lonenbim, einet beinahe bimfbrmigen, oft fti^iefen unb ungletd^en, i'/V bitfen unb 
)ft/8" langen, orttnlic^gelben, bun!e(braun gefle({ten, im Siugufi ober BCnfaiig &ep* 
tember reifen gruc^t mit berb«m unb fbmigtcm gleifc^e unb ^inrei^^ubem unb 
wftfftigem @afte von gutem (S^efd^mad , bod^ o^ne ^arfflm, ift bie oorliegenbe 
fidler oerfc^ieben. 

3- 



155 
Ko. 66. ^ft)i§ilt Un «Rginlme. I, S. 2 (3). 2>S. ; III (V), l a. B u c. ; m, 2 (3). % 




l|et}09tn oon SlngduUme. d. grotoi». ** $. SB. 

^etmat^ unb l$or!ommen: 9la(^ S9lo. I. (t. 21) ^fttte fle ioa(tf4ein< 

(if^ bcT 9{uinenf(l^u(6e1ttet Hubuffon in Slngerd aud @amen erlogen. 3latli Ba« 

909 ^ttg^^n (Ä.nii« do Pom. I. &. 21) vurbe fle auf ber IDotnaine Des ]&pa- 

ronais bei Cliateaa nonf (Maine et Loire) oon Hubuffon (^efunben unb oon i§m 

)uet{l als Poire des ^sparonais, fpftter nad^ eingeholter (Sr(aubni| alS Ducbesse 

d^Angool^me oetbreitet. 

SiteratuT unb (B^nonymt: aufter ben enoft^nteu fü^rt fte no4 bie9ta« 
men: Dnchesse unb Poire de Ydzenaa unb ed bef(^rieb fie bereitiS ^ittr. im 
HL Banbe @. 164 nad^ bem Vomolos. SRagajiin, ^oiteau u. f. v>-, auc^ t^at {te 
2ttc. e. 209. — 3n neuerer äeit ^at fie o. giotoio in 3Ron. III. ©. 374 be» 
f<l^rieben, wel^e 8efd^reibung, lonie bie baju gegebene 9lbbi(bung oorliegenb ht* 
nu%t loorben ift. 



156 

®eftalt: »te {t< von ^lototo me$tfo4 bereits ergod unb bie ^utc^f^tnitt^ 
gei^nung nac^meidt, ift {te nad^ Unten etioaä btrnförmigi Qtoort fd^tlbett fte je* 
bod^ a(d ftumpf!reifelförmt(|, faft fo breit a(g ^0(^, bo^ ift {le na<( ber Xbbilbun^ 
me^r abgefnimpft fege(f5rmig , 31/«'' breit unb S*/4" ^o^. 3n ben Xnnalen ijl 
fie ^iemlifi^ ebenfo , nur ungleid^ größer , 4S/4" breit unb b^i" l^oc^ abgebiCbet. 
9Iud^ t). SlotoiD ergog fte mitunter 1 $funb ferner, ^ie tfi babei oft beußg unb> 
ungleich in ber9lunbung, bo^ nteiffc nur an jugenblid^en 9&umen, «0 fte ftd^ au(^ 
öfters na4 Oben unb Unten fegelfbrmig baut, toit fie 92oifette befd^reibt 

Sttl^i grüngelb, feingefpit^t, wenig raoSig, offen, eingefenft, in etmaS galten 
jtelc^^ö^le hir3» unb ftumpf legelfbrmig , braun, mitfur^er, feiner, mit oielea 
j{brn(|en umgejbener Stö^re. 

Stiel: no(^ bergrud^t gu grfin, bisweilen fleifd^ ig, an anbem (Enben braun. 

Schale: etmaS fiatl, glatt unb Irotfen, grfinlid^gelb, fpftter f(^ön bla^citro» 
nengelb , ol^ne Slbt^e , bod^ vielfad^ fein brüunpunltirt , au4 mit 9io^fte(fen unb- 
giguren. 

gleifc^ fe^r wei^ unb fein, in fd^Ied^ten Sauren aber grob!5mig, butter^aft^ 
f el^r faftig, oon fü^em angenehmen, ber B. blano ftl^nli(|em, jimmtartig gen»flr)ten» 
®e{(|ma(f , ber aber fel^r oon ber SBitterung ab^ftngt unb bur<( ben üppigen 
SSu^S beS Raumes in ber Sugenb beeintrAd^tigt wirb, fo ba^ nur Utere 9ftume 
bie beflen grüßte liefern. — 9luS biefem (S^runbe wirb oon SRel^reren, felbjl in 
Beigten bie Sime, bie nac^ 0. glotow in guten Salären in ben 1. 9%ang gel^brt, nur 
in ben n. Hang gefteQt unb baS gteifc^ alS l^albfein unb l^aCbfc^mel^b be^cid^net. 

Jtern^auS: ift nur fein angebeutet, oer^ftltni^mftfiig, fd^ma^lol^Iac^ftg, mit 
geraumigen gackern mit Än^ftngfeln. 

9ieif e unb 9lutfung: gemöl^nlic^ 9looember , bo4 biSmeiien in ben S)e«^ 
gember bauemb — na(| ben belgifc^en Gd^riften foE fte im Ott unb SSoo. reifen. 
Su oerfpcifen, fowie fte anf&ngt gelb )U werben. — »on biefer Sorte fotten au& 
einer belgif^en Saumfd^ule auf ein äßal 10,000 StAmmd^en )weiiA^riger Ser* 
eblung na^ Slmerifa oerfanbt worben fein, waS boc^ wo^l auf bie Vorzüge biefer 
gruc^t fd^lielen lAgt 

(Sigenfd^aften beS IBaumeS: berfelbe wdd^St lebhaft unb f<j)5n, fc^eint 
auc^ gefunb unb bauer^aft, bo(^ bewies er, oieOeicIt wegen beS StanborteS, |ur 
«Seit. wenig Sragbarfeit. — SBUtter (wie id^ bie ©orte oon ^erm^ofratl^ fdaU 
ling in itifftngen ^abe, bie aber no^ nid^t trug) eiförmig mit etwaS oor^ 
tretenber epi^e , gro^, 2" breit, bis 2*/4" lang, öfters au^ eUtpüfd^ unb ^er^« 
förmig, glatt, ganjranbig ober nur nad^ Some gef&gt. — ^ lüi^en!nof pen na(^ 
»ioort lAnglit^, 3Ugefpi(t, f (Ruppig, braunfd^attirt, röt^li^ ober wei^lic^ woQig,. 
oft 3u 4—5 an ber Spi^e beS SommergweigS. — Sommergweige etwas 
ftufig, ^afelnu^farben, fein f^mu^igweiBr etwaS wargig punftirt, ber |weite 2:rieb- 
wollig, otolettrot^. 

Son biefer Sorte gibt eS bereits eine gefheifte Xbart, bie Dnobesse- 
d^Angoa]6me panachie mit rotten trieben unb panafc^irten SlAttern; bte 
gruc^t wirb als geftreift (alfo wa§rf($einli(5 nt4t banbftreipgl , übrigens bet- 
aWuttetforte gleich gefc^ilbert 

3. 



157 



No. 67. 9neSaiiiTB. I, 3. 2 (3). a^iel; m (V), 1 b. 2uc.; ni,2 3. 3tt§tt. 




farettenbuti. a)iei • ♦ 1 1 ft. ©. 



J^eimat^ unb SßoTlomtnen: Stammt t>om ®tift§amtmanit 
Süttnct in ^tiUt , ift n)a§tf(|eintid^ eine beutfii^e 9latiimalfru(^t , in 
@a(|fen er}ogm. 3ft i^^t vitl\a^ Dtrbttitet. ftann ft^ in ®flte unb 
€<^5n^eit mit j[eber anbern auSl&nblft^en neuen %xuSiii meffen. 

Siteratur unb Spnoni^me: ^iel T. @. 51. — ^^rijt §b»5. 6. 174. 
— t.O.®. XX. 6. 167. t. 16 (au4 (ier reAt fd^ön in i^ren )n>ei Bronnen a(* 
4jeBlIb«t>. — lötttr. I. ©. 705. — Dderb. 6. 339 u. f. w — CatLond. Poir© 
Tmit^ Forelle. O^e^t auc^ toeitd in Qelaien unb grattfreic^ aKd Trnit^, 
Fortl. 

®eftatt: fie mec^fett in gmef ^tmen, ift fibet^aupt giemlicl Der^ 
änberlic^, aud^ in bcr ©rSge. 9uf 3m^rg mirb fie bidmeiten Z% faft 
4" lang unb 2V4— 2Va" ^reit, am §o«|ftamm bleibt T« 'l^ner* 



158 

Sttl^: Hein, l^attfd^aHg, balb eng uub feid^t, telb tiefer einfle^ 
fentt, mit oft gu brei flelgenben @rl^abenl^citem 

©ticl: bis l*/*" lanfl, meift etwa« üertieft, raie ringcftecft. 

®d)alt: glatt, l^Ogrün, fpdter etioaS gcfd^meibig, citronengelb 
mit glingenbem SSraunrot^, fpäter^ ^intioUx* ober Gormlnrotl^, bod^ fel^It 
bieg meift bei bcfd^atleten f^-rüd^ten, unb mit> gal^Ireid^cn grotien fünften 
unb braunrotl^en iRofiflecfen, meldte beibe mit rotten Stxtx^dftn umgeben 
finb, mol^er ber 92ame. 

gleifd^: meig, fein, faftrei($, butterl^aft, t>on erl^abenem ffigtoein^ 
fiuernd^en,'etn)a8 alant- ober melonena^ntid^em ®ef<|ma(f« 

• ftern^auS: ft^t l^od^ oben, ift Hein, jtammem eiförmig, mit 
menig ooQfommenen jternen. ^n'if^^^n Rdi^ unb ©tiel finbet fid^ nacj^ 
V. %le\ow burd^ baS Sodreigen beS Aent^aufeS eine unregelm&gige 
Oeffnung (ÜÄ. IIL @. 44). ^ 

9ieife unb 9lu^ung: SInfang iRooember big 3^nuar. @e^r 
fd^&^bare igute ^rud^t , bie fic^ in ®fite , Sd^önl^eit unb l&ugerer 
^auer in ber Steife mit aDen oon auSmftrte unS gugebrad^ten Simen 
meffen fann. 

i^Sigenfd^aften bei SaumeS: betfelbe mid^et fel^r leb^tr 
gel^t l^od^; mirb in gefd^ü^ten ©arten aud^ giemlid^ ftart unb in 
legieren ift er aud^ ali i^o^ftamm red^t tragbar unb bringt groge 
%xi^ie. 3n'a greie taugt er bei un8 l^od^ftdmmig nid&t , bie grfld^te 
bleiben flein unb unanfel^nlid^. ^\t bann am beften aU 3mergbaum 
auf Quitte gu pflangen , worauf bie @orte (nad^ bem Obftbaumf reunb 
tRro. 15 Don 1838) gut gebeil^t, benn auf IBilblinge Derebelt mod^St 
fic gu ftart unb ift bun^ baB 3Reffer nid^t gu 'laubigen , f<|eint ba» 
iBefd^neiben nod^ Oberbied (SSJlon. II. ©. 181) a\i6f nici^t gu ©ertragen*)» 
»ratter eiförmig mit meift giemli^ oortretenber ©pifee, l*/*" breite 
Vh—^V" Ittwflr Oft fdjmiler, oft auc^ breiter unb länger, mitunter 
lorgförmig, moUig, nerloren gefftgt, oft gangranbig, meOenformig, Spi^ 
wift gurüdfgjcfrümmt- — ©lut&entnof pen bid, grofe, lurg fegelförniift, 
lunfelbraun, l^ie unb ba gelbmoQig. — ©ommergmeige meift timuji 
ip^Dig, oiolett bunIeIrot|, mit !e|r wenigen feinen ^d^mu^igweigea 
ißuntten. 

3. 

*) 6ie litt nemliA (efc^nttten am Serborren ber Sveiafpt|en, wai au^u» 
1^5r^n {(^ieti, aU baft Sxeffer ni^i mifß angen)anbt nurbf. ^e nächst aber au<l^ 
naA bem Befd^neiben in*S UnenbCt||e fort, o^ne grfiiü^te an^ufeteti, unb fd^on 
biefer^Ib m&d^te e« gut fein, fie mtt bem SReffet gu 9erf<l)onen. 



159 



^0. 68. tiWg«§ef4fst mxKcMel* m» 3« 3 (2). Xl\ Xl (IX), i b. 2. ;iy,3 (2). 3. 




(eimat^ unb Sor!ommen: 2)erltdm0 oonSleapel fanbte fte an (evgog 
Carl von Sfirtiemderg ald @eotngef($eit! für »die ^irf^e |tt (£nbe beg vorigen 
Sal^T^bettd, »o^er bet 9^ame Tü^vt« 



160, 

Sitetatuv unb e^non^me: SHel I. ®. 277: itbntadfiefc^en! von 
9teape(, Präsent royale de Naplei; 2)ittr. I. B. 768; (S^rijl $bio(. 
e. 188: ftöni06irne'oon 9ttaptl\ 2.0.(9. XIY. ®. 230 t. 12. De Lirre» 
GroB BateAu gris, Rateau grii, ftronbitn (Sat Sonb. 6. 14S. — 3n 
franj. unb bela. daiaU »itb aU 6Dm angegeben: Beaa Präsent d'Artoit, 
aSein mit id^ biefe oon 9ft?>«I^ ^abe, ifl fle oerf^teben, gtoB* fe^r fd^bn, (^be 
OH. teif unb Uft obffig f(4mel|enb , ber Qaum ^at glatte Sl&ttev. — $et(t in 
mand^en (S^egenben au4 9funb«, Itatfet«, Rapptü*, grauen«, ^ft^Ut unb 
SB.«itronBirn. — gm ^of garten in SRetningen »ar fitjtü^tc aii Norman- 
Zimbeok angepflan)t. — Oft »itb ber ft^nTtd^ gefftrbte, bod^ ntebt runb ge» 
formte ®ro^e aRoguI (Grand Monarqne) bamit oermed^felt ; oft au^ befonberd 
xn 92orbbeutf(ben 9aumf((ulen bie oorKegenbe a(g Seutfc^e SRugfateller ab' 
gegeben» 

® eftalt: Iteifelfbrmig, meift jeboc^ (ftngltd^ unb me^r birnfbrnttg, fel^rgto^r 
eine ber allergrößten fp&ten Sirnen , A*' breit unb iW* f^o^ , bimfdvmige öVt*' 
^od^, biSneilen 88—40 2ot| roiegenb. 

Stei^: )temli(^ gtatt, aufredet, offen, mel^r ober »eniger eingefenit 

6tiel: rnftfigflar!, IVt— 2" lang, fc^nac^ oertieft, bidneilen neben einer Beule, 

@c^ale: b^Kgrfln, gtott, etwad bebuftet, nad^ unb nac^ ge(bH((, boc^ nod^ 
oermif<(t mit ®rün, df terd bräunlid^ gerottet, fpftter carminrotl^, mit oie(en jiarfen 
brftunli(ten fünften unb mitunter Stofianftflgen. 

9Ieif(^: mattweiß, etvad feinfleinigt, ab!nadenb, von füßem, aber gemftri« 
lofen ©efd^ma«!. 

JternbauS: enge unb gef<|loffen, mit |iemK4 oiel ooSlommenen, (angen, 
fd^malen, gimmtfarbenen jtemen. 

Steife unb 9{utung: bie Sieife »irb fftr SRftra angegeben» aHein feiten 
^&It fie fo lange. äBirb genb^nli^ im9^ooember innen teig unb f4rttm|)ft ftußer« 
lic^ }um 3^i<(^ r ^^% f^^ nid^t gehörig auftreifte. itann aber immer afö Sto^ 
bim 9on ®nbe Oft. bid 9{oo. binbur^ bienen , unb obgCeid^ 9)ie( fagt , baß H 
anhext unb beffere itod^bimen gdbe unb bie ^^t leinen 9te^botf, gef(^»eige einen 
»eißen^irfcb »ert^fei (Ser^Or f^ if^ f^s 3u bem beseid^neten 3»«({e boc^ immerhin 
gut |U braud^en unb gefdKt ald große fd^bne ^(^t, oud^ aU S^afelauffa^ ^ebermann. 

(Bigenf (j^af ten beS Saumed: berfelbe »dd^it bei und tu»^ (od^fldmmigr 
toirb groß unb ftar! unb trdgt faffc idbriicb, hoöf nie fe^r reit^Uc^, er mirb aber 
am htfUn alg 3»^0^au>R auf Duitte oerebeU er|Ogen unb trdgt in f o(((er §orm 
nad^ $bUl gern. S)er Baum tjt an feiuer bfifieren Belaubung unb an feinen rooU 
' ligen gan^ranbigen, in oerfd^iebener äßeife gebre^ten BIdttern lenntlic^. — Bldt* 

ter elCibtifc^, liemtid^ (dngUd^, mit meift (anger, audlaufenber 6pi(|e, IVi biS 
18/4« < 5teit, 21/1—3" lang, am Gommergioeige au4 eirunb unb ^ergfbrmig, Heinere 
BIdtter oft aud^ lansettfbrmig , »oSig , unbeut(i<( unb nur an ber ®)>ite gefdgt, 
melfi gangranbig, »eSenfbrmig, 6pite feit»drtg unb baS Blatt überhaupt in uer« 
t<(iebener SBeife geMmmt. — B(ttt§en!nofpen groß, furafegelfbrmig. giemlicb 
-fteibenbfpit. — Sommetrsveige oben unb an ben Knofpen wottig, grQnti^« 
gelbbraun, gegenüber r5t(ti<(braun, »eißgelb punitirt. 



161 
No. 69. SifUmaetttt aHttcrlergiii. i, 2, 3 (2). ^i. ; vi(iv)» i b. s. ; m, 3(2). 3. 




fUrfteitieiler üintetbergamotte. Siegel. * f $. IB. 



I^eimatl^ unb SBorlommen: Siegel erhielt fie auS bem jttofler 
^tfienjea in Saiern 1823, {onnte in S)iel8 Sänften ben 9lamen nid^t 
«ttffinben, au<6 fa^ er biefelbe Sirne unter ben oielen von i§m cutti^ 
Vitien nii^t; er nannte fte ^firftengeder groge Sßinterbergamotte. 

£itetatur: Siege» 9t. O. n. @. 53. 



162 

® e ft a 1 1 : fiatt a&seftti^t, f urgtegelf 5nnig, in bcr {RunVung unekit^ 
ctroaS bculig, blSrocilcn rlppenarttg, 2" 8'" l^o^', 2'^ T" breit. 

jteld^: offen, tnetft unooHfontmen , in (^aralteriftifd^ tiefer unb 
wUer, fd^üftelförmiger ©nfenfung, oft mit er^oben^eiten. 

Stiel: bicf, fe^rlang, Wo IVt"; giemlidj vertieft jn)if(|en gleif($« 
beulen, toooon eine oft ftarl ergaben ift. 

®(bale: glatt, l^ea^run, fpdter gelb, mit fd^wa(i^r5t^Ii(|em Snftug, 
md) roftfarbencn ^Junften unb glerfen, befonber« um ben Äcld^. 
• gt^U^* wtfe' M^ faftreid^, butter^oft, oon fe^t ebtem, parfiU 
mirtem ©efd^macf. 

jternl^aatd: fe§r Ifein, oft Dertrodhtet unb nur einen Ilcinen. 
braunen ^ted bilbenb, oud^ faft o^ne fteme, mag d^aralterißifd^ ift 

Steife unb 9lu^ung: Oltober biS SDegember. 9BeIIt nid^t. 

Sigenfd^aften bed Saumeg: berfeUe ift fel^r frud^tbar, mit^ 
telgrog , treibt auf Ouitte nid^t f onberlic^ , bringt aber ^od^ftimmig auf 
SSSilbllng in gef^ü^ter Sage noc^ groge, gute ^(^te. S)o(J^ beffer 
3n)erg aufSßilbling. — SSUtter eiförmig mit l^albaufgefe^ter ober 
aud^ auflaufenber ©pifee, IVj— l'//' breU, 27*— 2V2" teng, glatt,. 
. fein* unb f d^arf gefagt , etroaä fd^iffformig , bie ©pi^e ein wenig gurüdt» 
geirflmmt. — ölflt^enlnbfpen gur 3eit f urgfegelförmig , faft runb» 
lid^, f}umpffpi|. — Sommergmeige brftunlid^gelb ober getblid^braua 
mit feinen gelblid^en $unlten, etmaS filberl^fiutig. 

Xnm evfung. 3>te oorfte^enbe ^nuj^t $a(e ic^ }ur3<^t nic^t feKft er^ogen^ 
fte ift na^ einem oon $erm Dr. Siegel 90t einigen Sauren gcfenbeten (SsempUte 
abge(ilbei. ^ie Birne war bamaU im 9too. reif , (uttet^aft unb rec^t wo§U 
f d^medPenb. — o. gloton) ergog fte nad^ SRon. lY. @. 138 ebenfaSd im 9too. reif^ 
unb 3iDar 16 £at^ fc^ioer , fanb aber i^re @ttte nur mtttelm&^ig. — ^od^ (obt 
fie ^offner in Cabof^burg (äRon. n. @. 826) ofö f^melgenb, gro^ unb gut, au(^ 
rfll|mt er BefonberS bie 2;rag(ar!eit beS 9aume8 , ne^^alb bie Sorte bo^ no^C 
immer »eiterer Verbreitung rotti^ ift. 

3. 



163 



No. 70. Siel« »«ttnUrn. I, 3. 3. 2)iel; V. l a. Suc; V, 3. 3oI)n, 




\ 



\ 





9teU luiterbirti. (»on HWcni) 2>iei, •• 1 1 SB^ 



^eiotatl^ unb 93otIommen: 9Ui(l^ S)tel (YIIL ®. 70) ergog 
{t^ von aßond uub nannte fie Beurr^ Dieh Sßad^ Sio. (Slb. L 
S;af. 24) bagfoen fanb SlcuriS ben ÜRuttetbourn )u Trois-Tonrg (Darj* 
Doreo) bei iBKoorb^. 

Siteratur nnb ^^notnume: finbet fi<^ oU Benrr^ inoonaparable^ 
B. magnifiqaOfB. rojalf B. de TroiB- Tours, PoireHeloD, P. Melon 
de Kvoop, DoTothoa, Graaiole d*IiiTar, aud^ M Fonroroy, obgretc^ 
«an SRand ben Kelteren 9tamtn einem anbem €^AmIiiifl gab (£9on 9er. u. SRon. L 
6. 116. — 2)tel XXL 6. 802.) — SU 8 t. AngqstuB erhielt x^ fte oon 
2)oiiauer unb glaube fte bei bet SuSfieOung in <9ot^Q aud^ M Dno d'Au- 
inale gefe^en pi ^aben. — ^ie SHiefenbutterbtrn ift i§r ebenfalls ^öc^fl 



164 

a^nU(^06ecb.Xn(.6.29l), bod) wirb fie beio.SIotow nie fo btttter^aft (9Ron. II. 
e. 245.) — 9tid^t 9etf(9teben miib aber bie ttfltoner $funbbim , angeblich ein 
eamling oon i$r, fein. (92aumb. 16er. nnb »rief von Cberb.) 

®eftalt: btdbau(^{g<etrunb ober eiförmig, nad^ unten elnaSbirn* 
förmig, bod^ fiarl abgeftumpft fpit, felbfl auf i^od^flamm anfel^nlii^ %xo%, 
3" breit unb 4" lang, auf einer Seite oft IJd^er, biSmeilen burd^ ©r» 
^abenl^eiten ungleid^. 

fteld^: giemlid^ fiart, gefd^loffen, aufregt, bleibt lange grün, giem^ 
iU^ eingefenft, mit me^r ober weniger SBeuIen umgeben. 

Stiel: ftart unb ^oljig, bi8 iVa" Iang# oft in trichterförmiger 
Jpö^te. 

®d^ate: gart, l^eDgrün, fpdter me^r gelb, fetten etmaS erbartig 
gerottet, bod^ mit gal^lreid^en fünften, bie d^arolteriftif^ finb, vnb 
meifi mit etn)Q8 Stoft. 

gleifd^: meig, um*S fteml^auS törnigt, butterl^aft, oon erhabenem 
gemürgl^ften ^ndtvit\^vxad* Stimmt aber in feud^tem Soben gumeilen 
etmaS i^rbeS an unb XDxxh aud^, morüber OberbicdC unb Siegel tlagen^ 
mitunter nur ^albfd^melgenb ober bleibt etnmB rauf<|^enb , worüber id^ 
mid^ iebod^ gur >^eit nid^t befd^meren lann. 

it e r n 1^ a u 8 r fel^r f lein , Kammern enge, feiten mit einigen oott« 
lommenen Jtemen. 

Steife unb SRu^ung: 9looember, S)egember, oft fd^on (Snbe 
Ottober, bo(| ^&tt fie fid^ biSmeilen bi8 Januar unb SBioort miH fte 
nad^ langem i^ngen am Saume bei (fixier Sufbemal^mng felbft MB 
iR&rg erhalten ^aben. Se^rfd^d^bar megen®röge nnb guten (Sefd^inadK. 

(Sigenf d^aften beS SaumeS: berfelbe »adgSt aud^ als $od^ 
ftamm no(^ giemlid^ gut unb trügt fleißig, ift aber in fol^r^orm bod( 
nur an gefc^ü^te $lS^e gu pftangen unb im 3lllgemeinen mel^r bie (Sr» 
giel^ung a(8 SRieberflamm auf Quitte ober SBilbling anguratl^n. Siegel 
f agt (in 9RonatBfd^r. I. 6.117): „®er in feinem ®arten nur für einen 
eingigen Saum $la^ ^at, foQ biefen pflangen/ — Slatter breite 
e 1 1 i p t i f d^ mit me^r ober meniger oortretenber @pi^e, l'/i— 2" breitr 
bis 2Vi'' lang , glatt , feingefügt , flad^ , an ben langen Stielen meifl 
überl^genb , etmaS lid^tgrün , giemlic^ bidC nnb fieif. (®lel beg^net 
bie $orm ber Slütter al8 runbmförmig ober breit^ergf örmig, ben Sinben« 
blättern ü§nli<^, bie ber Slflt^augen alB fe^r eOipiifd^ sc.) — Som* 
mergmeige meift etmaB ftuftg, gelbbraun, nac^ oben ]§in etnxiS fd^müri« 
lid^, lid^ter gelbbraun, wie margig punttirt. 

3. 



165 



Nö. 71. Sie »(|(itfai. I, 3. 3. SDiel; T, 1 b.Suc; IV, 8. Sa^, 




Pie ilejetiiiii. S)ie(. ** i f 9B. 



$eimat]^ unb iBortommen: ®&mHng t)on j^arbenpont, feit 
1758 ittannt JCommt in beutfd^en ©Arten unter fe§r t)er[(^iebenen 
Stamen oor. 

ßiteraturunbepnonpme: 3n Belgien, (Snglanb unb ^ran!rei(^ lenntman 
Ite metß al§ Pasfe Colmar. (Ann. de Pom. IL @. 31; I6t9. IL 6. 41.) Sei 

unb 

9L ft.<C. y." 6. 168), unb Fondante de Parfselle (ric^tiger^Pani seile, 

begong^^ inDHom L 6.409.) SBeitere Benennungen unb 6t;n. nac^ ben belgtfc^en 



166 

'Tutoren unb bcm Sonb. (Eotal. ftnb: La Souroraine, SöuTerain d^hirer, 
Colmar SouYerain , Ananas d^hi Ter, Imp^ratrice, Pucelle Cond^ 
sienne, Passe Oolmar ordinaire, P. G. gris, P. C. d*or6, P. C. 
nouyea'u, G. d'Hardenpont, Fondan tede Mons, Präsent de 
Malines, Marotte sncr6e jaune, Gambier, Gellite Ghapmanns. 
9u4 2)ittri4d »utterbtrn {2Uati 9t. O. U. e. 64) unb Sloflfaraige 
IButterbirn, Beurr6 bronc6 (JDiel 97. St-^D. V. ®. 119) ^aben in gnit^t 
unb Segetation oiel Xe^nlt^feit (Dberb. Xnl. ®. 283.) 

©eftalt: bicfbau^ig ober runblic^ tegelf5imig, auc^ tcgelfönnig« 
iirnförmig mit oft etniaft Idngerer, meift fc^iefer ©pi^e, in §onn uad^ 
Siegel ber alten (Sotmar fi^nUc^, boc^ Don i^r burd^ bie längere @pt$'e 
imb ben ftart nac!^ oben gefteHten Sauc^ untetfc^ieben, mittelgroß ober 
%xo% 2 Vi" ^0^, 2" r" breit, am Spaliere meift gröper (in benenn, 
ift pc 3V4" breit, 4V4" ^od& ald ©palterfru^t abgebilbet). 

^tld): blättrig offen, feiert unb flad^ eingefenüt, meift mit etmaft 
{Beulen. 

Stiel: r' 2'" laug, giemlic^ bicf, ftarf roftig, meift fcbief neben 
«inem ^^leifc^mulfte, bo(| auc^ 5fterd o^ne Slbfa^ in bie ^^rud^t oerlaufenb. 

Sd^ale: grün, fpftter gelblic^grfin, mit raul^em, oft }ufammen^ 
^ftngenbem 9toft unb fünften, auc|i ofterS fc^rodrjlicl^en i^lecten unb 
^ifenmalen. 

gleifd^: mattmeig, fel^r faftig, törnigt, butter^aft, oou gemur)« 
l^aftem, fein meinartigem, belicatem ^\iitt%t\i^mad (Oberb.)- 

fternl^aud: fe^r tlein, biön)eilen ^oblac^ftg, tleinlammerig, feiten 
mit einigen oolltommenen ßernen. 

Steife unb 91 u^ung: meift €nbe S)e2ember, btämeiten f(^on 
D^ooember, $&lt j[ebo($ o§ne ju metfen auc^ bid g^bruar. 2lft eine ber 
fd^&^enSmert^eften ÜBinterbirnen, unb mürbe beß^alb DOn ber SBerfamm^ 
iung in ®otba gu oerme^tter Slnpflanjung empfol^len. 

(Sigenft^aften bed SBaumeä: berfelbe mdd^St gemäßigt unb 
bleibt meift tlein, fc^eint gegen ftSlte empfinblid^. 3^^ B^^^^fi^^i^^^u^fl 
üuf Sßilbling am meiften )u empfebltn. ®ebei^t aber (nac^ Siegel) 
audg nod^ ]^o(]^ftammig in gefd^ü^ter Sage. Scheint auf Ouitte ni^t 
fortgufommen. — Slfitter elliptijd^, oft in oorbcrer §alfte am 
breiteften, meifllVa'' breit, je nac^ ber me^r ober meniger langen, etreag 
üortreteuben ©pifee, 2V4— 2V3" lang, einzelne auc^ eiförmig unb laujett* 
förmig, etmaS f lein, glatt, meift nur oerloren unb gegen bie ©pi^e |)in 
gefögi, meift fiad^, etmaS fteif unb lebetartig, lang geftie(t. — @om« 
merjmeige oft ftuflg, hellgelb ober gldnjenb leberfarbig, gelbbraun 
punttirn 

NB. ^ie rorlicgenbe griic^ ij^ an frciftc^cnbcr ^^ramibc erjogen. 

3. 



Ko. 72. gigL twge griblt »tatib.1,3. 3.a)lfl; Y,l >. gut,; in, 3.3uSii. 




'VogliMt '•»9' 91HM lliRterbini. 3)iei ■ 



^elmatlEl unb Ißsitommtn: S>iet eil^iclt fit auä Green bemrä 
<uiS bet Saumfd^U oon SobbigeS bei Sonboit, unb benannte fie na4 
1^ Se^Ii^Ieit mit Verte longne. Uebet i^Tcn Urfpntng, ob fie 
nriTni^ eine msfift^e i$rui|it ift, n>uf;tc a ni^lS anjugtbcn. ^f^i^f^ 
Sonb. pnbet man fie nt^t. 

Sittiotut: ®it( T. ®.70; »ithr. I. 6. 726j OS«*. 6.429; Suc 6. 202, 



i68 

@eftalt: Idngttd^ legelffttmig, fettener bitn^mig, dl^nlid^ ber 
Sangen grünen ^erbflbtrn, boc^ nac^ bem Stiele ju me^r jugefpi^t 
unb ^ier mit einer fe^r n)entg ober gar nid^t abgeftumpften ®pi^ 
enbigettb. 3n ft^Jnfter (SrJfee unb gorm 2V4'' breit, 3" lang, oft in 
ber SRunbung ungleid^. 

ftetd^: ^artfd^alig, gtemlid^ langgefpi^t, weit offen ftemfSrmi^ 
obenauf ober fdd^t. 

@tiel: ftarf, in feinem Slnfang fCeifci^tg, ifl oft mir bie gorl^ 
fe^ung ber {rgelfSrmigen Simfpt^r, ober ft^t in etmoS f^alten, bie beim 
3eitigen ber 93ime guerft mellen, auf ber etmaS abgeftumpften ®pi^ 
obenauf, IV2" I^ng. 

©dualer- glatt, l^ellgrün, fpafer grunlid^ l^eQgelb, ^ie unb ba 
^eQcitronengelb, o^ne dtiifjt, ioä) mit oielen feinen oft uubeutlic^en 
fünften, aud^ ofterd mit tteihen briunlid^fd^uHirjen StoftfCedCen unb ein 
menig oerlorenem 9ioft um jteld§ unb @tieL 

gteifd^: meifi, fein, fe|^r faftreid^, gang auflSSlid^ (mobei bie 
@d^ale mie Seber gurüdbleibt), Don fel^r oortreff lid^ fein mu3= 
lateQerarttgem ^ ^\xdtxit]^mad (ic^ bemerlte mir i^n als angenehm 
f&uerlid^«fQ§, bem ber @t. ©ermain &^nlid^). S)ie t^rud^t ried^t, menn 
fle nid^t mcllt, angcnel^m müStirt. 

ftern^auS: gefd^loffen, JSammem mufd^elfSrmig, gerftumig, mit 
menigen, aber großen, langen unb fpi^en fternen. 

Steife unb 9tu^ung: @nbe 9loüember, ein S^eil (Alt fid^ bi» 

3anuar. — 5Bet ber oon §erm Dr. Siegel nac^ SReiningen gefettbeten 

93ime trat bie {Reife 3Ritte Tiooember ein unb fte mar bid bal^in fd^on 

giemlid^ gemellt, morüber fic^ inbef[en aud^ Oberbied bellagt, ia% 

ttemlid^ baS SBelfen felbft bei fpatgebroc^enen f^rüd^ten immer eintrete 

unb mSc^te er ber (Sorte ben oon SDiel unb im SataL bed ©rogen 

©artend gu SDresbeu betgelegten SSertl^ nic^t guerlennen. 

(Sigenf(^aften bedS3aumeg: berfelBe loftc^et {larl, be(au5t ft(^ gut, ^at fafl 
pptamibalen 9Bu(^d unb ifl 5atb unb iftl^rlic^ tragbar. Olebeii^t vortrepc^ ^od)« 
flftmmig unb (iefett bie f($5nflen grüßte. — IB litt t er ber ©ommerswetge lAngUc^ 
eiförmig mitf(^5n auslaufenber ©pije, 3" lang, l»/4" breit, glatt, ^eUgrütt, matt» 
gWnjenb, me^r ober roemgcr gejal^nt, f[a(^. — ©omm er triebe büjler olioen^ 
grün mit »ielen flarfcn weig grauen, fe^r inä Äuge faHenben ^unlten unb flarten 
!ege(förmigen fc^arf' unb ftec^enbfpi^en ftartabfte^enben itnofpen. 

NB. S)ie SlbbUbung gef4a§ na(^ ber oon (erm Dr. Siegel gcfenbeten Srud^t 
unb ed würben, ba ic^ bie 6orte aur Seit nid^t felbfl beft^e, beaflglt<t ber Statt« 
form S)ie(d Slngaben oerfltfftc^ttgt. 

3. 



169 
So. 73. ^oxbtiOiOBtd mntttHiUxh. I,3. 3. g)iel;,y, la.Sttc.;m,3.3tt^n. 




$atbenpont$ S^tnterbuttetbttn. 3)iei.**itäß. 

Qt\xaat\) unbaSorfommcn: SSotn Siatl^ ipörbenpont in 9Won§ 
«}Oßen, feit 1759 in Selgien bcfannt 3fl jcftt in Dielen beutfd^en 
®ärten jugleii^ unter bem SRamen Äronprinj gerbinanb von 
Deftetteid^, toie SDiet fie no(]^ntaIä (alfi eine il^m aus granfeeid^ 
bttrd^ fiennö in Soblenj sitö^öö^gene neue ©orte) benannt l^at/ ju finben. 

Eiteratur u. @t)nunt)me:2)te( VIII. 6.40 :§arbenpontSäB intetr 
Buttevbitn, Hardenpont d'hiTcr. — S)effen 9^t Jl-sD, I. ©.217: Ätou» 
pring g. — a)tttr. L ©. 711 unb 750. -r öio.I. t. 8. — Ann. de Pom. II. 
t. 7. — Dbcrb. e. 263, 296 unb 367. — Sicpcl m. D. H.©. 10b. — Suc. ©. 200. 
— ^ei^t in Belgien ^auptfäc^Iid^ BeurrS d' Hardenpont, in ©nglanb unb 
SUufttttted $ant6u(!^ bei D^ilfunte. II. 12 



170 

granlreid^ Oloa Moroeau, fftlfd^lic^ oft avu^ B. d* Aremberg. Stommt no<|oor 
als Goulou Morceau, B. de Cambron ober de Ghambron, FoDdante 
jaune snperbeefc d'hirer, B.Kent, B.Lombard, B.d'hlyer noarelle 
et det Beiges, Bonohretien fondante unb nac^ Hat £onb. aud^ ald B. 
Dayal, Linden d'automne, Colmar d*hiver, Boi de Württemberg, 
— in lt)annftabta(d@4intenbirn. — gfernerift 91 malte oon9ra6 ant(9Ret« 
0er @. 241). toie td^ fie oon SR. fe(b|l ^aie, aud^ na4 Cberb., batnit ibeniif(^. 

®eflalt: Ireif eiförmig ober aud^ länglid^ eiförmig unb baud^ig 
bimförmig, ilberl^aupt t)eränberUd^, oft fiarl beulig unb uneben, ber 
©ommeropotl^elerbirn ober einer l&ngli^en S^aumontet ä^nUt^, 3" breit 
unbSVa— 3V4"tonfl;Äw6o*ftemm2Va"breitunbbod^ oft SVa" lang. 

Aetd^: für {blättrig, meifl offen, mel^r ober weniger jmifd^en Seu* 
len eingefenft. 

@tiel: flarf, mie fleif(]^ig, bod^ l^ol)ig, tur), feiten ±" lang, in 
beuliger ®rube. 

@ d^ a l e : etmad {iar{ nie glfinjenb, f onbern matt l^eDgrfin, fpfiter 
l^eOcitronengelb ol^ne Slötl^e, mit jal^lreid^en, fel^r feinen fünften, fetten 
mit ehoad 3fio% 

^leif$: »eil,' überfliegenb butterl^aft, von töftltd^em meinartigen 
fiarfen Sudeti^^mad. 

fternl^aud: nid^tgroB, i^ol^lad^ftg, Jtammem mufd^elförmig, gienu 
Bd^ geräumig, mit meifi menigen langen flarlen 5temen. 

Steife unb Blutung: ;9looember bid S^nuar, biftmeilen äR&t). 
(Sine ber aOerbeflen 99imen« 

(Sigenf ((aften bed Saumed: berfelbe toftd^öt^auf SBilbling md^t gro|, 
(ringt barauf bie ooEIommenflen Srflc^te, gebeizt aud^ auf Duitte, verlangt bami 
aber befonberd guten, na^r^aften Boben unb flber^oupt »armen @tanb« Sftaber 
f(^on toeit |&rt(id^er a(d (Sapiaumont unb ^erbjicoloma, »ie ber le^te falte fflintet 
l^ier gelehrt §at, ui^b trftgt au($ etioad fparfam. 5Darf aber be^ungead^tet in fei« 
nem ©arten mit gutem Dbfte fehlen. S)ag imeu unb breijA^rige $ol) ^eic^net fi^ 
burcl feinen eigent(flmti(i^en bleifarbenen Sd^immer aud, — Sl&tter eiförmig 
mit meifi etioaS oortretenber Spife, fletnere oft au($ eStptifc^, biäneilen etnad 
l^erjfbrmig, l*/«" breit, 2Vs^ lang, im oorberen 2)rttte( om breitefien, glatt, ^iem« 
lid^ f^arfgefftgt, boc^ mit niebergebrücften 3&^"^*^r f(^n)ac^ »eSenförmtg, Spi^e 
3urücfgebogen, bunfetgrftn, ftart geabert, auf ber SKittelrtppe fc^wariborliig. — 
Slüt^enfnof penlur^fegelförmig, fpit, nid^t {tec^enb. ->@ommer)meige 
bisweilen ftufig, gelbgrfinlic^braun, etwad jtlber^ftutig, fein fc^mu^iggelb punftiri. 

NB. 9)ie abgebilbete ^^^c^t ifi an freifte^enber $oramibe erlogen. — SDie @orte 
»urbe wegen ber Sortreff uc^feit ber grucbt oon ber %)erfammlung in9{aumburg 
unb ©ot^ )ur Ünpflanjung befonberd empfohlen, bo(( ijl ber 
Baum (ier nenigfiend burc^aud ni^t |o(${l&mmtg für freie Pflanzungen gu brauchen. 



171 



1fr. 74- Siegel« »intoüntterMrn* I, 8/3. 2)iel; V, la. fiuc-, vi, 3. 3a§m 




Sititli iPinterbttttcTbirtu £iegei. ** f SB. 

Qtimat^ unb äJorlommen: S)er Urfpntng mtrb pon brei 
Reiten beanfprud^t: 1) n)iQ fte ißf artet Sangedet in SSufd^i^ audSa^ 
tnm erjogen l^aben (Sieg, 3ln». ©. 85), 2) fei ft« in Äopettfd& (eben«» 
faOft in Sbl^men) anfällig and @amen 1782 aufgen)ad^fen (@l. SRobt 
in 3Konat6fd^r* IL @. 64), 8) foH fie Dom ®rafen Solonta etjeugt fein^ 
unb !am fo alft Supreme Coloma t)on van 9Ron6 QnS)iel (S){e[ 
•Sl. Ä.*D- IIL ©• 131), 3fl wal^rfd^einlid^ «on »öl^nicn an« nad^ 
Selgien erfl gelangt, n^enn nid^t etn)a angnnelgnten ift, bag auft ntel^t^ 
•fad&et Äernfaat eine nnb biefelBe SBirne J^etDorging. 

Stier atur unb ennon^me: Obcrb. B. 30l, bftfelBein SRon. I. 6. 46; 
D. glotow ibid. IV, e. 140; 2)ittr. I. e. 785 unb 759; Suc.S. 202 — 5?inbet 
ft(^^tetnQ(^ cU5to|)ertf4e furftU4e^afeIbini,SDi^ititet^ubertn,9Bein^ 



72 

l^uberin,®raf @tern5eto SSBtnterbutterbirn ober38intertafer5trn^ 
^ofteföcrgerbirn, gürft SAioaraenberg, öifi^off SRilJbe^ 
Poire uniqae musquöe, ^erjogtn&atolineSmana. ^te{ nannte 
fte (Sotoma'd fdftli^e äBinterbirn. 

® e ft a It : eirunb, oben etoad abgeflad^t, ttad^ Unten ftar! abne^» 
ntenb flumpffpi^, mit etwaft ^a^tn @r^abenbeiten über ben 83aud^ ^in^ 
mäfeig grofe, 2Va" breit, 3-37«" lang, oft fürjer. 

Jteld^: feingefpi^t, fternförmig, roentg eingefenit. 

© t i e l : ftarf , fleifd^ig, bld 1 Vt" lang,- obenauf, wie eingejiedf t. 

@ d^ a t e : glatt, graftgrün, fpäter getblid^grfin, mamiorirt mit @rän^ 
mit l^öiiftgen braunen fünften unb biftmeilen etmad 9}ofl. 

^leifci^: mattmei^, feintörnig, butterl^aft, oon jimmtartigem oor^» 
trefflid^eu 3u(ierge[($ma(I. Oberb. be^ei^net i^n aU belüaten, fd^ioa d^ 
»einigen, mcrflid^ alant- ober calmußartigen ^ndexQ^d^mad.' 

Äern^auö: grofe, oft nur oierf ammerig, Äammern geräumig, mu*- 
fd^elförmig. Äerne fe^r lang unb an beibeu ©üben fpife, jimmtfarbig. 

Sieife unb Slufeung: ©ejember, oft fd^on SWooember, bod^mcifl 
gut bis Qanuar l^altbar, Äann ®nbe September, in falten ©ommem 
aBitte DItober geerntet werben, ol^ne ju melfen. — SP eine*ber am 
meiften ju empfel^tcnben SBinterbirnen* Äömmt in großen S^ranfiporten. 
au& 93öl^men auf ben ^Berliner ÜRarft, mo fteate SSintermufifatel^ 
ler oerfauft mirb (v. 5ßod^l^ammer, SKonatöfd^r. L ©• 115). 

©igettfd^aften be« SBaumeö: berfelbe mäd^dt in allen g^ormea 
au(| auf ber Duitte gut nnb gibt auf biefer fd^on nad^S)iel biefd^ön^ 
fien ^ßpramiben. 3fl aud^ gegen l^öl^ere Äältegrabe weniger empfinb* 
lid^ unb in ber S3aumfd^ule jeid^nen tx^ fd^on bie jungen Säume burd^ 
rafi^eä unb gefunbes SBad^ötl^um aus. SBurbe befe^alb mit SRed^toon 
ber SBerfammlung in ®ot^a ju oermel&rter Slnpflanjung empfol^Ien^ 
aKöd^te man für fte ben 3?amen Siegels SBinterbutterbirn beibel^altett 
unb mit biefer fd^äfeenömertl^en unb bauerl^aften ©orte ben SHamen befi- 
fo oerbienten ^errn. Dr. Siegel eieren ! — S I ä 1 1 e r lanzettförmig, 
mäfeig jugefpi^t, mciftgut IV*" breit, biß 27*" lang, oft im Dorbcren 
©rittet am breiteten, biömcilen eHiptifd^, glatt, feingcfägt, fd^iffförmig, 
bunfelgrün unb glänjenb, beim Sluötreiben im eJrül^ling braun gefärbt. 
— Slüt^enfnofpen länglii^ fegeiförmig, faft roaljeuförmig, giem* 
lid^ fpife. — ©ommergmeige grünlid^ gelbbraun, gegenüber etwaig 
rötl^tid^, fel^r fein gelbroeife punftirt 

^B. Xie 3l6Bilbung ocrbaufe ic§ ber (Sütc bes ^crrn @e§.s3l. ». glotc» itr 
2)rcsben. ;g. 



173 



No. 75. Xit (Tlaitiaoitttl. I,a.8. 2)icl; V. l b. Suc,; lU, 8. ^a^tu 




Wtt Ä^aumontel. ajtet. ♦, feiten •♦, oft nur K. ». 



^eimatl^ unb 9}orIommen: Sßurbe t)on SAerlet auf bem 
^rfe €^aumohte( ald SSilbling aufgefunben. @ie toürbe früher flei^ 
f iget ald ie^t, loo {te burd^ bie neueren SBirnen Derbrängt i{l, gepftanjt 

Siteraiut unb^pnon ^me: ^ielll. 6.62: ffiilblinaoon^^aumon« 
tel, Besi de Chaamontel.— IDittc. I. @. 62; @^ft $bioS. @a6ö; O^ctb. 
€. 315; »ip. n e. 133 — $eigt QU(&9Binter6utterbirn,Beurred'hiyer. 
— oan SRonS fanbte fte a(d Reine de s Pays- b as, 51 5 niginb er Unlieb erlaube, 
an $€rrn ^onauer,unb 14 ((täubte (ändere 3eit, ba^ bie 91 o 1 9 e (S; o n f e f f e I d b i r n, 
(X. D. (S(. HL 6. 2S. t 8), bte i^r ganj fi^nltc^ ift, eine unb biefelbe eorte fei 



174 

^od^ looKen bie ^^* o. SütY in $oMbant unb OBetb. biefe frfi^er, im 9too., gei» 
tigenb, unb bef[ec tm ©efd^matf au(^ f^mei^enb gefunben ^aben. 

(Seflalt: lang unb bid(6aud^ig, Mmf^rmig ober aud^ mittelbau^ 
^ig, ix^ie etfSrmig, nad^ beiben (Suben, bod^ nad^ bem ftetd^e )u ftunu 
Vfer )ugefpt|t, oft uneben unb ungleid^, um ben Jteld^ fafi cdloiKarti^ 
gerippt, 23/4—3" breit, 3% Bi« 4" lang- 

A e I d^ : meifl unooQfomntenr l^atboffen, in mel^r ober weniger tie» 
fer, oft oerfd^obener @infentung. 

© 1 1 e l : jlarf, bi« 1" lang, obenauf, mit galten, oft feltw arti^ 
neben einem ^ödFer. 

©d^ale: etn)ad raul^, gelblld^grün, fpäter fd^ön golbgelb, bod^ 
nteifl rötl^Ud^ ober }lmmtfarben beroflet, an ' ber Sonnenfeite erbartig, 
geröti^et ober au$ gtatt, bann ol^ne SRofl, aber jimmtforbig punftirt. 

^lelfd^: getbßd^wilg, fein, etn)aft flelnlgt um'ft Aeml^auft (itt 
guten Salären am Spaliere unb In leidstem Soben butter|aft unb Doti 
gutem, ber Beurr^ gris äl^ntld^em ®efd^mad( nad^ S)iel, nad^ Sioort 
l^albfein, l^albbutterlgt, fd^meljenb, oon gejudertem, etgentl^amlid^ ge« 
xoüxitm, angenel^mem ©efd^mad), bleibt bei wxf^ auf freiem Stanbe 
in ben meiflen pilen rftbenartig unb n)irb aud^ am Spaliere gewol^n^ 
lid^ nur l^albfd^meljenb, bod^ Ifi ble 93lrne Im erflen f^alle Immer nod^ 
alft gro^e gute SBlnterlod^blme ju braud^en« 

Aernl^aud: Hein unb gefd^loffen, Aammem enge, ntlt glemlld^ 
Dielen l^eSbraunen Jtemen. 

Steife unb Slu^ung: 3)e}ember blft gebruar, 14 Xage, meltt 
aber gerne bei }u langer Slufbemai^rung. 

(Slgenf d^aften beft 93aumeft: berfelbe mäd^dt aud^ alft ^od^« 
^amm In gefd^loffenen ©arten nod^ )lemlld^ gut, mad^t etmad l^&ngenbr 
3n)elge, trägt aber erfi fpät unb überl^aupt nld^t oft. 9luf Duitte foH 
bie Sorte langfam wad^fen. 3^ 93elglen glebt man l^r allgemein bad- 
Spalier; um fo olel nötl^lger Ifi bieg bei um, menn n)lr bie grud^t 
in i^rer rld^tlgen ©fite genießen moDen« — 93l&tter ei förmig ober 
lä tt gl id^ el f ö rm i g mit lurjauölaufenber Spifce, l'/i" breit, 2V4 bift^ 
2V4'' Icing, öfterd aud^ breitedlptifd^, glatt, befonberd nad^ ber Spi|e 
l^in jlcmlld^ fd^arf gefägt, etmad fd^lffförmlg unb fld^elförmig, auffalletti> 
bunfelgrün, menlg glän^enb, bei fd^led^ter SBltterung leidet fd^martfledFl^ 
nierbenb. — SBlütl^enlnofpen ftumpffpl^, ble unteren S)edEbtätter 
borjHgfpit}, faji fd^arjbraun. — Sommerjmelge an benÄnofpert 
etmad fantig unb öfterd etmad fluftg, rotl^braun, meljslld^gelb punftirt. 

Son biefer Birne gibt H eine 9l6art mit |)anafc^i¥ter 8ni($t unb et»ad r5« 
tl^erem (ei^t geftreiftem iungen $o(ae, bie gleid^e (Sigenfc^aften heftet, aber nod^ 
me^r bad 6pa(ier a(d bie gemo^nUc^e verlangt. ^ 



175 



Nr. 76. 6»atC ^Kbai»Ottt. I, 3. S. 3>iel; Y, i b. Smc"; Y, B ^ofim 




Spate fatlienpotii ^itu ** f SB 

^eimatl^ unb SSorlommen: SSurbe ebenfaDd t)om Stat^ $ar« 
benpont in SRond erjogen ttnb 1762 l^fttte fte juerfl ^^rud^t getragen- 
9tad^ anbem unb befonberfi nad^ ^oiteau, foQ {te iebod^, xok bie An- 
nales de Pomol tnitt^eilen, im ^orfe 91 a nee im^ennegau aufgefuti^* 
ben toorben fein, 

Sitetatur unbe^ttün^me: 2)iet YHI. &. 87: $arbenpontd fp&ie 
SBmterbutterbim, Hardenpont de Printemps; ^tttr. L @.737; Oberb. 
e. 297; Siegel dl. O. e. 66; «io. U. 6. 37; Ann. de Pom. m. 8. 45. — 3n 
Ulteren ift fte alift Beurr6 obfv Bonohr^tiendeRanoe ou deRansmitben 
Spn. Boiirr^ de Noirchain, BeurrS d*htTer, Hardenpont de Prin- 
temps, Beurr^Bonchretien aufqejA^It Qioott toeiSt im Slbum no^barauf 
(in, bat f^c irrt(ümli(( aud^ Bearr6 ^pine genannt metbe; eine Sorte bed S^amend^ 
bie er beftfe, fei nöQig nerfc^ieben. ^m Si^on. Ser. nirb noc^ Beurr6 deFlandres 
0(8 9einamen angegeben. — 3n ®ot(a fa( i(( von $errn Sord^erd in $erren(aufen 
eine Benrre Paridans, bie ber oarüeaenben febr ft^nli^ war, aber me^r Süöt^e 
(atie. — Bonchr6tien loirb fie nac( ber oft oeuUgen ®efta(t genannt ; ba| „S^i a n 3 ig e 



176 

S3utterbtrn/' loie fte l^te unb ha genannt n>irb, unnötig ift, ge^t aud 061« 
gern l^eiDor. 92it ben für^eften SBorten ^a5enn)tr{ieo6cna(d „@päte färben* 
ponV* aufgcgft^lt. — l>a% ed au4 no(( eine anbete iRoicc^ain gibt, bieman 
b^mnad^ 6ommerr92otr<$atn nennen mu^, bflrfte (iet fogfei^ 3uerio6$nen fein, 

@e{lalt: lang ftumpffegelförmig, einer voVlomxatn ge6ilbeten 
3Rarf0täfitt na^ldxd &^nlläi, 3" btelt unbSVa" §od&. Sttbenannal., 
m fie 3Vt" breit, 4Vi" l^o^ abgebilbet tfl, wirb i^re Oeflalt fel^r »er* 
änberlid^, balb ald flafd^enf örmig , balb runblid^ ober me ein f$a|, 
bolb aud^ n)ieber beulig, n)ie eine Bonchr^tien bef(|xteben. 

Jt e I d^ : l^crtf c^attg, offen, in feid^ter ober tieferer @inf enlung* 

Stiel: oft fe^r long, bift IVt", l&oljig, obenauf ober Dertieft 
2n)ifd(ien ^SdEern. 

@d^ale: ftart, etn)aft fein raul^, grün, fpSter gelblid^grün, mit 
etn)ad bräunlicher SRStl^e, mit feinen grauen fünften, 9lof!fled(en unb 
Figuren, bie oft bie ganje ©d^ale überjiel^en. 

^leifd^: mattmeii^, fel^r faftig, gröblid^, fd^mel^enb, oon etmafi 
meinf&uerlid^ fügem ©efd^mad nad^ Siegel (etmad förnigt, gerfliegenb, 
oon erl^abenem }ud(erartigen SBeingefd^tnadC, fafl mie Slormännifd^e rotl^e 
Serbftbutterbirn nad^ 2)iel), ifl l^ier jmar bidmeilen nur J^albfd^meljenb 
unb etmad feinfleinigt, bod^ ijl ber ©efd^madt pifant ffiuerlid^^fi^ ^^b 
angenel^m. 

Jternl^aud: f e^r {lein, Jtammern enge, mit oft unooDtommnen Jtemen. 

9{eife unb SRu^ung: 92ot)ember, 2)e)ember, 1858 ^atte id^ fie 
in SReiningen nod^ im SlpriL ©el^ört, mie aud^ Siegel meint, }n>ar 
nid^t )u ben aüerbeften ^röd^ten, ift aber immer nod^ eine gute unb 
megen ber langen 2)auer fd^ä^endmertl^e g^rud^t, bie id^ aud^ fd^on 
einigemal fr&^er oon bem oerflorbenenen iBornmilDer in @ul^l auft 
einer nod^ ^ü^ettn Sage ald l^ier völlig gut ausgebilbet unb mol^lfd^medCenb 
gefeiten ^abe. Uebrigend foS fie aud^ in Belgien feiten gan} gut 
merben, inbem Sal^refimitterung unb Soben merflid^ @influg auf fie 
üben unb fie mirb alfo am beften immer am Spalier )u erjie^en fein. 

(Sigenfc^aftenbed 9)aumed: berfelbe mftf^dt in ber Sugeub (eB^aft, nirb 
ahn nur mittelftar!, mac^t nic^t oie( Slej^e mit li^ter Säelaubung, beweist fi^ aber 
auc^ l^ier fe^r fruchtbar, roeit me^r a(^ ber (einer 9{amendf(^n>efter, ber ^arbenpontd 
äBinterbutterbim (ßronprin^ S.)'-S)ie9Utter jinb breiteUiptif^i ctma 1 Vt' 
breit, 2^/4^ lan^, gtatt, uerlorem ober nur an ber Spi^e gef&gt, oft gan|ranbig (ben 
99(ftttern ber 9iegenttn A^ntic^, nur breiter unb größer unb befonbecd an ben im 
@4mtt gehaltenen Sä&umen am @runbe fk&rfer feilfbtmig)^ jiemlic^ biet unb fteif, 
bunlelgrfin, @tiel oft über 2" (ang. — 93 (fitzen InofpenjiemUc^groft, fegelför* 
mig, lurjgefpi^t, faft ftec^enb. .— Sommerjneige etroa^ grauwöUig, grünlich» 
gelb ober leberfarbeu, gegenüber röt^Ud^, fein »eisgrau punitirt. 



rv 



17T 



Nr. 77. »itttet^e^Wt^Mrn. I, 8 1*2). 3. 25 i el; V, l b.Suc; m. 3. 3aM. 




üttttttbeil^fttitfbirn. S)tei. ** t 9B« 

fieimat^ unb Sorlommen: SBurbc uad^ Sioort loal^rf^eitt* 
fid6 In einem Älofiergarten in Söroen 1825 aufgcfunben. Reifet bal^er 
«ud^ jefet noil9 in Zeigten ^ßajiorale, obgleiiä^ unter bem Slamenbort 
nebenbei nod^ eine anbete öeringcre Sirne belannt ip. fjinbet ii(^ 
je^t, burd^ Dan aWonfi unb anbete unter ganj t)etfd^id)enen Flamen 
oerbteitet, in allen Sänbetn. 

Literatur unb ^pnonpme: 12)tel befd^rieb fubretmal: ald ©rflneSS^tn^ 
tctsöerrnbitn, Seigneur d'hiver dl. Ä.*D. I. @. 174 alS So intet* 
bed^äntdbicn, Doyenn^ de Priiftemps DMt.sD. V. @. 177 (vir lo&^Iten 
>teffn fflamen ald ben in ^eutfc^Canb belannteflen |ur Uebetfd^rift), unb ald Sl a u e t d 
en(|(if4e Oflerbuttecbitn, Benrre de PAques de Lauer iR. it.sO YI. 
€>. 166. — Aommtabernoc^opraldipilbed^eimer^inttrberQamotteSiegeld 
5?.D.n. e.75,5rü§ringdbutterbirn.Beurr^dePrintempBibid. @. 111, 
¥fingf^bergamotte, Berg, de PenteoöteSiu. I. t.26,Sylraiige d^hiver, 
Poire ou Bere. Sylvange 2)tttr IIL @. 211. Philippe d'hiyer, Doyenn6 
d'hirer, Angleterred'hiyerfPoire Anglaise, Beurr^Eas terato ^eigt 
{te meiftin@ng(.)r v^^n^O"^* ^r a ^ Hng 8bu t te r b ir n, Canning, Pastorale 



178 

de Loarain, Fast, d'hirer, Doy. d'hirerTrai etanoien, Berg. 
Crasanno d^hiy er 9io. unb oerfc^. (Sat — Doroth^e royale, Poire 
Fourcroy, MerTeiUede la Natar e, Poireda P&trefi^on. 93er. — 
Bearr6Roap6f B.d'hirer de Braxelles, B. dePAqueB, Besi Chau- 
montel tr^8 groi, Ghaamontel tr^s gros, Philippe dePAqae, 
DoyenD6 d'hiyer nouvean <Eat« Sonb« 

©eflalt: cirunb ober eiförmig, fetten etoaft bimförmig, bidioeUen 
ItQtU ober waljettförmlß, jlemlid^ grofe, 2V4" breit, 8V2" I^^ng, am ©pa^ 
Her aud^ gröger. 

jtel<$: ^ortfd^aHg, biöiueilen aud^ mel^r blättrig, am ©runbe 
etmad moUiig, l^alboffen, jiemlid^ eingefenft, meifl gmifd^en Seulen. 

®tiel: ftarf, mie fleifd^ig, bod^ ^ol)ig, braun, bis 1" lang, etmaft 
Dertieft neben einem ^leifd^mulfl. 

@d^ale: glatt, etmad jlart, ^eDgrün, fpäter mel^r grlbgrfin, oft 
fd^mad^ gerötl^et, menn aud^ nur burd^ gebrängt fle^enbe fünfte, bie 
}a^(reid^ oorl^anben unb bxaun finb, aud^ ttma% becoflet. 

gleif d^ : gelblid^meig, umd Aernl^oud etmaft {Smigt uub fleinigt, 
bod^ faftig, butterl^aft, oon red^t gutem mudlateOerartigen gudCergefd^madE 
(2)iel Dergleic^t il^n bem ber Verte longue). 

Jternl^aud: Hein nnb gefd^Ioffen, ftammern enge, mit menig 
ooKIommenen i^eKbraunen Jternen. 

Steife unb SHu^ung: S)e)ember, bod^ ie nad^ bem ©tanbort 
bidmeilen fd^on im 9lot)ember, meijl Januar bift SRär) (begl^alb für neri^ 
fd^iebene ©orte gel^atten). SBill tauge Rängen, im SSinter fü^I, nid^t 
feud^t liegen, fonjl faulen mU Jrüd^te cor eintritt ber Steife*). 

(Sigenf d^aften bed Saumeft: berfetbe, fel^r lebhaft xoa^^ 
feub unb frud^tbar, lommt gmar nod^ auf Duitte fort, jeigt aber bar« 
auf fd^mad^en ^Irieb, gebeil^ nod^ beffer auf ^agebom, am befien auf 
SBilbting )ur ^pramibe erlogen, ^od^flämmig pa^ er bei uns nur in 
gefd^ü^te ^audgärten. 3)od^ mag er in milberen ©egenb'en beffer (\ut^ 
tl^un. 3n ©otl^a lourbebie d erme^rte9lnpflan)ung ber©orte 
empfol^Ien. — »lätter meifi länglid^ eiförmig, bie fd^injien 
»lätter, jiet« eiförmig, IJ,'!" breit, 27;' laug, oorne am breiteten, oft 
aud^ ettiptifd^ unb lanaettförmig, glatt, fein^ etwa« fiumpfgcfägt, fd^iff.« 
förmig unb nad& ber ©pi^e l^in jurfldCg'efrümmt. — Slüt^enfnofpen 
gro§, furjfegelförmig, meifl jlumpffpife, fd^margbraun mit oft llaf«^ 
fenben S)edEbtattern, bie fid^ bidmeilen tfitenartig oertängern. — © m«» 
mer jweige oft flufig, grüngelb mit erbartigem Siotl^ unb meiert 
fd^mu^ignoeifeen 5punlten. 3. 

•) Huf bem Syon. ©ongrcS fcfttieb man |U i^r nieber : Spät au »flüden. 
®e|<5ic§t bieg aber gu fpät, fo reift f\e im Sanuar ; «nfana« Dftober acpffütft. 
5Ält fie ft(^ ieboc^ bis SRai. 



179 



No. 78 9Ieiie 9Si]itetbe4iiitlbini. I, 2. 3. Diel; vi, 2a Suc; ni,3.3a|n. 




Heue üittterteil)aiit«birtt. 7>iti * t D\t nur K. w. 



^eimatl^ unb SSottomtnen: SDiefe Don ^errn van SRond tx^ 
ifi^mt %tn^t fomtnt oud^ Bei uM in aOerlet Soben gut fort; ber 
Saum uiteb friU^ unb reid^Itd^ tragbar, bod^ »irb bte g^rnd^t nur in 
6fibbetttf<|lanb fd^nteljenb unb bebarf felbfl ba niol^I bte Sßanb ober 
^amibe. 9{SrbKd^er n)irb fte nur an SßAnben ^albfd^meljenb, bleibt 
aber (od^flftntmig , wenn fte bid gegen @nbe Oltober fi^t, eine gute 
3Binter»ftod^frud^t. 

2iteratutunb S^non^me: ber i^r 9on von äRond (gegebene Flomen 
Kourelle Pentec6te, 9leue ^fingftbirn pa^t bei und, n>te f(^on Diel 
bemerlt, ber fte 9?eue fpftte SBinterbe^antSBirn . genannt unb in feine 
9?. 1I..D. V. 6. 151 befdJrieBen ^at, infofernc nic^t, alS fte in ©übbeutfd^lanb fl(^ 
feiten bid JDftcm l^ftlt, nötbU^er aud^ nic^t lange nac^ Oflern. aXug auc^ in 
Selgien {14 nid^t befonbere Q^unft erroorben ^aben, oberift bort verloren gegangen, 
ba fie ft^i in ben neueren belgif^en Serjeic^niffen nid^t finbet. 

®e{talt: bidbaud^ig, {mifd^en Jtegel« unb ftreifelform. ®roBe 
gru($te ähneln einer SSeigen igerbßbutterMm. 21/4— 2V2'' ^teit unt) 
1^. Kmii meifUtmad nad^ bem Aeld^ l^in, nad^ beut fte fo abnimmt, 
bag fte ttod^ auffielet, nad^ bem 6t tele bilbet fie o^ne Einbiegung eine 
abgefiumpfte ftreifelfpi^e. 



180 

jt e I d^ : !ur)blättrig, J^artfd^aKg, offen, in geräumiger, faft ff ad^er 
@enlung, t>on n)el(|er aM breite flod^e ©rl^abenl^eiten über bie ^rud^t 
l^in fortlaufen. 

©tiet: flarl, l^otjig, lang, in einer Keinen @rube. 

® d^ a I e : ftarf , i^eSgrün, fpSter citronengelb, bidmeilen mit erbarm 
tigern fRot^ leidet permafd^en, bod^ meifl o^ne aDe ffiot^t. fünfte 
gal^Ireid^, fein, rofifarben. 

glcifd^: mattroeife; S)iel nennt es fein, butterl^aft, fd^meljenb, 
ganj gerfliegenb, oon angenel^mem, gemürjl^aftem fein }immtartigem 
3udergefd^madC. 2)iefer ©efd^madC jeigt ftd^ aud^ nbrbUd^er, bod^ ^at er, 
ba i^m atte ©äure fel^It, nid&ts erfrifd^enbeö, felbü wenn bie ^ud^t 
]^albfd^mel}enb ift ; l^od^ftämmig erlogen ifl bad ^leijd^ etuKtS feinlörnigr 
um'8 Äernljiau« felbfl feinfieinig. ©pät gebrod^en roeßt bie grud^t nid^t 

Aern^aud: l^at fd^male, ^ol^Ie äld^fe. Aammern geräumig, 
niufd^elförmig, Aeme ^al^Ireid^ faffeebraun, flarl, giemlid^ eiförmig. 

@igenfd^aften bed Saumes : berfelbe, melc^er nad^ 2)tel aud^ 
auf Quitte gut gebeizt, m&d^St fd^ön pptamibal, bilbet fd^5ne ^prami« 
ben unb fe^t oiel lurges, frül^ unb gern tragenbed ^rud^tl^ol} an, bai 
meifi fd^on in ber 93aumfd^ule trAgt S)ie (Sommertriebe l^aben l^aufig 
SB(ätteraugen, ftnb gelblid^grfin, oft burd^ ein ttber fte laufenbes S3raun 
mel^r olioenfarben ober röll^fid&grün (S5iel fagt: erbfarbig rotl^, gegen* 
über rSt^Iid^grün, oieDeid^t oon ^pramibe aufOuitte?) unb grün(id^ 
fiarl punltirt — ©ad SBlatt beö ©om'mertriebes ifi langeiförmig, 
giemlid^ fd^iffförmig aufm&rts unb etmaft rilcfroärts gebogen, glatt, 
glänjenbgrön, am Slanbe fein* unb ftumpffpife gejal^nt — S)ie 85Iat* 
ter ber SSIütl^enlnofpen ftnb t^eilö langeiförmig, einjelne felbfl 
etmas ^erjförmig, meiftens aber langooat, bie größte Sreite )iemlid^ in 
ber aRitte, mit auslauf enber ©pi$e, IVa" breit unb 2V2 bis gegen 3" 
lang, älugen Hein, faft anliegenb, ^ugentr&ger menig Dorfle^enb. 

O b e r b i e dt. 

^dj l^atte mir bie .»lätter als länglid^ eiförmig, bismeilen 
länglich eininb, l^ie unb ba etmaS l^erjförmig angemerft, bie Slüt^en* 
tnofpen als Hein, furgfegelförmig, fa^ runblid^ fiumpfgefpi^t. 9lud^ nad^ 
Siegel iß. D. ©. 110 unb o.jjlotoro in SWonatsfd^r. II. ©.251 wirb 
bie f^rud^t feiten unb nur an einer feigen SBanb gut, fte giebt aber 
in biefem unausgereiften Bufianbe nad^ Se^terem immer nod^ lange 
l^altbare, vortreffliche (Sompotfrfid^te, ums ftd^ nad^ il^rem fftgen unb 
angenehmen ©efd^madt fd^n beuten W&t 3. 



181 

No. 79. KBUfe gen«* II, (UI), 2. 8. IDicI; V, 2 b. Suc, III, 3. Sa^n. 




jtoufe lend). £onb. (Sat. * SB. 



iQeitnatl^ unb äJortommen: 3d^ erl^ielt fie oon ^ettn @iu 

pmntenbcnt Oberb. ol^ne weitere 5Wotij. 

• 

Sitetaiur unb ©pnoni^me: i)?ur ber Sonb. (£at. ^i5t über fte einige 
Sudfunft @ie tft bafelBfl aH grofi, länglich, bla|grün, ^Butterbirne II. Slangd, 
ffir 3an. unb ^ebr., ber 93aum ffir freie ^flan^ung geeignet unb cid reid^lic^ 
tragbar bef^rieben. 

®e^alt: freifelförmig, oben unb unten abgefiufet, nac^ beiben 
Guben ^in etwas eingebogen unb faft gtei(!^f6nnig abnel^menb, 2" breit 



A 



182 

itnb 27«" ^0^. S)ie f^rüd^te l^atten fämmtlid^ btefe^otm, bod^ toaren 
einige ttod^ etoad größer unb länger. 

Aeld^: kornartig, offen, aufredet, in enger, tiefer (Sinfenhing irou 
f(|en Seulen. 

® tiel: bann, Md 1^/' lang, grttn, bod^ l^oljig, in IMner ^öl^Ie 
t)erti^ft. 

@ d^ a I e : bidC, etmad raul^ unb uneben, bCaggr&n mit feinen 
bunllen. grfinen fünften, fpater trübgelb, mel^r ober n^eniger lid^t^grau«* 
braun beroflet, ol^ne 9üt^i. 

^leifd^: ge[blid^n)ei§, jart unb mttrbe, bod^ )ur Seit nid^t fd^meli> 
jenb, aber n^on gutem, gejudtert gem&rgten, burd^ feine @&ure ge^obe^ 
neu (Kefd^madC. - 

Jternl^aud: jiemlid^ gro|, flammem mufd^elförmig, mit melen 
großen Jtemen. 

Steife unb 9lu(ung: l^ält ftd^ lange, mar im SRärjnod^ mo^l 
erl^alten unb nid^t geweift. 5tann megen ü^red mürben f^leifd^ed unb 
guten ©efd^madCeft immer nod^ aU £dfelbirn gelten. Sßirb nml^rfd^eltt« 
lid^ am 6i>aliere aud^ fd^melgenb. 

(Sigenfd^aften bed Saumeft: nad^ bem SBud^fe ber probet» 
jmeige iß biefer frSftig unb gefunb unb nad^ ben}meimal fd^on gelie» 
ferfen ßmten ifl er aud^ red^t tragbar. — Slätter länglid^ eifbr« 
mig mit audlaufenber, meift fd^arfer ©pi^ bie größeren aud^ eirunb, 
bie Heineren lanjettf örmig, gut 1 Vi" bteit, mit ber langgezogenen Spi^e 
3 Vi" lang, fein^ etmaft ßumpfgefftgt me^rfdd^ tpeDenförmig, Spi^eju^ 
Tüdtgelrümmt, jiemlid^ bunlelgrün unb gl&nienb. 

3. 



183 



No. 80. 8etga»iittt Hon ^artJnioH. in (IV), 2. s. 2) i e i; xii, 2 a s u c. , ra. 3. 3. 




Pergamotte oon partl|enai|* Liron d'^iroUes. f K. !B. 

^eitnotl^ unb SBorlommen: Sßurbe oon einem ftaufmann^ 
9taineti6 ^oirault )u ^atVfymay (Deux Sevres), aud Samen gegogen 
toeg^alb bie S9ime nebenbei aud^ Poire de Poirault l^eilst. 

Sltetatut: SRan ftnbei S^ac^rt^t von i^r im <Satal. oonSiroorbe (ftewitb 
^ier ald ^atbfd^melsenb, ober von fc^Iec^ter Dualitftt be^eic^net, ol^ne ttngabe beS 
oon ibt »eiter )u mai^enben ©ebraud^dj, fetner in ^apeleu'd Serjeic^m^ ; au(i^ in 
von Btebenfelb 6. 112. 2)ie audffl^rlij^fie 9{a(i^n(l^t gibt Liron d^Airolles in 5. 
Lieferung 6. 32* 

®efialt: mnbbaud^ig, nad^ bem ©tiele ju flumpffeaelförmig, 2V4" 
breit unb eben fo ^pd^, wie bad SSerl^ättnif ber $ö^e )ur breite aud^ 
im Sßilporber Satalog angegeben ift. 



184 

-- - 

Ae[d^: gto^bliütXQ, offen* 

Stiel: roie SSorlage jeigt, für j. 

Sd^ale: bunfelgrün, mit Stoftpunltett, bie fein unb ni(|t ffi^I^ 
Bar ftnb. 

S^leifd^: grunli^toei^, 9Ritte SRarj nod^ l^art unb fefl, au^ ber 
Sefd^reibung nad^ brttd^ig, ifl {ufammenjiel^enb fäuerlid^ toon @efd)mad^ 
begl^alb rol^, mit ed fd^eint, ungenießbar. 

ftern^aufi: Der^ältnifemafeig Hein, bod^ mit jiemlid^ grofeengS* 
d&em unb Dielen Äernen. £ie 2ld^fe ift l^ol^I. 

Sieife unb Slu^ung: bauert lange, bie Steife nnrb t)on Siron 
im 9lprit angegeben. 2)ient j[ebo($ nur ald 5t o d^ b i r n e unb ald fol^ 
d^er wirb i^r c r ft e r 91 a n g beigelegt. — ©ürfte megen ber langen 
S)auer in fotc^er J^inftd^t aud^ für und SBertl^ befi^en. 

@igenfd^aften bed S3aumed: berfelbe mirb alft mittelflar!, 
frud^tbar, für ^ßpramibe unb ©paliere geeignet, bejeid^net. 3« ber 
Vendöe unb in les Deux-Sevres werbe berfelbe im freien gelbe ge^» 
pflanjt — S)ie »lätter ftnb (wie id& bie ©orte oon ?ßapeleu in 
SBetteren beftfee) eiförmig mitmeifi audlaufenberSpifee, l^^breit, 
2'//' lang, elnjelne aud^ eirunb, verloren unb flumpfgefdgt, aud^ganj* 
ranbig, glatt, biömeilen unterl^alb rooHlg. — Slüt^enfnofpen sur 
Seit grofe, fegeiförmig, etroafi furjgefpiftt, l^ettbraun. — © o m m c r^ 
j m e i g e rötl^lid^ grünbraun, grauweiß punttirt 

NB. 2>ie getd^nung gab $err ©arteninfpector Sucad, ber bie %tvi^i in ^rag 
fa$, auc^ würben bie oon i^m niebergefc^tiebenen fonfitigen SBemerfungen benu^t. 

3- 



185 



No. 6h »ir %jtt$tu in, 2. 1. a)iel; II, 2 •♦ Suc; I, i. ^a^n. 




Pie %WCaU. S)ie( (S)ul^ameQ. * f e. 

$^eimat§ unb ißottomm'en: Siel erhielt fie aii8 ber $ari(er 
€art|aufe utib 6e((|rieb fte alä 9lurate, kleine rotl^e (Sommer« 
muSIateller, meil er bad franjöftfc^e TAurate, unter meld^em er 
fte empfing, nid^t mit ©olbbime fiberfe^t l^aben moHte, inbem eS mel^r 
oon Aurora abftamme unb SRerlet, mo nid^t biefe, bo^l eine fe^c &l^n^ 
lidge Sirne Aurore d^etä nenne. Sie mirb in ber St^eingcr^cnb , 6e« 
fonberd um* SJ^ainj unb ^obleng; t)iel gebaut unb verbient andf bei ber 
tragbarleit beg SaumeS tro^ i^rer geringen ©rSge (Smp'fe^Iung. 

Stier atur unb S^nonpme: 2)ie( lY, €S. 148. S)u^ame( m, 6. 8, tab. 
m. FAnrate; 2)ittri(fi I, Ö28;Daerb.®. 269; (S^rifi ^anbrob. 6. 179. — ^a^ 
2)te( i^ <d ioa§rfd^etnu($ bie Aurore oa Fontarabie d*et6, Pol re d'or 
lialiTe bedSRerlei unbYroegeSnikerey beftltnoop. Neffen ®o(bbime, Poiro 
d*or t|l e< bogegen fidler nid^i — @9non« ftnb no(^: Anrate, Poired*or d*6t 6, 

Slaflvirtr« ^aBbftui^ bn Oljlhinbe. II. 13 



186 

Oond Pe«r ((K(dfl); 9o(b6tnie,^rft(t9Ru«faterCev (in eabbenif^Ianb) ; 
Mstoat de Kaney (Oatal. Lond.) — gm beutf^en ObftcaMnet Setta 1855 
ijl {iejtt Iftnaltci gf|ei($net. — £iege( (at in feinen 9t. C II, e. 94 eine wi4 
i^rer Seaetanon oon ber oorKegenben oerf^iebene 9oCb6ime bcfc^rie^en« 

O eß a 1 1: a(0efium|)fi Ireifelftonig, nai^ bem etiele gn meiß ei»ai bimfbmid^ 
mit abgefhim)>ftet oft fe^r rumev 6|)i|e, IV«" breit unb ebcnfo ^o^, ober ein 
v.»eni0 ^d^er* 

iTel^: gro|, grau« ober fd^oar^bUttrig, weit offen, fternfbrntig, in f^IftffeU 
fbrmiger, jiemii^ tiefer (^infenhutg* 

6tiel: gelbgrfln, faum 1" lang, giemUc^ ftar!, obenauf in Sleif (^ringeln ober 
neben einem $ö<Ier f^oad^^ vertieft 

e^alt: glatt, bla( ^eEgrfln, f^dter ^eOcitronengelb , an bet 6onnenfeite 
mit lid^ter, tima^ erbartiger Höt^e (eid^toenoaf^en , oft nur nenig fid^tbar unb- 
befonberS im 9iot^ fein punttirt. 

Steife^: geibUd^ »eil, ablnadCenb ober rauf^enb gemd^ooK, auflbdlt^ mib 
von angenehmem ffl|en SRudfateKergef^matf na($ S)ie(, mad ricbtiger §et|t: von 
angenehmem mailürten 3tt<Iergef4mad. 

Aern^aud: fc^ioa^ bo^Iac^fig, klammern Hein unb mufc^elfbrmig, mit fe(b^ 
nb4 in ber Ueberreife nur bolb ober gan) meinen itemen. 2)ie Jlemd^en umi^ 
itern^aud ftnb Kein unb menig bemerfltd^. 

aieife unb 9lu|ung: bie 8ime reift nad^ S>ie( SRitte Suli, in aReiningen. 
Jeboc^, mie bei Oberbietf, ®nbe ^uli ober Xnfang 9ugufl unb ift, ttmat frfi^er 
gebrochen, 14 2:age l^altbar. — 6ie 'empfiehlt ftc^ befonberd megen i^rer ^^reife 
unb wegen ber großen 2;ragbar!eit beft SSaumed, unb fd^metft am beften, menn fie 
am Oaume faft auftjeitigt, mo fie fi(^ ober bann faum einige Sage ^Alt gn Mte 
unb®r5|e mirb fte oon ber bfterS gIeid^)eitigreifenben®e(ben^§bim(9rbboniS'* 
bim) übertroffen, auc^ jeitigt fte bfterd erfl mit ber ©rünen Stagbalene. 

Qigenf^aften beS OaumeS: berfelbe mftd^dt auf IBilbling fel^r Ub|aft,. 
wirb ftarl unb ^o4, bUbet eine oielbelaubte Krone unb trftgt ba(b unb reiij^a^^ 
er erf orber t aber warmen 8oben, fonft wirb bie 9^^ Wt^t — 8(&tter 
r unb lid^ ober eirunb, oft ^erjförmig mit ^aCbauf gefegter ober audlaufenber Spi^e,, 
l>/i" breit, 2 bid 274" lang, oft ou^ eifdrmig, glatt, nur ^ie unb ba amSlanbe 
etwas wollig, ganjranbig ober verloren gef&gt, oft langgeftielt — Qlflt^en-« 
Inofpen !egelförmig, fanftgefpift, faftonienbraun. — ^ommer^weige rM^li(!^ 
oKoengriktt, mit oieUn feinen, f^mu^iggetben fünften, nad^ oben ^in btftunfid^ 
gerottet. 

»a4 fd^rift 2)ie gruc^t zeitigte 1859 t^eUweife am 26. guli, unmittelbar 
nac^ ber Kleinen aRudlateucr, gleic^seitia mit ber ®elben ?h:ä^6irne, unb eS fing auc^ 
bereits bie arflne SRagbalene an gu reifen. ISon ber Kleinen äRugfateKer unter«^ 
treibet fie fl^ befonberd burd^ ben tiefer eingefeniten Kelc^, burcb eiwad {Iftrfere 
^nbiegung nac^ benf 6tie(e )U, waS aber an ben grd^er gewa(bfenen gtflcbten^ 
oon bencn oben eine abgebilbet ift, weniger l^eroortritt, unb burd^ vermehrte ®r5(e. 
2^e gftrbung i^ fonft jiemii^ gieid^. 

3- 



187 



Ko. 82. Sielte BImiWtt m. 3^ l. a)iel; 4, 2a gttc; in i/Sc^tu 




lUettte yiankette. Sbui (^uj^atnei). f 6. 

j^eimat)^ unb ^orlcmmen: ift eine alte franjoftfcl^e ©orte, 
bie ]o giemtid^ alle Sc^tiftftener |a6en, unb aud^ in ben beutj^en ©arten 

$ie unb ba oorifltnmt. 

• 

2iteratur unbGnnon^me: 2)ie( 5ef4reibt {tel^eft IV, 6. ITdaldtßevI« 
fdrmige frana- 9Bei|(irii, i^leine SBIattlette, Le petit Blanquet, 
Poire, k la Perle. — (I§nß im $bn)6. @. 159 nennt fit nebenbei bie perlen« 
fdtmig« Birne unb gafobSbirn, St. J aoobs-Peer. 3n @äbbeutfd^(anb 
M^i fle na(!^2iic. 6. 153. 6d^nabe(birn. — SRerlet nannte fie no^ Perle de 
Cire, Cbiteanbriant unb Petit Pairmain d'et6. — Petite Musette^ 
Petite mnsqnee barroie äftaperd unb aucb beffen Petit Blanquet &Tro- 
ehea ift na^ 2)iet »a^rf^einlt^ biefelbe iJru^t. — Ser(((. femer Oberb. 6. 425. 
2>ii^anie{ IIL e. 16. tab. VI unb SRa^er Pom. Franc. HL 9{r. 69. tab. LY. 6. 238. 

©eftalt: birnfSrmig ober perlformig, alfo oft auc^ nac^ beut 
Stiele )u ungleich me^r ald auf ber ^^i^inu^^g eingebogen, in ^d^onfter 
Hudbitbung IV«'' breit unb etmaS über lV2f' biSmeilen IV4" lang, uom 
Unfein ungemein ]d)bn, mit in 2Bac^8 boffirt. 

Sttld^: gau) offen, fternfdrmig, obenauf. 



186 

€tiel: getbgrfin, AfterS lleifci^ifl, V«— Va'' lont obenauf ober fd^kf 
neben einem ^leifd^vulfi. 

Sd^alc: glalt, nid^t fettig, glAngenb, »eilttd^ l^^gelb, mttunter 
nod^ mit etmad ®rün, feiten mit etwaS blaffer 8l5tbe, unb l^ie unb ba 
mit einigen punttartigen %Ud(!im! 

gleifd^: weife, ttmigt, abtnadenb, überreif, b<^Ibf d^melienb , non 
angenehm ffifeem, etmaS müSlirten ®t\^mad. Xud^ ried^t bie Cime 
fd^mad^ mugfirt 

jternl^aud: fel^r Kein nad^ S)iel, b<^t n)enig{len8 enge JS^ammem, 
mit Keinen meifelid^en meift tauben ftemen. 

Steife unb 9tu^ung: fetten (Sitbe ^uli, gem5l^ntt<!^ VnfangS 
Suguft big }ur3Ritte {el6ft(Snbe biefeS ilRönatS. — S)ientmel^r2ur 
3ierbe als jum mirUic^en ®enu§, benn baS ^leifd^ bleibt gi^mlid^ 
, r&benartig unb fabe, unb e3 ift überhaupt bie ^rudgt }U Kein. 9lm f^önften 
mad^t fid^ bie ©orte aU £opfbaum, meil fte reid^lid^ trögt, unb ein fotd^eS 
mit $nt(^ten belabeneS S&umd^en megen ber @d^ön^eit red^t tieblid^ ausfielet 

(Sigenfd^aften beS SdumeS: bieder mirb nur mittetgrofe, 
m&d^ftt aud^ in SReiningen fd^mad^, moran nac!^ S)iel feine grofee grnc^t* 
barleit @d^ulb ift. (S)iet empfle^tt feine reic^li^e Slnpflangung unb 
fagt, bafe {ie aud^ bei einer 9Renge t)on nur 40. ©orten nid^t fel^Ien 
foffe.) — Die »tStter fmb eiförmig, balb fd^mdler, balb breiter, 
IVa— 1%" ireit, mit ber oft V/' oortretenben ©pifee bi» 2^ long, 
oft au(^ eirunb unb b^rgförmig, gtatt, gangranbig, ober bod^ ^e^r vtt* 
loren gefdgt, am Staube meOenfirmig, bie ©pi^e nad^ unten gurudge« 
Irümmt. ©tiel bid 2" lang. — Slfltbenlnofpen etmag IftngUd^, 
legelfJrmig, fonft gcfpifet, faftanienbraun, am ©runbe filberl^Sutig, — 
©ommergmeige Turj, etmaS ftufig, gelbbraun, nad^ oben graulid^ be^ 
buftet, mit fel^r feinei; fcl^mtt^igmeifeen ober gelben fünften. 

3. 



SKtnerluna: 3n ber 9ia^e oon ^errenBera in SBürttembetg ftnbet v 
l^etrftc^tKd^ gro^e SBAume biefer Sorte, bie getod^nlid^ fel^t rei($ tragen unb \pmo^l 



man 

ben D6{imar(t ald |um Qlahjbörren'Cgujän) tefonberd bei bem Banbrnomt ^ier 
fe^r beliebt ift. C^b. Sucad. 



1B9 



No. 83. <^.3tIfMHni*ra,3.(oft«0l.ä)ieJ;TII,l. a.2ucaÄ;in, 1.3tt|ii. 




§cimat5 unb Soriömmcn: fd^cint bi§§cr nur im $anitoT)cr« 
fi|en ftd^ )u ftnben, too id^ fie x)on Säneburg biä ®5ttingen in irgenb 
giogeten @arten faft immer antraft fi^f^^&t^t von iebem (Sigentl^ümer 
atd fT%fte ipaue]^aU«fni(l^t unb gute aftotltfrud^t 3m Uebrigen mirb 
fit nur Dorrommett, mol^iti i(| Jffcifer fanbte. 

£iteratiir unb69non9me: finbet fld^ mu; in meitur «Xtiteitung'^ p.356 
4ara!teriflrt. 3n pomologifc^en IBer!en lam mir ni(^tS il|r 9(e(n(id^ed t)or. iRuT 
entfernte 9e$n(t(^Ieit (at Stnoopi 6(^5ne (Cornelia, Hoje 5eeltje, 6 74, Saf. 1, 
ift aBer jn bi<(bau(i^tg unb ai(t er t^r milbed S(eif4 unb liebUd^en (Sef^matf* 
SRii ber 8A^if<|eR frft^en 3afo6ibim mufi fie nid^t oermec^felt »erben. 

®eftalt: giemlii^. birnffttmig, 2'' breit, 2V4 m felbft 3" l^o<^; 
bodb klangt fie biefe ^orm nur im l^inreid^enb frifd^en^ guten Soben; 
im tiotfencu, meuu aud^ (mie in meine^ je^tgen ®arten) fd^meren 



190 

»oben blnbt fie mit targer, l>/i" Steift ut* T 1^. ^^ M 
langen grücötcn mc^t nac^ bemSticl ^i«, bei ffirjeten faftinbetSKtte; 
nad^ bem fielc^e gu eifSrnttg gerunbet; n«^ bem Stiele, befonbert bei 
langen Srücbien, eingebogen mit fc^öner, nur n^enig abgeftumpfter, oft 
faft in ben Stiel audlaufenber Spi^e. Saud^ f<l^&n runb unb eben. 

Ael(j^: offen, in feiner SBodtommenl^eit etwad aufliegenb, boi^meift 
oerflAmmelt; oft kornartig, flod^ ober faft oben auffi^nb. 

Stiel: ftort, 1—1 Va" ianfli ^^^ %^^^^ ^^^^ 1««f* gehtomt, 
n>ie eingeftectt, obec bie Spt^e gel^t ^alb in i^n fiber« 

Schale: oom Saume matt unb etma^ unanfe^nlid^ gtftn, in bet 
Steife fd^bn gelb, grei^dngenbe i^rfit^te auf ber Sonnenfette, mit fd^nmd^^cc 
br&unli^er %5t^, bie'na(| ben Seiten ^in ober bei weniger befonnten 
t$räd^ten oft etnmA ftreifig ift, in ber Steife fe^r freunblic^, unb lad^enb 
f(^5n. fünfte gal^lreid^, in ber 9töt^e gelbgrftn. Koftanpilge ni^t 
l^ättftg; (Serut^ fcbmad^. 

^leifc^: mattmeig, fein, um bad JCern^aud faum etma9 tbrnig, 
in ooder Steife me^lici; bei geitig genug gebrod^enen, etmad gelbcnben 
$rii(^ten mürbe, fafl f c^malgartig, ^ inreid^enb faf treic^, oon reinem, bo^ 
etmad matten ^^ittx^ifwsAt. 

ftern^.iud: gej^toffen, mit ^ol^ler Sd^fe. Rerne meifl unoolltommen 
unb bei ber Steife ber S^ud^t nod^ l^alb meig* fteld^rb^re breiter furger ftegeL 

Steifgeit unb Stu^ung; (Snbe ^x unb Xnfangd Xuguft, )tt« 
gleid^ mit ber (Selben ^lü^birn; barf am Ooume nid^t gelb »erben. 
3ft bie frü^efie, mir bi8 \t%i befannte j^aug^ltdfrud^t, bie nid^t gu fletn 
ift unb mirtli^n Sßertl^ l^at, unb gum ftoi^en unb SSeilen red^t brauch* 
bar. SRoin fann fle gut 2 äBodfien long mi^eit 

Sigenfd^aften be8 S9aum<d: %fx Saum »Ac^M fc^on in bet Baumfi^ttle 
rafdt, tommt in oSetlei Sobcn (att)U flerilen ausgenommen, »o er leicbt fpt|entrotfett 
wirb«) gut fort, ge^t mit ben $auptft^en fc^&n in bieSuft, BelanM ftd^ rei^Huib 
liefert frfll^ unb fafi iA|tn4 rec^t teid^e Gmbten. 6ommertriebe ftotf, giemti<lb 
f^lonf, olioenf arbig, ind £ebecgelbe flbetge^b, ol^ne äBoUe, oft mit lei^teat 
SUbtr^Atttf^en belegt, unb ivasXx^ rei<$, rbtl^ficbgratt punitict Blalt ber Gommer« 
i»eige (angooal ober (angeifbrmig, |iem(t(b'fUi<( ausgebreitet, «Uber6pite rft#« 
wftrtg gelrflmmt, 2" breit, 3'' long, bunfelgrttn, gl&njenb, glatt, mit fi^bner, fa^ 
mtglanf enber 6pi|e unb nur fein gefa^nt. 9n benSruc^tangen fbib bie Sttttcr 
nsnbli4 eifbnnig, 2i/t— 2" breit unb etioag Iftngcr; bie rdnger ge^etten Ungli^ 
eifbimig C3<4n,) oft IVi'' breU unb fUi'rf 8" lang, aOe gleic^faOd fein geio^nt, 
XfterMfttter pfriemcnfbrnrig, Saubaugen, fowie bie fkarfengrudi taugen fotdf^ 
Mb fpi|, fie^ etooi ab. «ugentrAger fiemti^ 9orpe|^b. 

OberbiedT. 



191 
Nft 8*. Mc gfaWtwtflrtdte. m, 2. l.gHcl;II, 2. «. «■e.;IH, 1.3«|m. 





9ie StciMfiMMktttlt[. t «• 
meine gtUc Cttaa^wmhrtdfct. St«(. 



^eimal^ unb Voil»mmcn: nw^rf^nlii^ fton^öpf^ th> 
fynaig«. S)ltl et^UIt fie unttr bem fraiii(fif4ni SRamcn Petit Mna* 
ett k Trochet anS Ztin unb nannte ^e JCletnc gctf>c6trang* 
mnsratelttT. 

eUtiatni nnb Cvnsnqsic: Sitt btf^ritb flc tm T. jl^cfte, 6. IDl 
b«M4| a>itb. 1. e. 581. - Sngl. ftm« Ottb. 6. 383. 

etftaXi: nrabli^ tnitclt&rmie, um bm itelc^ f^Sn abfltninbet, 
IMI^ bm Stielt ju mit tiner turgtn Sv'^> ^^ M fi^l^ ^intner in ben 
etid Milien, enbifienb, Hein, no<( SMtU »ergeid^nig f(^ tlein, 1 (i< ' 
IVt" breit tmb ebesfo ^oi^. ^n gönn unb &ti%t bei JCUinen StuS» 
totdEcT (Sieben ein Uanl wO) d^nllt^, bs4 nimmt fie tctneSUt^on. 



192 

HtlHf: flotf uttb langbt&ftrig, l^att offen, ^a^, tote firaugfSrmig^ 
attfredfit, guioeilen mit tixoai ^erld^en ober Keinen Seulen. 

©tiet: 1— l»/i" lang, na(§ ber »irne ju flelfd^ig, ^«eSiM, 
obenauf • • 

Qi^aU: bfinn, getblid^ grftn, fpdtet l^eOgelb mit etmaSSrfin, auf 
ber @onnenfeite feiten mit etma8 rbt^tid^en Sßunlten, bod^ mitunter mit 
etma8 ätoftßedd^en. ^ 

gleifd^: gelblid^ toti% lörnigt, fafiooK, im Jtauen ablnadenb unb 
oon einem f&gen, etmaS milBfitteit ®t\^mad unb @erud^. 

fternl^au^: grog, ^at eine ^ol^Ie SU^fe. SHe jtammern finb ge* 
rftumig ünb entl^alten viele ooDIommene iCeme. 

Steife unb SRu^ung: «nfangS bi8 Vs Kugufl, in Sßftrttemberg 
1858 b. 14. Xuguft« $&lt fid^ nur tur}e 3eit gut. i^at meniger 5fo< 
nomifd^en Sßert^, fonbern biettt al8 S^terfmürbigleit, meil fte i^re t^rüd^te 
in ®tr&ttgen, oft 5 — 6 auf einen g^^d^tlud^en bringt, melier fle aud^ 
ben 9tamen l^at. 

Sigenfd^aften beS CaumeS: biefer mid^dt l^od^, mirb grog^ 
ge^t mit feinen Itarlen tieften gut in bie Suft, belaubt ftd^ fd^in unb 
liefert balb reid^lid^e Srnbten. j(5mmt auc^ auf ber Quitte fort. — 
Oldtter eiförmig, mit lurjer, audlaufenber @pi^, glatt, gangranbig 
ober unbeutlid^ unb nur nad^ ber @pi^e l^in gefftgt, 2'' breit, 2 Vi'' 
lang, — 9)ie Sldtter ber Sommergmeige befc^reibt S)iel als anfe^nlid^ 
gro^, fd^in l^ergförmig, etmaS f(||iff förmig, mit langer, fiarler, dudlaufen« 
ber ©ylfee, SVa" lang, 2'/|" breit, ftarf unb leberartig, fe^r fc^Ön unb 
fein geabert, am Staube, befonberS aber erft nad(i ber @pi^e ^in mit 
fd^önen, oft ftarf en, flumpffpi^igen Q^ntn befe^. — 9)ie Sommer* 
triebe al8 fel^r bicf, unb lang, gelblld^ l^eQgrün, auf ber ®onnenfeite 
trflb, erbfarbig rotb; mit fel^r vielen meiggrauen Jßunften befe^t. 

3. 



198 



No. 85. 3He ScnmiMnie. m, % l 2>iel; n, 2. «. Sitc; n, i. Sal^n. 





\ 



9te lUefpeiibtrne. 2)tcl (2)u^ame(.) f e. 



^ eiwQt^ unb aSorfommen: i^re ^dtnot^ ift ^anfreid^, unb 
fie mar toenigfiend ftfll^er bort vielfeitig üerbreitei. 3Ran fltibet fle aber 
aud S)iel8 $anb bereite au<2^ mel^rfml^ in beutfc^ett ©ariett. 

2iteratut unb S^nonpme: 2)iel bef^tieb ße im $. III, G. 148 unb 
2)n^aine( III, 6. 43 a(g Le Bonrdon masquö. 3^re Svnonpme flnb Groi 
Mnsoat rond, Stnoop, Masked Drone-Pear. aXiSer, bie SRftdIirte 8ur> 
bin er 8 im, SRa^er. i>ex^ttbt leitete ba8 Bonrdon ronBnrdo, bem Knopf eineiS 
9i(gcTilab8 al&, unb fo ffot fieau<^Rraft tab. 79,3ig 2 olfi^ilgetbirn. (S^ri^ 
tbnb. 6.220 0ibtno(§ Gros Mnsoat hatif ^in)u. — SergK. au$ Oberb. 6. 426. 

®e{lQlt: IreifelfSrmlg, bie gtSgteSrelte über berüRitte nad^ beut 
Jtd^ l^in, um wtl^tn ftd^ bie i^tud^t tugelförmig abrunbet. 9lad^ bem 
€tiel fd^neO abne^menb, enbigt fie meiftenS mit einer abgefiumpften 
6pt^e. Sit i^oij^ft&mmen migt bie grüc^t 2'' SBreite unb eben fo oiet 
inr ber $i^e« 



194 

ftelc^; offfn, lang gefeilt, lebentttig, mit feineit aueff^Rittm in 
W $i^e. fte^enb, fl^t in einer gerdumigen, ebenen dinfenlung. 

®tiel: IV4— IVa &^^ ^^9f f^^^^r ^^^ mattet %axit, mit einem 
DliDenfatbigen ^Sutd^en 6ebe(tt , auf ber Jtreifetfiri^e obenauf fi^enb. 
OefterS ifi berfelbe von beulenartigen galten umgeben« 

®d^ale: glatt, l^eOgrün, erft bei ooSfter 3^tigung gelblid^ gtfln« 
S)et grA^te SC^eil ber grüßte ift ooOtommen einfarbig , ba^r leiste 
finfiflge von flammenartiger Stdtl^e )u ben 8u8nal^men gel^ren. 

gleifd^: grobfSmigt, mattmeig, faftDoD, ablnadknb, non einem 
fügen, feinen VtuStateDergeiil^mai!. 

iternl^auS: l^ol^lacbfig. SHe engoi itammem ent^en vidt 
fd^marje, ooDfornmene fteme. 

Keife unb !Ru^ung: bie $ru<|t mug im Xnfange bei Suguft 
9or ber nbfligen Steife abgenommen metben, f onfl |&(t fie fid^ nur men^e 
£age* — SBegen ^^geitigleit nur als ^Ilartifrud^t }tt empfehlen. 

(Sigen{<!^aften b^eS SaumeS: SBud^S überouS lebhaft, jf^xa* 
mibenfirmig, mit f deiner Selaubung, frfil^jeitig unb fel^r frud[|tbar. ^ 
langen, ni<(t {iarlen Sommertriebe finb beutlid^ an febem Vuge 
eingebogen, o|ne Silbet^utd^, nid^t mit SSoDe belegt, oon garbe r5t|* 
lid^, orleanfifarbig, mit meiggrauen ^ntien befet^* 2)aB ftarf grObertc, 
fd^ifffbrmig gebogene, lang eif5rmige(be8^alb {ebenfalls eirunbe 30 
Blatt, 1^ eine lurae, fd^arfe @|ri^e, ifl meifienS glattranbig unb nur 
nad^ oome mit etmaS bemerlbaren ^i^nifytn befe^t S>er 1— lVt3^ 
lange Btattftiel l^at gum iftern pfriemenfbrmige llfterbl&tter, wU^ mit^ 
unter aud^ gan) fel^Ien. Sugen abßel^b, grogfugtg. 

®d^mibt 



195 



No. 8(L aie «IttMou I, 8. l. »iel; I, l b. Suc; V, 1. 3«|Jn. 




^titnat^ nnb Sorlommeii: fiatnmt au8 ^rantreic^, ift bort 
unb in S)eutf<^lQiib mel^rfad^ aud^ unter beut SRanten Cuisse Ma- 
dame, %xautxi\i^tnttl Mannt unb oerbreitet. S)u^metin, ®. 17, 

tab. Vn, {annte fie unter ben SiRamen Epargnei Beaa Present 
unb St. Samson. 

2itetatttt unb Gpnonnme: S)ie( befdbrie^ fie)ioeitnar,ficftIL®. 60 all 
6t»arbirn unb^IV^e. 118 aH%xautni^tnUU - abenfo Z. 0. 0. T lü, 
6. 10, S^af. 1 imb XIII, 6. 217, Xaf. 11. 3n (eiben Sotmen et»a9 )U Bunt 
3m Senaer OB^caMnet 9. 1855 i^ fie am Kopfe ctwad {u Brett aBgebilbet unb bic 
boitn II 6ect. 7. £ief. o. 1857 abgeBilbete itaiferBivn bflrfte att(§ nur bie 
6yarBtrn fein. — Aon. de Pom. I, 6. 116, geben M i^re franj. 9lamen: 
Spargn« ov Pretent d'«t6, Cviiie Madame, C. M. la jrotae, Bt. 
8amsea,JargeBelle deiAaglais, benean(N( bcm290n.no4 See O rotte 



196 

Magdeleine, Ghopine, Beurr^ de Paris, Gneillet de U table des 
prinoeB ^injujufflgcn fitib. — eic Reifet ßelÄtoftl. tab. 77 fc5on©(^at5ittt 
(»trb au(^ jett no(^ ^ie unb bafogenanntjunb nebenbei 6 amfon ob im, bei3in! 
auÄ ®ro6e 9vfl|bitn, in SBflrttemberg na^EucaiSoaacmeinStonsmabame 
unb S^vift ($biDb. e. 214) gibt StüffeUr »im unbPoire Madame ^m^u, 
xotl^t letzteren 3 3l(xmtn aber »o§l me^r no(j^ anbeten »Itnen jufommen. — Älä 
grauenfd^enfel lennt man in IReiningen eine anbete A^nli^e, aber einfarbige weifie, 
bo4 »eniger gute gruc^t, bie fpfttet befdjrieben »erben fott. 

Oteftalt: langbimfbnnig ober bauc^igtegeOtmig, um ben Iteld^ biSvetlen 
flar! abne^menb jhimpffpitig, nadj bem Stiele }u »or^er etwa« feidjt eingebogen 
unb bann lang fegelfbrmig |ugefpi|t, 3»/4-4" lang, unb 2»/i'' breit. 

Äel<jJ: lurj* aber fpi^blftttrig, bie »Witer oft wie Skiffen, weit geöffnet, 
fUi(§ fle^enb, juweilen mit etwad Senilen« 

etiel: fe§r fiarf. nadj ber »imc au fleiftl^ig, brÄunftc^ grün, lV>"Iang, (oft 
noc^ I&nger), obenauf, 

6(§ale: glatt, etwaä gefc^meibig, ^eOgrfln, fpfttetgrünlic^citronengelb, meifl 
mit trfibem fireifigen Sl^otl^, bisweilen nur atö leidster Anflug unb mit roftfarbigen 
Ißunlten unb gMc^en, befonberd um ben Kelc^. 

%iti\ iJ^: mattweiß (meifi mit etwad 6tein(^en umS item^auS], f aftreid^, buttere 
§afl, 001^ fe^r ffl^em, bur(^ ^etne @Aure erhabenen mudfateSerortigen ®efc^ma({. 
9Ummt bisweilen in feuchterem ober faUgrflnbigen 99oben nac^ Dberbied einige 
$erbig!eit an, wooon au^ i^noop I. 6. 102) unb 9Rai;ier.(Poin Franc.) fpre^en, 
bie id^ gerabe nic^t jur 3^^^ bemerft ^abe. 

itern^aud: enge mit me^r ober weniger l^o^Ur X<^fe; Kammern hein, 
meift taublernig. 

Steife unb 9lutung: feiten (^nbe guli ober ilnfangd Sluguft, gewö§nli(§ 
SHtte Stuguß, in Ifl^len Sommern auc^ etwaS fpftter. SRied^t fein müdürt Sht^ 
etwas fcfl^er gepflfltft werben. — 3ft immer eine re(^t fc^ftfendwert^e frü^e Xa^eU 
fruc^t, bie ouc^ auf ben 9Rftr!ten guten Slbgang finbet. 

(Sigenfc^aften bedSaumeS: berfelbe wftc^dt flar! mit abjie^enben ^fingen« 
ben Svitx^tn unb ftarfeii, oft fe^r gefrümmten Sommertrieben, wiS warmen, 
trotfenen Soben, trftgt ba(b, bod^, worüber auc^ Oberbied Hagt, aud^ ^iernie fe§r 
rei(^. Eignet ft($ 3U §o(^ftamm, bod^ leibet ber ädaum bisweilen in (arten SSin« 
tem. S)ie( (e^eic^net i^n (f9Jl. IBer).) alS i&^lx^ au ^yrarniVform, wad i^ ge« 
robe ni(i(t finbe, wenn au4 bie 3weige etwad fparrig waii^fen. — Slfttter breit« 
eliiptif ((, aiu( eSiptifc^ unb runbUc^, bidweilen unterhalb »oSig, me§e ober 
weniger gefftgt, 6ie unb ba gan^ronbig, etwas weSenförmig, f e^r buntelgrün unb 
glAnaenb, gro|, 2V4" ^reit, 2</4"Iang, langgeltielt, »(fttter bed^aib im ffiinbe (ei(^t 
beweg(i(( (fenntlid^ m^ 2)ie[ an intern pappelftl^nKc^en 3ittern). — SB lütten* 
fnofpen grofc, bidf, fegeffdrmig, ftumpffpi^, braunrbtljltt^, oft etwoS wottig. — 
Sommeraweige gelbrbt^lic^, fonnenwftctS braunrot^, gelb unb grauweiß punftirt. 

atnmerlung: Sie ^ie( bemerft, eiane ftd^ ber Baum auf Duitte »erebeUib 
fel^r gut anS Spalier unb werbe auf fol^er Unterlage batb unb fe^r frud^tbar^ 
bringe au<$ fo beffere Srtüc^te, wie auf $o(9ftamm - worüber i^ felbft feine 
^fa^rung (abe. ^ie Spalierbdume müßten aber ßetS auf 3 Stugen befc^nitten 
werben, {on|t f&men bie Seitaweige a» ^&ufig. 

3. 



497 



No. 87. iMt Wm. I, 2. 1. a)<«t*. Ii 1 *• SM«-'» n» * 3«§«- 




-•V --C^ 




Pie üillO* DBerbietf. •• e. 

^timai^, S^orlommen unb Literatur: biefe Sint fanb fld^ 
tniter ben o^ne Sßamen Bon i^erm Dan 9AaitS mir 1888 gugefonbten 
Sorten; idl ^aU fie nur erft in meiner „Anleitung'' k. p. 384 lurg 
(^orafteriftrt. @te ftubet fid^ in ^erml^aufen unter bem9tamen Beurri 
d'Jelles, Dl^ne 9la(|ri(l^t, mol^r fie bortl^in getomtnen i^, unb mirb 
ouc^ bort als fraise 3:afeUiirn gefd^&^t. 3n oan ^ond Kataloge unb 
Ott^ in {ewigen belgifc^en (Satalogen ftnbe \6) eine S)irn beS StamenS 
miä^t, aud§ nid^t im Cai Lond., bod^ ift im legieren p. 129 eine Beurrä 
dTelle, mit SSermeifung auf Beurre Diel (aud^ id^ erl^ielt biefe auS 
(Sng^ien als Beurre dTel oü Boyal), unb Benrr^ Bosc entl^alten« 
Sba ber9tame d'Jelles imS)eutfd^en fd^ted^t auSgufpred^en ift, fo mid^te 
id^ norfd^Iagen, fie Dorerfl unter obigem, eine Heine Sieblinggfrud^t an« 
beutenben 9htmen }u bel^alten. 

®e|iaU: meift abgeftumpft conif^ Hein, IVs" brdt, 2" ^o^; 
fleinete <S{eiiipIare oft fo l^oc^ aU breit; 8aud^ merftid^ me^r nad^ bem 
ftetc^e ^n, um ben fie fid^ fanft, oft aud^ etiooS rafd^ runbet unb mei^ 
ftenS gut auffielen fann« 9tad^ bem Stiele mad^t fie nur fc^mad^e, oft 
leine Einbiegungen nnb furje, bidCe, abgestumpfte @pi^e ; bie ^ftlfte ber 
Stud^t oft ungleid^, ber 93aud^ jebod^ meift f<i5n runb unb eben* 



198 

ftel((: 0ffai, jicmlid^ lanM^yi^t, oft «ecfttondt, oufctt|t, in 
miter, flad^er, faft ebener @eiiluiig, oft faft obenauf. 

Stiel: '/i— r' lang, ftart, l^olgig, t^eilS gerabe, t^etlS ehooSge» 
Irümmt, in enger, flad^er ^il^le, timai jur Seite gebogen. 

6(^ale: giemlicj^ fiarr, fein, rau^, Dom Saume ^OgraSgrün, fpiter 
l^eDgelb ober nur grüngelb, ^aratteriftifd^ bur<l^ feine unter ber 
Sd^ale liegenbeJCörnd^en nie uneben, audgumbengrSgern 
Z^eil berieel^flS^e, oft bid juri^&lfte bedeauc^ed, ftart 
gimmtf arbig beroßet, bod^ pl5^li(| n>ie abgef (Quitten, fobalfid^on 
ber ©tielfpige ber 9toftüber}ug nur in Snflflgen nod^ finbet ; nebenbei au<^ 
auf ber @onnenfeite mit blutartiger SÜötl^e, bie in ber Steife freunbli^bn: mirb. 

^leifd^: fein, matlmeig, um bad ftembaud etwaS !5mig, flber^upt 
non ^Infe^en etmad tömig, mad man ieboc^ beim ©enuffe menig merlt, 
febr faftrei(b, ganj fd^meljenb, oonfügem, fc^mac^ meinigen, etmaSrofen^ 
artigen fe^r angenehmen @e{(^made. 

ßern^auS: gefd^loffen, mit Keiner l^o^ler Sd^fe. & f daliegt fid^ 
mit feiner tömigen Umgebung mel^r, ald ed oben auf bem ^olgfd^nitte 
miebergegeben ift, bemifelc^e an. Jterne br&unlit^, oft aud^ noi^ meig, 
fpi^ eiförmig; JCelc^rö^re ge^t breit etmaS |erab« 

Keifaeitunb9lu^ung: 3Ritte Sluguft, oft «nfangd «uguft, aI8 
Xafetfrud^t fe^r ^^iijbat, menn jie aud^ an @emflrg oon fpftter reifen:^ 
ben Sirnen }. 9. oon ber etnmd nad^ i^r reif enben Sparbim ubertroffen 
mirb. $a^ befonberdfür bie99obenarten, inbencn bicSparbirn rocnig 
tr&gt ober etmad l^erbe mirb 

(Sigenf^aften bcdBaumeil: biefer f4<tnt (ei fvft|et unb ttiäf€t%tu^U 
barfeit nic^t gro^ §u »erben, gibt aber fd^bne ^i^tamtbeti unb lieferte mir ^ier im 
fc^ioeren 8oben fd^on ^loeimal thtn fo gute Srüc^te »ie fraber im leichten SSienburger 
unb $ettn(ftufer Soben. @'ommertriebe nur oenig fiufig, na(^ oben fein tooUig, 
braunrot^, mit aiemlid^ vielen, t^ei» fiarfen, röt^Iid^ grauen fünften. 8(att fa{l 
f[a(b ausgebreitet, 2*/4''' lang, l^t" breit, baO) (angeiförmig, balb eUiptifc^, ju« 
neilen au(( nad^ vorne et»ad breiter, alg nac^ bem6tiele, mit feiner aufgefe|ter 
6pi|e unb nur fe^r fein ober ni^t ge^a^nt. & bricht im 3rft§(ing »oUig aui( unb be» 
^Alt im @ommer immer noc^ etnad SBoUe, befonberd an ben 9Kppen. Xfterbldtter 
pfriemenförmig. Xugen ^er)förmig, liemlic^ ftatt abfte^enb, auf ftac^ gerippten 
Xugentrftgern. 

Oberbierf. 

9a ((trag. 2){e von $m. Oberbietf mir gefenbeten' fiUtter l^aben bie ^er 
gefcbübertegorm; bie$ru(btb(fttter eineg bereitd nieber eingegangenen $robe« 

||»etgg auü Oberbietf*S 9ieifem botte x^ mir eirunb, oft etttag 9er)fbnnig, mit 
»aibaufgefefter Gpi^e, glatt, metft gamranbig ober nur unbeutlic^ unb flumpfge* 
ft^t, i-V/t" breit, bid 2i/i" lang —bie »Iftt^enhtofpen legeiförmig, ftmnpfgc» 
pttt, f4iodr|li((brattn notirt. Sa^n. 



Id» 



No. 88. 3)ie 



W Vtatt- h ^* 1- ^^^(; ^ ^- ^' ^tt^*» ^« ^* 3^^^* 




Pt Htftieitoii'fifie firne. vtü^tn. * f 6. 

i^eimatl^ unb Sortommtn: ftatmnt aud bem3)otfe JCteocnoio 
in Steuoorpommem. Sefonberd in ber genannten ^rooinj, fo voit im 
ragrenienben 9Re(t(enburg unb an ber Oftfeetüfte mirb fte Diel gebaut. 

Sitevaiur'unb Spnonttme: SKftf<fien*d Sefc^reibung oon 05ßfotten. ^ 
2>itlr. I, No. 384. 2f|fterev fa^tt fie in» Sem ftamtn nac^ an. 

©ePatt: W5ii birnfirmig, 27«" lang, IVa— l'/t^äott breit ©er 
Oaii4 beftnbet fic^ etmaS oberhalb ber Witt nac!^ bem fte{(|e ^in, um 
»flehen fi^ bte ^rud^t fo jumftlbt, ba| fie nur mül^fam nod^ auf« 
flehen tann. 

iCeld^: offen unb ^artfc^alig. 

Stiel: Hitg, VI2" lang, gebogen, fte^t ftetS etwad [eitn^drtS 
tote eingefterft. 

Schale: jart, mattgrfln, bei ber Beitigung gelblich f^iOernb, mit 



200 

Dielen feinen grftnen fünften flberfftet. Oefonnte %iA^t nehmen eine 
geringe bräunlidde 9i5tl^e an, n)eld^e inbeg nie jufammengebrSngt eu 
fc^eint, Dtelme^r nur ftreifenartig genannt xottitn tanxu 

i^teifd^: gelbltd^ rot\% uberaud faftrei^ butter^aft ober f^meljenb, 
guderfüg, Dcm einem eigentl^umlid^ angenehmen, gemür jl^af ten @ef (^mad. 

Äern^auiS: l^ol^Ia^fig, ISnglid^ « Ireif eiförmig , bod^ nur bur^ 
feine Himd^en angebeutet. 2)ie engen Kammern entl^alten ooDfommene 
fd^margbraune fteme. 

9ieift unb Sftu^ung: bieSirne reift 3Ritte Kuguft unb l^tt ftd^, 
etmaS frfl^er nom Saum genommen, gegen brei SEBod^en. Uli Za^tU 
frud^t f el^r gefud^t, mirb fte in il^rem ^eimatl^Stanbe loegen oielen ^ndtv* 
ftoffeS aud^ l^&ufig gum (Sinma^tn oermanbt. 

@igenfd^aften beSSaumeS: berfelbe wad^St lebhaft unb gefunb, 
n^irb grog unb fel^r frud^tbar. Selaubung lid^t. SDte ©ommert riebe 
finb olioengrfin gefdrbt, nur nad^ oben mit einem SUberl^dutd^en belegt,f 
unb mit Dielen feinen, braunritl^lic^en fünften befe^t. Statt ooal, 
mit lang auglaufenber fd^arfer ®pifce, faft glattranbig ober nur fel^ 
matt gebogt^gegal^nt. Xugen ftarl, fel^r abftel^enb, fted^enb fpi^, auf fiarl 
gerippten Irägem, ftel^n in großer (Sntfemung oon einanber. — ©er 
1'' lange »lattftiel l^at leine »fterblotter. 

©d^mibt. 

9{a($f(9¥ift: SKit biefet red^t guten, mfant fa|en, menn auc^ i^rem etioad 
baßem 9(eu|ern nac^ wenig Derf^ec^enbenEuguflMtn.l^at mi(& bereite $t. SRebic« 
9iatl^ Dr. fiöper in 9{eubranbenBura befannt gemad^t; bie gefenoetcn f^c^te waren 
aber nur ehoa ^/s fo groB , ald bte Sime oben ge)ei(|net tfi — 2)ie beigegebenen 
iälfttter bed Snt^t^ohed finb Iftnglic^ eirunb (»Are bie 6pite nic^t fo lang and« 
laufenb, fo würbe itj fie felb^i eiförmig nennen), meift glatt, ganjranbig, im tarnen 
Hein, 1V4" breit, unb etwalS Ober 2' lang. »lattjUel bann, l>/i" lang, 9um^(ei( 
etwas feittwottig. ga^n. 



XtXtfike «lllKMiliU. n, 2. i. Xi<l; n, 3 b. £uc.; T, 1. Sa^ti. 




$talfift Jlugußbiit». qm * ff e. 

^clmat^ nni Sottotnmen: hvc SugtifKirnen flifit e8 oitle; 
fofl icie ®r(i«ib ^at l^re tigre; in fcer nrnflegfiib Don 3)leiningen ip 
Wt ootlifßfnbe ft^t ^äuftg oertrtilet unb I6elie6t, unb fie terfaient auii^ 
sifitn anbtim Motten nKgen btc ©tfunb^ctt unb Xiaglatfeit beS S9au> 
tneS i)orge}ogcn gu metben. 

Siteratur unt Cnnon^me: ^inl M*"i6t fie (4on S.'ST, Eilliet*i(i« 
a&ri Zaf. I. So. 10 gong unfmnUl^ aB. Vuil^ eitRev int X.D.O). xn. e. 208 Iftat 



202 

I 

fte befd^tk^en imb ahqthxtb^, bo4 tft fle tn bet ttt Beigelegten %oftm e(etifoioeni§ 
}tt erfeiuteti, oud^ ju {tatf getdt^et unb nur baS Slatt, obgleich beffen Bpi%t oleC 
au lang gebel^nt ift, »eigt burA ben leUfdrmioen S(nfa| am 6tie[e barauf ^iti, 
bafi man, »orauf bann bie Befdjriebene »efdjoffenljeit beö gleifci^eS unb bet ®e» 
Wmad nocl^ ^injeigt , bief elbe »itne vox ftc^ l^at — 3« ^^ »et^anblungen be< 
• »ereinä für ^om. unb ®art. in SReiningen H. $cft ®. 90 gab i(§ betei« einige 
»a(5ri(5t »Ott blef er «uguftMrnc. gin! nannte fte nebenbei Poire d'Aotit; na^ 
eiditt ^eitt ße beim gemeinen 3Rannt 9lu{^birne, mivb au^ oft mit bet 
Sangen @ommer|U(terbirne unb 3ungfern5irne oenoec^felt. 

@e{talt: treijelf 5tmtg , ai^l^ breitbau($ig , hi^miltn tttocä 
eirunb, 2" breit unb ebenfo l^od^, feiten etwad ]^5^er. 

Äeld^: flef<5Ioffen ober halboffen, feinblattrifl, oft fe^tenb ober un» 
DoOfornmen, in fd^iner, feidgter, fd^üffelfSrmiger (Sinfenlung. 

Stiel: gelbbraun, 1— IVa^lang, obeiiauf, melft etwa« fiijlef ober 
gelränintt 

@d^ale: etnaSftarl, mottgrän, jpdter gelb mit grünlid^em Sd^im^ 
nter, mit d^aralieriftij^en feineren unb ftarteren br&unltd^en giuniten, 
bie bie @(^ale raul^ mad^en. 9u(b mit etmtö Sfioft um ben fiel(|, be» 
fonberg aber f aft immer' glatt gelbbraun beroftet um ben @tiel, l^ie unb 
ba aud^ mit einem Seberfledd^en* Selten auf ber ©onnenfette {iarl ge» 
ritl^et unb bie nor^anbene Siitl^e befielet meift nur in gelbrdt^Iid^en fünften. 

%lti\(S): gelblid^meig, ISrnig, um8 fteml^ouS giemlid^ fieinigt, 1^16« 
fd^melgenb ober raufd^enb , jaftretd^ , non fafi ^ontgf Agem , babei ange* 
ntlfm^, menn aud^ fc^mad^gemürjten ®t\ä)mad. 

fternl^attd: mel^r ober ideniger l^ol^Iad^flg , jtammern muf^t» 
fSrmig, Hein, mit I&nglid^en fd^marjen meift unnoDtommenen jternen. 

Sfteife unb 9lu^ung: Smtte Sluguft ober ad^t Sage fp&ter, ^(t 
^ 14 SDtge. ^\t ju aUen ^xotdtn braud^bar. ^nbet oud^ auf ben 
3Ridten ftetS guten 9(bgang. 

^igenfd^aften beSlBaumd: betSBuc^iS beiSSaumeS ifl ftar! unb f (^5n, er 
bilbet }n)at getabe feine ^^ramibe, fonbem breitet feine etmaS abftebenben, aber ni<!^t 
I^ftngenben3n>eige einer ®i(^e dl^nltc^ au8, bie er auc^ ^inp^tlic^ feiner ®rö(e unb 
feined SCIterS ju erreichen flrebt unb mirb bei und einer berftftrfften unb ftlteflen 
Simbdume. (Sx ift aud^/ menn ^inl&ngKd^ audgetoa^fen, obmed^feCnb fe^r frud^tbar. 

Sl&tter: breitein))tif($, bidmeilen gan^ runblid^ (unb lönnte man fte, 
loenn bie teitförmige Serfd^mAIerung nad^ bem 6ttele }U nic^t mftre , in €;l I« 
(eSen), 1^/4" breit, big 2i/l'' lang, glatt, meift na(| ber etwad oortretenben 6|n|e 
^in beutlid^ aber fein gef&gt, mitunter auc^ unterbalb moOtg, flac^, boc^ bie 6pi|e 
ehoad gefrflmmt, fe^r bunlelgrfin, meift in gleicher Shc^tung mit ben Stielen ge> 
rabeaud ober magred^t fte^enb (nic^t I^Angenb). 

Slütl^enfnofpen: bid, fur}Iege(f örmig , fanftgefpi^ti f d^warfbraun , gUitt 
— eommeriptige: ttma& ftufig unb oben oerbtdft, grfinlid^ graubraun, gegen« 
über rdt^Kd^ granbraun, fein fc^mutigwei^ morfig punftirt ^^ 



203 



Ifo. 90. Sie «fite ZifilUm. I, 3. 1.2)ieK; I, l.aO)2uc.; m, 1. ga^ii. 




Pie Srttne Safelbirne. (S^rift ** ff ®. 



^clmal^ u* SSotfommcn: in 9lorbbcutfd^Ianb häufig DcrBrcitct 

£itetatut itnb Snnon^me: (Brüne fütfiUd^e S;afeI5trne r9{orbbeutf4(anb). 
fftrfllid^e ^ofelBtme (Knoop). ®tüite fürfil^e 3:afe»irne re^vifi'd QoOftftnb* 
^omolOQic e. 394. S)effen jgbipb. 6. 216). ©rflnc fütfUi^e tafelMrne (3)tttri4 
lüLL 6 121). — 6ie wirb nad^ jSnt. trafen oon @((Iif»pen6a(^ in 9lorbbeutf<l^» 
lonb B^malihixnt genannt unb $r. Dr. Slubolp^i in SRirow glaubt, ba| ed 
bie in bortiger ®egenb oetbreitete (^^mpagnerbirnetfl. (Btiefl. SRitt^eilung.) 
Uta^ von $U>to» (SRonatf^t n. 6. 252 ijt nun aber bie 3Retf(enburget (S^am* 
pagnerbivne ibentifc^ mit S)ierd (lY. 6. 100) 2;vompetenbt¥ne. SBenn 
inbeffen bie G^ampagnetbirne, n>ie fte mir aud^ ^t. 3ffeb.»Satl^ Dr. Sdper in 9leu« 
branbenbutg vor Itutaem fanbte, na<$ ben beigegebenen 9)lfttteni^o^I nid^t per« 
fc^ieben oon bet oorliegenben ijt, fo bin i^ bo$ no4 Aber bie xrompetenbirne 
{»eifel^aft , obgleich man am ®nbe 2)ierd Sefd^reibung ber gnic^t bec leiteten 
mt^ auf bie (Skfine Safelbirne anmenben lann. ^a^n. 



S04 

©cftalt: fc^iÄn tlrnförmiß, 3" lang, 2" ireit, einjelne eyemplarr 

oft Va" lönfl«^ wn*> i>önn auäf Va" Breiter. S)ie gvJgtc fflrcttc bepnbet 
ft$ ^oc^ gegen ben Jleld^ ^in, um n)eld^en fic^ bie ^yruc^t l^albiitfelför^ 
ntig abrunbet. SKa^i bem ©ttele ju nimmt fie aOm&^Iig ab unb I&uft 
nad^ einer Einbiegung in eine ©pi(e aud, non wt^tv ber Stiel oft 
bie Sortierung ift. 

Äelcli: offen, in einer geringen Sinjenfung obenauf fi^enb. 

Stiel: IVa— 2" lang, grün, ftc^t mcifleuS fd^icf auf ber grut^t*- 
fpifee. 

©d^atc: l^cffgrün, bünn, etroaä jd^e, bei noller B^Wß^^Ö "i*^ " 
©clblic^c fc^ittcrnb. ©ei ftarl befonnlen grüc^tcn ein SnKug oon 
braunlid^er SRöl^e. ijiun!ie jart , faum fld^tbar, Söei grüd^ten , wtlä)C 
. fietS bef(j^attet roaren , finben ^6) , befonberg in naffen S^^^ren , l^aufig, 
SRoftfledfen oou ocrfc^iebencm Umfange oor. 

Sleifc^: mattmeife, fd^meljeiib unb faftretd^, oon einem fu§en, 
mflSfirlen ©efti^macf. 

Jlcrnl^auS: lang, enge, noUfommenc, Idnglic^fpifee Äerne entl^altenb. 

SReifc unb Sßufcung: 3Ritlc «uguftä, ©altbarfeit 14 Sage, unJ> 
länger, menn man bie f^rud[|te nad^ unb na(^ abnimmt. 9ll§ 2:afe(frud^t 
gewiß einer ber oorjüglic^ften in bie^r Sal^rcggcit; aufeerbcm aber auc^ 
Ju jebem roirtofcbaftlid^en (Scbraud^ geeignet. 

Sigeuf(^aften beä SaumS: berWbe gebeizt felbft in ben nörb^ 
•lid^en (Segenben ©eutfd^tanbS fiiitT, nimmt felbft mit ungflnftigcm .S3oben 
unb ©tanbort oortieb. Sei ftarfem ®ucl)fc bilbet er eine fugelformige 
ftrone mit fperrl^ofien Sleften, wirb alt unb ift alljidl^rlid^ fruchtbar. Som« 
mcrtriebe braunröt^licö , mit ftarfcn meinen fünften befefet. ©ie meit ent» 
fernt ftel^enbcn, nad^ unten gebeugten Slugen fmb furj, bid unb gelb« 
braun, ©latt fd^arf gefpi^jt, auf ber obern i^ld^e buntleS ©raggriin,. 
gldnjenb, meift unbeutlid^ unb bogenförmig ftumpf geja^nt. SDcr 1 — IVa" 
lange ©(attftiel l^at {eine Slfterbldtter. @ $ m i b t. 

92 a d^ f d^t i f t. ^te iBIdtter einiger aug ipm Sc^mibt'S Steifem erjegener junger 
Bftume ftnb am %vac^f)o^e, fo loeit fi(| biefed audgebilbet f^at, eirunb, oft ettoad 
l^etjförmig, aud^ eiförmig, unterl^alb etioad wollig (auc^ oben ift oft ein feiner 
toouiger «nflug), gau^ranbig ober nur on ber @pi|e beutlic^ g^aa^nt, am Slanbe- 
me^rfac^i unb auffSStg wellenförmig gebogen, ou^ ftd^elförmig ober bie Spi^e 
l^albfpitaCförmig gefrümmt, 1^4 bi^ faft 2" (bie am (S^runbe ber Sommersmeige 
. qu(^ über 2") breit, mit ber oft langaudloufenben Spi^e bid fafl B^i" lang,. • 
bun!e[grün, bo(^ wegen beS woQigen 9(nflugd niti^t febr glänjienb. — 3)ec ©efc^mad 
ber (S^ampagnerbirne ift fe^r angenehm, bur^ feine @&ure ergaben fflg, »ie 
S>iel übrigens o^^ ben ber 2:rompetenbirne ald erquitfenben, gewfirg^aften 909u^«> 
!ateller gef d^madf ' bege i(^net. 3 a ^ n. 



205 



yo91. a>iC CtrtftW)Wtac ir,3(2)l.!0iel; I, laofc.b.Su.c; ni,1.5a$n. 




^etmat^ unb »otlommen: fie ift nac^ mi fronj5ftf($en Ur- 
iTwnng«, »Irb aber bereite me^rfai^ in bf utfii^en ©arten, nebenbei Jfter« 
ou(^ unter anberem SRonien flefunben. 

j. *j*"**«".««*» ®9n»nvme: »ietl. 6. 199. St «titelt Pe a» l'Arohi- 

i « »«r'«"'fi^«.'**" '*'?*" *""' f"' P« anjuaeben. - iitgti In SRoit. IL 

niiSiiil :'* ?• *?r8' "'*2l "***' P* '>*'^« «" '"«««« ®«rt«» f«>Jt«n- - «««iJ 
*?!!^^"? 7il?" « *^.^ *^?"^*"''««" 'I* ^« "" *•« ® « ' 6 en « mm et 6 e r t n. 

e rflVÄIS; friVL*?*''$ (Diwbled/ «nl. ©. 363. aw^ UtonatW L 

-?-.fr?ii^ '"'* °i? '*''^* *lf «onnonetifc^ett unb SBatttemeetgtfc^en mtAtmea 

XafelJttne. - »on bet &tlim eommet^tttniitne ift a5n bonn ojM? bie 



206 

^fitf^eimet (%1ivl^timtt) XaUlhitnt, bie von 8&insntt^lrt in j^etsurk^ 
nac^ ^ol^cnl^eim fam (Sue. 6. 161) unb bte itanbe(5trne ber debrftbct ^affner 
(9tv. 247 beten (SataC.) jebenfaHiS ni^i oetf^icben, f o bafi alfo biefelbe 8tnie ^iet« 
na^ aSetlei 92amen ffli^tt. — Hat, 2onb. I^at Arehidae d'et6 a(d 69ni>n. ber 
Amire Joftoet^ bie bana(| ou^ St. Jean nnb JetDaette ^ei(t, wad abev eint 
gang anbete %tu^i \% 

®e{laU: legelf&nnifi, ita^ htm Stiele ju me^t ober loeniger ju^ 
gefpi^t , in regelmäßiger f^rm 2y^" breit unb 3" lang , bie lärjer ge« 
bauten %tvi<l^it ftnb i^erl^ä(tni§m&6ig oft etnKiS breiter. 

^eld^: lang«* aber fd^mal- unb fpi^bldtttig, biSmeiten aud^ unDoD» 
lomnten unb boniartig , offen ober l^atboffen , fei^t ober flad^ftel^enbr 
bi8n>eilen mit etmaS Seul(|en. 

®tiel: grün ober gelb, nad^ berSdirne gu fleifd^ig, btS IVs'^lang^ 
obenauf, oft o^neSbfa^, meift mit etmad $Ieif (^ringeln ober neben einer 
JBeuIe unb bonn fdf^ief. 

®d^ate: glatt, fd^5n gelbliddgrün , fpdter ^Viitlh, gembl^nli^ mit 
carminrot^ Streifen an ber .@onnenfeite (S)iet fd^itbert biefe \^VDa^^ 
braunrbtl^Iid^ , etmai ftammenartig) , unb mit bun!elgrünen , ttd^tergrflti 
umlreiSten fünften unb etmaS Stoftftreifd^en um ben tttläf. 

^leifd^: gelblicb ober grfinlic^meiß , fein, faftig, l^albfd^meljenb,. 
fel^r angenel^m gejudert, menn au^i nid^t gu füfi — nad^ S)iel etmoS^ 
^roblSrnig, raufc^enb, non einem b(o3 reinen ^^dtergefd^maif« 9ud^ 
tied^t bie ^ud^t in ber Steife fein mfiStirt. 

fternl^auS: burd^ feine ftbmd^en angebeutet, oer^Altnißm&gig,. 
biSmeilen mit etmaS ^ol^Ier Sd^fe. jtammem Hein, mit meift neigen^ 
nnooQtommenen jternen. S)iel befd^reibt bie Sld^fe bed Jtern^aufeS in. 
ber 3Ritte al8 gro| unb meit, bod^ rot\% man, ba^ biefed oft aud^ oariirt. 

Steife unb SRu^ung: SRitte Suguft, in SReiningen , meift gegea 
ben 20. Xugufi, gemo^nlid^ 8 S;age nacb ber @parbirn, ber fie &bulid^ 
ift, bie aber nod^ beffer fd^medtt unb beren Saum eine gang anbert 
Segetation- b^t. S>arf nid^t erft gelb merben. Sel^r fd^d^bare- 
Safelfrud^t, bod^ aud^ lu anbem ^ro^dtn braud^bar. Springt nur ia 
anl^oltenbem Stegen gerne auf. 

<S{0enf<((iften beS tBaumft: berfelBe määf^t Uh^ft, »irb aber nur 
mittelftot!, ^diet^t auf Duitte, i^ fe|r ftu^tbor unb an feinen ^ac!cn langen 
ICrieben unb an feinem gto^en 8J[atte na(§ ^iel !enntIU|. — 8 Ui tetlftnglic^ el« 
fdtmig, bisweilen einino, AftetB ei»ad ^etifbtmig mit meift auftlaufenbet BpUt^ 
iVi— 1«/4" bteit, MS 3" lang, glatt, feingefögt. — »lüt^enfnofpen siemli«^ 
0to| , !utaIegeCf5tmtg /^tem(i(9 fied^enbfpi^ , bunlelbtami , oft ct»aS ftCbet^&ttiig. 
— €Sommet)weige fiotX unb getabe, bo<l^ MtoeiUn awSi ftufig, grönbtaim^ 
fonnenwftttS tbt^U^^btaun, fein qtlbU^w^ punftiti ;2[. 



No. 92. Sic %tnt*maa. U, 3. 1. !t>{ tl; II, 2 •. Suc; m, 1. 3>»r. 




)Kt Ifttutu^nktl man - 1 e. 

(eimat^ unfc aSoitoBttntn: fintHt fl^ in SRdningen untn 
biefnn Stanun, mar au^i in beS $nt. o. ftöni^ OEifl^arten untn bicfem 
SRanwn gcpßanjit. 3^ von bcT €|iarbicnc, Üt In ascigten unb 
gianZnl^i aOflfnirin als ^ronnifi^tnfel gdrt itnb nullit ouc^ Zliel olfl 
^ncnft^enM an Sitgtl unb Obetbinf gab (Obnbint 6. 418 unb 



208 

Siegel in SRonatSfd^rift II. ®. 15) burd^ tl^r raujd^ettbeS unb brüd^igeS 

^eifd^ unb burd^ il^re einfache Ua% (^rünlid^gelbe, faft tpeige ^rbe, ber 

feiten etroaS 9totl^ beigegeben ift, g&nglid^ Derjcl^ieben unb verbient 

\o tfftx ben Flamen , ba , rote fd^on üßa^er bemerft, lein grauengimmer 

rool^I bie eine i^&lf te beS ®d)enre(S buntelgelb , bie anbete braunrot^ 

roirb l^aben raoQen. 

£iteratur unb Spnon^me: @ifton bieäUten Ratten i^ren ^auenf^etdfel 
als Onyn China, nad «atabaflecfarbig" , alfo eine n)ei|e 8hme Bebeuten foS. 
S)ie( im IT. ^efte 6. 121 Qidt a(d @i)noni)me feiner fjrauenfd^enfel Poire de 
RlTes SRerl., oieUeid^t aud^ beffen Fns^e d'et^, ^ommerfpinbelbitn, 
Lady Thigh SRiK., 9[^abe((irne, Sraiienbitne, ^^rtf}, an, f^itbert aber 
faft bie ganje @onnenfeite a(d erbartia bunYe((ter5t^et, obgleid^ er 
(Singang^ bemerlt, ba^ SRiSer bieWindsor-Pear mit fit^t oon ber grauen» 
fc^enfel getrennt ^abe, xotll letztere gar leine 9iöt^e f^abe* — ^ie oorüegenbe ifl 
i9a^rf(^einU4 bie @orte, »eid^e 2ucad &, 149 aliS ^rauenfd^enlet bef einreibt unb 
jebenfaKd bie CnisBe Madame SRinerS, bie biffer aid bla^grün, IL Sfi., in 
ber Ueberreife oft mel^lig merbenb fc^ilbert, nie biefe« ber C. M. nac^ t>H fran« 
^öfifc^en 93efd^reibung nic^t gulomme, bie eine fel^r gute 8ime, aber tn (Snglanb 
a(d Jargonelle befannt fei. — ;^m &at. Sonb. mirb' feistere (bie ®|>arbirne) jum 
Unterfc^ieb G. M. la grosse, bie anbere einfad^ G. M. genannt. 

©eftalt: birnfjrmig fegelfSrmig, 2" breit, 2V4" ^oc^, ober mit 
bie Dorliegenbe Don einem jugenblic^en Saume genommene t^ruc^t, me^r 
l&ngtic^, foft malgenfBrmig, 2V4" breit unb 3Vt" l&od&. 

jteld^: grofi, lang unb fc^malblfittrig, graugrün, [temförmig, offen, 
feiert. 

@tiel: oft 2'' lang, nad^ ber Sime }u fleifd^ig, grftnbraun mit 
@infd^nürungen, mie eingefted t in ^^leifd^ringeln, ober butc^ einen Sßulft 
gur ®eite gebrüdtt. 

@d^a(e: etmad uneben, boc^ gtatt unbglftn^enb, bCa^grfinlic^ mei|, aberreif 
loeltgelb mit lichter grfln umfreisten grünen fünften unb nur (ie unb ba mit 
etmaS fd^mad^em firei^gen 9lot^ ober rbt§Ii(^en $un!ten. 

gleifc^: »eil, !5mig, raufc^enb ober brflc^ig Don fa|meinigtem, etn ad matten, 
b. §. wenig gemflr^ten, jeboc^ nic^t unangenehmen ©efc^matf. 

iRern^aud: |iemti($ grofi, l^o^Iac^ftg, mit etmad Steinten umgeben, unb 
mit oft unaudgebilbeten ^albroeigen Kernen. 

Steife unb 9iutung: SRitte bid (Snbe Xuguft ober Xnfang September, 
8 Xage. SBirb batb teig ober mehlig. Seu^erCtd^ red^t fc^ön, be|l^a(b a\x^ noc^ 
3ur 5CafeC geeignet. 

(Sigenf d^aften beft 8aumg: berfelbe, mäc^dt anfangt ftarl mit fpAter 
l^&ngenben S^^^^^^t trSgt auc^ reid^Iic^ , ifl aber gegen ($roft nid^t unempfinblt^ 
unb mirb feite« alt. 81&tter eiförmig, bidmeilen oerle^rt einmb Q> f^. oome 
am breiteflen) mit auäloufenber ober etwag oortretenber ©pitc, l«/*" breit, 2«/4" 
lang, fein gefftgt, dfter« etwa« nertoren mottig, mit feinen fdjrofttjacien ©orpen auf 
ber SRittelrippe efaoa« ^ettgrAn. — »(fitzen! nofpen gro(, {egelfdrmtg, ftumpf* 
9<fpitt, etmad fc^uppig, gelbbraun. — eommer^meige nad^ aben fhifig unb 
»erbitft, gelbbraun mit siemlidl^ großen erhabenen, »eilgtlbli^en fünften« ;m^ 



209 



Nr. 93. jiwiniil ttiiaike «ine. m, 2. i.2)ie(; ii, 2 a. Sttc; m, i.SaM* 




Jmetmal trogettbe '$ixnt. $>iü (@i(!iet, 3tnf) ^ 7 B. 



jpeimatl^ unbSSorlotntnen: biefelbe ift toa^rfcJ^dnUd^ beutjd^en 
Urfprungd, loeil leiner bec Alteren fran}ö{{{(!|en fßomologen fte ernannt. 
— 34 f<»«^ pc, wie fle oben Dortiegt, in be8 ^m» T)..Ä5nib »aum« 
f^ule gu ;?erufa(em bei 9neiningen unter bem betreffenben 9latnen an* 
geppanüt 

£tteratur unb e^iton^me: j6te ftimmt mit 2)ierd rill.6. 131) S^^'^* 
miil brä^enber unb gioeimal tragenberBirne, g^^^^'^^tigcr i^enx 
roU ran, au4 mit 2;.0.®. XYH 6. 165 Xaf. 8 unb mit Sinrd «bbilbung unb 
e^Ubcnmg bnfe(6en im Pom. pioc. Se^^tevev nennt fte nicf^t rtd^tig Donble 
flenr, benn fte Mü§t nic^t etroa geffiHt unb 2)u^amel befd^riel^ HL 6. 47 atd 
Double fleur eine ^mar ft^nüd^ geformte Sirne, bte aber im gebruor 5id Spril 
reift unb wirllidb gefüllt bittet, unb meiere na^ bem SflDetin^er (^arienbaugef. 
inälottcn 9on 1842 6.616 atul| Armenie, Poire d'Amenie ^ei^ — Xnbeve nen« 
nen fte ^Doppelttraaenbe SBirn, Double fleur et fruit unb nac^ 6iälev 
§et(t fte auf (Snglift^ Double flowered Fear, nooon aber (Eat Sonb. nic^td 
cnoft^nt, ber fte aU Deux foia Tan ^at — Ob »io. III. 6. 115 M Deax foU 



2<0 

ran biefelBe Birne §aftr \\t |tDdfeI|aft, 1U ifl auf bctflUbttbtwg mtkk OYftfeet mSb 
fa{l rein Uatlfhtm^, o^gleid^ er fie a(d freifelfdrmig Bimförmig ht\qtMt, ^ 
är56(i($eft fdmigeS, aber f4me()enbed ^(eifd^ unb foK nid^t B(o^ |ioeimaI, fonbem 
foaar Dtermal unb nie^r blfl^en, unb fo vom guli (id §u ben ^rdflen unonfl^ftr» 
Ixq gfrfl^te Bringen. 

®eftalt ber @ommerfru(^t: Siunbbauc^ifl tvei{elf2rmig, etn>a^ 
lurjgefpi^t, oft unregelmA^g in ber Stunbung, ntittetgrog, fafl llein, 
2— 2 Vi" breit unb ebenfo ^o^ ober ttmai ^^, oft aber aud^ Heiner. 

ktl^i nteift ftarl, t^nggefpi^t, offen, ficmfSrniig, meififlod^, bo^ 
au(^ me^r ober weniger eingefentt, mit etnKid perlenartigen <Sr^aben^eiten. 

Stiel: IV4 — IVa" tang, olioengtün , oft {Ieif<l^ig obenauf ober 
burd^ etn)ad Qeulen feitwartS ober au($ barin fd^mac^ vertieft. 

@6fait: glatt, ^griln, f päter ^eUgelb (bann überreif), oft etnmS 
erbartig get5t|et, mit nieten grauen unb grünen $untten, aud^ 5fterS 
etn^oS 9toft. 

^leifd^: n>eig, grobf5mig, fafttwd, abfnoctenb, raufd^enb, b^d^ 
non fügem fein rofenartigen ©efc^ntad. 

iternl^auS: tlein, fcft gefd^loffeit , Kammern onal, Hein, glatt, 
mit menigen noDfontmenen jternen. ilelc^ril^re rei^^t oft biS gum Sttcn^ 
l^auiS l^erab. 

9ieife unb 9)utung: Gnbe 9(ugufl, !aum 8 %a%t. fBirb etnad fc^ncS 
teig« SRu( frä^er aBgenommen unb oer^raud^t »erben, foBalb fle am Stiele gelB« 
l\^ »irb. 3fl bann gan§ »o^Ifc^metfenb. — 

2)ie tmeite^ruc^t mtmidüifiö^ aug ber um So^anni erf (^einenben )»eiten 
0(flt|e unb BiKbet einen 6trauf von grflc^ten von oorfd^iebener (Brdge unb ^onn. 
Sfteift ftnb fie me^r (dnglic^ , fegelfBrmig ober «algenfBrmig (gurlenartig), bie 
Heineren au<^ Bim « unb feigenfBrmig. 9tur in guten Sagten erlangen fte i^re 
^inlAngßd^e SudBilbung, f^b bann gelB, )immtfarBig punftirt unb Bero|let, Bid» 
»eilen gerdtl^et, ^aBen rege(mA(igeg Kem^auS unb ooQfommene Iteme, ffi|en mflS« 
fixten ®e\^mad, finb (Snbe GeptemBer ober Slnfang OctoBer reif. — 2)iefe |»ette 
^ru^t fa^ id^ iebo4 an meinem Saume feit^er eBenfowenig, nie Siegel an bem 
von i^m feit 1815 gepf[an|ten (Siegel 92. C. IL 6. 103); bo($ ^at mir fte ber 
Mrtner (Sgerg |u Seruf alem me^rf a^ gef^ilbert unb liegt ed mo^l , mie an^ 
Siegel meint, am Gtanbort unb fioben unb an bem ®tnflu| ber Sßittenmg, oemi 
boA imtiU »Ifl^en ^attl^aBen foll. 

^igenfd^aften bed SaumS: berfelBe w&d^dt (ier gut, f^Bn ppramibat, 
xfL aud^ |iemß4 fru^tBar, gebeizt na(^ ^iel auf Duitte unb rftt^ biefer, i^n auf 
Unterer ju er^ie^en. 

eifttter: Iftnglic^ eiförmig mit etmaS aufgefegter epite/ l'/i" Breit, 2i/i 
Bis V;i" lang , oft itac^ bem Stiele 3U oerf^mftlert unb in ber vorberen ^Alfte 
am Breitefien , glgtt , bod^ bte iüngfien Sl&tter etnad mollig , meift ganjronbig, 
etmaS f^iffförmig unb ftdBelförmig, liemlid^ bunfelgrfln uubglftnicnb.-— eifit^en« 
fn of pen giemlic^ gro(, fall ftec^nbfpif. Gommer^ioeige BrAunli^gelB, gegen» 
ilBer rBt^li^ gelBBraun, fein gelB punftirt ;^. 



»0. 94. 9lt fMfaMiit IV, ■a. j. lifi; n, 2 b. Skc-, m ). Stt»"». 




Pie l^apftNbinie. Diel • tt l «. 



^cimat^ unb SJoTlotnmcn: 3)ttl fä^tt aU SUttoi fitt bUfe 
Strne, bnen ^«rfuaft rr iri^t angibt, ^ivt an, bo<^ nifint er, 06 feüu 
^nK^t sc<i3 tnit bcr beft lettnen fibnttnflimmc , tftntic er aid thum 
3mt iti(^t tf^Qiqiten. — 34 ^«^ )"i4 ^ni ^omarium geglaubt, eine 
. (iei: Dtelf&Ilig unlet btm Slamcn «Meine SRuetatedei" nerbreitete Sime 
(bie Obttbicd \&t bic jartfi^atige ©ommcibtrn galten mö^te) ffii biefc 
^opfenbine ^inVi, bie bfJcfet Berg. d'et4 loDgue nebenbei nennt, 
»cl^c ober gong oerf^leben non bec Sidletifc^en langen Sommer* 



212 

SBetgamotte im S:.0.@. I. 6. 280 ift, anfprei|en gu tftitnen. S)in| 
jraeifle id^ nid^t baran , bag bie ^ier abgebilbete fßixnt ^terg ^opfen* 
blrn i[t, inbem fie gang mit. feiner S3e{(^reibung ftimmt.unb mir biefelbe 
a\xi) ot)n 9tdmbilb ald .^opfenbirne gefenbet mitrbe. 

Eitetatur unb S^non^me: S)i<I (efc^rieb fte im L^eft 8.303 unb tt* 
lam fte von ^tof. Srebe in SRarburg aud^ atd 9lofenbirne. ^iefelBe ^^i 
wirb oielfftltig in bet ©egenb son 6aa(felb aU GHeoH^bttie gepf{an)t, unb Mlbet 
|U i^rer 3^it ^nen ^avptgegenft'onb bed bortigen iDbft^anbeld. 9(u(^ be!am i^ 
{te oon einem anberen unterlftnbifc^en 2)orfe unfeted Sanbeft, aud Untetla|, M 
3utferbirne unb gebev, ber fte fennt, ift veU i^reS £o(e0, fomo^l in betreff 
ber ®üte ber Sntc^t , wie bed guten (Srtragd unb ber 6tärfe i^rer Sftumel gn 
anbeten 6(^nften ald no4 in (fl^tift'd $b»b., no fte @. 183 nad^3in! unb ^iel, 
unb all Xafelfcud^t vom II. Siang ief^rieben ift, ^abe id^ fte ni^t gefunben. 

@eftatt: Ireifetformig ober abgeftumpft (ege(f5rmig, bidmeUen 
etioaS bimf örmig , in f (bönfter XuSbilbung gmifd^eu 1 Vi —2" breit unb 
ebenjo ^o^ ober 1-^2''' l^ö^er, oft aber Keiner unb fc^m&Ier. 

Sttlifi Hein unb graubl&ttrig ^ oft unoollftanbig unb l^omartig, 
offen,- flad^, oft mit etmad (Srl^abenl^eiten. 

Stiel: bünn, IV4— IV2" lÄ^flf obenauf ober in \(S)Xoa^ SBer» 
tiefung mit §Iei{(^umgebung. 

®d^ale: gelbgrün, fpdter grüuUcbgelb, btdmeilea mit etmadtrfibem 
faft ftreifenarligem Stotl^ ober nur rit^Iic^en ißuntten, aud^ fonft'mit 
Dielen feinen gelbgrauen fünften unb mit etma9 9loft, boc^ befonberd 
nur um ^eld^ unb Stiel. S)ie S^ale ift überhaupt etmad uneben. 

gUifd^: mattmeig, nid^t gu faftreic^, enoad feft, faft brädgig, bodb 
gel^brig reif faft l^albfd^meljenb , im l^ouen rauf c^enb, boc^ non red^t an« 
genehmem, rofenarttgen^udergefc^madt. Sud^ rie^t bie l^ruc^t in 9Renge 
ftarl mügHrt. 

jtern^aud: fc^ioad^ ^o^tat^flg, jtammem muf(^elf5rmtg mit vielen, etioad 
!letnen, ooHlommenen gelb* ober fc^ioarabtaunen jlernen. 

'9ieife unb9{ut}ung: (SnbeXugufi bid Xnfangd September, UXage. %u%tt 
|um 9lo§genu( bient bie Sime befonberd ^um Sto^m utü) SBellen unb finbet auf 
ben SRftrften fe^r guten Xbfat* 3f^ ^^^4 nac^ 2)iel eine fe§r gute 6ommer6im 
fflr Safet unb S8irtl^f(^aft 

(Sigenf haften bed Saumd: berfelbe toftc^öt gro( unb fd^ön , trftgt balb 
unb teid^lic^, n)e|§alb im Saalfelb ein 3eber am liebflen einen Stieglifbimbaum 
pflangt — 93iatter eifbtmig mit meift langer aullauf enber ober etioalaufge^ 
fettet, oft fc^orfet 6pite , oft ttein, IV«" bteit, 2" lang, an jungen Mfügen 
Ofttunen aud^ fafl 2" bteit, 3Vs'' lang , meifl etwa! iDoSig, gan| tanbig, longge« 
ftielt , f^ifffötmtg , bie ®nbfpi|e ftatf nac^ unten geltümmt , giemlic^ bunfelgrün 
unb gldnjenb. — Sommert tiebe gelbbtaun obet töt^lid^gelb, nut menig punfürt. 

3. 



213 



No. 95. »talfotÜtttt* II, 1. 1. 2)iel; I, 2 (1) b. Site; Y, 1. go^n. 




ilftnbforbune. OBetbictf (Downing) ♦ tt 3ru(||. eept. 



^eimat^ unb 93or!ommen: ge^drt )u ben alten, tDeitoev^teiteten fjftüd^ten, 
fntbet {t{^ atic^ im $annooedf(^en gar nic^i feiten unter ntand^erlei f alfc^en iRamen, 
imb ftanb in meinem ©arten )u Qarboroitf ein fd^Sner $o<l^ftamm baoon. S)ad 
9leid erl^ielt ic^ von i^erm t). ^lotom unb flammt ed n)eiier Don 3. SBootl^, ber 
o§ne 3io^if^I bie @orte oud (Snglanb bejog. 

Siteraiur unb ©pnon^me: Befiimmt unb DdSta fenntltd^ finbe id^ bie 
oBige ald Windsor-Pear nur bei Downing p. 347 bef^rtel^en, unter aj^ermei* 
frnig auf fiinbl. unb 2:§omfon unb 9(nffl§rung ber ^i^nom^mt Snmmer-Bell, 
Cnitse Madame (of some) unb Konge. 3>iefe(5e mirb ber Sonboner (S^ataloa 
%. 439 M WindBor ^aben; ber neben Konge unb Coisse Madame (of some) 
au4 nac^ bemerkt, ba( fie oon (Einigen Monarch genannt werbe unb auc^ no(fi 
eine "Winter-Windsor $ai 9(u(^ ^tttric^'S (urje Angaben I. 9hr. 825, ber auf. 



214 

# 

®acten*®nc9cropabte 9{r. 14 «ermeidt, laffen J^inreic^Ab bie o(i§evetmut^en. 2)et 
%.0.(9. fä^tt 5C^I. 4 iBinbforbim als 69non9m mU feiner ^Qn)mabam auf unb 
ebenfo finbet man äßinbfotMtne a(d ©^itonnm Bei 8rflffeler5itne unb 91 ö* 
mifd^e 64tna()5itne, weld^e Ie|tere auc^ Konge unb äRonor^ genannt loirb. 
S>ie ^age, welc^ev f^ruc^t obiger 9tame eiaentCid^ mrfprüngü^ sulomme, fftl^rt auf 
bag ^aotif^e ©ebiet von fjrran)mabam, 6rüffe(erbime , CnisBe Madame etc., »o 
gehöriges 2i<^t f(^iDer[i4 SU f^affen tft, unb nirb ed am beften fein, bie l^ier nun 
genauer befc^riebene gru^t lünftig allgemein 9Binbforbim }u nennen. 

©efiart: bimförmig, ^Vs-^Vt" breit unb 3t/t-4" f^o^. »au« beir&(^tCic9 
mel^r na^ bem Helene l^in, um ben bie %m6^t ft($ aSrnft^Ug fo )urunbet,.ba^ fie 
meift nid^t auf flei^en lann , ^urnal fafl Hmmer bie eine @eite ^öl^er ifl , alS bie 
anbere. ^a^ bem 6tie(e fci^Ianfe Einbiegungen, auf ber einen Seite meifi ftftrier, 
ald auf ber anbern, unb f^öne, lange, fe§r menig abgeffcumpfte ober §alb in ben 
Stiel audlaufenbe ^egeCf^ite. 

Itelc^: l^artfc^alig, offen, fi^t in flad^er Senfung, in ber einige fla^e Beuten 
ft(^ ergeben, unb ftc^ oft, boc^ flac^ bid jum Bau(^e ^injie^en. 

Stiel: flar!, l'/*— 1»/«" lang, fap immer fanft gefrümmt, ge^t auäbetgrutjt 
l^eraud, unb ijt meiftenS }ur Seite gebogen. 

Schale: giemlid^ ftarl, bei richtiger ^fLüdeitit gradgrfln, faft felabongrfin, 
loirb in ber geitigung gelbgrlln, unb tule^t ^eOgelb. Siedet befonnte $aben oft 
«inen Xnflug oon br&unli4er, unanfel^nlic^er Süöil^e, bie irgenb bt\^atUUn fe^lt» 
fünfte )a§lrei(^, bo4 fein, grünlid^ umringelt 

gleifd^: gelbli« toei^, fein, loenn bie ?itnd^i frü^ genug gebrochen ift, ^alb« 
f^meljenb, oft mirllitl^ fd^meljenb, ifi nur um bad itern^aud fferum etmad !ömig 
unb oon angenel^mem, etmad »einartigem, gepudertem ©efd^made, ber in monc^i^ 
Boben eine geringe ^erbigleit annimmt. 

Itern^auS: ^at fc^male l^o^le 9l(^fe, bie nid^t großen itammern enthalten 
n»enige ooSfommene jterne. 

Sleifgeit unb iRutung: reift in roarmen Salären gegen (Snbe Slugup, oft 
erfi Slnfang September, für bie 2:afel angenel^m, bo(^ braud^barer im ^aud^alte. 
$ftlt fid^ nic^t über 14 2:age. 

3)er Saum »ftd^dt.in allerlei Soben gefunb unb ifl fruchtbar; bod^ fallen in 
»armer £age bie jungen fjftüd^te burdft l^ei^e %a%t im 3uni {a^lreit^ ab. (Sr wich 
gro( , mfl^dt fd^bn p^ramibal unb )ei<^net fd^on in ber Saumfc^ule burc^ feinen 
!erjengeraben SBu^d unb bie jteifen ftarfen, nad^ oben wenig abne^menben, olioen« 
grünen, oft in*d Seberf arbige fpielenben Sommer triebe flc^ auS. 

Blatt: gro(, glAnjenb , balb flad^ ausgebreitet, balb nad^ ben 9iftnbem 
et»ad mulbenfbrmig erhoben , unten am Xvieht faft runb , in ber SRitte me§r 
runbeifbrmig, meift fo lang alg breit, unb nur fein ge^a^nt Slugen breit lonif«, 
nadl^ oben vom 3n>eige abfie^enb. Oberbiedt 

2>ie Blfttter bed alten ^olged ftnb beuen ber Sparbime ^d<(ft ä^nltc^, 
breiteüiptif«, auc^ eSiptifc^ unb runblic^, oon oerf^iebener Q^röfte, bo« oft gro|, 
2V4" breit , mit ber oft W oortretenben Spi|e felbft 3Vi" lang , glatt , ttxoa^ 
meniger fd^arf ober beutlid^ gef&gt, alg bie ber Sparbirne, bei »eld^er aber eben* 
faQd, nie bei ber oorliegenben, ganjranbige Slfttter oorfommen. (2)iefelbe Blatt« 
form !ömmt unter ben mir belannten Sorten tmr no(^ bei ber gn'ibotKnbi^e, 
bei Siegerd ®ladbime unb bei ber eblen aRbnd^dbirne oor , boc^ bei feiner 9oa 
allen ift fie fo beftftnbig unb in bie Xugen faHenb, ald bei ber Sparbime). 3. 



No. 96. Xit msma 



n.1 (?)■ 1. »ui; n, 2 b.8uc.; in, i. ga»«. 




9U ptuminbiriu. tM (tu Hodb.) ■ f eept. 



jQcimat^ unb Soitommeu: »nrbe non $ni. o. 3ßonS erjogen, 
in bcffnt eatatog ^e Ser. 2 Sit. 1780 aU Fleur Pommier tHii:> 
(»mmt, unb oon bcm ^el fie erhielt. 2i^^ Sm|ifcI)IunQ 6tfte|t Igaupt« 
i&^U4 Kiit in au6eTori>cnUi(^n ^4t&ai4tU Ui S9aum9 , unb i^ fie 
iaS^ ni^ vtrbttitct. 



aittTatut: SAü K.Jl.O. IIL e. ' 



SU Slnmcnbirn. 



@eflatt: 21/4" bidt uiib |o %6äf ober ttwai ntebtiger; a&ge< 
^ntpft Tunbtrt[fel|3nnt{( , in gorm bcn ^omnanicnbirnen fi^nlii^ , unb 
oetgleif^t fie SDiel paffenb mit ber {Rot^badigcn Sitionalbime. 9au<^ 
balb diDag me^r nac^ htm fttli^t ^iii, balb faft in bei; IDttttc; um btn 
Acl^ tunbet bie ^ruc^t fi(^ f^Sn ju unb ^^t gut auf ; nati^ btm Stiele 
waäft fie mit flfld||ni)iben Sinien . eine ftait abgtflumpfie @pi^. (Sr^' 
ben^iien loufen übec ble f(^5n gerunbcte ^uc^t ni<^t ^in. 

A(Ii$: ^oitfdialig, nvit offen, in tltiner, ebener Stntung. 

@ticl: ^oljig, 1 biS d'/i" lang, ft^t .in tngtr, tbtvtv ^if)U, 
oft avif md einigen Ketnnt, floi^cn S9eu(tn umgeben. 

€i^ale: glatt, fein, gefi^meibig, oom Saume gelbgrünU^, fpAtec 



216 

cittonengeI6. S>ie €onnenfeite ift mit einem giemlid^ freunbltclen fftoüf 
U\ä)t t)ermaf(!^eti, in bem man, befonber§ nad^ bem @tiele ^tn, beutUd^e 
©puren non Streifen bemerlt. SMe dihi^t fanb i^ j|ebo(^ nit^t, mie 
SDiet angibt, über bie gonge ©onnenjeite nerbreitet, unb Italien oiele 
^vüd^te gar feine 9ibi^t. 4^unlte ga^Ireid^ , in ber ©runbfarbe fein 
gr&n, fpäter etroaä l^eller gelb umringelt, im 9totl^ gefbüc^. ®eruc^ fe^lt. 

^ I e i f d^ : mattmeig , nad^ S)iet ^albfd^meljenb , bei mir abtnadtenb, 
faftrei(^, non red^t angenehmem ^ndtvit]ä)madt. 

^ernl^aud: gefd^toffen, grog, mit nur unbebeutenber ^ol^Ier Slc^fc« * 
S)ie gerdumtgen Jtammern entl^allen Diele lange, jpi^e, fd^margbraune 
Kerne. Rdä)})if)le \t^x flad^. 

9tei(geit unb 9tut}ung: jeitigt nad^ Stet (Snbe Slugujl, in 
l^iepgcr ©egenb, jclbft in warmen S^^ren (wie 1858, mo id^ einen 
MettcpoIIfifeenben ^we^giöum in §errn^aujen fal^) er[t Vs '^iä V2 ®*f*. 1 
^&(t ftd^ nid^t über 14 3;age lang, ift jebod^ gum Aod^en unb 9Belteti ' 
gang braud^bar. 

5Der Saum wirb nad^ S)iel grog unb bilbet eine flad^gemSlbte, 
ausgebreitete Jtrone, bie gern l^ängenbe ^XD^ßt mad^t €ein gefunber 
SBud^d in aOerlei Soben unb frü^e unb fel^r reid^e Slragbarteit beftdtigte 
ftc^ aud^ fd^on bei mir. @ommertriebe mit feiner, meiggrauer SBoQe 
befe^, oliDengrün, gal^lreid^, aber fein unb nid^t M^ Sluge faDenb punf* 
tirt. Statt Hein, eKiptifd^, oft auc^ eiförmig, etmaS fc^iffförmig auf- 
m&rtg gebogen, beim 9lu§bre^en merflid^ moUig, nur gerftnbelt ober 
gangranbig. Sldtter ber ^rud^taugen grft^r, mel^r eiförmig, 
(faft etwas eirunb, IV3" breit, mit ber audlaufenben @pi^e 2" lang, 
alfo gegen bie Sfinge giemlid^ bieit, unterl^alb etmaS woUig unb auc^ 
oberl^alb oft nod^ fd^wac^ woKig, gangranbig, giemtic^ furg geftielt. Skr 
l^ergförmtge SluSfc^nitt beS SlatteS nad^ bem Stiele gu ift in ben 
meiften Sollen laum angebeutet, ^a^w). klugen ftar!, fpi^ Igerg- 
förmig, anliegenb, nad^ oben etwaä abfte^enb, Slugentrdger mdgig fiart 
norfte^enb. O b e r b i e df. 



217 



No,97. a^CiffiUt, n (iit Sttotbb. m), 8, 1.3)lel5l,2».8Mc.; IV, i.^a^n. 




^timai"^ unb SSortommen: gel^5rt )u ben alten Gorten, bie 
in ^tavlttti^ ft^macf^aftcr fein ntdgen al§ bei und; ift roentgfhnS in 
SHorbbetttfc^lanb beS Anbaues ni^t n)ett|. 

Siteratur unb ^^non^nte: ^'xtl I, p. 235: bie (Saffofet; Qnintlny« 
Tom. I, p. 261 unb Sbuffamtl IIL T. 18: La Cassolette, oa FrioU^Mus- 
0at Tert, Leohefrion; Merlefc: Cassolete, oa Tarte Ribant; Pomon. 
Fraoo« Taf. X, Nro. 15 ^at nod^ bie ^pnon^nte Portugal d*et6, Prunai, 
Depot de Sillorj. gm £onboner (Sataloq ^at fie nod) bad Spnon^m Leohe 
Friande. jtnoop I, Xaf. 5 ^at nicQt bie rechte. ^aS X. 05flca(. SS.Sieferung 
Mlbet fte }iemU4 0ut, nu¥ )u bunfelorfln ab, ^ad^ ^tel foS fle ben 9lamen Don 
t^er Se^nliAIeii mit einem 9tau4faffe infat^olifd^en jtir^en^aben; feilte erntet 
oielute^ von bem aMnadenben Sleifc^e ^etrü^ten, hau felbft S)u4amel brflc^ig nennt? 

@eftQlt: flcin, niigt i^imi abgefiumpft Ston\\d)tn. SBauc^ me^r 
na($ bem Aelc^e ^in, um ben bie gruc^t ftc^ abrunbet ; naciEi bem ©tiele 
nur fanfte Einbiegungen unb eine furj abgeftuntpfte ßegclfpi^e. Sie ©roge 
gibt Diel IV2" breit unb 1V4~2" lang on; bei mir war fie nie gröfecr 
als in obiger gigur, öfter felbftnotj^fleiner. »auc^ ber grud^t fd^Sn runb. 

Äelc^: oflcU; liegt in feiner SSoKfornmen^cit fternfSrmig auf, ift 
aber aOermeift nerftümmelt ; ft^t nur fel^r flaä) vertieft. 

©tiet: V4— 1!' lang, fiftt in Heiner, Don etlichen flad^en Seulen 
gebilbeter ^öl^le ober mie eingeftedt. 

^Ouftrirte« ^anbbu^ bev 06|l(uBbe. IL 15 



218 

@(^ale: fein, raa^, grftn, in ber S^fiung nur gdbltd) gtäii. 
gte^t befonnle l^aben SInflug t)on br&unli(|er 9i5tl^. fünfte fe^r gal^I« 
reid^, auf ber @onncnfeite met^grau; au4i Stoftanflflge unb Sioftfleden 
ftnben fid^« ®eru(^ fein mflStirt. 

^leifd^: grünlid^ mi% fom.igt, nad^ S>iel fel^r t>oa@aft iroQ& id^ 
nid^t fanb unb auc^ SDul^amel bei berFriolet Demeiat), fein, ablnadenb, 
Don ftarl müstirtem, gudtetfügem (Sefc^mad. ^Dlädtirter 3udteTgef(i^ma(t 
fanb fid^ aud^ bei mir, bod^ wax er nid^t ftarl ober irgenb oorjüglid^, 
baS iVIri^ Dielmel^r timai rübenarlig, unb ob id^ frü^ ober fp&t ^pfludte, 
immer el^er moK aB aud^ nur red^t märbe. 

Steifheit unb 9hi^ung: geitigt nad^ Siel im l^otben augufi/bei 
mir me|rmatö erft älnfangiS September, jtann ]^5d^ften8 in ®übbeutfd^« 
lanb nod^ al3 Stofelbime einigen SOSert^ l^aben. 

JCenrnl^aud: tieiu; bie tleinen unb engen Kammern entbatten 
meift taube Stttnt. fteld^^öl^te fel^lt faft gang. 

Sigenfd^aften beS 93aume8: ber Saum mdd^dt nad^ S)iel 
lebl^aft, gel^t fd^bn in bie £uft, belaubt ftcb f(|bn, fe^t frü( niele lurge 
^ru^tfpicge an unb ift fel^r frud^tbar. — ©ommertriebe olioengrün, 
auf ber @ontienfeite etmaS rbtblid^, ol^ne 3BoIIe, mit läufigen, bod^ 
feinen ^unlten befe^t. SBlatt Iftnglid^ ^ergfirmig, oft eiförmig, gar nid^t 
ober nur fel^r fein gegal^nt. Slflerbl&tter fabenfbrmig* S>ie Sl&ttcr 
ber Fruchtaugen finb eKiptifd^« Slugen lang, fd^mal unb fpt)}. 
Xttgentr&ger flad^* 

Oberbted. 



219 



No. 98. 3«e ^tl I, 2. U 3)ielj II, 2 b. Suc; 17, 1. gal^n- 




Pie leffel« Cat. Lond. u. Downing. 

^eimatl^ unb aSorlommen: biefe ^ixnt Ift fc^ottl&nblfc^en Ur* 
\vtm%i. Zkan flnbet f!e in Dielen belgif^en unb franjSftfd^en Obftoer« 
iei^nlffen. — SdJ befam bic ^fropfrelfer »on §rn. fjofrat^ Dr. ©aDing 
in ftiffingen. 

Slteratut unb Gpnonpme: gm Gafc. Lond« loirb fle aU Hetiel mit 
bem Beinamen Uaiel 6. 140 auftfefft^tt, unb pot ifl fie banac^ braun, einmb, 
mütUVsto^f fc(mel)enb, Zaf elf nid^t etilen Sian^ed, im September uitigenb, fflt^oc^« 
llomm geei0nei, ret^tragenb. Xu^ Downlng (at fic 6. 337. Ißeffen Oeft^teibung 
oiB k^ na^ htm ^ieflgen Verhalten ber Hrnu^t evgftngen. 

@eftalt: treif eiförmig, oben jiemUc^ fiarC abgeptattet, nac^ bem 
6tie(e )tt rurj', oft etmaS ftumpffpi^, mittetgTog. 2V4" iteit unb ebenfo 
1^04. SiSveiUn baut fie ficb au<l^ mel^t runblic^ unb nimmt bann^ 
aiemliii^ bie gotm einer Oergomotte an. 



• 220 

JCelc^: Hein, tursblfttttig , j^omartig, offrit, in fetd^ter, f(|flffeU 
fSmtiger (^nfetifutig. 

@ticl: lang uitb ftart, hxautif obenauf, meifi fd^icf. 

@d^ale: etn>ad raul^, gelblich grfln, tnft sa^Ire^en , auffftOigen,. 
bräunlichen ißunlten. Um ben jteld^ unb @ttel l^&ufen fic^ bie $untte 
unb gelten in i^ufammen^&ngenben {Roft über. S)ie83irne n>irb l^iebur^ 
von Xnfe^en giemli^ braun. 

^leifc^: gelblich xi>d% fein, gart, fteinfrei, l^alb fd^meljenb, {iem«' 
lid^ faftrei^, guderfflg, oon fe^r angenebmem Sergamoltgefd^matf. 

fternl^aud: nid^t gu grog, au^ nur mit feinen JtSmd^en um^ 
geben, b^^^^^fiSf ^^nre fcbmal unb Unglii!^, oben mit einem fleinen 
^bätx, oon ^arbe meiglid^ ober gelbbraun. 

Steife unb9lu^ung: fie reift im SInfang beS September unb 
gel^t nid^t gu ft^neQ vorüber* Vl^ eine mÖ) frfil^e, fd^on groge, fd()bnr 
gute Sirne ift pe ber meiteren Verbreitung mert^ unb lann'aU Stafel*- 
frud^t red^t gut bienen. Sud^ S>on)ning gibt il^r ein gute8 8ob. 

(Sigenfd^aften beS Saumed: ber Saum ift ftarfmucbfig unb 
reid^tragenb, audfi fd^eint er nid^t gu empflnblid^ gegen Jtilte. — SMt 
93 1 d 1 1 e r finb e H i p t i f d^, etroag IfingUd^, mit meifl auSlouf enber 6pi^e^ 
IV2" *r«it, 2Va" lang, 5fter« aud^ langettfbrmig, eingelne größere 
IBI&tter femer -aud^ eirunb unb eiförmig , gtatt , gangranbig , fieif unb 
leberartig, lid^tgrün, nid^t fe^r glfingenb. — Slütl^enlnofpen giem« 
lid^ gro^, etmaS baud^ig, legelförmig, fanftgefpi^, buntelbraun, an ben 
S)edCfoIdttern etmaS fitber|dutig. — S^ommergmeige grflnlid^braun^ 
gegenüber braunrit^Iid^ mit n^igli<||en fünften. 

3- 



221 



Cf^llMi«. 




9ie (ir}i|eir}iigtit. Sieget. * f f e. 

i^eimat^ unb ißorlommen: biefe ^ruc^t erl^ielt Dr. Siegel 
1820 oom Saron SRaSfon gu @ra^ unter bem Flamen A r c h i d u c h e s s e 
irnb i^ Don Steael. SSol^cr Pe rocitfr flammt, Ift nl^t bclonnt; bodft 
erhielt fte tlRadton oienei^t pon ^etrn Dan SKonS. 

Sitetaiut unb epnon^me: finbet M nut 5ef($vieBen in Siegels 91.0. 
^cft % 6. 91. 3fi oieflci^t bie in Tan Vont Gstaloge Serie II,Nto. 964 5Iod 
htm Slümtn na^ aufgtift^Ite Arohidvohesse d'Aastriohe; bo4 Iftatte bie 
«nter biefem 92aDien von SRagifier €S(^cöber |U Hamburg erJ^aüene oon 9« äRonS 
liejogene 6orie bie Segetation bet SIegenttn, ging mir aber leiber ein. 

@eftaU: bi((6au(|is, treifelf&rniig, Heinere oft opfelffirmig, breitet 
üö ^; ßUflfl flttt bie ®r«fee an 1'' 10"' breit, V 8"* IJod^; bei 
wir nmtbe fte 2V3-2V2" breit unb 2— 2V4" ^oiä^; inbeft bleiben bei 
reichem ^Crasen Diefe %xvi^tt tiwai fleiner. Saud^ me^r nad^ bem 
lte(^e l^in, um ben [ie fic^ flad^runb milbt. 9ladi bem @tiete nimmt 
fie mit erl^abenen Sinien raf^ ab^ unb bilbet eine etmad ober felbfl giem^ 
lUf ftorf abgeftumpfte @pi^e. Sreite, fid^ eingeln Dorbrdngfube beulen 
«erberben oft ftart bie gcf&dige t$orm, ober mad^en fie giemlid^ breietfig. 



222 

Äe^: ^ornailifl, ftftt in glemli^ tiefer ©enftmg, (W« ber balk 
feine, ba(b breitere Oeulen fid^ über bie %x\xäit l^ingiel^eiu 

Stiel: W«' wa^ifl ftarl, IVi-lVa" l^^Br »n«ft fl««ibe, fifet 
ouf ber ©pt^e, batb in einer nur fleinen, balb etwad ft&rleren ^tfylt, 
Don einigen Seulen umgeben unb bur§ eine Heine gleifd^mulft etioaS 
gur ®<rite gebogen. 

®6}aU: ftarl, nom Saum, bei gel^irig geitigem ^fiüden J^eOgraS- 
grfln, fpftter, roenn fie mürbe ift, grüngelb. S)ie ©onnenfette ftart be* 
fonnter geigt eine unanfe^nlic^e SrSune, tivoai ftrcifige Ä5t|e. ^unlle 
ga^lreid^, in ber 9fl5tl^ gelblich grau. 9ta(l^ Siegel ift bie ^ruc^t grS^ten« 
tl^eilS mit einem blag gimmtbraimen 9U)fte überjogen; bei mir toar fle 
1856—58 baoon gicmli($ frei , unb geigte fid^ ber 9loft nur um ben 
jteld^ unb in Snpgen. kleinere waren, n»ie Siegel angibt. @enti^ 
fc^n^ad^. 

^leifd^: giemlid^ n^eig, um baS fternl^auS etmaB limig, migig 
faftreic^, l^albfc^melgenb, ncn gutferartigem, etmad getnürgten, angenehmen 
(Sefc^made. 

Jternl^auS: etn)a8 l^ol^lad^ftg, löuft in bieSreite, bie gerftumigen , 
ftart gerunbetenJtammem enthalten braune, flad^e, giemlid^ ooOfommene 
Steint, Jteli^l^S^le erflredt fl^ gerunbet etmad ^erob. 

{Reifgeit unb 9ltt^ung: bie ^(|t reift na«!^ Siegel im gmeiten 

2)rittbeile beS September. Sei mir n>ar pe 1857 unb 58 f^on 4« bid 

8. September mürbe, fte n)urbe nid^t leidet moQ, unb wax für bio ftüd^e 

mel^rere Sßo(i^en l^inburd^ brau(!^bar, au^l gum 9io]^enug gang angenehm. 

S(|ieint auf ben ißflüdFepunlt nid^t eigen. Serbient n^eitere SSerbreitung. 

®igenf(^aften beS OaumejB: ber Saum »irb na^ Siegel gro|, !ommi 
aud^ im Steten fort unb ift befonbetd fflt ben £anbmann paffenb. 6eine®efunb^, 
fein ir&ftiget iBud^d f^on in ber Saumf^ule, nnb feine fel^t tei<i^e Sragborfelt be» 
^ti(^ {14 oui^ bei mit. 7)n gro^e $robe}»eig ift bic^t unb fd^5n belaubt nnb 
iot oiel htt}ed S^cag^olg. 2)ieflar!en6ommertrte5e{tnbn)eniggefmet, [cbetgelb 
ober ei»a< btftunlid^ gelb, na4 oben etvad »otlig, nic^i fkrl puirfütt, fifttfer nur 
0ft na(| ibretBaft« l^in. Singen anliegenb,'}ieinli(^ fegelförmig, fpi|, Kugentrftger 
gut gerippt. 8Uttber6ommetgn)eig'e:nein,2Vt^Mattg,2'^i^relt,eifdnnigober 
Iura ooat, b&ttflg in bie^öbe gerietet, )iemU(b ftacb ausgebreitet unb nur ganj fein 
geaabnt. Sie BIAttev ber Jf^ucbtaugen unb ber gfru(^tft>ie|e finb betrd(btlt(( 
gtdBev, ftArfer ton Qk»ebe, oft au4 bunUet gtfin, fe^r glftngenb (oon %otm e t f 5 r« 
migr mrtfl mit birier, ^M aufgefefter epi|e, bi» 21/«" bteU unb 3" long. 3.) 

Obetbiecf. 



223 



No. lOa «ltMnrif#(ScHnlini.iii,8.i.02)2)(.;Vii(ixoi*-£ttc'.i.i(a)3. 



f? 




Slinottifdie Haferbirit. Siegel f (tt) 6. 9. 

i^eimatl^ unb SBorlommen: Siegel erhielt fie Dom ®rafen 
9tc|IeT (Uli Scmfee bei SRagtjiantja in Siebenbürgen 1842. 3^ 3<t^^ 



224 

1844 erhielt er bie itAmliile fbxxnt Dom 06er^ ^oft»^» !{>ireft9r ber 

t. Tuffifd^cn ®&rlen ju iRittta in ber Rxim, ald Poire Achalzig L 

Siteratur unb ^pnoni^me: lieget befd^rieb {lein feinen neuen Objifovten 
II. @. 96 a(d Sommerbirne III. 9ianged. iSx fanbte gütigfl bie o6ige 3^i4i>un0 
ber ^uc^t mit bem Bemerfen, ba| bie in feinen neuen Obftf orten II. 6. 9i a(8 
(erbfibime IL Banged bef^tiebene Aohaliig II bamit liufammenauf äffen fei, 
»ona($ alfo beibe, resp. au4 Aohaliig I unb II ni^t oerfc^ieben ftnb. 

©eftalt: bidbauc^ig tegelförmi}}, qucI^ fieifelfirmig, nad^ bem 
Stiele }u giemlid^ eingebogen, mit (dngercr ober f ärgerer ©pt^e enbtgeub. 
S)ie 9l6runbung ift uneben, rtpptg, beuUg unb d^aratteriftifc^ mei{i oon 
2 @eiten gufammengebräcft. 

Sttl^: offen, bl&ttrig, ouftiegenb, in feic^ter, flacher Sinfentung mit 
{Rippen. 

@tiet: biet, 2" lang, meiftouf ber@pi^e f(||ief, oon einer ^leifc^* 
mulft oerfd^oben« 

Sd^ale: d^aralterifiifc^, ffeinnai^&ig unb raul^, Knfangd gnin, 
fpdter citronengelb, an ber ©onnenfeiie fc^roac^ brftunltc^ angelaujen, 
aud^ mit meitl&uftg oert^eilten grauen Sßuntten. 

g l e i f d^ : n)ei| ober gelblic^roeife, ^art, briid^ig, grob, füfe, faft ui* 
gieniegbar, mtrb, fobalb bie SBirne gelb mlrb, teig unb fliegt bann ooi 
einem gudferffigen ebten ®efd^marfe über. 

jtern^aud: gro§, mit meit offener Sc^fe unb l^eObraunen ooQ* 
fommenen Äernen. 

■ 

Steife unbiRu^ung: ^nfongg September, biemeilen imCctober, 
4 SBod^'en faltbar, inbem fte quc^ im teigen i^uftanbe nic^t meid^ mtrb, 
fonbern feft bleibt unb fid) fomit lange benu^tn l&|t. (Sine empfe^lungd« 
mert^e SBlrne für bie Oetonomie gum Dorren» 

(Sigenfc^itftep bed^aumec^: berfelbe l^at einen fr&ftigen 9Bu(Jbd, 
blül^t mit QuffollenbgTofjen 5li'onblättern unb trügt gem. — SBieid^mir 
bie Plattform na^ ber 9}egetatton ber oon ij^rn. Dr. Siegel oor mehreren 
2a^ren erldaltiiien fßfropfjmcigc orgemerft ^abe, bie aber (jomol^l bie 
Don ber <Stat)Oiiifd|en SEBoffeibirn rote bie oon Sd^atjig II) ba§ 3:]^ünngeT 
(Slima nic^t longe ertragen ^aben, inbem fie balb mieber eingingen, ftnb 
bie SBtätter runblie^, mit etmae» oerlangerter, meift auelaufenber 
@pi^e, aud^ fifterd eivui^b unb eif5rmg; biSroeilen tiac^ bem ©title gu 
etmad feilf5rmig, glatt, g^fö^, meift grog. 

SBeitere ^Beobachtungen muffen entfi^eibeii» ob fte anbem Ortd iai 
beutic^c Stima beffer oertrügt unb gejunbe ftarfe S3äume mad^t, morauf 
eäJbei bem miri^fc^ftlid^n Obfit am mtiftcn antommt. ^ 



225 



No. 101. S(e6imi«rlinili.«Xfier«.ll,3.1.3>ieI;I,2*b.Sttc;iy,1.3aN. 



\ 




9te Sontmerbirn tion Singers« $ape(eu. * f €. 

^eimat^ unb ^ottominen: tc^ erhielt fie Don ißopeleu in 
flkttfTfii a)d Beurr^ blanc d' Angers. CBte i^t 9tamtn ed mit ft^ 
bringt, ftommt fie mi8 SfngerS in ^ranfreid^, boc^ fanb id^ fle nur in 
Catalogen angejeigt', {onft nirgenbg befc(|r!eben. — ^apeleu felbft be< 
geic^net fie ald L Siangeg, jd^meljeub, mittelgroß, langlidi, im September 
reifenb, benSaum lebl^aft mod^fenb unb frud^tbar, für i^oc^ftamm geeig^ 
net. — SEBeil es feine Suiterbim ift, ^o rodelte ic^ ber Äftrje megen ben 
Dbigen Flamen. 

@eftalt: eirunb, nad^ bem Stiele }fx birnfirmig ober au(^ fegel» 
fSrmig, mitieIgro|, 2— 2V4" breit, 28/4" ober etaaS mel^r l^od^. 

JCelc^: groß' unb bidblättrig, graugrfm, metft jjebodSi l^ornartig, 
offetir aufrecht, menig unb flad^ eingefenit. 



226 

©tief: ftorf unb ftelf, IV4" lang, grUn, rttoaS ttingcHg, obenauf 
mit etiDaS galten ober flad^«, ettoaS in Seulen oertieft. 

Sd^ale; burd^ etn)a8 Srl^atfn^fUen uneben, faft roxt bie berSitto- 
nen, ftarf glingenb, Itd^t chronengelb mit etn)ad®rün, nteift ol^ne 9lot(, 
ober boc§ nur mit Meinen blutrotl^en ^ünftd^en; nur bie fe^r frei^&ngen^ 
ben ^rud^te färben ftc^ bidmeilen fd^in ladartig ober etmaä ftreiflg 
catminrot^ unb btefe geigen bann aud^ um ben jtelc^ l^erum meift etroaS 
SRoft, ber anbem S^empkren abgebt. 9ud^ von eigentlid^en fünften 
ift menig gu feigen. 

gleif^: meig, e tmad tirnig, faftrcid^, l^albfd^melgenb ober rauf d^enb, 
bod^ aufl5d(id^, non angrnel^mem, nid^t gu fügen, Id^mac^ bifamartig ge« 
mflriten ©efd^mad. 

ßern^aud: giemlid^ grog, l^ol^lad^rtg^ mit etmad feinen ©teinc^en 
umgeben. Kammern giemlic^ grog, muf d^elfirmig , mit menigen ima 
Ütl^eil unnoQtommenen oft nod^ l^albmeigen JCernen. 

Keife unb 9^u^ung: fie reift nac^ unb nad^ oon älnfang bid 
Snbc September unb ifi eine red^t fd^Sne ^ruc^t, bie gur Siafel unb 
äBirtl^fd^aft bienen laun, menn fte aud^ (eine Sutlcrbime ifi. 

Sigenfd^aften beSSaumed: mein KeinerSaum ifi auf Quitte 
nerebelt, morauf er ein gemägigleg SSad^dtl^um geigt, aber faft jld^rltd^ 
§rü4fte tragt unb für biefe gorm mid^te ic^ bie ©orte aud^ am meifien 
empfehlen. — S)ie Sl&tter ftnb elliptifd^, mit auStaufenber nid^t 
longer ©pifee IV4-IV2" *teit, bis 3" lang, glatt, gefügt, fM, ftati 
geabert, lid^tgrün, mattgidngenb, langgeftielt (Stiele oft gerit^Or ^l^it 
beSl^alb im SS^inbe flatternb unb ^ongenb. — Slütl^enfnofpen 
I&ngltc^ legelfirmig, fted^enb^fpi^, laftanienbraun, am ®runbe etmad 
»eigniollig. — ©ommergweige gelblid^ graubraun, an ber ©onncn« 
feite trüblic^'blutrotl mit feinen fd^mu^igmeigen fßuntten. 

3- 



227 



No. 102. I^ctortt i— K> Cjtoi. l, 3. 2. iCiel-. 1, 1 «. «ttca«5ll, l.ga^ 





4>etinot5 unb aSorlommeti: unfet »ete^rter «DHtotfcfüec om 
^nhbu^, $m OBerförftfr ©d^mibl in »lumberg, et^lelt bJe 5propf= 
teiger namenloi, nur mit 9himnter 51 beadtl^net, »»n win ÜRonS «nb 
benonnte bie »inte nad^ ber Zo^ict einer gtofeen «ere^terin ber Obft» 
funbe in feiner ^eiotöt^. ©r wirb cS mir ^offentli* niii^t übet nehmen, 
»cnn i(| i^m »orgreife unb bie fd^Sne gruc^t, neld^e aui) wegen i^rer 
®flte »erbreitung nerbient, an feiner ©tott Bef(|>rei6c. 

m ?l*15"i"* unbCpnonpine: 6ie ift bmiUmit inbenSet&aablimadibeS 
Scmnt fftr^omol, unb0atten6au In JRdningen.T.^eftpon 1863, 6.25 enoJHn«. 

®t^aU: von $erm®<^ntibt fol^ id^ fie, waM^cinlid^ von einem 
dppigen jungen Saume, uMdift JCopfbanm, in ber oben gejei^tteten 



228 

langlid^ bmtii^is Mmfirmigett ®eftalt; idf fettft trsog fie an 9lrobe)meignt 
au8 i^errn ©(^tnibtS SReifem auf einem älteren Saunte ntel^r furj ge« 
baud^t, n>obuT(l^ bie f^ur nte^r freifdf&mtig, nad^ bem Stiele tfi leget« 
finnig wirb* €ie ntifet fomit 2— 2 V4" in bit »reite unb 2 Vj— SV/' te b« 
^i§e. SDie 9lttnbung ift 5fterd etroaS ungleich, bur^ ^ie unb ba^eroor» 
tretenbe 93eulen. 

JCeld^: }iemli$ grog, lur)' aber fpi^bl&ttrig , offen, in fc^SKUl^ 
mit tima^ @r^benbeiten ober ^Iten befe^ter @infentung* 

Stiel: meift ftart, l^oljig, grünbraun, U^'^U" lan^, obenauf jml* 
f(|en Seulen, oft fd^ief neben einem größeren ^ftdfer; im ausgereiften 
3uftanbe jeigt bie ^rud^t um ben Stiel b^tum einige S&ngdrungeln. 

Sd^ale: bünn unb glatt, b^OgrAn, fpater bla§gelb, l^leunbbamit 
etwas ®rün oermij^t, mit n)enigen feinen fünften, etmaS br&unlid^en 
SRoftfledd^en unb aucb jufammenl^&ngenbem Stoft um Sttli^ unb Stiel. 

^(eifd^: rot\%, fein, butterbaft, oon red^t gutem, etmaS fein f&uer« 
lid^ \n%tn, muSlateOerartigen ®efd^madt. 

fternbaud: mittelgroß, fcbnxid^ b^^^^^^i^fif ^^^ tleinen Kammern 
unb menigen oft unooOfommenen braunen Jternen. 

9ieif}eit unb 9tu^ung: bie ^rud^t reift oon VKtte bid (Snbe 
September unb ift eine ted^t fd^ine unb gute Zafelfrud^t L SfiangeS, 
beren itiftlid^leit $err Oberfbrfter Sd^mibt bei Ueberfenbung aud^ be« 
fonberS b^toorl^ob. 

(Sigenfd^aften beS 8aume8: bem triebe ber ^robegmeige 
nad^, foroie na(b einigen jungen 9aumf(^ulenbdamen ift ber SBucbd 
fcbmacb unb bürfte bie (Srjiebung in ^pramtbform auf Sßilbling gu em* 
pfeblen fein. S)le Iragbarfeit beweist ficb gut — ©ie »litt er pnb 
eirunb mit auSlaufenber Spl^, am Sommerjioeige unb an ben jugenb* 
lid^en Sdumen oft runbltd^, eingelne am Stragbolge aud^ eOiptifd^ unb 
eiförmig. 1 »/i'' breit, 2—3" lang, meift ober» unb unterbalb etroaS fein« 
rooffig, ganjranbig ober fcbr oerloren ge^a^nt, am SRanbe elroaS roenen« 
förmig, fonft meift flacb, nid^t fe^r bunfelgrün, aucb wegen besi moüigen 
UeberjugS nic^t fc^r glangenb. Stiele biä 2»//' lang, bünn, iebr blcicb* 
grün, etroa« woffig. — »lütl^enlnofpcn groß, langlid& legelföimig, 
fanftgefpifet, bcHbraun, am®runbe etwa« moffig. — Sommergwetgc 
grünlid^ gelbbraun, an bfr Sonnenfeite fd^wac^ blutartig gerötbet, fein 
gelbltcb punttiru 

3. 



229 
No. 103« tsie «tastTHie Ww. n, 2. i. a)iei; vni. l b. 2«c.; u, i. ga^n. 




Pie Cünnetfdie Ptm. S)iei tt &• 



^eintat^ unb Sotlommen: l^rUrfprung ift unbelannt, fie ift 
tai) SM befoBbetS in Reffen iitib an ber fioi^n t^erbreitet, »o fl^ 

c^cngro^e, uralte Ciume boüon jinben 

Sitetratttt uitb C^nonpme: ^iel (ef((ne5 fle unter obigem ^tarnest T» 
6. 93. Cpnoni^me flnb td^t Mannt 

Geftalt: {rrifelfirmig, oft juriSifotm neigenb, 2" breit unbl^o^ 
ober V«"' "^i^^- ^^ erl^abene Saud^ fi^t ntel^r nad^ bem Sttl^t l^in, 
am ben fte ftd^ \o »übt, ia% fie gut auffielet. 9lad^ beut ©tiele mad^t 
fte fanfte, oft aud^ leine Einbiegungen unb (urge @pi^e« S>er S3aud^ 
ifl nid^t immer, bo^ meiftenS fd^ftn gerunbet. 

iCeld^: J^artfc^alig, turgbldttrig, offen, in flacher, ebener Sinfentung 
ober faft oben auf. 

©tiel: Va— ^/i" lonfl/ ^^Igig, pfet wie eingeftedtt, mit einigen 
Hebien Seulen umgeben. 

&^aU: jiemli(5 ftarf, ^eDgrfln, in ber 3^ttl8W"ß fl^*i^fi^t*; f^^* 
^ng^be grüd^te l^aben einen %nf(ug non erbartiger 9t5t]§e ; meiftenS 
fe^lt alle dibi^t. g^untte fe^r ja^lreid^, feine Sftoftanftüge unb Figuren, 
{cUfl Uebergüge non ätoft finb I^Suflg. (Skruc^ fein müdttrt. 



d 



230 

^leifd^: motttoeil, tArnig; beim ®enuffe etiDod rattf(|enb, bodi 
ftd^ gang auflöfenb, von etfrijd^enbem, etjmaä einfc^neibenb fäuerlic^em, 
gan) aitgenel^mem ©efd^madPf, ben S)iel atd pifont, muSfatedetattlg mit 
feiner oorfted^enber SDBelnjSure begeic^net.*) 

ßernl^aud: |ot eine l^oble Sld^fe ; bie getftumigen, tiemlid^ langen 
j(ammern entl^alten lange, ftarl gefpt^te, DoOtommene f(!^n)arge,ftenie; 
bie Stfit^enftengel ge^en etn>a3 tnd %lti\6i "^^xah. 

»etfgeit unb Sflufeung^ geitigt ||ier aRitte September unb ijl 
nad^ S)iel t)om fianbmann gum rollen ®enuffe geliebt unb gu jebem 
Sfonomifd^en ©ebtaud^e, gu Salmerge, SSßelten, SBein, Sfftg d ortreff (i$. 

(Sigenfd^aften bed SBaumed: ber Saum mdd^St nod^ SDiet 
au6erorbentIi(!^ ftart, lommt in {ebem aud^ fd^led^ten Soben fort, gel^t 
l^odb in bie Suft, it)irb eid^engrol unb alt, unb ift, menn mel^r audge« 
mad^fen, auSnel^menb frud^tbar. 3)ie @ommertriebe flnb fiart erb« 
braunritl^Iid^, flart unb in bie 3(ugen fallenb punftirt. S)aS Statt iji 
giemlid^ grog, 2" breit, 2%*' lang, nur beim SluSbrud^ etmod fein moQig, 
fp&ter glatt, fd^iffformig aufroSrtd unb mit ber ®pi^e etmaS abm&rtS 
gebogen, lurg ooal; oft runblid^, mit fiarter, ^alb auStaufenber @pt^e 
unb nur fein gegal^nt. S)ie unteren 931&tter am triebe flnb betrdd^tli«^ 
grSger (mel^r eirunb ald eiförmig, 2^^n). Slugen ftart, l^ergf Armig, 
fpi^, etmaS abftel^nb, ft^en auf breiten, fc^mad^ gerippten Stugentrigem. 

Cbetbiecf. 

*) ^od^ l^aBe i^ aud ben Detf^iebenen Slngaben beff e(6en mir no4 ntd^i ft^et 
abflta^iten !5nnen, o5 er, ^ie ti fd^eint, einen f&uerlid^en ober ffl|fAiietii4en 
(Scfc^madf affein alS 9Ru8!ateUergef<i^matf ftfterd begei^net f^ai, ober bie fo be« 
f^riebenen Srflc^te in feinet (Segenb suglei^ nod^ ein mfidlirted ®en)fir} batten, 
nad i^nen ttioa ^ier fehlen !5nnte. D. 



2;+i 



No. 104 1i)lt%ttMM\^998ltMln. il, 2. 1. 2)ie(; n, 2 b. £uc; Y, 1. g. 












Pie 7tan}9ftfd|e PufkatelUr* * f 6. 

^eimat^ unb Sorlommen: S)iel erlieft fie ouSi^oHanb. 3{l 
iereitd {<|0n lorit Derbreitet in X)eutf(ISflanb, nie fte e8 al8 eine giemlid^ 
grcge, gute, no(| frfll^e $rud^t Derbient 

SiteratUT unb^^non^me: ^icl bef^rtei fte im lY. ^eft, 6. 56 att 
9tan}dfif(l(e ffl^e Studtateder, DeFranoe soeteBelle. — Setgl. auc| 
tm, I, e. 589; 0(evb. e. 381; Suc. 6 168. — (Sine gute WMlbung §ai 
ba« 06^!a6inet (3ena 18ö5, bei triebt. SRaule). 

@eftalt: runbbou^igt unb fiunipffpi^; f reif elf Srntig no(| bem 
6tiel. 2Va'' brett unb 2Vt" ^od^. «on ber grigten »reite, »eld^e 
fi^ ftor! über ber aRitte nad^ bem Itel^e |in befinbet, n)5lbt Ttc^ biefetbe 
fo abnc^menb gu, bo^ fti eine ^IS^e bitbet, ouf n>eld^er fie nod^ gut 
fittfße^n fomi. — (9la(| unferer ^ormentafel »frbm oir bie ®eftalt 
in SOgemeinen IreifelfArmig ju nennen l^en. 30 



232 

Jteld^: ^üTtfc^alig, meidend toeit offen, in einet tiefen, gerdumiflen 
Ginfentung. Suf bem 9lQnbe beiielbett flod^e, beulenartige (Srl^oben« 
l^eiten, weld^e j[eboc^ bei vielen grfi^ten fehlen, n)el(§e alSbann runb 
unb eben finb. 

Stiel: ftarl unb fe^r fleißig, Va-lVi" l«»ßi P^^t auf ber 
ftuntpfen @fri()e wie aufgebrüÄ unb ift mit gleifd^mülften umgeben. 

@ d^ a I e : glatt, abgerieben, glctn^^eitb, gelblich ^ellgrün, in ber noSen 
3eitigung grünliil^ gelb, faft'gotbgelb. S)ie ganjeSc^ale ift mit btftun« 
lidf grünen giunlten flberfSet. * 

$leifd^: fcj^ftn wtl%, um bad jtern^aud Umigt, faftnoD, l^alb« 
f($meljenb, oon einem fe^r angenehmen, fügen, burdg eine feine Gfiure 
gehobenen, erquicfenben @ef(^ma(t. 

fternl^aud: nur burc^ feine itemd^en angebeutet, ^d^er tietn, 
mit Dodtömmenen, ((iimargen fternen, bie oben feitmartd einen lleinen 
^(dter l^aben* 

Steife unb Sftu^ung: bie§rud^t jeitigt im er^n 3)rittl^t (ober 
in ÜReiningen in SRitte) beS ©eptemberS unb ^alt fid^ gegen brei SBod^n, 
befonberS menn folcbe gebrochen roirb,'menn bie grüne garbe berSd^ote 
beginnt gelblich }u merben. — @ute 2;afelfru(^t , meldte aud^ Oberbiedt 
unb Sord^erS in 9)tonat8f(9tift IT, ®. 183 unb im 9laumburger S^rid^t 
für Storbbeutfd^tanb empfehlen unb meldte gemig Sebermann gef&Ot 

iSigcnfd^aften bed SaumeS: ber SBoum mad^St überouiS leb* 
l^aft unb mirb nic^t aSein fcü^jeitig, fonbem auc^ fe^r frud^tbor. — 
SDie @ommert riebe fmb runb l^erum olioengrün, oft br&unlic^ leber» 
farbig unb nur nad^ oben mit etmaS menig SQoQe bebcdtt, augerbem mit 
Dielen lleinen, Idnglid^ten, ^eObraunen fünften befe^t. — S)ad eifirmig 
eSiptifd^e, mit einer turgen @pi$e befe^te (Blatt ift ganj fei^t gegähnt, 
©er 1" lange »lattfttel ^at nur feiten fange, fabenfSrmige Slfterbiattet. 

€d)mtbt. 

2)ie Slfttiet bed ^rud^tl^olies biefet 6orte, bie \d^ von $m. 64mibt 
hdtlftf unb loelc^e ^ier 1868 |uer^ gan} bet obiaen 9ef(^reibuna entfpted^enbe, 
fe^r QUit unb [($5ne tifrü<$te Braute, {tnbbiretteUtptijc^mitattdtoufenbetlttrgec 
6pite, einzelne eifdrmig, 2" breit, 2>/4" lang, a(att ober nur unterhalb eivad 
meUtg, etmad pumfif gefaxt» f4»«<^ f^iff^tmtg unb et»a4 fti^e(fbrmia, febt 
bunfelarfln unb oUnienb, mft|ig long gcfüelt — 8Hkt^en!nofpen {egelfbtmigr 
|iemli(| fcjarf gefrijt 3. 



Nr 103. »trtllM- niClV),2.1.!Di«t; n(Tni0.2.Cl)a-«iic.;IT, 1.3. 




9n ^fu^. Cbttbietf. tt 1 e. 



^cttnot^ unb EQortommtn: birft unter obigem 92amfH btt 
^mtnoKr faft in t'brm (ir&geren ©allen, nommtUd) ber Ganbleuie, an« 
jutttffenbf, f|3(6fi {(^üfebace' Jg)aue^aU&fTu^t ftnbet fxät aiit^ btl fyiVbti* 
^im , @5lt1nq(n , Raffet , l^itä unter bem 9latnen ^funbbini , nomlt 
nan fs gemS^ntldi grigere Sirnen brjflc^nel. 06 [le {onft not^ fiä) 
pnbrt, ip mir unbrfannt ; Weifet baooti §abe i<ft feit 3o^ren »iel, felbft 
ita(b STonfrelÄ, Snglanb, Jliero in SRuglanb neifanbt, unb rourbc fie ia 



234 

Ootl^a unter bie Dotjugiioeife ju oerbrcitenbeit grfi^te mit auftmommen, 
mag fie Dcrbient. 

Sitetatut unb Gpitonsme: Gemeint ben ißomologen bisset gftnili^ ttn» 
Befannt geblieben }it fein, unb labe id^ niAtg i^r SU^nlicfeg finben Ibnnen. 3^ 
nur etfi in meiner SInleitung gur Kenntnil bed htfim Dh^ti fftr h^ü nbrb(i(^c 
2)eutf(9(anb p. 368 fura befc^riebem 

®eftalt: bitfbau^ig, etoaS unregelmft|ig unb unf5rmli(^ (meiner ber 9lame) ; 
mit einer wie aufgefegten furgen, bieten 6pite; Heinere oft jiemli^ runbKc^. <9ute 
Srfld^te, 3" breit unb ^od^; bei noilem fragen meifi etnad Keiner, 8au(^ meiflend 
in- ber SRttte, fettener ehoad me^r na($ bem ilelc^e l^in, um ben bie grud^t balb 
^lemli^ gerunbet, mand^mal felbfl )iemn<^ flad^runb, meidend aber etwad fhtnqyf 
|ugefpi(t abnimmt , unb fo meit abgeftumfift ifi , ba^ fie meifIcnS ni>($ gut at^« 
fie^t. 92a(^ bem @tie(e mad^t fte l^&ufig nur um ^/i be< Umfangd, eine rafc^e 
ober felbft ftarfe Einbiegung unb htrje, fc^neK^abnel^menbe, etmaS abgeftuntpfte 
@pite. Qreite Oeulen ^ie^en ft($ Ober ben Qau(^ unb brftngen einzelne fiorf vor, 
fo ba^ eine &eHt oft fiftrfer ifi a(g bie anbere. 

, jte((^: offen, feinbl&ttrig, meift fe^Ier^aft, )iemli4 aufUegenb, in enger, fflr 
bie 9*^4^ n^^ ^i^f^< 6enhtng, mit einigen beulen. 

6tie(: ftar!, ^ol^ig, meifi 1*4" lang, menig geirftmmt, nie eingefledft, ober 
{mifc^en einigen iBeulen in*f[a(^er ^bf)\t. 

6d^aU: glatt, gtemlid^ gianjenb, mattgrfln, in ber S^^^d^^d grfinli<^ gelb. 
9le<l^t befonnte ^aben unanfe^nlid^e , brjkunlid^e , oft eimag ftreiftge ^ade , meldte 
in ber SReife freunb(i<^er mirb« SReiftend ift bie 9löt$e unbebeutenb ober fe^U 
gan). fünfte ga^Ireic^, in ber Slbt^e n>ei|grau. 9KoftanfIftge oft |iem(id^ ^ftufid 
unb bilben um ben lte((^ ein^etne Ueberjftge. 

gletfc^: mattweiß, fc^einbar etnad fömig, boc^ fleinfrei, )iem(i4 fein, mft^g 

faftrei($, rnirb bei frfl^em fßxt^tn mürbe unb fd^mal^artig, in ber Ueberreife etioaft 

me^Kg, unb ifl oon f aft reinem, nur menig 6fture jetgenben , fein» etnaS gimmt» 

artig gemfir^ten ^näet^t\d^madt. 

, ITerni^aug: ^at eine ftarte l^o^(e 9d^fe; bte oer^ftltni^mft^ig nid^t griy^e« 

engen Kammern enthalten f^morge, meift unooIRommene iteme. 

Steifheit unb Stu^ung: meift um ben 10. September }u pfläden, (&ttftg 
fc^on frfl^er; überhaupt }u oerfd^iebenen Reiten 3U pflüden unb für bie itSi^t 
oier äBo(|en lang nutzbar. 3^^ jtod^en unb Sc^mooren ift fie gan3 oorgügKt^, 
3um Sßelfen aber mo^i bie mir bidj^er belannte befte 6orte; oie getrodneten 
grüßte metben gutferfü^ unb geben ein fel^r fc^matf^afted ®eri(!$t. 

Etgenfd^aften bedSaumed: ber fd^on in berBaumf^uCe ftar! ma^fenbe 
Saum ge§t mit ja^Ireic^en ipaupt&ften raf<^ in bie Suft , oft^renb bie S^ebenftfle 
ft4 me^r ^oriiontal anfe^fen unb bad (Angere 2:rag^ol3 ft^ ^Angt @r bilbet eint 
rei(^ belaubte iRrone, mtrb te^r gro^ unb alt, unb trftgt me^r (erangemac^fen faft 
}a^rU(^ fe^r reic^. (Sr gebeizt am beften in f(|n>ererem iBoben, mftc^gt aber auc^ in 
leichtem gefunb unb bleiben bie3rü<(te ba nur etmaS fleiner. — Sommer triebe 
lang, »enig gefniet, f c^on in ber Saumfd^ule meift mit Slfttteraugen befe^t, oUoenf arben, 
ind Sebergelbe übergej^enb . oft mit etmad @Uber§ftutd^en oerfe^en unb giemliÄ 
rei4 meifgrau punftirt. S>ad 33latt baran ift faft ftad^ ausgebreitet, fkm 
giftnienb, nur etroad abioftrtd gebogen, 3" fang. 2" breit, eOiptifq , oft jiemlid^ 
runblic^ , fein ge^a^nt, mit f$öner . meift aufgefelter epif^e. (SDie Slfttter 
ber gru^taugen ebenfo eUiptifc^, bo4 bfkerd oud^ eifbxmig , glatt, feini» 
etnad pumpfgef ügt, flad^, Iftnger ober lürjer gefpitjt, nid^t fe^r bunßigrün. äo^n.) 

Obcrbiect 



285 



Nr. 106. 3)ir Ctatlll*eim« m, 3. i. ^iel; I, 2 b. Suc; IV, l.Sa^tu 




Pie <fbitatbi«|Kttie. eageret * t e. 



^eimat]^ unb fßoxlommtn: id^ erl^ieU fte als Bergamotte 
Edouard Sageret von Ißopeleu in äBetteren unb (eobad^tete {ie anf 
dttem l^d^ß&mmigm ^roBebouni; ben id^ mit lautet angeblii^en 83erga« 
motten bq^fropft |abe, feit etma 8 Salären* 

Siieratur unb S^non^me: 3n ^apeUud S^er^eic^niB ift fte a(3 tbtsuft« 
birne IL Sflanged, ^albfc^mefgenb, von Zögeret eraogen, bev ^aum ald fe^r ftarf< 
aiflc^ftg unb ftuAtbar beget^net, unb ift flehet biefeI6e 9itne , bie Xititid^ im 
ni. S^onbe, €. 231 ald Poire Edouard (uou eogetet tn^ariS) furj olSUetn, 
gelb, f (^melaenb , |)arfüniirt , ber Bronobretien d'et6 ä^nHc^ , SRitte Slugufi reif, 
na4 ©agetet einet ber beften grflc^te bieftr ga^reägeit, aufjä^lt •) 6ine genauere ©e^ 
f^reibung fanb id^ nac^trdglic^, no^bem it^ felbft bie unten folgenbe @4t(berung ent» 
norfen ^atte, uon$reDOcft imSSüüet, ber ^artengefeHic^aft ^9louen,tom. 2. 9tr.4 
von S844. 6ie »irb im^e^e Poire Edouard unb auf ber beigegebenen Fupfer« 
tafel Edouard Sageret genannt unb ift giemlic^ ebenfo nie von mir bef c^tieben ; 

*) ^apeleu ^at aud^ noc^ eine anbere blöd ald IBergamotte @ogeret bejei^nele 
9louember « unb 2)ecemberfru4t , wtl^t^ iebenfaSd S)ittri(^ (III , 6. 220) Poiro 
Sageret fein wirb. 



236 

« 

bie Steife »trb auf ®nbe SItigufl m «nfatt| etpiemSm angegeben unb befonbevft 
ber ©cfdjmadf beS gictfdjed, »eld^ed fcftmeljenber »erbe, wenn ble tJrudjt etwa« 
»ot bet eigentlt(5en 9lcifc gebro^en »irb, wirb alÄ fe^t anfleneljm öewürjt ßelobt, 
»ie i^n baS borttge Ulima n»o(I fd^on beffet audbilbet. 2)ie @orte »icb )ut 9(n» 
pflanauna in großen ©Arten unb eaumftücfen empfohlen, fftr Heinere ©drten gebe 
t» aber beffere Qirnen, wie B^rgunofete d*et£, Gros Mosoat, Bearr4 d'Amaiilis, 
Oolmar.d'et6 etc. 

©eftalt: !reijelfÄrmifl, na* bem ©ticl ju birnförmtfl, 2V4" 6tcÜ 
unb etwa« über 2Va" i^odj, im Seufeercn äl^nH<l^ ber römUci^cn ©c^maly 
6lme. Oft baut fle [Id^ nad^ bem Stiele gu etwa« mel^r IfingUc^ ober 
Dielmel^r fpi^tger, alg oben gejei(^net, totrb aud^ am*^o(!^ftamme meifl 
fd^mac^tiger. 

ft e i d^ : fel^r f (ein , meift ganglid^ fel^lenb , \o bag man bie 3nt<l^t 
bie Jterd^Iofe Sime nennen I5nnte. S)ie ^eld^einfentung ift oft tief unb 
trid^tcrförmig; oft auc^ nur feiert. 

Stiel: bünn, l^otgig, gelbbraun, nac^ ber 93ime gu gelb, obenauf 
n)ie eingeftedCt, mit etmad t^letfd^ umringelt« 

Sd^ale: glatt, citronengelb, mit roftfarbenen fünften unb i^ledCen, 
an ber Sonnenfeite etmaS gerottet , bod(| nur in r5t^lid^en fünften be« 
ftel^enb« 

g l e i f d^ : gelblic!^ meig, feft, abfnadCenb ober rauf(i^enb, red^t ange^ 
ne^m fftuerlid^ füg unb faftig, bod^ nur non fdgmad^ gemurgtem ®efd^mad(. 

ftern^auS: mit giemlid^ niel Steind^en umgeben, fterne giemlid^ 
gro§, fd^roarg. 

Steife unb 9lu^ung: in Weiningen reift fie meifi ben 10. bi8 
20« September , 1855 felbft Snbe September; im Suguft ^atte id^ fte 
nod^ nie« ©auert l^öc^ftenS 8 Sage, Inbem [ic fd^neU teig mirb. — 3P 
immer eine gum 9lol^effen brauchbare unb megen il^rer nid^t gu geringen 
@r5^e aud^ fftr bie ^irt§fd^aft geeignete ^rud^t, bie n^eitere Sead^tung 
oerbient. 

@igenfd^aften bed SBaume8: nac^ ben bamit gefertigten ^robe» 
gmeigen ift ber SBud^S fraftig unb bie Sorte gur ipoc^ftammform taug^ 
lid^. S)ie iCragbarleit ift fe^r gut. — SBldttcr langettförmig, 4^n* 
lid^ benen ber €oloma*S ^erbftbutterbirne ober oon SiegeU SBinterbutter« 
bime, 1— 1 V4" breit, bl8 2Va" long , biäroeilen eCiptifc^ unb eifJrmig, 
glatt, fringe{ägt, meift langgeftielt. — Slfit^enfnofpen giemlid^ fpt^, fafl 
fted^enb, gelbbraun. — Sommergmeige grftnlid^ gelbbraun, gegenüber 
tSt^lid^ gelb, biSmeilen bunlelrot^braun, fein, meiggelb punitirt« 

3. 



237 



No. 107. »fe ffitffcntmk I, 3. l, a)iel; I, l b. £iic II, 1. 5aM. 




Jlf iOfllrumb* 3)iel (o. SWons). •• 8 



i^eimatl^ utib S^orlommen: biefe loa^tl^aft beltcote September« 
Hme ergog ipcrt ijan ÜRonS (ßatalog, Serie II, ffit. 987) unb Benannte 
fif na^ bcm berftl^mlen (S^mifer. Sie ifl nod^ Sufierfl n)fnig t)et^ 
breitet unb ftnbet fU^ ^Ibft -in belgifd^en Satalogen je^t ntd|t mel^r, 
nerbient aber reil^t ^ufig angebaut gu n)erben , gumal fte aud6 augerft 
Wnt, ftfi^tragcnbe ^^ramiben auf Sßtibling gibt. 

Siteratttr unb Spnon^me: 3fl nur erft von IDiel in ber sn^eitcn ^otU 
fefung bed SatalogS für) (^avalteri|l«i unb finb G^non^me oon i|T ni^t bdannt. 

©eftalt: meiften« freiielfSrmig , 2V4" breit unb 27^" ^odö, an 
^^romiben oft 3" l^od^; man<|e neigen ftarl gum Jtonifd^en , tteinere 
^d^te auf $0(i^ftamm finb oft nid^t niel breiter ald l^o<!§ unl mi^ beut 
Stiele me^r gugerunbet. 9)er Sbau^ fi^t etmad nie^r, unb bei ben 
tonifc^en ftart nac^ bem fteld^e ^in , um ben fie fid^ fo gurunbet , bafi 
fie gut auffielet, ffla^ bem Stiele mad|t [\t eine fanfte Einbiegung 
unb turge, ober etnmS längere, oft wenig abgeftumpfte Areifelfpi^e« 

ftel(|: Ileingef pi^t , l^artfd^alig , offen, oft faft fel^Ienb, in ftoä^tx, 
oft an^ tnger, giemlid^ ebener Sentung. 



238 

Stiel: fiod, gerabe, (olb lurj imb etwas ftetf^ig, batb inel^ 
l^olgig unb gegen 1" (attg , ft^t wit eitigeftedK ober gel^ mh einigen 
^(elf^ringeln in bie ^(|t über* (Sine ^teifd^wulft ber @pi^ biegt 
nnb br&ngt i^n gen>ft(nli4 etnNiS gur @eite. 

Sd^ale: fein, nom Saume mattgt&n, in ber B^^fl^^S i^^i^ 
bO(^gelb. fRit^t ftnbet fi<l^ nid^t, aber gimmtfarbige dtoftpunlte finb fel^r 
läufig unb bilbet ber IRo^ oft Uebevgüge. ®eru(^ ift fd^wad^. 

3Ieif(|: gelblid^ weig, fein, fteinfrei, gang fc^meljenb, fe^r faft« 
reid^ , oon belitatem , erquidfenben , fü^melnigen , fd^ad^ gimmtartigen 

JternbauS: ^at nur eine feine unb {(eine l^o^te Sd^fe; bie Jtam^ 
mem finb ger&umig unb enthalten oottfontmene braune JCeme. 

Steifgeit unbSlu^ung: bie^c^t mug nod^ grün oomOaunie, 
ift inbeg auf ben $flüd(epun!t nid^t bef onberi eigen , geitigt in uKirmen 
3a|ren f<(on gegen bie SRitte bed Septembers , in falten etmaS fp&ter, 
^&lt fi(^ in ber 9ieife , ol^ne gu oerberben , gtemlid^ lange , unb ^ot atS 
Stafelfrud^t ben ©efd^madt, ber bei Men o(ne SuSnal^me beliebt ift 
SBie fie fonft benu^t merben Iftnnte, ifi nod^ nic^t erprobt 

(Sigenf(baften beS Saumeä: ber Saum gebeizt in leidste» 
unb fd^merem Ooben , mSd^St fd^bn p^ramibat , treibt gem&gigt , fd^eint 
nid^t groß gu merben unb mirb frfi^ unb fel^r fruchtbar. — Sommer» 
triebe gerabe, laum etmaS getniet, menig abne^menb, fein unb nid^t in 
bie Sugen faDenb punttirt, br&nnli(b olioenfarben, in maiul^ Sabren 
ins Sebergelbe übergel^enb. — Statt beS SommertriebeS: mittet« 
grog, langetfirmig ober me^r langlic^ ooal, gicmtid^ flocb ouSgAreitet, 
gtangenb bunfetgrün , mit meiftenS auStaufenber Spi^e unb nur fd^ 
feid^t unb fein gegähnt. Slfterbt&tter pfriemenfbrmig« Sugen tonifd^, 
fpi^ , giemlid^ obftebenb. «ugentr&ger flacb. — ({Mc 6 1 d 1 1 e r ber 
fjruddtaugen Ianglid| eirnnb, oft linglii^ eiförmig, IV4— Va" breit, 
2— 2V4" lang, glatt, febr fein unD ftumpfgeffigt. 3.) 

Oberbierf. 

KB. 2)aS o^cl^itbete (Ercmpto ifi am ^o^flamn et|ogen. 



239 
N<V 108. 9U lllfltllil* I, X 1. ^it(; H, l a« Suca«; ▼, 1. ^a^n. 




Pif %il(ttfMtlA. ^(C* *« t 6. 



^eimatl^ utib 9}ottommen: nurbe von S)iel bem ^rd^enn 
9mi Kcl^t^al, bamalS SBicq^t&ftbeitt be8 aOgemriticn 9()icQattoiiS* unb 
CTininobtergerii^S fftr Sft|men (n $rag, ehiem rifrigen pomologifil^m 
SoT{(l§ct unb S^riftfteaer genibmet — 3ft/ ioi< <S f^^nt, nod^ loenig 
in beutfd^en (B&rten }tt finben , oerbienf aber meitett Serbreitung* 



240 

£iteratut unb Spnoti^tne: Sle^rrntl^alS %tünt t^txhfihuiitt' 
Birne. 2)ieU Sergetd^mf, II. gortfetuna, €. 9^, 9lr. 361; 2)ttitt($ I. SRro. 93, 
G. 595. -- 2)er itürge loegen ^aben wir oen i^r oon ^iel gegeBenen SHamen iit 
ben obigen oernanbelt. 

©eftalt: mittelmägifl grog, bicfbaud^ig , 2-2V4" I^^^it »nb 2% 
m 2V4'' l^od^. S)ie graste »reite in ber SRitte n)5ttt M ^^^ 9^4lt 
fanft abnel^tnenb ttad^ bem fteld^e gu , eine S^ad^e bitbenb , auf meldtet 
fie gut auffielen tann. 9lad^ bem Stiele ^in nimmt fie oft ftarl ob 
nnb enbigt in einer ftumpfen @pi^e. 

fte((^: offen, l^attfciialig, ft^t in einer ebenen n>etten <Sinfenhing. 

Stiel': l^oljig, Va-'/i" I^ng, l^ügrfin, fte^t etmaS fti&ief auf ber 
^rud^t, wxt eingeftedt, ol^ne ®tiel^5^(e. 

@d^al.e: l^eOgrün, etmad tau^ anguffl^len, mit serfpret^em 9toft^ 
meldtet inbeg bei mand^en t$rfi(^ten fe^It. S)nnfeIgTüne fünfte )a^U 
teid^, im 9%ofte ftarl, braun. 

Steif d^: fel^r meifi, faftreid^, butterl^aft, fc^meljenb, oon einem an* 
genel^men feinen, eigenen iBergamottgefc^mad. 

fternl^aug: flein, mit engen jtammetn« S)ie Sd^fe ift l^ol^l. 

Steife unb SRu^ung: bie f^rud^t geitigt in ber ^dlfte beS Stp* 
tember8 (in 9teiningen meifl erft @nbe (September. 3.) unb l^Ü ft^^ 
Ifll^I aufbemal^rt gegen 3 SBoc^en« €ine nortreffUd^e 2;afelbime unb gu 
jebem anbem 5ronomif(|ien @ebraud[i geeignet. 

(Sigenfc^afien beS 8aumejS: lebhaftes, gefunbei( SBad^dt^um unb gto^ 
^nul^tbarfeit empfehlen i§n }ur Xnpflangung. — 2)ie Gommertriebe, oUoengrfln,. 
D^ne SBoQe unb @il5er^äut(^en, flnb mit vielen feinen mei^Iic^en fünften befe^t 
2)ai5 gto^e , runblid^e a3(att , mit aufgefegter langer , fc^arfer 6pite , ifk auf ber 
Obern ^lAd^e bunfelgrasgrAn , glattranbig unb nur nac^ oben bin gan^ fei^t ge« 
bogt, gegähnt. Z)er 2" lange »lattflieC ^at leine «tfterblAtter. 2)er 8Iattr 
ftiel ber Snu^tbiatter mi^t 3 doE. S)ie fiarl abfte^enben, fc^arffpi^igen SCugen 
ru^en auf wulfligen ^Irftgern. ©c^mibt. 

Slac^fd^rift: gn 9Reiningen erjog i^ bie f^ruc^i meift fflrjer gebaut, fa^ 
runbliA ober etnad freifelförmtg mit Eurser Stielfpife, bifiweiten ebenfo breit »ie 
bo($; jte nimmt alfo aud^ biefe joeite gorm an, unb §atte biefe aud^ bei Ober» 
bied in 9{ienburg unb geinfen , welche tflr^ere %otm inbe^ nur tion )u trotfenenr 
IBoben ^erjurfl^ren fc^eint unb fic^ in fo((^em bei tiic^t loenigen anbem ^üd^tett 
finbet. — Si^re Blattform ifk fe§r auflgeietd^net, i^ nenne fie breit« 
elliptifc^ unb ffige eined ber am fd^bnflen audgebilbeten Slfttter bin}u. ^0^ 
mut man bebenlen , ba6 ni4t aSe 8l&tter biefe gorm ^aben. Stete flnb auc^ 
eaiptif(| unb eifbrmig, unb befonberd nur bie langgejiietten )6lfttter am gnul^tl^olge 
unb bie in ber 9Ritie ber ^ommerAveige fiebenben ^aben ben tettfbrmigen Xnfat^ 
am Stiele am parfften; fte finb IV«— ft^" breit, mit ber oft »/«" langen ©pHe 
unb bem Idlfbtmigen etlelanfat bi« 2*/4" lang , faft f&mmtlic^ untetS^oCb {m» 
»oKig, meifl gan^ranbia ober bo<j^ nur an ber Bj^t beutli(| gejabnir bie €^ife 
)urttagebogen, einzelne Jd^ifffbrmig unb ettoad zellenförmig, |temlt($ bid! unb ftetf^ 
w^ reid^ geabevt. — eiatl^enfnofpen furafegelfbrmig, faft §«lbntnblii|, fanft« 
fiefpi*t. 3. 



241 



No. 109. iMmefVtwenmteiMnie. n, i. i.2)iei; n, 3b.£uc.; iv, i. Sa^m 




iftnitr yomfriiii{etibiciir. mtl. * ff e. K. ! 



ipeimatl^ unb Sorlommen: S)iel erl^ielt blefe ^rufj^t 1816 DOn 
^emt Dan SRonS unter bem Slomen Oraoge de Vienne. ;3n oan 
9)ton3 (Sataloge finbet ftc^ biefer 9tame nic()t, aud^ nic^t in ie^igen 
beldif^en (Katalogen , unb ift n^t belannt , mtf^tx fie ftantntt , unb ob 
fyxx oan SRonS etma il^r (STjiel^er ift. Bte ift nbc^ fel^r/nenig oer^ 
breitet, Derbient aber fe^r, oerbreitet }u roerben. 

£iteratut unb ^pnonpme: SDiel, 9l.5tO. m, e. 245. 69non9me finb 
ni<l^t bcfaimt. 



242 

®eftatt: Breit oBgeiiuiitpft Iteifelfftrmig, «oiu^e d^eoiplote l^ofeeit 
otel S[e]^nli(^lett mit einet Heineteti beuifd^m 9lationaIbergamotte unb 
)eigen ungleid^e ^Slften. Oau(9 flarl nad^ bem JCeld^e ^n, um ben fie 
fUulrunb ^^ toftibt. 9ta(( bem €ttele enbigt fte o^ne (Sinbiegung mit 
furjer, mel^r ober weniger abgeftumpfter @ptt;e. <8ute ^d^te oom 
^^o^fiamm 2^U'' breit unb 2V« — 2*/,'' ^od^ $tad^e Seulen taufen 

Aber bie $rud^t unb bringen einjetn fld^ breit nor. 

Sttl^i fuvsBIftttcig, |arifij(and {na^ 2)iel etmaS ^itförmig auRtegenb), ft|t 
in gerftumiget, liemlid^ tiefer eenfmig^mit fia^^tn Oeuten umgeben. 

6tie(: §ol)ig, 1— iV4''Iang, ftt balb tote eingeflctft, hatb in einer %xtmXi^ 
tiefen (d^Iung, mit einigen g^^f^ringebi umgeben. 

64 al«: f^n» glatt, }iemHd^ glftn^enb, oom f&aumt geORd^ gtfln, in bcr 
Keife ^ge((. Kdtl^e fe^It. ^unlte |a((rei($, «ber fe^r fein. Oenu^ f^om^. 

ISfleif^: oeiB, um baS iteml^ftttg feinbmig, obfnatfenb, in ooSer Steife 
(olbfd^melgenb, faftreid^, oon angenel^mem fe^v ffl|en ®efij(matfe. 

Iternl^aug: ^at eine ^o^Ie Xd^fe; bie itammem finb oerldttnitmdftig fletn 
unb enthalten eifbrmige f^mor^braune kerne. 2)ie Itel^rb^re ge^t breit etioai (etob. 

Steifheit unb flutnng: ^eitigt in mannen Sauren gleich na^ bec SRittc 
beg 6ef>tember, ift felbfi gum 9io|genu( angene^, fel^r gut aber |um Stoßen uttb 
SBeHen unb mu^ guten ^onig geben* 2He grAiiftte zeitigen ouf bem 8mnn nt^t 
)UgIeid^, mag ben ©ebraud^ oerlftngert. 

^igenfij^aften beg BaumeS: berSaum mad^dt ilar!, gebeizt in (eid^tem 
unb fdl^merem Soben , bilbet na4 ^e{ eine oielftfHge , bo(| gut belaubte Itrone, 
bie oft (fingeftfle mad^t, unb i{t baburd^lemittic^, ba| bie ^ftrferen 6ommertriebe 
felbft f(^on in ber 8aumf(|u(e oug ben unteren Itugen gern tuc^, oft bomortige 
Srud^tfpiefte treiben, bie nad^^er balb ^rud^tougen entmitfeln, fo bof ber 9aam 
frü^ unb reic^Ii^ trftgt SDie Gommertriebe finb fiar!, nur etmad gelniei, nai| 
oben moSig, (eberfarbtg, oft auc^ br&untid( oHoenfarben, bolb siem(i(| ftarl, meifteni 
tebod( etmad ^etftreut unb nid^t fe§r in bie 9ugen foEenb punitirt, mib bilben 
bie ftftrferen triebe ^ftufige 8l&tteraugen. 8Iatt mittelmäßig gro|, fafi fLa^ 
ouggebreiiet, in bie $b|e Ite^enb, li t" breit, 3" lang, nA^ert flc^ ber (dngUd^cn 
€iform, nimmt ]ebo(^ aud^ na^ bem Stiele l^in mer!Iid( 9ih, )at fd(5n auglonfenbe 
6pi|e unb ijt nur fein unb fdftmad^ ober aud^ gar nid^t ge^a^nt. Cd brid^t im 
8rfl|Ung etmag feinmoBtg aug , oerliert iebodft auf ber oberen Seite bie SBoUe 
balb unb iil fpater glatt. — (2He »(fttter bergrut^taugen finb eUiptif«!^, 
aud^ öftere (anjettfbrmig unb mieber eiförmig , IVt^' breit , mit ber oft longg e» 
fogenen , mei^ auSIaufenben 6pite big V/a" lang , moDig , ganjranbig. 3a§tt.) 
— a)ie «fterbl&tter finb pfriemenförmig, Xugen breit, fpij, ^erfförmig, am untern 
t^eiU beg gmeigeg gan), na(^ oben faft anUegenb. Kugenirftger, aiemKd$ fUi<|. 

OberbieiL 



343 



No. 110. Jie Sittrntmt* n, l. l Xitl\ I, 2 K Suco«; ni. i. SaJ«. 




fit Ibkefkime* * ff e. 

Xot^punftirte £ie5edbint. 2>iel (^u^amel). 



^cimal^ unb Siorlommen: alte fransoflid^c, aber bereits (miii 
in ^utf ertaub vielfach wxbxtitttt ^ixat, in grantreid^ Poire d'A'moar 
nnb Ah mon Dien genannt^ »eil Snbvig XIV. beim Xnblict 
eines DoOb&ngenben SonnteS bie Sßorte Ah mon Dieul ausgerufen 
^abe. Snbere leiten eS von einer Sbtei D n M o n t Dien ab. 

£itcratttr unb e^n^n^me: IDicI HI, 6. 96. 2)ie 9iot^f)ttnf tirte 
2ie(eS5irn«. Tlttltt, CUtintmpe, 2)u|^amel, SRaper, Ktafi, Anoop kannten ftc. 
2c|t<ret nennt fle lUgleiA Oeiegend« Peer (gcfegnete 8irn), Moat 
Dien unb Jargonelle aUntosne ((erbfi|argoncne]. Vta^etK ^erbfl» 
^oraoneQe III, 6. 262, tab. 71 pa^t weniger auf fle, a(ft feine S^ommeriataoneue« 
bid^ ergibt nur i^e Seife }ti frtt| (anfangs eeptemberd) an. — gintiSfebeSs 
birne ifi na<b f« Pon* pioe. fidler bie ri^tige, er fiai fle nur }U grok unb in 

Sverfc^obener ^^nn abgebilbet. — ^ie Sieb eg birne beft %. C. ®. XYII, 
. 371, 9lr. 06 ifi eine gang anbere Srnc^t 6benfo XIX, 6. 102, 9x. 103, 



I 



ifi eine gang 
bie Siebc^endbirne; e< ifi biefe bie STeiBner Siebc^ebime. — (S^rift'd ftbnpb. 
6.180 nennt fie ^aberbime. Ah aon Dien, Poire beulte, Belle fertile, 
(Ait aber 6. 191 fiinfd Siebeitbime ebne ®runb getrennt. — SRaper nennt fle 
au4l^ Mandieu unb Cat.LoDd. Mondiea TAbondanoe. — Oberb. fanb, ba| 



244 

2)ield Sargonctte, 9{. itC. III, S. 304, tro| bec oBwei^enbni e^teibcrt linb 




bie in (Snglanb fo (et^t unb toel^e au(^ in 2. O. ®« XII, e. 22, tab. 1 M 
9Baif(^e Sime ober SatgoneQe abgebiibet ifl. 

©eftalt: birnförmig ober nod^ me^t Ireifelföcmig, Dom ^od^ftamm 
2'' breit unb nt(!§t gonj 27i'' lang, an fugenblic^en SBaumen aud^ groger. 

^eld^: blättrig ober noc^ öfterd kornartig, oft unregelmftgig, ^aI6« 
offen, oft, aber nic^t immer mit Keinen ^leifc^perlen rofettenäl^nlic^ 
umgeben. 

Stiel: nac!^ bcr Slrne )u gelbgrün, roie fteif(^ig ober in ^feifc^ 
ringeln, obenauf ober neben einem ^ödfer fd^mac^ oertieft. 

€ (^ a 1 e : glatt , fteUenmeife jeboc^ fein rou^ , mattgrün , fp&ter 
cilronengelb , fonncnm&rtS mit fd^onem ftreifigen Sarminrotl^ unb mit 
Dielen meiglic^en, bunfelrot^ umringelten fünften, au{^ mit vielem, aber 
nur um bie ^eld^n)5lbung ^erum mirtlic^i gufammcnl^ängenbem SRoft, ber 
baS diotfi meift oerbüftert. 

§leifc^: gelblid^ roeig, fein, raufd^enb ober etnoag ablnadenb, boc^ 
f aftrei^ , oon re(|t gutem , etmaS parfümirten 3ud(ergefd^madt , nur bei 
nid^t oöQiger 9ieife etmag l^erbe, (SBar bei mir nie ^erbe, fonbem 
ftarl gegucfert. Ö*) 

ßernl^aug: mit feinen ©teind^en umgeben, etmaS ^ol^lad^fig, JCam^ 
Qtern giemlic^ grog, mit eirunb gugefpi^ten, oben mit einem {leinen 
j^ödter oerfe^enen fc^margbraunen Äernen. 

Steife unb SRu^ung: 3Ritte bid @nbe September, gemft^nlic^ 
gegen ben 20. September. Sieift auf bem fiager nac^ unb nad^ unb 
lann giemlid^ lange gebraust n^erbtn. Stnmat reif, ^ilt fie ftd^ freilid^ 
ni(^t lange. ^\ alS jtod^* unb Sc^ni^birne in l^ieftger ®egenb fe^r beliebt 

Sigenfc^aften beS Saumeä: biefer m&d^St fel^r ftatt, »irb 
groB f trügt ouc^ red^t gnt (nac^ S>iet büft^elmeife) , ift aud^ für freie 
$|Sf{an)ungen gu empfehlen. — Sldtter eifbrmig, mit ^albaufgefe^ter 
®pi^e, 5fter8 cirunb unb etnniö ^ctjförmig, eingelnc aud^ eHiptifift, l'^" 
breit, mit ber oft V«" oortretenben Spitze bis 2V4'' lang, oft unbeut« 
lid^ moDig , meifl jeboc^ glatt , fein gefägt , oft unbeutlid^ unb nur an 
ber @pi^. (9lad^ SDiel mürben bie Sldtter ber Sommergmeige eQiptifc^ 
fein.) — Clütl^enlnofpen giemlid^ gro§, hirglegelfdrmig, faft runb» 
lidfi, ol^ne aQe ®pi^. — Sommergtoeige gelbbraun, nad^ obenrot^ 
braun, fel^r fein, gelblich, etmad loargig pnnitirt ;3. 



24 r> 



No. 111, Jte e^üUiftc m, 3. U a).iel; VU, 1 b. Ättc; III, 1. gaM. 




Ple Sdittlkitne. gaijn. tt ©. ^. 



^eimatl^ unb Sorfommen: finbet ftc^ in ber (^egcnb um 
. ^etntngen ^te utib ba gepftanjt unb fann oud^, n)egen ber SDauerl^af ttg« 
feit itttb beS tet^Ii(|en SttragS ber Säume, unter einem meniger günftt$ 
gern €Iima gut t^ortpflangung immer nod^ empfol^Ien luerben. 

Siterotuc unb S^non^me: (Sine Olrne beS 9{amend ftnbet man bei 
feinem ^^ti^tUtv. S)er 9{ame rfl^rt »a^rf^einlic^ baoon l^er, ba^ ein IBourn 
tiefer Wci in bet 92ft^e eined @(^u(§aufed feinen @tanb gehabt (fot. 

®eftalt: eif5rmig, nad^ beiben (^ben l^tn abne^eub unb etn^aS 
eingebogen, am meiften aber nad^ bem ©tiele ju t)etid^m&(ert unb bier 
^evö^Iid^ mit turger , birnformigcr ©pi^e cnbigenb , IV«" breit , biä 
2V4" lang, in beiben $älften oft unglei^, inbem ber SBaud^ auf einer 
Seite meift mel^r hervortritt. 

Iteld^: giemlic^ gro§, |artb(dttrig, kornartig, offen obenauf. 

Stiel: mittellang, bicf unb fteif, braungelb, mit etmaS Sß&rjd^en 
4>bet erl^benen $unlten, obenauf, mie eingeftedt* 



246 

etl^alt: tnrift elioaS rmtl^, büfter gtfitigeU, oft an ber Gönnen- 
Jette ftart catmingerSt^et , mit nielem ne^rtigen 6r&unlid^en Kofi unb 
eben fold^en fünften. 

^teifc^: grünlid^ ober gelbli(| loei^, etioaS troden unb ISmtgt, 
aud^ raufd^enb ober abtnadenb , bod^ oon ffi|em ®ef<|ma(t unb immer 
no^ rol^ genießbar. 

ftern^auSi jiemlid^ gro|, mit jiemttd^ vielen unb ftarfen @tdn^ta 
umgeben, l^ol^Iad^ftg, ftammem etnmS Pge(f5rmig, Aeme }lemU($ gro^, 
fd^m&rjlid^braun. 

Steife unb SHu^ung: ^tte bis <Snbe September; 14 Zage. 
Sparen ^auptmextl^ ^at bie ^<l^t ald ftod^bime. @ie fftrbt {l(^ im 
fto(|en brftunlid^ unb fd|mec(t angenel^m, ift aud^ ju biefem ^mtd, tro^ 
i^rer oielen Steinten im ^leifd^e, beliebt. 

eigenf^aften beS SaumeS: er mSd^St ftart, mirb fel^r gro^ 
unb l^od^, au<| über 100 ^Q^re alt, unb leibet menig in Irrten SBintem. 
Sr gebeizt aud^ in magerem Soben unb gibt reid^lid^e (Smbten. — 
Sldtter eiförmig, oft oerlel^rt eirunb, an alten Oiumen 5fter8 aud^ 
runblid^ , mit aufgefegter , meift furjer , oft fel^lenber ©pi^e , l'/4— 2" 
breit, 2 — 2V4" lang, glatt, fel^r oerloren unb nur an ber @pi^ gef&gt, 
oft aud^ ganjranbig , mei^ flad^ , f el^r bunlelgrfin unb glftngenb.. — * 
Slfltlenfnofpen fegeiförmig, jiemlid^ fd^arf }ugefpi^t, gelbbraun ober 
fd^margbraun. — ©ommergmeige oft nad^ ben ftnofpen, bie giemlid^ 
fiarf abfiel^en, gebogen,, grilnlid^ graubraun, gegenüber trübrotl^- grau, 
etmaS morgig, meiggelb punitirt, nad^ oben fd^mad^ moOig, mie gepubert 
ober etmaS ftlberl^ftutig. 



(Sin Saum biefer Gattung in meine« 93ater< harten, ber no^ 
aud be« ®ro§t)aterd ^tri ober aui no^ früherer ^erflammte, trug 
immer me^r ein, ali aSe anbem fp&ter gepflangten Simbaume ber 
feineren 6orten, bie fid^ bereit« längfl überlebten unb tot^er ab^ 
flarben , mä^renb ber alt^ 6(!^ulbirnbaum immer no<^ frafttg e|i{}irt 

3. . 



247 



No. 112. |ltt(t«ftat|t8a|«MttC n, ^l.S>icI; n,2«.2ttc.;III,1.3««iU 




• 

^etmatl^ unb SDrli^mmen: Don Siegel erhielt t(| alS Stotl^e 

Sergamotte ritte Sbvatt, bie mit S)iel8 Sefd^rettung jd^on in ber 

^onn xa^t ftimmen tooQte , aber {ie trifte an^ frfl§er unb louTbe nur 

"fyatb^, nie gang fc^meljenb. 3d^ glaubte begl^alb, ba^ S)iel bei friner 

Sef(!^tetbung bie ^d^t eined €paltetbaum8 vor fid^ gel^abt ^dbt unb 

bag fie ftd^ am ^od^ftamm (mte id^ fie ergog) fd^on onberS nerl^alten 

tSnne, benn ii$ l^atte fie anberm&rtd l^er nid^t gefeiten. — Srft auf ber 

SuSfteQung in ®otba mürbe id^ gemal^r, bag ia^, maS mir in 9)triningen 

^erbftbergamotte nennen (mte legiere Sime Dielfad^ bei unS unb an fe^r 

Dielen anbem Orten verbreitet ift) non 3lnberen, felbft OberbiedF, dtoi^t 

Sergamotte genannt merbe unb tann l^iernac^ gur Uebergeugung , b a | 

Siegels @orte beS SlamenS eine gang anbere Sru(^t fei. — 

34 fanb nun aber bie 9Ibbilbung ber Sflot^en Sergamotte in SDtaiftx, 

bie mit biefer Siegerf d^en grud^t giemlid^ gut übereinftimmf^) ; aud^ bilbeten 

^ SRai^erd Sinte ift nur gegen ben Stiel ^in etmad me^r einoe^oaen, alfo (oud^lg 
Nntfdnmg, »ie fol<(e «(Anbetungen flbtigend au^ 6ri anoeten Stützten ootfornmen. 




248 

ftroft (9tt^anbL von beut Otftt. Tab. 99 tuib 3tnl (in f. Pom. pict.) 
eine nad^ bem ©tiefe gu ftumpflegelfSrniige (Ieine8n)eg3 platt« 
runbe) unb ft a r I r o t IJ fl e f d rb t e grud^t ab , bie Sefeterer Bergamotte 
rouge d'ei^ nennt unb rotldft tebenfalld mit biefer SRa^er^fd^en im ©ep- 
tember reifenbm einerlei fein wirb. 3lnt gibt aber i^re Weife auf ©nbc 
Sluguft an. — 'Sal^rfd^einlic^ ^aben alfo bie früheren Tutoren bie l^ier Dor^ 
liegenbe @orte ober neben ber {c^t unter bem Stamen belannlen plattrunben 
©orte nod^ eine früher reifenbe Motive ©ommerbergamotte gehabt. 

• 

Siteratut unb ^^non^me: SRaner, Pom. Franc. B. 210, tab. XlIX» 

9«r. "" " -^ ' —'--»>-**— 

bie 

lot, Certean^ Parmain rouge d*et^ unb Morfontaine; 2)tt^ame(: 
Sommer« (Srafane (megen ber SCe^ntic^teit be9 Saumd). Dutntin9e ^abe 
eine rot^e Sommer^S^ergamotte ju ben fd^le^ten IBimen gefteUt. 

©eftalt: baud^ig ober runblid^, nad^ bem ©itele ju fc^roac^ bim* 
formig ober au(^ , roic fid^ biefelbe , nad^ bem Äbriffe , l^icr baut , furj» 
legelfjrmtg, 2-2V4" breit unb meift ebenfo l^odö ober 1'" l^o^er. 

Ael(^: feinblattrtg , offen ober halboffen, f[ad^ ober feiert. 

©tiel: bis IVi" lang, giemlid^ ftarf, gelbbraun, obenauf, mit 
etnmd ^(etfc^anl^ang ober auc^ fc^rooc^ pertieft. 

©d^ale: cimaS ftarf, grünlichgelb, jpater blafegclb, fonnenroartS 
unb überl^aupt faft gu '/j fd^5n carmoijlnrot]^, mit feinen grauen, bunfler 
rot^ umtreiSten fünften; bad (^Ib ber ®runbfarbe oerbeden augerbem 
noc^ rot^e Sßuntte unb gclblid^ braune SRoftftreifen , bie pd^ befonberä 
na4 bem ©tiele gu oermel^ren unb i^n gang umgeben. 

^teifd^: gelblid^ meig, fornigt, nic^t fel^r faftig, J^lbfd^dgenb, 
etmaS raufdj^enb, bod^ oon tec^t angenel(imem , fügen, filioad^gimmtartig 
gewürgten ©efd^mad. 

Steifgeit unb 9lu^ung: "SRliit bid @nbe September, 14 Sage. 

jtann gu jebem ©ebraud^e red^t mol^l bienen. 

(Sigenfd^afien bei) Oaumed: nad^ einem bamii in ben Seilen oerebeltea 
traueren 9aume fd^eint bog SBod^dil^um nid^t befonberd ftati }u fein, ho^ taim 
ed an ber Unterlage gelegen ^abf n. (Sinige junge 8&ume, bie x^ jett no(^ in ber 
SBaumf($u(e beftte, geigen aud^ rec^t fr&ftigen SDud^d. 2)ie 2:r(t^bar!eit ifl gro^ 
unb be^^alb möchte ic^ ber Sorte me§r Verbreitung wClnfc^en; ffc^er »irb ber 
Saum im^eien av^ no^l gut t^un. — S lütt er tunblic^ ober oud^ me^I&ng» 
Ii($>eif5rmig mit ^alboufgefe^ier ober audlaufenber ®pite, IVt, auc^ 2" breit« 
bid V/^* fang, moUig, gan|ranbtg, fc^iff förmig unb meUenfbrmig, oudi^ bie ®pl|e 
etwad geftflmmt. — Slflt^enlnofpen atemUc^ gro|, legelförmig, m&^ig fpii, 
wie filberl^&utig. — 6ommerg»eige befonberd nac^Oben moSlg, etn)ad läufig, 
gtfinbraun, gegenüber rotl^braun, fein weingelb punttiri. 3. 



249 
No. IIS. «ti«inr0t|e fMmtxmtXih. III, 2. i. SDiel; iy,2a2uc.;IT, 1 Sal^ib 




ytuttittotl^e |f0tnftati}nibtrne. JDlci tt «• 

^eimat^ unb ©ortommcn: ic^ciiit in gaiij ©euti4>Ia«b ocr* 
*«e«et unb ift fai bet ©crflftTttge befonb«« ^auftg gu flnbcn, wie f!e 
\^M m(fy S)!fl bamald aud^ in feiner fioll^rinfler »aumf^ute fcl&tte. 

«iteratiit unb ef^noni^me: 5)e« VITI. 6, 143. 2)«»rttuntot$e ?o. 
meran|en^tYRe. eie ^ct^t in verfd^Ubenen (Segenben 3uÄer*, ©ürj* unb 
£ontgöitne, Be« Seibettera fierbftpomeranaenbitne, in gtahlretcft na<^ 
»e^ger Orange ronge, unb betfelöe Belam fie aud^ oud bem §ortlcuIturaatten 
te Sonbon atö Ambrosia, bie nad^ bem 2onb. dat ben öeinomen Barly 
Benrrö ^at, 3m £onb. (5at. ift «Ber bei Orange roage nic^t auf Sbenatdt ^ 



V*Ä^'j ® ^**''®^'''^'*"® ««>"ean,dePape,dn bocoage,d'6oarlatte, 
«f r^ « ' Ronaaette dePoitean, beJleyerge nnb feine bet Rotten f<^t 
A^nUfpe »raune €5ommer»^omeranjenbirne nennt et nebenbei beutfdbe 
öerrcnbirnf, de Monaiear allemande, ^faff enbirne, Poire de 
Pretre, Orange brvn d'et*. - Sffe(ger itemobfl. &. 182. Dberbtetf @.389. 

©eftalt: freifelfirmlg, ber @rünen 3Binteq)omeran}enbiTne in bet 
gorm fe^r ftl^nlid^, na^ hm ©Uele ju jiuntpf fteifelfSrmlg^ nod^ bem 
Äcl^c au in eine breite glädje atgcrunbct, 2" breit unb fcfi ebenfo 



250 

^0^, aud^ 5fterS faft tugdfdnntg, bod^ bleibt ber gtigte Querburd^meffer 
in ber oberen $&lfte naäf bem jteld^e )u oorl^errfd^enb — \o befd^reibt 
fit, volt mir {d^eint, am rid^tigften 9Re^ger. 

fteld^: meift ftatt unb langgefpi^t, offen, llemförmig, mel^r ober 
meniger eingefenit. Einige Dom fiflanbe aaSgel^enbe (Sr^A^ungen machen 
bie 9iunbung oft ungleid^. 

@tiel: l^oljig, 1" (ang, obenauf mit Keinen Seuld^en. 

®(^ate: ^art/ glanjenb, gelbgrün, fp&ter dtronengelb, mit erb* 
artigem trüben Slutl^rotl^ oft gur^&tfte unb mel^r ubergogen, mit nielen 
Ißuntten, aud^ ifterd etmaS SRoft um ben Stiel. 

i^leifd^: meig, timigt, fe^r faftood, a6fnad(enb, oon guderartigem 
3immtgefd^mad. 

ßern^aud: Hein, gefd^loffen. j^ammem enge, mit oft nur meni« 
gen üottfommenen, fd^marjen, eiförmigen fernen, 

9ieife unb Tiu^ung: fte reift SJ^itte ©eptember, in ^einingen 
oft Snbe ©eptember, l^&lt etmaS früher gepflüdCt 14 ^age. S)iel empfiehlt 
bie SBirne befonberS bem Sanbmann gum [Rol^genug unb gur Oe!onomie. 
®ie liefert aber nad^ 3}te^ger bie feinften @c^ni^e unb fiftlid^e fiatmerge, 
ift auc^, mie id^ felbft flnbe, }um Sfto^effen nod^ red^t gut ^afftrt nur 
ctroaS fernen unb fäDt auc^ leidet oom Saume ab. 

(Sigenfc^iaften beS^aumeS: berfelbe mad^gt fd^neD, mad^teine 
lugelfirmige, ftarlbelaubte ^rone, ift du^erft frud^tbar, aud^ im SSfttu 
ninger @lima, er n)i(l aber nad^ ^ejjger guten tiefen 93oben unb feine 
raul^e ©egenb. — ®le id^ bie ©orte oon ÜJiefeger l^abe, finb bie Sldtter 
clliptijd^, oft eiförmig, bod^ meift nad^ bem Stiele gu etmad mintelig, 
mit auSlaufenber ober aufgefegter, meift furger ©pi^e, 2" breit, Solang, 
unterhalb unb an ber SRittelrippe beutlid^ toottig, gangranbig, n)enig 
gefaltet, bie @pi^ jebod^ öftere umgebogen unb beten untere ^^Idc^e 
uad& oben geleiert, giemlic^ groß unb lang, ©tiel oft über 2" lang. — 
aSlütl^enlnofpen gro§, furgfegelformig, runblid^, ftumpffpi|, gelb« 
braun, weil an ber©pi^e oft gelbtoollig. — ©ommergweige ctmaä 
ftufig, an benÄnofpen etroaö roeifemottig, grünlid^ gelbbraun, gegenüber 
röt^tid^braun mit nielen giemlid^ großen meifelidjcn 5ßunften. 



r 



2b \ 



No. 114. 9uit mttthtLt. IV, 3. 1. ^iel; Vn, 1 (2) b Suc ; HI, 1. Sal^n. 




lixofit jtUtbinie. XiieC (Kooop) t ۥ k: 

^eitnat^ unb ^^iortommen: ftammt aus ^oUanb. vSc^eint 
ein anä^ bereite in einigen $:l^ei(en üon £)euti(j[|lQnb bcfannt m fein. 
Sefonberg fommt fK in 3lorbbeut|(^tanb ^dufig Dor. 

£tteratur unb ©pnon^me: ^iel VII 8.189. S)anacl^ S)ittric^ 1.3.601. 
S)ie gro^e9iiet6irne. Dabbe Ire Riet Peer. — KnoopS. 8.*^ Tab. IL nennt 
Ite nebenbei Pol re deRoseau (grosBe), gu beutfc^ SRo^r» ober Sc^ilfbirn (nac^ 
i^tev braunen Satbe). — Spnonpme : $ a f e U unb S a f f c r 6 i r n c in ©oc^fvn, A n g o« 
ber ober iLOgobert bei nerfcöieb. Tutoren. — Scrgl. nod^ 9iag. ^.^.a)^ Ib07. 
6. 58: a)ieSoUänb.9lietbirne; fetner €6«ft Sanbiöfc. 6. 205. D6crb. @. 308. 



262 

©eftalt: \6)0\\ biiniövaitg, %xo% bte grSgte Svdte no^ bem fte^e 
]^in, um b(|n ^^ bie i^rucbt ^albtugelfSrmig guiDfttbt unb nur eine Heine 
^Idd^e bilber, auf weld^er fie feiten auffielen lann. 9uf ^od^ftfimmen 
mifet fle 2V2" »reite unb 3V/' l^änfte. 

£el(^:*offen, furgbldttrig unb l^aitfc^alig, ft^t metftenS ber 9S5U 
Ibung gan^ gleich auf, ober nur in riner feierten , ^&uftg mit einigen 
SBculen befehlen (£infcnfung* Oft laufen aud^ beulenartige <^^aben» 
^iten über bie |$ru(^t ^in. 

(Stiel: 1 bi^ 1*//' (ongr meiftend mit einigen ^^eifij^beulen um» 
geben, fi^t auf ber Keinen abgeftumpften ^rud^tfpi^e mie eingefletft. 

Schale: blaff eS i^edgrün, in noder Sättigung l^edgelb, runbl^rum 
mit einem jimmtfarbtgen 9ioft belegt, fo ia% man gemi§nli(^ nur bei 
befd^atteteu isrud^ten bie ©rnnbfarbe rein ftel^t. ^ie ®onnenfeite nimmt 
teilte ^hifjt an. S)ie ißuntte ftub fel^r ga^lreic^ unb fein, Don brdun« 
lieber . SRoflf arbc. 

^leifc^: ba8 ^eifdd ift mattmcig, um baS Jtem^auS fietnig m\> 
gum ro^en ©enug ni(^t geeignet. , 

Aernl^auS: Mein; bie langen Kammern finb Kein unb enthalten 
feiten oottfommene Äerne. 

SReife unb Slu^ung: bie ^ud^t geitigt gu €nbe September 
nnb l^&lt [x^ nid^t lange, miig ba^er balb nerbTau<^t merben« §ür bit 
Oetonomie gu empfel^len. 

6igenf(^aften bedSaumS: ber Saum btlbet eine breite ftrone, 
mad^t gerne ip&ng&fte, belaubt fic^ fc^ön, wäd^St ftart unb ifl felbfi in 
ungflnftigen Sagen fe^r fru^tbar. 9)ie ©ommertriebe, elmaS mit 
SBoOe bebedtt, ftnb trüb bunfeloliocngrün, on ber ©onnenfeite etma& 
br&unlid^ mit oirlen meiggraucn fünften befc^t. S)er fe^r bflnne Stottftiel 
]^at Irine «fterbtitter. S)ad »latt ift grog, eiförmig, faft flac^,. 
nad^ oorne ctmag unterm&rtS gebogen, mit fiarfer, langer, aufgefegter 
€i)i^e, SVi" (ang, 2" breit, glatt, bunfetgrfin unb mit feinen fpi^igen 
3i^ud;en befe^t. SDie unlerften SBldtter ftnb viel größer unb ^en 
fe^r lange Stiele.* S>te langen, ftarlen Sugen fielen nom S^vs^ ab 
unb ft^eu auf faft gang ungerippten Zrdgern. 

St^mibt» 

* 9ifi Quf 9Bdt(re« rei^e i($ fte noc^ obigen mit 3)iel glei^lautenben Sn^ 
^ohtn in (S.L ilL ein. % 



253 



No. 115. Silierte Wvlfelet. n, 2. 1. 5Dter; n, 2 b. Swc; IV, 1. 3a^n. 




^eimatl^ unb Sorfomineii: ift inS?eIgien ISiigev (etannt unb 
oirb boTt in brn Satimftflcfen ald gute SBirtJ^fd^ofiSbirne l^ftuftg gc< 
V(üm)t. Sd^ et|ielt bie ^froyfreifer D0it $ape(cu in Sßettereiu 

Siteratur utib G^nonpme: Bivortbef^riebflf aldRonsBelet doubl« 
tm lIBum n. 6. 119. Sinen früheren Xutot ffir fte gibt er ni^t an. ^ Qon ber 
Oroften SommerruffeUt, ®ro6en Stuffelet, le gros RoasseUt tDieCd 
$eft IT. 6. 93 tfl fie nac^ gorm unb 9leif)eit, ou(^ na^ ber Segetation, »te i^ 
bie (c|tere von 2iegel |atte, verfc^ieben. 

<deftalt: fie ift iiac!^ Oivott heifelförmig bimfdrmig, ober baudftig 
«ifinnig, b. ^. nad^ bribenSnben obne^menb, nad| ber Slbbilbung 3Va" 
^0(!^, 2V4" breit, i^icr lourbe bie ^nid^t auf ^o^ftamm nur freijets 
f öimig unb, nne fie norliegt, qu<!^ nur 2" breit unb ebenfo ^odf. ^Aen* 
foKf^ nimmt fie bie aubere T^orm am Spaliere an unb mirb bann au($ grd^r. 



254 

jteld^: flefd^IoJTen, unresclmdgig, selblid^iDoQia , {(fliegt d^atattc^ 
Tiftij(l& blc ücrtrodnctcnSBlumcttblältcr faft big gur g-nKJ^trcifc ein (»ro.). 
f[ad^ in)tj(!^en einigen beulen. 

Stiel: bünn, ^oljig, big IV2" tang, g^önll^breün , fleiDo^nHd^ 
obenauf ol^ne Slbfa^. 

©d^ate: IJcttgrfin, fpdter cittonengelb, an ber ©onnerfiite brour* 
Tdtblic^ unb faft tinggum raub gelbbraun berojlet, aud^ mit utelen unb 
üufffitttgen graugelbticben ^unf tfU; bcjonberS r«^tbar in bem böseren iftox^. 

^teifd^: gelblii^meig , ^albfein, ^albf(^meljenb , giemlti^ {aftteid^, 
fü§n)einlg, fe^r angenehm gemilrgt, bod^ obne SRufteletgefd^mocf^ fo fdbil- 
bert c« ©iport. — 3d^ b^bc mir baS glcijiib «W feft, gTübfftmifl, bod^ 
faftrcic^, fc^r pitantfüß mit angenehmem (Setoürg angemertt. 

ft'ern^aug: mit }iemltd^ ftarfen 6teind^en umgeben, Sd^fe etioa» 
bebt, Aerne tlein, eirunb }ugefpt^t, fd^marg. 

Steife unb 9tu^ung: fic reift gu (Sabi beg ©eptcmberS unb 
b&(t ftd^ ber Sefd^reibung nad^ giemlid^ lange, obne teig gumerben; Ib^^r 
aber mar fte ben 24. 6tpt. abgenommen in bcn fdmmtlid|en etma 20 
@f emplaren mit einem 3Rale ben 9. Oct, gangltd^ telg. — 3ft tnbeffen 
immer eine fd^ft^enSmett^e SSirtl^fd^aftdfrUcbt, bie audb im teigrn 3uftanbe 
gufammen^alt unb beim ^vodtnen nod^ gute ^u^eln liefert. 

@tgenf(|aften beg Saumg: !S>erfeIbe midb^t (aud^ "^Itx) fiarf^ 
ift febr frucbtbar^ mad^t fd^Sne ^Qramiben unb gebetbt auf Duilte. — - 
2)ie eidtter ftnb elliptifd^ unb breiteOiptifd^/ IV4" breit, mit ber 
Vi'' oorfretenben @pi^ 2%" lang, metft am Slattfcfume etmag woOtg^ 
fein«, oft oerloren gejdgt (nad^ SBioort ganjranbig). — Slftt^cn«^ 
fnofpen nac^ 93ioort biet, abgcftu^t, ^eObroun mit bunlelbraun unb 
grau fd^attirt. — Sommerjmeige b<(felnugfarben mit etma8 r&t^- 
lid^en erl^abenen fünften. 

3 

Xuc^ nad^ ibrem Ser^alten im ^a^re 1859, in welkem ber junge Sttum 
aubetorbentticb voU trug, unb bie graste tco^ ber Xrodtenl^eit fcb5n unb ootOommen 
»urben, glaube idf biefe 8ime ald eintrAglicIe 5fonomff(be 3ru(bt pi oermebtter 
^ffanjung empfehlen ^u fönnen. 3. 



255 



No. 116. eoiiiwft««(mbrrtte. I, 2. 1. JDicl-, n. l b. Suc; n, 1, galjn. 




Sotnmer^Hmbtette. ^iei 



• • 



t @. 



i^eimatl^ unb SBorlommen: S)tel er^telt jie 1790 aud SRancp 
Hnb |at fte in S>eutf(I^Ianb miitt oerbrtbet <^iien fräl^eren Kutor 
nmlle et nid^t ffir fie mit Scftimmtl^eit angugcben. 

Ettetatttr unb e^non^me: dr £ef(6neb fte $efi 1,6. 82 |ug(etd^ unter 
ibum fron|5ftf4en Seinamen Am breite d^et6, »obei er barauf $inioetöt, boj^ 
bte Oriae bonne (worunter eigentlich bie e!|ran35flf($e gute graue 6ommer5ime gu 
Hergeben i^, oergu bie@ute®raue) auc^ Ambrette (l'et6 unb Crapaadioe genannt 
»erbe. — Sto^rt^t ftnbet fi4 not^ über jie in (Si^rift*^ $b»b. e. 150',^tttri(9I. 
6. 82; Oberbied 6. 263;£ucade. 163; etne ^iemli^ gute Sbbilbung aud^ im 91. 
Obficab. 3ena 1857. - 3m %.0M. XXH 6. 197 %af. 18 i^ na^rf^einUd^ auA 
bte @ute graue fran)öfif4e @omntcrbime ald Sommer-SImbrette befc|rieben uno 
abgebilbei ^ $M ftmbrette ^at S^u^am. eine t)5Sig runbe auf bie oorliegenbe 
ni^t paffttitt, vom 9looember biiS Sebruar reifenbe Oirne befd^rieben. 

@e{tQlt: fumpflegelfdnnig, etnaS perSnberlid^; öftere auäftxt\\tU 
förmig, nod^ brm ®tifle gu me^r ober metiiger abgeftumpft, 2Vi bi8 



256 

2Va" bmt unb 2«/4" 5o<|, ober wie «otUgc jdgt aud^ ttlebrlgcr, bik^ 
ftetd ettoad l^S^r, toie breit. 

Äeld^: untegclmSßJfl, offen, jd^road^ eingefenft, mit eltoaS Beulen. 

Stiel: WS 1" lang, oft obenauf, ober in fleringer, mit galten 
ober mit einem SSuIfle befe^ter @n{enlung. 

®d^ale: glatt ober etmaS fein rau^, grün, fp&ter etma8 gelblid^, 
biSmeilen l^eQbiaun ger bildet, ober faft burd^auS {iarf grau ober grün 
punftirt utb etmaS berofiet. 

gleifd^: mattmeig, feintirnig,. überfliegenb, obOig fi^meljenb, non 
fel^r angenehmem, fügen Sergamottgejd^mid, ber na(2^ Oberbi:d( oftetmaS 
atantartigeS l^ot. 

fternl^aud: burd^ feine JCbrnt^en angebeutet, Sd^fe meni^ ^ol^t, 
ftammem Hein, mit nur menigen ooQtommeneu JCernen. 

Steife unb 9lu^ung: @nbe September, oft frü^r,^oft aud^ erfi 
3(nfang0 Ottober, 3. SBod^en faltbar. 3f^ eine fel^r angenehme Zifel« 
frud^t. aud^ nad^ S)iel Dom I. Slang. 

(Sigenfd^aften bed IBaumg: bie Sorte mad^t oiekn anbecen 
oorauft einen fc^önen ftarfen Saum, biefer truj jeboc^ in ^Reiningm immer 
fe^r fparfam, rotxl jjebenfallS bieSBtütl^e gegen unfere Spätfrifte empflnb» 
li^ ift. äBare bie| nic^it ber ^0, fo mürbe ic^ f^e fd^on länger me^r 
2ur 9(npflan}ung empfohlen l^aben. — 9tad^ OberbiedC gebeizt ber Saum 
auc^ in fc^led^tem Soben unb bejeigt fid^ au4 im Sanbboben, benerbem^ 
nad^ mal^rfd^einlid^ gerabe liebt, frud^tbar. — Sl&tter eirunb, bietlei« 
' neren me^r runblid^, oft ^er;if5rmig unb gangranbig, bie anberen fein% 
aber ftdarfgef&gt, giemlic^ grog, l^/i" breit, mit ber oft oortretenben, oft 
ober aud[) auSlaufenben Spi^e bid 2V«" lang, glatt, bunlelgrun, megen 
unebener Ober{I&<|e aber nur mattglingeab. — Sl&t^enlnofpen gro6 
unbbidC, Iur)fegelf5rmig, etmad fted^enbfpi^, fd^marsbraun. — -Sommev» 
gmeige grünlidftbraun, gegenüber rftt§(id|graii mit feinen odergelben 
fünften. 

3. 



257 



•Idiiiacr n$tftMa€.m(Y), 




Petntiiget Jffü^txhixnt. ga^n. ff ®- $ K- 

^t\ma\^ utib SBortommen: finbet ^üf in 9Reinmgeii unb Um" 

gegcnb ©on frfl^cr IJer oft no(| flcpflangt unb t)nfbtcnt oud^ in roul^ercn 

Sftßcn ^ortpflangung, meil ber IBaum bauerl^after qU nlcle anbeten ifi 

unb mit flrringerem Soben oorlieb nimmn 

filteratur unb epnonpme: 2)U( l^at leine SafferMrne, ebenfo nenig 
Sm^amel. — 06 fle Vit Srfl^e IBaffetBttne 2ucad, e. 210 ifl, bie Xnfangft 
M WHitit 6eptemto veift unb beren 9aum mentg tragbar ifl, ecf^eint frogli^. 
C(er fönnte e8 bie (9ro(e 93affer(irne (Grosse Aqaanie) in Pom. Frana 
ni, e. 184, tab. IX. fein, bod^ baut ft^ bte ootliegenbe geqen bie (etigenannte 
«eift »enigct btrnfdrmig, Überhaupt nad^bemeüeleiuSaraer, oft fc(b^ nod^ (firmer, 
M fie oben gejet^net tft. — (Ebenfo ifl fle iebenfaSd von $^rift*d unb IXanger*^ 
(ftngltd^sbimfdrmiger, im Suli unb Xuguft retfenber IBafferbime nerf^ieben. 



2 58 

®e{}alt: eirunb, tiad^ bem @tiele }u Im^Iegrlfdniiig , hahn auf 

einer @cite oft etroad eingebogen unb mit meift turjer ®pt^e enbigrnb, 
2 Vi" breit unb ebenfo l^0(^ ober ttxoai niebriger. 

jteld^; furj« unb fc^malblättrig, oft kornartig unb unooOftdnbig, 
l^olb offen ober gefd^Ioffen, in n)ei(er feid^ter (Sinfenfung, oon meld^er 
aus fi($ meift bie eine Seite ber Sirne mel^r dd bie anbere erl^ebt. 

@tiel: miltelftarl, ^ol^ig, oft gefrümmt, grunbraun, bid 1" lang, 
obenauf mie eingefledt. 

Sd^ale: glatt, grüngelb, fp&ter etmag gelber, mit grünlichen ober 
br&untidgen fünften unb mit gelbbraunem fRo\i um Rtl^ unb ®He(, 
(ie unb ba aud^ mit 9ioftf[e(f en ouf ber übrigen ©ideale unb bann raul 
angufu^ten. Ol^ne alled Stotl^. 

$Iei|4i: mattmcig, bvtrc^fd^einenb, grobfomig, raufc^enb ober ab« 
fnadenb, fel^r faftreid^, oon fflgem aber faben (mdgrigen) ©efd^matf, ivm 
Stol^effen nur im teigen 34^^^^^ g^^ignet. 

JCern^aud: mit giemlicb oielen, boc^ nid^t gu großen Steinen um* 
geben, IfO^lac^ftg, jtammern mufd^elfdrmig, mit mittelgroßen, Idnglid^en, 
fddmargen gum S^eil tauben fternen. 

Steife unb9tu^ung: (Snbe September bid 10. Ottober, fann 
14 Sage lang benu^t merben. S)ient ^auptf&d^lid^ nur ald Jto<l^btme, 
bie fid^ beim ßod^ien rotl^f&rbt unb fo rec^t gut fd^medtt. 9ßegen i^rer nid^t 
gu geringen ®roße unb {d^5nen Slnfe^end flnbet fte ouf ben SRSrtten 
guten Abgang. 

Sigenfd^aflen beSSanmee: er mdd^dt lebl^aft, mirb groß unb 
alt, oer jungt ficb oft mieber burd^ 98aff erreif er, bie ber Stamm treibt 
unb liefert reid^lid^e Smbten, oft fetbft bann, menn anbere Sorten fel^I^ 
f erlagen. — S)ie Slätter finb runblid^, nad^ ber etmad vortreten^ 
ben Dber aud^ auSlaufenben Spi^e gu balb'l&nger, balb türger ou^e« 
jogen, IVi— 2" breit, 13/4 biS 2V4" lang, glatt, feingefdgt, fLod», — 
Slät^enluofpen fegelfSrmig, tixoa^ ftumpffpi^, bunlelbraun , oft 
ftlber^ulig. — Sommergmeige grünlichgelb, fonnenn)drt8 ^ie unb 
ba gn5l^et, fein fd^mu^ig meig punftirt. 

2Ber unter mentger günßigen Ser^dttniffen »{langt unb 
nic^t gerabe nur 2afelfrä(|te toünfd^t, i^ut oft weit beffer, Sorten 
wie bie borliegenbe gu wallen, weil btefe alte Säume machen, 
bie teidblic^e (Srnbten liefern, menn beren gruc^te aucf^ nur al€ 
5fo(!^birnen gu bermert^jen jinb. 3. 



2r)9 



Nö- 118. etfMftt »llfftfet. ir, 3. l. (2.) JJicI; I (IH) i. B. £tic.; V, j (2). 3. 




6fftf elfte Hütetet* v. giotom. *^ f e. $. 

^eimat^ unb äSortommen: lam oon JBoQioiQfr an ^ttxn 
V. gloton» als fiousselet panach^, bo($ mar i^re Steife f&Ifd^Iid^ 
auf f^ebtuat unb W&r) ar gegeben. 

Sitetatur unbSpnon^me: $err ®cg.«9lot( o. glototi) fiefd^rieb fte früher 
f(ton Im Unberfaiai. fflr£anb« unb $oudmirt6f4. Sabra. 1837,6. 4 (bnnad^Mfte 



oon ^(otoiQ mbc^te i^r in ndtbli^en (Segenben negen €c^5n^eit unb Sruc^tbatleit 
bed 9aumed t>or (enteret ben Soraug geben. äRonatdfd^t. n, 6. 251. 

®eftati: eirunb, nac^ beiben Snben ftumpffpttj, feiten bebeutenb 
I&nger, ald bie «bbilbung )eigt (in SHttr. mx x^xt breite auf 2", i^re 
fiönge 2V4" angegeben). 

JCeI(^: lurjbl&ttrig, braijn, meift nertrodnet, obenauf, — Keld^« 
^i^Ie turglegelförmig, mit lurger fftbfixt, lebl^aft rotl^gefarbt* 

@tiel: gnm unb ^eDbraun, bid iVa lai^g» obenauf. 



260 

®6)aU: fein, glatt, gränlidfi gelb, l^efler itnb bunller irot^eftreift, 
6e{onber§ an ber ®onnen{eite, bajtoifd^eti bie ©runbfarbe ebenfaQd 
ftreifenattig burd^fd^immemb. SRit Dielen l^eDbr&unlid^m fünften unb 
etmaS taubem brdunlt(!^en Sioft befonberS um beti ftetc^i. 

^leifd^: ivet^, giemlid^ fein, fd^meljenb, fe^r faftig, Don angenel^' 
tnem, f&^en, mugtateQerartigen ®ef(^mad. — ®ttw^ fe^r fd^nad^. 

Jtern^QuS: Derl^altni^agig, mit ftarl Isolier Xd^fe, engen ftam« 
mern unb giemlid^ großen braunen ftenitiu 

Keife unb Stu^ung: bie Sirne reift @nbe ©eptember oberStn« 
fangd Dctober, nad^ unb nad^, unb ift abjunel^men, foroie bie @c^ale 
nur onf&ngt gelblu^ gu merben. Sirb mie bie ^utterforte fd^neQ 4tXQ, 
fjilt nid^t mo!ffl übet 14 Sage. @tmaS Unreif abgenommen gibt fie 
gute (Sompotd unb ift jum Srodfnen fel^r geeignet. 

SBaum: »ad^St gtemti^ ftarl (nac^ SucaS JTernobftf. ®. 187 fel^r 
ftarl), n)irb ^od^, tragt bufd^elmeife, ift befonberd bei gehörigem ©onnnt« 
ftanbe red^t fru^tbar unb fcbeint nid^t befonber8 g&rtlid^. — @ o m m e r^ 
triebe grün, mit l^eDe.r« unb buntler rotten (Streifen unb graubraunen 
{ßuniten, auc^ etma§ bebuftet. — St&tter mie bie ber Stuffeiet von 
St^eimS breitettiptifd^, bo^ oft aud^ eiförmig unb langettförmig, 
ISnger ober liirger gugefpi^t, fc^mad^ fc^iffföimig ober flad^, ber 9ianb 
meift nad^ unten etnxid umgebogen unb bie ®pt^e ebenfo gelrümmt, 1 Va 
bis IVi" bre:t, 2Va-2V4" laug, glatt, buntelgrün, ^ufig, befonbcrä 
aber nur bie jugenbUdb^n Sldtter ber Sommergmeige, mit einem gelben 
^(eden iit ber SRitte. 

3 



261 
No. 119. Sie tüwü. I, 3. L(205DleI; I(Iir), l, b.aiic;ni,l. (2.)3a*iu 




Pie Pf«rii« 2)ie(. (oon aRmiS) *« 6. $. 

^eintat^ unb Siortommen: ein SSmlhtg 9on oon WonS. 
^( erl^ielt toenigftettS bte ^fropfreifer oon Sc^tercm unb bcmerlt, ba§ 
9%eurid Oauntg&rtneT in ber großen S3aumf(|ule de la Fidelit6 in 
SrfifTel bei oan 3Ron8 n)ar. — 3ft bereits aaä^ mr^rfac^ in S>eutfd^« 
(anb angepflanit. 

£iteratttt unb e^nonpme: 2>it\fl. jt. O. III, 6.109, bie Vttuxii, 
Snrpatte Henris, ^te SebeutmiQ biefeS leiteten von oanV^onft oebraud^ten 
Körnend ^at f c^, wie e< fd^eint, oitd^ ^^^^ *t^4t re((t rrftdren fdnnen unb bte 
Sru^t be^alb unter bem einfad^en ySReurifi' oefd^rieben. — Son ber unten no<^ 
folgenben SBinter^SReurtd, Ne ober Neo plot Henris, ift bie oorliegenbe oerf^ieben. 

®efta(t: vad^ S)!el abgeftumpft legelfiroiig, einer red^t ooQIoni« 
neuen Sargen grfinen ^erbftbirne d^nlid^, mit iiemlid^ erhabenem Sou(b, 
UQc^ bem @tie(e gu fanft eingebogen, mit einer ftarten Gpi^e enbigenb. 
9la(^ unferer gormentofet werben mir bie@eftalt eirunb, nod^ bem@tie(e 



2G2 

ju furgflcbaut bimfövmtg ju «cmicu ^abcn. .3)ic®tdsc gibt Diel 2V4'' 
breit unb 3'' lang an. 2Bie fie oben aud Siegels 3^etgen Don mir 
erjogen vorliegt, ift fle unglcid^ fflrjer. 

RttS): lurjbl&ttrig, gelbbraun, l^ornartig, ettioad graurooDig, fiad^- 
ober feid^tftel^eitb, mit einigen, l^iuftg etn>ad fortlaufenben flachen Seulen. 

©tiel: ftarl, bis IV4" lang, nac^ ber©irnc jugelb, fonft braun, 
mroeilen beulig ober roarglg, obenauf mit einem §letf(j^n)ulft unb burd^ 
blefen oft jur Seite gebiücft. 

@d^(rlc: glatt, ^eQgrün, fpiter gelbltd^grün , mit beutlic^en feinen 
bräunlichen, an ber ' Sonnenfeite biSmeiten rotl^ltd^en fünften, mobur^ 
biefe bann nac^ S)iel fc^imac^ftreiftg gerit^et erfd^eint) unb mit ettoad 
9toft, bod^ beionberS nur um ben Keld^. 

^Icifc^: roct^, feinf firnigt, faftreid^, butter^aft, dou fe^r angenc^* 
mem, erquidfenbcn, fein roeinfduerlid^en 3"*ergef^mad( , bcm ber ®ra= 
fanne ä^nlid^. ^d) ^attc mir i^n angemerlt als fel^r ebel unb fü§, 
meinigt gejudCert unb angenel^m gemurrt. 

Jtern^auS: vm feinen Körnd^en umgeben, fd^mad^ J^ol^lac^ftä, mit 
nid^t grogen, länglid^en, aud^ oben auf einer @eite etmaS fpi^en fd^mar^ 
gen Äemen. 

Weife unb Siufeung: fie jeitigt ©nbc September ober Slnfang 
October, unb ift gegen 14 Stage l^altbar, bod^ Dergögert ftd^ aud^ mit« 
unter ber eintritt ber SReife unb 1858 ^atte i^ clnjelne §rüd&te nod^ gu 
Anfang beS SJlonember. — 3ft eine gute empfe^lungemertl^e Sxifelfruc^t. 

(Sigenfc^aften beS ^aumeS: biefer mä(^St nad^ S)iel unge« 
mein lebl^aft, wirb grofe unb liefert balb niele 5^^^^^» roelc^eS lej^tere 
ic^ Beftdtigen fann. Suc^ nac^ Siegel in 3Jionatjd^r. II, ©. 64 tragt 
bt-r Saum l^oc^ftcimmig in gang freier Sage uoc^ blc fd^onften, gang 
fc^melgenben grüd^te uiib tft allgemein gu empfel^lcn. — Sldttcr 
eif firmig mit auelaufenbcr ober ^albaufgejefcter ©pifee, fifterS eirunb, 
jebod^, ble Heineren befonberS, aud^ mitunter langettf firmig , l*//' breit, 
2Vj'' lang, fein, aber ftumpfgefdgt. (»Idtter nad| ©iel in ber TOitte 
am ©ommergroeige eHiptifc^, mit furger auSlaufenber ©pifcc, 2^4" lang, 
laum iVa" breit; bie unteren Sldtter, auc^ bic an ben gruc^taugen 
l^aben faft bie ndmlid&e gorm unb ©ififec. — ©ommcrgmeige gelb* 
lic^ leberfarben mit fel^r Dielen feinen ^untten.) 



o- 



263 
No. 120. SIeitof «»»tr. I, 2.1.(2.) 2)iel; I(IIl) l.a.fiuc.; II, U (2). 3- 




Cliertar Ittnier. DberbiecT. * * e. $. 

^eimat^ unb SSorfommen: fte fanb fic^ unter mehreren t)on 
Dan SDtonS ol^ne Flamen an Oberbied gefenbeten ©orten unb n)urbe Don 
Setlerem fo -benannt. 

Literatur itnb Bynonr^mt: Obetbiecf Befd^rieb fte itv feiner 9(nreitun({ 
6. 423. — 9Iu4 Siegel iti f. n. Obftf. II, S. 57 f)at eine öefc^reibung »on ijr 
DcKefert. — ©^non^me fmb nic^t ©or^anben. 

®eftalt: tl^eild fegelfbrmig, tl^eilS birnförmig, um ben ileld^ 
iiemlid^ abgeplattet, nad^ bem @tiete gu ]^in eingebogen unb etroaS 
flbgeftumpft fpife, 2V4" breit, 2V2" ^oc^. 

iteld^: offen, fternförmig, gtemlid^ tief« unb roeiteingef enf t , mit 
fiad^en oft fortlaufenben Seulen umgeben, bie gumeilen bie ©eftalt um 
rrgelmägtg machen. 

©tiet: jiemllc^ bicf, ^olglg, bi« 1" long, faft gerabe, oft ftarl 
auf bie @eite gebogen, mie eingeftccft ober fi(| ol^ne älbfa^ in bie 
3ru$t Derlierenb. 

©d^ale: bünn, genießbar, mattgrün, fpäter grüngelb, mitunter 
fd^SKi^ rStl^lid^ angeflogen, mit l^äufigen oft bur^ 9loft oerftedten 
$ttnlten, ber fid^ l^te unb ba befonberS um ben ©tiel aud^ anläuft. 



264 

§ le i f d^ : mdBf fein ntflBfitt ried^enb, f^melgeiib ober l^(bf(^met)enb, 
faftteic^, Don fügmeinattigem roftgen ©ejc^macf. 

jtern^aud: Heiti, flefd^loffcn, ftomtnem enge, Stttnt Iftiifllid^, (raun, 
auö^ oben mit einem Ikinen Anlpfd^cit 

Steife unb 9ttt^ung: jeitigt im September, biSmeiten frfll^, 
btSmeiUn fp&ter, {e na(^ ben Sommern« ;^m S^^^e 1858 mürbe fic 
l^ier lOie bei Siegel erft (hibe September nnb KnfangS Oltober reif. — 
Oberbied l^lt nad^ eigener fp&terer Slittl^ilung in üRonatfc^r. IT, 
@. Iä7 bie Sorte für entbel^rlid^, unb oud^ Sieget legt i^r menig SSertl^ 
bei, meit fie fe^r ft^nell teig mirb, boc^ ift ber ®ef^mad ber 
93ime gut , menn ouc^ nur f(|iDO(^ gemürgt unb fie bleibt aud^ nic^t 
etma gu Hein, fo bag fte bod^ immer beibel^alten unb weiter beoba<^tet 
)u merben oerbient. 

(Sigenfcbaften bed Oaumed: nad^ ben g^robegmeigen, bie id^ 
baoon fertigte, tjl ber Saum fc^macbmflc^ftg, aber frud^tbar. 9tad^Ober' 
biect gibt er fd^5ne ^ramiben auf SBilbling. — 2)ie Cldtter iuib 
eirunb, mit nid^t langer auSlaufenber Spi^e, oft eiförmig unb eOipiifcl^, 
giemlid^ beutlid^ moHig, gangranbig, flad^, meift langgeflielt, IV4'' breit, 
2V4" lang. Stiel IV löttß- — »tflt^enfnofpen furgfcgelfJrmig, 
faft runblic^, ftumpfgefpi^t, Taftanienbraun. — Sommer gm eigegrfln» 
lid^ gelbbraun, mit fe^r feinen gelblid^cn ^nlten. 

3. 



260 



No. 12L 9wHt fßfut. Illt 2. 1. S)iel; I, 2 b. £uc.; lY, 1. 3^^ii. 




fünit Ißixnu Obetbied. tt @* K. 



^eimat^ unb ißotlommen: fci^dnt biS^tr nur in ber @egenb 
Don ^antiODer \t^x Detbreitet, wo fte DieHeid^t entfionben ift, unb namtnU 
I{$ caiify in ben @ärten ber Sanbleute ald 9 u n t i e b i r n fid^ fafi 
übcroD finbct. ffiiib P(§ fonfl nur finben, wo^in i^ ^fropfreifcr fle* 
janbt ^be , Derbicnt aber a(8 eine befonberg gute ^auSl^attSfrud^t rDtU 
lere ißerbreitung. 

£iteratttr unb epnonome fel^Ien. 34 Babe oon ibr in meiner ^Xnlei« 
<>n9 )ur Vllanjung beft heften CBfIed ffir Storbbeutf^Ianb' e. 081 9la4n4t gegeben. 

«eftalt: neigt flort jur eiform, 2V4 — 2Va" breit, 3" ^oif. 
6au(^ jientli^ in ber SRitte; nad^ bem Jtetd^e nimmt bte grud^t ftumpf 
gugefpi^t ab, fo bag fie nid^t auf fiel^en lann ; nad^ bem Stiele n immt jie 
li&rfer meifienS mit fonften Einbiegungen ab unb ift etmad albgcftumpft. 

Sttl^: (artfd^alig, offen, fte^t mit ben Su^fd^nitten in bie $5(e 

3IafMstf« 4>aftb»ii4 bct DBilfunbc U. 18 



266 

ttttb fl^t oben auf ober nur gatt) flad^ oertieft , umge&en mit feinen 
Seulen, bie al3 f[ad^e (Srl^aben^eiten über ben Saut^ laufen* 

Stiel: bidf, ^oljig, l-lVi" ^nß, PlJt wie cinßeftecft, unb ift 
bur(| eine $(eif(|i»ulft gemil^nUd^ etmag gur @eite gebogen. 

@(^ale: etn)a3 bid, .giemlid^ glatt, gtftngenb , grünlid^ gelb, im 
Stegen fc^ön l^eQgelb. ^ie @onnenfette unb meift nod^ ein X^^i ber 
©d^attenfeite ift burd^ rotl^e ^reiSd^en, meldte bie ja^lreid^en ^unlie 
umgeben, fe^r bunt gefd^mfldt* @tart befonnte ftnb jmifc^en biefen 
ftreiäd^en nod^ leidet rotb getufd^t ober punitirt, fo ba§ bie t$ru(^t ein 
lad^enb fd|&ned Snfeben geminnt. ' ^unlte auf ber @onnenfeite n)ei§« 
grau unb ftarf; auc^ feine 9lnflüge oon Sioft unb 9toftfiguren finben 
fid^ eingeln. ®erud^ fe^r merllic^. ' 

i^Ieifd^: meig ober etmad gelbtid^ meig, tied^t feinmuSlirt, ift um 
bad JCernl^aug nur etmaS törnig, faftreid[|, meift abfnadtenb, oft faft^alb« 
fd|me(genb, oon rofenartigem an^ene^men-, ftarten 3u<fcrge((^ma(fe. 

Äcrnl^aud: b<tt etmad l^o^Ie Sd^fe ; bie giemlid^ geraumigen ßam^ 
mem entl^alten tbeilä noQtommene, tl^eilS unoolHommene fd^margbraune 
fteme. fteld^rol^re lurg. 

Steifgeit unbißu^ung: ^ftädegeit meift äflitte September ; ^ielt 
ftd^ mehrmals bid 'tKitte Ttonember unb ift gut 6 Sßoc^en für ben 
^auSl^alt braud^bar , fomol^ gum ßod§en , mo fte fd^ön rotl^ mirb / als 
SBelten; mug aud^ bei il^rer grogen @üglgleit guten i^onig geben, unb 
mirb gum ^nmac^en mit @enf gefd^&^t. 

@igenf4<^t^^n ^^^ SBaumed: ber 8aum ift fd^on burd^ fein 
Heines 93Iatt unb milbed , anfangs mit bornartigen ^rud^tfpiegen ner^ 
fe^eneS (SemSd^ä tenntlid^, fo bag er gang bad Snfel^en eineS SBitblingS 
IJat. (5r wirb aud^ im fd^roeren ©oben fel^r groß unb liefert mit ber 
3eit fel^r rcid^e @mbten; fein roal^reS (Clement aber fc^cint leidjterer, 
me^r fanbigcr ®oben gu fein, roo er aud^ frül^er fd^on trägt. S)le 
jiemlid^ feinen etroaä ftufigen, nad^ oben merftid^ abne^mcnbcn ®om« 
mcrtricbe ftnb J^eHbraunrot^ , reid^ unb ftarf punftirt* ©latt giem» 
lid^ Hein , beim 9(u3bred^en etmad fein moQig , an ©ommertrieben unb 
gr^taugen elliptifc^. klugen ftarf, fonifd^, jiemli($ ftarl abftel^enb; 
^ugentr&ger giemlid^ ftarf oorfte^enb. 

Obcrbiccf. 



207 



No. 122. Ktttoinclte'« entttrMm. I,3.3.3)iel-, m, l. b.Suc; III, 2. 3a §n. 




3lntotnette'0 Putterbirne. .»bort. •♦ $. 



§cimat]^ unb SJovfommcn:-SBiDOtt crjoft fic aus ©amen unb 
ftcnanntc pc nad^ feiner' ©cma^lin. $)er Saum trug j^ncrft 1846 unb 
bic %xiiiit beroa^rte il^rc (juten ©genfd^afieu auc^ 1847 unb 1848. 

Siteratur unb S^non^me: »ioort befc^rteB bte (Ytud^t im Album de 
Pom. I, ncBeti 2^af. 46. '— 5$ erhielt btc ©orte in QxDzic^en von ^ape.Icu in SBct« 
leren, gab oon festeren auc^ »ieber an (»errn Spot^efer Dr. Siec^el, (ei meinem fle 
0ereitd ebenfaSdl^ü^te (ragten, bie er inStonotöfd^riftll, @.64 furg 6e f (^rieben §at. 

• 

@cftalt: mi) Sioort birnförmig, treifelfSrmig , biöroeifen fegeU 
lönntfl, bodj f)ai er fie rein btrnförmlg abgcbtibet. Sei Siegel forool^t 
mt bei mir baute fic fit^ feitl^cr mcift birnförmig«feflel förmig, unb roic 
bte obige «bbilbung j^eigt , non 2" ©reite gegen 2V4" ßöngc.. 2)cr 



268 ' * 

Sef^reibung SioortS tiac^ ift fte nur miUefgrog, bo4 ^at er fte 3'' bret. 
iinb 3V2" ^od^ flcjtic^net. 

Jtclc^: tur^&tättrtg , ftelf, kornartig, offen, giemliil^ fe^tfle^enb, 
Dft unregclmS^ig. 

Stiel: btd 1" lang, obenauf, Ofrtiert fl(^ oft o^ne 9Cbfa^ in bcr 
filmest unb ift am @runbe fteijc^tg, na^ bem (Snbe }u aber ^ol}ig unb 
braun. 

@(^ale: glatt, gelbgrün ober grunlid^ gelb, mit oielrn febr feinen 
grünrn fünften unb (^Ifctd^en, unb etma^ 9to{l um Aelc^ unb <Stiel. 

)|(leifd): xm^, fein, febr faftreid^, butterbaft, oon rec^t gutem, fein 
fäuerltc!^ gejucferten gemilrj^afteu ©efcbmad. 

ftembaud: grog, ttmad bobl^c^fig» ^^ giemlic^ oiefett unb großen 
<Strin(^en umgeben. Kammern grog, mufcbelfirmig mit jiemlicb großen, 
eirunb gugijpijjten , mit einem S^bdtx oerfe^enen , ft§n>dr}li<i^braunen 
Äerncu. 

tReiic unb Stu^ung: SBioort gibt bie Sfteife im October unb 
9looember on, glaubt aber, bag fte ald Slooemberfruc^t betrachtet meibcn 
tbnne, obgleicb fie im erftrn ^a\)xt bei i^m fc^on im September reifte 
— mad inbeffen bei allen neu erlogenen ^^rüc^ten no(^ oariire. ^ier 
jeitigte [it feit^er regelmäßig ju Slufang Cctober unb mar um bie Witte 
biefeS 9Ronatd ftetg oorüber, obgleich fte fu^ lange, o^ne ju ermeic^en, 
l^alteh- {od. 2\^ immer eine red^t gute unb f(^&^en8n)ert§e Siafelfrttd^t, 
nur gibt e§ ju i^rer ^txt fc^pn niete anbere« 

Sigenfd^aften bed Säumet: bie baoon gefertigten ^robegmetge 
geigen ein gejunbed fr&ftigeS SBacb^tbum,' bod^ mirb ber Saum nacb 
©ioort nur mittelgroß , ift aber fe^r frud)tbar. (Sx empfieblt bie 6r- 
gifl^ung auf ffiilbling für ^ramibc unb Spalier. — S)ie .©ffttter 
ftnb eiförmig mit oerlAngerter Spi^e, auc!^ öfterS eirunb, 2" breit, 
mit ber oft V4" oortv/tenben ©pifee 3'' lang, fein, etroaä feiert unb nur 
an bem oorbercn Steile gcfagt, gum S^eil am SBlattfaume mollig, fe^r 
bunfelgrün unb befonberS am Sommergmcige groß. — SBlüt^en-- 
fnofpen fegelformig, ftumpffpi^, etmaS lic^tbraum — Sommer« 
gmeige rötl^lic^ grunbraun, febt auffällig gelblic!^ roeiß margig. 
punttirt. 

3- 



269 
NflL 123. 3)ie SiffmtfcrMnu* ii, 3. i ob. 7. 3)ier; nr, i b. Suc; in, 2. 3. 




9u yolktitarferUrne. 6id(er. ^ ff $. 



^cimat^ unb SBortommen: tft im ^annooev'fd^n fibcroH oer^ 
breitet I fonft aber vooifjH tio^l loenig gefannt, obgleich fte red^t l^&uflgeii 
anban oerbimt. ^el ^äli fie fftr eine alte , beutfc^e fternfrud^t ttnb 
leitet i^ren Stamen oon bem S)orfe SSottmarfen in 9Beftpb<iIni ab* 3m 
^aitnooer^fd^en l^eigt fte affgemein iBoUmerfd^e 3)irn. unb ift 
Soltmer ein öfter oor{ommenber 9tanie, {0 ia% fie eben fo gut nail^ 
t^rem erften Sefi^er ober Gr^iel^er benannt fein fann. S)urd^ SDiel l^at 
fit einmal obigen, nur titoa^ fc^mer audgufpred^cnben Slamen. 

Siterotur unb Gntionpme: ein $err oon Saffert i^u (Seite machte fte su« 
etft. tm S.O.®. befannt (xY, 6.308, taf. 16), 100 fie glemtid^ (int abgebilbei ift. 
Xu 4 2)iel ^t fte VI, e. 126 ht^^xHUn, 9la4 (Sngtanb tmb Oetaieii fanbte id^ 
fte M Koutielet de Volkmarson. 

@eftalt: ^uftg giemlic^ eiförmig (eirunb, 3.), am ftelc^e etmai^ 
a6gffinmpft, neigt aber ani) oft gur Jtreifelfoim. ®ute i^rfl^te .2" breit, 
faft 2^/)" |o4. 9au4 fi^t tmai natb bem Jt^Ic^e l^in, um ben fie fic^ 
fo mölbt, bog fte balb nid^t, balb felbft nod^ gut auffielen lann. 9lad^ 
bem Stiele nimmt fte mit flac^ gerunbeten Slnien ab, ober mad^t fd^iftid^e 



# 270 

Ginbiegimgen unb furje, nur ipenig ober nid^t abgeftumpfte €»f}i|}C. S)cr 
Saud^ ift gef&nig gerunbet 

Jtelc^: offen, §art, feiten mit loal^ren SuSfd^nitten nerfel^n, oben- 
ouf, ober in flad^er, enger, ebener ©enlung. 

Stiel: ftarf, gerabe, balb bol;itg, balb jiemlicft Peifc^ig, Va-Vi'* 
lang , mt cingeftedt , ober bie @pi&e. ge]||t l^alb in i^n Aber, fte^t au(^ 
bur^ einen Keinen SBuIft l^öuftg gur Seite gebogen. 

Schale: nom Saum ma ttgr An , in ber Steife gelb, taft bur<J^auS^ 
jimmtfarbig beroflet, fo bag'bie ©runbforbe nur ftiQenmeife burcfeblicft. 
fünfte )Ql^lrei(^, erf(!^einen im Stofte aI8 §eDere ^(ecfd^en. 

t^Ieifc^: gelblich, fein, faftnoü, angenehm riec^enb, n>enn geitig ge«^ 
brod^en faft ganj fd^melgenb , fonft ^albfd^meljenb , non gemflrgtem ffig* 
f&uerlidben , etmad fein gimmtartigen , erfrifd^enben (Befc^made , ber von 
SBielen fe^r geliebt mirb. 

^ernl^auS: oer^dUnigmdgig gro^, mit Heiner ^ol^Ier Sld^fe, ent^ 
l^&lt voOfommeQe fc^marge , oud^ am Jtopfe mit einem Spi^d^en nei' 
feljene Jteme. 

Steif geit unb 9lu^ung: meift Slnfangd October, oft fd^on im 
September, mug no^l grün ob, menn fie otö JEafelfruc^t redeten SBerl^ 
l^aben foQ; bleibt bann o^ne gu faulen giemliA lange mArbe. Gtma^ 
fp&ter gebrod^en ift fie no(( fe^r broud^bar gum Kochen , Srocfnen , gu' 
Sirnmug (Satmerge) unb Siml^onig , mürbe aud^ Jid^er guten SBeiu 
geben, ^ie ßerne liefern fAr bie Saumfc^ule träfiige 9Bilblinge. 

Gtgenfc^aften beS SaumeS: ber Saum »fic^dt fiarf, ifi in anerlei 
9oben gefunb unb liefert, toenn er ^eranoena^fen ifi, fe^r reid^e €rnbten. 3n 
trotfenem Ooben erlangt er feine redete (ä^rd^e ni^t, in feu^tcrem, namenilii^ }ug(et(( 
(ei((tem unb fd^toargen, »itb er eii^engro^ unb fe^r alt — Sommertriebe 
merfUc^ flufig, )icmü(( moSig, fd^mu^ig leberfarBen, oft ^»4 ^Aunli^ olioenfarben,. 
)iemli4 fiar!, boc^ nid^t auffSUig punftirt. 2)ad Slatt bricht »oSig ouS, be^&lt 
ben 6ommer ^inbur^ giemli^ oie( bie SSoQe unb ^at babur^ ein bflflere« 9n« 
fe§en; ed ift fd^ifffdrmig aufmftrtd unb mit ber meift auSIaufenben 6pt|e obvdrti 
gebogen , i\m\\^ eifbrmig , bo<( meifl aui^ na(( bem 6tiele §in etoaft oerfftngt 
ttnb ni4t geja^nt. Vugen unten am ^i^eige anliegenb , na(( oben fi&r!er, gtem» 
Ii4 {onif4 , etmtiS ab^el^enb. 

(»Ifttter beft 9ru(^t^o()ei$ eiförmig, li/s" ^reit, mit ber >/4" üorr 

tretenben 6pit^e Vjt** lang, mitunter Iftnger unb breiter, »oSig, verloren unb nur 

*' on ber Spife gefftgt, meift gangranbig, amSUtnbe oietfad^ meUenfdrmig gebogen. 

Saum in ber Vegetation fc^on nac^ !DieI bem ber »eflen Sime ö^nlic^, olfo bOflet 

audfe^enb/ 30 

Oberbietf. 

# 



271 



Ko« 124« Sicfitr Mi KmI« I, 2. 2. S>iel; m, 1 a.£uc; DI, 2. ^afftu 




8l|eokor van Poi». »ioort («an SRond). * t ^* 



ig^etmat^ itnb Sorfominen: vm 9Rond erjog fie au8 Samen 
itnb benonntf fte nad^ feinem Sol^ne, htm jpfiteren i^^ofgertd^tSTat^e in 
Äfflffri- S^ tvfixdt bie SßfTopfrelfer uon Ißapeleu in Vetteren. 

Sitetatur unb ©^non^me: Stoott M^neb fte aI0 TheodoreVan 
Moas im %lfnm I neben Zaf. 18 S)et SBaum trag bei i^m gum erfien SRole 
1343. — 2)arf ni($i mit b<r von 2)iitri4 I^ 6. 665 bef^tiebenen 6ommetbinte 
2:i^eobore, wie fte in unferer erften SBttnenltefenmg unter 9lr. 9 bereits enthalten 
ift, oenoe^fclt »erben, bie, mie i($ fte von 2)ittri(l$ (abe, eine anbcre '^^t ifl. 

(Seftalt: baud^ig, bimfSnntg, nad^ beiben (Snben abne^menb, biS» 
»eilen langlic^ unb ein wenig abgeplattet, grofe, 3" breit, SVt" ^o^ 
— fo befc^teibt fie Sinort. SBic i^ fie IJicr erjog unb wie Pe oben 
MtUegt, ift jlc e^er bimfirmig freifelfbtmig unb nur mittelgroß, wie pe 
'übrigen^ aud^ auf bem S^oner Songreg be^eid^net würbe, gu nennen. 
6ie mifet fo 2V4" in ber SBreite unb }^at nur 1'" mebr in ber 9^^t. 



^ 272 ' 

Ueberl^auft fd^eittt bie ^rm oetdnbfrlU^ unb avuäf 9fft Unmbimg i^ 
oft ungleid^. 

Sttl^: ttetn« unb fpl^bldttrig, ^(boffen, in fleiner fd^üffetfSrmiger 
Sinfeitlung. 

@tiel: l^otgig, braun, obenauf ober neben einem ^idtx fd^nod^ 
»ertieft. 

@(j^a(e: glatt, gelblid^ grün, fpater blag dtronengelb, ^te unb ba 
nod^ mit etmae grün , an bec @ounenfette S^wa^ gerit^et unb mit 
buiitelrot^en fünften in bem Stotl^, aud^ mit etroad SRoft umfteld^ unb. 
@tiet. ^n mand^en <Sommetn ^aben bie ^rüd^te roenig ober nichts von 
dtiif^t, unb olele flnb aud) frei oou Sloft. 

$Ietf(^: gelbHd^n)etg , fein, fel^r faftreidb, butter^aft, n)einigt, fdg 
mit fd|n)a(^em @en)ür{, überhaupt oon rec^t angenehmem @efd^mad. 

ftern^aud: burc^ feine ftirnd^en angebeutet, mit ftarfer ^o^Ier 
Steife, Kammern Idngltd|, mit nid^t nielen gelbbraunen, Keinen, oben 
mit einem Keinen ^SdCer auSgeftatteten iCernen. 

SReife unb ^u^ung: Anfang btd 3Ritte October; nac^ Sioort 
bidmeilen im Sloocmber, überbaupt fte^e bie Steifgcit mie bei aQen neuem 
^d^ten nod^ nic^t gan} feft. ^ie S3irne ift eine angenebme ZafeU 
frud^t, bie aud^ ju bdud(i($en ^totdtw ju braud^eu ift, fte oei-Iangt aber 
nac^ l^ieftgen Erfahrungen gute SBitterung' ju i|rer Su^bilbung, fonfi 
mirb fte nur ^albfd^meljenb^ umS fternl^aud j^iemlicb fleinigt unb bleibt 
aud^ Kein. — Sei ber SBerfamml'ung in Sqon lobte man fie übrigens 
aU eine gute i^ruc^t. 

ßigenfdiaften beS Saumeg*. ter ^utterftamm ift nad^ 93ioort 
ftart unb l^od^ unb trdgt reid^lid^. @r l^at an feinen unteren 9teften 
lai^ge S>ornen, bie oberhalb fehlen und aud^ nic|t auf bcn baoon ge^ 
pfropften jungen Stammen gum 93orfd(|ein famen. — 5Die iBldtter fmb 
eirunb, oftecd etlnad ^erjfirmig, 5fterd aud^ eiförmig mit §albaufg€» 
fefctg: ©pifce, IV4" breit,- bl§ 2V2" lang, unbeutlidl) unb meift nur an 
ber @pt|}e gefdgt, meift unter^lb fc^madb moUig, f4|iffförmtg unb meSeu' 
förmig, aud^ bie ©pifte etroaä getrümmt. — SSlutbenlnofpen nad^ 
Sioort biet , cirunb , jugofpi^t , fc^uppig , an ber @pi^e etmaS moQig. 
— ©ommerjrocigc olioengrön, gegeiidber rot^braun, etrooS moSig. 



r 



273 
No. 125« Me ttiffiiifMm. I, 2. 2. ^iel; IV, 1. a £uc.; ? ^al^n. 




9ie iCniittiikfbirne. 2)onaua;. * t $. 



^etmatl^unbSorloinmen: unter ben nod^ neuen unbefd^rirbenen 
^bflbutterbirnen , roelc^e 18&7 gur 3(ud{teIIung in ®ot^a {amen, aber 
mgen SRangel an ^^^t ntd^t weiter befprod^en n>urben, befanb ft(|f oud^ 
Ue non $errn ^ofgartnet ^^^Quot gu §ranten^au{en übargebene foge» 
nannte UnglütfSbime, meldte ol8 ©egenbilb gu bet rool^lbefannten For- 
inn^e ober ©luddbime bleuen fann. £er ©tarnm ber Unglücf^birne 
füll ein \o au^eiorbentlid^ fpribed — unb fo gar leid^tbrüc^iged ij^olg 
l^abeii, bag fe(6ft [tariere 9efte, n^etd^e baä anlegen einer leidsten Setter 
o^ne ®efabt rrroarten liegen, fo xo\df unb unoermut^et abbrachen, bag 
ber Sefi^er bed SBaumed (roenn id^ nid^t irre) , j^err (Sdlert einmal ben 
8rm brac^ — unb bei einer gmeiten @mbte fiel fi(^ berfelbe bie ftugel 
am Oberarme aud. 

Siteratur unb 69110 it^me: t(^ ^abe bie Sime früher nie unter einem 
anbeten 9lamen aefe|en. 3n i^rer ieMgen i^eimat§ ifk jie ober atu( unter betn 
Kamen (gdectdoirne, 00m 9eft|es oed 9aumel( obgeleitetr Mannt 



_ 274 

* 

®eflalt: baud^ig^tegelffttmis ober freifflfftnntQ, miltelteud^is, 2V4" 
breit, 2V2'' §0(^, in ber Sftunbung eben, fanft ooat unb nur leicht oer^ 
fd^oben. 

Aeld^: turgbl&ttrig, offen, magig eingefenit, ol^ne ^Iten unb Stippen. 

®tiel: IV3" long, iiemltd^ bünue, br&unlid^, mit fanftem Qeber* 
gang jur grinst. 

Schale: glatt mit menig ©lang, nom SBaume ^eDgrün, bei ber 
Steife b^Dgelb mit Dielen feinen Stoflpuntien unb b^Oem 9tDft um ben 
Rtläf, obne aUt 9t5tbe. ^ 

i^Ieifd^: mei^, gartmarfig, faftreid^, erl^aben ffigmeinigt, erfrtf(^enb, 
ongene^m parfümirt unb gang fd^melgenb. 

Jternbaud: (fflnftig nod^ n&^er gu bef($reiben.) 

fteld^robte: breit abgeftumpft* 

'Steife unb Stu^ung: steifte 1857 nad^ fe§r Ifieigem €ommer 
ÜRitteOctober; eine fe^r gute Sulterbime, bie meitere Seod^tung oerbient 

Sigenfd^aften beä Saumeä: er mad^t eine mel^r lugelige aU 
lod^gel^enbe Krone, unb tragt aud^ in fruc^tarmen jj^b^en gerne unb 
gut, obgteid^ ber feit^erige @tanbort be§ SRutterbaumeg im @ta8boben 
unb le^terer bem freien Suftguge febr audgefe^t ift. Ueber bie meiteren 
iBegetationäoerl^ältniffe feilten bie jlad^rid^ten. «^-^ §err fiofgftrtner 3ac^ 
quot ift bereit, benen, bie fold^e njänf^en, @be(reifer abgugeben. 

©ona uer. 



No, 126. StiATi«m¥tnßtn. 11, 2. 2. aiUl-, lY, 2 ». guc: n. 2. 3q^»- 




?ritkriil| OBR yitu^tn. Xitt (nan stone) * t (- 



J^einat^ unb 9)ortoininen: SJclgirn. 



911»^ menig Mtlireittt. 

ipiofefTat nan aRon«, 



8it(tatut unb Sflnongjne: Samllng bl... , ,. 

to bit Sdrtt aia Frederio deProue an £icf Unbtr Sliel R.JtO. m, 6. 257, 
3)iUti4 I, €S. 625. - Obeibitd €. S44. ~ Prederio of Prauui nennt fit bn 
Cu. LoDd. 

(Bcftalt: trei(tlf&tintg,- 3" ^o^ unb melftrnS eben |o brtit , oft 
o»4 fdft Vi" flniiigtt: in btr QTtllt S!fr 8flu4 fi^t flbct Vi btr S&ngc 
iu.it btm Jtd^c ^in, um bcr f1(^ bje t^iui^t flo^nitib jun)i(6t unb fo 
ouf btc babuTi^ gtfiilbden ^l^^t gut aufflc^n lann. — IRa^ bnn 6tit[ 
}ii nimmt fie o^ne ISinbirgung ftart ab unb cnblgt mit rinet abge 
pnmpfien Spi^ic- 



276 

ßclc^: offen, {piftbläitrig, liegt ftentförmlg auf, unb fl^t in einer 
faft tiefen, mit flaäfm (Srl^aben^eiteti umgebenen Sinfentung, m\^ 
bemetibar über bie ^rud^t l^inlaufen. ^ 

Stiel: 1—1 Vi" to«8/ Mt auf bcr gru(6tfpl^e wie einfleflccft^ 
oirb aber ^&uftg burii^ einen ^(eifd^mulft auf bie Seite gefc^oben. 

@ d^ a I e : glatt, in ber 3^iii0unfi ^<n ^^^^^ ®^^h ^^ne irgenb eine 

Spar non 9tbt^. fünfte fe^r ja^treid^, greO inS Vuge faHenb. 3Rel« 

ftend finb biefelben non einem grfinlic^en Sd^immer umgeben, ba^er bie 

S(b<^Ie fteDenmeiS mie grün marmorirt crfd^eint unb fomit bei biefer 

^rud^t ein d^arafteriftifd^ed ftennjeid^en abgibt. 

^leifd^: meig, tSmigt, faftnoQ, ^albfd^metjenb, non einem fein 
alantartigen, meinf&uerlid^en J|}ud(ergef(^mad(. 

itertt^auft: grog, mit ^o^Ier iHc^fe unb geriumigen Kammern, 
meldte groge, lange, fpit^e, gimmtfarbige fterne ent^Uen. 

Steife unb Sftu^ung: bie ^rud^t geitigt im October unb §itt 
fid^ 4 SBod^en. 8m Saume reift fle nad^ unb nac^, fo bag man länger 
benn einen falben 9Ronat l^inburd^ ^^rüd^te abnehmen unb nerroenben 
tann. — SBertl^ooK für ben Sanbmann, fomo^l jum frifd^en ®enug ali 
gum S>5rren. 

@igenf<$aften bed Saumed: ber Saum mdd^dt fe^rftart, n>irb 
grog, ge^t mit feinen Seften f(^5n in bie Suft unb bilbet eine ppra* 
mibalifd^e, bi(^t belaubte ft'rone. Gr fc^t fel^r oiel ^ntd^tl^olii an, baS 
batb unb jäl^rlic^ tr&gt« S)ie Sommertriebe finb runb^erum erb« 
braunrot^ mit ftarlen meiggrauen ^^untten befe^t. 2)ag fc^ifffirmig 
aufmdrtd unb ftarl rüdtm&rti^ gebogene 93(att ift ganjranbig. Sortom» 
menbe fabenfb^mige SlftevMdtter ni(^t ^aufig, faDen fc^on nor Eintritt 
bed ig^erbfted ab. Serbtent in tauigen Sagen oQgemein angepflangt ju 
werben, S 4 m i b t. 

9[nmet!ung. 3Bie2)ieI in einer fioie fagt, oerßect bie 3ru(^t (alb ben€$aft 
m^ muB U&f^M in ber Steife genau btobad^Ut werben. 9ta4 t)5erbietf tfi ed 
»enigflenS eine gute üo^bitnc, — 3)er %aum ffimmed na^ 2)iel (fp^. 8m.) 
auf Duttte. ^ie »(dtter bed ^cbt^orged, rote ic^ bie @orte Don ^erm 06ec« 
förper ©t^mibt fccpte, finb groj, 2^*" breit, S«/*" lana, eirttnb, oft etoad (ec^« 
förmig mit (albdufgefetter 6pite, glatt, boA am Slattfaume unb an ben @iie(en 
^ier urtb ba fd^oo^noHig, gangranbig, fe^r ounfelgrü'n. 3a ^n. 



277 



No. 127. »t%tV9 ^tOmtttMm. I, 2. 3.2)ie(; III, la.Suc«; n,2.3a9n. 




giipV§ JftxhfAuiitxb'nnt. Obctbted. * * $. 



J^eimat^ unb SBorlommen: Obetbied befam ble 3n>ciflc namen» 
(oS von Dan ^onS unb benannte f{e nac^ bem rfl^mlic^ft belannten 
^molo^tn, iperrn 9(pot^efer Dr. Siegel in Srounau. 

Ziittatut unb ennoni^me: Obetbütf M<^tie5 fu in feinet Anleitung 
6.900. — 3tfmU(^ initbiefet8ef((tei(ungftbevein{Hnimenb (at fte $en Dr. Siegel 
feK|| noi( in feinen neuen Cb^fotten U, 6. 61 gefc^ilbett. 

(Seftalt: etmad unbeftdnbtg eifftrmtg ober n)le id^ e8 nenne eirunb, 
neifi jeboc^ timi fegclffttmig , mttlelgrog, 2V4" breit, 3'' ^0(|, fo gibt 



'iT8 

06etbte<t bie (äeftali unb ®tiit an. — SSie bie Dorliegenbe oon ^mt 
• Dr. Siegel b^^^^'S^^ Sbbilbung gcigt , ipirb fie jcbod^ unter gflnpigen 
Umftönben an^ gcofi, benn \it mifet oben Ä'/i" in bcr ©reite unb 3" 
1"' in ber i^5^e. S>«^r Siegel bemerfte brieflich, bag aud^ er in feiner 
iBefd^reibung bie ®rige gu gering angegeben ^abe. 

Sttld^: offen , l^dufig tivoa^ gefd^nürt , in !nger , etroaS f eid^ter 
Sentung, mit oft fortlaufenben Srl^aben^eiten. 

Stiel: bölgigf MS P/i" lang, metft frumm , burd^ eine gteifcj* 
TOulft^ gur ©eite gcbrürft. 

@d^ale: bidC, nid^t gut genießbar, mhttgrän, fpdter ^edgelblicj^-griin, 
mit jimmtf arbigen fünften unb nietem bunfelbraunen biden raupen 
SHoft, momit faft bie gan^e ©c^ale uberfleibet ift. 

^leifd^: gelblicb^ ober grünlic^meig , fein, fe^r faftig, ma^r^aft 
butter^aft, t)on belicatem feinroeinigen gemurgreic^en ^udergefd^mocf, nac^ 
Siegel bem ber SRötl^en 3i<^bart ä^nlic^. 

JCernl^auS: mit feinen JC5rnd^en umgeben, ^ol^tad^flg, jtammern 
mägig ibeit, ßeme bunfelbrautt, ooQfommen, länglid^ eirunb. 

Steife unb SRu^ung: bie^rudjt jeitigt im l^alben October, ^dtt 
ftd^ inr guten 3uftanbe länger a^ 6 SBod^en/ mirb bann nieid^ unb fpat 
teig. — 3ft eine oortreffli^e Stafelfrud^t. 

(Sigenfc^aften bed Saumeg: berfclbe mäd^dt gem&^igt, ^at 
eine feine, fel^r fenntlid^e SJegetalion, eignet [Id^ gur ^ß^ramibc auf 
SEBilbllng befonbcrö (\ut, — ©ie Slätter fmb, wie icb mir bie SBege- 
tation nad^ bem * non j^enn Dr. Sieget erhaltenen ^totxz^ angcmertc 
l^abe, eirunb, mit ni^t gu langer meift auSlaufenber Spi^e, glatt, 
fein* etroa« ftumpfgeffigt , am Sftanbe etwaö mcHenförmlg , IV2" J'™*' 
^274" lang, ©tiel bis 1%" lang, oft gerottet. — ölüt^enlnofpen 
Hein, furgfegelförmig, ftumpffpife, faftanienbraun. — ©ommergroeige 
> rötl^lidl gelbbraun mit etmaS erl^obenen jeiuen meiggelben fünften« 

3- •' 



r 



279 



No. 128. ec«xe§.«%)Pot|eIcrli(ic. m, 3.2.a)ie(; m, 2b.(a)Sttc.; T, 2.3. 





Htttne ||frbflii|i0tl|eketbtnie. ^tei tt Oct. 



^cimatl^ unb SSorlommen: SDiel erhielt bie ©orte aug ber 
JUInet^fd^en Saumfd^ule gu ©aarbrucfen ald Bonchretien vert. 
&!jtM fotift bei homologen ittddt Dorjufommcn, ift aud^ wenig Derbreitet. 

Siteraiut unb Spnoit^mer.lDiel 92.Ü.D. in, 6. 317: ®rüne $er&fl$ 
apot^eferbirne. 2)a fie lool^l nid^t gerabe toeite SBerbrettung ftnbet, iß ber 
9laiiic oben ni^t äbge!ftr)t. 

@eftalt: fc^eint fel^r oeidubevli^ unb fo aud^ bie ®rige. Se^« 
tere gibt S)iel bei re(|t grogen SrAd^teti felbft vom ^od^ftamme S'/i'' 



280 

(reit unb 5'' lang an, bie mriftntd bamt bur^ Qeuiett ju unregfl« 
mäßigen formen oerf droben feien. Sei ben regelmogigeren, einer Gommer^ 
apotJ^eferbirne d^ntid^en t^rfl(^ien fi^e ber Sauc^ 2/3 -nad^ bem ftcl<^ 
l^in, um ben bte ^rud^t flc^ abue^menb platt gurunbe, lod^rmb fie na<^ 
bem @tir(e l^in teine ©nbiegung mad^e unb mit ftart abgeftumpfter 
6pi^c enbigc. Obmol^T idt gar nid^t gmeifeln lann, von Siel bie redete 
§ru(^t erhalten gu l^aben, bie Don i^m nad^ ^etren^aufen eben fo fam, 
xoaxtix l^iefige Srfid^te, bie id^ in 4 ^a^xtn in siemliil^er Slngal^l l^otte, 
bod^ nie g\56er ald in obiger t^igur unb burc^ ^ite beulen in il^rer 
gorm [tart oerfc^obeU; j|a am @tiel öfter ^öd^ft menig abgeftumpft 

£eld^: fpi^i grün, offen, fi^t in geräumiger, giemtic^ tiefer Senfung, 
aud ber fid^ oft rec^t ftarfe unb breite Qeulen erl^eben unb unregeU 
mdgig (meiftend am ftdrlften nad^ brm ßeld^e l^in oorbringen) , über 
bie ^rudbt Einlaufen. 

Stiel: i^olgig, fanft gelrümmt, d^aratterifiifd^ lang (nad| £)ie{ bi& 
gu 3")^ fi^t aOfermeift in nur feid^ter ^ol^le mit einigen Seulen umgeben* 

@ (^ a l e : ftarl, oom SBaume gradgrän, in ber Sagerreife (aum etmaS 
gelblld^, o.^ne ade Vtit^t, Sßunite fel^r ga^lreid^, befielen nad^ S)iel oft 
in fd^margbraunen i^ledc^en, bie l^duftg gufammenflie|en unb fd^mu^ig 
auSfebenbe Uebergflge bilben, mad id^ l^ier ni(^t fanb. ®erud^ fe^lt. 

t$leifd§': etmad getbti^ meig, grobtimig, rec^t faftreid^, ablnactenb, 
red^t geitig f(!^mterig, oon fc^mad^gimmtartigem gegudCerten @efd^mad(e. 

ftern^aud: l^at feine ober nur unbebeuteiibe ^ol^Ie Kd^fe ; bie fe^r 
fleinen jtammern enthalten aSermeift taube Jterne. 

9teifgeit unb 9tu^ung: fte geitigt im October^*' ^dlt fi(| meiere 
Sßod^en unb mirb gule^t immer rafd^ faul, ift fflr ben ^auS^alt red^t 
.brauchbar, boc| mol^l nid^t gu ben beften ^aue^oltdfrüd^ten gel^5renb. 

^er Saum nftc^St nad^ 3)te( frec^ unb toitb fe^t §o<4 , gc^t gut in bie Saft, 
bilbet aber na^ ben ®nben ber Slefle ^ftngenbed $0(9, trftgt frfl$ unb ret<l^(i(|. 
Gefunb^eit bed BaumeS unb fcft§e rei4e^rag(ar!eit Befifttigte ft(^ au^ bei mir, 
^ @ommertrie6e ftavt, olioenfotbig ober brOunlid^soltiienfarMg, loenig ge* 
Iniet, ftar! punlüri — BUtt beiS ^ommertriebeS gro(, beim 9ud6re<4en 
ehoaä »oSig, fpftter glatt, eOiptifc^, fc^tffförmig aufnftrtS unb ftor! rfldtoartd ge* 
bogen, ittit f((5ner auMaufenbet Spitze, unge^a^nt ober nur getftnbett. — Blatter 
ber gru^taugen fe§¥ gro(, ^ftufig 3'' breit unb ö"Iang, me^r eifl^rmig (^ber 
nie i(^ fte mir notirt ^obe, breite Uiptifc^, aud^ oft blod reineSiptifc^ biftioeUeis 
au4 runbU(^ unb ^er^fbrmig, unterhalb menigflend meijl tta>a& noSig, genft^nfi«!^ 
ganjranbig, oft gro^, meifi aber l>/4" breit, 2</i'' lang. Sa^n.) Xfterbr&tter 
pfriemenfbrmig, 9(ugen anliegenb, fpi^^ ^ergförmig. 9(ugentr&ger giemtiijl^ {i«l|. 

Obetbierf. 



No. 128. Sit XHihi. II, Z CO- i- Xiiel; IV, 2 b. £uc.-, 111, X 3a|<i. 



>if S^UtR. Diel. (Dan WonSjS« f S- (Jn"ft ">« K. fOr ».) 



fedmat^ uiib 33orfomincn: oan ajior.ö erjog fte unb benannt* 
fit va^ bem' bamolifltn SDirdtor btg Jardin des Plantes" Jean 
Thooin in $atJä. 

Sitciatut unb eqnoiiqine: S)UI «.jt.C. IL e. 176. 2)i( Zgouin, 
BvrgBinotte Thaain. — e^nmtqme finB ntd^t belannL — ^lotipn übn fle 

£i(en Ziiel [tI6ft im fnft.Serj. 11. e. ß9-, fernti ron ^loton tn Wtonaii^Ax. U. 
. 242, UM* OBtrtW in f. «nl. S. 274. - Siltiii 5at jle I. 6. 649. - 3n 
tinignt fiangiflfc^nt Dbfb)tt}tf4niff(n nitb Beoni Tbonin all 6qnoti9in in 
Sinttt'Ktlii angtgcbtn, lociauf ^in aufmtiffam ju ntai^en tfl. 

@e|taU: bfigawott* obtc noc^ mc^r trtiielf&imig , 274" breit 
unb c(enf» ^$, boc^ SflerS nitbriger. 

ßeI(E|: Mein, ^omattig, boi^fc^aligr offtn, aufctdit, etmag noOis, 
in nxitft fetztet, meift mit flauen Stulen umgebener (Sinimtung, oft 
ao^ ganj flai) ftc^enb. 

®ticl: bflnn, flelbgrün, joliig, 1" (org, mit eingefltfl, oft ou^ 
nit etnaS gtetfi^ umringelt. 



^ 282 

@$a(e: glatt, l^ellgrün, fteSeniDfife getbgrün ober grünlichgelb 
mit bunlefgrünen feinen ^unlten unb ^(ect^en unb mit l^braunem 
SRoft um ben Jteld^. ^ 

gleifd^: mcig, Kmigt, faftreid^, vaufd^enb (feilen fd^mclgenb — 
nad^ S)iel foH eg felbft butterl^aft fein), Don ffi§em nur fd^mad^gemürstem 
®efd^mad(, ber mel^r bem ber ißomeranjenb.iinen , aU bem ber Sergo» 
mottbimen d^ulid^ ift« 

fi)ern]^au3: mit giemlid^ niel Prferen Jtörnd^en umgeben, Stam* 
mem meit, m fd^elf5rmig, mit menigen ntd^t großen braunen, mit einem 
{leinen $od(er nerfel^enen jtemen. S)ie Sd^fe ift nur menig ^o^I. 

Sleife unb 9tui^ung: 3Rttte Oct., 3 äBod^en l^altbar na^ 2)ieL 

— S)ie grud^t verlangt gute nid^t gu trodCene Sffiitterung, menn fie gum 
rollen ®enug nod^ brauchbar merben foQ, in ben meiften ^a^ttn. bleibt 
fie unfd^madtl^aft , ftarlMrnig unb Hein , mirb aud^ leidet t>on braunen 
t^afem burd(igogen. S>o6) lann fte, lül^I aufbemal^rt, im S>ecember unb 
Januar, big mo^in fie ftd^ metft l^dlt, noif ald S93tnterIod[ifcud^t bienen, 
unb l^ierju lann fie bei ber rei(!ben S^ragbarleit beS ^aurned l^auptfidb* 
lid^ auil^ nur empfol^Ien merbeiu 

Sigenfd^aften beg SBaumed: berfelbe mad^St fel^r ftarl, mad^t 
einen gefunben aufredeten ®tamm, gibt pr&d^tige ^^ramiben, tragt mie 
ermahnt fel^r fleißig, unb gmar meift büfd^elmeife, gebeizt auc^ auf Quitte. 

— S)ic©ldtter finb eiförmig, am Älteften -^oljc oft runbli^ giem» 
lid^ fiarl gugefpt^t, mit ber entmeber auSldufenben ober l^atbaufgefe^ten 
@pi^e 1 Vi" breit, 2V2-3" lang, unterl^Ib menigftenS aOe etmaS mottlg, 
gangranbig ober nur nad^ Dorne l^in etmaS oerloren gefigt; am Staube 
leidet meOenförmig, bie ©pi^^e ftd^elformig gebogen, fel^r bunlelgr&n unb 
gtängenb , oft grofe , auf ber SRittelrippe oben oft f djmargborftig, — 
»lütl^enfnofpen m&gig gro§, lurglegelfirmig, ftumpffpi^, mit etwoS 
Itaffenben, l^ie unb ba borfligen ©edfbWttem, bunf ettraun, an ber ®pi^ 
oft etmaS mcife« ober gelbmottig. — ©ommergmeige moUlg, an ben 
Änofpen menigftenä gu bemerten, oben meift oerbidt, gelbgtün ober 
grünbraun , an ber ©onnenfelte etmaä roH^Ud^ , oft faft fd^roargUc^ mit 
giemlid^ vielen gelblid^en fünften. 

3. 



283 

^■-.l^■l I im^^m^^^mmm^^im 

Nr. 130, {^ftlfver'« ^uUt^imu I, 3. 2. 5>i<r; ni, i b. Suc; n, 2. 3o5ti. 




||iiffiirr'6 yuttetbtrne* >3)o(5no^c •• i tt 6- 



^cimat^ unb SBottommcn: würbe in ÄaboUburg bei Slürn* 
Berg Qufgefunben unb nad^ ben Sefifeern ber Äabolgburgcr SBaumfcä^ute, 
©ebrilber §affner, bie fid^ eifrig mit ber Homologie befd^dftigcn, benannt. 

Sitetaiur unb e^noni^me: ^od^na^Pd ?[ü^ret in ber Obfifunbe II. 
^. 127. — 5n ber®e0cnb oon Äaboljburg wirb biegrudjt ©rauBirne, ®raue 
Butterbirne genannt. 

(Befialt: birnf5rmig, loie id^ fie l^iec erjog oft giemlic^ eirunb, 
na^ bcm 6tiete gu fegelfirmig, mittelgroß, 2" breit unb 2Va" ^0(j(i* 

It e I d^ : ' lurjblfittrig, l^ornortig, braunrot^, oft fel^Ierbaft, weit offen, 
olenauf. 

@tiel: bünn, l^olgig, braun ober grünbraun, {aum Vt" lang, 
metlenb, obenauf ober fd^iefftel^b neben einem ^5cter. 

@d^ale: etmaS ftarl unb raul^, gelblii^grün, fpater grüngelb mit 
vitUn geIbU(|roftfarbenen ^unlten unb mirtlic^en Sioftflecren, aud^ mit 



284 

gu^ammen^ätigenbem SRoft um Rtlä^ lanb €HeI, an bet Sonneitlcite oft 
\^bn cartnin gerötl^et, nur burd^ ben neuartigen 9toft, in »eld^em ton%^ 
Ii(|e fünfte Dert^eitt ftnb, etn>a$ Derbüftcrt. 

^letfci^: roeig ober gelMtc^n^ei^, feintimigt, {e^r fafreid^, butter« 
l^aft , Don fel^r angenehmem metnigtffigen , ttna^ bem ber Beurr^ gris 
ftl^nlid^en, erl^abenen ©efc^matt. 

fiernl^aud: mit giemltd^ ml, etmad ftarlen ftimern umgeben^ 
fd^mod^ l^ol^Ioci^fig , gro^fammerig mit meift großen unb DoIRommnen^ 
gelbbraunen, eirunben, jiemlic^ ftart gefpi^ten JEernen. 

9ieifc unb Sßu^ung: a)>Ktte October, 4 äBod^n l^altbar. — (Sine 
jel^rnorjügüc^e 3;afelfru^t, bie allgemeine SSerbreitung terbient, benn fle fanti 
einigermaßen bie nic^t überaU gebet^enbe @raue j^erbftbutterbitne erfe^ert. 

@igen{c^aftcn bed SBaumeg: berfetbe tragt idl^tii^ (au(^ in 
meinem ©arten) , meil er in ber Slut^e nid^t empfinblic^ ift , gebeizt 
auf Ouitte, mie auc^ ^od^ft&mmig in jeber Sage portreffüd^, unb glaube 
auc^ id^ bie ©orte, nac^ il^rem SSerl^atten in bem ^iefigen €Uma, }tt 
angemeiner unb red^t fleißiger Anpflanzung empfehlen }u I5nnen, um 
fo me^r ald bie ^fic^te fic^ immer gut audbilben. — SDie ßt&tter 
flnb ; fo lange ber Saum traftig treibt , am Srag^olge unb unten am 
©ommerjmeige eirunb, 2" breit, bid 3'' lang, mit OHSlaufenber @pi(e, 
oft faft runblid^ unb turggefpi^t, mie ein fold^edSUtt ber 
gormnac^ oben gejetcbnet ift, bUmeilen l^erjfirmig, glatt/ fe^r ner^ 
loren unb ftumpf geja^nt. 9ln nic^t mel^r tr&ftig oegetirenben 3^^S^ 
ftnb fte {(einer unb bann oft eiförmig unb meift gangranbig. Sie ftnb 
am Sommerjmeige giemlid^ ftart ftd^elförmig unb ft^iflfSrmig, amSCrag» 
l^olge me^r flad^ , boc^ überhaupt in me^rfadEier äSeife oon ber SRittel« 
rippe aus fallig aufgeworfen unb oerbogen, bie »bem ftarf fid^tbar, ba^ 
»latt fonft bunlelgrün unb glinjenb; JBlattftiet hirg, bis IV4" lang, 
bid, fteif, gelbgrün, mie bie SRittelrippc bcS »latteS. ~ »lütten* 
Inofpen groß, Idnglic^ fcgelfSrmig, ftumpffpife, faftanienbraun mit 
fd^ro&rjlic^en etmaS flaffcubcn ©edfbldttcru. — ©ommergroeige etwa* 
^ufig , grünlic^braun , gegen&ber rot^braun , oben oiolettrot^ mit vielen 
meift feinen, fc^mutfigroeifen fünften. Äugen bunfelbraun, fpifc mcnlg 
abftel^enb. — SuS biefer ©ef^rcibung ber Vegetation, refp. ber SJIatt* 
form , ergibt fic^ bie SJerfc^iebenl^eit oon ber §oljfarbigen »utterbitne,. 
mit meld^er bie gruc^t, bie aut^ im I. Sanbe oon S)oc(|na&l§ $omona 
abgebilbet ift, in ber Färbung etmaa ^^nlid^feit ^at. 3 



285 



No. 131. Sfe foraelMtfiC lO, 3. 2. ^iel-, IX, l. a. Suc; m, 2. So^ii. 




Pie Hawiiielsbtnie. 3inf ff i fb- 



^eimat§ unb Sorlommen: ift in 3;|äYingen unb Sadbfen, 
vad^ €(Ti{i )• S* bei iDteiffen, Derbteitet , unb toirb befonbetS gerne in 
ber ®egenb von SReinlngen ate eine ffco%t, in aüen n)lrtl^f(j^aftU((en 
S!0>tditi gang geeignete Sirne , auc^ i^red bonerl^aften IBnumeA megen^ 
gepPanjt. 

2itcratU¥ unb Cpnonpme: 3^^ (eftbtte( fle guerfl Tab. YL 9ho. 53 
«ttb 3iDar nennt er fle (»ie fRonger iDo^rfc^eintt^ na^i^m) ^ammelfad, uiftet 



?8fi 

»tlAtm Spanten ^t ati4 l^^t no(| in unferer ©egenb oSeifi bdlatttit tft. Bdne 
atbbtibung tft freUid^, tote bie fo mancher anbeten feiner ^rüt^te, »enig gefungen^ 
iDad man übrigend aud^ tne^rfad^ an bem 2:.D.(S^. }u tabeln ^at , ber 9b. n. 
6. 295 ^af. 12 bie 8ime ald ^amme(d5irne (efd^veibt, fie aber ebenfonenig 
red^t (enntli^ abbilbete.* STuc^ ^^ifl im ^bnb. 6. 180 f^ai fte. 

®e{ialt: bimförmig ober I&ng(t(^ legelfbrmig, oft etoad fürtet na<^ bem 
@tiere au gebaut, aud^ bfterS me^r bidPbauc^ig, 2i/s big 2^/4'' breit unb bid S»/«'' 
lang, meift fe^r regelmäßig in t^orm unb' f<^bn. 

jteld^: !ur)b(ftttrig, halboffen, aufredet, in einer Keinen fc^flffelförmigen ®tnr 
fentung. 

Stiel: ^o[}ig, braun, giemlid^ ftarf unb lang, obenauf mie eingebrfltft, ober 
neben einem $5d!er fc^ief. 

@(^ale: gelbgrün, fpdter grflnlid^gelb ober citronengelb , meift mit fc^önem 
fireiftgen 9flot| an ber Sonnenfeite unb mit feinen brAunlic^en fünften in bent 
®elb, aud^ mit etwad 9toft um jtelc^ unb Stiel. 

"Sltii^i gelbtic^meiß, etmad groblömigt unb umS Jtem^auft feinfteinigt, bo(]^ 
oonfüßem, anfangs fc^mac^^ufammenaie^enben, obSigteif (fo baß fte innen beteitS 
teig )u werben beginnt), aber red^t gutem, f(^»ac| {immtartig gemüt)tem ^efc^matf. 

Jtern^aug: oerl^dltnißmdßig !lein , etmaS ^o^lac^ftg, jtammem Hein, mit 
IftngUd^ eirunben, mit einem fleinen $ötfer audgeftatteten, gelblid^? ober fc^mdralt(^> 
braunen, oft unooHfommenen ^ttntn. 

9fieife unb SRu^ung: SRitte bi« ®nbe Dctober, bo(^ l^&lt fte ftc^ in ber 
9ieife Iftnger unb lann !ü^l aufbema^rt burc^ ben 9{ooember , oft felbft no4 im 
2)e3ember, benu^t loerben* Stann rec^t mo^l 9{t(^aelid abgetl^an werben unb meOt 
nic^t. S)ient noc^ 'jum 9io§effen, am meiften aber jum itoc^en unb 9S)el!en. ®e!o(^t 
fte^t fte amar bem Ileinen Jta(enlo|)f naci^ , fftrbt ftd^ aud^ nid^t fo ^übfd^ braun, 
erfef^t aber bad ^e^lenbe bur^ ben reic^lid^en (Srtrag , ben bie Sftume liefern. 

(Sigenf^aften beft 8aumed: beffenSBuc^d ift fe§r ftar! unb aioat fd^bit 
P9ramibal, menn bie itrone fp&ter au(( burc^ bad öfterft oorfommenbe Xbbred^ett 
bed (Bipfeld (megen ber Stenge ber angefe^ten grüd^te) me^r runblid^ »irb, nie 
(S^rift meint. S)te Hnpflanaung ift nic^t allein bei und, fonbern aud^ in anbem 
®egenben angelcgentlid^ft au empfehlen. 8lfttter iangli(| eiförmig mit meift 
auÄlaufenber Spije, l«/4 — 2** breit, 2V« — 3" lang, oft etmaS ^eraförmig, glatt,, 
etwas weitläufig unb befonberd nur na^ ber 6pi(e ^in beutlic^ geaal^nt, am Stanbe 
etwad f (^ifff brmig , unb baS Olott felbft meift ^olbfpiralfdnmg gebogen, fo baß 
bie Spitze ein wenig nad^ oben fte^t, ai^^ltc^ bunfelgrün unb glAnaenb, obgleii^ 
bie Slbern aiemUd^ ftc^tbar finb, im ganaen groß. — 8lftt(en!nofpen aiemlic^ 
groß, me^r eirunb ald !egelfbrmig, ftumpfgefpi^^t , bun!elbraun« — Sommer» 
aweige meift ftarf, oft an ber Spi^e verbidt unb flufig, bunfeloltoengrfin, gegen» 
über rdt|li(^ ange^auc^t, mit erhabenen gelblid^weißen f^unften. 

3. 

* f[ebnli(^ i^ i^r bie oonSitfler im XXIL »b. S. 103 %al 11 bef^^riebene 
unbobgeMlbetedtoßefpeterdbirne, 3:^eilbirne, bod^ gibt SidElet bercs »cife 
früher, a» ^nfang bed September^, an. 



287 



No. 132« 9taM^mt KxRelrt. I, 3. % 2)iel; III, l a. £uc.; lY, 2. Sal^n. 




3rail|iftfll|e jltt|felet. ga^n CS)onauet) ** I t $* 



^eimat^ unb Sortommen: id^ belam bie ^rotiqit vox tttoa. 

10 3^^^^^ ^^n $^* 3)onauer, f. I. Sieutenant in (Soburg, ber mir bie 

Sime a(8 eine gute ^rud^t lobte. äBol^er fte uriprängtid^ lam, l^ot er 

mir nid^t mitget^eilt. 

Siteratut unb 69non9me: ite finbet ftd^ itirgenbd (efd^ieben unb i<^ 
Wmi xxndi a(fo auf feinen Xutot Berufen. 

@eflalt: eirunb, nac^ bem Stiele gu tegelfirmig, 2" 1"' ober au^ 
nur iVa'" breit, 3" lang, biämeilen oud^ biB V2" »rger. 

Jtel(^: Hein aber breitbUttrig , aufrecht, offen, f[ad^fie§enb . 



288 

©ttcl: Braun unb grün gcfhrrift, V2— '/i" töttg, mit ^ifd^ati* 
^atig, obenauf, ober neben einem .^bcfer ^(^»ad^ Dertieft. 

©cbate: glatt, l^grün, fp&ter Itc^t grüngelb mit feinen unb grö^ 
beren, ben ^oreSenfleden ft^nlid^en ißunlten, bie einen wet§[{(l^en SUtn 
l^ben unb mit buniterem fftot^ urngtengt ftnb unb mojmifd^en ftd^ nod^ 
an mand^en ©teQen ein lid^tcred SRot^ an^&uft , auf ber (Sd^attenfeite 
mit feinen braungelben $unlten, aud^ etmaS Sfloft, befonberd um Sttld^ 
unb @tiel. 

gteifdj: meife, fein, fe^r foftoott, butter^aft, non fe^r belicotem, 
metntgt fugen, fd^ma^ mudCateHerarttgen @t\^mad. 

'itern^ausi: Mein, mit fel^r feinen uttfu^lbaren ftomc^en umgeben, 
mit tleinen gelbbraunen JCernen. 

Steife unb Stu^ung: in gemS^nlid^en ^a^ren reift fie^tte bid 
(Snbe October, in bem marmen unb trodtenen Sommer 1858 aber, ber 
i^r flbtigenä re^t gujufdgen fd^ien, f<^on Slnfangö October. — ®ie 
8ime ifi eine febr oorgfiglid^e Xafelfrud^t unb mürbe felbft an einem 
jungen JQod^ftamm fo grog, mie fte oben oorliegt. 

(Sigenfd^aften bed Sau med: biefer mdc^dt fc^Sn unb trdftig, 
f<^eint aud^ bei und nod§ b^f^^Q^inig gut ju t^un, bod^ miQ i($ bie Sorte 
gerabe nit^t für biefe ^yorm, fonbem für fßqramibe unb Spalier empfe§< 
len. — ei&tter elliptif^, oft jiemltcb l&nglid^, mit balbaufgefe^ter 
©pi<je, lV4-lVa" 6relt, 2V2" lang, Heinere ©lätter oft lanjettformig, 
glatt, fd^orif« unb grobgefägt, etmad fc^ifffSrmig , an ber Spi^e etmad 
fi(!|elf5rmig , bld( unb fteif, meift langgeftiett. — Slütl^entnofpen 
l&ngli(^ fegelfirmig; ftarlgefpi^t, bo($ nid^t gerabe fted^enb, mit borftigen 
etmaS tlaffenben S)id6l&ttern, bunfelbraun. — Sommergmeige grfln^ 
li(5 gelbbraun mit wenigen, feinen roctgen 5punlten. 

3- 



n, 1.2.Siet: rr, Sb. £ucaS; Dl.S.Sa^n. 




9aHMtri iftgaMOttt. 3a^n (Souaun) ■ t S>' 



$cimat^ unb SJortommtTi: ^r. Soiiauec, t. t Steutenant 
<lS). in SotiurQ fanb fie namnilog in eintm bodigen ®aütn unb ser« 
brthm Rt als eine gute SafeU unb 3Qtrl^fc^aftäfTu<^t unter beut Staaten 
ttunbe Setgamotle meiter um^er. 

Sittiatur unb e^notiqme: beft^eben ift bir ^((t gut 3"t nti^t 
2)o4 ^atte fte &t. Zxiiiaiuv in ftinee Ob^coHetHon in Sot^a, tno fit oielm Sei' 
f«n fanb. Sni Samtn Runbe Sneamotte ^a&tn toit , um bU ^erfunft ju b«> 
irii^ncn, mit bem oblgm nntaufi^en ju bfirfcn geglaubt . 

@eftalt: nie bie Sbbllbung gn(|t, xoixtlü^ bergamottfdnnis, b. |j. 
ninbli^, nac^ betn Stiele gu [tatt abgefiutnpft f))it(, vom !ßqiamib6(uiiiie 
3" biett, 2>/|" ^od), Dom ^oAftomm V«" tlctncc. ^n ber Stunbung 



290 

oft mtgtetd^, inbetn ber 83au(| auf bet einen ^tfte ber ^ntd^i oft tnel^ 
^CTDortrilt. 

^tli): fuTjbl&ttrig, gelbbraun, kornartig, halboffen ober gefij^loffen, 
in n)eiter fci^üffelförntiger Sinfenfung, mit ttma^ ^^Uen umgeben. 

®tiel: fieif unb l^olgig; gelbbraun, in einer fleinen trid^terfSrmtgen 
©öl&Ie. 

®^aU: gl alt, citronengelb mit fd^mad^em orangefarbigem Slnflug 
auf ber @onnenfette unb mit Dielen ftarteren unb feineren fünften unb 
um Sttlä) unb @tiel au$ mit etroad gelblid^em Stoft. 

^leifd^: mattmeig, etmadlömig, ^albfein, l^albf d^meljenb unb rau^» 
fd^enb, bocb faftig, üon red^t gutem, nid^t gerabe gu fügen, etmad melo« 
neuartigen ©efd^macf. (Sine nom ^od^ftamme genommene Heinere t^rud^t 
mar übrigeng me^r gejudfert unb gemürjt, al3 bie ^ier abgebilbete an 
einer ißqramibe erjogene , mie fle beibe mir fyt. SDonauer fenbete. 

Jtern^aud: mit nid^t gu Dielen, aud^ ntd^t gu ftarten JtSmcben 
umgeben, ^ie 9{d^{e ift ^o^t, bie pc^er [tnb flügelfdrmig mit giemli(| 
großen unb DoQfommenen , f d^margbraunen , breit eirunben Kernen. 

Sietfgeit unbSflu^ung: fte reiftSRitte biS @nbe October, bouert 
14 3:age, lann SRid^aelid geerntet merben. 3Beltt nid^t. $r. Conauer 
begeic^nete fie a(8 „gmdr nic^t gang fein, bod^ immer nod§ vom L 9tange, 
gu aKen ^xotdtn red^t mol^t braud^ban'' 

Sigenjd^aften bed Saumed: biefer mad^St gut, eignet fic^ gur 
^o^ftammform, unb gel^t fo l^oc^ unb baut fid^ fd^bn, ifl auc^ fel^r trag« 
bar« — ÜDie SBIdtter ftnb (mie i(^ mir i^ve 93egetatton nadg ben oon 
$rn. S)on« ftul^er fd^on empfangenen ^tütt^tn notirt ^abe (eifbrmig 
unb I&nglid) eifbrmig, aud^ elliptifc^, nid^t langgefpi^t, meift gang« 
ranbig ober nerlorea unb unbeutU(^ gt^^tit, glatt, bis IV3" breit, aud^ 
etwas über 2Vj" lang, nid&t fc^r bunfelgrün, — ©lüt^enfnofpen 
etmaS länglid^ legelformig, gienilic^ fpi^, röt^Uc^braun, bie an ber Spi^e 
ber ^xotigt ftc^cnben oft gelbbraun »oDig. — ©ommergmeige nad^ 
$rp. £)on. in ber S^genb meibenartig, ^elTgelblic^ unb ftarf ^fingenb — 
(mie id^ mir bie §arbe angemerft ^abe) otioengnln, gegenüber grflnli<j§< 
gelb mit fi^mu^igmeißen fünften. 

3. 



f 



291 

No. 134. tat KMtf4««. T, S. (3). !?. JDiel; IH, 1 b guc; IV, 2. 3«^- 




9ie il0itfll|te« 2>iel (oAtt 9Rond) * $. 



^eimati^^ unb iBortommen: t)xA erl^elt bie ^fropfreifet von 
Mit StonS, bo(| tougte er nic^t^ ob fie oan 9Roii8 erjogen, ba fle im 
Cat. descript @* 41 blod bem 92amen tiac^ genannt ift. 3n ben 
beutfd^en ®&tten %ai fte feit S)iel8 i^eit »enig Eingang gefunben. 

Siteratur unb e^non^nte: ^iel 91.11.0. VI. 6.170. l^te 9{oarf(^&n, 
9toitf(^ain, Noirchain. SRan foHte a5et etgentnd^ Sommer« ober $er(fi' 



292 

noatf4&R fc^ei^en, mtii bie f^päit ^atbenpont att4 Bemr^ de Nöxrohain §n^ 
unb x>an IRond l^at bie fd'xxnt au«^ aliS Noirohain d'6t4 an 2)ie( gefetibei 
IDod^ wirb bie 6pate ^arbenpont befonberd nur in 8etgien fo genannt unb ed 
genügt , l^ier batauf l^miuweifen. Uebet ben Urff>cung bed 9iamend nei| 2)te( 
aud^ S^ic^td. Sergl. au($ a)ittr. I. 6. 662; Obetb. 6. 386; £iege( 91.0. @. 105. 

®eftalt: l^od^audfel^enb, ftarl obgeftumpft fegeiförmig, um ben fteb^ 
^albfugelförmig , mäj bem Stiele ju oft ol^ne (Einbiegung mit ftarler, 
oft bmt abgeftumpf ter Äegelfpifee* enbigcnb, 2 Va" ireit , 3— SVa" ^o4 
auf §ocbftamm 2" breit unb 2^/ ^o* — f o bef^rcibt fte SDiel. SHadJ 
unferer ^ormentafel ift b{e®eftalt ald eirutib, naclb bem Stiele gu tegel« 
förmig }u bejeid^nen. 

fteld^: furg, fpi^, b^^^f^'^^tiS/ ^ff^^' 9^^^* o^^ f^i<$t etugefietft. 

Stiel: braun, nad^ ber Sime gu grüngelb, etn)ad ftcifc^ifir 1" 
lang , giemlid^ Dertieft gmifd^en ben 2 ungleidb erl^obenen ^ftlften ber 
Spi^e. 

^leifd^: mattmeig, überftiegenb, förnigt, boc^ gang fc^melgenb, oon 
fein getDÜrgl^aftem , f ügmeinfSuerlid^m , bem bec Baurr^ gris il^nliciben 
(Befd^mad.. 

^ernl^aud: mit feinen ftbmdSien umgeben, fd^mac^ ^ol^tacbflgr 
ftammem I&nglic^ mufd^clförmig , mit fc^margbraunen , nic^t gu großen, 
oben mit einem tieinen jtnöpfd^en uerf eigenen jtetnen. 

Steife unb9lu^ung: fte reift ^be big 3Ritte October unb ift 
angeblid^ 14 Stage faltbar, ^ier bign)ei(en Snfangd Stooember, ^lit aber 
einmal reif faum 8 Soge unb mirb aüguf^neQ teig unb meic^, morüber, 
unb bag fte nid^t immer unb nur in guten 3^l^^^n fd^melgenb merbe, 
aucb Oberbied unb Siegel flagen, fo bag fte bei ber Wenge ber um biefe 
3eit reifenben anberen Sirnen cntbel^rlid^ fein bürfte. SSRn^ menigftend 
in ber 3^i^'Su^S f^^^ ^^V' abgeroartet linb an einen günftigen Stanb- 
ort gepflangt merben. S)iel gibt t^r auc^ im SBergei(^ni§ 11. @. 35 
I. Siang 

(Sigenfdbaften bed Saumed: berfelbe m&c^dt lebhaft, mirbbatb 
unb reid^Hd^ tragbar unb gebeizt aud^ auf Quitte. 81&tter ellip« 
tlf($, oft giemttc^ Iftnglic^ mit nlc^t langer ©plt»c, iVi" breit, 2V4'' 
lang , glatt , etmaS fein < unb ftumpfgef&gt , meift flac^ , li(ibtgrfin. — 
Slitt^enfnofpen Ilein, turgfegelförmig, faft l^albrunblid^ , menig fpi^, 
laflantenbraun. — Sommergmeige etmaS gebogen, bod^ nid^t gerabe 
flufig , gelblidb » ober rStbli(|braun mit giemlid^ oielen gelblidbioeilen 
fünften. 3. 



293 



No. 136. Die Erfrt ^W«. n, 3. 2, IDiel; m, 2. b. 2vtc,; m, 2. 3al^n. 




iit #nkel yetet. 2)ie( (oan SRonS) * t $• 



i^eimat^ unb äSortommen: oan 3Ron8 erjog fte nad^ bem 
Gat descript pag. 36 aug Samen, ^n 93e(gien felbft fc^eint fie eben« 
joipenig, als bei und in S)etttfd^Ianb , niel betannt gu fein. 

£itetatur unb ^pnon^me: 3)iel bef(firei5t fte im V. Sftnbcü^en feinet 
9lt.lterno6ftforten S. 198 a(d Onlel $eterdbtrne, Onole Pierre. 9htt bei 
Cbcrbieff , oon velc^em id^ au^ bte S^^^%^ belam, finbet man (in f. 9(nl« 6. 386) 
in neuerer 3eit einige weitere 9(ug(unft. 

@efialt: fegelförmig, ber langen grünen ^etbpitne ft^nli<j^, um 
ben SUl^ »enig abgeflacht , nac^ bem Stiele gu ftarl unb f^neOabne^« 
menb * ftumpffpi^ , 2" breit unb 3" lang na^l S)ieL — 3la^ unjerer 
Sonnentafel ift fte eititnb , nad^ bem Stiele gu tegetformig gu nennen* 
®ie baut fi^ Afters weniger lang, mac^t auc^ biSmeilen eine {(eine <Sin^ 
liegung nac^ bem Stiele }u. 

Aeld^: ^artf<^alig, fternförmig, flac^ eingefenft. 



294 

@tie(: l^oljig, l"latig, obenauf r tote eingeftedr, l^&uftQ neben einem 
glci^roulfte. 

@d^afe: etwad »ie fettig, grasgrün, fpäter grfinlid^gelb, feiten mit 
etmad erbartiger Stbi^t, ho6) mit fel^r ga^lreid^en feinen bunlelgrünen 
^unlten. 

^teifd^: mattroetg, fein, faftpoQ butter^aft, Don gemär&l^aftem, 
fein jimmtartigen i^ucfergefd^matf, ©ie bie lange grüne §evbftbirnc nad; 
S)ie( — n)irb bei Oberb* nur j^bfd^meljenb, bei mir blieb eS raufc^enb, 
ift aber fel^t fug unb bed^otb ben ftinbern befonberS angenel^m« 

j^ernl^aud: burd^ feine j£5rnd^en angebeutet, etn)ag l^ol^lad^fig, 
Kammern mufd^elförmig mit fdjmargen lang gugefpi^ten, oft tauben 
jternen. SDie ^eld^röl^re fe^t ft^ ald fd^marger ^aben bid gu bem giem- 
Ud^ tief ftel^enben Äcml^aufc fort. 

Steife unb Shi^ung: €nbe October, 14 Stage. 9lad^ Oberbied 
tritt aber bie [Reife oft fc^on Wtiüt September ein unb eS mac^t fui^ 
ba8 Sred^en biSnoeilen @nbe ^uguft n5tl^ig , um f^neQeS Seigmerben 
gu nerl^inbern. — 3ft nad^ il^m befonberS gur 3Roft- unb §onigbereitung, 
weniger gum Jtoc^en gu empfel^len, ba fie gefot^t etmad meic^ ift. S)iel 
meint überhaupt, fle fei bei ber Sangen grünen ^erbftbime entbe^rli(^. 

Sigenfd^aften be3 Saumes: berfelbe n)äc^t nidbt fred^, gleicht 
in ber SSegetation bem bet B. blanc, madEit ftartabftel^enbe , fd^lanle 
®eitengmeige , belaubt ftd^ baburd^ lid^t , unb liefert balb t$rü($te. — 
©latter eifSrmig mit oft nur furger ftumpfer ©pifee, IV4" breit, 
2'/«" lang, oft etroag |ergf5rmig, glatt, gangvanbig ober unbeutlid^ ge- 
fagt. — ©ommergmeige: nad^ ©ielfd^lanf, glatt, gelblic^teberfarben, 
mit Dielen l^eObraunen, langlid^en fünften. 

3- 



295 



:Nr.l36. BitICBl. eMm». III,2(3).2.S)ie(; IT(lII)2b.Suc.;III,2.3o^n. 




ffmUvbtx%tx •iofketibime« xiti (Sitfrer) tt Oct 9ioo. 



$eimat| unb SBorfotnmen: ift in ®a(^fen ju ipanfe, foitfl 
'O&er no(!^ fel^r mnig Derbreitet. IBerbicnt atS gute ipauS^altSfrud^t 
läufigen Sin bau. 

Sitevaiut unb G^non^me: ^iel Befd^elft {te $eft YIII. S. 18Ö att 
efti^fifd^e ISiotfenbtrne unb 9{.lt.O. I. 6« 238 ald SBittenber^er 
O(oaen5tvne; 5eibe6orten ^abe id^ raeber in ber ^5(^ft lenntlid^en Segetotton, 
tto4 i>t ^^ f|nM|i unterfc^eiben Idnnen, unb l^alte fie um fo mebr für ibentifd^, 
ba btefelbe 3$entit&t jtc^ ou«^ an beiben oon ^iel nac^ ^etntl^aufen gelommenen 
€>otten finbct, unb 2)iel auc^ bei ber Sftc^ftfd^en ©lodlenbicne fagt: „folle au8 
'SBittenberg flammen' , aus »el<^^ Stabt er von Dr. ^ennig bie obige erhielt 



296 

S)ie ©loäenbime bed ^.D*®. XXI. Xaf. 8 ifl biefell^e, wo ^. Dr. ^enntg in 
SBittenbetg felbft bie Bef^reibung gegeben ^at Slud^ G^tift, SoSß. $omD(. 1809 
9h:. 98 lotrb loo^I biefelbe l^aben. 

(Öcftalt: 3" breit, 3— 8V2" l^oc^, meift mcljr runblid^ ober btcf* 
baud^ig fretfelfbrmig , oft aud^ burd^ eine ettoad Detlangerte @tielfpi^e 
mel^r l&ngltd^. 9ta(^ bem j(e(G^e nimmt fte oft mit faft geraben Stnien 
fo ab , bafi fte nod^ gut ftel^t. 3la6) bem ©tiele mad^t fie balb eine 
fc^neQe> balb aud^ unbebeutenbe (Stubiegung, meiftend auf einer (Seite, 
unb enbigt mit bidCer, wenig abgeftumpfter , oft aud^ etmaS mel^r ner^ 
I&ngertcr @pi^e. 

Jte(c^: ^atboffen, giemlic^ ftart, burc^ beuten l^auftg ner{(!§oben ober 
mie etmaS gefc^nürt, ft^t in }iemlid^ tiefer ®enlung, oft mit ftarfen 
iBcuIen umgeben unb auc^ über bie ^^ruc^t laufen flacb einige breite (Sr« 
l^aben^citcn ^lii. 

6tie(: fiatf , meift ^o(}ig, IV^—l'/i" lang, fl^t wie etngeftctft, ober ifl mit 
einigen ileinen SeuKen umgeben. 

@(9a(e: ftarf, glatt, oom Baume gelblu^ gvfin, in ber Steife ^o§ed (Etironen» 
gelb, ^ie Sonnenfeite ift mit einem bun!Un erbartigen, fpftter fveunbßc^er »erben» 
ben äHot^ leicht t)ern)af(^en , bafi bei befc^atteten §&uftg fe§lt. fuidte ftarl unb 
fe^r 3a§Irei($, unb nac^ 2)ie( auf ber Sommerfeite oft mit carmoiftnrot^m 
jtreidc^en umgeben, ©erud^ ift fd^mjac^* 

Steife^: mattmei^, etioaS ge(bU(|, grobibmig, nic^t fel^r faftooU, mirb noil^ 
2>Ul unb bem 2;.D.®. ^albfd^mel^enb , blieb jleboc^ §ier abfnatfenb (mie ed 3)te( 
aud^ bei ber Sftc^ftfc^en ©[octenbirne angibt), oon angenehmem eooad mfi8(tvtem 
gudergefc^mad. 

Jtern^auS: Uein, §at §o§U 9[(^fe; bie fftr bie ^rud^t engen itammem ent< 
galten lange meiftend taube jteme. AeCd^i^ö^Ce breiter üegel. 

Süeifgeit unb Stützung: jeitigt in »armen Sauren fc^on im Dctober unb 
mn^ fc^on oor Si^ic^aeUd gebrochen »erben; meiftenS !ommt fie erfi ®nbe Dctober 
unb ^ftlt fid^ )iemU(^ lange, »eilt auc^ ni((t. ®ine fe^r ac^bare ^aud^altdfruc^t, 
ffir ben 8anbmann re(|t geeignet. 

2)er Baum, ber f^on in ber Baumf ((ule an feinem fel^r fiarlen S^ml^fe unb 
biden trab oiolettbraurot^en Xrieben !enntli(^ ift, »irb gro|, ge^t mit flogen Xeflen 
^od^ in biel^uft, ift fc^ön unb bic^t belaubt unb liefert mit ber 3^it reiche (Smten. 
Sommertriebebidunb lang, et»a8 gefniei, runb^erum oiolettbraunrot^ (gelblu^ 
olioenfarben, »ie ^iel bei ber SGßittenberger ®lodenbime angibt, fa^ id^ fie ntd^t), 
reic^ unb in bie Slugen faUenb punftirt« ^latt gro^, giemlid^ flad^ ausgebreitet, 
t^eiliS ^erafbrmig ober me^r eiförmig , t^eiU aud^ eUiptifc^ , me^r nur gerdnbelt 
ald gan3fein geja^nt. 9[fierb(fttter pfriemenförmig; Slugen ftarf unb bid, feget« 
fbrmig, abfie^enb; 9lugentr&ger jiemlic^ ftarl» 

. Oberbied. 

^ie Blatter bed $rud^t§olge3, »ie fte ^reunb Oberbied beilegte, finb, 
fo»ett fidb baran unterft^eiben WJt, me^r eifbrmtg att eBiptifdJ, glatt, fhimpf« 
gefttgt, oft goniranbig. Sa^n. 



k 



297 



Ho. K7. a)«r»ft. »ergumpm. l, l. 2. a^iel; IV, I. b. Suc; VI, 2. Sojn, 




PomlHitter |f rgamite. Stln (von eftnbmbe) * * ! t $"« 

^eimat^ unb SBorfoinmcit: fie fonb {id^ in fced ^rci^etm 
von Stimii O&ftgarten gu S^tufalem bei SReiningcn unter bem 9lainen 
9>atm{labtet Sutterbirne, Beurr^ de Darxnstadt, loie mir 
yfagt nmrbe, oon ^rn. pon ®&nberobe in SDarmftabt al^fianu 
wtxib, angepftanjt HU eine ber beften j^etbfibtrnen für bie Stafel vtt* 
Watt fu and) in weiteren Reifen t>erbreitet gu rottitn. 

fiitetpiatttt ttttb69non9me: £ttcad, bem i^ bie gnu^t nnb f|>&ter aiti( 

foeifle fanbte, 5cf(^rie5 pe wir furj in feinen SBürttemb. jtcmobftfortcn 6. 212 
m ObfÜabinet, Sena 1866, ifl fte Bereits atid^ nad) Stflc^ten von mir gut ah^t* 
Wbtt — 2)<n !Ranien 9uttet5ime ^ielt xd) mid^ fär bere^tigt inSergamotteum« 
fwoanbeln, toeil biefer il^ter Sorm (effer entf|)n4t. 

■ 

®efialt: runblid^ bergantottfövmig, ebenfo l^o(^ n)ie breit, ober 
aai^ etnmS l^Sl^r, gemi^nlid^ in biefem ^aQe tixoa^ me^r nad^ bem 
€tiele gu abne^menb, oft aber Qud^, mie fle.obengegeid^netift,pI«ttrunb; 
neif} 2V/' ^o(^ unb oon gleid^er Sreite. 

Sttl^i meift Kein, lurgblattrig, oft kornartig, aud^ if terS bIattIo8, 
0ffcn, in fcbmadder fc^üffelförmiger (Sinfenlung* 

Stiel: Va *i8 Vi" long, a^nW^^ Wd unb flnrl, braunttd^grün, 
^t morgig mei^grott f^unltirt, in einer Ileinen engen ober audd meitercn 
Sertirfung. 



308flTitt(< ^Mb»«^ bct OblMMbr. II. 



30 



298 

I 

(S(!^ale: ^eOgrun, jp&ter gelbgrün ober gr&nlid^gelb, ol^e Stit^e, 
mit gerfprengtetn fd^mu^ig gelbbraunen 9to[t unb feinen grünen, fpdter 
br&unlid^en ^untten, obne dibif^t. 

f^teifd^: n)eig, fein, butterl^aft, gart, faftrei^ Don erl^abenem, f u§« 
»einigten, etmaS muätatellerarttgen SBergamottgefd^mad. 

JKernl^aug: mit feinen ßitnd^en umgeben, jtammem eirunb, giem^ 
li^ gtoB mit großen DoQfommenen, braunfd^margen mit einem Keinen 
^Sder Derf eigenen ficrnen. 

Steife unb ^JU;}iina: bie ^rud^t reift (Snbe October, l^&lt ftd^ 
aber meift burd^ l^alben 9toocmber unb ift fomit mel^r jperbft» alö 2Sin^ 
terbime. S>ur^ il^ren angenehmen, gemürgl^aft^fügmeinigten ©efc^mad 
»irb fie Sllle, bie ^e anpflanzen, befriebigen. 

Sigenf(!^aften bed S3aumed: biefer n)S(|8t gemäßigt, bleibt 
etmaS flein, bod^ gebeizt er mäf nod) l^od^ftämmig, gleid^t im Sßud^fe 
bem ber SSetgen ^erbftbutterbirne, bringt au^ ]^0($ft&mmig nod^ [tetd 
fd^Sne, nur biSmeilen !(eine giüd^te. @r ift aber leiber garttid^ unb 
gmar fo, bag bei einem letfen ^^räl^Unggfrofie bie jungen JStatter el^r, 
ald an anberen SBirnbiumen erfrieren. S)egungead^tet ift berfelbe in 
melen 3^^^^^ ^^^^ tragbar. $[m meiften ift bie @r jie^ung in ^ramib« 
form auf SBilbUng anguratl^en. — JBIätter lange tt förmig, IV4 
Bi8 IV4'' 6mt. iVa M3 3" lang, oft aud^ elliptifc^, glatt, mtx\t feid&t 
gef&gt, mit fd^mdrglid^en Ileinen Sorften an ben 3^'&tieinf(j^nitten , oft 
aud^ gongranbig, etmad f(l(|tff förmig , bie meift auSlaufenbe, oft lange 
<Snbfpi(c Öfterg nad^ aufmirtS gerichtet. — Slütl^enlnofpen etmaS 
Hein, legeiförmig, faft fted^enbfpife, fdjmdrglic^braun. — ©ommer» 
gmeige gräulid^^olioengrün, gegenüber mel^r röt^lid^, gelbttd^mei^, etmaS 
n)argig punitirt; baä gmeiid^rige ^olg ift fd^marglid^braum 

3- 



299 

No. 138. JHiKtatt ^mWttiicut m, 2. 2 3)iel;ni, 2 b. Suc; vr,2.3a5tt 




ililittaer 3lpotl|elterbinie. oberbietf f f Oct s^oo. 

(eimat^ unb Soclommen: »urbe erlogen 9on$tn. o. (avtsotf , 9)ive!tor 
kct laifevlid^en (Bfttrtcii }U 9ltfita, von bem id^ baS ^ftopfteid erhielt unter bem 9lamei| 



800 

^vftne (evbfl'Xpot^efetbitne. S^xnx Ititterf^Ube oon to f^n Mconitat: 
Scu^t beS 9lamenS goB i4 ^t no^ bad Seioott 9ti!itaer. Geeint eine ixtfi» 

2itetatttt unb 69noii9me: flnbei fld^ nur erfl in mettiet ,9ti(etiititfi* 
6. 265 aI8 9lifitaer grüne ^erb{i*Vpot|eIerbitne. 

Q^efiali: neigt $iluflg ftavt sunt Koniferen, 2i/i*' 5teitf 3 Mftfelbfl 3i/«"§0((^ 
8att4 ittft mel^v na(^ bem itetc^e ^in unb meifieni nod^ iifttfet ald in oMget Sfigtv»- 
bie oon einev im trotfnen 9oben )U geinfen getoai^f enen gnu^t entnommat ifk, in 
»efc^em ed fafi Siegel )U fein f<l^eini, ba( bie fangen unb §0($au8fe(enben gfdU|ie 
ehpad Iflrger crudfallen. ttm ben iteI4 n5I6en it4 bie }um itonifc^en neigenben. 
9til4te rafd^ gu unb ftnb f o abgefiumpft, ba| fle no4 auffielen !5nnen. Sac^ bent 
6tie(e leine bemetfbaren (Einbiegungen unb biete, 3iemli<l^ ^ad abgefluntpfie &|ii|e« 

iteld^: ^artfd^alig, offen, fi^t in enger flacher €Senfung, aud bec flad^e Senlett 
fid^ ergeben, ober nic^t fe§r merKi^i ftber bie gru^t l^inlaufen, bie inbe^ bur^ 
wandle 8eu(en in il^rer Oberflilll^e giemlic^ uneben ift. 

6iie(: flarf, l^otsig, >/4— 1" lang, ft^t gioifc^en mehreren fld^ er^ebenben. 
Beulen etmaiS vertieft, unb ift §ftufig gur 6ette gebogen. 

60a(e: fein rau)^ angufttl^Ien, ftarf, vom Baume (eSgrftn, wirb in ber Eoger» 
teife etmaS gelbli^er* Sfidt^e fe^lt Sbit ga^Ireic^en roftfarbenen fünfte finb fein;. 
SloftanSüge giemlic^ l^ftufig. 

SIeif(§: matt, gelbUc^toei^, um badKem^aud eiwaSfbmig, fein, im regten 
Steifepunltfd^malgartig, §iemU4 ^albfd^melgenbi oon juderartigem, gemflrjten, etoaft- 
»einartigen Oefc^matfe« 

Stetn^aui*, gef (^(off en, bie ger&umigf n itommem enthalten viele ooBlommene^ 
|iemli<l^ longe, au(9 am Jtopfe mit einem jtadpfc^en oerfe^ene SUxnt. itel(|^d§(e 
ge^t nur etioad ^erab. 

9ieif)eit unb 92utung: geitigt meifteng ®nbe October, unb ift fOr ben. 
(aud^aCt fej^r brauchbar, |&It fid^ au^ 6—6 SBo^en. 

^er Saum toi^it mir bid^erin (ei(§tem unb fernerem Boben in ber Banns 
f<l$ule raf4 unb gefunb, unb lagt bie balbige unb faft ift§r(i(^e Sragbarfeit ber 
^robegmeige auf frü§ eintretenbe reiche 3ru(^tbar!eit fc^liegen. 6 o mm ef triebe 
^arf, loenig gelniet, nad^ oben ntc^t ftarl obne^menb, olioengrün, oft mel^r (ebergelb, 
|iem(i4 4&uftg, bo(9 fein unb ni(^t in bie Singen faHenb punftirt Blatt meift 
Xangettförmig, oft me$r eQiptifd^, unten am 2;riebe ^dufig iangeif brmig, glatt, ni<^t. 
gegähnt ober nur ger&nbelt« Sfterbifttter pfriemenfbrmig, Sugen florf, nad^ oben 
vom 3n)eige abfte^enb, tonifd^, braungefd^uppt, auf ^iemUd^ oorfie^enben Xr&gem. 

Cberbied 

S)ie Blatter bed ^ruc^t^olged finb (angettfbruig, 1 V^-rA" breite 
mit ber meifl fe§r lang gezogenen @ptte S*/«— SV«" lang, bfterg aud^ effiptifd[^ 
«nb eifbrmig, etioad unbeutUd^ noSig, fein» unb fei<!^tgefagt, fteif unb (eberartig«. 

3a(n. 



301 

3ffo.lSd. lie S^vMlmtt^ 1,2(3). 2.a)iel;IV,(lir).L •.ßuc; IT, 2.3a5Ä- 




4>cimat^ it«b Sortommen: SDiel ec^ielt bie Ißfropftdfer 18ift 
to» »an 9bn8, bcr ^e nur bem Flamen tta^ alä Gomperette iia 
CittaL dasdipt p. 57 anfg&^ttc. — ®le ftnbet ^ in S>ittt{(|tQitb 
bereits aud^ unter anberem 9tamen oerbreitet» 

Biievatttt unb e9non9me: l^ie( 9}.Ü.C. Y, 6. !28; ^iilv. I. G. 666; 
** Obo^btttf (e. 383) erlieft fie old Ronsselet Prinoe de Llg^ne »Mi 
Siegel, bcv $e ttu^ atö tßrina von Signe in f. 91.D. IL e. 92, a(il «om 
Sflrgennei^ 9U>ff9 abßammenb, (efc^rteb. D5erbie(f 6e!am fle aber au4 a(i| 
€oliiiftr naiqaeoudGna^ien, femeroteHei^t au8 SenoecQStnng a(8 Sötoener 
Bnttetbivne oon 5Dfttn4 ^od^ 9*(<e nvbanetf bk (e^tcte bamit ffl? gletc^. -^ 
9a^ 9e^rtK6 ifl aber mi4 bte Knatiadbirne, Poire d'A.nana«, d'Anitttag 
£At^ bie na4 Ann. de Pom. HI, @. 37 auft granlrei^ ftammt imb mit bet 
Hegentin Cbie ebenfalls d* Ananas d'Anan. d'hlTer ^ei(t) nid^ }u nerroe^feln i{l^ 
ittit Gomperette ibenttfd) ttnb glaube iA, nad^ einigen bereit« erlogenen drfltingd* 
1iiU|teii ber Kmmad. toie \i^ fte in Vfropfreifem oiiS Brftffel er9ie(t ttnb nad^ 
wen Segetoitott biefe Sbentitftt be^tigev an Stonen. 

Oeflalt: nerSnberlic^, betgamott^ ober freifet^mtig, naci^ beut 
€StieIe gu flumpf {egelfömiig, ober n)ie {$ {ie bereits felbft ergog (au^* 
4iU (Eomperette non SornmüQer unb Sieget l^atte, gum 3:^eit etwas 



/ 



/ 






302 

iirnfSmigi 2Va" ^^eit unb efieitfo ^od^. 3n ben 9tinaL ifi bie Ana- 
nas i'it6 \t^v langlid^ unb faft rein btrnförmig, auc^ {lart gerottet al« 
flebitbct unb e8 IJat baä eine (gfemplar bei 2Va" ©reite, SVa" ^ö^e^ 
nie id^ bic (Somperette aQerbingS nod^ nie fa§, aber audf meine $rfl<!^te 
ber ananaS untren nur turg gebaut 

fteld^: feinbl&ttrig, giemlic^ offen, fd^mad^ eingefentt, gnifd^eA 
Seulen. 

Stiel: »ie ftclfd^ig, big ^/g' lang^ obenauf, wie eingeftecft^ 
^dufig fd^lef. 

® d^ a I e : glatt, mt fettig, l^eUgrfin, fp&ter ^eUdtronengelb, on bar 
©onnenfeite fd^mad^ rötl^Iid^braun , feiten titoa^ ftteifig gerottet, mit 
giemlid^ niel Sftoft unb g^^l^treid^en fünften. 

%Ui]6): meig, überflk|enb, butterl^aft, von feinalantartigem l^err» 
Hd^en ^immtgefd^madf {®icl.) — 3d& felbft ^be mir i^n alS fflfe, rec^t 
angenel^m muSfateaemb notirt, mie Siegel ben ber Sßrins von Eigne 
fd^ilbert. — 9lad^ ben 9nm foll ber ©efd^mad ber 9[nanaSbime aa 
baS $arfflm ber SlnanaSfrud^i, Bromelia Ananas erinnern. 

Äern]§au8: bei ftarlen grüc^len offen, mie catoiHartig mit ge» 
rftumigen Kammern unb nieten flarten, aud^ oben fpi^en buntelbranneii 
jteinen. 

Steife unb SHu^ung: iSnbe Och, 14 3:age (S)iel), !Roo. biS^ 
SSMnter (SiegeOi beiOberbicdC unb mir gegen 20. Cct., l^u^g, mieaud^ 
bie SnanaS, fd^on (Snbe ®ept« 9)od^ mar bie non SornmfiQer erbal« 
tene in ber bb^^n Sage non ©ul^l erlogene, Somperette meift ungUid^ 
jpftter reif. — ^errtid^e 3:afelfru(9t, bie nor etma 18 ^a^ren SHttcii^ 
Sttgteid^ mit Starte Sttife }tterft nad^ Weiningen fanbte unb meldte ba* 
tnalS fogleid^ allgemeinen Seifall fanb. 

(Sigenf(^aften ^eS Saumed: iD&(^9t ^wax in ber Sugenb lebhaft, Ift^i 
a(ct (alb na^f bleibt üein, fd^eint gegen itftite enipftnbli^ (waS Obetb. nU^t fanb)^ 
i^ aber au8ne§menb fnt^tbar, bod^bUiben bie ^d^te oft Kein. — fta^ &it%dhü*: 
gegen »Ad^St^rin} o.Signe no(§ (od^ftftmmig unb bringt fo bie beflen Stä^te^ »ai 
Cberb. beftOtigt. — SUtter eUiptifd^mitetsDadt)orttetenberepi|eli/i"brett^ 
2Vt" lang, oft breiteSiptifd^, Heinere lan^ettfbtmig, am 6ommer}ioeige oncft etfdtmif,. 
glatt, feingefftgt, biSioeilen unbeutlid^ gefdgt unb gan^ranbig, ettoad fd^ifffbrutig imh 
fii|elfdrmig, siemlid^ fleif unb leberartig. — Olüt|en!nofpen |. 3* lurgEegeU- 
fbnnig, |iem(i4 fpitr bunlelbraun, «n einem frAftigen iiegetirenben3t9eigc b«r Knanoi 
finb fie bagegen fe$r langfegelförmig, ftar!, »enn am^ ui(^ ftee^enb, )ugeff»i(t^ 
mit ttmaii flaffenben iDetSbUltteni — ebenfo tcam im beffer audgebUbeteii ^nftonbe 
bie 8Iüt§ei^tiof pe ber (Somperette fein. — 6ommevaioeige ttflb grftnbraun, gegeilt 
Aber brftunUc^grftn, {iarl grau« unb gelb»ei(, I&ngHdi« »ie warjigrpuiifttrt 3. 



308 
So. 140. suiin'« «luitdiu 1,1. 2.a)|i<[; iii, i .(i). 8vt.i m, 2, 3 1 




JPniktt'i lntttibEntt. Otnbied ** t SOD. 



30t 

^(imatl^ unb SBovtommcn: biefe belitate, an ©nftfüSe uib 
iBefc^mad mit SnapolcpnS Suttetbirne loetteifernbe grud^t fanb ftd^ untet 
ben 300 Serien, bie t(| 1833 ol^ne Flamen oon $errn oan ^Dh>n8 o 
Igielt SB&^rcnb gu mehreren anbeten barunter beftnblid^ gemefenen ^(i^ten 
burd^ bie mit Selgien neu eröffnete (Sommunicaticot bie redeten 9tamen 
fid^ bereits gefunben l^aben, ^abe id^ für Obige einen rid^tigeren 9lamen 
no<^ nic^t finben fönnen, beren fenntli(^e SSegetation ftd^ unter aSen 
meinen belgifd^en ©orten ntd^t ftubet unb gebe fie ba|er norerft, mie 
id^ fte na^ bem aU Sßomologen befannten ^err Obergerid^tSbireltor 
Söbiler ju SKeppen benannt b<tbe. 

Sitetatur unb Spnon^me : ftnbet ftc^ ttutin meinet Snieitutig B, 28ft. 

©e^alt: ^auptform i{l bidfbaudjfig !reifelf5rmtg, toie in obiger Sigur, bie 
nad^ einer in3üQi4au auf $o(^ftamm enoac^fenen grud^t entnommen ifl; in met^ 
nem (harten mürbe fie nur 2t/s" Breit unb §0($. S)ie gmeiie etmaS ungem!i^n(i<j^ere 
^orm neigt me^r su ftarl abgefhtmpf ten Itonif^cn. 8auc^ Bei Beiben formen mc§r 
na4 bem Keld^e ^in, um ben bie %xvL^i fi(^ plattrunb mdIBt. 3ta^ bem ^^tiele 
nimmt fle, meifl nur auf einer 6eite, mer!(i4 eingebogen, oft felBfi mit fCa^ er* 
^oBenen Sinien, ftötrfer aB unb ift in i^rer ^auptform nur n>enig abgeftumpft. 

Jlel(^: offen, oft ^albgefc^loffen unb etroad gef(!^nflrt, in feiner SoUfommen« 
(eit longgefpi^t, meif^ mit iiemli^ Porten Slui&f^nitten in bie ^ö^e fle^enb, fif^ 
in )iemlic( weiter unb tiefer 6en!ung, aud ber Breite (a^J^aBen^eiten fiBer bie Snii^t 
l^laufen unb bie 9iunbung ^&ufig etmad oerf(i(teBen« 

©tiet: bid, 5ol|ig, oft fiar! gefrümmt, 1— IV«" lang, burc§ einen SBuIft 
meifi jur @eite gebrftngt, fi^t wie eingejletft, unb Bei freineren ^flc^ten ge^t oft 
bie epite foft in i^n über. 

6d(a4e: glatt, l^effgraSgrün, im Siegen ^eUgelb, o^ne alle 9iBt§e, bieetoaduti« 
regelmäßig l^ert^eilten feinen ^untte finb von ben Süoflanfiagen oft nenig su uniec* 
fd^eiben. 

gleifd^: gclblic^ oeiß, fein, gana f4mel|enb, fiberfliefienb oon rei^Iic^ oor* 
l^anbenem @afte, von erfrifi^enbem, belifaten toeinarttgen ^udergefd^madl. 

itern^ud: gefc^loffen, mit ^o^Ier 9C($fe, Kammern }iemU4 lang, bod^flacl, 
enthalten oerl^&ltnißm&ßig große, ^iemlic^ plattgebrfidtte, eiförmige fd^morse Itcnie. 

9Fieif)ett unb 9lutfung: Sfittdegeit in umarmen Sauren f(^on t20. September, 
meifiäRic^aeßd; geitigt bamac^ f(^on im October ober erft im 9^ooemBer» 9t^ 
3—4 äBod^en ^inburij eine red^t belüatc XafelfnM^t. 

S)er »aum roä^it raf($ unb gan^ ppramibal, biegmeige in sicmlicb fpitim 
^tnfeln anfe^enb, mar bei *J^ienbura in Ganbboben unb ^ier in fd^merem Bobeii 

!;efunb, fe^t frü^ gruc^t^ofj an unb fc^eint nid^t groß ju »erben* eommertriebe 
Alcnr, ein wenig ftufig, oltocnfarbig, oft in« gebergelbe fpielcnb , bur<5 ©UBerp 
ij^tiS^m fteUenneife überlaufen, giemlid^ ^ttufig, bo^ fein ^unftirt. Slatt etioai 
l^tffförmig aufmArtd gebogen, glatt, glangenb, langeifdrmig ober long enipttfc^ 
»temlic^ groß, fc^ön unb fein geja^nt. »Utterbedgru^t^olged Balb (angi^ 
euiptifd^, Balb lanzettförmig (ober wie ic^ fte nenne :lftngUc^ eifbrmig, mitaitS» 
loufenber furjer epije, l»/4" Brett, Bid 3V«" lang, Bi&roeilen etwa« eirunb unb 
Jergfbrmig ober ain$ mitunter elliptifc^, glatt, bo($ nuioeilen etwas unbeutU<J ooSia. 
f ctngefögt, fciifffbrmig, langgefiieli Stiel oft 2i/i" lang , metfk aufreiht MenS. 
Jla^ttO SCugen tonW^, etwad oom gweige aBfte^enb, «ugentr&ger ^^. 

OBerbieif. 



305 



^ftji^i, costm'« eognttte* II, 2. 2. ^itu iv. 2. b. 3uc ;ii, 2.30^«. 




iaqintVi iirgatnoUe. »ipott (Sageret). ^ f $. 



^eimat^ unb S^orlomtnen: fie votxxit oon betn fe^r entfd^ie« 
betten $omotogen ©ageret tu ^artS auS €atnen ergogen, nie SJiDort 
viü^eilt. — 3d^ erl^ielt blr $froph*ei{er DOtt ^. ^opeleu itt Sßetteren, 
lejetc^net ald Bergamotte Sageret. 

Siteraittrutib Qr^non^me; SBii)ortM4tie({teim9irBuml9ne6ent:af*31. 

— ^ie ift vetf Rieben oon ber oben befc^riebenen Gageretdbirne, bie tote bei il^f 

ftm&^t ourbe, in Sa|)eteu8 €atoIog oon 1856—57 aud^ ald Bergamotte Edoaard 

Saferet anfge^d^Ii \% bie aber feine Sergamotte imb eine Kugufi« ober Be^iemhtt* 

fnid^t i^. 

@eftQlt: 9\voü bilbete fie nittblid^ ober bergamottfönnig ab, be< 
^tieb fie aber atS eifdimig, freifelfSrmig unb nur bi8n>eilen aI8 rrnib« 
lid^ tmb ntel^r breit ald l^od^. @r jd^tlbert fte ferner alS mittetgrog unb 
1^ fie 3" breit unb 2'" n^eniger ^Cf^ i^i^A^ntt. Unfere am ipod^ftamm 
triogene t^rud^t ift n)ett Heiner, fie mi§t in ber $5^e ebenfo viel atö in 
ber Sreite unb ifi gegen Sinort befonberS ttxoa^ nox!^ bem @tiele gu 
oerlingert. SEUol^rfd^einlic^ nimmt fte bte angegebene ^orm unb @ri|e 
au(i^ bei uns am Spaliere an. ttngef&^r um V« g^^Ber aü oben xou^ 



,J' 



306 

fte in einem fTfil^eren n)eniger trodtenen ^el^xt mtd^ fc^on an meinem 
4^od^ftamme. 

Äetd^: mittelgroö, aufredet, faft obenauf, mit fd^marggranen oft 
nnnoHlommenen »tättem. 

Stiel: bicf, fteif, l&oljig, j^i^morgbraun, obenauf, tiroai nertieft in 
8Hpp(|en. 

@d^ale: etmad fein raul^, grünlid^gelb , gelbbraun punitirt uni^ 
gefledt, an ber @onnenfcite biSmeilen etmae gerit^et, aud^ mit etmajl 
gtofi um fteld^ unb ©tiel. 

^leifdEi: gelblic^meig, nad^ Sii^ort fein, fd^melgenb, faftooll, non 
ffigem Sergamottgefd^macf, geigte ftc^ |ier giemlid^ groblömig unb btie& 
taujd^enb, l^bd^fteng l^albfd^melgenb, aber faftig pon fügem, angenehmen 
@e{d^madC, boc^ o^ne 93orguge. 

Aern^aud: aud^ nac^ iBtoort mit etmaS feinen Steinen umgeben, 
l^ol^Iad^fig mit Dielen länglid^en fc^margen fernen. 

JReife unb 9tu^ung: bie Steife mirb aud^ im Slbum mie non 
Ißapeleu auf 9lot)ember unb S)ecember angegeben , in 9Reiningen aber 
erfolgt fte meift im Cctober, einmal l^atte ic^ bie grud^t felbfl fd^on int 
September reif. — S)ie 93trne ift fd^on im^auSb<^lt unb auf berZofet 
braud^bar, bod^ durfte bie Sorte bei fo Dielen anbern beffeten gleid^» 
geitig reifenben ^ruc^ten entbel^rlid^ fein. 

Sigenfd^aften beä93aumed: berfelbe ift ftartmSd^ftg, gibt 
fd^bne ^promiben unb ift gur (Srjiel^ung auf äBilbting mie auf Quitte 
geeignet, auf Unterer jjeboc^ frud^tbarer. — SDieSlatter ftnb eirunb, 
fafl tunblic^, iflerä audj eifJrmig, furjgcfp\jfet, 2" breit, 2 Vi" lang^ 
fllatt, gangranbig, oft langgeftielt. Stiel oft 2*/»" lang. — »lütljen* 
Inofpen Hein, legelfdrmig, etma8 ftumpffpi^, hellbraun. — Sommer* 
jweige votbbraun, fteOenmeife olioengrfin, graumeil punftirt 

3. 



807 
No. 142. 64lie 3«0t L 3. 2. Z)1e(; m, 1 a. £uca«; U.2. ga^n. 




f*' 



tll|ytie 3tlHe. etoori (oan SRonft). ^* f (• 

^eimat^ tttibSorlommeti: einB^S^ng von t^onSRonS, nadj 
icffen SnMiii, ^ulie, XodfUv bed @eneratö benannt ^tnig guerft 1842. 
— 3^ ft^'^tt bic 6ortc «on gSapcIeii in ©eiteren. 

SitetfttitY: eioori Befd^rieb fie M Belle Julie im tOitm II, 6« 29.-» 
1k4 bie SetHnev Sct^anblungen geben 9{a4vi(|t von ibr, 6. 8.^ 

@efialt: einsnb, m^ bem Stiele gu, au(^ nod^ ben Setliner 
Setl^blungen, oft bimfömtig (naif SSioort ift fie eifbrmig an beiben 
ihiben abgeftumpft,) Hein, IV4'' breit, 273" ^0(b. S)ie von Sioort ob» 
geUIbete ^d^t ift 2" brrit unb dnaS Aber 2V4" 1^0(^, l^at biefelbe 
%9tm, bo($ ift f e na(^ bem Stiele gu nicbt eingebogen, unb ber @tiel 
fielt etnoB eingef enlt. 




ncnete Qimen. 2>ie ffinftig unter «Berlin. 8erbanb(/ gegebene 9loti0 lavn. 
«Ifo 9on Da /onghe, aber ait<b ^on Liron ^errfll^ren. 



308 

fteld^: fla^, oft faft etmaS Dorgef (toben, offen, nttt Kirreren bbj(r 
fingeren, Qufred^tflel^enben 93Iä/tern, »cld^e fteif unb f^warj {Uib. 

Stiel: tnxi, bod^ aud^ l^ieunbba l'^long; bidC, gelbbraun, (otiig; 
obenauf, in fleiner SSertiefung ober neben einem $5(fer f(|ief. 

&^alt: ftart grünlid^gelb , mit vielem graubraunen, oft gan| 
Dber aud^ nur fteHenioeife iufammenl^&ng^tibem 9toft , ber bie ®d^ale 
etmad raul^ mad^t. 

^leifd^: meig, ober etmaS grfinli^meig, fein, faftooK, butterl^aft, 
Don fel^r fügem, fein bifamartig gemürjten ©efd^mad. 

ftern^auä: bur<i^ fel^r feine itömd^en ongebeutet, fd^nxid^ ^^U 
«ad^ftSf ^tt iiemlid^ großen I&nglid^en Kammern unb gelbbraunen, Idng* 
lid^ eiförmigen jlcmen. 

Steife unb 9lu^ung: (Snbe October bi8 SSitte 9tonember. — 
^ne fel^r gute Sirne, beren größerer Serbrettung nad^ Sioort nur bie 
geringe ®r5|e im SEBege fielet, meld^er le^tere ^l^Ier aber burd^ bie 
^^e ^rud^tbarleit beS SaumS mieber audgeglid^en merbe. Sud^ nad^ 
^en ^Berliner S^erl^anblungen, menn aud^ ntd^t L, bod^ IL StangeS. 

(Sigenfd^aften beSSaumeS: berfelbe m&d^et lebhaft, gel^t^od^ 
itnb m&d^St fd^in ppramibaL X)ie mit ber Sorte gefertigten ißrobe« 
3meige bcgeigen ftd^ red^t tragbar. S)ic 81&tter flnb eirunb, mit 
auälaufcnber ©plfee, 1 Va" breit, 2V2" langr g^att, meip fel^r fd^arfgefagt, 
ttnmS longgefpi^t, f el^r bunlelgrün unb gl&n^enb. — Stätten Inofpen 
tegelfBrmig, ftumpffpi^, laftanlenbroun. — ©ommerjweige grünlich« 
gelbbraun I gegenüber faß id^&rglid^oiolett, mit feinen gelbli^l^n ißanften. 

3. 



309 



Mo, 143. Statu'» naRcICt. H, Z 2. »iel; IV, 2. b. Suc; n, % ga^iu 




lßt€9fttf§ S«ffelet, ft\»ott (von SRons). ^ t $• 

{^eitnatl^ unb SBotlomnten: van 9Ron§ crgog fte loal^rfd^ein» 
11^ aus @omen unb benannte fie nad^ einem $rmi S)ecof)er inSönm: 
BoQSselet Decoster. 

Sitctatttc ttnb B^nünymt*. Säivott lot fe im Vßum bet ^omofo^ie I 
«eben %aUl 30, »o fie aiathitbti ift, befc^rieBem @t fonb {le no4 in ber von 
i^m Mefnommtncn «ottmfd^vte von von S^onfi in jutipm SPfitirnfn vnb gfoubi^ 
bn^ i^v crfied S^nd^tttogen unb bie 98ibmun0 gegen 1830 f($on flottgel^abt ^alt. 

(Seflalt: Sinott befd^reibt fie ald unregelmdgifl odqI, runblid^, 
{reifelfSrmig, bifttpeilen niffetetformtg ; »ie i$ fie l^irt ergog , ifi il^re 
^rm eniroeber eintnb, nad^ bem @tiete ju auf einer @eite biSroetlen 
nnmerllid^ eingebogen ober Tegelförmig unb fetbfi IreifelfSrmig, mitfurgev 
ftgelfirmiger @HeIfpi^e. 3)ie ^tuäii ift al8 ffein befc^rieben, bod^ noc^ 
Bon 2Va" ©reite, 2V4" §5^e abgebilbet, unb gang in bet gorm ber 
Umtifegeld^nung oben* — §ier l^at fte l^i" ^i^e bei ebcnfo niel ©teile. 

Sttiif: Hein, l^rt« unb lurgbliUtig, (otnatlig, offen (nad^Sioort 
ficf^Ioffen), in nieitet feid^tet Sinfenlung. 

6tiel: btaun, ^oTgig, bid 1'' lang, obenauf ober fd^mad^ netiieft^ 
oft fd^icf neben einem ^ödCet. 



310 

@c^ale: etiüad raul^, citronengetB, tod^ faft ganglid^ mit geti« 
iraunem jufammenl^&ngenben 9io[t fiberjogen, an ber @onnenfeite mit 
I elwaö büfterem bo(^ fiartm darmlntotl^. 

^Icijc^: gelBIid^'TOcife, fciit, n\ii)t \t^x faftrcid^, ]&olbf$mctjcnb 
ober raujd&cnb, bod^ Tjon ^ü^cm glmmtartig geroflrjtcn ®cf<!^macf. — 
IBbort bef(!^reibt c^ als jiemlicl^ jaftig, butter^aft f(|mcl)etib, von leichtem 
IRuffeletgefc^macf. 9)od^ xonrit fie l^ier meistere ^a^xt nur ]^alb)d^mcljenb. 

Jternl^auS: von etmaS ©teind^en umgeben, f(^n)ad^ ^^^^^^i, 
Hämmern Ileinunb mufc^elfirmig, mit Dielen DoDfommenen aberfleinen 
fd^roarjbrauncn, mit einem Weinen §odfer verfe^enen Äemen. 

Äeifgeit unb Sftu^ung: nad^ SHioort reift fie (5nbe Octüber, 
|ier meift Slnfangd Slovember, bod^ hielten ftd^ bie ^rüd^te gum 3:|eil 
bis in ben S)ecem6er, nie bieS in einigen SBcrjeid^niffen aud^ angegeben 
ift. SBegen biefer langen SDauer unb beg guten ©efd^madFS Derbient bie 
ißirne, meldte rec^t roo^l aU Stafelfrud^t bienen lann, auc^ meitereSkr« 
breitung, menn gleid[| fte nur Hein ift. 

Gigenfd^aften bed 93aumeg: biefer mäd^St nad^ SBinort gut, 
gibt fd^öne ^pramiben auf äBilbling unb trägt barauf fleiBij, fo ba§ 
man nrd^t nötl^ig l^abe, i^n auf Quitte }u Dcrebeln. SSinovt meint aud^, 
ha% er gur freien ^flanjung in bie 93aumgörten geeignet fein miltbe. 
— ClStter eirunb, meift etmaS l&erjfJrmig, 6fter3 iebod& aud^runb^ 
lid& mit meift auSlaufenber ©pifee, 2" breit, 2V3" lang, glatt, fdjarf^ 
gejagt, oft langgejiielt, ©lielbiS l^U" lang, blaferJtl^Ii*. — »lüttem 
Inofpen jiemlid^ groß, fegetfSrmig, gugefpi^t, fd^uppig, l^ettbraun, — 
€ommergmeige rol^braun, gegenüber nad^ 83ioort grunlid^^grau, 
fd^muj^igsmeig punitirt« 

3- 



r 



^v 



311 

No.144. 8iiai«0.aiate«jl«.n,3.2(3);a)ieI;ra,(T).2B2uc.;in,2.(3)3a^ti. 




^eitttatl^ unb SSorfommen: SiegeC erhielt fte oon bem^uftij« 
vttt^ unb @9nbicud Surc^arbt in Sanbdberg a. b. äßact^e in 
f^reul^n 1838. Se^terer ^ai bie ^ruc^t neuerjogen. 



SI2 

Sitetatut unb 6911 o 11*9 «c: Eieoel Bef<(tUl( fto in fefaieti neuen O^ 
forten II. 6* 63 olft eine gro^e, legelfftrmtge, gcI6e $et(fi(iitter§ttne I. SHantci. 
3(^ erl^ielt bie ^ftopfieifer vom oetfiorbcnen Sutd^atbt felb^ unb erjiog befcitf 
baranS aud^ bet Öefd^teibung Siegelt &u$erß(( entf^e^enbe gtü^te, bocp »utbcn 
^e nie (nttec^aft, fonbem iaum ^albfc^melnenb unb ebenfo fenbete mit bie ^nt^t 
au4 $t. Obetfbvfier G^mibt, bet fe am Swetgbaum etjog unb bie \^ }ur U* 
bilbung benufte, bie abet antl^ nut taufi^enbeS 3Ieif4 I^Ai^« 

e {I a 1 1 : fegelfdniiig obet ou^ etmaA bitnfbtmig, fßcu^ meifl nad^ oben, bod||. 
»i« Sotloge geigt, au(^ dftetiS f a{i mittelbaud^ig, nie fie Siegel bef c^teibt 2i/i" |ik(,. 
2" breit, an ttiebigen BAumen {ebod^ au^ gtbgfr, in ber Xbtunbung oft uneben 
unb ungleid^. 

jteld^: oet^dltni^mA^ig !Iein, offen obet et»aft gef^Ioffen mit liit}en onftcd^l» 
fiei^enben 9Idtteni| f[a<l^ftel^enb obet au4 in fc^mac^et f(^fl{feIfdtmiget(Knfeidttng. 

6tiel: lang, bis IVi", btaun, etioaft »atgig unb fleifd^ig, obenauf fd^ma^» 
«ettieft obet auc^ loie oben f^ief neben einem §I<if4n>uljie. 

B^alti biet, ungenie^bat, gtünlid^ ^ettctttonengelb, fp&tet bunfelgelb; noE 
«on tofifatbigen fpuniten unb Rieden, um Held^ unb €tiel au(^ etvaS me^ fu^ 
fammen§&ngenb betoflet«. 

Sleif^: mattmei^, na<l^ 2iege( ioa(t|aft buttetl^aft*f((melgcnb, oon fel^t ^(em 
atomatif((em ®ef(^matf, §iet {ebo^ unb mie i^ bie^^t oonG^mibtfoQ, lonm 
(albfc^melaenb, faft brüchig, gmat fag unb »o^Ifc^medenb, o^ne Steine, obet intd^ 
ol^ne oiel ®eioüt). 60 »at bie Cime befc^affen am 1. unb 15. 9{0Dembet, bi8 
»o§in bie gf^tfetn im gleifd^e nad^ bem 6tie(e gu bereite btdttnU(( loaten. %>o^ 
(ftngt bic^ oieSeic^t oom 8oben, obet oon bet Untetlage, obet non nid^t tid|tigct 
tpftftcfeieit ab; ba id^ fte abet aud^ anbetiofittd l^et fo belam, fo (obe id^ Xn^osb 
genommen, i(t oben I. Stang eingur&umen* 

Ketn^aud: $at eine l^o^te Slc^fe, iji Hein unb ent^&It Heine, ooOQEommene 
Jtetne. * 

Steife unb 9tu(ung: nad^ Siegel reift fie im 9loo. unb 3)ec«, (iet jebod^ 
ctmad ftfi^et unb bauert nx^t butc^ 9{oo. — Ku(^ bie von $m. 6(^mibt et^al* 
tene gtuc^t max f^on 20. Oct umd ^ern^oud ctnaiK neic^. — 3ft immet eine rec^t 
f4&|en9nett|e gro|e fd^dne SBitne, bie ou(^ noc^ ald Stafelfrud^t bienen !ann« 

(Sigenfd^aften befi Oaumed: berfelbe l^at gemäßigten ^Irteb, gebeizt anf 
Duitte, »äc^dt j|ebod( (angfam, ^at manc^mai abgeftotbene 6ptten on ben 0on» 
metgneigen, toaS bie Duitte vetbAc^tig mac^t, ftetd beffer a(d 3>9erg auf SßUbfing. 
Siegel, liefet etgog fie |ierna4 jebenfaQd auf Duitte, i^ auf S&ilbüng, »otouf 
fie fiugetfi (ebl^aft »Adi^et. — SIAttet eifötmig mit meifi audlaufenbet nid^t 
}U langet 6pi4e,* manche nad^ bem Stiele gu feilförmig, anbete aud^ ^etgfötmig, 
1^4" breit, 2V^" lang, glatt, mei{% etmad {lumpf unb nur nad^ oorne gu gefAgt^ 
dftetd au(( gangtanbig, etnad »ettcnfötmig, bteSpife gurÜdPgebogen, 9bem flott 
fid^tbat. —SBlütl^entnofpen giemlid^ bttf , furgfegelf btmig, f anf tgef pift, f afianien* 
(taun. — Sommetgveige einrnd ^ufig unbanbetCSpi^etttbidlt, gelbft(^gtfln» 
gegenübet oft ^atl tot^ angelaufen, mit feinen otfetgelbcn f^unlten« 

3- 



313 



Nr. 145. Iltcsl. «•!». 1, 2 (3). 2 (3). 2) i e I ; III, (V.) 1 b. S m c. ; H 2 (3)» 3o^ 




Uretibergi (Kolmar« »ioort (o. 9Ron«) ** f $. 9B. 



^^eimat^ unb $or{ommen: iDal^rfd^einlic^ von Dan ÜDtond et« 
2O0en unb Don i^m Poire de Kartoffel, P. Pomme de Terre, 
ftattoff elbirne, gntant* Sßurbe aber auf einer SBeft^ung bed ^ergogd 
pon Slreiiberg in Setgien Don @amüfet auo Ißarid fp&ter ttantenlod ge^ 
funben unb oon biefem Colmar d'Arenberg benannt, auc^ n)eit^in, 
felbft na(^ Smerila Devfenbet, jo bag fte bort, in Belgien unb ^xanh 
reid^ oietfac^ oerbtcitet i[t« 

£itetatttt unb ^i^non^me: Bio. II. @. 109, Ann. de Pom. m. 6. 8* 
— 93ei( ber 9lame üavto^elbime »enig begeic^nenb unb n>o^( nur non bet ^^arbe 
bcv ^tud^t, oieUetd^t ton i^ren SBeuIen, obgeUitet ift, fo |aben roir ben obigen bei« 
bt^alttUf unter bem fte noq befannter ifl. SCIdS^non. nirb no(^ Fond ante de 
Jaffard angegeben. 

3B8fWTte« ^anbbn^ bcv 0^|lhinbc. U. 21 



314 

@eftatt: Stoort begelc^net fie als Iretfelfönnig Bimförmig, 93at}Q9 
in ben Xnnalen ald treifelför^iig ober Bauchig. — Saud^ig tegelförmig 
tourbe nad^ unferer ^ormtafel ber paffenbfte SuSbrud fein. fHa^ bem 
(Stiele ju i[t fie biSmeilen etnad me^r verlängert, bod^ meift fiumpf' 
fpi^ , oft unegat unb beutig , ^ier an einer freifte^enben Sßpramibe er» 
jogen 2V2-3'' breit, 2^1^-3^^" ]^0(| {mdf ber «bbilbung in benÄn* 
nalen über SV«" breit unb 4V4" 5o(^). 

fielc^: Hein, oft unooQft&nbig, fd^toac^ etngefentt, oft oerfd^oben. 

Stiel: giemtid^ ftarl, buniclbraun, bis 1 Vi" lang, etioaS nertieft, 
in Seulen. 

(^d^ate: bünn, gart, lid^igrfln, fpäter dtronengelb (noc^ ben W\^ 
nolen golbgelb), fein grün ober braun punitirt, unb mit mel^r ober 
weniger gerf prengtem , tl^eitoeife aud^ gufammen^angenben 9toft, l^ie unb 
ba aud§ mit etmaS rit^lid^em Slnflug. 

f$ I e i f d^ : mei^gelb, fein, f d^imelgenb, bod§ nid^t gu faf treid^, fd^mad^ 
meinigt gegudfert, red^t gut, bod^ g. 3- ^^^^ befonbereS ^arfüm — wirb 
nod^ ben Slnnalen belicat, faftreid^, gegudfert unb fe^r gut gemflrgt, bod^ 
bilbet ftd^ , mie auSbrüdCUdg bemerft mirb , baS Slroma nur in (eid^tem, 
nal^rl^aften, me^r feudalen ald trodtenen Soben au8. 

Aernl^aug: gefd^loffen, mit giemlid^ großen, länglichen, fc^marg« 
braunen, gum Streit tauben jternen. 

Sfteife unb 9lu^ung: bie 9teifgeit mirb für 9tot). unb S)ec an« 
gegeben unb Bon il^r gerühmt, bag fie nid^t Itiä^i faule unb auc^ niddt 
balb teig merbe, nur oerliere fie überreif benSaft unb bag.@emürg. — 
i^ier mar fie meift fd^on @nbe Oct. reif, bod^ l^iett fie ftd^ 14 Stage 
giemlid^ gut. 

(Siginf^aften beS SBaumeiS: loAd^dt angeMi^ auf ttilbUng ftaftig unb 
gibt fd^bne ^o^ftftmme von großer f^ru^tbacfeit , bo(^ ipirb fie befonberd pxc 
fpramibe unb für 6paHer empfohlen , unb gtoar foS man biefe f^äumt mbgli^ft 
hiri fd^neiben, bamii fte ftd^ ni($t erfd^&pfen. Xrage oft f^on im imeiten 3a§te 
nat^ ber S^ereblung ^ ^ie bamit oerebelten $ro5e§ioeige |ioeiet ^pramiben be« 
meifen ftd^ au4 i^ier red^t tragbar, unb oerbient bemno(^ bie @orte au(!^ bei imS 
aSe (Smpfe^Iung. — SBIfttter eitunb mit meift audlaufenber ©pi^e, aui!^ bfteril 
eifbrmig unb lan^ettfbrmig , glatt, giemU4 f<!&arfgef&gt, |um Sl^ei( ou^ nur nac^ 
Dome ^in gefftgt , etioad f(!^ifff5nnig , bie @ptte fc^mac^ furflägefr. , bunlelgrto, 
bo(!^ ni(!^t flarf gl&njenb, etwad bitf unb fieif. Stiel bid 2" lang, bitoeilen ge» 
vbt^et -^ SBlfltl^enfnofpen gro|, etmad ftumpf fpit, gelbbraun. — 6o«mev* 
I» eige grflnlii^ gelbbraun, »ei^gelb punitirt (na($ 9to« braungelb, »ar}ig rbt^Iic^ 
punltirt). 

NB. S)ie ^d^t »urbe in ber gorm , »ie fte in Oiv« abgebilbet ift , bo^ 
nur in bet ®rb%e , bie fie ^ler erlangte , gesei^nei 6ie geigte in ben meiflen 
Ciempteea biefe Oeflali 



315 
Nr. 146* gftii^i^miir. I, 2. ob. 3. 2. 2)ier; m, 1 a, guc; II, 2. go^n, 




7railli|t|iail1ie. 2)ie( C2)u^ame0 * t $• 



4>eintat^ unb SBortommen: eine Franchipanne faimten 
Id^on bie früheren ftanjSrtfclen S^omologen, bod^ tuurbe [it öfters mit 
ber Lansac oertoec^fett, aber ti l^enfdgt überhaupt Aber biefefbe tixoai 
Unüar^eit. 

2itevatttr unb Gpnonnme: G(rt^ (efc^reibt im fibnB. eine (ftn(((t(l(e 
JeSttflne, »ie mit aXel^Ifkaub beftreute 8ime mit oortteffCid^ fcbmeljenbem SUtfc^e, 
iie m erfitx ^Alfte bed Septembers reife; in bet SoQftSnb. $omoIogie Dagegen 
%Qi tt, »ie S)ie( bemerlt, unter biefem 3tamtn eine Ireifelfbrmige, im 3)ecember 
Teifenbe unb bid SRdt) bauembe $ru(!^t, »ie betbe aud^ ^ittn^ im ^anbb. L 
6. 686 unb 672 getrennt oon einanber b&It unb bie erftere Gommerfrand^i« 
sannt nennt — S>leC VIEL 6.26 ^ait S)uiameld 6orte, bie imOct. reife, 
far bie rid^tige, bagegen oenoirfter btegfru^K bedX.0®. ald undAt; f(e ift ^ier 
«b. XVI. e. 100 iftt. 89 a» eine (ergamottfbrmige fBinterbime abgebilbet unb 
lef^eben, unb ifl anberS ali 2)ieU ^4t, bie mir eben abgebilbet Mafien, aber 
'bie (e|iere reift meiß au4 ^{^ fpftter unb |mar oft erfl im ä)eccmber , mit uni 
oor PUrjem no^ (r. (^lernend 9lobt f 4rieb , ber aud^ bie 3<i4nung einer ibm 
auiSiloorbe §ugegangenen ^ran^ipanne mit vorlegte, mona(^ (entere bie b e r g o^ 
mott« ober Irei]elfbrmige gru^t bed 2.0.®., aber ni(^t bie beft3)ttl^ame( 
fein »itb« Cd flnb alfo }n)ct oerfc^iebene unter bem Kamen granc^ipanne ge^enba 



31G 

Dirnen gu unterf^eiben. — itu^ ber 9lame n>itb oevfi^iebenattid gebeutet. 3ia^ 
SRaa^er nenne man »o^Iriec^enbe !^anbf4u^e fo na(6 i^rem (Erfnber bem Starquiil 
(^an^tpan^, unb biefer leite feinen Jtamtn von frangere panem oB. ^od^. nennt 



{le SRaper juflteici^ au(^ IRarjipanbirne, neiCbie gtu^t im ©eUftmatf einem 
_ ioe, granti^ipanne p( 
letQl. femer $)u(ame( m. 6. 69 tab. XLYIII. ^g. 2 unb Dbecbieil B. 340. 



tudergebäde, §ron(i(ipanne penonnt, gleiche. Pom. Franc, tab. LXn. G. 258. 



£e1{terer beft^t bie 6orte von S)ier unb gab bte Xbbilbung, au^ einige IData aur 
Sefc^reibung. 

©cftalt: SRuffeldartig , foft cifSrmIg, na6) bcm Rd^t ju fugcl^ 
förmig, nac!^ bem ®ttele ju angebltd; nac^ S)tel o^ne Einbiegung mit 
furjer ©pi^c cnbigenb, mittelgroß, oft flcin, 2" breit unb 2V8" ^od^^ 
mand^mal mcnigcr breit unb bann langer. — 3m jpft. SBergeid^niß bejel^net 
fie jeboc^ Diel bejonbcrö olg löngU^ unb bie oon mir wie vm Ober« 
biecf erjogfnm Js-rud^te jeigeii meifteiiä eine Einbiegung nad^ bem ©tiele 
gu, roie fic noc^ unglcid^ ftarfer bei SRa^er unb SDu^amcl jujc^cn ift. 

Äeld;: groß, weit offen, ^artjc^alig, nid^t fternförmig, obenauf. 

©ticl: flarf, l^olgig, gelbbraun, biö 1" lang, obenauf, wie einge«^ 
ftedt, oft neben einem §leifd^mulft feitm&rtä« 

©d^ale: gart, boc^ roie ctroag fein raub, blaß ^eCgriin, fpdter 
citronengelb , faum mit einem Sln^aud^ non SRötbe, bod^ mit la^lxtl^m 
brauntic^umfrcigten fünften unb SRoftanflügen. 

g-leifc^: gelblidjroeife, förnigt, umS Äernbauö ficinigt, boc^ faftooO,. 
buttetldaft, non eigentfui maleren gucferartigen ^iwmlgefd^madf. Diel. — 
^albgcrge^enb (fondante), gut, o^ne 3Rar{. S)ubdmel. 

fternbaud: Hein, mit nac^ ber Sld^fe gu gerunbeten, nad^ Stufen 
gerabelinigen ^ammetn unb gablreidden, notitommenen fernen« 

Steife unb SRu^ung: bie grud)t reift Enbe Oct., mcift jebod^ 
im Slooember, l[)ä(t ficfi 3 SBoc^en unb erreid^t mi) S)iel feiten beu 
2)ecember — roaö aber bo^ nad^ mel^rfeiiigcn ©eobad^tungen öftetS^ 
aud^ ber ^aQ i[t , roie oben bemerft rourbe. S)er 83aum roä^^t mif 
©iel ftarf mit ftail abfte^enben Sleftcn, über bie Iragbarfett bemerft er 
aber nidjte. S)irfe {d)tint nad^ b^^figen iBeobad^tungen nur gering gu. 
fein. Sluf Quitte foU bie ©orte nidjt gebei^en. — S l d 1 1 e r ctroas 
breit eirunb mit meift bölbaufgefc^ter ©pifee, l'/i" bicit, 2V4" IflWfl. 
(S)iet fc^ilbert bie untern SBlStier ber ©ommergroeige grbfjer, 2V4" breiig 
^'' Ift^S) / <^ft ^^1^^^ ^ergförmig , aucb mitunter eiförmig , glait , gang^ 
ranbig ober bod^ fel^r unbcutlid^ unb nur nadb oome gegähnt, fe^r bun« 
feigrün unb gldngenb. — ©lütten fnofpen tlein, fegeiförmig, fpi^^ 
boc^ nid^t fted^enb, bunfelbroun. — ©ommergroeige gelbbraun, etroaS^ 
Toftig, gegenüber olioengrün mit roeuigen lidyter' gelben fünften. 

3. 



317 



No. 147, au CtClte'« »im. n,.2. 2. JDiel; IV, 2 a. 8uc; VI, 2. 3a(n. 




Pte Simlle'f Plnte^ ^ittrt« • t *• 



^etmat^ unb SBorlommen: würbe ttad& J)ittri(l&, bcr fl($ auf 
Bon Jardin. p. 428 unb Jardin Pruitier p. 79 bcjk^t, Don bcm 
©artner bcä 4>crjog« wn ß^olffcul, Siculle ju gSraailn, erjoflen 
ober aufgefunben unb nad^ i^m benoiint. 

^it ^«*<'«*»« »nb @9non9me: a)itttid> III. S. 166* Poire Biealle. — 
O» fte. iDie einige angeben, audf Belle ober DoTenn6 Siealle, Bonohra- 
tiea Siealle unb Oolmar d'etö (6ommer»©olmat) ^ei^t, (äff e i<J unent* 
fijiebeii. 2)tttH<5 qi(i Bei letterer, bie er »b. L 6. 664 a» «on oan SRond er- 
sogen Deff(rei6t, mAt« von ber torliegenben an, eBenfo wenig aber au4, oB feine 
Colnar d'et6 ni(bt bie $arben|iont6 Solmar ifl, aber ed tpirb au^ bie ©ommer« 
«erbime no($ Colmar d'et6 genannt. — Son einer Bonohretien |at bie 6ieuKe nichts. 

@efta(t: runblid^ ober bergamottf örmlg , bo(^ mit etnaS Berlin' 
«etter jiumpfer ©tietfpi^, 2V4" brrft unb ebenfo IfO^, etwa« ber 6ra- 
fanne d^nli^. 

Ketd^: turabUttrlg, ttma^mHi^ aufredet, offen, in feid^ter f^^üffeU 
fSrmfger SinfenTung. 

Stiel: ftarl, oft lang, gelbbraun, nad^ ber JBime gu gelb, etmoS 
pertieft in beulen. 

Sd^ate: g(att, blafi citronengelb , mit feinen briunltc^en, fteden« 



f 



318 

loeife unbfutli^en fünften , l^ie tttib bct dnaS StoflflcdFd^eit unb rfit^ 
Ii(^en Streifen unb meift um ben ®iiel ctnKig g^f^^niinen^ngenbem fRo^i^ 
aud^ fonft mit einigen fc^märjlid^en i^Ierfc^en. 
. gteifc^: fd^mac^ gelblid^n)ci6, fein, faftreic^, fd^meljenb, roeinigl» 
{fig unb angenel^m gemütgt. (3n t)\tixi6) ift e8 ^albid^meljenb , faftig^ 
oon angenehm fügem eblen ©efd^macf befd^rieben.) 

fternl^auS: mit giemlid^ nielen, bod^ feinen Itimd^en umgeben^ 
Kammern }iemlid^ grog , mit meift noQfommen fc^marsbraunen , lang« 
lid^en, fpi^en mit einem Heinen ^Mtx auBgeftatteten Aemen, metfl gmet 
in jieber jtammer. 

Steife unb SRu^ung: Odober unb 9tooember, oft £)eccmber. — 
S)ie Idngere Dauer unb ^altbarfett ber S3ime unb i^r angenel^met @e$ 
jd^madC empfehlen fte gur tKnpßanjung , obgleid^ an cbenfo guten, auc^ 
mit il^r gugleid^ reifenben le^t {d^on gerabe tein tDiangel me^r ift 

@igenf(^aften beSÖaumeB: nad^ ben bamit gefertigten ^obe^» 
gmeigen mdd^St bie Sorte gemSgtgt unb m5cbte äberl^aupit me^r bie 
3m{rger)ie^ung, als bie ^od^ftammform gu empfel^len fein. S>ie 2;rag- 
barleit f^eint gut. — 2)ie Slfttter flnb langettfftrmig, oft aui^ 
eOiptifcl, IVa" &reit, 2V4'' lang, glatt, einjelne am Slattfaume etmad 
moOig, oft nerloren« unb ftumpfgefftgt, flad^, mit feintn fd^margen 8orfien 
an ben 3&^nen ber fc^ftrfer gefägten SBiatter. Stiel oft 2" lang. — 
Slfit^enfnofpen ). 3. Hein, länglich fegelfirmig, fiumpffpi^, fd^mSrg^ 
lid^braun. — Sommerjmeige bidmdlen etmaS flufig unb an ber 
Spi^e oerbidft, grftnbraun mit menigen feinen gelblid^en fünften. 

3. 



I 



319 



No, 148. Raffdüie* n, 2. 2. a)ifl; IV, 2 b. 2uc.; V, 2, ga^n. 




üuffellilie. 3)ie( (Üuintin9e?) ^ f $• 

• 

jj^eimatl^ unb 93ottouimen: alte fraii}iftf(l^e @orie. 9RerIet 
l^otte fte loal^Tf^einUd^ a(ö Muscat ä la grande queue. Quin« 
ün^e fe^te neben bad SRouffetine ald €9non9m Muscat ä longue 
qaeue. — ^n SDeutfd^Ianb ift pe nod^ n>enig betannt unb oerbreitet, 
obgleich fte S)tel juerft mitbefd^rub. 

£itevotur unb Bpnonpmt: ^ie( L 6.204. Q^ie Süuffelinc, La 
Boniselioe.) 2)tttr. I. 6. 675; Ohtth. @.303; Stnoov h tab. 6. Ronsselyn 
Pear, Muieat k longue qneoo k Toaraine; ^u^amellll, tab.XV. 6. 31; 
Z.O.0. XYIU. €. 310. lab. 15. 2>ie Heine nuftlatellet »uffelet Petit 
oinqe Ronsielot masqn^; (S^rift ooKft. ^om. 9^0.188; Pom.fran9. 6.256. 
tab. LXTn.9lr. 87. — 3>teI^QUe^efrfl^€tatö£ang{lie(ige®eift^irtenBtr)ie, 
Sangflietige 6tuttgartet 9iuffelet, Fondante mnsqu^e (Sotrebe |ttm 
TUL ^eft); aud^ er!t&rt er bafelbft bie 2)ünnfiieliae 6ommecrttff elet 
(IV. 6. 871 unb bie 6ominer>3u(tetroten6irne {}y. 6 44) fflr ibentif<^ 
mit bfv 9lttf[eline, au4 ba^ FendaDte mnaqn^e na4 2)u^oineI eigeatfic^ ein 
69non. vom 0tflnen Sommerborn fei. — 3n Sranhei^ foll fte juioeiUn oud^ 
Rontaeletrerd unb Petit BontBelet gmannt netben , bod^ fonimt#(ettcret 



1 



320 

üamen noA ben Annal. de Pom. ber Shtffelet oon 9l^im8 )tt. — 9)er Soti* 
bonev (Eataiog gibt Sbuffeliite ber Bithop^e Thnmb. M ^pnotipm §in)U. 

@eftalt: fel^r baud)ij)t, IreifelfSrtnig , nad^ bent jtetd^e gu ftumyf 
ofigerunbet, nad^ bem @liele ju oft ftarl eingebogett, fd^ttdl abnel^menb 
ftumpffiri^, 2" Brett unb ebenfo ffo^, obtr nur etioaS ^i^er.; Spalier« 
frfid^te fitib oft 2%" ^od^ unb breit. (Sidmeilen gleicht fte bem ^lafd^^n' 
lärbtd ptmad. ^ul^ameL) 

JCeld^: Kein, meifl gefd^Ioffen, toenig eingefenit mit feinen, etmaS 
forttaufenben Stippen. 

Stiel: jiemkid^ fiarl, bid 2" lang, obenauf mit feinen ^Iten, bod^ 
oft feitmdrtS neben einem ^Mtv. 

(Sd^ale: fein, glatt, ^eOgrün, fpftter blüg citronengetb, fonnenmartS 
gl&nienb feuerartig rotl^, auii^ mit feinen fünften, bie im 9iot^ grau, 
im ®elb aber fd^Sn grän ftnb. 

^leifc^: getblid^meig, faftooQ, um'8 iCernl^au^ etmad fteinigt, faft 
fc^melgenb , nur etmad raufd(ienb (nac^ SDield Serjeiddnig in marmem 
8oben faft bulterl^af tjc^melgenb) , non gucterf&gem , fel^r angenel^mem 
SRuStatengefd^madt. 

iternbftud: gefd^Ioffen, enge, mit langgefpi^ten , fd^margen, ooQ* 
fommenen iSernen. 

Steife unbSRu^ung. Slufang SttoDember, oft früher, 3-^9Bo<J^en 
l^altbar. ^n jebem ©ebraut^ geeignet. — SBurbe aud^ bei Oberbiedt 
red^t gut, oft l^albfc^melgenb unb begeic^net er fte ald gute i^aud^altungd« 
unb Safelfrud^t. — 9JtaDer tabelt an il^r, bag fie in man(!^en 3^^^^^ 
trodfen bleibe, fonft mflrbe e$ bie befte unb erfte Sßinterbime fein. 

Sigenf^aften beä Säumet: m&d^dt lebhaft unb belaubt fb!^ 
fel^r f(^2n , mac^t meitabftel^enbe 9lefte , bie lang unb fd^lant ftnb unb 
neit flberl^&ngen. @ebeil^ auc!^ ouf Quitte unb ift auf etmaS frud^tem 
©tanbe auf biefer fel^r fruchtbar. — »Utter: breiteUlptifd^, mit 
meift audlaufenber, bod^ aud^ öfierd ^a(b aufgefegter ®pt|;e, auc^ runbl{(j| 
unb mieber langettf 5rmig , Hein, IVa" breit, 2V4" lang, glatt, felns, 
eimad ftumpfgrfägt , meift langgefOclt. ^tet befc^reibt bie »titter it% 
Sommergroeigg alo ungemein fd)3n eDiptifd^, nadd Dorne unb bem Stiele 
gu gleitj^fpi^ gulaufenb, bie unteren Slfitter nad^ bem Stiele gu me^ 
flumpffpt^, bie 89(&lter ber ^ruddf äugen als eiförmig. — Sommer« 
gmeige: nad^ SHel otioengrun, auf ber Sonnenfrite braunrot^, mit 
jiemlidi l^ftuflgen, fel^r feinen $unlten. ÜDul^amel gibt bie ^rbe griin« 
lid^grou, auf ber Sonnenfeite fe^ ft^mad^ rötl^lid^, mentg getApfttt an. 

3. 



r 



321 



Nr. Ii9. eXtgerndltet 8s«iliet. I, 2. 3. 3)tel; ir, 1 b.2uc.; lY, 3. ^a^n. 




^iiTgtmn^fC $twUx. »iooxt ** i $, 



t 

$eimai^ unb SSorlommen: Souoier, vormatd SArgenneifter 
)tt Soboigne, erjog fie auS @amen ; htx IBaum trug juerft 1842. SBirb 
ir|t in belgtfd^en (S&xttn me(rfad) gepPonjt unb oerbient ald eine gute 
Ipite ^erbfttafelfruc^t m^ bei und ^Verbreitung. 

£iteratur unb Spticnipme: fiioott befc^rieb fie OI0 BoaTier, Bourg- 
meBcrc, b. ^. afg Bfirgermeiilet Souoier, im Alb. de Pooi. IL @.33 a(d 
mittelfltoS ober CiXöi , 3»/«— 4V4" ^o<^, 2»/4— 3" breit, bouc^lg , bimfönnig, ®nbe 
Xopcmber bid SDecetnbet reif. 9t ^at fte aber nur ettoad Ober !2'(l" breit bei 
4" ^5^e ab(tebilb€t utib fxe etfAeint fo lAngltct unb ^raniibat, faft »aljenfdnnig, 
o^ne ta% er ongibt, bo6 biefe ^otm auc^ »orfomme. ^o^ be}ei(^net fte ber da^ 
talod oon9$iloorbe 1859—57 ebenfaQd ald flaf (^enfbrinig ; in anbem Ser3eic|mffen 
ifi fie nur a(« ^ro^'' gefc^itbert. 

(Seftalt: nie ic^ bie Sorte uDn ^apeleu in SBetteten ^abe unb 
wo^t au(^ ti<!^.ttg empfing, ift bie ^auptj&^Uddfte gönn ber Sirne »ie 



322 

wxHeflenb boud^ig bimfSTmlfl, 2V3" breit, 2V4" ^ocl&, bigmeilett na^ 
bcm Stiele gu breiter unb parf abgcftumft ^pife, btöroeilen aber aud^ etwa« 
mcl^r t)erMnflert. («udj fann fie lüobl öfterii, wie fte »lt)ort jeid^nete, 
rein p^ramtbal ober ftafd^enförmigmerbein) ®ie ift oft nid^t gang regelmäßig 
in ber Wunbunp, inbem ber ©ouc^ auf einer ^»alfte tnebr bcroortriit. 

iteld^: Hein, .bornartig, l&alboffen, in feidjter unb enger ©infenfung, 
bten)ei(e;t mit etmaS Seuleu. 

© t lel : braun, IJoIjig, bl« 1 V4V lang, obenauf mit etmadgleifcbringeln 

©c^alc: bflfter grün mit brduntk^en gleden unb fünften, reif 
l^od^citronengelb, fonnenm&rtä ftarl carminrotl^ geftreift unb nenoafcben, 
bod^ fo , bog bie ©runbfarbe immer fieVenmcife nod) burcbfd^eint , mit 
feinen br&unlicben fünften auf ber @(^attenfeite unb mit 9toftftrcifen 
unb Inletten, aud^ mit me^r gufammen^angenbem gelbbraunen Sioft um 
«eld^ uiib ©tiet. S)ic »imc ift iufeerli^ ber ^oljfarbigeu JButter« 
birnefel&ra^nlid^, uuterfd(|eibet ficb aber oon biefer bur^ bie meift etma* 
ft&rtere Einbiegung nad) bem Stiele gu, unb burcb grüngelbe ftdrtere giuntie 
in bem gmar ebenfaOd eimad büfteten, bo<^ fc^on me^r lebhaften Siotb- 

lyleifd^: gelblid^ meig, fein, gart, butterl^aft (nacb Sioort blo^ 
fii^melgenb), faftreid^, von fe^r angenebmem, erhabenen, gemürgten 3u<(^' 
gefcbmadC. 

JCernl^auS: Sd^voa^ l6o§la<|ftg, mit feinen ftömd^en umgeben, mit 
giemltcb großen Jtammem, aber nid^t großen länglicben, fpi^en, gelb 
braunen itemen — ^it Sioort bemerft, ift bie ^^uij^t befonberd in 
manchen Sauren umd ftem^aud gtemlic^ fteinigt unb bie8 oerringere 
etmag ibren SBertl^. ^r ift biefed nocb g* 3v <^^^ ^^ ^r 3^nung 
ber ^rucbt, nic^t aufgefallen. 

Steife unb T^u^ung: nad^ 8it>ort reift fte Snbe 92ooem6er unb bauctt hx% 
in ben 2)ecem6er, unb fte wirb au^ Mee immer i^Xa^t fpftter reif M bte^ol}? 
farbige, mit ne(<!^er i^ fte anfangs fflr gleid^ ^itü, ba au(^ bie Vegetation &bn» 
It(^ ift, Md i(§ biefe.fpfttere B^^d^^g bemerfte. 60 lange atö Bioort batte t^ 
fte, aber nic^t, gen>5(nU(^ »ar fie SRitie 9Iooember ooraber; imgobre 1858 mattn 
einzelne (Ssemplare f d^on ben 29. 6epi reif. 3fl immer eine f 4ft|en8tDert^e Zaf effnubt 

(Eigenfc^aften beii Daumeö: Sioort fc^ilbert ben SBaum a(d giemticb gro^r 
mit runbli^er Urone unb oft no<^bormgten3n)eigen; von ber ^ragbarfeit fprii^t 
er ni^td, boc^ f(beint fte nacb ^^n bamit gefertigten ^robegioeigen gut |tt fein. — 
2)ie Sldtter, »ie i(b bie 6octe beft^e, finb elliptifc^, mit auMauf enber, «icbt 
langer 6pi»e, oft fafl lanjettfbrmig. 1 74" breit, 2',V lan^, glatt, feingefftgt, M«* 
»eilen gan^ranbig, etmafl fd^iffförmig unb bie 6pi(e aurttcf geMmmt. ~- Blut bem 
Inofpen: fegeiförmig, )iemli(^ fpi^, bunfelbraun. — 6ommej|ioeigc: gelb* 
li<^ oUoenfarben, gegenflber rbt^lid^braun mit feinen f(bmu|tgbraunen ober gelb< 
lidjen fünften. * 3. 



323 



No. 150. ClllH j^Clpft I, 3- ^ 2)iel; V, 1 b. fiuc; VI, 2. 3tt|n. 




CttU fetjfl* »toort ((Sfperen) • • f *• 



ij^eimatl^ unb SSortotnmen: mürbe oon SRajor Sfperen auS 
Samen eriogen unb nad^ bem Sohlte eitieS feiner ^reunbe Emile 



324 

d'Heyst benannt. S)er ©anm trug jum erpen 3Äalc 1847. — 3<S 
erhielt bie Sßfropfreifer oon ^apeleu in äBetteren. 

Siteratttv unb S9non9me: ifl in SioortB %lbum n. @. 121 obgebilbet 
unb Bef (^rieben unb entnafim i(6 baraud bieSorm§et4nuitg, inbem i^ bie 
Sefi^reibung na^ bem ^iefiden feet^alten ergftn}te. — S)0((na&I ^at fie in f. 
füfittt 6.134 l^e9fiS3<^Pf^>^^i^"^ genannt, oeU {te ftc^ au(9 5f tetd flaf (^en* 
f&rmig gejtaltet. — 9la(^ einet Ranbbemerfung von £ncaiS ^u einet von i^m ae« 
äeid^neten, aud Belgien er^Itenm Benrr4 d'fitperen ift bie Birne biefeS 
9lamend von ^tl ^epfl nid^t oerf<l(ieben 9Iu(!^ bietet biefe B^^nung «iel Xe^n» 
lic^feit, Sucad* ^c^t ifl nur Keiner unb um ben Rtt^ me^v abgeplattet Qtint 
SXitt^eibmg ftber B« d'fisperea ^abe i^ nirgenbd gefunben. 

(Seftalt: Sioort befd^teibt {te aM unregelmftBis ppromibal, na^ 
beiben @nben l^in abnel^menb unb abgeftumpft, mif etn>aS baud^ig, bld« 
u)eiten flafc^enfbrmig , na(^ ber obigen 8bbilbung i^z" lang , fajl 3'' 
breit, bo($ l^ot fte biefe ©rbge ^ier an einer freifte^enben ^ramibe nie 
erlangt, routbe nur etrna Vi fo gtog/ nal^m aber bfterS fd^on bie ge-- 
badete ^afc^enform an. 

Rtldf: fd^n)ar)U<|braun , nie nerbrannt, halboffen, in fd^mad^er, 
burd^ etvaS SBeuIen unregelmftBiger <SinfenIung. 

Stiel: bflnn, i^oljig. braun, 1 ^oH lang, fafl obenauf, bod^ ge*" 
mbl^nlid^ burd| einen glcifd^^ftder etwaS fd^ief. 

® dt alt: g(att, hellgrün, fp&ter gelblid^grän, burd^ bunlelgrüne, 
fpftter braune, ftedenweife ge^ufte $untte gelbbraun marmorirt unb 
beroflet, befonberd um ben fteld|, l^ie unb ba oud^ mit Seberßedfen. 

gleifd^: grftnUd^ntei^, fe§r fein, butter^aft, faftreic^, »einigt, füMftuerru^, 
angenehm genarbt. (iSented ftc^ au(!^ ^ier obQig fteinfrei unb fc^meCienb, oon 
fe^r gutem, ;)irant fduet(id^<fü^en , gemdra^aften ©ef^madt.) 

itcrn^aud: Kein unb gefc^Coffen, na^e unter bem iteld^e fi|enb, »aS nad^ 
Bioort bei aOen flaf^enfbrmigen Birnen ber gaU ift. Kammern enge, mit f (einen, 
(AngUd^eifbrmtgen, braunen, oft tauben Kernen. 

9ieife unb S^utiung: SInf ang Stooember, bo(| fd^on SRüte October )U ernbten. 
$ter mar fie 9Rttte 9toDember reif. — SKöd^te M fd^bne unb gute, am Spaliere 
icbenfaHd rec^t grb|e ^(^t immerhin 3ur Vnpfianjung )u empfehlen fein. 

^igenf haften bedBaumd: ber Befc^reibung no(| mittelgroß mitbomigen 
Bveigen, im $abttud bem ber B^interbe<^ant8bime gleid^cnb« — ^a^ bem Ber« 
Italien ber bamit oerebelten ^robe^meige fi^eint bie 6orte au^ rei^t fruchtbar ju 
fein. — Blfttter: (an)ettförmig, nac^ bem Stiele gu auc^ bfterd abgerunbet 
(alfo iang(t4>eifbrmig), meift V/i" breit, 2>/4" lang, glatt, fe§r feingefftgt, lang« 
geflielt, Stiel oft 2** lang. — Blftt^enlnofpen na^ Bioort Kein, eifbnnig 
)ttgefpit^t, (ellbroun mit S)ttn!e(braun fc^attirt. — Sommerjmeige: rdt^Ii^gelb 
(na<^ Bioort ^afelmißgelb), auf ber S^attenfeite gränli<^, mit rdt^lii^en fünften. 

3- ■ 



325 



No. 151. ftif4inicf thitterl« i, 2. 2. a).; iv (vi), 1 a guc; i(n), 2.3. 




|tiril|bet9er Pittterbttne* £ucad * f $. 



J^eimatl^ unb SSorlommen: wnxht Dom ^ofgirtner %unt in 
Jtir^berg a« 3* ^^iofl^n unb ift je^t in mel^reren ®drten t)on $ol§en- 
l^eim Qud Derbrettet. 

Literatur unb S^nonpme: Sucad 5ef(^rieB fle bereiU in feinen »ütttem« 
Bergigen jtemobilforten 6. 211 ald itird^berget ftft^e SBinterbutter« 
Birne. — S^nonpme {tnb nic^t angegebeit. — 9^a4 oon gflototo, bet i^re ®üte 
unb e^ön^eit unb bie Xrag5at!eit beS 8oum? in äRonatdf^r. lY. 6. 130 loBt, 
ift fte me^r (erbfibime ald fßinterbime. 

@e[talt: runbbau(^lg, fegelförntig, einer ftaitabgeftuinpften Beurr^ 
gris &bnlid^ , Don regelmfi^igem Sau , xoxt Sorlage geigt , 2%" breit 
unb ebenfo l^oc^. 

ftelc^: voOrommen, blättrig, in n)eitet unb tiefer fc^flffelfSrmiger 
Ginfenlung. 

©tiel: lurg, ftorf, meift gelrümmt, obenauf wie elngcftedt. 

Schale: an ber ©onnenfeite mattgelb, ftarl brdunU^rot)^ ange* 



326 

laufen , aud^ fonfl bunlelbraun beroflet unb rofiig pnnititt , d^nttd^ in 
Färbung ber Solomad Sarmeliterbime. 

t^Ieifcb: ml^, ind ®elbti(^6 fptclenb, fd^meljenb, etmaS fd^mcer* 
artig, oon fel^r^angenel^mem, gnoärgten ^ucfergejc^mact. 

Steife unb 9tu^ung: 9lo9ember, iSEBod^en l^altbar. 6e^r fd^ft^« 
bare gute StafelfnK^t. 

(Sigenfd^aften be8 Saumed: berfelbe n&d^dt ungemein Ir&ftig, 
mad^t in ber ^"0^^^^ ftarte S>ornen, trägt aber, n^enn er ausgetobt ^ot, 
fel^r reid^Iid^ unb oQid^rlid^ , gibt aud^i auf ^od^ftamm DoQtommen gute 
^rfid^te. — S)le Don SucaS mir gefenbeten ^voti^t geigen iebod^ nur 
ein fd^mad^eS SBad^dt^um, obgleid^ id^ fte in bie @pi^e einer Irdfttg 
Degetirenben jungen . ^pramibe ber Siegels SBinterbutterbime nercbelte 
unb fd^eint ber Sorte ber Uebergang in baS i^ieftge (Stima nid^t ganj 
gufagenb gemefen gu fein. Die Slattform notirte id^ mir l^iernac^ 
aI8 runblidö, mit oft furjer ober fel^Ienber, ober auc^ etmaS I&ngerer, 
portretenber ©pifee , 2" brett , ebenf o ober 1 — 2*" me^r lang , glatt, 
gangranbig ' ober nur on ber Spi^e gef&gt. SieOeid^t tann. bie ^orm 
ber Sl&tter bei lebl^afterem SBud^fe beS SaumeS aud^ eirunb fein. — 
SDie Sefc^affenl^eit ber Slfttl^nfnofpen unb €ommergmeige mug funftig 
no(^ beobad^tet mer&en. 

NB. S)ie geic^nung ber Sruc^t l^at mir ftenr Oarteninfpectoc £ucaft ge« 
fftHig^ gefenbet 



r 



327 



No. 152, etoncicte 5^trt|lHnie. I, 3. 0. 3)ief; KI, i b. guc; IV, 2. ga^. 




Prondtte $etb|lbuiie. ^iei. ** Koo. 



j^eitnot^ utib Sortomtnen: tarn an SHel Don DanäRond qI8 
Yrai benrr^ bronc^, toeld^er 3tamt {td^ in beffen (Sataloge nid^t 
finbet. 3ft nod^ fel^r n)enig Derbreitet« 3^ ^^^i^It bie @orte von S)iel 
burd^ SRagifter Sc^rftber gu ij^amburg; • bie ^rud^t pogt ober nid^t nur 
auf bie Sefd^reibung , fonbem ed ift von S)iel nad^ ^errenbattfen bie 
felbe Sorte gefommen, wo idf 1858 eine DOÜtragenbe ippramibe fa^. 

£tteratut unb Spnon^me: 3)ie( 92.it. Y, p. 190: IBa^ve (roncitit 
$erbß5irne; flnbet ft^ in anbnn pomolog. SBerlen nic^t 2)ad X.0, dah. 
9hr. 94 gibt eine }iemU4 gute Wbilbung. 2)oiDnlita 9hr. 388 (at bie 9loti|, baf 
Fiqae de NaplM oft irrig Beorr^ broncA §ei^e. S)et Sonb. ((atal. ^ai 9ar. 6i 
eine Beurr^ brono^. bie aber eine Ito^bime für ben S^inter fein foK. — 3)ieC 
er^icU 2 Sa^re früoer oon oan SRonS no(^ eine anbere Bearr6 broooi6, bie er 
als Aoflf arbige Butterbirne befc^rteben ^at. S)iefe Bearre brono6 finbet 
fi4 in ^erm »an SRond (lata!., bod^ o^ne Angabe beg <fo|ie(erft, p. 7, 9tr. 328 
iiaib p. 9, 9tt. 94, tpo lie in bem aenaltig 1lfi(btig unb oberfia(^U9 entmorfenen 
SBcrfe wo^l nur irrig nodbmold auf geffli^rt ifl. 3ft S)ie(S 9ioftfarbige Sutterbitne, »ic 
iii^ na4 Segetation unb M|er er^ erl^altenen nid^t ooOlommenen 3rfl4ten oenmttl^e, 



328 

ibentifd^ mit Sl^entiti, fo ^at bur4 ben 3uf<^t ^'^^ ^^^ obiger van 9Roii8 viel» 
Iei<^t faaen looSen , ba^ bte etflgefanbte %ean6 bronc4 ni<^t bie redete geioefen 
fei, fo ba( van SRond barnacff nur dine Benrr^ bronc^ gehabt ^ttt. — Son * 
£i*gel ^abe t^ burcb Urbanef nod^ eine Orondrte SEBinterbutterbirne (unb behalte 
ba^er bei obiger lieber bie Benennung ^erbftbime), oermui^e aber, ba| biefe oon 
mir an Siegel gelangt fein »erbe , ba i^ biefen Kamen einer gan) berofleten 
f<$me()enben Sßinterfm^t gab, bie ftcb unter ben oon oan SRond 'erhaltenen 
namen(ofen Sorten fanb. Ob nun oan SRond Beurr6 brono^ oieUei(bt no^ unter 
anberen 9lamen oorfomme, bleibt ungewiß, bod^ ftnbet bie eigent^ftmli^e Sege-^ 
tation ber Obigen unter aOen meinen Sirnf orten ft^ nic^t. 

(^ e ft a 1 1 : neigt jum obgeftumpft Ronifc^en , manche ftub mel^r 
walienfortnifl, 2V4— 2Va" 6ieit uub 2V4— 3" lang, »aucft mtffx na* 
bem Reiche l^in, um ben bie gru(^t fid^ fo obtuubet, ba^ fte no<j^ auf« 
fte^t ; nai) bem 9eld)e l^in ^ufig nur roenig ute^r abne^menb, mit bider 
ftort abgeftumpfter @pi^e enbigenb. ^n ber SRunbung ift bte ^u(^t 
gern etmaä oerfc^oben. 

j£ e l (^ : lurgbl&ttrig, oft feblenb, in giemUc^ tiefer, f aft ebener ©entung. 

Stiel: ftarf, l^oljig, V2— Vi"l^"Bi Pfe* wie eingeftecft, mit etmaS 
^leifd^ umringelt* 

@d^ale: {iemlicb glatt, bod^ burcb 93ertiefungen uneben, nie beulig, 
^eQgradgrün in ber ^^itigung nur gelblid^ grün; frei^dngenbe ^rüd^te 
finb an ber €onnenfeite mit einem trüben matten SRot^ leici^t nermafc^en. 
3n manchen 3^tlten ober Sagen übergießt ein feiner bräunli(j^er 9loft 
mel^r ober . weniger guf ammenb&ngenb bie gange Senate, in anbern ^^b^^^ 
wie 1858 ift berSftoft unbebeutenb. fünfte finb burd^ ben Stoft ofi 
unbeutlic^, bei roftfreiern in ber ©runbfarbe ^cütx grün umringelt, in 
ber Stötbe* grau, ©erud^ fel^It. 

3fteif<$: gelblid^s»ei(, inS ®rflnli(be fpielenb, febr faftrei((, fc^met^enb, oon 
belicatem erfrifc^enben , genürjl^aften »einartigen 3u(Iergef($ma(!f. 

Itern^aud: bat fc^male bo^ie Xc^fe, bie giemlic^ (angen Jtammem enthalten ' 
lange fpi^e, fcbtoarjbraune, ooS!ommene Jterne. Jle[(b§&§Ie flacb. 

9ieifgett unb 9lu(ung: gehört gu ben oorgfiglic^en XafelMmen im 920« 
oember. 9Ru| in ^ieftger (Segenb bid gegen (Snbe October am Saume bangen, in 
»armen Sauren »enigflend bid 8. October, um niibi 9U »eilen. 

2>er Saum fommt na(b S)iel auf Quitte gut fort, »ftc^dt lebhaft, fe^t balb 
gfruc^t^or} an unb ift re<^t fruchtbar, »ad fic^ ^ier beftfttigte. (Er ifi f(bon in ber 
6aunifc^u(e burc^ feinen furien gerabe aufftrebenben 9Bu(bd unb bie ftarlen, nacb 
oben »enig abnebmenben fteifen triebe fenntlid^. @ommertriebe nac^ oben 
mit feiner äSoSe beUgt, o^ne @i(berbdut4en , ba(b me^r brdunlicb oCiocnforben, 
balb me^r ind £ebergelbe fpiclenb unb reid^ punltirt. IBlatt faft flac^ auAge« 
breitet, ftarf, )iemli($ grog, eCiptifc^, feinge^o^nt, oft nur gerdubelt. XfterMAtter 
balb Pfriemen«, balb fabenförmig. Slugen fonifcb, braun, nur nac^oben abfie^enb; 
Xugentrager fKa(b. (SCu4 bie »(Atter beS §ru(^t^o|aed finb elliptifc^, 
l«/4" breit, 2»/4" lang, oft breiter unb faft oerfe^rt eifbrmig, glatt, ftumpfgefftgt, 
nadj oome oft Pcjelförmig. - »lüt^entnof pen groß, «egelfbrmig, faft fle^enb 
fpi». 3a^n.) Oberbiecf. 



Ho. 1&3. ^ »Btftttt MK B«mit.l.lp).;i(3).g)icl;IT,tb.giic;lTA9. 




^eimot^ unb Oorlomnun: SJlrt et^UTt Wefe atte ftonjöftWe 
9imt au8 ^rt8. S>u^amcl m, S. 49, tab. 29, getioift i^rer nut 
niBenfitt M ber StIMing oon SaiffoPr meliJlie au4 Bouasette 
d'Anjouflenaimt wirb, ttU einet gtifeeTtnJRun'tte, bte Inbet 
©retoBne Dorlommt — 3n ©eutWIanb ^flt fle, m\t ti fil^tltit, 
lotitig aSnbnitung gtfunben, alte von bcti froit)i{I{(ien homologen toirb 
fic ic^t nitber mt^r alS fiS^ti genannt. 

SEBfititcl trabh4 bn OtlltiiibL n. 23 



330 

Siteratuv unb ©pnonsme: l^iel !R.A.O. I, 6. 161«. S)ie9luffette von 
Stetagne, Roassette de Bretagne Setgl. 3)ittr. III, 6. 217; C6erbie<f 
6« 403. — LiroD d^Airoles in Notice pomol. U, 10 u. 11 Li?r. 18öi @. XLYII 
titnnt fe Besi Qnessoy d'hiyer, inbem er angibt, fo werbe fte inber^egenb 
9on 92anted genannt. (SS fei bie ®ro^e Rons sei et d'Anjou bed ^u^amel 
unb werbe aU eine fel^r gute 93ime gefc^ä^i (Sr ^at |te ^iemltc^ rein eirunb, nai^ 
bem ^tid^e $u nie bie (Sierbirne abne^menb gejeic^neti bte neifelfdrmige (Seftalt 3)u* 
(anteld lomme il^r nur in ber lUinen 3<^^I ^^ f^d^te nu. 9lebenbei gibt er jugleic^ 
ita(l)X\6)i Don ber Besi de Gaissoy, Roussotte d'Anjou bed 3>u$amel, bie 
aU eine Heinere unb weniger gute^SSirne mit f4w&(^li4em 93auine wenig 
mel^r gebaut werbe, jugleic^ aber auc^ oon emer oon i^m auf^efunbenen unb benannten 
Besi Qaessoy d*ete. Seibe flnb wie bie oorliegenbe aud^ln f. Liste Synon. o. 1857, 
6. 34 u. 37 bef^rieben, bie Besi Qaessoy d'et6, weCd^e (i^nUc^ ifir Q^^ int Septem» 
ber reift, auc^ in b. Ann. de Pom. Il, @. 63 — 9lad^ Pom. Franc. III, e. 235, 
tab. LIII. ^at Sterlet bie 9luffete oon 93retagne Pero rosse unb le Bayeax, 
©eiferbirne genannt, auc^ ^ei^t ^e bei anbern 91m b r e 1 1 e. wie aud^ ^ie( fie unter 
bem 92amen SDSinterambrette auä äßet ^^4 betanu Sie ift aber beff er ald biefe 
le^tere. 

©efialt: balb bergamottfbrmig, balb au^ etwas eiförmig ober flarl abge-. 
fiumpft freif eiförmig, 2^1%" breit unb etwad niebriger, oft ebenfo ^od^. (2)iel.) 

Sttl^: für), fpi^, ^artfc^alig, weit offen, meift feiert, bisweilen mit einigen 
beulen. 

6tiel: jiarl, wie fleifdjig, 8/4—1 ly lang, meifi etwaS vertieft, neben einem 
gleift^butf. 

€d^ale: fein rau^, l^elZgrün, fp&ter nur gelblic^^grfin, ringsum wie bie (Sifelbe 
Sunler $anS, ber fte au^ S)u^amel in ber gfotbe unb imgleifc^e oergleic^t, ^eO« 
braun berofket, o§ne Slöt^e. 

greift : mattweiß, nac^ Spiels f^ftematifd^em Serjeid^niB unter ber Gd^ale 
grünlich, förnigt, f aftooS, gan) f ^melgenb (nad^ £iron bril^ig, bo(^ I. Dual.), oon fei« 
ntm gewürj^aften Sudergefc^mad (nac^ S)u§amel d^nlid^, bod^ fd^led^ter alS (Srafanne). 

Itern^auS: jiemlid^ gro^, Kammern muf (^eiförmig , mit nielen oft fiarfen, 
an beiben @nben gugefpi^ten Itemen. 

9%eife unb 9lu(ung: fie reift SlnfangS ober SRitte 92onember unb bauert 
3 aßo<$en. S)er Serbrauc^ wiS richtig getroffen fein unb jwar, wenn bie Sime etwas 
wen ifl unb ftc^ weid^ anffil^It, fonft fd^medt fte fabe unb na^ SRaper ^erbe. — 3)odi 
bleibt bei aSebem l^ier wie beiDberbiedt bie grud^t gtemlic^ gefd^madtloS, merfTid^ 
fömigt unb iitmU^ fteinigt, unb eS erforbert bie @orte beSl^alb gur richtigen KuS* 
bilbung einen befonberS guten @tanb, resp. bie SBanb. — 9lud^ nac^ SRaper ift bte 
etwas !leinere unb gegen ben Stiel bidere äBilbling oon @aiff 09 beff er tmb f ($mel|enber. 

@igenf(^aftenbeS SBaumeS: berfelbe wirb nid^t gro(, ift an feiner 9e* 
loubung !enntlid^, au^ nac^ Siron fe^rfrud^tbor (waS ic^ oon meinen $robe|wetgen 
nic^t fagen fann) !ömmt ^od^ftammig unb aud^ auf Duitte fort, waS 2)iel iebod^ 
im S^erseic^nig wieber in Slbrebe fteEt. — 93Utter elliptifd^ mit meift auS« 
laufenber ©piftf, 2" breit, 874" lang, bisweilen eiförmig unb lanzettförmig, etwoS 
unbeutlid^ woSig, gangranbig (oft aiemlic^ grog, bis 4" lang tnib langgeflielt, an 
ben 6ommer3weigen Hein. a)ielj. — 23 lüt^entnof pengur Seit fegeiförmig, hurj 
gefpift, fd^warjbraun, mit etwas flaffenben S)edbieittem. — Sommer^weige 
grünlid^ gimmtbraun, mit wa9|igen gelbbraunen fünften. 

3- 



331 



No. 154. Znl$m'8 ^n^tjuattHnt. I, 2. 2 . Diet; IV, Ib. ßuc; III, 2, 3. 





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8ertoleti^6 ||etbfl}uihe(bicne. S)ie( ** t $• 



^eimat^ unb S^ottomnun: fte i[t ](|oUdnbi)c^ea UtjpiuuQS; 

%oc$ fannte fic ftnoop nod^ nic^t. ©ic loirb feit i^rer SJcvbrcitung 

butc§ S)iel, ber fte 1796 empfing, jeljt auc^ me^rfac^ in beutjc^en 
Oärten gefunben. 

Siteratur unb ©pnonpme: %>\tl V, 6. 18. — JDittt. I, e. 096. — 
Cberb. e. 437. 3m Cbftcabinet 3ena 1856 ifl fte giemUc^ gut abgebitbet. — Xm 
{angen t)on ^iel geführten Flamen ,,9)an S^er to len d :pe cb ftjuder bim e, Sap 
k er Peer YanTertolen/ gtaubte mau in ben obigen einfachen Derioanbeln )U 
bfitfen. — Oberb., wie i^ felbft, l^ieltenbie^lolidbupng grttne ^erbßnuder« 
bitnc, Suyker Peer Tan Toliad. (Xitl IV, ©, 18^ — 2>ittr. I, ©. 691) 
längere 3t\t für ibentifc^, unb inax empfing Obefb. beibe oon ^ie( unb 3)tttri(^ 
ilberein. Xo^ ^atte $etr Cbetfbtfter ©^mibt bie ^olidbu^n bei ber Slu^jleQung 
in &oi^a, nad^ feiner 9[udfaae auc^ aud ^ield $anb anberd, aber ed ifi bie ^age, 
4)b ^ter boc^ ni(^t etma ein ^rrt§um untergelaufen ift. — Dberb. erhielt fte au<l^ 
4ild Petit Bomain aud (Sng^ien. 



332 

©eftalt: ninblic^, tiac^ bem6ticlc ju twci* unb ftuiii)»f{pt^, na^ 
SHel einer netnen platten Srafanne dl^nlid^, 2V4" breit unb ebenfo ^0<j^» 
Huf ^oc^ftamm bleibt fte meift mertlic^ tieiner. 

Jte(d^: Hein, {el^r l^artfd^alig, offen, n>eit aber feiert eingefentt, mit 
etroaS galten. 

©tiel: l^olgig, ftarf, V/^" lang, oft unten fleifd^tg, obenauf, mit 
eingeftedtt, mit einigen Oeulen. 

©d^ale: fein rau^, l^eHgrün; fpater citronengelb, )un)etlen fd^nMUJ^ 
golbartig gerSt^ct, mit d^aralterifiifc^en ftarten br&unli(i^en, ^afelnu^^ 
farbenen fünften, Stoftfiguren unb oft SRoftübergägen« 

i^leifd^: mattn)eiB, fel^r faftig, umd ftern^aud etuHiS fletnigt^ 
butter^aft, non erhabenem fügen ^\xdtxQt\(S)mad unb mufitateQerartigea 
(&txviä). . 

ftern^oug: fel^r Kein, bfterS unregelmftgig, mit meift unnoUIom» 
menen meigUdden jternen. 

Steife unb ißu^ung: finfangS bi8 SRitte 9lonember, nid^t lange- 
l^altbar; lül^I aufben)a^rt jebod^ oft 4 'JQSod^en bauernb. 

(Sigenfd^aiten bedSaumd: berfetbe mdd^St gut, Snfangd auf^ 
redjt, fpftter jebod^ mit gerftreut ftel^enben Zweigen, trägt reid^ltd^, ifr 
gefunb, bo($ bemieS er fiäf ^ier g^en Riltt nic^t unempftnbUd^. $in 
milberem Jtlima g. S. fd^on (ei Oberbiecf tl^ut ber Saum aud^ noc^ 
^od^ftdmmig in nid^t gu trodCenem Soben gut, boc^ mirb bie3n'^8fotm 
am meifien gu empfehlen fein. — 9(ud^ non Snbern mirb bie ®üte ber 
grud^t unb bie S£ragbarleit bedSaumg gelobt. — Sl&tter eiförmig 
unb iSnglid^ eiförmig, IV4" breit, mit ber oft lang ouSlaufenben Spt^e 
2V4" lang, eingelne cirunb, glatt, etmaS unbeutlid^ gefdgt, biSmeiten 
gangranbig, fd^iffförmig unb etmaS meüenförmig , @pi^e geirflmmt. — 
Slütl^enfnofpen gtofi, etmaS fted^enb fpig. — ©ommergmeigt 
bunfelbraunroil^, gegenüber gelblid^ braun, fein graumeig punltirt« 

9luc^ nad^ ben Erfahrungen im 3^^^ 1859, in meld^em bie %tn6ji 
auf jpod^flamm mieberum fel^r Kein blieb, möd^te i^ bieSrgie^ung ber^ 
gelben auf ^ß^ramib^ unb ©palierbdumen, bie regclmdgig im ©d^niti 
gehalten merben, am meiften empfel^len. 

3. 



333 



No. 155. ttmißtmuih TI, 2* 3. S)iel; XI, 1 b. £itc.; ni, 3. 3a(ii. 




$eitnatl^ttrtbSortomnien:bie96(uitftbieferSBtrneiftttiiietannt ^ 
itnb finbet fie fid^ nur bei ftnoop. 3fl nod^ wenig Derbteitet, Derbienl aber 
ali eine ber beflen jtod^bimen fflr ben SSinter allgemeine Anpflanzung. 

Siteratuv unb ^^non^me: 2)iel IT, p. 244. f^it Kampevocnui; 
Mmoop ly Saf. 8: Kamper Tennt, Camper Peer, e^ne XbbUbung. 

«Beftalt: nac^ S)iet Der&nbertü^, fo bag groge $rüd^te fl(( botb 
titlet fd^inen Jtreifelform n&^eni| ober audf nad^ best fteld^e abnehmen 
Itnb ein nie^t eiförmiges ünfe^en geminnen, mi^tenb Heinere l^&uflg 
tine etmaS tegelfürmige Sitbung annel^men. S>et a3aud^ ft^t bei aOen 
formen giemlid^ in bettVKtte, nad^ bemJCeld^e nimmt bie^ruc^t \o db, 






834 

bag fte nod^ gut fte|en !ann itnb bie mel^r Ireifelfinnigen bilben eine 
ptattrunbe 9Q35Ibung. SRq$ betn Stiele enbigt bie grud^t mit einet ftart 
abgefiumpften ftegelfpi^e. »reite unb $5l^c SVi"- 3dJ ^altc fie in 
9lienburg ifterg bei voUtm Stragen nid^it größer olS non obiger gigut 
itnb Quc^ aQermeift fo geftottet, unb fanb fie ebenfo auf DoOtragenber 
$9Tamibe 1858 in ^errnl^aufen, n)Ol^tn fte gleid^faOS Don SDiel tarn. 

fteld^: fe^r nieit offen, l^at in feiner »oDtonintenl^t f(^5ne langt 
gelbe 9luä{d^nitte, bie aber b&ufig oud^ Wen, unb fl^t gemol^nlid^ ia 
geräumiger, giemlic^ tiefer ©entung, bie einige beulenorttge Qx^aitn* 
betten geigt, non benen aber laum merllid^ ©puren über bie meift fd^on 
geformte t^ruc^t binlaufen« 

6tiet: fiarf, (eberfarbig, fanft gelrümmt, ift an feiner SaftS etnad f[eif<l^i§,. 
W't »ie eingefledt unb ift IV*— IV«" long* 

6 (^ a l e : glatt, gefc^meibig, faft etnaS fettig nerbenb, oom S3aume matt §en^ 
grfln, in bfr Steife citronengelb. S)ie Sonnenfeite ift gen>5l^nlid^ nur auf einer 
Keinen Stelle mit einem trflben, erbartigen, in ber 3^tigung frönen unb gellen 
9iotl^ oermafd^en. Sefc^atiete ^<^te ftnb o^ne 9i5t^e. $unlte 5a^lrei(|, fein, in 
ber ®runbf arbe fein grün umringett, im 9iot| etnad ftftrier unb grau. 8on buntelr 
grflnen, mie Sc^muf audf e^enben Steifen, beren 2)iel gebeult, f a$ i^ biftl^er nic|tS. 
StnfLflge Don 9loft ftnben ftc^ einzeln unb faft immer tima^ 9ioft um bie Jteld^fenhmg. 
(3n SReiningen aud DberbieäS geifern ergogene gftfk(^te maren faft ringsum bronce^^ 
farbig fein beroftet, boc^, ol^ne ba| bie Sd^ate baburd^ rau^ toar unb fa^en bana 
im SBinter faft mie $rin)e^ SRarianne gefftrbt aud. ^od^ bemerft ^ierju Dberbied, 
ba| er unb mo^t auc^ 2)ie( von fold^em 9iofte an ben von il^m oft geembteten 9rfl(|tctt 
nic^tft gef e^en« ^abe, unb ic^ mu^ no(( ^tn)ufügen, ba( ber Saum an einer et»ai^ 
fd^attigen eteUe fte^t 3.) 

Steifd^: geCbti^ n>ei(, etmaS !ömtgt — bod^ ^ier bisher nt^t, n>ie 2)iel an^ 
gibt, fteinigt) um ba§ STeml^auft, abfnatfenb, faftt)oIl,oonfü^n)einfftuerIi((em ®ef(^a(t. 

itern^aud: ift oft mit g^eifd^ atigefftUt unb gef^toffen, ober l^at flache ^o^te 
Std^fe, bie burc^ Stusfc^mi^ungen von gUifc^maffe ber SAnge na($ geftreift ift. 2>te 
geräumigen Kammern (aben lange fpife, nad^ 2)iel faft immer taube, ^ier ^Aufig 
auc^ ooQIommcne jteme. 

Sieifjeit unb92u(ung; jeitigt im9tooember, ift fc^on balb na4 äRicI^aetid^ 

9um Itod^en fe§r braut^bar, unb j^AU ftc^ bis tief in ben SBinter. (Sine ber bejien 

ilod^bimen, {oc^t ftd^ rotl^ unb gibt ein fe§r »o^Ifc^metfenbefi ®eri(^t. 

9) er Saum mirb nad^ 2)ie( gro( unb fe^t balb grud^t^otii an. dr mud^S au4 
l^ei mir in fernerem imb letztem 8oDen raf4 unb fe^r gefunb , trug batb unb 
rei^tic^. Sommertriebe ftarf unb lang, nur na4 oben etmoS feinmoOig, rdt^tU| 
braun ober etmad me^r otioenfarbig, bfter mit etmai^ 6Uber^Autd|^en belegt, ret4 
unb fc^bnpunltirt. Statt jiemlic^fiad^aufiaebreitet, glatt. na^S^tetfaft runb ober 
runb^erjfbrmig (id^ fanb ed me^t eifdrmig j, fein unb fet^t gejatnt, oft aud^ td^t 

Se^a^nt. SlfterblAtter fabenförmig, Sugen tegelf&tmig, am ard|eren i:^eile beiS 
imetged anttegenb. StugentrAger siemltd^ ftati oorftel^cnb. 2)ieSlAtter am^ruc^t« 
4oI|e ftnb meift ebenfo bef^affen, nAmlicb eifdrmig ober eirunb, fe^r oft aber 
auc^ eOiptifi^, fo ba( i^ fte in (^t. lY eingereiht ^atte. ^o4 mag fte bid auf 
fBettere« in (£1. III fielen. Sa^n. O b c r b i C rf . 



335 

No. 156. 3)te »iiimiieie«Wt«t m, 2. 2 (3> a). ; x (xn). 1 a. s.; i, 2 (3). 3, 




Jie ütntedtebesbirne. (SWo^er?) tt § SB.. K.! 

^eimatl^ utib aSorfomxncn: eine SEBirtJ^jd^aftö Birne, jcbetifQlIö 
kfutict^cn UTJpTungä» 3^ traf fic in meiner Sflftl^e, in SRoml^ilb, mt^x^ 
fa^ gfpfKanjt unb fte toivb bort loegeti ber reid^en @mbten, bie bie 
©Sume liefern, unb wegen ber ©rauc^barleit uitb §attbavfeit bergrüt^te 
fe^T gefc^ofet unb geliebt, wie ftc eä-Dtrbient. SBie^rfac^ roirb fte ba* 
felbft iUiUxi) avii) Aird^birne genannt. 

£iteratur unb S^non^me: über bie £iteratur ^abe i(^ nichts Seftimmteü 
gefuttben. (S^rift im $b»6. 6. 185 fü§rt eine Stitö^hxxnt unb SRanger aliSSutor 
an, Bef c^reibt fte au^ a^nU<$ ber ootliegenben, gibt aber i^re Sftnge etnad größer 
an ; fte foU (Snbe ©eptember reifen unb lange bauern unb frül^er um (Sidleben |ftufig 
aenefen fein. -^ S(u4 2 uc a i^ $at 6. 236 eine Ititd^bime, um aRetgent^eim oerbteitet» 
Sie oieUeid^t biefelbe ift. (&t bef^reibt fie ald mittelgro|e, runblic^e, bartfleif^ige, 
]ebo(^ f r fl ^ e$erbf)n)iTt|f<^aftgbitne. — 2)ur(]^ ben Flamen SBinterliebeSbime geleitet, 
wie ^e in^öm^ilb i^rer rotten $arbe negen am meiften genannt mirb, mochte i^ 
fie eine geitlang für ^apet'd (Pom. Frono. HI. 264) ©to^e SSinter^Sargoneile, 
Poire de Lafor^e, Oac de Lafor6e (Laforet?), Dame jeanne 
ronas«, galten, na4 iJ^ni eine oortrefflic^e jtod^btme, bo^ ifkbiefe nail^ i^ret 9lb« 
bilbung me^r goß)geIb unb Diel größer, aucb (Angec geftielt^unb fiammt auS l^oSanb, 
mo man nocb gmei SCbartcn unterf^eibe, oie aoer SRaper nid^t anerfennt unb fie- 
ffir gleich §Alt, nAmlid^ bie Rood Foppen (Roode Foppen Peer, Faases Peer, Poir« 
d^atirape), SBefierbime, mei( i^r fd^bneS S[eu|ere bem Snnern menig entfpred^e unb 
Eamper venna. — Se^tere i{l aber, mie fie Cbetbiei! rorauSgel^enb gefc^ilbert ^at, 



336 

o5Ei§ oerfd^ieben, unb müfTen loir bte oorliegenbe alfo unter bemobioett, witfßd^ 
aud^ xt^i gut auf fie )>affenben 9{amen beibehalten. 

@eftalt: tegelförmig, oft ettDad ntnblic^ unb mittelbaud^ig, IV4 
iii 2" breit unb ebenfo l^od^, am i^oc^ftamme oftmals ntd^t grSger; 
bod^ ^attc i(^ fle 1869 2" 4"' ^oif, bei 2'' 1''' »relle. 

fteld^: lutjbl&ttrig, etmad meigmoOig, offenfte^enb, iu einer fletnen 
fd^inen fc^fiffetf5rmigen Sinfentung. oft mit etmad fortlau^ben Seiden 
umgeben. 

©tiel: jicmUdJ ftarl, bo(^ lurg, oft nur Vj" tang, obenauf, Mä* 
meilen ol^ne Sbfa^, fel^r oft jebod^ auii fd^ma^ nertieft unb bun^ einen 
t^Ieifd^mulft gur Seite gebrfldtt. 

@(^ale: burd^ förnige Unterlagerungen ettoaS uneben, grftngetb, 
aber faft ringsum etmaS gelbbrftunlid^ , iebod^ nid^t raul^ berofiet, cm 
ber @onnenfeite ftarl brSunlit^ carminrot^ oermafc^en, mit nielen getb^ 
braunen fünften, in gune^menber Reife fel^r feurig unb fd^bn unb baS 
ytci^ ftar< glinjenb, meld^eS le^tere auf ber ©d^altenfeite me^r ftreiftg 
ober punftarti^ unb matt er{(^eint, in biefer i^&rbung aQerbingS 9tr. 110 
ber SiebeSbirne fe^r &^nlid^. 

i$letf(^: getblic^meig , etmaS Ibrnigt unb grbblid^, abtnadtenb unb 
umS JCembauS felnfleinigt; boc^ fel^r fflg mit etmaS Sifamgemürj. S)te 
beigemifd^te geringe i^erbigteit oerliert ftc^ bei ber 3^i^^tti<0 ber^rud^t 

fternl^auS: Hein, b^^l^^f^Sr Sommern ger&umig, mufc^elfbrmig, 
mit stemlidEi großen, l&ngUd^en, fd^marjen ftemen, bte aucb oben eine 
Heine 6pi$e l^aben. 

Sieife unb Sflu^ung: @nbe (Septr. abgenommen mirb bteSBime 
genießbar im 9loobr., %&U ftd^ aber Iflbl aufbemol^rt burd^ einen Z^ 
beS SBßinterS unb iß i^rer großen Sü^igfeit megen aud^ ro^ gang gut 
gu geniegen^ nortrefflidSi aber alS ftoci^bime. Vud^ ^r* Sieut. S)onauer iu 
Coburg tennt fie unb empftebtt fie ("IRonatSfc^rift II, @. 45) als gute, 
fe^v ^oltbare aBinter-SBirt^fd^aftSbime- 

(Sigenfd^af ten beSBaumeS: berSBud^S beffelben iß {raftnoü, 
rr gel^t febr \)ü6), ift oorguglid^ geeignet, anbere fd^mad^imäc^fige Sorten 
iu bie ftrone beffelben gu oerebeln, unb ift augerorbentlic^ tragbar. — 
Sldtter ruublid(), boc^ ein menig in bieS&nge gebogen, faft eiformtgi 
mit auSlaufenber ®pi^, 2'' 1'" breit, 2V4" lang, meift glatt, nur ein« 
gelne unterhalb etmaS moQig, unbeutlid^ gefägt, oft gangranbig, meifi 
fiad^, ttartgrabert, Stiele oft 2** lang. — Slüt^entnofpen leget« 
förmig, fanftgefpi^t, bunfelbraun, glatt. — Sommergmeige fbnnen 
erft fpdter noc^ gcfd^llbert merben. 3- 



337 



No. 157. Sie ««tfife. I, 3. 2 (3). a)iel; V, 1 b. Suc; m. 2 (3). Saft«. 




f ie Umbotfe. a)iei •• t §• SB- 

^eimat^ unb SBoTtommen: S)tet erhielt fte au8 3Re^. tDlit 

©epimmtl&cit rocife er feinen «utor für fle onjugeben. 3« ^ranlreic^ 

vetben naml\6) md^reTe Sivnen, aud^ bie von ber Dorliegenbrn gang 

oerfd^iiebenen Beurr^ gris unb Beur£ gris rouge ,Amboise*' genannt 

— S>ie ^(^t wix\>, xoit ti fc^eint in S)eutf(l|Ianbd ©Arten g. 3* n)enig 

cultinirt, n)eit f.e nid^t genug nadd i^rer ®ate belannt ift 

Siteratut unb e^non^me: 2)ie( TOI. 6. ftl; 5Dittti(^ L 6. 706. — 
Siel cmpfitig fle mxd^ unter bet und^tigen Oejei^nung An gölte, benn biefei, 



338 

resp. Angoisse ift ein ei^noni^m ber SQintet<$ti{i5ttne. wie S^ougatb (in f. Tab- 
lean alphab^tiqne et analitique des rariet^s de Poires, Ronen 1352) aud^ Cat 
Lond. anführen. 

@e[talt: mel^r etrunb alS btrnfSrmtg, oft aud^ faft tegelfdnnig, 
a^nlid^ ber Yerte longue, tiac^ bem Stiele }u lurg* unb ftart abge« 
ftwmpftfpife, mittelgroß, 2Va" 6teit, gut 3" ^o^, jo bef($rribt fie S)iel. 

jl e l d^ : l^artfc^alig, lurjblattrig, offen, flad^, bieioeilen mit fd^toac^en 
Ceulen umgeben. 

Stiel: bflnn, l^olgig, bid 1 '' lang, obenauf, in ^bdtm, ober ftdb aud^ 
ol^ne Slbfa^ in bie ^rut^t oerlierenb. 

Sd^ale: etmaä ftart, ^eUgrün, fpfiter ^eQcUronengetb mit feineren, 
auf ber Sonnenfeite ft&rferen unb rotl^gefävbten fünften, jo bag biefe 
erbartig gerottet erf^eint, unb bi^meilen mit etmad 9t oft. 

gleif'd^: mattmeig, etmag lörntg, überfliegenb, butltr^ft, oonfe^r 
fü|em gemürjten ©efd^macf, d^nlic^ bem ber (Solmar. 

jternl^aud: gefd^loffen, Hein, ftammern mufc^elformin, mit 9oD« 
lommenen, l&nglid^fpi^en, bunfelbraunen Jtemen. 

Steife unb Stu^ung: pe reift @nbe 9tooember, oft früher, unb 
l^alt ftd^ 4 SEBod^en in ber Steife. Slld langer bauembe, oud^ augerlid^ 
fc^ine Stafelfrud^t, bie aud^ in ber Sßirtl^fd^aft red^t btaud^bar i{l, mirb 
fie fe^r mert^ooU. 

(Sig'enfd^aften bed 83aumed: berfelbe mftd^St aU ^pramibe 
^d^iuy ift gefunb, auc^ nid^t ju empfinblid^ gegen ftälte. Wttxn nom Sl^- 
rufalem auS beg ^^rei^erm oon* ftini^ 89aumfd^ule bafelbft erl^altener 
Saum trug fd^on ifterd relc^lid^, unb ftetd noOlommen auSgebilbeie 
grüd^te. S)ie Sorte oerbient meitere SBerbreUung, benn bie Sime ifl 
ebenfo fd^5n unb gut, atö oiele ber neueren belgifd^en ^rüd^te, bod^ rat^e 
id^ am meiften, fie nieberft&mmig gu ergiel^en. S(|on ber ®&rtner @gerd 
gu 3^^f<^t^^ fc^ilberte mir vor 20 ^a^xtw bie Slmboife ald eine ber 
beften il^m belannten ©irnen. — Die ©Idtter pnb eiförmig, aa^ 
runblic^ unb eirunb, oft ^ergförmig, glatt, meift gangranbig, etmad fd^iff ^ 
förmig unb fid^elförmig, fonft meift pa^, oft grofe, IV4-2V4" breit, 
mit ber giemli^ ftarlen Spifte 278^3" lang. — »Ifitl^cnfnofpen 
groß, fanftgefpifet, an bcrSpifee etroag gelbrooHig. — Sommer groeige 
oben etmad oerbictt, grünlid^braun, fein meiggrau punitirt. 

3. 



339 



No. 158. 3)ie 3aßJlbiriir. I, 2. 3. 2)ter; vi, Ib.Suc; ü, 3. ^a^n. 




.\! / 




fit Sagllilirne, S)iel (duintin^e) * * t $. 98. 

^eitnatl^ unb iBorf ommen raltefransSfifc^e, angeM^ im SSalbe 
hl ber @egenb Don S^nbr^^ loal^rfd^eintid^ auf bet ^ogb aufgefunbene 
Sorte, Wc gueifi Ouinttnpc mit 83efHimntl^tt untcrf^teb unb flc Le- 
schasserie anä) ntttnlti Verte longue d'hiver Besidery- 
Landry nannte. 

Siteraittt unb^^non^me: 2)te( Y,6. 36 fü^rt fd^on «tele e^noti^me an: 
Besi r£oha8Berie, Hneoat de Villandry, Chassery, Besi deLan- 
^■"T« Jagt-Peer, Winter-Terte longne Fear, Winter long green 
Fear. — G^rifk. $bn>5. 6. 183. S)te Sag bbirne, Besi de Gbasserie, 
ber gemeine SRann nennt {te SS^inter^iSierBirne. SBintetsCeftebirne« — 



340 

%.D.®. V. e. 229 Xaf. U. — S)ittr. L «. 724. — Dberb. «. 366. — 5Dtt^am. 
IIL e. 54tab. XXXa: Echaaterj. — jaOlapet. Pom. Frano. 6.231 tob. XLYUI 
unb XLIX: SßilbUng 9011 (£l^affer9. 

®eflalt: etfdtmig (ber @i)mmer»<SieTfiirne ftl^nttc^, »e^l^alb itc 
audi SSinter-Sierbirne genannt wMi), in ber ^orm etoaS oed^felnb in 
fofem, als il^re Sänge gegen bte Steile ifteri ntrfd^ieben ifl, genö^nttd^ 

2Vt-2Va" breit unb 2 V&0*# ifter« etwo8 nlebriger, fetten Va^ltofl^- 

fteld^: l^artfddalig, giemlid^ Hein, oft unDoOft&nbig, »eit offen, 
flad^ ober feid^t mit etmaS beulenartigen (Srl^abenl^iten. 

Stiel: ftart, gerabe, fleifd^ig, gelbbraun, bi8 IVi'' tang, dfoxah 
terifti{(| mit einem grünen ftndt(^en ober einer {leinen flad^en (Sxfyihniß 
l^eit, obenauf, nie eingeftedt, ober eimad oerlicft, gmifd^en Seulen. 

Sd^ale: etmaS rau^, fp&ter nrie gefd^meibig, fd^in l^eOgrun, fpater 
grfinlid^gelbr ol^ne dthi^t mit d^aralteiiftifd^en gal^treid^en, rdtJ^Iid^troitnen 
ghintten unb ifterS giemttd^ nie! Sftoft. 

gteifd^: x»d% überfliegenb, butterl^aft, non erhabenem guderortigcn 
9)lu8!ateIIergefd^ma(t unb fein müSfirten ®erud^. 

Aernl^auS: litmlid) grog, fiarl ^ol^lad^ifig, ber J^o^Ie 9taum »ie 
mit ^t^i beftreut. Kammern Kein, I&nglid^ mu{^elf5rmig mit f^mor)« 
braunen, mittelgroßen, m(t einem fleinen ^5<fer oerfel^en ftemen. 

Steife unb 9lu^ung: 9looember unb S)ecember, oft biS^^anuar. 
SRug lange ^dngen. — SBeI!t aber bedungead^tet meift im SSinter, nne 
au(^ Siegel (SRonatdf (^n IL @. 62) bemertt, unb mirb auf ^od^fiamm, 
mo fie überbieg giemlii^ t(ein bleibt, feiten f^meljenb. — S)od6 tfi e8 
in guten Rubren eine ft^ä^enSmertbe feine Xafelfrud^t. 

Sigenf haften bedSlautneS: ttfi4fti in bergugciib Tebl^oft, belaubt fti| 
etmaü Uc^t, einem Sßilbling ftj^nli^, mac^t viele htt|e Stuc^tffiie^e, woran bte ^^te 
bflf<$elioeife (ftngen, l^ataber !eine dornen; bringt bei und in $0(|ftanmtf otm nur, 
»enn ber IBaum awifd^en ©ebftuben oberfonfi gef<!^att fie^t, no($ gute Stfi<(te, unb 
att4 Oberbiedt mxü i§n nur svergfbrmig, auf IBilbHng oerebelt, ba er fij^on na(| 
SHcI auf Duitte nic^t fort!dmmi, an bie SBanb get^flan^t ^aben. ®r erforbert ücf« 
ge^enben, guten unb »armen Ooben. — S9(fttter Iftngßd^ e i r u n b, mit auSIouf cnber 
6pite 174— IV»" breit, 2»/i—2»/4" lang, oft aui^ me^r eifbrmig, fein» ct»a8 fbnnpf» 
gffftgt, f(a4, nur (ie unb ba etwad oeUenfbrinig, bunMgrfln unb gldn|aib. (S>ie( 
befd^reibt bie unteren Slfttter an benSommeraneigen unb bie oon bengrucbtougen oU 
eUiptifd^, »ie bie anbern Blfitter, aber grb^er, .oft 4y»" ^ang unb nur 2V4" brttt — 
»ad ba^er rü^rt, ba( er na^rfc^elnli^ ein«n in f el^r üp|>iger l^egetation fle^enben 
Oaum, nie es bei bem meinigen nid^t bergan war, oor ftd^ b<^tte.) ^IBIfli^ea« 
fnofpen g.3. Kein, ftorsfegelfbrmig, faß runb(i($, fpi|, bo($ m<^ ^e^enb, fd^vfiri* 
(id^braun. — 60mm er| neige brftunlid^ (eberfarben, gegenflber mit et»a8 OHoen« 
grfln, oielfaib febr fein ^eOgrau punhirt, wie fie S)ie( befcbretbt. 3* 



311 



No. 159. iOmn'i (EtWlrtttttWnie. 1, 3. 3 (2). 3). ; V (Hl), l b, £• ; lU, 3 (2) g. 




ar- 



(ioloma'% (tarmelitetbitne. ^ui (Goioma) * m. oft $. 

^eimatl^ unb 93orIommen: t)om ®rafen €o(oma au8 @amen 
erjogcn* ©icl erl^iclt pc t>on Dan SKong 1818. — Sdjdnt In ©cutfc^« 
lanb, iDie aber aud^ in ^Belgien, }. 3- ^^4 i^^^'S Derbreitet. 

Siteratur: ^iel 9l.it.O. IV. 6. 200:<SoIoma*g(^atme(iterbltne,0 
Beute; 2)ittri(| I. 6. 715; JDbetb. 6. 317« 

®eftalt: tegetfStmig, nad^Siiel o^ne n)a]^Te Einbiegung nad^ bem 
Stiele )tt. Sie bie «bbilbung oben geigt, auf n)el(|er bie S)ur<^{(|n{tt8< 
jeitl^nung nad^ einet non mir felbft erlogenen, bie anbete nad^ bet von 
^rm^ Dr. 8lf gel mir frül^er gefenbeten grudjt gemad^t ijl, ift fle aber 
aud^ ifterS giemlid^ bimf5tmig. - 5Diel gibt il^re @r3ge 2 Va'' breit unb 
3'' lang an; oud^ ergog id^ fie felbfi fd^on breiter, al8 oben gejeid^net, 
bod^ feiten. 

iCetd^: moOig, blittrig ober ^artfd^alig, offen, giemlid^ tief« unb 
eng« ober aud^ fei^t eingeftedCt« 



342 

©ticl: ftarf, roic flcljd^ig, biä 1" lang, obenauf, wie cingcbrüctt^ 
oft neben einem ^leiff^toulft. 

©c^ale: fein raul^, l^eDgtfin; fpater l^eDcitrouengelb, boc^ meift 
ringsum bunMbraun beroftet unb mit trübem erbbraunem Siotl^ (mol^er 
ber Siamen), anö) mit gal^lreic^en Sßuniten, im 9leu§crcn bem Srocfnen 
SRartin (Martin sec, ber ebenfo gefärbt unb beroftet ift), giemlic^ d^u« 
li^, oon büfterem älnje^en. 

gleifcj^: roeig, ganj jd^meljenb, faftDoII, gerofirg^aft, t)on ange* 
neljmem, fein gimmtartigem ^vidtx%t\d)mad. 

ßernl^aud: tlein, meift geschloffen, mit Aiemlid^ nieten £örnc^en 
umgeben, Äammern enge, mit roenigen, lleinen, cirunben, fpifeen, laffee« 
braunen j^emen. 

Keife unb Siu^ung: ©nbe ©ecembcr, 3 SSBod^en faltbar, Dcr» 
bient nad^ S)iel megen ber ^tit if)xtx Steife alle Slnpfiongung. — SDiel 
bejeid^net fie jebod^ im ©ngang jelbft al§ fpäte ^erbft*^ ober frfl^c 
©interbirne, unb, mie fd^on SDittrid^ angibt, bafe fte bei i^m bi§u)rilen 
im Slonember reife, fo ncr^ielt fie fic^ früher meift aud^ l^ier, unb ebenfo 
bie non Siegel erhaltenen ^rüd^te. 9lur im porigen ^a^xt f)ai\t iä) fie 
aud^ nod^ ©nbc SDeccmber. — ©ie l^at nad^ fc()Ied^ten ©ommern im 
©efc^madC oft etmaS SRatteS unb fte^t in ®üte ber i^r in ber Sorm 
al^ntic^en, aber fpSter reifenben ©p&ten ^arbenpont fe^r nac^, l^at au($ 
noc^ mel^r Steine umä Äcrnl^auä, mie biefe. — Obcrbicd jprtd^t fid^ 
ebenfomenig gufrteben über fie au§. S)od^ mürbe fie in bem marmen 
unb trodcnen ©ommer 1858 aud^ mieber red^t gut. 

@igenfd^aften bed SSaumeS: er machst nad^ SDiel lebl^aft unb 
ift teantlic^ an feinem ä8ud)fe unb feinem $oI^^e. @r bilbet eine breite, 
fpcrrl^afte Ärone, treibt an feinen ©ommertrieben pufig ©pie^c unb 
malere S5orncn, ifl aber ungemein frud^tbar — ma8 fid^ nad^ bth bamit 
Derebelten 3)^^^^" ^"^ W^ beftdtigt, unb auS meieren! @runbe bie 
©orte aud^ immer ^^ortpflangung netbient. SBa^rfd^einlic^ n)irb bie 
^rud[|t in anberem Soften unb befonberS am ©palier auc^ öfters ebel 
unb gut. — Slfttter eiförmig mit lurger ouSlaufenbcr ©pi^e, IV2" 
breit, bi« 2V2" tang, oftetroaö ^erjfbrmig, glatt, (bie ©IStter ber ©om« 
mergmeige nac^ SDiel unten feinmoQig) meitlauftg unb unbeutlic^, meift 
nur an berSpi^e ge{&gt. — 93lütl^enfnofpen g*3* largtegelfdrmig, 
giemlid^ fpi^, laflanienbraun. ^ ©ommergmeige trüb rötl^Ud^braun, 
gegenüber grünbraun mit nielen oeiggelben fünften. 3. 




Jtf^ititt «rtgoiie. ajot^no^i (»ioort) »'i + h. 

J^cimatl) unb SQortommtn: fie niuibe oon $erm ©regotrc, 
Stol^ecfier in ^obotgne auä Samen crjogni, unb btai^te 1843blcetfttn 
Stückte. 3f^ 1^^ ''"C ^ ^f*'" ^^^ *t* neuerer 3''^ betannt gemotbenen 
Stmen jut Änpflangung ju empfe&Ifn. 

Sittiatui unbeononqme: »iDOrtl, Xaf.43:Zepbiria OTegoira. — 
Xoi^na^l ^at f^ce. 117 ©tcfloire'S »utt et »irne genannt. — Sie ift im aUum 
■ie oben sab a mit titm nai^ bent Bütlt }u DeTlJtngaUn 6i)i(e abgebilbet. Xiur4 
benUmflonb, bafe i^ bie gni^t \o, abet aut^ in bergatnoUfbimigtr (Schalt erjog, 
bag fnnu im ICbum bte blattet olB eifbtmig jugefpi^t belc^cieben unb nit^lS banon 

Sefagt i% bafi bn Saum ein auffilCCis*ä mtati Seioa^a mac^t, glaubte icb von 
loptleu nit^t bie ri^tigc Sorte, lonbem bUZtphiTinL«nii(linlII.ean6eb<l 



344 

Xlbum), von bemfelben (Sr^ie^er abftammenb, ton ^ix^na^t B^P^itinS Bergosnotte 
genannt, etl^aUen )u |a5en, beten Baum gerabe biefeS nenig oetfpret^enbe »tfte 
(bornige), Sleti^ere unb lanjettfdrmige JBl&tter (a(en foK; benn bie ftarfe fHb^t, 
»eld^e 3^P^^^>i Souid nac^ il^ter Slbbilbuna in ben Ann. de Pom. IV, 6. 95 auf 
ber 6onnenfeite geigt, foH bie anbete, »it «^inott im 9(bum bentetit, am Spaliere 
ebenfaKd annehmen, gn ben Ann. III, 6. 79 ift nun obet bie 3^piiitin (S^tegoite 
in i^tet bergamottfbtmigen ©eflalt, mie fie oben untet b gemd^net ift, befc^tieben 
unb bieQ(&ttet metben old eifbtmig unb (an|ett»eif örmig gefc^iibert; ite ftnb abet 

>bet - 



an bem mit abgebilbeten gtu^tgveige f Ammtlic^ bteitet obet f<i^mft(et (anjettfötmig. 
Son ben botnigen Qroeiqen ift mebet bei i^t no(^ bei g^pMtin £ouid in ben XnnaL 
bie 9iebe unb fo gmetfte \^ nid^t me^t an bet 9iic^tigteit bet6otte, bie au^fonfl 
mit ber 99ef4teibung ttifft 

($)e[talt: rutibtic^ unb beutig, biSiDeilen aber aud^ treif eiförmig, 
Hein ober mittelflrofe, nac^ »bort* g ^eid^nung 2Va" breit, SVi" M — 
in ^einingen fleiner. (SSitxwt S^ud^t ift an fttiftel^enber unbef(!^nittcner 
^ijramibe ergpgen. S)o(l^ nQ<i^ ben berliner 93et^anblungen bleibt fie 
aud^ oft felbft 4tm ®pa(iere Hein.) 

jt e l d§ : tietn, l^albof(en, aufredet, oft unregelmdgig, aud^ gong blatt« 
loS, in Heiner btdmeilen etnnid beuliger @in{entung. 

(Stiel: meift febr pari, oft fieifc^ig, obenauf ober fd^ief, ocrnertp«! 
aud§ fel^r oft ol^ne Slbfa^ in bie §rud^t. 

®d^ale: bünn, grfin, fpdter mel^r gelblid^i mit oielen br&unlidben 
^unlten, l^te unb ba mit etmad fd^marjlid^en ^^leden unb mit me^r ober 
weniger gimmtfarbigem Stoft. STm freiftebenben Saume ift bie t^d^t 
ol^ne dtoi^e, l^bd^ftend etmad erbartig an ber ©onnenfeite gerottet. 

i^leifd^: gelblid^ meig, etmad {örnigt, bod^ faftreid^, fd^metgenb, 
fäg unb pari gemürjt, nad^SBioort im®e{d^ma(t bem berStegenttn d^n- 
tid^, au(^ ried^t bas gteifd^ nad^ ben berliner 93er^apblungen angenehm. 

iCernl^aug: mit nur feinen ^omd^en umgeben, etmaS l^o^lad^fig^ 
jtammern mufd^elfbrmig, fteme bunlelbraun, meift ooDlIommen, mittel* 
gro§, mit einem Ileinen ^ödter. 

' 9leifeunb9lft|ung:bie ^^tud^t teift imSlooembet, oft oud^ tm2)e3fmbet 
unb Sanuat, würbe au(^ in SReiningen fc^bn unb fc^metgenb, nur in !ü(leted 
Sommern bleibt fte ^atbfd^meljenb obet taufc^enb. Sie netbient baS £ob, mad i^r 
in aUen Setjeid^niffen beigelegt mitb. 

(Eigenfd^aften bed IBaumd: betfelbe mdc^dt lebl^aft, fielet in bet Sugenb 
fafl einem milben IBitnbaume ftl^nlid^ unb man l^at 9lot^, bem Baume eine ge§ö« 
tige ^otm |u geben, bie 1t<b <xm beften audbilbet, menn et mbgltc^ft unbefil^ntiten 
bleibt. S)ad SBilbe oerliett ftd^ mit bem balb folgenben ^c^tanfa^e, flberbau|»t 
ift bie ^tagbatfeit gut — 3)ie 9 Ift tt et {tnb [an|ettfötmig, oft nac^ bem 
Stiele au fpi^iger ald nad^ ootne, 1— IV«" bteit, 2Va" lang, gUttt, tegelnift|tg^ 
befonbetiS gegen bie Spife l^in feingefftgt, im (Sangen Kein, f[a($. Sttet li/i— 2" 
lang. — ölütljenfnofpen legelfbtmig, fe|t langgefpijt, faftanienbramu — 
Sommetgweige getbgrfln, an bet Sonnenfeite oft {tat! gerottet, mit alemlid^ 
gto^eui getbiid^en fünften. 3« , 



345 



»0. 161. {^o^leimrr fBvUttWtnu I, 2, 3. 3>iel; vi, la.2Mc.;-in,3.3afim 




90il|l|eimet 9nttetiitrne* Siegti. *^ 9B. 



^eimatl^ uttb 93orIommen: Siegel erhielt bie ^fropfreijer 1823 
von S)lel, iü^ ^ai Scfetcrcr btc grud^t ni^t in feinen ®erlen Befd^tie* 
^«n- — 3^ Ufxiit btc ©orte dou §erru Dr. Siegel unb erjog bie gvud^t 
am ^od^ftomm. 

2iteratur unb ©^nünpme: Siegel 6ef(^vie5 bie Sirne in feinen 9teuen 
OB^fDrten II, e. 66. — ©tjnon. finb nic^t befannt. — KaA $erm ^tofeffot 
Songe inintenBurg in 3){onatdf4r. Y, e. 13 ȟrbe fit ibentifd^ fein mit (Sngl^ien, 
waft i(^ nid^t beflfttigen fann , benn meine Sng^ien ift anberd, ifl eine Sommers^ 
frud^t, bie in Siefentng I unier 9{r. 15 bereits bef daneben nurbe. 

® eftalt: nac^ Siegel bicfbauc^ig legeiförmig; bidroeiten fellgft freifei:: 
formig, nac^ oben oft ungleid^ abgerunbet, fo bag bie t^rud^t nic^t immer 
gut auffielet; nac^ bem @tiele ju mad^t fie eine fiarfe ^nbiegung unb 
cnbct ftumpffpi^; fie ift 2V4" breit unb 2Va" ^^^ — Sflacö unfcrcr 
^onnentafel werben xdxx bie ©eftalt birnfSrmig ober Ireifelförmig^bivn« 
fSrtnig nennen muffen. 

SlfBllTiTtel «ambtudl ket 0»M«ibe. il. ( 23 • 



346 

fteld^: tuT)bIftttrtg , offen ober halboffen mit gufammensetteigten 
a3I&ttent, feid^t^ ober ftod^fte^enb, mit Seuld^en umgeben. 

Stiel: aicmlid^ ftar!, MS 2" long, nodj ber »irnc ju fkifd^ift 
fp&ter rungelig, braun, neben einem ^öcter meift fc^ieffte^nb* 

(Sd^ale: bflnn, buntelgrfin, fpater unb jroar felbp reif nur lädier* 
grün, feiten etmad gelblich, mit Sfioftfleden unb fünften, fonnenmärtg 
bidmeiten mit etmad fd^mod^er brfiunlid^er fRoi^t unb mit sufammen- 
^ngenbem Sto'fl um €tieU unb ftel^roölbung, befonberS um. le^tere. 

^leifd^: gelblid^ meig, in 3)teiningen gtitnli(^ meig, fein, fttftig, 
mo^rl^aft .butterl^aft , non f Agem geioürgten rec^t angettebmen ©efc^mad, 
ober mie i(b i^n notirt l^abe , non oortrefflid^em metnigtfügen , bem ber 
Beurr^ gris ä^nttd^en ©efd^mad. 

fternl^auä: grog, mit l^ol^Ier ober aud^ mie l^ier norliegenb, mit 
noQer Sd^fe* SDie jtammem ftnb geräumig unb entl^alten noDfommene 
buntelbraune , giemlid^ groge fpi^e, oben mit einem Ileinen ^öder ner» 
fel^ene iSerne. 

Steife unb 9tu^ung: bie^^rud^t jeitjgt im Sf^ooember unb ^ecem« 
ber* — 3ft eine fd^on große, auSgegeid^net gute Safclbirne, bie otte 
@mpfeb(ung, aud^ nadg meinen Erfahrungen oerbient. 

@igenfd^aften beSSaumeg: berfelbe ^at nad^ Siegel einen ge« 
magigten Srieb unb ift fel^r frud^tbar , gebeizt aud^ auf Ouitte. Slud^ 
in^einingen neigt er nur ein f(!bmad^eS SBacbStbum. — ^ie S latter 
ftnb ftarl längUd^ eiförmig, mit fd^ön auSlaufenber Spi^e, IVi" breit, 
oft 3V4'' lang, biSmeilen langettförmigf, glatt, giemlid^ regelm&gig fetner 
ober ftfirfer gefügt. S)ie »lattftiele pub oft 2" lang, fe^r bünn, grün» 
Iid^*meig. — aSlütl^enlnofpcn gur ^tit lur jlegelfJrmig , faji ^aVb- 
runblid^, !lein, bunlelbraun« — ©ommergmeige braunlid^ gelb toie 
teberfarben, gegenüber me^r grünli(!^braun , fein odCergelb punltirt, oft 
etmad filberl^autig. 

S)ie i^od^l^eimer ^Butterbirne ift, mie Siegel nad^tr&gti^ be^ 
metit, lenntlid^ burd^ i^re fd^on giemlid^e @roge, ^egelform, burd^ 
iljirc ftarle ©nbiegung gegen ben ©tiel unb i^re grüne ^arbe. 3" 
^arbe unb ®rige ift fte a^nlid^ ber Sangen grünen ^erbftbime, bod^ 
fel^lt bicfer bie Einbiegung gegen ben Stiel unb fic ift weniger bid* 
baud^ig. 

3- 



347 
Jio. 162. XÜMWüA »» ä$M%^U I, 3. 3. a)ieC; V, 1 b..8ttc.; IV, 3. 3«^* 




Cnutll{li| tion SobOtgne 33iuort (^ouoier} 



• • 



5B. 



^eimatl^unb 3Sorfommcn: löurbc oom ©ürflcrmeiftci Souoicr 
ju Sobotgnc 1830 au8 Samen crjogcn; bct junge ©aum iTUg jum 
«rftenmaU 1843. Sic roirb 6crctt§ in bcn bflgifc^en Obftocrgcic^niffcn 
fc^r empfohlen , aud& in bcn bortigcn Soiirnjc^uten in aJlcngc crjogcn. 
®o l^attc g. ®, SBioort in feiner Saumfc^ulc 6iö jum ^al^rc 1847 
«Bein mit bicjer ©orte 2000 Stimme ocrebelt. Uebrigenä ift fic aucft 
fcl)on in beutfc^cn ©Srtcn gu ftnben. 33ei ber JBctjammlunfl in ©otl&a 
J^alte ein §etr Dr. 2aurcntiu8 in Seipjig Jeljr g^ofec unb jc^önc grüd&tc 



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848 

• 

baoon auSgefteüt; aud^ Syxx Sel^rend in traoemünbe ^tieb mir, ba^ 
fie ftc^ 1857 vor^flglic^ bero&^rt ^abe unb filr ^pramibe unb (Spaliere 
fe^T )u entpfeblen fei, iDcnn er m^ gtaube, ba§ fie ni^t für$io($ftamm paffe. 

£itetatur unb 6911 online: Bioort bef^tieb fie im Album de Pom. I 
neben Xaf. 15 ald Triomphe de Jod eigne/ — 69non9me finb unbefamit 

©eftalt: uac^ ber Dorliegenben 3^4^"^8» ^^^ ^^^ SucaS gab, 
ift b:c gorm giemUdd baud^ig bitnfirmig. ^m Sllbum ift bie gruclt 
)ebo(^ Diel größer unb gioar treifelfdrtnig, nac^ beut @tie(e gu !egelf5rmig 
abgebilbet , ^%" f^odj unb f aft 4'' breit , uub bad ©eioid^t mirb auf 
31b ©rammen, alfo über 22 Sotb angegeben. S)iefelbe isirb aber unter 
Umflänbcn in 3)eut{cblanb ebenfo gro^ unb großer, benn Don bea 
f^rü(^ten bed ^errn SaurentiuS wog eine fogar 1 $funb unb 9V) Sot^* 
@C^aIe: glatt, b^Hgrän, fpfiter citronengetb mit ®rün, r5t^(i(^^ 
braun unb gelbbraun gefprecfelt unb geftedt, befonberd um Sttli) unb Stiel, 
^elc^: grog, braungelb, ein n>enig eingefenit, mit (Srl^abenbeiten 
umgeben. 

@tiel: giemlid^ biet, bolgig, Vs^^^i^Sf etrnaS nertieft neben Seulen. 
i^Ieifc^: rncig, buttei^aft, geguctert, febr-gut, im®ef(^mact ä^nlic^ 
ber Beurrö Rance (jparbenpontä fpaten äBinterbutterbime). 
^ernb au d: bie ftcrne ftnb fc^marg, bid, Idnglid^. 
Steife unb Slu^ung: bie i^ruc^t geitigt gegen @nbe beg SRooem^ 
ber unb plt fit^ bi^ in ben 5>ecembe^. — ^i ani) nad^ £uca8 eine 
Dortrefflicbe getickt. 

^Eigenf^aften bed SaumeS: berfelbe |etgt gem&^igten 9Bu((8, mad^t 
aber anfangs gefrfimmte @(^offe unb bebarf bed $fa§(S, um t§n aufregt {u er« 
gießen. 2)er Sßutterbaum ^at auc^ 2)ornen, bie aber an ben barauS erlogenen 
jungen ©tAmm^n nt($t me^r gu bemerken ftnb. ^ebei^t eben fo gut auf Cuitte. 
bringt fe^r gro^e neige Slüt^cn. Hebet bie ä^ragbarfett fonnte 8ioort buri^ 
3ufaa fein beftimmted Urt^eil bi4 bamold abgeben. — Sta^ ben $robe}veigen 
(aud ^fro|>fr€ifem, nie ic^ fte aud äBetteten unb oon Cberbiecf , ber bie @orte oon 
^ioort felbftbelam, übereinpimmenb in ber Segetation erhielt] finb bie 8 Ift tt er 
edipiifc^ ober eiförmig, ber SRe^rja^l nad^ aber boc^ faft fftmmtU(^ no(( bem 
@tieCe 3u, wenn auc^ nur fc^mac^ leilförmig, gro$ unb breit (alfo faft breiteOipttf^) 
mit ber etroaiS oortretenben Spi^e Aber ^yn" lang unb oft 27«^' breit, glatt, bo(^ 
am Sianbe meifk etnad feinnoQig , oertoren unb nur nac^ oonte beuttic^ ((^fftgt^ 
flac^, bunfelgrAn unb gt&njenb. (9la(^ Sioort ftnb bie 8lfttter eifbrmig, tanjett* 
fbrmig, nac^ oorne fpi| , gangranbig bef (^rieben, neben ber 93irne'ifl aber am 
^^rag^ofge ein eiförmiged fc^arfgefögteg 9(att mit langer €plte abgebin>eti unter» 
^aib feien bie Slfttter »egen i^red ©tanged benen beiS Jtirfc^forbeerS glet(|.) — 
äStüt^enfnofpen na4 IBioort runb, fc^uppig, braun. — Sommergneige 
g r tt n ( i 4, oberhalb rot^braun. 2, 

* 2)iefe »efd^reibung .rft^rt meift oom SSruber beiS (Er|ie^eri eimou IBouoier l^er. 



349 



No. 163. a)ie «teini^tt 8i«W. I, l. (2). 3. 2) i e l ; vi, l b. S u c. ; vi (IV), 3. 3- 




Pie Hletanker fkmfcrö. »ioort *• t ^* 



{^cimat^ unb iBarlommen: ein wn SRonS^fd^ef @imttng, oon 
tHoott nad^ fernem ®ro^ater, einem eifrigen Siebl^aber ber Saumgud^, 
benannt. S)er Sanm trug guerft 1844. 

Siteratut unb ^pnonpme: Bioonfc bef<^rieB fie im Album de Pom. I. 
«e6cn ^f.31 unb Mlbete fie ^iet tunbli«! ober togamottfönnio a(; imlLBanbe 
ber Annales de Pom. neben @. 91 i{l pe aber von i^m nod^mald bef daneben» 
imb er (at fie (ier aan^ anberd geformt , fur^Iegelf brmig ober (reif elf brmig , ber 
Sinter« 9}e|id fe(r ft^nliA^ abbUben laffen. 6(l^n im fKhwn maAt er bemerfttcbi 
)><4 bte ^d^t in ber 9tetT)eit noc^ fe^r unbeftftnbig fei unb eben fo fc^eint eS fid( 
ne«^ bem (Segebenen mit ber ^orm au vergalten. 3n ben Xnnalen nrirb flbrigenH 
bte 6orte )u vermehrter 2np}ian)ung au^ in bie Oaumgftrten enq^fo^Ien. 

(8eftalt: runblid^ ober bergamottfSrmig , bo(^ nod^ fifterfilreifet« 
f&rmig , Hein ober mitteIgto§ , mie Dorliegenb , 2^^' breit unb ebenfo 
lod^ , ober mie fie in ben Xnnalen obgebilbet ift 2Vi'- breit unb fajl 

Jtelc$: Hein, offen, oft blattlos, in einer fteinen fd^ftffelfirmigen 
<l^fenlung. 



350 

©ticl: Pari unb flriM^ß; wniaftcn« ber V)üi nac^ bcr »itne 
;;u, weift fd^ief^ neben einem ^Mtt, wie eingebrüdt, ober aud^ me bie 
%bbilbung geigt obenauf unb ji(^ ol^ne Sbfa^ in bie ^ud^t netlierenb. 

@ (^ Q l e : glatt, gelbgriin ober grflnlid^ gelb mit feinen br&unliil^en 
ober grünlid^en fünften unb mel^r ober weniger Woft, befonberg um 
ben iteld^. 

gleifd^: grMiii^ »^6/ WteidJr fd^melgcnb ober butterl&oft, Don 
meinigt gepudertem unb angenehm gemtlrgten @e{d^mad. 

Jternl^auS: etmaS ^ol^Ia^ftg, mit feinen J(5rnd^^ umgeben, ftam* 
mtxn eirunb , meift me^r gerunbet nac^ ber Sd^fe gu , ald nac^ Xu^en, 
mit meift noQfommenen, ni<(t großen f(|mar)braunen, mit einem tleinen 
^Mvc Derfe^enen fterneif. 

gteifeL unb 9lu^ung: bie ^ud^t reifte bei Sioort metfl im 
gebruar unb SRftrg, bidmeilen aber au^ fd^on im Stonember unb bie 
fpftter geitigenben ^rfld^te flnb nad^ i^m im (Sefd^mad bie beßen. — 
i^ier geitigte fie <£nbe Stooember ober im Knfang bed S>e€ember, bod^ 
tiefen fld^ bie ^rfli^te aud^ bis (Snbe S)ecember erJ^allen. & ift eine 
red^t gute %a\tU unb i^au8^altungdfrud^t, bie fd^on megen il^rer fpiterett 
Steife weitere Verbreitung oerbient. S)ie Sirne fielet ber 3^^^^^^ (Siregoire^ 
bie i(^ ebenfaDd Don ^ßapeteu §abe, giemlid^ d^nlid^, mirb aber fpdter reif. 

^igenfd^aften bed SaumeS: berfelbe m&d^Bt ber Sefd^tcibung 
nad^ , mie aud^ bie baoon gefertigten Ißrobegtpeige geigen , traftig un^ 
beweist ftd^ aa^ (ier, maS Sioort oon i^m ntl^mt, re^t frudgtbor. 
Die langen nnb fd^arfen S)omen , bie ber SRutterbaum ^at , ftnben ft^ 
nid^t mel^r an ben iungen baoon gepfropften SAumen. — S>ieSl&tter 
finb breit etnmS langettfflrmig, oft aud^ eOiptifd^ (nieEeid^t be^^tt 
bie ©orte in €LIV. gelJ5rig), IVa" breit, 27»" lang, glatt, regelm&^g 
f eingefigt , eingeln aud^ gangtanbig , meift flac^ , langgeflielt (@tiel bis 
2Vi'Mang[) im@an}en ctmaS tlein« — Slütl^enlnofpen na^SBinort 
Hein, Tttnbooal, gugefpi^t, af d^graubraun ; id^ ^atte fie legelfftrmig fanft» 
gefpi^t, lid^tbraun notkt« — Sommergmeige lang, mitteljlaTt, ge^ 
bogen, ^ braungrau, gegenüber ^ofelnu^braun mit margenfirmigen ODalen 
tStl^lid^ ^Iten« 

3. 



Nc. 164. 3i«Utttt r, 2. 3. g)itr; TI, 2 ». Suci n, 3. 3ol 




SamiBttft. siiti * I SQ. 

^cimatEr unb Sorlommtn: S)itl ttf)itü fit, unriil^tifl btnannt, 
aU JamisOtte (mS3]t(t, nwfcl'bft fie na^Cioort rin gcnifTcr Somtnct 
aufgefunden ju ^abcn fd^etnr. ? 



Barf. d'kivec, Haroit, PttoI«, Bkbia«. Xtt Stlootb. fiatoL ^at femec 
w>4: Bannenz unb foiepbln«. — Siegel Btf^rieE ftt in f. S. D. n 6.72 
alt Joiephlne de Fraaee. Sic ^ie^ec gtfanbte Sriu^t letgU fi4 »on 3a> 
minctte nft^t nttfifttben ; nie oucb ttnc von anbertr Seite an von glotoni ac* 
Ungtc Corte b. S. (aSonata|4t. 17. 6. 110]. — K<i<$ Somnlng gtpt fit mu> 
imtn auA oll Hardanpont da Prlntampt unb i^ fclbfl ^abe beiettS usk 
0dt$tt als Jowphlne Inperatriee bit CpBte Qarbtn^iont erhalten. — Rai^^etm 



3f)2 ' 

$rofeffor Sänge in 9(Uen(urg ifl femer Da Boitson oon ®e(r. Saumann in 
»oHweiter mit 3aminette ibentifdj (!RonaWf(^t. V. ©. 13). — Cheminette 
ifl al^et nad^ Don glotom eine ahbere grud^t (Ibid IL @. 245). 

©eftalt: Ireifelförmig , tiac^ bem Stiele gu ftumpffegelf5rmig, 
2V4" breit, 3" fioäf, bod^ oft cbenfo breit wie l^od^ (^icr oft aud^ fafl 
plattrunb, fel^r ftumpffplfe, 2^/4" breit unb faum ine|r alö 2Va" ^^l 
oft burd^ (Srl^abenl^etten ungteid^. 

JSelc^: längs aber fd^malbtdttrig , ettoaS loodig, offen, in loeiter 
ober enger, feid^ter ober auc^ tiefer ^infenfung neben etioaS Ceulen. 

Stiel: ftarl, l&oljig, feiten bis 1" lang, obenauf, wie eingefledft, 
meift neben einem ^etfd^roulft. 

©d^ale: ftarl, fein raul^, mattgrün, fpäter gelblid^, feiten etnxid 
gerötet, bod^ mel^r ober weniger gimmtf arbig beroflet, am metften um 
ben Jteld^, oielfad^ au(!^ ftarl braunroftig punttirt. 

gleifd^: gelblid^meig (oonSDtel bej. ald butterl^aft, oon erl^abenem 
gemürjl^aften 3ucfergefd^mad) , ift meift nur l^albfc^meljenb , bod^ oon 
gutem , fügmeinigten , in fd^led^ten Sommern aber ofterd etwad gerben 
ober faben ©efd^mad. 

ßernl^aud: gefd^loffen, Hein, oon ntd^t }U oiefen JCornd^cn um« 
geben, l^ol^lac^fig, bie^5l^le wie mitlDtel^l beftreut, mit giemltd^ gtogen, 
mit einem Ileinen ^idtv oerfebenen, platten, gelbbraunen fernen. 

9ftetfe unb Slujsung: (Snbe ^looember, 3 9Bo($en, oft Iftnger unb bed^alb 
SBintetbime. JDarf erft fpöt gepflüdt werben , fonft »etft fic. — §ot al« |iem« 
l\^ gro^e fpftte f^rud^t immer noc^ SBert^ , wenn fie M3iDei(en , n>ie ^onauer 
SKonatdfd^r. II. 6. 44 angibt, aud^ nur atd jtod^bime nod^ )u brauchen ift. %u^ 
na^ SBioort oerbient biefelbe roegen ber SBac^ftgfeit bed SaumeS unb ber (Süte 
unb fpftten Steife ber Srnt^t in größerem Sita^ftabe in gefc^fltten ©Arten mit 
irodFenem warmen S3oben gepflanzt 5U werben. — SBaum wftd^dt fe(r flarf, 
wirb gro( unb ift gefunb, I&^t etwas lange in ber Sragbor!eit auf ft(^ warten. Scheint 
aber gegen JtftUe empfinbCic!^ ; ein großer fc^öner $o(^ftamm ftarb nad} einem 
unferer falten SBinter plötlid^ ab. — SKöd^te, weit er auf aBilbling au ftortwAc^dt, 
als 3w^rg auf Duitte erlogen ftc^ am beften machen. — S3(atter eirunb mit 
^ottdlaufenber 6pite, meift IVs-^iV^" breit unb 2i/s" lang, bif weilen etwad ^era* 
förmig, aud^ bfterd eifbrmig unb runblic^, glatt, fein« ctwaS feic^tgefftgt, am 
9lanbe oft nac^ unten umgefc^Iagen, bie Spi^e ift oft lang unb feitwftrtS gebogen» 
fejr bunlelgrün unb glftnjenb, an jugenblic^cn S3&umen oft fc^rgroj. — 8 lütten» 
Ittofpen grof, bid, rur|legclf5rmig, ftumpffpitj, oft faft runbUcJ. — Sommer« 
iweige olioengfftn, an ber Sonnenfeite rbtl^U^lraun, fein, wei^grau punftirt. 

3. 



Nr. 16ö . au Wrgltm f e. I, 3. 3. a)ie[-, T, l ». aucoi; I, 3. 3aSn. 




y 



^(itnat^ uns EBortoinntcn: ade fiant&iifdtf, {(^on ^rtet bc 
fanntr, frft^cr nu^ in S)eutfd|lanb mt^( gepflanjte 9imt, bie auä bem 
tXtrfe 9}iigouU abftammt (ntoticr il)r frang&rtf^ec SRamtn La Vir- 
goaUuse) ^Jlad) SucaS nikb fie in bcr Ocgtnb son Sogen je^t no^ 
^ufi>t gtbaut. ^onaiäft^r. III. @. 233. 

Sitfratur unb epnonvmc "Sm II.@. 71;2iittr.l. S.72a;X.D.e.IZ. 
6 2?i, Xaf. 1?; C^tift, $biD6. @. 217-, Dtnb. 9. 423; £uc. 9. 201. —«»01. 



354 

femer S)ul^am. IIL ©. 79. lab. LI« trab Poni. frano. 6. 2!26, tab. XLIII; Ann. 
de Pom. IV. @. 17. aitd^ »iü. IT. 6. 19. — ij^ei^t au6) YirgooUe Cham- 
brette, Bujalenf, Poire de Qlaoe, 8t. Leonard, Besi deTirgonl^e, 
La Borie. gn 6fibbeutf(^Ianb lommt fte »ot aiS 9 ar abl ed( im e^lta (med«, 
©lange unb ^ranj^ofenbirne, ©rüne SSintecberoamotte, Sänge 
grüne unb jturjftieltge Secgamotte. gn Xprol (Sogen) n)irb fteSBinter« 
citroni genonnt. 

(Sejlalt: langlegelfdrmig, befonberS am €palUt ber 6t ®etmain d^nU^, 
aber aui^ bau<|ig uno eirunb, nad^ oben fanft abne^menb, gugerunbet, na^ bem 
Stiele |u laum merüic^ eingebogen unb ftar! oirbefiumpft ffn$, meifi gro^, 2>/t" 
breit unb 3>a" ^oc^, om Spaliere oft S*/«'' btett unb 4" lang. 

jt e (d^ : ^ftttftg b(aitIod , leberartig , offen, feid^t eingefenü, oft mit etnafi flauen 
Oeulden, mooonald S^ortfe^fung flache Unebenheiten auf ber gtu^tnoc^bemerlU^ ftnb. 

Stiel: 1— 1V4" (ang, am 9nfat meijletmad f[eif(j^ig, fc^ief, obenauf , meifl in 
etmad 3Ceif((faIten. 

SAale: glatt, ^eKgrftn, fpdter grftnlid^ citronengelb, bidmeUen brftunli<i^ ge« 
rötl^et, fein grau punftirt unb um ben jtel^ etmad gimmtfarbig berofiet, oft auc^ mit 
fc^margbraunen äloftfletfen. 

iJUifd^: n>ei| ober gelb(id^n>ei6, ftberf[ie(enb, butter^aft fc^mehenb, oonfe^r 
erhobenem, mit fetnfter aRudfateHerfdure gemifc^ten (Sefc^mad (2)iei). 

Ilcrnl|au3: gefc^Ioffen, itathmern gerdumig, ^alb^ergfbrmig, mit oieKen 
langen, fe^r fpifen, fc^margbraunen ^ttntn. 

Steife unb 92u|ung: 9iooember, {)ecember unb Januar. SRu^ (ange ^dngen, 
fonft me(!t fle. 3laä^ 3)ie( eine ber aUererften ober vielmehr bie erfte Cdfilt(^e 
aßinterbime. (HB. gu bamaliger 3<ii.) ^^^ {bnnen SInbere, au4 Dberbietf, baä 

?ierft$mte (Sr^abene im ®ef(^ma(f nic^t re^t ftnben, meU bad ®emürg fit^ ma^r* 
(^einlic^ nur im »drmeren (Sltma audbitbet. 

(gigenfd^aften beftSaumeS: berfelbe mdc^it in rid^tigem Soben, vieaKe 
frfl^eren homologen von i(m rft^men, fd^dn unb ftarl ppramibal unb auf Duitte fall 
ebenfo gro( »ie auf äBilbling, belaubt ftc^ prac^tooU unb biii^t unb gebeU^t na<^ Sbid 
in ieber £age unb in Jebem «rbrei^ ; im f^ft Serg. begei^net er aber bie ^ni^t aß 
eigenfinnig, am Spaliere mit oiel Sonne auffpringenb, am befien an freifte^enben 
3mergbdumen, menn nic^t ^od^ftdmmig gebei^enb. fHaA Sioort mac^t fie ftd) an auf« 
redeten Spalieren am beften unb verlangt »armen leidsten, fe^rna^r^aftenBoben; 
aud^ er gibt an, ba| fie an Uegenben Spalieren unb an folgen an ber Slittagdf ette 
bem Riffigmerben untermorfen fei — 3)te »nnalen fagen ungefd^r baffelbe unb meifen 
barauf ^m, ba^Cluintin^e bie von il^m in ben erften Sian^ gefteHte unb l^o(^gef4d(te 
Sorte no4i an freifte^enben SBufc^bdumen, bie bei i^m bte Stelle ber 99ramibe oer« 
traten, gegogen l^abe, biefed- reid^e aber je(t ni^t me§r aud, menn bie^((t gut 
»erben foSe, unb ed fei biefer Umflanb geeignet, bie von oan SRoiig u. 9. serfoc^tene 
9lnft(i^t von ber Sludartung ber Sorten gu unterftü^en. — 9la(!^ ibrem f^er^oUen in 

fiiefigen ®drten ift bie Sirguleufe überhaupt eine fe|r menig fruchtbare, be|(a(b nur 
ür ben Sortenlieb^aber geeignete 6irne, bie mo|(-«m beften no4 auf Duitteoerebelt 
trdgt, auf meiere Unterlage fte aud^ in Sogen allgemein oerebelt mirb, »ie 2ucaS mit* 
t^etlt, ber bie Sdume bort fogar ^oc^ftdmmig fe^r ooQ§dngenb traf. *- S)ie S l ft tter 
bed Saumes finb r u n b li c^, mit ^albaufgefe^^ter Spttfe, an einem freifte^enben, unbtf 
fAnittenen ^pramibbaume 1" 11'" breit unb bid 2" lang, oft etmafi ^ergfbrmiä. aii(( 
bfterd, befonberd bei fldrferem^^riebe, eirunb unb eifdrmig, glatt, fein» unb feid^t* 
gefdgt, etmad f(^iffförmtg, bie Spi^e gurfltfgefrfimmt. 2)iel bef treibt baS Slatt ald 
runb unb §ergförmig, anfel^nlit^ gro^, nac^ oome mit einer fobnen Spi|e, unge< 
mein f(|5n ^Idngenb unb grün unb reaelmd^ig g^al^nt %aft ebenfo befc^ieb fU 2>tt|o« 
mel unb btlbete bieSldtter }um X^eil ebenfauil eirunb unb runblic^ ob. — Blü« 
t^enlnofpen g. Q. Hein, Idnglic^ tegelfbrmig, f)e<l(nibfpii. — Sommergmeige 
trübolioengrün. gumeilen etmad gerbt^et , mei^grau punfttrt. 2)ie Schale btf 
Stammd uno ber bideren gmeige ift f^5n glatt, nac^ ^enne «me tau 
Sped gefc^miert.* 3. 



No- 16Ö. 31t et. «mniil. I, 8. 3. Xitl; V, l b. SueaS; DI, 3. gc^n. 




9it St. •timail. Z)icl (Duintin^t) **I f m. 

{)eimot^ unb ajsildmmtn: du<^ fie iß fc^oii eint altcSrui^t 
unb nur tDenigßtnfl f^on Ouintinqc bttaimt. ObgIriii§ fle nit^t mt^r 



356 

fo l^fiuftg atö früher gepflanjt toirb, \o ifl [xt bod^ immer nod^ beliebt 
unb gcfd^a^t. @ie {lammt aud ber Slbtei @L ©ermain bei $arif 
unb mürbe am Ufer beg ^lüg^enS Safare bafelbft ald SBilbling aufge« 
funben — mcfel^alb il^r im Deutfd^en ber Wamc ^crmannSbirne, 
mte {te aud^ 9)iel nennt, nic^t gulommt. 

Sitertftur unb e^nonnmetlDteK I,®. 160;^u§ame(ni. G. 80, tab. 52; 
3)lttr. L 6. 732; (5§nR« Sbwb. @. 177; X.D.0. HL e. 275, X. ib. 3m 3«. 
Ol^llcab. von 1855 ift fte §iem[i(!^ gut, nur etnad Kein a^gebilbet. - ^m Si^on. ^er. 
n)irb fle aufgeift^lt aU Bt. Germain d*hiTeT, St. Gt. yert, InoonnueLa- 
fare unb ^et^t fonft nod^ 6t. G. dor6, gros, gris et jaune,Poire de Ar- 
teloire, ünknown of the Fare — @ie fOl^rt in @fibbeutf (i^Ianb na4£ucad 
6. 207bieeeinamen®rflne äßinterbergamotte, SBinterbecgamotte, unb 
l^at nac^ 9Ret||et 6. 257 no(| oiele anbete $rooincia(namen, boc^ !ommen mehrere 
baoon gleid^^ettig anbeten Sitnen )U, unb fte bütften flber§auf>t ^iet %n umgeben fein. 
• ©eftalt: lang« unb flad^bauc^ig fegelfötmig, ober au(^ bteitBaud^ig, nac^bem 
5te((^e tu mextixA abnebmenb, na^ unten me^t ober »entger abgeftumpft, oft unegal, 
fap edig, 2"/i-2V*" weit unb 3Vi—3»/i" long, am Spaltete bigmeilen 3" bteit 
unb faft ö'' lang. 

SttliSii oft Kein, offen, feiert, im\\dien Keinen (Etbaben^eiten. 

Stiel: fiat!, biS i" (ang, obenouf, bo(| meifk f^ief, jwif^en IBeulen, ober 
neben einem ^ötfet 

S(|^ale: feintaul^ ober uneben, f(^ön gtadgrfln, fpfttet hlap ober gtün(id^> 

gelb, mit feinen unb ftorlen fünften unb etn>ad btftunli^em Xoffc , bef onberd um 
en Stel^. 

^leifd^: mattweiß, etnad gtobfbtnig unb fleinigt, bo4 faftooQ, butter^aft, 
von erquidtenbem, fe^r angenehmen, burc^ feine 8&ure erhabenen Sefc^mac!. 

j!ern§aufi: l^o|(a(fmg, Stammem (ang unb ger&umig, mit jiemU^ vielen, 
langen, fpij^en, btaunen Ketnen. 

9{eife unbiRul^ung: 92ooember unb 2)e|ember, oft bid^ebruat, bid n»o|tn 
fte aber boc^ meift wel!t. — SBitb oon Sielen immet nod^ fflr bie befte oon offen 
SBitnen gel^alten. 

(Sige nfci^aften begSaumed: biefet »ftd^iSt febt lebhaft, p^tamibal, mirb 
abet nut mittelftatf. ®t ift nic^t )u ^Attlic^, audf fruqtbar, oetlangt aber etnaS 
feuchten, babei ftud^tbaten, (eisten, n>armen Boben. ^n ungeeignetem Ooben 
fptingen bie ^üc^te auf unb oer!tüppeln, fo ba^ bie Sötte \)0^ ni^t füt 3ebet* 
mann geeignet ift. 3" ^^^^ oetlangte man füt fte bad Spalier (an einer SSßonb). 
®ebei^t au4 gut auf Duitte, boc^ etfotbert biefe bann befonbetd einen eiwad 
feuchten Stanb. — SBlftttet lAnglid^ eifbtmig, mit oft langgejogenet oudlau* 
fenbetSpite, l«/«" breit, 3V4" lang, oft fc^mdler, oftbteitet, aumX^eil eHiptifA 
unb Detfe^rt eitunb, glatt, fein» unb ftumpfgefägt, »ellenfötmig, meift ftar! f^iff^ 
unb fid^elfötmig, Spitze etroad feitroftttä gebogen. — Blatt ft tele oft bid 2»/«" 
lang. —SBliflt^enlnofpen fut^fegelfötmig, oft tunblic^, ftumpfgefpi^t — Som- 
metaneige oft geftftmmt unb ftufig, gtänli^ gelbbraun obet graugcH, meiiig 
getö:';ct, fein odetgelb ;im!tirt. 

Slnm. Son biefer Birne gibt ed eine Xbart mit meift etraadfleinerenpana« 
fc^trter Sruc^t, bte etn^ad weniger gut unb j&rtlt^et ald bie geiDd^lt(^ ift, 
aut^ feiten i^te richtige 9lu0bilbung etlangen foO. — (Sine anbete Spielart i^ 
bie aRetletd ftü§< St. ® et ma in,* ^ittt. I. S. 626, nad^ ^iel oon femer 
ftü^eten ®uten Suife mo§l nic^t oerfc^ieben, wie q: $eft V. S. 131 bei ber no($ 
aufgefunbenen SDo^ren guten £utfe bed SDu^amel ettlfttt, bie flbrigend nadl^ bem 
Gat. Lood. au(^ St. Germain blano ^et|t. — fto^ eine anbere Spielart ift 
bie St« Germain Prinoe, na<( ttm £onb. dat mit bem Beinamen: New« 8t. 
GermaiD, New Sweet St. Germain, bo(^ geigte fie ftc^ bei oon ^loto» 
bet anbetn St. ®ermain teinetoegd ft^nlicfi unb auco fonft befrtebigte fte i. 3« 
nic^t CWonatefdJr. n. S. 249). " ^ ^ ^ ' ' 3. 



No. 167. jie 



I,2{3).3(a).3)i«I;T(m)lb.auc.iin, 3(lJ].3a5n. 




SP) 



Pie Jrtnhftg. Siel Ceioott, j!e[*ainpS) ••! 1 3 

$tintat| unb Sorlommtn: bie nften l)!ftopfTei[n et^ieCtSiel oonXrier 
1818, fpatn, 1820, &«(am tx biifdbe Sorte au4 oon oan aSona, b» flc juglett^ 
Colmar Deiebampa nannte, toM |lc bn ütES 2)e|^atnpä im SBatlen^^au^i 
Sorten ju Sng^itn neu erjagen ^at. — Serbient in beutf^en Sorten gtft|tTe Sm 
treitung, ali fle jeit^tT gefunbcn $at. 

£iteratut unbe^non^me: Iiiel befi^Tteb fie a» Strembeig, Bearrfi 
d'A.ratDbeTg im V. SBnb^tn @. 159 f. n.Jt.O., gab aut^ bem 6tlr. IBanbe eine 
lenntlttfe Vbbilbung ali ^itedupftv ^inju. Sal. au^ Xiitti. I. &■ 642 unb O&erb' 
e. 267. — S^TtBeinamen jlnb na(5 Siuort, ber fleunlet berUefierftfitift Orpha- 
line d'EnKbien in ben AdduI. de Pom. lU. €. 35 abge^nnbelt ^at.Colmar 
DeiohampB, Delicei dei Orpbeliai, Benrr^ d' Arenberg, d'Areo. 
berg parialt, Bearrfi deaÜTphelina. Um fle pon b« Colmar d'A.renberg 



358 




»on bicfcm roiebcr witaet§cUtc, geigte aud^ in SReiutngen bcn wenig hftftigen, oon 
Dbetb. mir brieflich gefc^ilbertcn SEBuc^«, aucfi IJatte ber roieber eingegangene »aum 
mefir runblic^reiförmigc ©Ifttter, wie t<5 fle in meinet »Cfttterfammlung je^t no* 
Bepje; boc^.l^at Dr.vJiegel, wie ed fd^eint, Bon 2)ier no<6 bie ^iet gemeinte ©orte 
ermatten, benn er bejog ft^ bei tteberfcnbung einiger grüd^te an mi^ o«f a)iel, unb 
Untere ftimmen gan» mit benen, bie icj aui ?PaJ)eteu'8 SUcifem crjog. übetein. — 
au^erbem !ann ic^ |injufügen, baft bie »on Sieget in l «R. D. U. e. 65 betriebene 
»urd^arbtä Butterbirne, »urc^arbtö aCr*mbergerin, Crasanne -flte- 
Ten (oom Obrifi $artwii )U 9lilita) na^ %m6^t unb SSegetation au(( bicfe mir 
oon Siegel unb von $ape(eu )ugegangene 9(renberg ijt. 

©eftaU: f reif eiförmig, nadj bem ©tiele gu fegeiförmig, oben liemlic^ abge« 
plattet, na(^ bem ©tiele gu me^r ober weniger flum|)ffpitj, bisweilen, wie ©ioort 
bemerlt, Idnglic^ ober ppramibal, bidw eilen aber aud^ fafi ebenfo ^oc^ wie breit, 
olfo ocränbcrIi(|. 3n aewö^nlic^er ©röfie a»/4" breit unb 3»/«" lang «o* 35iel; 
bei mir an einem freifte^enben, wenig befd^nittenen ^^ramibbaume wirb fte nur 
etwa »/4 fo groj. 

jtelc^: Kein, fc^warg , nieberliegenb, oft unooUIommen, in m&|ig tiefer unb 
weiter (Sinfenlung, bie oft oerfd^oben i|t. 

©tiel: !ur|, bid >/i" lang, oft auffallenb bid, gelbbraun, bisweilen fleif^ig, 
meift fd^ief, in fleiner SBertiefung. 

©4ale: feinrau^, ^eUgrün, fpftter me^r golbgelb, brftunlic^ beroftetunb ebenfo 
punüirt, boc^ fo, ba^ bie ©runbfarbe fteUenweife no4 burc^blidtt , feiten etwod 
erbartig gerottet. 

gletfd^: mattwei|, fein, überflie^enb, butterl^aft, oon haftooOem, gewttrg* 
l^aften, l^errlid^en SßuelateSergefd^mad, &^nli(^ ber Suttetbirne auä ber 92ormanbie 
(na4 ^ieQ) id^ bemerfte mir il^n alS fe^r gut, fein weinfauerlid^ gejutfert, mit 
angenehmem Q^ewürg. 

jlern^aue: im Um!reiS giemlic^ breit, bod^ nur burd^ fe^r feine itörnd^en 
angebeutet; 914>fe ooU ober etwaö §o^l, jtammem gro^ mit großen gelbbraunen, 
fftmmtlic^ mit einem $ödter oerfe^enen Jternen. 

9leife unb 9{utung: !Ro9ember bid gebruar (Sio.)) ^^^ SReiningen meift 
(Snbe 9^ooember bid burc^ S)ecemDer. 9la(^ ^iel würbe fte f^on im Dctober reifen 
unb ftc^ nic^t länger alS B. gris Ratten, wad nic^t richtig ift. 3ft eine ber belitateflen 
S^afelbirnen, befonberg au^ f4ft|}bar wegen il^rer längeren S)auer. 

@igenfc^aften bed 93 aum es: berfelbe w&d^dt nac^ !Diel felbft aufSSitb« 
ling langfam, gebeizt gwar auf Cluitte, b<^t aber barauf feine lange ^auer, fc^t 
ieboc^ balb ^ruc^tbolg an. SBie i($ bie Sorte an^ S3e(gif(^en Sleifem ergog, fe^e i^ 
feinen Unterf d^ieb in ber Itrftftigfeit besi SBuc^fee gegen oiele anbere ©.orten, bo^ 
ift ber Untere nic^t gerabe ftar!; bie bamit oerebelten gweige lieferten fc^on bfterd, 
wie 1857 unb 1858, felbft auf freiem ©tanbe gro^e unb gute ^^rüc^te. Snbeffen 
auc^ $r. Bel)reug in Sraoemünbe, ber bie ©orte gwar ebenfalls lobt, meint, bafefie 
weniger noc^ ald mand^e anbere fÜrbaS Deutfc^e (S^lima paffe, unb e8 foQ au(^ in 
Zeigten felbft bie ^^ru^t nur am ©paliere, unb gwar an einer fübli^en ober oft« 
Ii($en38anb, gut unb f(^ön werben. — Blatter I&nglid^ eiförmig, mit balb 
fürjerer, balb längerer meift auellaufenber ©pi^^e, oft im oorberen ^Drittel am 
breiteftcn, 1'/«" breit, biä 3" lang, fein ftumpfgefägt, oft unbeutli(^, oftfxnbau^ 
bie SBlätter, wie bie ber ^erbftcoloma, ftarf oetj^mftlert. — 93lut l^enf nofpen 
furgfcgelförmig, fanftgefpijt, hellbraun. — ©ommcrgwcige röt^li(^ gelbbroun, 
gegenüber grünlich braun, mit vielen f^mu^igbraunen fünften. 

^nm. 2)ie Slbbilbung gefc^ab «ac^ einer oon Siegel gefenbeten. fe§r fc^ön 
auägebilbeten, wa^rfd^eintic^ am ©paliere erjogenen gruc^t. 2)erfelbe f c^rieb §iuju : 
„wirb oft no^ oiel größer." es 



359 



No. 168. 3)ir miuttX'fRmie. I, 2. 3. 3)ier, V, i a. guc; H, 3. ga^. 




^eimatl^ unb SBorlommen: biefe JBtrne, rotiift td^ ht^fropf^ 
reifem Don §rn. ^ofrat^ Dr. fflalling in Äiffingen einpflitfl imb roeld^e 
eigenttid^ Nee plus Meuris l^eigt, iDaS id& in ba§ Obige uni9en)an« 
belt l^abe, ift, loie il^re iRamen8{(l^n)efter SJteurid ober Sarpasse Meuris, 
S)iel 9l.ft.O. III. ©. 109, ein (Srgeugnig Don Don ^^iond. ®ie finbet 
Bd^ in bcffen Catal. descript pag. 51 «nter 3ix. 2167 mit bem be» 
fanntcn 3^1^^ nP^r nous", unb ber Warnen wirb \o gebeutet, ba§ van 
SSonS nad^ bem Soften ber erfien ^ud^t jeinem ©ftrtner ÜReuriS bie 
betreffenben SBorte jugerufen l^obe, um beten SSortreff lid^Ieit oudgubrüdCen. 

2iteratur unb69non9me: man finbet 9lad^ti(^t flbetfte, (bieBalbNeo 
plnt hatt Ne plus Heuris gefc^rieben toUb, in Songarb'g Tableaa, Ronen 



360 

1862, @. 54 (nac| bemOatal. raisonn^ oonOb«); inLiron d* Airol Notioepom. 

0. 1865 6. 41; aud^ in Charles Baltet, les bonoes poirea, Troyes 1869 @. 30. 

— Siron Bat fte fe^r lAnglic^ eirunb, nad^ bem Stiele )U fegelfömtia, imb 2y%" 
breit, 4" lang geseic^net, tote fie n)o§I am epaliece ober unter gfln]|igeren Set« 
bAltniffen fc^on nierben nirb. 6ie »irb oonSCQen gelobt, au(^ xm^&tt%n^nii von 
^apeCeu unb in bem oon Siloorbe a,l^ Srud^t aller etilen 9iangeS begeic^» 
net unb bie 9leife für 9loi»embet unb 2)e)em5er, biilveilen Januar angegeben. 

— Son ber im September unb Dctober reifenben SReurid, bie nac^ tßapeleu nuv 

1. 9langed ift, ift fte oerf (Rieben. 9{a4 bem S9on. 9er. unb bei Samtn unb 3)uranb 
§ei(t fte au^ Benrrft d'Anjou, worunter aber bei und bie 9torm&nn. rot^e $erbjl> 
butterbtrne oerfianben wirb, unb bei ber Stitdflellung in ®ot^a 1867 glaube i^ 
irgeubno^er unter ben 92amen Ve plus Meuria bie SRarie Suife ^uqu. gefe^en |tt 
l^aben, bie alfo unter biefem Flamen ebenfaSd oorfömmi 

(äeftalt: etrunb, ucu^ bem@tiele ja fegelförmig ober fc^ioad^ bims 
fJrmig, 2" breit unb 2%" lang. .. 

Rtl^: Hein, lurgblattrig, offen, in fd^waci^er fd^üffelförmiger Sin^' 
fenlung. * 

(Stiel: obenauf, n)ie eingebrüdr, oft mit ^tcifc^an^ang. 

@d^ale: grün, fpäter grünlichgelb, an ber @onnenfeite tixoai 
fd^road^ gerottet, mit feinen bräunlichen, an ber @onnenfette grigerett 
röt^lic^en ißuntten unb etmag 9tofl, ber ftellenn)ei{e gufammen§5ngt, be« 
fonbcrd um Äelc^^unb Stiel. 

i^leifc!^: meig, fein, faftreic^, fd^meljenb, non gutgemurjtem, bo($ 
ni($t fel^r fügen, fonbern etroaS fduerlid^en, bem ber S)ec^antdbitnen 
il^nlid^en ©efc^mad. 

itern^aud: mit nid^t ju vielen, aud^^nit^t }U großen itömc^en tungeben, 
f(|n>a(^ §o^la(^ftg, 3ft4er grog, me§r eirunb ald mufc^ eiförmig, mit IftngKc^, 
mit einem Ileinen $5d(er audge^atteten braunfc^ioaraen üemen. 

Steife unb9lut{ung: bie^ud^t reift au(^ in äReiningen im 9looember unb 
^ecember; im Sa^re 1867 »aren einzelne ©cemplare aud^ fcJ^on (SMt October reif, 
mA^renb anbere erft @nbe Slooember ba^in' gelangten. 1858 fing fte bagegen erfl 
Slnfangd 25ecember an ju reifen. — 3fk immer eine red^t gute feine Safelfruc^t, 
ber »eiteren Verbreitung roert^. — SJon ber SD^eurid ift fie au^ ber Segetation 
na(^ oerfc^ieben. 

(Sigenfc^aften bed l6aumeS: ba id^ nur ein $aar fc^mad^e ^robe§meige 
^aUf fo lann id^ Aber bad Sac^dt^um wenig urt^etlen, bo($ fc^eint bie 2:rag5ar« 
!eit gut ivL fein, mad Baltet beft&tigt, ber i^re Xnpflanjung auf Duitte, boc^ tiefed 
tpflan^en, bamit bad Pfropfreis SOurjeln in guter ®rbe fd^l&gt, empfte^lt — 2>ie 
Sl&tter ftnb eirunb, bo^ fc^mal mit langge)og euer audlaufenber6pi|e, bed^alb, 
oenn bie Ebrunbung am Stiele nic^t näre, faft lanzettförmig, IV^'' breit, 2>/2" 
lang, glatt, ganjranbig« ober nur an ber @pt^e unbeutli^ ge^&l^nt, fd^iff förmig unb 
fiar! f^c^elf örmig gelrümmt 8l&t§en!nofpen htr^f egelf örmig, fhimpffpif, ^eS« 
braun, nie ed fd^etnt, öfterd etwas gelbiooDig. — Sommer^ioeige im Bingens 
blidC ni(^t gu beurt^eilen, »eil fe^lenb« 



3- 



361 



No. 169. Sit «cmiM «crgomotte. ii, 1 3. 2>.; Tl, % b.£.; m, 3. 3. 




Pu •etrarlii 9ergaiiiotte. San SRong * f SB. 

^eintai^ unb äSorCommM: no<l^ bem äSergei^nig Don^c^peleu 
iß fie ein S&mling Don van 3Ron8. 3<^ erl^ielt bie ^froi^eifer von 
$apcku unb erjog bie $ru^t bereite mel^tmatd. @te ift braud^bar unb 
fd^ön unb ^ lann fle jur ' ^Inpflanjung enipf eitlen. 

£iteratur unb Spnonpme: bie Sorte »irb im genannten Ser)et(^nt( 
fc^ hirg alft gnu^t I. 9tanged mit {tarhoflc^ftgem Saume na^ »an 9Ron8 aufge» 

ßlt unb finbct ftd^ au^ in beS Heftern Gat. desoript. p. 44 unter 9h:. 1334 mit 
n 3ufa4 «par nons.*' — 9IId Bergam. Geerards foO na^ bem Spon. 
(^ongr. bie abf^euü^e (affrenx) Gi] e 6 Gile ge^en, meines nad^ bem Gat. Lond. 
eine fe^r groBe runblic^e SBtnterfoc^fru^t ift unb bie Beinamen Poire a Gobert, 
Garde Ecoue (at. — ^iefe ift ftc^er von ber oorliegenben oerfd^ieben. 

®eflalt: bergamotlfönnig, am ^elc^e oft je^t ftarl abgeplattet, 
ti<ul| bem @tiele }u mel^r ober n)eniger ftumpffpi^, btdmeilen auf ber 
einen 6eite etmaS eiiigebogen, btd 2V3'' breit unb ebenfo l^od^, oft etmaS 
niebtiger. (Sleid^t in @ri§e, gorm unb ^rbung fel^r ber 9ftot^en 
S)eil^antäb{me, bod^ ifi le^tere früher reifcnb \inb eine beffere t^nid^t« 

fteld^: I^QlbgeSffnet mit lur^ien grauen, aufred^tftel^etiben Slättern, 
in oft fel^t tiefet unb n>eiter (Sinfenfung. 

Slnftittc« ^anbfen^ bn CfiMnobc n. 24 



362 

Stiel: ftarl, gclbbtaun, ttmai loatsig, i^olgtg, in einer fleitien 
engen Vertiefung. 

@(3^ale: gelbli($grün, fp&ter gelb mit \äfititm, etn)QB {Iretftgm, 
blaf[en Sarminrotl^ an ber Gonnenfeite unb mit jiemlid^ niel jecfprenfl^ 
tem gelbbraunen 9tojl unb feinen gleichfarbigen ißunlten. OefonbejrS bie ^ 
@tieln)51bung ift meift ftarl beroftet. 

9Ieif(^: meig, l^atbf ein, anfangs ranfd^enb unb etmaS ^ufammen' 
giel^enb, mirb in ge^Sriger Steife l^albfd^meljenb unb non red^t ange« 
nel^mem, fd^mad^gemürjten, meinigten ^ndtt%t]il^vxad. 

Jternl^auS: oerl^&ItniBmägig Hein, noDaci^ftg, l^od^ft^enb, mit Keinen 
ftömd^en umfd^loffen, Kammern enge, muf<j^elförmig unb mit f leinen 
fd^marjbraunen, au^ oben mit einer Keinen @pi^e nerfe^enen Kernen. 

Steife unb Stu^ung: @nbe S)ecember MS Anfang 3<inuar. ^&It 
fid^ einmal reif nid^t lange, bauert aber im teiggemorbenen 3#<^nbe 
nod^ Idnger, ol^ne n5nig gu ermeid^en« 3ft megen il^rer fp&ten Steife 
immer fd^ä^enSmevil^ unb {ann al8 Safelfrud^t, in !0tenge gebaut aber 
aud^ iebenfaUd als gute (Sompotfrud^t Xnmenbung flnben. 

@igenfd^aften beS SaumeS: nad^ ben bomit angefertigten 
^bejmeigen ift ber SBud^S Ir&ftig unb fd^ön unb aud^ bie £ragbarf ett 
lann i$ nur loben. SSIfttter eiförmig mit giemlid^ langer meift 
auSlaufenber @pi^e, 2" breit, 3'' lang, oft eirunb, an ber 3]tittelrippe 
unterl^alb etmaS bef^ouBt^moIIig, meift meitl&uftg unb feingef&gt, etmaS 
fid^elfbrmig unb am Staube meHenförnftg. — SBI&tl^enlnofpen lurj« 
legelformig, ftumpfgefpi^t, l^eObraun, am ®runbe öfters etmaS meigmoDig. 
— €ommergmeige 0^ an ber ®pi^e nerbidCt, brSunlid^ grüngelb, 
fleDenmeife f aft blutrot)^, gegenüber graubraun, margig gelbbraun punttirl. 

3- 



No. 170. att WttfWftiC. I. 8. 8. attl; T, 1 • aut; T, 3. Sa^n. 




Jlir liotkliitnt. 3)iti (C^iiii] 



Qelmat^ unb SSottommen: fcicft Sitnr, rael^t 1)ifarifi ^enne 
-fo ttnannt ^aUn \otL, unb nirldit Xttt oom ©tifllomtmonn Sättner 
ittata, fc^elnt beul|(E|en Uifprungä , Ift aUt bo^ mnig in unfcten 
<8ixim ju pnbtit) obgUi^ fu a(g nt<^^ senofTfllc^ fpÜtt Üui[t[6iriit 
iminec tio^ goitpfTonjung oerbleat. 

£tttiatur unb Banon^mt: Xiid Bcf^ncb fit im $fft L €. IM unb 
frqicbt fti^ batet auf e^nß, bn In f. DoOfl. tpom. untn Str. D4 )un|l Slat^ti^t 
von 1^1 ^ab unb fit ntbtnbti ble ei^mad^af U, La SaTonrenie nanntt. 



tgtftilti Mäi $icl im fqft. !QeTjel(f| nlB btc JEßintcrbOTti afjnUt^, 
bttmiten Üaui^ig ttfivmig (aljo nc^f elninb), fiiStoeilcn aUt au(^ frtiftt* 
förmig, bo4 immfr mit dnet Wnßtim ob« tüTjeten ftgeUBnniflen ®pl^ 
enbigenb, 2V3"btrit, 3— 3Vi" ^ot^, tn betÄwUtMorm nur etroaä üöer 
Vi" ^Ö5<r. 



3r4 

jl c I (6 : tltin, f t^mol* unb jpi^blSltrig, ic^t offen , nufficgenb, in 
f[a<^cr (djiüffclformiger eiufcntunB. 

©ticl: ftarf, big l'/i'! lanß/ braunfldb, jpitcr j^aarj, ||Olgig, 
obenauf, metft in galten ober neben einem $ö(fer. 

6(!^alc: glatt, matt ^eQgrün, fpfiter blog« ober gelblid^gtün, fcitm 
mit TÖtl^Uc^em Snl^auc^, bodd mit l^äufigen br&unlic^en ober grünen 
g$unften unb etoad SRoft, befonberd um ben fielc^. 

^leifc^: \^roa(l;i gelbli(^n)ei^; giemlid^ groblörnig umd ftem^uS,. 
foftreic^, butter^aft, Don erl^abenem guderartigen ©eft^macf, bcm ber 
^erbftbergamotte ober ber Besi de la Motte S^nlidd nad^ S>iel. — 
^ii ^abe mir baffelbe fc^meljenb, bod^ nic^t gang butterl^aft, ni^t gu 
ffig, boc^ oon erfvijcl^enbem; angenel^m gemürgl^aften, etmaS roftgen @c- 
f(^mactt angemerlt. 

Hern^auo: DOn nic^t gu flarlen jlSrnc^en umgeben, noUad^ftg mit 
giemlic^ g^ogen, fc^margbraunen fiemen. 

Steife unb ißu^ung: geitigt im S)ecember unb ifi im Januar 
am beften. ^tad) S)iel ocm L Siang. — Sffiie i(^ bie ^(Ud^it fru^r 
oon SovnmflQer in @u^l ^alte unb mie fie oben oon $rn. 2)0- 
nauer in Coburg mir gugefenbet vorliegt, mar fie etmaä 
frfl^er, ben 20. SRooember reif, fte roirb alfo bidmeilen eine fpdte ^erbft» 
birne. Seiber meltt fie mitunter merflid^ unb barf beg^alb nid^t gu 
frü^ eingeernbtet aoerben* S3eibient immer old eine fpdte gute ^tnä^i, 
bie aud^ in ber 9Birt^f(^aft red^t gut oermenbet merbentann, beibehalten 
gu merben. 

(Sigenfc^aften be§®aume8: biefer mddjiSt änfangä ftart, Id§t 
aber balb nad^, trägt nod^ SDiel balb unb reic^lid^, boc^ fd^eint er noc^ 
biefigen (Srfal^rungen gdrtlid^ gu fein, menigflcnö gegen talte ffiinter 
empfinblid^. ®ie »IStter fmb b rette lUptifc^ mit auälaufenber 
ober eimaö oortretenbei ©pt^e, oft aud^ bloö reinelliptifd^ l'/i" brrii, 
2V4" lang, glotl, fein* etmaS ftumpfgefdgt. — »lüt^eulnofpen 
etivag bidf, furjtcgelförmig, nic^t fted^enbfptfe. — ©ommergroeige 
bunfclolioengiüu mit giemlid^ oielen feinen, meifegrouen ^punften. 



3fi5 



No. 171. «ftf tawl I, 3. 3, a)iel; V, 1 b. Äuc; VI, 3. Sä^ii. 




•rof ffilitL SHttric^ ••! SB. 



^elmatl^ ünb SSorlomipen: id^one i^rud^tr bie nod^ loenig Der» 
brdtet ifk. SBal^r^d^einHd^ rine Äenifrud^t bet neueren ^t\t> 

Btietatut unb G^non^me: S)ittri4 befd^tieb fte alS ®raf(Sanat von 
SRaUbeiU im ni. 9b. @. 192 unter 9lr. 184. ffio^ev et f\t erhielt, gibt bet« 
feKbe ttic^t an. — Dberbied 6. 347. tKbbilbung von i§v ^at bereite bad Obfica« 
binet gena 1856. 

@eftalt: t^orm conifd^ ober n)ie oben au(^ etn)ad birnformig, 3Vt'' 
lang, 2" breit. S)ie größte Sreite nal^e am jteld^e, um neld^en ft^ 
bie ^ud^t jebod^ fo eben gewölbt, bag fte nod^ gut auffte^en rann. 



366 

^ailf SDittrid^ ift fie btr SBal^ren Suife, na<i^ o. Slttoo bageflm ber 
92opolfon im Beugern fel^T &^nU($. iDlonatöf^r. II. @. 2i8. 

ße'Id^: I)ein, kornartig, weiftenS timai oerftfimmelt, ft^t in einer 
flauen, mit einigen @r^aben^eiten umgebenen Sinfenfung, bte fid^ oud^ 
nber bie grud^t l^ingiel^en* 

Stiel: ftarl, 1 ^oü lang, mit gleijd^beulen umgeben. @tel^ auf 
ber conifd^en Spi^e unb ift l^Aufig au feinem (Snbe etmaS geltilmmt. 

©d^ale: nom Saume graSgrfln, in ber3^itigung gtftnlid^gelb, bie 
©onnenfeite gumeilen etmaS blei^frot^ angelaufen, geine l^Obraunt 
fßunite flnben fidd über bie gange Sdjiale nerbreitet. Um Aeld^ unb 
Stiel oftmals Sioftanflüge von berfelben f^tbe. 

gleifdd: n^eiggelb, um baS Jteml^S etmaS ftetnig, noDfaftig^ 
fd^melgenb, unb von ein^m ffl|meinf&uerlid^en gemnrg^aften ®cfd^mad. 

Jternl^auS: Unglid^, oft unnoOfommene Jteme entl^ltetib. 

9teife unb Ülu^u ng: geitigt im JOecember, l^dlt ftd^ bis in beiv 
i^ebruar unb bei Ifil^let Sufbemal^ruiig no4 l&nger. Sine \t^x gefd^mad- 
volle Safelfrud^t, meldte, menn fle fpdt abgenommen mirb, bem SBelfrn 
nid^t leidiit untermorfen ift. — Sud^ Oberbiedf unb n. ^lotom loben {te, 
bo(^ begeid^net fte Sedieret gegen bie 9lapoleon als n)eniger gemurgigi. 
inbeflen meint er, eS lönne bieS oon bem meniger fonnigen @tanborte 
l^errü^en. 

* @igenfd(iaften beS SaumeS: SBud^S fd^5n p^ramibenförmigr 
trägt i\ cultioirtcm i93oben unb bei nid^t ungünftigem ©tanborte balb 
unb teic^Ud^ unb gebeizt ouc^ im n5rbli(!^en S)eutfd^lanb. Slu^ uad^ 
D. gtotoro ift -ber JBaum fe^r trogbar,* 

Sd^ mibt. 



* 2)ie S9Idtter, 9on benen xA obtn etncd nehm 0(^mibt*ft ^4t ge^eii^net 
l^aBe, finb, »ie i^ bie Sorte DO.n Siegel beft^e, Ian§ettf5rmig, Uf4 btiS Vi" 
breit, 2^/i~3" lang, bidmeUen elltpttf^, alatt, unbeutUcb ge^a^ni ober gan|ranbig 
ober nur na4 ber Bpi^t l^irt fein« unb ftumpfgef ftgt. 6tie( meift lanq , bis |U 
21/i''. — Qlüt^enfnofpen liemiid^ gro^- uno lang, fegelfbrnttg, fnnnf»ffpitr 
fafianienbraun. — 6ommeriioeige bunfel oliomgrftn, gegenüber rM^ß<b flrftn« 
braun mit fporfamen graugelben fünften. — ^d[|te trug mein l&aum inbef[en 
M ba^er nid^t. 

3. 



367 



No. 172. »le CMmct« I, 3. 8. 2)iel; V, i ». 8uc.; HL 3. Sja^m. 




Pte Iblmor. IDiel (Dutntinpe) ** f SB- 



^eimatl^ unb 8or!ommen: flammt nid^t aud (S^olmar im 6(fa6, fonbent 
Omtitin^e,' bet ^t )uer{l lannie, 5elam fie aud Ou^eitne in Stanlreid^. 3ft 6ereiti 
laute aii4 itt 2)eiitfd((anb 6rfaitiit unb gefd^ftf t, in neuerer 3^^ ^^^^ ®^I eigen» 
Ibmtg auf Gtanbott unb IBoben, von ben fpfttet Befannt geworbenen Birnen 
oerbrAngt. 



368 

Literatur: 2)ie( I. @. 94: 3)ie Ttannahxxntf Le Golmar. duintinpe 
nannte ^e ebenfo, reep. Poire de fifanne, unb nebenbei no4 Bergamotte 
tardive. 2)u4amel (in %a^. 50} fd^rieb Colmart; jtnoop 6. 135 fefte Köl- 
ner Peer, Roskammer peer, Inoomparablo ^inju, bie tSart^aufe auc| 
Belle et Bonne, beten Uebetfetjet ^lafc^enbirne unb na^Cat. Lond. ^ei^t 

8e noc^ D'Anch Colmar d'or6, nac^ SBioort aud^ Golmar d'hirer unb na^ 
nberen noc^ Golmar ancien, au(| Golmar ordinaire. Unter ben il^c b^U 
gelegten beutf^en 9lamen {tnb^arabiege, Jto(^s,9Bintergu(ters, (Sfro(e9tö(« 
ltngdsunb9SBinterpomeranj|enbirne,§ird^ine(2C. biebemerlendwertbefien; 
»ergl. noc^ ßl^rift ^brob. e. 168; a;.D.®. XX. @. 94 Xaf. 20;a)ittr. I S. 752. 
Oberb. @. 3i9; »iooct IT.®. 3.; AnaaleBlY. 67; gen. Obftcab. II. 7. i)onl857. 

® eft a 1 1 : netftnbeilic^, „Idnglic^ ftumpfgefpitt, einer Bonobreden d'hirer ft^n» 
li($, ober runbbaud^igt, ftumpfgefpit^t, bet ^etbftbergamotte ober ber Sanier $and 
&|nli(^/' befc^reibt fte ^ie(. — 9la^ ber obigen f^ormtafel wirb man fte bautbtg 
legelförmig, meift iebod^ et»aä bimfbrmig, nennen (önnen.* — 3n ooStommener 
9[usbilbung 2 Vi bid 2^/4'' breit unb 3 74" lang, am Spalier oft 3" breit. 

St el^i langgefpi^t, offen, flemfönnig, in ba(b feiertet, balb tiefer, oftf<J(iefec 
@tnfenlung. (^I^aralteriftifd^ ^e^t au<i^, mie bei ben Pflaumen, eine feine 9>ltnne 00m 
^el4e big 3U bem 6tiele bet oie(en ^rü^ten ^erab. 

Stiel: jiemlic^ ftarl, bid IV4" lang, frumm, balb obenauf, balb in faltiger 
ober beuliger $5l^le. 

@4ale: ttxoa^ flarl, n>ie feinrau^, l^eBgrün, fpftter gelblid^grün, feiten mit 
etmad röt^lic^em Anflug, bo4 mit oielen feinen ^unlten. 

. 3^^if<4* gelblid^n)ei6, butter^aft, überflie^enb, oon erhabenem, etmad ^onigs 
fü|en, bed^alb mit bem ber SRanna oerglic^ enen &t\&mad, 

' Äern^aud: gefc^loffen, §o§Ia(^{tg, Kammern gefc^loffen, etmad enge, mit 
ooIHommenen iternen. Stcl^xb^tt fla4, ed jie^t ftc^ ein f^toarger gaben bid }ttm 
Jtern^aufe ^erab. 

Steife unb 92u(ung: Stuf ang§ S)ecember btd ä^&r,^, nad^ unb na(| reifenb, 
am beften, menn bie ^uc^t aOed ®rün verloren ^at unb ftc^ leidet einbrücfen Ift^t 
— « Witu% lange l^ftngen, fonft meHt fie. gailt ab.er gerne }U frü^ ab, menn fte nid^t 
gegen ben fSinb gefc^ü^t ftel^t. 

©igenfd^aften bed99aumeS: er mäc^dt lebhaft, fe^t viel $ol) an, melc^ed 
eine 9Renge grudbtfpiege treibt, Ibmmt aber erft fp&t (im 10. unb 12. SaJ^re) jum 
SruAttragen. Sßirb beel^alb am beften auf Duitte oerebelt, auf melier ftc^ bann 
oft fd^on im 5. Sa^re grüc^te ^txatn, 3)er 99aum erforbert aber immer eine manne 
2age unb !einen feuchten S3oben, tn welchem bie S3ime nur fd^led^t »irb. gn ^ieftgct 
©egenb verlangt bie Golmar burc^aud bte SQßaub, menn fi(^ bie %vviä^t rt^ttg aud« 
bilben foU. Ueberl^aupt aber bejeigt jld^ ber Saum menig tragbar unb {mor felbft 
in Belgien, mie bie( SStoort mitt^eilt, nad|f meld^em er fl4 nur für baS SpaKer 
ih leisten mannen Soben eignet. 3u iaitem fc^meren S3oben merben bie grüc^te 
audjf bort oft fe^r mittelmd^tg in ®üte. — IBlfttter meined ni(^t fe^r frftftig 
oegetirenben 99aume& me^r 00er meniger IftngUc^ eiförmig mit auMaufenber 
ober aud^ ^alboufgcfc^tcr ©pi^e, l>/s— 1«/4" breit, 2V2— 3" lang, oft aud) eOip* 
tifc^ unb lanzettförmig, unbeutlic^ geja^nt, oft gan^ranbig, flac^, am 9ianbe nur 
etwas mellenförmig, etmaS li^tgrün, feingeabert, unterhalb fe^r graugrün, (^ie 
S3lÄtter ber ©ommergroeige gibt 2)icl größer, 2— 2^4" breit, 4" lang an.) — 
S3lütl^en!nofpen fegelförmtg, jiemli^ ftumpf gefpi^t, !aftanienbraiut. — Som» 
merjmeige bunieloelbbraun mit einigen feinen otfergelben fünften. 

NB. 3)er SCbri^ ifi auS SRa^er Pom. francon. tab. XL. 3n berfelben ^otm, 
nur etmae Heiner, ^abe ic^ biegruc^t oft auf bem IBeJi^t^um bed^m. oonitdnit 
)u Serufalem bei SReiningen an einem Spaliere mad^fen gefeben. 

* 3)ie franiöftfd^en ed^riftfleOer }. ». Liron d' Airol. H, 10 u» 11 Livr., oii^ 

fc^on ^ubamel, bilben fte me^r rein fegeiförmig ah, unb ftnb äber^apt geneigt 
bie fiorl legclfbtmigcn grücbte Colmarbirnen 3U nennen. 



369 



No. 173. »le DtCfietiftWlte. n, 2 (3). XUli vi, 2 b ««c; m, 3. Sa^n, 




Pte ^fkrtbetgainatte* fHel (3)u§amel) * f (metft nur E.). 



$eimat§ ttnb Socio mm en: alte fvangöftfd^e SBirne, bie 2)ul^amel uttb 

äRerlet bereitö lannten; berSe^tere trennte fte von betSugi unb oonbec^oSän« 

bift^en Bergamotte, bie man nic^t gehörig oon einanber unterfd^teben l^atte. 

2iteraturunb69non9me:2)ieIYII.S. 119: 2)teSßintevbevgamotte« 
2>te Ofterbergamotte. Berg, d^birer. Berg, de P&qaes. — IDu^am IJDL 



370 

6. 42 t«b. 24. — IRapev in Pom. fraiio. IIL €$. 221 Üb. ^6 gttt aufter bet 
f(|on oon SRetlei genannten Orilliere feiner Bergamotte tardire cUdBeU 
nomen nod^ Careme, de YeniBe, Oararille d*Itali6,Qi;^lan roiix,Bon 
Amet, Yertedupereux ober dePerent.^iniu, von benif^tttbeffen im Album 
de Pom. IT. 6. 55, mo fte afö Berg, de Paoaes aufgefwi: % leinet me^ er» 
»Uni oirb. — Sergl. noci 2)ittri(4 I. 6. 758; (S^riftd $b»b« 6. l5ö;Cberbie(f 
e* 270; Siegel n. Dbjlf. IL 6. 109. — liron d*Airoles m. unb lY.G« 17 ^at 
aK9 6i^non. Bergamotte Soldat unb oie berCatLond. attcbBerj;. deBngi; 
in le^terem finb ou^erbem no4 Bergamotte Eaeter (fo l^ei|t bie Birne in 
(Snglanb befonberd unb »ir v&^UenDed^albouctOfterbergamottejurUeberfc^ft), 
Berg, de Toalouee, Roberts Eeeping, Terlin^g, Royal Tairlon unb 
Paddington auf0e|&§(t. — fi^aS t<b vor etwa iO Salären M Bergamotte de 
Soolers oon 9ßetger erhielt, mirb anq nur bie oorliegenbe genefen fein, bo4 ging 
mir ber baoon gefertigte $robe|ioeig bereits mieber ein. 

(Btftalii am Spaliere meift bergamottfbrmig, am freien ^t^ramibbaume atu^ 
me^r Iftnglic^ (unb bann ber 6ou(erd a^nlic^), meijt nac^ bem 6tiete ^u Ihmcpf« 
fpi^, 3" breit unb ebenfa ^od^, am freijtel^enben Saume oft Si/i" lang. 

Sttl^i neinbiftttrig, )iemli<ll^ §artf(|a(ig, oft fel^Ier^aft, offen, me^r oberwe« 
niger eingefenft, mit etwad Unebenheiten umgeben* 

6tiel; ftarf, ^oljig, oft Yrumm, fetten bid 174" (ang, in f<9öner@rube ober 
»ie eingeftedt, oft burd^ einen ^(eif^toulft fd^ief* 

6(|a(e: bann, glatt, in ber Steife gft^e fettig, anfangs bla^grün, fpftter 
citrdnengelb mit®rün. (gn f ((legten ga^ren unb in naffem Soben Meibt fle gan} 
gran, er^fttt auc^ f(^n>ftr)lid(e 9to{tffe(fen.) Letten etioaS erbartig gerbt^et, in ber 
9ieife bann nur me^r golbartig. SRit gal^Irei^en braunen fünften unb feinen 
Siloftanflflgen. 

Sleifc^: loei^, umS SttvnJ^msi grob!ömig, fel^r faftooS, marügt, l^olbfc^mel' 
)enb, oon juiferartigem, erfrifc^enbeu, »ein^aften ©efd^atf. 

itern^aud: gro(, lang'$o|(a(${tg, Kammern mufc^elfbrmig, mit oft oielen, 
fe^r ftarlen, langen, kaffeebraunen, oft aui^ tauben 5temen. 

Sieifeunb a|iutung: Januar bis a^ftrt, l^dlt ft^ oft nod^ lAnger. Seilt 
nac^ 2)ie( nid^t. — 3n SKeinIngen bleibt bie grud^t an freifie^enben ^pramiben 
immer nur gran, fc^rumpft unb fault gendJ^nUc^ bis ffiei^nad^ten« Dberbietf ift 
ebenfo»enig oon il^r befrtebigt. Siegel ^at 3ioar baoon einen alten Saum an 
freiem ®el&nber in warmer Sage, aber bie grad^te »erben auc^ lange ^dngenb 
nit^t fd^meljenb, bleiben itoc^birnen, bie ftberbieS fiarl »eilen. fRur einmal erjog 
er fle »a^r^aft butter^aft. 916er au(^ (brlin hdam fie feiten gut unb felbfi in 
Selgien verlangt nac^ Bioort ber iBaum einen ausgezeichneten Stanbort. SbU Sorte 
pa(tbe(^al6ni(^tinunfer^ma,ober»erfteer|iel^t, gebe i§r eine ^ei|eSBanb. 

(Sigenfc^aften beS SBa^meS: biefcr nftd^St fonft gut, mod^t fd^öne ^9« 
ramiben, fe^^t auc^ in SReiningen oiele Srftc|te on unb gebeizt otif Cuitte. — 8 1 A tt e r 
eifbrmig, fajl eirunb mit auSlaufenber Spifte, IVt" breit, 2V4— 2t/t" lang, oft 
auc^ nur eirunb, glatt, gefftgt, etoaS f4ifffbnnig unb »eKenfbrmig, oii^ {t(^eU 
fbrmig. fiiat^entnofpen fegelfbrmig, lftttg>rober iüraer gefpi|t, §eSbrctun. — 
Sommer|»eige olioengrttn mit röt^li($em Sn^au^ unb feinen »ei|gelben 
?un!ten. 3. 



871 



No. 174. 6#l»Hii« nialerittttertinit. i. 3. 3. <o. ; Y. i a. 2. ; iv, s. ^ 




M^Um Pintetbiitinbtriie« ^iei. eeiten *, mdft K. O. 



J^eimat^ utib SBortommen: in ©aiebuvg bei Stuttgart a(B 
Somling Dom Obrifilieutenant d« ^il^önlin aufgefunbeiii ift [xt je^tlmel^t« 
fa<j^ in bottlget ®<gcnb Derbrritet, n^irb aber ifterS @tutt gartet 
Cergamotte genannt, n>&^renb als @d^inlinS SBirne4.^ertOber« 
friegdrotb 0. ©il^Snlin in Stuttgart, bet Sruber beS Sr^ie^eri ber t)or< 
liegenben, bie Aöfilid^e von (S^arneu (ulttuirt. 

Siteroiur un\> G^nonnme: ^te( 92.ir.C. III. 6. 140. S)ittr. L6. 765. 
OBetb. 6. 3i0. 8«c. 6. 204. Wonotdfcjr. für ?om. V. ©. 42. — J)tel anbette 
bot t§r baman fc^on beiget^ebfnen 9{ameit ettittgarter Sergamotte in 
6c(bnlinS Gtuttgatter jf^ftte Sßinterbutterbirne um. 

®eftalt: ber ®t. ©ermain l^xiWi), I&nglid^ eitunb ober baud^ig 
fegelformig, 2Vj" breit, 3Va" lang. - 

@d^ale: glatt, gientli(b pari, l^fDgrün, fp&ter l^od^citrotiengelb, oft 
fein golbartig gerottet ober punftirt, mit etmad nerlornem 9)oft. 

fteld^: fpi^blöttrig, offen, ftemfSrmig, fd^road^« unb eng^cingefenft, 
in etnMiS Beulen. 



372 

Stiel: ftatl, oft ffcifd^ig, 1" lang, obenauf, wie m^ßtOt, bO(^ 
burdj einen ®ulfi weift fcltrodrlS fte^enb. 

glclf(|: TOclfe (überfllefeenb, fimlgt, buttcrl^aft, non erfrifd^enbcm, 
fein muSfüleDctattlaen ^udfergefdjmodf, Diel), wirb nad^ Dberblecf unb 
V. gloton), aud^ nacb eigenen Erfahrungen In ben n)armflen ^a^xtn 
faum ^albfdjmeljenb (aud^ itadj ^Jrlln feiten fd^melgenb) unb ber @e* 
■ fd^mad Ift nld^t angcneljm (IWaumb »er.). — »rSn §etml^aufen trug 
Pe me^rmaöunb ftetS fd^Ied^te ^rfld^te/ bemerlt l^lep nttd^tTttgIi(5 
' Oberblecf . 

ftetnl^aud: nld^t l^o^Iad^ftg, t(eln, jeammern mufd^elförmlg mit 
langen ftorlgefplfetcn Äcmen. 

Steife unb Sttu^ung: ble Sirne reift Im gebruar unb "äHfitg 
ober Sprit unb fault wegen ftarler @d^ale nur \^wtt. @le Ift befon« 
berd roegen &äfbn^ii unb langer ^altbarteit nod^ fd^&^bar unb mag 
aud^ a[g Sompotfrud^t für ben Ttac^mlnter ^auptf&d^ttd^ n)ertl^noa fein. 

(Slgenfd^aflen be38aume3: berfelbe n&c^gt lebbaft mit feinem 
i^olge, Ift aber felbft In SBürttemberg empflnblid^ unb leibet ^aufig an 
@rlnb, gebellt aud^ nld^t auf Quitte. 2)le Sragbarleit rolrb oon Sucad 
gelobt. — eiatter eltlptlfd^, bodg oft ftati In ble Sauge ge}Ogen, 
mit audlaufenber @pt^e, faft langettfirmlg, bod^ aud^ eiförmig, metft 
iebod§ nad^ bem Stiele "junerfc^milert, glalt, felngefägt , IVi" breit, 
3Vt" lang. — »lütl^enln^pen g. 3.tlcln,Icgelfdnnlg, faft ftet^mb» 
f pl^. — ©ommergmelge gelblld^ leber färben, untenoartd btaunpunttlrt. 

9{a(^fdbrYfi. SBieJ^r. Sebetbogen in CennetfenBed (ei aRagbebur^t in bet 
aXonatdfd^rift (V. @. 4iymitt^ei(t, fuUioirt et bte oben befc^nebene 6otte fett 
mehreren Sauren unb et^AU oft ^rflc^te Don SV»" £&nge unb 2W* breite, bte üi 
je|t (wal^rft^einlic^ roeit ber 8aum in einem mit guter fc^watjer (Srbe nu^efüITten 
froheren Sei^e fte^t, ne^c^er ioo§( 10 ^^ !£ief< ^atte — »onod^ alfo bte6orte 
tiefgtünbtgen, na^r^aften unb hinlänglich feuchten 93oben 3U oerlangen fd^etnt) 
immer fc^meUenb unb gut von ©efc^mac! gewefen ftnb, au^ maren bte oon i^m 
an £ucad gefenbeten i^tflc^te fo f(tdn unb mo^Igebilbet, n»ie fte ber 2«|tere M 
ba§er fefbft nie fal^. — Slucj^ $t. Dr. £5per in 9{eubranbenburg fenbete mir im 
S)ecember 1858, neben me'^reren anberen oon il^m erjogenen, meift fe^r grolger 
ma(^fencn ^d^ten, bie @(^5nlin9 Stuttgarter SBinterbirne in fe^r ^fibf^en 
(Esemplaren; bie Sirnen hielten ftd^ biS SRitte ^^ebruar re<^t gut, befomenbami 
aber gaulfleden; an ben noc^ gut erhaltenen ^fieilen ber Bru^t mar baä gieifct 
par etmad loeid^, aber nic^t fd^melsenb, fonbem me^r fpecfartig, unb ber Qe« 
fc^mad bot nichts SorjügUd^eg bar. 

5. 



No. 175. Xtt SÜMitoVt. lU (VI), 1. b. 3)i«l; xn, 1. i. Suc; ur, 5. 3. 




9er litvtnhpiif. jjier tt SJ. k. 



$eiinat^ unb S3i>rtommtn: 3)iel K^iflt fie unter i^rem ftam 
jöflf^en SRmnen Le ßatean blanc auS Snef} unb lo&^llc bcn bcut= 
fi^en tßamen ©eUcr Sötoentopf, um ble 3<i^^ ber ^funblilrmn — 
iDoä Bateau (abadeiKt non Eastrum, ein S^UgeQ unflrfäör btbeutrt, 
unb bi( ber ÄaBtnröpfe nic^t ju oerme^ten. ^ux ©eieinfai^unfl §oben 
mir baä SdnOTt „©tlb", ba eS eine anberc Sin» beS 9lamtnä nic^t 
gibt, geftd(^fn. —fl&ie ti |(^eint, ift bit Sitnt butitS {iemtic^ inStorb'' 
beutfc^lonb scTbrtitft. ^i^ \a^ fit fiil^et f^on von Obcrbied, btr |ie 
als gute Aot^dbiTne lobt, aud) lüt^Iid) no(^ in f(^5ncn )^&<^ten auS 
Vltdlcnbuig, fomo^l oon $t. Dr. Stubolpfii in ^niioi», nie au<!^ von 
$T. Cr. Soeptr in Sleubronbcnburg. 

Silct<tuT unb Gpno limine: XUIIT. 6. 237. Crncnnag Innen frfl^trtn 
Xatet für fic onjugcbcn. 06nb. 6. 379. — e^non^mc finb ni^t belannt. 



374 

®eftalt: oevdnbcrlu^, platt, bergamottftl^Ud^ , obtr etVKid tugeU 
förmig, btStoeilen, loetin fte Heiner bleibt, felbft einigermaßen bimfitmig, 
mit einer turnen, abgeftumpften @tielfpi^e. 9uf ^oc^ftamm meift 3^/| 
bid l" breit unb oft nur 3" ^od^, feiten fo ^o(J^ ald breit, mit edaber 
bod^ nac^ obiger SDurd^fd^nittdieid^nung aud^ Dorlommt. 

ft e I d^ : lurjbldltrig, l^artfd^alig, offen , mit ben Ueberbleibfeltt ber 
@taubfdben erfüllt, in enger unb feid^tcr ISinfentung. 

Stiel: boljig, grünbraun, fel^r ftart, '/|— IVa^löng/tncifi Jnimm, 
aud^ fd^ief, mie eingebrüd(t, neben einem ^leifd^mulft« 

. ® d^ a I e : d^aratlerifiifc^ buri!^ (Srl^abenl^citen, atö ob Heine iUmd^en 
unter ber @d^ale lägen, uneben (mie biefeS beim kleinen Jta^enlopf 
übrigeng aud^ ofterg Dorlommt), il^eilmeife oud^ gerunjelt, xoxt gemeltt, 
unb Qud^ fonft ift bie SRunbung bfterd burd^ flad^e 93eu(en enlfieOt. 
S)ie|$arbe iftmattgrun, an ber ©onnenfeite grünlichgelb, fp&ter dtronen« 
gelb mit feineren unb gröberen br&unlid^en fünften, biemeilen leicht erb» 
artig gerötl^et unb um ben JCeld^ aud^ etmaS Stoft. 

gleifd^: feft, gelbliddweife, unter ber ©d^ale grünlid^meife^ über* 
^aupt gegen ba3 beS jta^enlopfg mel^r grünlid^, Iduft auc^ gegen baS 
le^tere oiel fd^neOer brdunlid^ an unb ift mel^r f^txbt, fonft in Mem 
d^nlid^ bemfelben, unb, mie ed S)iel fc^ilbert, faftig, grobfömig, ab« 
fnadtenb, non einem (muSlateHerartigen ?) gerben, meinfauerlti^eu ®e« 
fd^madf* SBeim ftod^en verliert fi^ ba8 ^erbe. 

fternl^aug; bat eine l^o^le Sc^fe, bod^ ifl biefe lur}, ober meit, 
mit mel^ligten hörnern auggelleibet, t^dd^er mufd^ eiförmig, groß, runber atS 
bie bed jta^enlopf g, bie ^erpe ftnb benen non biefem d^nlid^, fd^margbraun« 

Steife unb 9lu^un'g: ^ebruar, Iü|l aufbema^rt bis in ben 
Sommer. SSBegen biefer langen $altbarfeit für bie Äüd^e fel^r f^dfebar. 
SIefert gebdmpft ein nortrcRlid^eS ®erid§t. — 93erbient aud^ anbenoeitS 
l^dufige Anpflanzung, ba nad^ OberbiedC ber Saum gerne tragt. 

(Sigenfd^aften beS SBaumeS: berfelbe rndd^St gut unb mirb 
groß, ifl frud^tbar unb aud^ in trodf euerem Soben gefunb. — Sldtter 
eiförmig, meift mit furger, menig oortretenber, bod^ fd^arfer ©pi^e, 
IV2" breit, 2*/»" lang, oft audj eirunb unb eUiptifd^, glatt, gcfdgt, im 
® anjen Hein. — ©ommergmeige lang unb flarl, bunlelleberf arb unb 
gldnjenb, gegenüber in^3 Oüoengrflne fpielenb, glatt, oielfad^ brdunlid^« 
grau punHirt. ^ie Augen baran finb giemlid^ abfte^enb unb ft^en auf 
abgerunbeten, febr flarl oorftebenben flugentrdgern (S)iel). 

3. 



9 n I) a 1 1. 



Hio. 

81. 
SS. 
SS. 

S4. 

tö. 

86. 

87. 

8& 

89. 

90. 

91. 

92. 

»S. 

»4. 

95. 

96. 

97. 

9ft. 

99, 
100. 
101. 
102. 
108. 
104. 
lOft. 
106. 
107. 
lOd 
10» 
110. 
lll. 
HS. 
IIS. 
114. 
115. 
116. 
117. 
118. 
119. 
120. 
121. 
lÄ 
ISS. 
184. 
125 
126. 
127. 
1%}. 



Vntotc 

ftlciae eiaafcitc 

fBcfprabirac 

epotSltac 

Ktna 

Stit9tnon*Uift Vimc . 

•tflac SafclbiTiic 
Oti^ciioaSbiTne 
ftrattciif^nitd 
jtDcimal tragenbe Qirne 

tepfenbttne . . 
Itttbfotbttne . 
eiumnibttnc ^ 
Caffotet 

eiaoonifAe SancTbirnc 
eommerbirnc »on Vngcri 

Sebioig Bon bcv C^a 
onnct'f^e iBirnc 
^ani&fif^e iRnStatcaer 
«hibfab 
GbuorbSbitnc 

Mc^rentbat 

SBiener ItipmctasinibiTse 

SiebeSbitac 

€<bulbini« 

aRavet^ Totbc Octganette 

Otaunrotbe 9oBie«a«|(ttbtTiie 

OTo|e 'Jtietbirnc 

iCovVfltc Konffdct . 

GQmmeT«0mbTCtt( 

aKeiniBgcT SBaffeTbirae 

OcflTcific »uffclct 

IRenriS 

ZbeoboT ftbraer 

Äaatc Qirne 

Sntoiiictte^S evttfrbitnc 

BoltmaifeTblrne. 

2^«obot «an aRoai 

ttnfllfttfSbitne 

^Ticbrid^ von ^lenben 

SicscI'S ^erbflbutterbiTOC 

Ocfine ^erb^apot^eferbitne 



6eite 9l{io. 

18b 129. S^ouin 

187 ISO. ^affncrS Butterbirne 

189 181 ^amoieUbttne . 

191 1S2. granibfif^c IKaffcIct 

198 ISS. ^onauerft Berflamotte 
195 184. 92oaTf<^än 
197 1S5. Onrfl $etcr 

199 136. SBlttcnbnget Olotfenbtrn« 
201 1S7. ^araiflAbt» Oetgamottt 
803 188. mtitün «poi^cfcrbitnc 
205 139. Qomperettc 
207 140. labbiifer« Qnttnblne 
209 141. Gagerct'« Brrgamotte 
211 142. 6^6ne ^nlie 
213 143. ^ecoftCT'6 tRuffelet 
215 144. fianb«beraer Waloafler 
217 145. ftrcnbergS Colmar 
219 146. §ianAipannc 
221 147. eiciinc'6 9trnc 
223 148. 9tnfff(inr 
225 149. )BiiTgennetfl(r SSouvier 
227 150. Qmil ^e^fi 
229 151. Srird^bcTgCT Outterbimc 
231 152. Sroncirte 4>crbftbirae 
233 153. Kuffette von SSretagne 
285 154. StertoIcn'S ^erbflftutferbirne 
237 155. i^ampcrvennl 

239 156. SBinterüebelbirnc 

241 157. 4mboife . ' . 

243 158 ^adbbtrae 

245 159. (Soloma*« (SanuelUcrbirnc 

247 16a 3epbirin Oregetrc 

249 161. ^o^^bctmcr Butterbirne 

251 162. Zxiumpb von 3oboignc 

253 163. HIesonbrr Cainbrc 

255 164. Saminettc 

257 165. Strgyleufc 

259 166 6t. Qkrmaln 

261 167. Srenberg^ . 

263 168. SBinter^flKenril 

265 169. (iieerarb« BeTgamotte 

267 170. iRarCbitnc 

269 171. Oraf (Sana! 

271 172. Solmar 

273 173. Oficrbergamotte 

275 174. e^SnliuS «Binterbultcrblmc 

277 175. 85»enfopf 

279 



6c<tc 

281 
283 
2H5 
287 
2S9 
291 
293 
2{>5 
297 
^ 299 
301 
303 
305 
307 
309 
311 
.MS 
315 
817 
819 
321 
823 
825 
827 
329 
331 
333 
335 
837 
889 
341 
843 
845 
347 
349 
351 
353 
.H.%5 
557 
n59 
361 
363 
365 
367 
369 
871 
878 



375 



No. 176. Sie 3BHitm4tlltMinie. h i> \.^iiU ll, l a.fiuc.; vi, l.Sa^n. 




pr 2iltlta0bfl^ant0btrne. S)ccai«ne, ©Icott (»an SWono) ••?, (gnbc 3uli.. • 

fiycimatf) unb SSorfommen: wirb meiften§, bo(^ mit j^innuflcfettem Rattern 
Bveifef, Qtö €in6amling bed ^errii o a n 9} o n d betrachtet, in beffen Kataloge oot« 
tommen: 1) Serie 2, !Rr. 1 eineDoyennÄ d'6t6 aU oon i^m erlogen, 2) Serie 2, 
9hr. J3G eine Doyenn^ de Juillet o^ne ^[ngabe bed ©rjiei^erä. S)ecaidne nimmt an, 
bat btefe beiben flberein feien; ©ioort in ben Annalos f priest weniger entf (Rieben : 
Gelte Tari&t6 noiis a tonjours pam appartenir aox semis de Van Mons; on )a 
* troiiTe, en effet, mentioii6e comroe teile dans BOn Gataloqne de 1823; de plus 
eile faisait partie de l'cnToy, compoBÖ d'ennron 320 THriö:^« de po^|ee, pro- 
Tenant la plupart de ses semiB, que ran Mona expediait en 1883 4 Nr. Poi- 
teau. Sud bem (enteren ©runbe raürbe bei $m. n. SKond großer Ungenauigfeit 
nt^tiS folgen. 2)ie DoyennS d*6t6 b^ftt^e tc^ oon t). äRono burd^ IBurc^orbt, unb 
fc^eint bte Segetation bod^. mertlic^ nerfc^ieben. ^rüc^ite fa^ id^ no^ ni^t. Obige be« 
fite id^ oon ^errn ©ehrend ju £übed unb von ber Societ6 van Mona. £e(tere trug 
no^ nic^t, ^at aber biefelbe Segetation, unb fann man bei ber f^rü^jeitigfeit ber 
Sru^t unb bem f^m aten Blatte, namentlicb an fürjern 2:rieben, »elc^e au(b bie An- 
nalea abbilben^ ikber bie Xed^t^eit ber Sorte nid)t in S^^W fein. 3n Belgien unb 
gran!rei(i^ loirb fte ald eine ber beflen ^rftbbirnen gef^a^t, roieno^l Saftet in .,le8 
bonnes poires'' bod^ fd^on fagt, fte fei genö^nCi^gut. 9la(^ ben 3vfl4ten, biei^ 
in ben l^ei^en Sommern 1858 unb i859 auf gefunbem ^robejroeig erhielt, fonnic^ 
|var bie febr reiche unb frfl^e 2:ragbarfeit bejlatigen, aber giemlid^ beftimmt fagen, 
bat fte (oc^ftftmmig für unfere nbrbHc^en (S^egenben feinen Sßert^ f)at, ba^ fte j^u 
Hein Meibt, fo ba( man beim ®enuffe }U fe^r nurAern^aud unb Sd^ale im äRunbe 
|ai 3(^ a^ bie 2ug(ei4 reifenbe Xbbondbime lieber. Sie mflrbe a(fo ingmergform 



376 

c¥3O0en werben muffen, wit td^ ie|t oetfuci^e, tttib fi^teiBt mir (ert 8e|¥end qu$ 
Xraoemünbe, ba( f\e ingn'ei^^formitnb gut cuttioirt felbfi btx i^m wett^ooC fei. 
3<l^ aebe, tieben ber g)ur(^f4mttd)ei4min(( einer meiner %iü^U, au^ einen tlmri| 
aud ben AnnaleB, n)o bie ^orte fe^r anlocienb abgebUbet ift. ^ecaidne |ei<^iet fte 
inbe| fc^on gan^ merflic^ Heiner, nur l'/«", fo breit unb ^o(^. 

SiteraturunbSnnonpme: Annales 1863 p. 67 nebft ^bbilbung ; 2)ecaidQe 
%a^. 63; 9l5bi(bung merllid^ »eni^cr fc^bn a(d in ben Annales, aber oieHeid^t natiir« 

getreuer. Poiteau Ann. de ia 8ooi6t6 hortio. de Paris XY. p« 360, Prerost Pom. 
eine inforieure p. 140. 93eroli(i^en au(^ 2)on>ning p. 386 Doyeone d*M, 912 
^pnon^m aeben bie ^uSpon 1867oerfammeUen$omo(ogen an:BoiJolimonL 9{uc( 
9)ecat6ne ^at ald ©^nonpm Jolimont, fe(t aber ^inj^, bat man >nit bem 9lomen 
JoiimoDt bie DoobeBte de Berry unb 8t. Qermain d'6t4 be^eid^ne, fagt au(( no4r ba| 
obige auc^ mol^l 8t Miohel d*et^ (wegen i^ret Hel^nlic^feit mit einer Beurre blano) 
genannt werbe, unb fie i§m gro(e91el^nn(^!eit mit Arohiduo d*6t6 gu §aben fc^eine. 
®eftalt: etmaS oerAnberlii^ ; meiftend bie obi^e, bo^ l^atte ic^ auc^ grüci^te, 
bie mit einer gap) Ireif eiförmigen Spi^e in ben @tte(« ausliefen, unb 2)ecailne 

gibt auf einer 3)ur4f(bnittd)ei(l^nung biegrucbt auc^ nad^ bemitelc^e fo ner|flngt, 
a| fte noUtommen eiförmig ift. 9au(^ immer me^r na($ bem5(el(i^e ^in, um ben 
fte fic^ gemö^nlic^ fCad^runb mölbt, mobei jeboc^ aud^ meine grüßte, megen bed 
fiari oor^e^enben Itelc^eS, nid^t auffielen lonnten. 3)ie noc^ ben Umftdnben fe§r 
nerft^iebene ©rbge ift fc^on angegeben; bie 9ße^r5a^l meiner grüßte mar ni>4 
Heiner atg obige mit Stem^audjetc^nung nerfe^ene fjigur. S3aud^ bei noQfommeneren 
©cemptaren f<^5n runb. 

iteld^: langgefpi^t, offen, in bie $5(e ftebenb, mobei in ber jtel^^ö^le fu( 
jal^Ireid^e lange @taubfftben geigen. @eine Sludfc^nitte flnb nat^ ben Annaies qu 
möbnlic^ oeroorrt unb nerftfimmelt (caduques), mad fte l^ier ni^tmaren, unbft^t 
er fe§r |[ad^ vertieft ober oben auf. 

Stiel: ftarf, gemö^nlic^ 1" lang, ^auftg etioad fleif^i^, befonberS an ber 
IBaftd, t^eilg gerabe, t^eild etmad jur @eite gebogen, ft(t mie eiugeftedt 

&^alt: fein, matt, l^eHgrün, in ber Steife nad^ ben Annaies unb S)ecaidne 
^0($ge(b mit oermaf ebener fc^öner, foft carmoiftnartiger 9!{5t§e auf ber @onnenfeite, 
in welcher bie ja^lreic^en $un!te ald gelbliche @tipp(^en in bie Siugen foQen. Sei 
mir mürbe bie ©rtmbfarbe nur rafcb am Saume gelbgtün unb mar bann biegruc^t 
fd^on mürbe unb fiel ab, mobei bie @onnenf eite nur mit einer brftunlic^en, unan« 
fe^nlic^eii Bbt^e matt, etmaü geftreift mar. 9loft fanb ftc^ menig, ber nac^ ben 
Annales in Belgien ftc^ me^r finbet. 2)ie ja^lreid^en feinen fünfte bilbeten auc^ 
bei mir in ber 9^öt|^e feine gelblid^e 6tipp(^en. 

S)ad gleifc^ ift nac^ ben Annaies gelblid^ meig, etmaä fornig, ^atbfc^mclgenbr 
gepudert unb etmas müofirt. 2)ecaifiine fagt: eau abondante, sncr^e, legerement 
aoidul6e d*ano sayeur parücnü^re qul rappelle oello du Doyennö. Sei mir mar 
baiS Sieif4 um badilernOauS nur fetnlbrnig, mattmeil, ^albfc^melgenb , ber ®ts 
fc^macf etoad gejudert, bod^ jiemlicb nic^tdfagenb unb fabe. 

9ieif|eit unbS^u^ung: zeitigte in ben mannen Sauren 1858 unb 1859 aud^ 
^ier (Snbeguli. S^ur ^afelbiriie. 92a$Saltet foU man pflüden, menn bie $aut gelb 
merbe, fo paffire fie weniger fd^neU. Sei mir mar fte fc^on bei grünaelber ^aut 
mürbe, mürbete aucb grün gebrochen rafc^ unb ^ielt fic^ !aum 2 Sage 92a4 Sioort 
gebeizt ber Saum auf Quitte unb merbe barauf fo fruchtbar, bag er !aum 2: riebe niac^e. 

2)er Saum mädjiSt rofc^ unb gefunb, mirb frü^ unb fo reic^ tragbar, ba^i^ 
über bie $älfte ber ftt^en gebliebenen i^rüd^tc am ^robejmeige audpflücfen mu|tc, um 
noQIommene @j^emplare )U erhalten. 2)ie2:riebe ftnb lang unb fc^lan!, ^litmlic^ bünn, 
mit entferntfte^enben älugen, lebergelb, ind CUoe fpielenb, nac^ oben oft mit röt^ liebem 
6d^immer überlaufen, mfi^ig aa^lreic^ unb ni^t in bie Slugen f aUenb punüirt Sldt» 
teraugen finb an ben trieben fel^r gal/lreid^ mit fc^malen lancettfömügeu SiAttem. 
Slatt in ber SRitte bed Striebee eUiptifc^, t^eild ßac^, t^eils etmaS f^ifffbrmig aufs 
mArtS gebogen, glatt, mit fd^atfen jiemlid^ tief ge^enben S&gegö^nen. Slatt ber 
Sru^ttnofpen fo ww an Heineren )u ^rud^t^ol) ftc^ bilbenben trieben lancett» 
förmig* Sfterbl&tter fabenförmig. Slugen biabau(^tg, lonifc^, etmad abfle^enb. 

Oberb. 



377 



No. 177. Sie »»fr« 9n9UtttLn. II, 2, l. iDiel-, n, 2 a, guc ; III, U ^ 




9ie lloberte fHushatfllet. ^iel (Dutntmpe) t; ifaum * @. 

^eimat^ unb SSortommen: t'on biefer alten, Ileinen mipriings 
Ii($ jebcnfaH« fra!ig5{ijd^cn ©Irne ^anbcln ait Sd^tlftftdlcr Don SWcrIet 
an, bod^ l^aben fie birfelbe nic^t {ammtUd^ tid^tig gefc^ilbert, i^r oud^ 
meifi flbeiiriebcncS Job gcjpenbct. ®ie Sbftammung beä SRamenä i|l 
unbefonnt. 

Sitcratur unbSpnontjmc: a)tct Befd^ricb fic $ft. III. ©. 89 aIö9lo5ert« 
IRuiBfateKerbtrne, ]e Musoat Robert;. @t tnac^t barauf aitfmerlfam, ba^ 
Gl^rift ($anbb @. 198) unb eidffet (3:.D ®. I. 6.180 3lx.A), au6) 9)layex i?om. 
Franc, p. 179 tab. T) ber Sirne mit Unre^t 9l&t^e beilegen, unb erflärt bcg^alb 
bie ^^t bed 2;.D.® fflr bie (^n(tlifd)e SRuäfateiler aud (E^io, bteiem^e 
dSnH %at U 9lro. 8 aber fogat für falfd^, U)Osu 2)ie( iebenfoUd bcmooen nurbe, 
»eil 3inf {te erft in SRttte bedSuiiuft reifen (ä6t, roie tu inbeffen öfterd (ierbev 
r^aS ift. — SRaper §ot fie fonft flut, nur viel gu gro^ abgebilbet, ebenfo auc^ f^oii 
ftraftinPom. Anatriao« tab. 72 Pig. l,5tnoop tab. iVttnblDu^am. III 6. G tab. 2, 
bo4 mögen cd f&mmtli^ €palietfrfl(f)te fein — Spnonpme: Poire k la Reine, 
Poire d'Ambre, Pncolle de Xaintonge Duint. unb ^u^am.; Grand 
Mnseat, Gros Musqu6, de France, Oesegende Peer, la PrinCASso 
ilnoop, Poire de la Reine, MuBoat Robert, 3udFerbirne S^^^\ Mosk 



378 

Bobine naäf Bxditx ouf^nglifd^, Bobine nac^ 9)>{iller, ber aber btef elbe mit ber 
6ommer'9lobtne tiernec^feU. 9lo5ertu3 SRuefatellet unb ber itönigin 
Sirne nennt fie 5traft unb Cat. Lond. fügt no4 Saint Jean muBqn^ gros, 
Early Queen unb Queen'8 (;tn)u. gn Liron d^Airol Liste synon. oon 1857 
6. 63, au4 in 5Cougarbd XabUau @. 5 f|at fie bie Beinamen Dumt unb 2>u» 
l^amelg, im Bulletin non SiouenS. 173 na^ Claude St. E nenne noc^Ban rose 
ronde. - 93etgl. noc^ 2)ittr. I. 6. 526, OBerb. e. 383; £uc. @. 164. 

®efta(t: runbbau(||ig !reifelf5rmig ober bauchig fegelfdrmig, Hein, Quf^o(|« 
flamm IV^" ^^'^'^^ unb ebenfo f^o6) ober V«" ^b^er; nur am ©paHere erJ^AU fte 
bie non 2)u^am. angegebene ©rö^e oon 23''' in betSreite unb 25'" in ber^ö^e 
unb rnirb bann lang, bimförmig , * am Stiele fpi^ig, ^iel. — 9(n meinem frei« 
ftel^enben $t)ramibenbaum wirb fte jum ^§ei( noc^ Keiner alg oben gejeic^net, unb 
ed ftnb mir bc^^alb bie 93enennungen Grand Mnscat, Gros mnaqu^ u. f. m. fe§r 
ungeeignet oorgefommen 

51 e ((^ : fc^arf unb (anggefpi^t, halboffen, obenauf, oft mit eiwai ^leifd^m&rjc^en 

umgeben. 

Stiel: bünn, oon ber garbe bcr Birne, an feinem (Snbe bräunlid^, obenauf 
nusift mit$ö(fern uihgeben unb nur turg, — fo latg alS 3inf/ Jtnoop unbX.O.@. 
i^n jeic^neten, faf) ictf i^n ^ier nic^t. 

Senate: bünn, getbCic^grfln, .am Stiele gelb, fiberreif auc^ leSgelb, boc^meift 
nod^ oermif(^t mit eina^ @rfin, o^ne S^öt^e nac^ 2)ie[ (bo(^ finbe id^ unter 10 bor 
mir (iegenben grüc^ten menigftenö 2, bie einen f(^n)a(|en, matt orangerot^en, etmad 
ftreiftgen Slnflug ^aben ; — au(^ baä 9iouencr BüOetin fagt: parfois un pen T0fi6 
d'an oot6, au moment ^e «a maturi(6j, mit feinen grflnen, in ber Steife oerfd^nin^ 
benben fünften unb mit etroad 9loft um ben jtelc^. 

fyleifc^: mattroeiBr fein!t5rnig, faftuoll, rauf d^enb,- aber auftbeHc^, ooner^a* 

benem geroürj^aft ffi^en 3)2uöfateUergefc^ma(t nac^ S)ie(, bleibt Ijier mie bei Obetb. 

jiemUd^ faftarm, ^toar fe^r« boc^ fabefüg, mei( bas ©emfir^ nur fc^ma^ i{). 2>o(l^ 

Derbreitet bie SDirne, befonberd menn man in eine bamit gefüllte Sc^ad^tel ried^tr 

' einen }iemli(^ ftarl mflsürten ©eruc^. 

Jlernl^auS: tiroaQ ^o^Iad^ftg, Kammern mäiig meit, mit nic^t ju großen, 
meift ooQfommcnen, erft in ber Ueberreife oÖHig fc^mar^en Iternen. 

9leife unb 92u|^ung: bie SBirne reift nad^ ^i^^ unb na(^ ben meiflen 
übrigen Sc^riftfteUern im |arben 3u(ir in DS^etningen aber, 1859 »enigflen$ (mo 
fibrigend SlUeö früher gur 9ieife !am) im $lnfang bed Sluguft unb gmar na^ ber 
Selben ^rfl^birne, aber gugleiti^ mit ber (Srünen SHagbalene, bie bereite gum X^txl 
f(!^on oorüber mar unb eine ungleich eblere unb größere oortrefflid^e §ru(^t ifi, 
unb meiere aud^, mie noc^ bie Sparbirne unb Suliudbec^antebirne, auc^ Beurr6 
Giffard ijom S^ouener BüHetin oorgefd^Iagen merben, bie menig mert^oolle 
SRudcat 9iobert gu erfef^en. Unb bod^ foOt biefe letztere nad^ Qinl immer noc^ beff er, 
aiü bie i^r in ber ©eftalt A^nlic^e, mir aber jur 3^it nic^t befannte SRargaret^en* 
Äirne fein. 

©igenfd^aften beSBaumed: berf elbe m&c^dt auögegeic^net ftarf unb fann in 
«3mergform nur oufDuitte erlogen merben, liefert aber auägeroad^fen fel^r reic^Iic^e 
<Srnbten, bie immer noc^ auf ben SN&rlten megeu ber frühen Sieife Sib^a^ finben 
bflrftf n. 2)er %aum ift oor »ielen anbern an feinem audgegeid^net gelben ^olge fenni* 
li(^. S)ieQiatter ^inb rttlpcrfprcc^enb gro^, fd^ön eiförmig mit oft f Dörfer unb 
langer ^atbaufgefej^ter Spitze, oft nod^ bem Stiele gu oerfc^mftlert unb bann etma^ 
breitettiptifj^ ober cttiptifc^, IÖ/4" breit, 2^/« biö 2»/4"lang,- oft größer, befonber« 
an j|ugenbli<4en 93&umen, glatt, regelmäßig giemlic^ fd^arf gef&gt, oft, befonbetiS 
nad^ bem Stiele ^u ftarf meQenförmig gefrftufelt, auf ber SRittelnppe fd^margborflig. 
— Qlfit^enfnofpen giemlid^ gro^, fegelfbrmig, fanftgefpi^^t, bunlelbraun, mit 
flaffenben S)e(fblöttern — Sommergmeige unten fc^ön gelb mit menigen feinen 
gelbmeigen fünften, oben unb fonnenmärti; ^eOrot^, nac^ 2>u^amelfi Xuftbnzdt 
aurorafarben. 3. 



379 * 

No. 178. Sa(tt eaimillg. n, 2. l. a)icr; I, 2 a. fiucaS.; n, 1. Sj^n. 




üttflte (Cantting. sieget, f (oieaeic^t *) e. 



iQeimatl^ unb ä^ovlommen: in S)eutf(^lanb too^l nod^ loenig 
be lannt. S)urd^ S)tel Derbreitet, toeld^er im 3^^^^ 1324 (Sbelreifer baoon 
an Siegel fanbte, biefe(6e iebocfi nid^t befdjrieben l^at. 



Siteratur unb Snnonpme: i^iegel 5ef(^rte5 biefe j$cu(^t 1851. 6ie ift 
auf aeftt^rt 9. 85 unter Sir. 169 im 11 <5efte von beffen S3ef(fireibuna neuer 
Cbfiforten. 9[u(^ im Sonboner (Satalog 9oh 1881 i{l fte notirt, (iebod^ in bem von 



1B42 nic^t me^r entl^alten; biefer gibt, »ie 3)on)ning, @anning al8 Spnonpm ber 
fBinterbec^antSbime an. 3<^4nO 

@eftalt: gum S^eil eiförmig, meiftend abgestumpft Tegelfbrmig; 
2 i^ott breit, 2V4 ^oC f^o^. S)er »aud^ fifet gn)ci ©rittel nad^ obetu 
Jtetd^: lurgbl&ttrig, fielet in einer fCadi^en ßinfenfung. 
Stiel: 1 bis IV« ^oU lang, in nur geringer Vertiefung fl^enb, 



380 

loltt bei oieten ^rüd^ten burd^ eine loulfiige Srl^abeitl^eit etioaS fd^ief 
gebringt. 

Sd^ale: glatt, ^eDgrün, mit bet 3^'^^fl^>^0 gtfintic^ gelb. S>ie 
Gonnenfeite l^eKrit^Iid^ angelaufen, Derfc^momntenen Streifen i^nlii^l. 
Sei beft^atteten gnl^ten fe^U biefe Stöt^e. $untte roeitiauftig oertl^ilt. 

gleifc^:. geru(|Iod, n)eig, nid^t ooQfaftig, im Jtauen rauf<l^enb, 
beim redeten 9teifpuntt faft fd^me{jenb, o^ne ©eroürg, Don einem ange< 
nehmen @ef(^ma<fe* ^te $rud^t mug minbeftenS 8 Stage Dor obHiger 
Steife abgenommen merben, fonft nrirb fie fd^on am Qoume mehlig. 

fternl^aud: flein unb gefd^loffen. SDie jtammern entl^alten t>oO^ 
lommene Jtente. 

jleld^robre: gang {urj. 

Sleifiett unb 9lu^ung: in raarmen @ommern geitigt bie^rucbt 
fd^on glei^ nad^ ber Quitte beg Suguftä unb l^alt fi(^ nid^t lange. 
Äed^t brau^bar fflr bie Oelonomie. 

@igenfd^aften beSSaumeS: ber Saum bilbet eine ^od^firebenbe 
itrone, ift frü| unb fel^r frud^tbar. S)ie gmei« unb me^rift^rigen ^xoöfnt 
{inb d^aralteriftijjd^ mit einem ©itberl^dut^en gang belegt. Sommer« 
triebe ftarl punftirt. S)ad fleine Statt ift nur gang feid^t gegabnt. 
S)ie SUtter be8 Srag^otgeft, mie fteipr. Oberforfier @. beilegte^ 
finb ber SRel^rgal^l nad^ me^reirunb alS eiförmig, oft etmoS ^ergfSrmig. 
mit meift elmaä aufgefegter gum Stl^eil giemlid^ langer Spi^e, IViB^'^ 
breit, bis 3 ^otl lang, glatt, gum S^eil fcl^r nertoren gegal^nt, meift 
aber bod^ nad^ oorn ^in beutlid^ felngef&gt ; Stiel an mand^en Slatieni 
aud^ über 2" lang. — Slfltl^enlnofpen ttxoai l&nglid^ Irgelfirmig, 
faft malgenförmig, fanft gefpi^t, hellbraun, glatt. 

SBegen groger grud^tbarTeit nerbient biefe Sorte Sead^tung, um \o 
tne^r alS ber Saum aud^ in rauher Soge gut gebeizt. 

Sdgmibt. 



381 
No, 179. tB»tt»iiift| rntttAuu II, 3,lS)ieI; hih. £uc.; III, 1.5o^n. 




jHoltmanit» CItetbttne. SBoitmann * ff e. 

^eimatl^ unb SBortommen: fte finbet ftc^ in ber@egenb oon 
S^TDtn vitl\aä) angebaut, ^ert 9(tntdrentmeifier 9BoItmann bafelbft, ber 
fte felbft (dnger cutttptrt unb beobachtete unb ben rid^tigen 9lamen ber 
bei il^m aOgemein ald ^3^'^^^^^^^^^ belannien grud^t ju wiffen 
iDunfd^te^ ba er fte toebet in SDieU tiO(| in einem anbem pomologifd^cn 
Sßerte auffanb, fenbete grämte an bie ^eraudgebec beg ^fln^x. i^anb^ 
bu^S, nelc^e bic Sirne jebod^ nid^t {annten unb bal^in übereinfamen, 
fie n)ie oben gu benennen unb alä eine frflbc, f(l^&^en§n)eTtl^e ^^t gut 
äSeiteroerbteitung gu empfeblen* 

2iteratuc unb Gi^non^me: bie Strne t^ guv 3eit iebenf aOd no($ nt^i 
befc^rteben. Son ber Sommer' Sierbirne t>xM, unter 92ro. 6 B, 39 bed $anb« 
bui^d bereits abael^anbeli, ber fte einigermaßen ft^ntic^ fe^t, ift fie burc^ eine anr 
bcre gorm unb Segetotion serf^ieben. ^urd^ bie (entere unterfc^eibei fte fic^ au($ 
gang bej^mmt von Se^er'd SRei^ener (Sierbime unb bobe idb )n biefem (Snbe au^ 
)U jeber von btefen beiben bad t^r ^ufommenbe Olatt gegeic^net. 3. 



382 

®eftalt: eiförmig, oool obec au4 eirunb, üemere ^<!^te ncuü^ bem stiele 
ju mctft etroaä feöelfbrmij, 2" Breit imb 28/4 6iö 3" ^o*. 

jTel^: hir)b[ättri(;, (omartig, offen, äSIAtt^en aufrec^tfte^enb, (räunlid^grün 
in fei(i^ter fd^fiffelfötmiget (Sinfenhtng, mit f4n)a(l^er Slnbeutung von (Sr^d^ungen 
unb 9li^pen umgeben. 

Stiel: an ben größeren i^cüc^ten bünn wie ooriiegenb, an ben Heineren be? 
fonberd oft flarl unb biet, oft fleifc^ig, grflnbraun, */4 M§ 1" fang, meifi in* 
fc^wac^er Vertiefung ober obenauf neben einem $5(Ier unb ^ierDur^ fc^ief ftel^enb. 

@4ale: gart, gtftngenb, glatt, etwad fettig, ^eQgrfin, fpfiter nur bla^gelb 
burd^fd^lmmernb, an ber 6onnenfeite ^te unb ba mit fd^ioac^er erbortiget 9löt§e, bie 
etmad ftreifig erfc^eint, runb ^erum bid^t überfftet mit feinen bunfler grfinen fünften, 
bie in bcr Siotl^e unbeutlic^ werben, um iielc^ unb @tie( etmad gelbbrauner 9%ojt 
unb l^ie unb ba aud^ ein ebenfolc^eä 9toftfle(t(^en auf ber übrigen S(^a(e. IDie Seme 
ift überall fc^ön abgenmbet, bo(^ fe^en ftc^ bie ®r§aben§eiten um ben Üelc^ jus 
meiren aU oerlome 5tanten über ben IBoiid^ ^in fort. 

iJ I e i f (^ : gelblic^meig, gart, feinfbrnig^ f e§r f aftreid^, §albf(j|met§enb, bo%( auf» 
Iöd(i(^, oon fügem, etioaS jtmmtartig gewürgtem ©efd^matf. (S)er mir etmaS matt, 
weil nid^t übrig fü^ unb etcoaS f(^n>a(^ gewürgt erfc^einenbe ©efc^mad foQ in we$ 
ntger trotfenen 3<i§^€n anberS unb weit beffer fein, waS Oberbicd Beftätigt, ber 
bie grucjt gwei Ttal foftcte unb fie uon gleicher (Süte mit ber gleichseitig reifcnben 
©rünen fürftlic^en Sofelbirne fanb. 3.) 

üern^aug: mit nur feinen, aber giemlic^ vielen Abrücken umgeben, ni^t 
ober nur fc^wac^ ^o^lac^ftg, .Jtammern giemßd^ g^ol, meifl muf c^elfbrmig , mit 
großen fpi^en, gelbbraunen, an ber Spi^e unb im Umgreife fc^wargUc^en, gum X^dL 
au(^ tauben üerneti, bie !einen £>&äer ^aben. 

9ieife unb 92u$ung: bie gruc^t reift in ber gweiien Hälfte bee SCuguft 
unb ^ait fic^ nac^ unb nac^ gebrod^en H ^age biä 3 9Bo($en. ^\t für Xafel unb 
Sßirt^fc^aft re^t brau^bar unb bei Sebermann, ba fie au|er gum ro^en ®enu^ 
aud^ ald ^oc^' unb JBratbirne unb gum (Sinmac^en bient, fe^r beliebt 

®igenf4iaften beS^aumeä: bcrfclbe ftrebt !rftftig unb ftart in bie ^ö^e.. 
bilbet eine lichte üroue unb wirb eic^engroür gebeult auf jebemS3obm, tr&gt mit 
weniger SCudna^me \al)t{i^ we^^f e(§weife m&gig unb f e^r reic^lic^, fo bai ber 8aiim 
bei un§ allenthalben, in ® Arten unb auf uucultioirten $5fen gu finben ifl. — ^ie 
iBlätter fmb eifbrmig mit lurger unb ftumpfer @f)i|e, glatt, regelm&gig tief» 
unb fc^arfgefägt, aiu ©ommergwcige (irö^er, audj länger unb me^r aufilaufenb gu? 
gefpit^t, fc^tffformig aufwürt^ unb etwaS rüdwärtd gebogen, fe^r bunfelgrün unb 
gtdngenb. — SBlüt^enfnofpen {egelförmig, giemlid^ fc^arfgefpi^jt, bunlelbroun, 
glatt — 6ommergweige iräftig, faft gleid^mä^ig bidt, gelblich braun, auf ber 
Sc^attenfeite olioengiün, mit graugelben feinen, iebocfi rec^t bcutlid^en, auc^ einigen 
großem lünglic^en $untten. 

?• S. a)ic obige öcfc^reibung ber gruc^t unb i<)rer SJcgetotionSoer^ftltniffc ^at 
$r. l^mtsreoifor SBoltmann felbft entworfen iinb ^abe xdf mir nur erlaubt, in 
(Semag^eit ber oon mir felbft über biefelbe niebergef(i^riebenen Semerfungen $ie 
unb ba einige SBorte ^ingugufügen. 

3 



?<83 



• 

No 180. etimt etmmttkim. 11, 3. 1. SDicI; I, (II) 2b.£uc.> III, 1.3» 




s 

^eimatf) unbSovIommen: eineBelH8ime,B6lIisims d*6t6, wegen 
i^rer @4ön^eit jo (cnannt, ftnbet fic^ bei fafl aQen älteren Kutoren, fo aud^ bei 
2)u ^ a me l, bo(( fa^t Unterer Hon, ba| feine BeiliBnime d'^t6, bie er nebenbei S u- 
pr dmencnnt, oonällerUtä BellisBime, mit bem Beinamen Pigue masqaöe 
verf (Rieben fei unb er beffen Snpr^me ni(^t lenne. S(u(^ Quintin^e trennte bie Saprdme 
von ber BelliMime, bie bei ibm im Sliiauft (n^ogegen bie Suprdme im 3u(i) jei» 
tiqte unb fe^t fte unter bie fc^Iec^ten 6imen. 9Xan ift alfo fibet biefe frühere 
BelliüBime nic^t im filaren. 

Literatur unbSunoni^met^u^amellll. @. 64 rab. 42; BelliBBime 
d'6r6 Sapr6me, bie @<!^5nite oom Sommer, berUeberf. — S)iel V. @*ltl. 
tiefer befc^reibt ald ®eft reifte fc^bnfte @omm'erbirne, BelliBBime d'6t6 
ray6e ^meU feine in bortiger @egenb fe§r verbreitete oon benObftioeibcrnäRud» 
latenbirne genannte f^ruc^t oft auf ber Sonnenfeite nur geftreif te 9t5t^e, auc^ bie 
Sommertriebe nic^t f o gerdtj^et unb bie SBIAtter c^arafteriftifc^ ftar! ftumpffpi^ g^ja^nt 
feien, auc^ X^u^am. Sorte im 3u(i reife, eine na^ feiner SRetuung von biefer oer« 
fc^tebene, }ebenfalld aber boc^ nur biefelbe ^irae. 2)iel gibt jeboc^ p, bog bed X.O.®. 
(IX. S. 14 9lro. 49) ^ruc^t gang ftt^t, nur am ^auc^e )u brett fei; äRa^erd (in 
Pom. Fraoo. S. 249 tab. Gl 9lro. 80) fei bie S)u^ame{d, bol^ ift fie beiZHi^om. 
Yeinedroeg^ fo abne^menb nacb bem Stiele gu unb fo birnfbrmig n>ie bei SKai^er, fte 
fanu aber mobl unter Umfifinben auc^ letztere /\orm annebmen. ^eine BelliBsime 
ftammt oon Siegel unb ift ein äT^ittelbing ^mifd^en 2.0.®. unb 2)u^am. Stbbilb. ; 
cbenfo fa^ i(^ fie oon 2ucad ge^eicbnet unb fie ftimmt aucb gan^ in ber Plattform 
mit SDu^am«, mie mit bem %h»& ikberein, i^re fpätere 9ieife !anii baö oerfc^iebcne 



384 

(Slima. bie anbete ^orm MaRa^er bie ^Sr^ie^una am 69)aliere tt. |. ». bebin^en. •— 
69non9me: Red Maioatelle Pear, 9tot9eaRuft!ate(lerbirneC&ftbet); 
F A i r e • 1 8 a p r 6 m 6 (Z.O.®.)» ^^4 ^at Cat. Lond. btefed nic^t unb gibt B 1 1 i s B i m • 
d*6te a(d 6911. bev Jargon eile (of theFreooh) nebftbeii Beinamen 8 npr 6 me^ 
BellisBime Snprdme, Bailissime J argonalle, Varmillond*at6, Sa» 
bine d'6t6, RedMasoadel an, fo ba^ alf bie f ngUnber unter ,3 arg on eile 
bergcangofen" bie@4önfteGommer6irneoerfte^en. — 6ommenDunber< 
ft()one, Bellissime d'6t^, Figne mu8qn6e, Gros muHeat rouge nennt 

8e SXa9er unb ^Alt fie mit 9Ranger für glei^ mitltnoopd imSuIi teifenber 
eile fille (Belle Cornelia, Belle pncelle, Moye Neeltje), bie bei 
C^rifl, ^anbb. 6. 192, ecfibne SRftbc^enSbirne, 64öne (Cornelia, dot* 
neliudbirne ^ei|t. Su^bieSro^e rot^e9i{uft!ate((er,OroBBeBMnsoa- 
delIeB,MaBcadelleB rougee ^atd^rifl bafelbft Seite 1^ mit ben Beinamen 
Poire deJesuB A^nlic^, bo(^ ald plattgebtttcft. 2** ^od^ Unb bi(f, (Snbe Sali ober 
|[nfang Sluguft reifenb, befc^rieben. — S^"' ^^^^ ^^^ ooviiegenbe atdSoprdme 
on Bellisime unter ftxo. 20 ^aben, |tt Xnfang 6eptember reifenb. 6eine9Ritte 
9ugu|i ^eitigenbeBelliBime 00 Figue maBqu6e 9lro'. 4 ift eine anbere Snu^t. 
— ^o^naol 6. 15 aibto(d@9n. no4 $tin)enbirne na^ ^ii^ert, au(| Grand 
Mnscat, @ro(e SRudfateKerbirne na(( Bed^ftebt unb gransmabom, 
$rin)mabam, gürftlic^eXafelbirne an, unter letteren S'J^amen mtrbaber 
in 2:§üringen bie 9ldmif(^e @4ma()birne verftanben. ©. biefe 6. 55. — 2) ec aidne 
(at bie oorliegenbe ald PoireBa8Binmitben69n. BelliBBimed'frt 6 (partim), 
Saint-Laurent, Just, BelleCornelia, Jargonelle (partim) IL tab. 44 
befd^tieben. BaBsin merbe bie Birne auf ben $arifer SRftrlten genannt. 

® efl a 1 1 : abpeftumpft fegelfbrmig, um ben j(e(4 piattrunb, nacj^ bem Stiele ju 
meift o^ne Einbiegung. SRittelgro^, 2'' breit unb bid V/t" lana, bo4 oft fteiner. 

Ite((^: ^artf^alig. offen, oft ttma^ oerfc^oben, fei^t, in feinen SSi&r^c^en. 

Stiel: 1^' (ang, oft f[eif<i^ig, obenauf, bidmeileu f^ief. 

Sd^ale: gtatt, glftnjenb^ gelbli^ b^Qgran, auf ber Sonnenfeite fe^r fdbbn f oft 
bun!e(carminrot^ oermaf^en. Stuf ber Sc^attenfeite unb bei befc^atteten ^rfic^ten 
ifl bad 9iot^ nur ftreifenartig. 9Rit vielen feinen gelblichen fünften in bem 9lot^r 
unb mit etmad Hioft unb fd^imäralid^en S^^<i4<i^ ^f ^^ übrigen Schale. 

3 ( e if 4 : geCbÜ<lbn'^iBf grobförntg, rauf^enb, bo^ jiemliA faftig unb oon fftf em 
angenehmem, aber mie bei 2)u^am. nic^t oiel erhabenem (SIefdimaä. Bok Stuifa' 
teuerartigem ober von g^f^^ntmengiel^enbcm mie bei Eiegel (9[nm. 1842 S. 60) i|t 
mir nic(|tiS aufgefaOen unb au4 Dberbictf fanb bied nid^t 

itcrn^aud: mit etmad Steinc^en umgeben, §o((aiJ^ftg, iteme gelbbraun ober 
^albmei^, oft taub. 

Steife unb Kuj^una: bie Birne )eitigt bei mir mie bei Eiegel (Snbe Stugitft 
9tad^ S>tt^ame( oOrbe fte im guli, na^ bem %.0.€(. guUnfang unb nai!^2>iel im 
^aibcn Slugufi reifen, vielleicht ift bied am Spaliere bergoU. S>o4 9^^ aii<l(S>e* 
caidne bie Steife im Sluguft unbSoifer, ben er dtirt, (SnbeSlugufl oberXnf.Sep* 
tember an (mie SM.) — 3ft oor bet 9%eife gu brechen, menn fte fi^ l&nger alö 8 löge 
galten foll, unb flber^upt me^r fc^ön ald gut, bo^ auf ^em SRarttc gefugt. 
Eigenfi^aften bei» Baumed: be^felbe mirb gro^nb i{^ fnuttbar, f^cint 
aber na9r^aften unb tiefgrünbigcn Boben ^u »erlangen, menn bie ^rü^^^ 14^» ^^^^ 
gro^ werben foDen. — BlAtter lAnglic^ etfbrmig, auc^ bfterfi eirunb, mit oft lang^ 
attslau{enber Spi^e, mittelgroß, IVs" breit, 2Vt bidmeilen au(( 3" lang, oben glatt 
unb giemlic^ bunfelgrfin unb glAnienb, unten mattgrfln unb meift etmad feinmoSig, 
gemö^nlid^ unbeutlic^ unb meitiauftg ftumpfge^A^nt (2)iel, ber fte ^am Staube ^or«!« 
terifiif (^ mit f ((5nen, ftarlen etma« ftumpf f pitfen 3ft^en bef e^t' f (|ilbert, (at ben 
Sommerjweig beobachtet, ber mir im Sluaenblitf fe^lt), etmad f^ifTfbrmig, «oi^ etmad 
fic^elfdrmig, ut|b befonbetS i^ bie Spt^e ftarV nacJ^ unten gefrfimmt Blattftiele bttnn, 
gelblic^grftn, etmaS mottig ->Blüt4en!nofpen !egelf9rmig, fanftgefpi^t, mc^r 
9ell* aU bunf elbraun. — Sommer9meigena43)u§am.r5t91i(^bratm, fa^bindcl 
oiolett,^ fe^r fein, fafi unbeutlic^ punftirt, nac^ S)iel runbl^erum grflnlic^ lebetfatben, 
mit Dielen fiarlen ^eB^ ober lid^tbraunen ctaratteriftifi^en |!unlten. S^a^n. 



385 



No. 181. aie Ziti^^autt «nMotcßet. n, 2 1. a^iel; n, 2a,Sttc.;m, i.g. 




. ]Ke 9it$ffünn ]Ktt«katei(er* Siegel (»offp) * t 6. 

iQcitnat^ unb äSorfornmcu: Sieget erl^ielt bie ^mtiit oom 

©ürgcimeiftev Stoffe in Jroppou 1835. 

Siteratur unbS^non^me: S)ie9nu^ ift (efd^rieben vmiSiegel in feinen 
9t.O. IL 6. 84 ald Xtoppautx golbgelbe 6omtnetmud!atener. Unier 
»el<j^em ftamtn fie in i§ret ^eintat^ oot(5mmt, enoft^nt 2. nid^t. 

0efialt: IcgelfStmig, ftati ^odgbaud^ig, am fteld^e platt abgerunbet, 
nad) bem Stiele gu ftarl eingebogen unb mit legelfirmiger @pi^e enbi* 
genb, mittelgrofe, 2^U" ^o^, 1 Vt" bicf, \o beft^reibt |le Siegel. — SRadJ 
unfetet ^ormentafel I5nnen mir bie Cime Ireifelfftrmig, nad^ bem Stiele 
gu legelfirmig ftumpffpi^ nennen. 

fttli^: grolbl&ttrig, graugelb, offen, fternformlg, in fc^iner f^üffel« 
förmiger (Stnfenlung. 

Stiel: i^i" lang, bünn, aberftarf; an jeinemSnbe braun, nad^ 



386 

ber Sirne gu gelB, am ©runbe flcifd^ig ober mit ^leifd^ringetn umgeben/ 
obenauf mie etngeftedt, ober neben einem $5der fd^ief. 

@(j^ale: eimaS uneben, mie bie ber ^omeranjenbirnen, burd^ Der« 
tieft fte^enbe grflnlid^t ober brSunlid^e fünfte; oon garbe golbgelb mit 
grünlid^em @d^immer, auc^ mit bräunlichen %ltdtn unb etmaS Stofi um 
ben JRtl^, ber fl(| oft ftarl geigt unb bie ganje ©d^ale übergießt. • 

l^leifd^: meig, grbblid^, nid^t gu faftig, faft ^albfd^melgenb , Don 
einem gucferfügen, rec^t angenehmen, .aber faum merflid^ muSfateOer- 
artigen ©efd^mad. — (^(^ bemerlte mir eä raufd^enb, non f^ma^ muS« 
fateCernbem ober gimmtartigen SvidtvQz\^mad, 3.) 

fternl^aud: burd^ feine il5rn(^en angebeulet, breit aber' lurg, mit 
engen t^ad^em unb mit nielen ooQtommenen I&ngK«^ eirunben f($n)arg« 
braunen ober fd^margen fernen* 

greife unb 9lu$ung: bie ^ruc^t geitigt @nbe «ugufl (in WlA* 
ningen geitigte fte 1858 Snitte September), pit ftd^ mehrere SBo(^en 
unb mirb bann langsam teig. — SSerbient n^egen i^rer fcJdinen gelben 
^arbe, regulären ^^orm unb langen j^altbarfeit @mpfe^lung, ift für ben 
Obftmartt gang geeignet, menn aud^ gmeiten SRangeg« 

(Sigenf d^ af t'en be d 93aumeS: ber SBaum ift nac^ Siegel mitte(gro§ 
unb tragbar. — S)ie95Iätter pnb eiförmig, mit längerer ober f ärgerer 
audlaufenber @pi^e, bie lürger geftielten auc^ eirunb, biSmetten etmaS 
bergförmig, 2" breit, SVi" lang, mcift etroaä moDtg, gangranbig, ctroaS 
(d^iffförmig unb ftd^elf Srmig, bunf elgrün, reid^geabert , begl^alb unb megen 
beS molligen UebergugS nur mattglängenb. @tiele blei^grfm, mollig, 
btd 2V4" lang, gerabeau^fte^enb, Blätter aber faft alle baran i^ängenb. 
— ®Ifltl^enfnojpen gur S^xt eirunb, ftumpffpift, bunf et braun, an 
ber@pi^e l^eUbraun, etmaä moKig. — @ommergroeige grünlich gelb« 
braun, nacb oben moQig unb rSt^lic^, mit erl^abenengelblid^en^untten. 
S)er SCrieb beS Säumet ift Bei mir ftarf. 

3. 



587 
Nr. 182. «»et fltibc »tiBMriK. II, 1. 1. D.; II (J), 2a. 2«c.; HI, 1. 3. 




%x9\t gelbt iHmbirnt. iii ei •?, mi^t t, 6. 



^eimat^ unb iQotlommen: ftammt auü bem Slaffauifd^fit uiib- 
lojnmt in 9lotbb(utf^Ianb nidft (dten »or. 



n^nrtntltnc) mit 3Rap(tS ®iogtt 9!afT«binte, Qraiie Hquenge, tab. Tllt^ 
xiro 13 b, ibentift^ (ein »nne. Utbrigenä finb , mt auä SIetgerB unb SucaS 
e^ritten ^trnoigctit, in 6abb tutfc^lanb nnfi^itbcn« ÜBttnbimen betannt. 

@cfta[t: Tunbbdut^ig mit einer fttir furjeii ©piße nac^ bem ©tiel, 
ifterS Qiiii^ treifelfBmitg. S)ie lugelfirmige jCe((!^n>5lbun(j geftatlel baS 
Muf^e^eii ber ^xni^i. Sic migt vom ^oc^ftamm 2 biä 2Vi" in bcr 
©reite, (eilen '/*" ^^^'^ *" *»" §6^<' 

Jield): offen, ftait, tDe%rau, mit feinen €infd)nittcit, {(emi^nli($ 
gurfictlitgenb, in einer einiaS iveittn €infenFung, loeli^e oft ni^t gau^ 
eficn ift. 



388 

©tiel: für bicgrud^t aufe^nlid^ ftarf, Va— 1" löiig, ^föcferig, oou 
^(eifd^beulen umgeben, loeld^e i^n auf bie Seite br&ngen* 

® (^ a l e : abgerieben gl&njenb, grünliil l^eOgelb, in ooQer 3^itigimg 
\^bn citronengelb. 43ei befonnten Srfl(|ten jeigt [\<S) 5fter8 ein Heiner 
9(nflug von einer erbartigen 9l5tl^e. Ißunite dugerft jal^lreid^; aud^ ftnb 
9toftanflüge um bie Jte^mSIbung ni^it feiten. 

. • St<U<^- \^b^ tvciir ^tmai grobförnig, triefenb Don ©aft, l^alB^ 
id^meljenb Don einem etroad einf($neibenben fägmeinfauerlic^rn ©efd^mad 

Äernl^auS: ldngli(j|| mit f leinen Kammern, wenige noQfommene 
5teme entl^alteiib. 

greife unbSlu^ung: geitigt )u Snbe Suguft, l^S(t M ^^ 
nid^t ilber 8 Slxige: (Sud^ Oberbied Kagt über ibre geringe S)auer.) 
5treff[ic^e grud^t fflr bie Oetonomie, mirb aber nom £anbmann gerne 
aud^ rol^ genoffen. 

(Sigenfc^aften beSSaumeS: berfelbe rodd^etlebl^aft, mirbfe^r 
groB unb t)! faft jlft^rli^ rec^t fruchtbar/ 

S>ie @ommert riebe finb runb l^rum bunfel olioengrun, faft 
leberfarbig, ol^ne SßoDe unb mit nielen ftarfen ritl^Iid^braunen ^unt 
ten befe^t. S3latt Hein, länglid^ eiförmig mit für} auglaufenber ©pi^e, 
2" breit, 3" lang. 6ß liegt mit feiner glad^e platt ausgebreitet, ijl 
glattranbig ober nad^ obenhin eine feine ^^^^u^B ^^^ angebeutet, öfters 
btdtter fehlen. S)ie fpi^^er jf ormigen , bunlelbraunen 9(ugen ftel^en nur 
menig oom i^meig ab unb ru§en auf breiten-/ fel^r erhabenen Srdgerm 
Slfitl^enlnofpen grog, eirunb, buntelbrann, fanftgefpi^t, glatt. 

©d^mibt. 

SJie »mtter ber gnK^tJnofpcn ftnb cbenfatt« eifbtmig, jiemli^^ groj, l«/4" 
breit, 1^4 5id Aber 3'' lang, bie lar^er geftielten }iemK($ tunbli^, vom hir) au« 
gefpif^t, bie langgeftielten mit oft langer aufliaufenber Spi^e, oft nac^ bem 6ttele 
)U ftart verfd^m&lert; ebenfaHd glatt unb gan^tanbig. 3- 



389 



Nr. 183 «lolr €ra«ertrrgiiMtte* r, 2A.^iti\ n, 1(2)a. Sux.; iu,j.3. 




dro^e Sommetbergamotte. 3)iei • ff eept. 

^ötmat^ unbSor!ommen: ge^&rt ju ben alten lange Ijefannten, nac^ ^te( 
avi^ In ^eutf^lanb rocit verbreiteten, aber oft oerroe^felten Sorten. SDoc^ Oabe 
t4 {te im S)annoDerif(^en roeniq gefunben. @ie bleibt aber für ^aud^alt unb 9)2orft 
immer fc^ä^bar, roenn {\a in f^lec^tem, ^u troänen SSoben auc^ etn>ad merfUd^ 
fbmigt n)irb. — ^äBo^er fte 3)ie( ^attc, gibt er nitS)i an. 

2tteratur unb S^nonpme: ^ie( III« p. 31 @roge @ommerbergamotte. 
Bergamotte d*6t6; ^ittric^ I. i>. 5tJ8. ÜQac^ S)iel finbet fte^ ftd| bei mevUt a» 
Bergamotte d'6t6 ouordinaire, auc^ La BeuTri^re; beiQuintin^e als Milan de la 
BeaTri^re on Bergamotto d*6(6; iDu^amel III. Nr. XLV. Borgamotte d*6t£, Mi- 
lan de la BeuTridre. itnoop ^at fie nur im 9legi{ier: äRiQer III. Nr. 81 Berga- 
motte d'6i6, Hnmdens Bergamott ; Slbercrombie: äummer BergHmottpear. ^enne 
p. \SA I)at old Sommerbergamotte bie rechte, l^ie 9lunbe ^oiutnerbergamotte bed 
X.O.®. I. Nr. 7, itraftd @bmmerbergamotte 197 unb (S^riftd ©ommerbergamotte 
$anbbu4 p 584, fo mie bie (na4 bem X.D.®. im SBorierbuc^ p. 157 gegebene 
Shtnbe Sommerbergamotte ftnb ni(^t bii obige. ®^er ^at Gbrift bie rechte : SSoSfk. 
9omoC. Nr. 174. 3)er£9on. ^erid)t oerfte^t unter Grosse üergamotte d*6t6 
nad^ mehreren ber aufgejA^Iten ©pnonumen (Belle de Bruxellos, Belle d*Aoat, 
Bergamocte des Paysans, Fanfareau, Bergamotte de Uamden, Belle sans Pe* 
pins) jebenf aUd unf ere ^eutf4e92otionalbergamotte, benn 2)ecaifine ^t bief e 
le^tere al$ Sans Pepins (mit ben @9n. Bergamotte de Broxelles, Belle de 
Bmxelles, Belle d*Aour, Belle de Laxembourg, Belle et Bonne, Paofaroau unb 
Benzard) fe^r !enntli4 üibgebilbet. Xuci^ bie in $arid oerfammelten homologen geben 
aU Spnon. ju Belle sans Pepins: GrosseBergam. d*6t6, Belle de Bra- ' 



390 

zelles, Belle d*Aont, Fanfareau unb Bergam. dcsPayaaiis, bo^ be^ei^neten fie 
bog 8x)non. liollo des BriixelleB ald frogl^ unb einer anbern fc^led^teren grud^t 
auge^Örig. '— gm S^^on. SSeri^t, nie in bem über bie ^arifer SBerf amminng fdmmt 
no^ eine anbere Berganiotte d'6t6 oor mit ben S^nonijmen: Benrr6 blaoo 
(unfere Beurr6 blanc ^ei|t nftmlid^ bort Dojeunö u. DoyeoD^ blane) Milan blano, 
Milan de la Benvn'^re, »elc^ed bie Siunbe 9R unb nef Birne ift, bie au(^ T^t-- 
coiene rec^t gut ald Milan blanc abbilbete. Hld weitere G^non. fftt le^tere 
au^er ben bereite genannten nennt auc^ !^ecaidne nocb Bergamotte d'^te, 
.bo^ feft er „non Miller*^ ^ingu^ ferner Franc Real a'M, Beair6 d'6(6, Gros 
Misset (Mioet) d'6t6, Royal^, Coulesoif (SRerlet), Hativeau blanc, Grotiae MoailJe- 
bouche. — (&Q ge^t l^ieraud ^eruor, ba^ man in granfreic^ unter Grosae Berga- 
mo 1 1 e d^4 1 6 unfere ^eutfd^e^^ationatbergamotte unb unter Bergamocte 
d'6t4 unfere»9lunbe9){unbnet^ birne t)erfte]|f, aber ed bleibt fraglich, o6Ie$» 
tere nid^t am @nbc au(^ S)u^ameld (unb a){erlet6) Bergumotte d%ii gemefen ift. 
^oc^ f(bcint 2)on)ning (nac^ Xompfon) @. 3B3 aU Hampden's Bergamot 
mit ben @Qn. Summer Berganiot(£inb(. u. SRiUer) Bergamotte d%t^ 
(^u^.) unb ben meiteren auc^ oom Sonb. datal. angeführten Bi)n, Bergamotte 
d'Angleterrc, Longneville, Scotoh Bergamot, Ficgars unb Ellunrioch na4 ber gelie- 
ferten ^efc^reibung bie ^ier oorliegenbe 3)ier|4e (Sro^e 6ommerbergamotte gu ^oben. 
©eftalt: nac^ 3)ie( fc^ön freifelförmig, 2Vs" breit unb ^ocb, ma» au(i^ obige 
tJfigur barfteUt, bod^ gibt eo auc^ Städte, bie merfHc^ me^r abgeftum^ft fonif^ ftnb, 
unb ert)ie(t ic^ Don nic^t gefd^nittenen ^^ramiben aus ^erren^aufen 1859 berartige 
3rfi(^te, ftar! 2» 4" e^eit unb fterl 3" I)od^. 2)er »au4 ber gru(^t ift burd^ breiU 
beulen oft etmaS oerunftaltet, oft auc^ f(^ön geformt. Oft bemerft man an ber^ 
9ru(|t auf einer. Seite berfelben eine nom jtel^e bid jum Stiele (aufenbe äüinne. 
5t e 1 (^ : tiein, urfprünglic^ mit langen, gemb^nlic^ oben oerborrten unb abge- 
fallenen Sluefc^nitten unb baburc^ ^artft^alig, oQermeift offen, ft^t in Ueiner, balb 
ebener, ba(b mit flad^en Beulen befe^ter Senhing. 

Stiel: ftarl, an ber^afid fleift^ig, ft^tauf ber Spi^e meift o|ine (Sinfenlung, 
ift balb tvec^, balb felbft gegen l^/ü" lang, unb faft immer etmas jur Seite ge« 
bogen ober feCbft burd^ einen äDulft }ur Seite gefc^obcn. 

Schale: bünn, fein rau^, blag unb matt ^effgrün, in ber geitigung matt grän^ 
gelb, hellgelb, menn bie ^^ruc^t f^on teigift. l)ie Sonnenfeite ift mit unanfe^nlid^et 
br&unlic^er 3ibif)e leitet ueriDafd^ien, bie tei irgenb befd^atteten alo Knflug bleibt, 
ober fe^lt. ^unlte fe^r ja^lreic^, ftarf, ^eUgrau in ber ^ötbe, baburc^ ind Suge 
faEenb. Sluc^ 3lnfläge unb fteHenmeife Ueber3üge t>on9iofl finben ftc^. ®eru(^ an« 
genehm, mfig{trt. 

gleifc^: gelblich n)ei|, fein, faftooQ, nac§ ^iel buttert aft fd^melgenb, ^iernitr 
^albfc^meljtenb, oon gutferarttgem, fein jimmtartigem Sergamottgefd^macf. 

jtern^aud: ^at ftarfe bo^le 9((fife, bie JSammern entbalte^i nur menige, gu 
3eiten jeboc^ ouc^ ^mei ooUfommene braune jterne; jtelc^^ö^le gan§ ßad^. 

Steifte ii unb IRu^ung: 3^^tigt HnfangS September, oft fd^on im Xuguft, 
$&It fic^ etmad grün abgenommen 14 ^^age, bei mir faft 3 äSot^^n, miib fübUd^er 
eine gute Safclfruc^t fein unb bleibt au^ in meiner ©egenb noc^ gute $au6§aUd» 
unb S^arftfrud^t, fo mie für bie Safelmentaften» brauchbar. 3n ^ei^en ^a^ven bcad^ 
i^ mo\)l fÄon 21. ober 26. Sluguft, in {ü|ten ^a^ren 15.— 20. September. 

^er Saum m&c^St gefunb unb rafd^, ift fe^r fruchtbar, liebt auc^ nad^ 2)iel 
but(|aud fein bürred Sanb, unb mirb nur in tiefge^enbem ®obeh gro^, mo er au^ 
in ber Blüt^e nic^t empftnblic^ ift. (£r bilbet eine etmad breite j^ugelfrone. — 
Sommertriebe nur etmad ftuffig, na^ oben menig abne^menb, o^ne äBoSe, lebet» 
gelb, auf ber Sonnenfeite oft matt rot^li^gelb, nur menig punttirt. — S3latt 
mittelgroß, breit, eiförmig, glatt, glftn^enb, mit gan} feinen feit^len 3&^nd^«n befe^t 
ober nur gerftnbelt* Slfterblfttter fehlen. — Blatt ber fd^itlärjlt^ gef puppten 
Fruchtaugen mec^felt smifd^en eöiptifc^, jiemlic^ ooal unb eiförmig, boc^ ift d a I 
(^a^nä eiförmig) bie übermieaenbe ^orm, glatt, bo(^ oft no(( am Blattfaume et» 
mad mollig, (3)ul^amel f(^ilbert ed aU „mit äße^l bejireufj, feiner ober audf 

f tarler gefägt, mit audlaufenber ober aufgefegter Spi^e. Slugen bitfbauc^ig, ^er^förncig, 
pxii, etmad abfte§enb, auf fiarf vorfte^enben 2;rftgern. OberDied. 



391 



tfo 184. «eigener ginttm. iii, i a ^i eu in, 2 b. Suc; 11. r ga^tu 




»eifjener «ierbirne. 2)ici («eper) 1 1 ©ept. 

§eimat]J unb SSorlommen: bicfc flute Jpaug^alW* uiib9Äarrt^ 
fru^ t erhielt ©icT Don ^«^m ©c^cr in aWcifecn, bcr bic Homologie mit 
mr^rercn qutfn Sorten bereid^crt ^at. ©ic ift nod^ roenig Derbreitet. 

Siterotut unb ©ijnonpmc: a)icl Stt.Ä.O. IL 6. 229, »cpcr*« SKcigcner 
<SerBirnc. 3)a eg eine onbere (gterbirne aud 3Äct6en nicjt gibt, fo wirb ber !Rame 
ioo§I avecfmftgig etnaS abgelürjt. @onjl ftnbe id^ fte nirgenbd, felbft nic^t bei 2)itttic^. 

@eftalt: ©tunbform giemlicl eiförmig, mie in obiger gigur, oft 
ift fle aud^ birfbauc^ig legelförmlg; 2V2" breit, 3'' lang, bei mir ein 
venig Keiner. 83aud^ fi^t metf(i(!^ mebr nad^ bem Rtlä^t l^in, um ben 
•fiel bie i^d^t foft l^albfugelfirmig gurunbct; nad^i bem@tiele oft beut* 



392 

Ud^e (Einbiegungen unb bann ftarl abgeftunq^e fiegeifi»^. ^n ber 
Stunbung ift bie ^ru^ft burc^ einige flad^e Srl^oienleiten oft Derf^oben. 

jteld^: tuTiblStteng, j^artfd^alig, offen, {{a(^, oft f aum etwtö nertieft. 

®tiel; \iaxt, ^oljig, i%" lang, in feinem anfange oft fleifd^ig,, 
fijjt wie ctngcbrfl(f{. 

®d^ate: glatt, oom Saume gelblich grün, in ber 3^ittgung l^eQ^ 
gelb, o^nc oOe fühifft. Um ben jteld^ oerbreitet ftd^ faft immer 9toft 
als Uebergug. ^unlte fe^r ga^treid^i, rofifarbcn, auf ber ®onnenfette oft 
rot^lid^. ®eru(^ fein unb angenel^m. 

^leift^: meig, grobl5inig, faftooff, l^albfd^meljenb, oon angeneJ^men^ 
rofenartig fügen @cf(i§madte. 

JEernl^aud: Hein; bie engen JCammetn entölten meift nur unooD^ 
rommene Meinte. Rdd)f)b^U lutjer, breiter ftegel. 

Sfteifjeit unb9lu^ung: ^diiqlt 9lnf angS September unb ^itt 
fid^, etmad nor ber 3^^^^&u<^0 gtbrod^en, 14 Stage. pr ^ouSl^ un)^ 
Warft; gibt nac^ ^iel guteS Sirnmug (Satmerge, ftraut). 

S>er Saum mad^St ftart, ppramlbal, mit breiter fd^ön Maubter 
jlrone, mit großem buntelgrflnem Saube, bilbet niel Duirl^olg unb* 
liefert reid^e ©mbten. — ©ommertriebe ftarl, nad^ oben mcnig 06^ 
ncl^menb, nur menig gelniet, tebergelb , ftarl befonnt fd^mod^ rflt^lid^ 
übertaufen, unten etmad filberl^ftutig, nad^ oben etmaS moOig, mit vielen 
Iftnglid^en fd^mu^tg r&tl^Iid^gelben $un{ten ge^eid^net. — Statt gro^,. 
giemlid^ f[ad^ ausgebreitet, nad^ £iel l^ergfSrmig, id^ fanb eS nod^ 5fter 
langeif innig, tl^eilS aud^ ooal, nad^ oben am 3^^^fl^ ^^^ cHip^U^f 
mit fd^öner l^albauf gefegter ober auSlaufenber Spi^e, am Stonbe gar 
nid^t gejal^nt. Slftetbt&tter feilten aDermeift. — Statt ber g^u^t? 
äugen eifSrmig (^a^ni eirunb), groge oft xtdfi lang eifftrmig/ 
mand^e faft onaL Slugen unten am Bmeige Kein, in ber 3Ritte btdhr^ 
\V^ii tegelfirmig, oft nur menig, meifi merltid^ Abftel^enb. 

Oberbieif. 



393 

No. 185. nieise enm^lfiitnt. I, 2 a. 2)iel; II, l a. Suc; n, 1. ?a^«« 




^eimat^ unb SBortommen: biefe fe^r intcref|ante ^ud^t ifl 
unter bcm SRatnert Fondante petite in neuerer 3^^^ nac^ ^errnl^aufen 
getonunen, o^ne bag nod^ belannt mixt, no^er? ißteOeic^t I5nnte {ie 
über Sücfeburg (n)0 ein Sruber be8 frül^eren gJIantagenmeifterS 3Re^ 
^ofg&rtner xoox, unb n)o§in Dan SRonS Steifer gefanbt l^atte) oon oan 
äf^ond gefcmmen fein, in beffen Sataloge id^ ben SRomen jeboc^ ni^t 
finbe. S)ie S^d^t ift fe^r tenntlic^ unb ^ier fe^r angenehm gum rollen 
(Bcnug felbft bei bcm ^t^Ur, bag fte etn)a8 fteinig umS Jternl^auS ifK 
2|n anbetest Soben ober weiter fübl{(^ wirb {ie biefen gelter »al^r* 
fc^einlid^ eben \o nerlieren, n)ie bie non mir benannte non ^lotond 
itolmat biefen ^el^Ier fd^on in Bresben nid^t »e^r ingte unb bort 
belifat ip. 

£itetatttf unb Si^nonpme: fehlen« 3($ finbe ni((ti i(r Ste^nli^ed. 

<Beftalt: jiemlii^ bitfbauc^igi IrrifelfSrmig, nft^ fid^ an ^eftoü 
ben S)ec$ant8bimen; 27»" bteit unb ^od^;9au<!^ nur etoaS mel^r nadd 
bcm tttl^t (in, um ben fio {i(( }iemli(^ ftod^runb n)&lbt unb gut auffielt. 



394 

910^ b«tn ®tJeIe mitt fle mtt fop flod^runbtn 8ittt«i o^ne mtOl^t 
«inbieflung, unb tft no(i^ giernttd^ ftotl abfleftumpft. ©et »ttu(^ b« 
gtui^t ift eben unb \^bn runb, boi^ bic dne ©rite oft ftfttfet unb 

®et Äel(^ liegt in feiner «Bottfornmen^elt mit ben tebtrattiatn 
«u8f(^nitten etioas auf; iubefe fehlen bie «u«f*nitle meiftenS unb etfc^eint 
et bann ^otnatag, ift offen unb ftfet in flad^et ebener ©entung. 

Stiel: ift ftarl, V." tang. fletobeou« fte^enb, foft fleif^ig, an 
feinet «ap mit fjleifc^tingetn umgeben, unb ftfet in gonj flachet »er« 
tiefung jwlf^en einigen ganj flocken SBeulen. 

■ ©(i^ole: flar!, mattgtaSgtün , ni(^t glSnjenb, in ber ^eitigung 
laum etroaS gelblid&er. mifft fe^lt , auc^ WoflanPgc finben fn^ nur 
menig; bagegen ftnb feine Sioftpuntie ga^^lreid^. 

5Da8 gleifc^ ift mattroeife, fein, fC^metjcnb, um*bo8 ftetn^au« in 
IJieftgem ©oben ober fttima giemlid» fteinig, oon fein jtmmtariig ge= 
nJürgtem, füfeem öcrgaoiottgefd^mod. SBo fie um8 jlecn^ou« meniget 
fteinig »irb, gel^ött fie gu ben i)oriügli(i^en Xafelbirnen. 

®08 ftern^ou8 ift o^ne mettlic^e ^o^le «^fe, iieralit^ fiiWi- 
S>icftammern pHb (i^atalteriftif^ roeit unb grofe unb entgolten »oafom» 
mene tonge, mit ber ©pifee etroaä gebogen«, oft no^ roei|U(^e Äetne. 
S)ie SttlCftb^tt ift gang fla(b. 

SReifjeit unb Sftu^ung: grüt^te, bic i(ö 1858 am 3. ©ept. aus 
§etrn^aufen non einet 5JJ9tamibe mitbtadite, jeitigien fd|on am 7. 6q)t 
SBitb l^auptföc^lid^ SEafelfrue^t fein, unb otbinöt gegen ^nbe ©ept. teifen. 

©erSBaum wät^St rofd^ unb gefunb unb ift re(^t tragbat. — ©i« 
triebe finb ftatl, nad^ oben roottig, lebergelb, in8 OHoe fpieleub, oft 
an ber ©onnenfeite leicht röt^li^ überlaufen unb befonberS m^ unten 
mit joblreid^en ftarlen rJt^Uc^ grauen fünften gejeicbnet. — S>a8»tatt 
ijt glatt, giemlid& gldnjenb, faft ftoci^ ausgebreitet, eiförmig <eirunb, 
äal^n) ungejo^nt, nur etmaö gerönbett. — ©a8 »tatt bet gtu^t« 
äugen ift au($ eifitmig (eiiuiib, 3a^n), oft lattgeif 5rmiß , einjeln 
fomie an ben »lätteraugen am ©oramertriebe jtemlic^ laucettförmig. 
©ie 3lfterbiattet fmb pftiemenfSrmlg, feblen meiflenS ; bie «ugen ftumpf« 
fpife, jiemlic^ obfte^enb, unten breit, foft breiedig, bie «ugentriger be« 
fonberS nad^ oben am 3roeige ftorl unb long getippt unb ber äroeig 

bot)on. ftreifig. ^ ^ v . ^ 

Cbetbierf. 



395 



No. 186. Xtr $tüae SonmerbPf«. i, 3. l. X\tl\ I, i a.Suc; II, i. ':^a.:1u 




Per grüne Sommerliorii. ^iei (a)u§ameO * t @- 

^eitnatl^ unbiBorfonunen: f(^on S>u|aine( fannte biefe f^ut|t 
imb ergal^lt, bo^ Subioig XIV. fte gut, 1a bonne poire genannt 
^be. St befd^retbt fte alf Epine S*6t6 mit ben S^noni^men Fon- 
dante mus'qu^e, bQTOuö mod)te ber Ueberfe^er bie@omtner^@plne, 
bie Verfliegen beüRudfalelter. — @ie loirb auc^ giemlid^ ^&uftg 
in beutf^en ©Arten gefimbnu 

Sttcratur unb ^^non^me: ^tel bef^rieb fie in ^eft 'VI. €. 51 äfft 
(Iraner Gammetborn, Epine d'6t6 Torte. 2)atia(^ S)tttr. I. B. 569. — 
8<fal. fetner Oberb. 6. 415. 2)u^am. Hl. e. öl tab. 30, G^Ttfi $btob. 6. 214. 
3n Stoßen ^eilt fte Bngiarda unb' Gat. Lond. tfibt a(§ Gpnon^me auf et ben 
obigen tio^ Satin vert an. — ^u bemetfen ift, ba( auc^ bieSluffeline miiUns 
rei^t luneilen Fondante mosqn^ genannt unb baf Epine d*jSt6 auc^ bet 
DttiftameKd 9tofenbime unb bem ^unltitten 6ommetbotn alft G^n. beigegeben »irb, 
Vfl^alb 2)iel „Terte^ l^in)ufflgte. 

@ e ft a 1 1 ; lang frgelfftnnig, um ben Stdi^ lugelf örmig abgerunbet, 
bod^ fo, bafi fte uod^ fo eben ftel^en fattn, itad^ bem Stiele gu entmcber 
ol^iie ober mit einer taum beinerflic^en Einbiegung lang tegclfftrmig, 
elioaS abgeftumpft fpi^ enbigeub, gemi^nlicb 2'' breit unb 3" ^oi). 



__ 396 

Äclc^: jiemllc^ longgejpi^jt, oft fe^lcrl^oft, ftcrnfftrintg, fcid^t, bi«? 
n)ei(eit mit (Srl^aben^eiten umgeben, bte auf bie 3tunbung beS Saudis 
(Sinflug augern. 

@tiel: ftat{, bis 1" lang; otteanefarbig, obenauf mit eingeftedt, 
b&ufig aud^ burcb einen ^eijcl^mulft gut @eite gebrfldCt. 

@d^ale: glatt, ge((!^meibig, mie fein fettig, gel6(i(^ ^ellgrün, nac^ 
ber ©tielfpi^c ^in nur ptn)aS ^cOgelb roerbenb, o^ne ma^re Siöt^e, bo((| 
befonberd um bie Eelc^mSlbung l^crum l^eQgrau gefleA unb fein punfttrt, 
aud^ mitunter fein beroftet. 

^leifd^: mattmeig, I5rnijt, überfliegenb , butterl^aft, nou einem 
anfangt ftarfen, aber flüchtigen parf um irten ober etroaS müdfirten 9]lud* 
fateHergefc^mad; ber im Hainen ftd^ balb Derliert. 9(uc^ ried^t bie Sirne 
in 3ßenge ftart mudfateQernb. S)iel. — yiadfy Oberb« mirb baS gleift^ 
gmar fd^meljenb unb gum Stol^genug angenehm, bo^ nid^t fein genug, 
ift etmaS lörnigt unb ber SRudfateOergefd^madt faft mirtlid^ bifamarttg, 
faum eigentlid^ norgüglic^. 

^ernbcKud: Hein unb gcf^Ioffen, Kammern etnxiS enge mit l(|&ufig 
unDoQfommenen fernen. 

SReife unb 9lu^ung: bie ^rud^t geitigt im erften S)rittel bcd 
@eptember, \)ali ftd^ 8 5tage, Derliert bann ben@aft, mug noQe 8 Soge 
nor ber Steife gepflüdtt merben, menn fie nid^t am Saume fd^on me^tigt 
werben foH. — 3ft immer nod^ eine gute 9Rarlt« unb Jafelfrulöt, wenn 
fie aud^ bem Siot^en unb befonberS bem ißunitirten €ommerbom im 
äBertbe nad^ftel^t, unb au^ S)icl gibt i|r noc^ I. Sfiang« 

(Sigenfc^aften bed SaumeS: berfelbe m&d^dt lebhaft, belaubt 
fic§ ftart, ift fe^r fruchtbar unb bitbet fd^öne S^^^^g^^ume. — ^te 
iBIätter ftnb Idnglic^ eirunb mit meift langer auSlaufenber ®pi|e, 
IV4" 6«lt, 2V2 bis 3" nad^ S)iel, ber bie gönn lang ettiptifc^, bod^ 
abnel^menber nad^ oorne ald nad^ bem Stiele, bie unterften Slitter am 
@ommer}n)eige faft oon ber gorm eined ('orbeerblatted angibt, oft 4" 
lang, oft au^ furjer gebaut unb bann am @runbe bidmeilen leilfftnntg, 
glatt, jiemlid^ ftarf^ aber ftumpf^ unb bogenförmig gef&gt, ^eOgr&n uab 
gtinjenb, meift f[ad^, nur bie ®pt^e etmad gelrümmt. @tiel bid 2^' 
lang. — ©lütl^enlnofpen g* j^. Hein, tegelförmig, magig fpi^ 
buntelbraun. — ©ommergroeige grünlichgelb ober b^ oltoengrün, 
nad^ oben etmad fd^mac^rbtl^Ud^, im^lii) punltict* 

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No. 187. Sie fMA'm9$mmnitMm. i,2.i.^i«r; n, !2b.2ttc.; 111,1.3. 




Pte yritl'fdie fßmnan^vhUnt. ^iec • ff e. 

ipeitnatl^ unb sBorlommen: S)iel belam ft^ Dom jtunftgartner 
^tein in grient ald BrieTsche Orange Peer* — 3fi tpal^rfd^etii' 
lidf l^oU&nbifcden UvfpruxtgS unb unter ben ^omeranienbimm eine ber 
ieften, unb ia bct ®aum gefunb ift unb reid^lid^ tr&gt , {0 Derbient fie 
weitere 9kr6reitung, atö fie iiS ie^t bei un8 gefunben l^at. 

£it<ratut unb ^^nüni^mt: 2)iel M4ri^ fie VII.^. 1; Obetb.®. 389 
£ac. e. 171. -~ 8ieDei((t ift ed tiad^ ^icl UnooDd älbrnivallBitne, bie na^ 
, €^rtfi^d $bQ>b. e. U9 Admiral, Portugal d'Ät6, Poire de Prinoe Iftei^t. 
bo<$ fommen unter biefen 92amen oerfd^tebene grAdjite, ). $. aliS Portugal d'6t£ auq 
1>ie eaffolet unb alS Admiral bei @tienne bte 9lmtte vor. — ^iel erhielt fie att4 
aU 5Di om ant 6 irne (n>ad ober nat^ Stnoop gan) falfd^ ift) unb JDbetb. a(8 Orange 
toHpee. Xie\t, bte oM i^eftteifte Sometanienbitne in Pom. fraac. In 



i i ^ e ^ e t b ^ b Irn e, ® cli Vt t'j u n b g r ü n V« ^'« i f * « » i t n e, ® u t e r © i I S« 
ling (brntte boBne>/bie l^ft^Iid^e ®uie (Laide bonnel, bie^t^Ietlte 
SInjouer bber KeatebirneTVilaine d'Anjon ou de la B6ate), unb. auc^ 
na4 3X. wAre bie grb^ere 93etoteitung biefer guten Sitne febr )u ȟnfc^en. ttuA 
Xu^amM Orange tnlip6e, Poire anx monobes (S9irne für bie fliegen) i{l na(9 
9cf<^reibuit8 unb IbbUbung fidler bieftlbe f^tuc^t Gr f^at bie ^orm ber Slfttter 
iiemlic^ lenntli^ geaei^net. ^^am. III« e. 64 tab. XU. 

@eftalt: eimae bergamottartig, um ben Rdd) ßac^runb, beß^alb 



398 

(reit ttnb gut auffi^nb, nod^ bem @tie(e ifbo<| Diel ft&rfet obiteJ^enb 
unb breit abflcftuntpft fpi^, uitb burd^ le^tcreS wieber wel^r bcn Jpomc» 
vangcnbintcn ä^nlic^, 2" breit unb fbcnjo l^od^ ober Vs" nicbriger^ bc§* 
l^alb fij^on tiwa^ Um, in ber 9tunbung meift bur^ unregelmdgige (Sv^ 
^abenl^eiten entfteHt. 
, Äelc^: l^artfd^alig, offen, feitet ober aud^ aiemlidj ©ertieft ftc^enb. 

©ttcl: fc^r ftarf, toic fleifc^ig, «/i" lang, auf ber breiten ©pifre 
in einer «einen ^Jl^Ie, bie (i^arafleriftifd^ mit iBeuIen umgeben tft, ooa 
meldten fidj eine an ben Stiel anlegt/ unb moburd^ biegrud&t auf einer 
@e{te l^il^er atS auf ber anbern mirb. 

©djole: glatt, giemli^ ftarf, grönlid^ l&ellgelb, fpatcr fdjon cttto* 
ttengelb, fafi gur $&lfte mit etmaS blutartigem Stotl^ Dernnifd^en un^ 
bagmifd^en geftreift, ober aud^ nur rot^ punitirt. SKit jol^lrcid^en feinen 
braunen ißunften unb etmaS SRoft in «nflflgen unb giguren. 

gleifd^: m\^, tömigt, nid^t faftreic^, im Äauen fic^ marK^t 

auflifenb, oon gudterartigem etrooS mfldlirtem, bem ber <Sro§en @ommer« 

bergamotle dl^nlic^en (Befd^mad, ben Oberbied ebenfo als fd^mad^ mü8< 

tirt, meinartig gegudCert fc^ilbert — Slud^ ricid^t bie gruc^t angenehm. 

Jternl^auS: fel^r (lein unb gefd^loffen, Jtammem fel^r enge, {ebo^ 
mit giemlic^ otelen, fd^inen, fd^marjen unb noillommenen kernen. 

9ieifeunbSftu^ung: bie $ru(|t geiligt Slnfangä September, ^att 
ftd^ 14 Stage unb mirb bann mel^ligt. S>iel fe^t f^e in ben L Stang, 
unb aud| Obcrb. crflirt jle für eine ber beften unter ben ^omerangen* 
bimen, unb ratl^ fte in mannen S^ffxtn fd^on ben 20. 9ug., gemö^nlid^ 
über gegen Snbe Slug. gu pflfiden. 

(SigenfiJ^aften beS lBaume8:*beTfe(6e »ftil^sSt gut, mit aufre<l^ifte|enbnr 
^ouDtftfien, bo(^ mit (Angenben 99eben)ioeigen; ec n^irb nur mittelgroß, aber 
Bolb ittib fe^r fruchtbar, unb beloubt ftd^ {lad, ifl in feinet Segetatton fe^ 
!enntlt(j$ unb fielet ben »a^ten SBergamotten, wie ^\el bemertt, burt^ bad SRatte « 
unb ©langlofe feiner 93(atter fe^r na^e. — ^ie S3Ifttter flnb eiförmig, oft aiuj^ 
eSiptifc^, mit meifi aufilaufenber, oft langer Bpi%e, 2** breit, 3" lang, oben unb 
unten »oSig (bartn unb überhaupt in ber ^^orm benen ber 2)omenbime &(nlt^) 
ganiranbig ober fe^r unbeutlid^ gegähnt. (2)iel befc^reibt bad Blatt bed Sommer» 
imeigd a(8 ehoaö Hein, lang eUiptifd^, f(|iffförmig , nac^ oorne flarl ftd^elförmig^ 
mit gerabeaudlaufenber 6pite, oben unb unten moDig, blaß ^eUgtfin, [wegen ber 
9BoHe] faft gar nic^t giftnjenb, regelmA^ig fein fpi( ge|a(m, »elc^efi (e|tere an ben 
BMitem ber Sommetgneige aUerbtngg fc^on beutlid^er (eroortritt.} — SBlfltl^en« 
!nofpen !ege(f5rmig fanft gefpi^i, bunMbroun, mit etmaS üaffenben 2)edb(fttttem|. 
bie fein ^Sbroun bdoimpert finb. — Gommer^meige na(^^iel gelblid^ leber«^^ 
färben mit giemlid^ vielen' feinen meißgrauen 9>^<^- 3- 



a99 



No. 188. «nmct Somwerülstfi. n, (D3*.2)iei; i, 2b. fiuc; v, igaM. 




brauner Sommetkünig. Xiti tt ^«^t. 



ig)ciinat( unb SBorlommctt: S)t6l erhielt biefe t$ru(^t von 
Vlaxtä^üU QuS 9Re^ atd Boi d'^t^ gris unb {d^etnt Re fti$ fonft bei 
Mnem homologen ju ftnbetu SDiel bqei^^net fte alS angenel^tn gum 
fiifc^en ®eiittffe ; ftc iftaber ate Staff Ibtrtie nid^t befonberg ;\u nnpfel^Ienp 
ba fte bei mir nur ^albfc^meljenb n)Qr unb ftd^ nic^t lange l[)alt. SBirb, 
toenn irgenb ju fp&t gebrochen, fd^on nod^ wenigen Zagen taig. Sei 
.ber rec^t reid^en Zragbarleit unb ®e{unbbeit be§ Saumd lann fte aber 
mit Sortl^eil für ben i^auSl^alt gum JCoc^en, gu Sirnmu^ ifiatrorrge, 
Kraut) unb gunt Sßetten gebaut werben. 

Eitetaturunb Gi^nonpine: 2)iel 9{.it.O. II. p.206 Sraunet ron^ftieftget 
Bommeithni^f Roi d'4t6 gris. SRu^ ni<(t oemeAfelt »erben mit ber Oro^cn 6om» 
nurrouffefet, bieau(&6ommer!5ma,Boi d*6(6 ^et^t. Z)er @onim€r!5nig im X-D.®. 
XVI. 2:af. 3 fönnte oMge mol)! fetn. ba faft aDegAde fümmen, nurba( leinSioft 
angegeben ifl unb bie 9i{eif|eii f^on SRiltc ^(uguft eintreten foH (nergl. unten 3 o N)« 
9ftt4 (S^rift DoQjl. $omoL 92ro. 109 ^ot neben ber ©ro^cn €ommerrouffelet no^ 
einen 6ommeT!dnia, ber mit bem qu$ bemS^O®. gebeerten jufammenfoDen mirb^ 



400 

S)ev Unterf^ieb ber obigen von bet §iem(i4 )U(|(ei(i mfenben Otogen C^ommeo^ 
rouf[e(d, bie xdt nod^ ntAt richtig lenne, loftvbe na^ S)ie(S Sef^tdbungen ^aupt< 
f&(b(t(^ im @ef4madf lu fuc^en fem, bet bei ber ®ro(eit Gommcrtufferet aU tc* 
frif(^enb fft^»einfftuerii((, etwa« fein tttu9!aUSernb angeaeben »irb, au|erbem »irb 
biefe ald ctioad größer unb bai Blatt aui^ am 6ommertnebe ald eai))tif(( begei^net 

®efialt: bauchig fegeiförmig, oft me^r ^inneigenb gurBirnform. S^erBott^ 
{l|t merflic^ me(r nac^ bem Pelc^e (in, um ben fte fic^ (albhigelförmig fo auntnbet, 
ba( fte no<( auffielen lann. 9la(( bem Stiele maii^t fte fanfte ^nbiegung unb enbigt 
mit fc^öner jtegelfpi|e. Oute grüßte ftnb 2" breit unb ftarl 2M" |o((. Obige 3et4> 
nung ourbe nac^ %tvii^i von unbef^nittener tßptamibe ju^ermboufen cntiootfen. 

jteld^: !urabiattrig, l^ortfc^alig, offen, (i^ fanb il^n au(( öfter (albgefi^loffen) 
fi^t in feit^ter ebener Genhtng unb aucb Aber ben Oaucj^ laufen leine merfli^en 
(^l^aben^eiten (in, bo(( brftngt ft^ |Uoeilen bie eine6eite bergru^t ft&rler oor, 
old bie anbere. 

Stiel: (oljig, gerabefte^enb, (ic( fanb i(n öfter au(( ftarl gefr&mmt) grfln, 2 
bid felbfi 2Vt" lang, ftft wie eingefletft ober ift mit etioad 3leif4 umgeben. 

6((ale: rau(, (Brunbfarbe (ellgelbli(( grftn, mooon man oft wenig |U fe(en 
belommt, inbem bie 6((ale mit einem rauben, braunen 9iofte überwogen x% ber bei 
frei^fingenben ^((ten auf ber Sonnenfeite mit einer erbartigen braunen 9lötbe 
flberbedt ift, bie bei befc^atteten §r1k((ten fe(U. ^(^ f<<nb (ier bie 9iöt(e mehrmals 
gleich oom Saume giemlic^ ftarl unb auf ber Sonnenfeite verbreitet, bie ober bei 
eintretenber Steife ft(( etmad oerlor. fünfte ftnb in ber ®runbf arbe, n>o biefe reiner 
erfc^etnt, unb im 9iot(, wo fte fleine Sioßfled^en bilben, )a((reid^. 9eruc( fe^t. 

S)a0 9^*^(6 iji mattweiß, oft f^wacb gel6li<(, oon 9lnfe(en groblömig, nacb 
^iel im magren fünfte ber 9ieifef4me(3enb, von angenehmem, gtmmtartigen ^utfer* 
gef((ma(f. 

l^ad Kern (aud ift f lein, bat)u»ei(en Heine (o^le 9[((fe ; bie enaenitammem 
enthalten meift toube, nur ein&eln ooUlomniene faffeebraune langgeipitte Peme. 
ltel(((ö(le fla<(. 

9ieifaeitunb92u4;ung: 3eitigtnQ((2)iel9(nfoiigiSe|>tember, bei mir SKitte, 
felbfl Gnbe September unb (Alt ft(b nt(bt lange. 1838 %. ». mar bie rechte ere((}eit 
17. unb 18. Sept., bie letzteren loaren bie fflbeflen unb (ielten ftcb bie 9. Cct., mo 
fie taf(( taig mürben. 1849 bagegen (atte i(b am 7. Sept. f((on etmad fpftt ^e« 
bro<ben unb lielten bie Srü<(te ftcb nur bid 2ö. Septbr. VLu% ctroad vor ber jBaumretfe 
ob unb ift bann eine gute ^aud^altSbirne« bie gefo((t f((&n rot( unb fe^t »o^U 
f((me((enb mar. 

3)«r Saum roAcbdt rof(( unb fe(r gefunb, ItXauli ft<( fcbön, fe^t Diel hirie« 
^ucbt^ol} an uub liefert rv((trei4e(^nbteu. aKeine^robe^veigefo^en oft QettcvoE. 
Sommertriebe lang uub ftar!, gern etroaö (omartig gebogen, ettoad gelniet, iia(( 
oben mit f((mar}li((er SBoQe bef feibet, ofine Silber bfiutcben ober bO(b nur fd^»o(( 
bomit belegt, bunlelbraun, faft violettbroun, mit liemlid) tnelcn, aber loenig bf 
mertlicben fünften befe^^t. SUlatt lleitt, eiförmig, (unten am ^x^^q^ breiteiförmtg« 
na<b oben meift eEiptifcb, oft no(( ettoas moUig unb rtmos bftfter) glAn^enb, fla^ 
unb fpi( geaa^nt. Slftcrbi&tter fehlen meift. 9)Utt ber gru^taugen na^ ^tel fa^ 
runb (erjförmig*, i(( fanb es breit eUiptifc^ ober einzeln giemli^ eiförmig. Xuge« 
ftar!, fpitj !egelförmig braungefd^uppt, abftebenb, auf }temli(( oor^e^enben ^rftgetn. 

Obetbiect. 

Xnm. Son ber im ^anbbu(( S. 79 bereits bef<btiebenen, i(r ftbnfi(( febenben 
au(( glei(()eitig reifenbengunlerbirne, t»on mir ebenfaSd ffit Siotcrd Sommer* 
!önig gehalten, ift fie bur^ abmeic^enbe Segetation oerf^teben, medbalb i4 ^a< 
oon Dberbiecf mitgefenbete ^latt }u einem etmaigen länftigen weiteren Serglet<l^e 
nebenan gejeii^nct (abe. 3- 



401 _ 
No. 189. «it|f» ^Rigttn». lu, 1 C2) 1. aaicr; n, 2*.auc.; m.i.gnM 



Jitgel« Umigbirne. Sieget. • ft «■ 



jpeimotl^ unbSßoTtiiminen: Siegel rr^ldl bm Saum oon einem 

Sambergct Soum^nbtcr unb eä roütbe |ierna4 bie Sinte tool^I noi^ 

untet einem anberfB tRamen uerbreiltt ftin. ICtel fiabe fie nta^rf^eins 

- lt(^ ni(^t btfditietKn. "Sltii ben oon lr$ttT«m (({(^tiebtneii b ^ontgbtnt* 

3(ittn ^t fie titc^tä gemein, nur btr ©tf^mad tft ftart rein füg. 

Sitetatui unb e^nonqme: Siegetä 3lam. v. 1842 unb beffen S. D, ü. 
6. 96. 

©eftolt: tunbUdi hflelfönnia, petS etmaiä breiter rote ^0(^, ftorl 
(oi^baui^ia, oben platt abgerunbet, nac^ bem Stiele ju ftarl abgeftumpft 
h>ij, foft mittelgroit, l'/i" ^o*, «nb um 1"' breit«. — 3" 9Jleiningen 
bleibt fif öfiträ eiroaS [leiner. 

Ael^: langblätliig, offen, balb etroaü oertlefl, balb flai^ fte^enb, 
biSneilen mit etroaä SBeulen umgeben. 

€tiel: 9'" lang, mä^ biet, meift gang braun, flat^ ober ctiMil 
oertieft, rooburt^ bie Sirne blämellen apfelförmlg roitb. 



402 

©d^ale: ttxoa^ raul^, gelbl^ gTun, an ber Sonnenffite ftetö t<)t| 
braun angelaufen unb ebenfo punltirt, aud^ mit einjelnen grauen fünften. 

^leijd^: n)ei6, abhiacfrnb, grillid^, \(^\^ii, i)Oi^ ^in^m jel^r ange« 
nel^men, äu^erft l^ontgfflgen ®t\i^mad. 

fternl^aug: gefd^Ioffen, ftammern geräumig mit noOlom menen 
l^eObraunen j(ernen. 

Steife unb!Ru^ung:i)te ^rud^t reift nod^ ber Solgburger Strne 
im l^alben @eptember, l^ölt fid^ 4 S?0(|en unb ift eine ber erften be& 
jn>eiten RongeS. 3ft eine led^t gute giuc^t, (ber nur baS (^eroürg ft^It, 
um red^t norgflglid^ ju fein) unb nerbient aud^ megen ber Xragbarfeit 
beg Saumes alle Gmpfel^Iung. Sie mu§ nod^ grün geppctt n^erben, 
inbem fie etmaS gelblii!^ geworben oon felbft abf&llt, fte reift bann auf 
bem Säger nadft, ol^ne ju xotlttn. 

€igenfd^aften beS 83aumed: ber Soum mirb nur mittelgroß, 
ift aber frü^geitig urb ftro^enb tr;ißbar (aud(i in SReiningen) unb ge* 
bei|t aud^ gut aufOuitte. — 35ic»latter jinb eiffirmig, mit me^r 
obet meniger lang gegogener, nac^ unten ober etmog feitmärtS getrflmm' 
tcr ©pifee, an gur 9fitu§e gelommenen SBaumen Hein, l'^"" breit, 2Va" 
lang, bei Icbl^aftem SBu^fe aber au(| 2'' breit unb felbfi biS über 3" 
lang, oft etmaS ^ergformig, aud^ runblid^, unterl^alb etmad unbeutlid^ 
moQig, meift gangranbig, am Stanbe me^rfad^ menenförmtg unb fd^iff^ 
firmig, bunlelgriln unb giemlid^ gldngenb. ®tiel oft fe^r lang, bidmeilen 
über 2". — 93Iüt^en{nofpen fegelfbrmig, fanftgefpi^t, gelblid^braun, 
oft etmaS gelbmoOig, am ©runbe roeißmoKtg. — Sommergmeige 
grünlid^gelbbraun mit feinen odlergelben Sßunften. 

S)ie grud^t ift, toie Siegel nod^ bem*erlt, ber ©algburger 8ime in 
®roge unb $orm ül^nlid^, boc^ mxi legiere nie fo gelb, ber @ef(^madt 
ift meniger füff, audf geitigt [it fiü§er. 



403 



Nro. 190. Mageret'« StfnlicMr. n, 2. u a)iei; n, 2'b. 2uc; n, i. Sa^n. 




SageteVs IHeinbitiie. ec^mibt (eageret). « f e. 



ipeimatl^ utib ajorfommcn: bicfe gruc^t würbe mir 1839 
bitelt von ^errn ©ageret aud.ißarid in (Sbelrcifem uberjanbt. 93on 
i^ aud ©amen ergogen unb Poire au Yin benannt. 

Literatur unb ©pnonpme: (iS^er ntc^t befd^rieben. — ^ux in Liron 
d'AiroleB Notioe pom. 12 et 18 Livr. 18Ö8 e. CXXXVm. ^hbet ft^ bie von 
6agetet felbft gegebene ^toüi über feine Poire au tiu (mit iHvo. 46 begeid^net), 
ha% fte innerli^ unb &uf;erlic^ röt^Uc^, be(^a(b met!n)&rbig , fonft oon mittlerer 
Cuolit&t unb im September reifenb fei« 

©eftalt: runblic^. 2" breit unb 2%" l^od^, etwad unfileid^, it- 
quem breit auffte^enb. 

RtliS): offen, man^mal nerftämmelt, ^artfd^alig, in einer m&gigen 
unebenen SSertiefung. 

©tiel: furj, ^oljig, ftarl V2" ^^Hf «j*t fel^r vertieft ftc^enb. 

©c^ale; etioad raul^, trüb gelb, burd^'an einanber gereifte blut» 
rotl^e $untte an ber 6onnenfeite geftreift fc^icinenb, t^eilioeife aud^ bie 



404 



nic^t fici grioefine gliche mit betglci^en (^arotteriftlfd^ dTO^cn^unt 
ten (efe^t. 

gleifc^: tötnig Dcn Snfc^en, f(!^5n tofenrot^ geabert / jicintid^ 
faftDOlI, raufc^cnb, Don einem angenel^men mädtirien ®ef<^inQ<f. S)ie 
^d^t toedt nic^t unb ^at nur einen fd^ioa^icn 9Ru(fatcQergetu(^. 

ftern^auä: gefc^Ioffen*, feiten l^od^ nac^ bemftetd^e l^in« Sie niA^ 
fommenen ftevne fiiDen bie jd^in rofenrotl^en <Samenf2(l^er DoSßanbij 
aus. 2)ie fo gef&rbtcn fternge^&ufe laffen bie %tu^i nid^t nerfennen. 

Steife unb 9lu^ung: SVKtie September gcbro<^en Dterjel^n %mt 
l^alitar. 3fl V^ ^^^ 3^^'^^^ i^ Dctmenbcn unb befonberS gcbdin)»ft 
fe^r angenel^m« 

Gigenfd^aflen beci Saumed: berfetbe bilbet eine \^hn ht- 
laubte jtione, »ftd^dt fe^r lebhaft unb trägt otOial^rlid^ rei(^Ii<l^. tlau 
ttx eirui.b, oft eifSrmig, meift etmaS ^ergförmig, turj, etnjetnc oiid( 
I&nger augefpi^t, glattranbig, befonberd unterhalb ftarl bemoSt, aufo&rtd 
fd^ifffSrmig gebogen, am Staube etmaS mellenfSrmig, oft grog (gtSfer 
no$i als fte oben neben bie ^rud^t gegeid^net finb, fiber 2" breit unb 
3'' lang). Der 1" lange ©tattftiel l^at fabcnfSrmige »fteiblatter. - 
®ommertriebe lang unb ftarf, braunrStl^lid^, oft nur oben bemoOt, 
mit frönen meigen ^unlten befe^t. ^Ifitl^entnofpen gi^mlic^ gro^, 
fpi^ legelfSrmig, bunfelbraun, loenig, oft aud^ gar nid^t bemoQt 

@d^mibt 



405 
Äo, 191. SWitnl Clfiftilm« I, 3. i.Xiti-, I, lb.Suc.; IV(Iir), l^go^n* 




(Bonohretien William's, 8ioott; 6clifi, DBetbictf.) 



^eimat^ unbSorfomtnen: biefe {dftß^e ^af elBime, bie in feinem ©avien 
festen foll, ifl nac^ Oioottd IRiiti^eilttsi^ in ben Annales in Oetff^ite in &t(|I<inb 
entfliinben, vor bort f(|on um 1770 Mannt, nnb »urbe na^ x^ttm Serbreiter, ^erm 
9Siin<tmft |U Sonbon benannt. 9la4 2>omning fam fie um 1799 o^ne 9tomen nad^ 
Slmorila |tt einem ij^ertn 9art(ett |u S^o^ejler bei9o{lou, »o^er fie inSCmertfa 
aBgemeittBartlett, au(| Bartlett ofBoaton 9et|t« ^ 9ta(^ Belgien »ftrefU 
nad^ Sioort gclommen unter bem flamm Poire d'An|flet«rre (»eld^er 9^amc 
fid^ au<9 o^ne einen gufaf in 9an IRonS (SataL, Buppl |u6eriel. unter 9h:o. 23 
finbet), fie ge^t aber auc^ bort unter bem StamenDelaTanlt« ba oanlXondbie 
Ie|tcre, totU^t IBtvort ffir einen oon beffen 6&mlingen |ie(t, unter berfelben 9hünmer 
23 in feiner 9aumf<$ule ^atte; biegbentitAt bieferCberl^efooauIt, bie er flbrigenl 
ber €lrauen 2>e<9antibime A^vHc^, alfo wenig lenntii«^ abgebtlbet (ot) mit ber f&iU 



406 _ 

• 

UamiSbirne fei hi^ ie^t anerfannt. — Unfcre ^tui^t lam mittUnreife nad^ $cmi* 
Raufen (o^ne 3n)etfel über BAtf eburg) au(^ ald Passe Ooemanns, loel^er 9{aine 
^4 in oan SKond (Satal. 2 äRa(, Serie II. 9txo. 256 unb Serie IIL 9lro#ö26 not 
bem 3ufat nP» nous'* flnbet. SnlBetrac^t beffenunb balmanbiegruc^tinieng» 
lanb lüc^t rec^t fennt, tonnte man fc^üe^en, ba| oan SJtond biefelbe erlogen unb fte 
auc^ in (Snglanb nur neu benannt fei. 2)o4 §atte fte Dan 9Rond au(^ na^ Xtcaiint 
old Poire d*Angleterre. 3c^ erhielt fte oon t)an 3Rond mef)nna(d o^ne 9lai«en 
unb benannte fte nad^ unferem Xx^tet @ a I iS, unter melc^em tarnen fte in IDeutfc^' 
(anb bur4 mic^ oerbreitet ift unb überaQ gleiten IBeifaU fanb, alS in Slmecüa. 

Literatur unb S^noni^me: Annal. UI. p. 57 mit guter 9(bbiCb. nad^ 
$9ramibenfru(^t. Bivorta Album, I. Saf. 44 a(d BoDohrecien Willium^B unb IL 
S. 51 a(d OeiHTaulc. l^omning p. 334 Bartlett or Williams Booohreden 
(Z^omf., £inb(ei) mit bem Spnonpm. Poire Guillaume of the Prenoh. Pomologie 
nouv6lle>tn ben a^nnaCen ber $arifer 6ocietftt von 1854 gute Slbbilbung. 9Cu4 bie 
ju i^arid oerfammelten homologen ^aben ald Spnonqme 99artlett unb S>claoauli. 
)^onbon. daial. 92c. 105, mo fte a(d balb pafftrenb in ben jmetten SHang gefegt wirb, 
mad nur auf ungenauer Beobachtung berufen tann. Dberbiectd Anleitung @. 404 : 
^ie @aüä. ^af biefe meine 6alii bie William ßonchreüeu fei, bejioeifle t(( 
na4 ben Bef^reibungen unb ber auö mehreren Quellen gan^ überein mit meiner 
Baii^ erhaltenen fenntlicj^en Vegetation bur^aud nic^t me^r, gebe aber bie tBefii^rei« 
^ung gau}, mie ic^ meine Salid fanb. — 3)o4na^l gibt im Rubrer ald Spnon^me 
nocb an Willam, Wiliama Pear, Barnet's Willinm, Bonohr6den ßarnet, Davis 
Wiitiam's, Weeler Berkshire, William prinoe, Charles Darleux. Ob aDe ri^tig 
ftnb roei^ ic^ nic^t !ßa4 ber Pomologio nouveile (a. a. 0.) mare menigften« Wil- 
liams prinoe eine anDere unb geringere ^ruc^t 31merilanif(4en Urfprungs (etva 
IDomningg Williams early ?) unb unterfc^iebe unfere j^ruc^t ftc^ al^ William miuqa^. 

©eftalt: ttxoa^ oerdnb erlief unb aUerbingo ben Bonohr^ciens ^&uftg A^nlid^, 
meiftend fc^manfenb pif(|en Siform unb Bimform. Xit obige gigur jeigt bie ocbi* 
ndre ®rb^e oom $o4|tamm, häufig ift fte unb namentlich <^n 3n>ergen mett grbf^er, 
3" breit unb 4'' bo4r ^^^ ^^^ immer meridc^ beulige Oberflächen. 

^el(^: ^artfc^alig, furagefpi^t, in bie $dl^e ftet)enb, offen, flac^, in Beulen. 

Stiel: ftarr, ^oljig, 1 big 1V>" lang, fcbmac^oertieft, meift neben einem SBulile. 

Schale: gelblich grün, fpftter grüngelb ober f^tViqübf biSmeilen mit etmaö 
matter SiötQe, auc^ mit feinen unb ftArlereu gimmtfarbiaen fünften unb Sloflanflägeii. 

gleifc^: gelblich meig, fe^rfein, gan) fteinfrei, faftrei^i ganj fc^metjenb, von 
beiifatem, burc^ eine feine @&ure unb ein Uic^ted ;|immtartiged ober !almu9artigeä 
©emürj erlS)abenem QDefc^macfe. 

jtern^aud: ^at Heine ^o§le ^6)U\ bie J!erne ftnb DoQfommen, fc^mar). 

Steifheit unb92u4ung: geitigt im September, mu^ in m armen Sauren fc^on 
(Snbe 9(uguft, in folteren etroa Glitte September gebrot^en merben, ift inbe| auf 
ben 9f[ücfepun!t uic^t eigen unb fc^medt balb oerfpeifet no4 d^t, menn fte am 
Baume fd^on gelblich mürbe, ift aber befifater ttnb ^ftlt ftcb l&nger, menn fte 8 Xage 
oor biefer ^ertobe gebrocffen mirb.. Slucb JBioort rfit^ ®leic^eg. 

Baum, tft in aSerlei Boben gefunb unb von prächtigem gani ppramibalem 
SBuc^fe, mit fc^öner Belaubung, gibt frü^ unb reid)li(l^ tcagenbe ^pramiben auf 
äSilbling, bod^ bat ^oc^ftämmig bie ^rucbt gleiche ®üte. 9[uf Ouitte fommt er na^ 
BiDort fort, erfc^bpft fldj aber balbbarauf. ©ommertriebe lang unb ftarf, we« 
«lig ftufftg, lebergelb, an ber Sonnenfeite oft etmad ^erbt^et, menig ptmftirt, oben 
etmadmofltg. Blatt bunfelgrün, glän^enb, glatt, mittelgroß, meift eOiptifd^, mir 
etmadfc^ifffönnig aufmärtd gebogen, fla^ unb fein ge^al^nt. älfterblätter fabenförmig. 
Blatt ber gntcbtaugen elliptifc^, ober mie bad oben mitabgebilbete Blatt au^ 
eiförmig, nur am ©runbe oft ftar! verfc^mälert, glatt, meift jiemlic^ fc^arf gefägt. 
Hugen breiectig, fpi^. bilben ober an ftärteren Strtebat fafl lauter Bl&tteraugeit 
4inb fte^en bann ftort ah auf ftar! oorfle^enben ätugettträgeni. 

Oberbiecf. 



407 



»0. 192^ 3)le «Umefstiike »tUaiiteu i,2.l.5)iei;i, la. Suc; m,i.3« ^^ 




Pie Sdimeljenie Jritatiieti. S)iei (oan SÄons) • t «. 

^eima!^ unb SSorl onimen: S^kl nl^icll [ic dch ran !D2ond 
Dl^ne SltigoBc bes Uilprungs. €ie l^at, toie ti \i)mi, nid^t Diel Sin- 
Hang im pomologif^en Sßublilum gefunben. 

£iteratur tinb ^^nonpmc: van Tlonü fanbte fie ati^ Bretagne fon- 
•dante longue unb 2>\tl befc^rieb fte in f. 3l,StD. 11. 164 unter bem Flamen 
Sänge fd^mel^enbe Britanien, meinte aber felbft f4on, ba^ fte md) \l)XiV 

?fonn bad Seiioort «lang' nti^t oetbiene, loefil^alb »ir e9 au(^ loeggelaffen 
oben. — Sergl. no^ Cbetb, 6. 281. 

©eftalt: etioaS Hein, treifelförmig, feiten etroaä läiiglidl iugejpi^t. 
Saud^ Vi ^^t Sfinge nac^ bem jtcl^e l^in, um ben fte [\^ l^auftg 
«tioaS flad^ abrunbet, tiod^ bem Stiele ju fanft eingebogen unb melft 

SSuPtMcI «ambM bei ObfAiabc. IT. 27 



408 

tut} fegelfönnig gugefpi^t. ^n gemi^nlic^ft Qitb^t unbf^orm auf^d^ 

fiatnm mä^ S)iet fiart 2" bteit unb 2%" l^od^, \>oä) erreicht fle biefe- 

®röge nuv feiten unb xDxxi meijl nur V« fo groB/ Ql3 {te oben abge^ 

bilbet ift. 

Rtlä): für} unb f(i^malblittrig, n>ett offen, ganj feid^t eingefenlt^ 

Sftetd mit etroag forttaufenben beulenartigen Sr^abenbeiten. 

@ttel: ftarf, l^olgig, big IV4" lang, obenauf / mit etmaS 3leifd^::= 

ringeln. ^ 

© d^ a l e : glatt, gelblid^grün (im teigcn 3uftanbe gelb) mit bunleler 

gtflnen fünften, b^e unb ba etmaS erbortigem flreifigen 9totb, morin 

meiglic^e fünfte, mit bunflerem SRotb umf&umt, bemetlUd^ ftnb. 

^leifd^: mattmeig, fein, faftreid^, butterig, non fel^r angenel^mem. 

ffl^en, etmad muSfateßernben, nad^ S)iel pon etmad gimmt« ober berga« 

mottartigem @efd^mad(. 

AernbauS: flein tmb gefd^loffen, feinttmlteid ift burd^ fel^t feine 

^örnd^en angebeutet, ^ad^er !letn unb enge mit vielen mittelgroßen 

fd^mörglid^braunen eirunb gugefpi^ten Jtemen. 

Steife unb 9lu^ung: bie ^rud^t geitigt SRitte September (185& 
gegen ben 20. in 3Reiningen) l^&tt ftd^ 14 3:age, morauf \xt teig mirb. 
— SBar im ^af)v 1858 rcc^t gut, bod^ erlangt fle biefe ®üte nur in 
marmen Sommern unb in gutem SBoben, mie bieg au(^ (bberb. mitt^eilt^ 
bei bem [xt oft aud^ auf ^qramibe flein blieb unb ooll non fd^roargen 
glcdfen unb fclbft 9liffen mar, unb roon ad^ er jie bei fo oiclen gleid^* 
geitig reifenben anbeten ^rücbten für entbel^rlid^ l^&lt« @ie bürfte fid^ 
olfo roenigftenS lücbt für 3^bermann eignen 1 

@igenfd^af,tenbed93aumeg: berf elbe mSci^St lebl^af t,. mirb groß, 
balb unb reid^lic^ tragbar, gibt nad^ SDielg fqft. ißerg. fcl^one ^od^ft&mme,. 
bod^ fann id^ felbft bie 5£ragbarfeit meiner fd^on lange mit^toeigen non 
Siegel nerebelten ^robcgmeigc nid^t befonberä rühmen. — SDie ©lütter 
ftnb mebr eiförmig, als eirunb, bod^ fommt aud^ legiere gorm ifterd 
Dor unb fte flnb aud) gum Stbeil langbergförmig, mie fteS)iel am@om» 
mergmeigc fd^ilbert, 1^/4" breit, 2V4" lang, untcrbalb mitunter ctmag 
moQig unb begl^alb graulid^grün, oben bunfelgrün unb glängenb, etmag 
ftumpfgefSgt, bieSnbfpi^e ift oft lang audlaufenb, oft aud^ fe^r furg. — 
Slüt^enlnofpen bidC unb furg, faft l^albrunb, o^ne aUe €pi^e. — 
©ommergmeige braunlic^gelb, gegenüber grünlid^gelb, mit je^r feinen 
gelbli^en (unb nad^ 3)icl länglid^en) ?Punften. * 

3. 



409 
No. 193. mpßtxtui ^ttmhiut I, l. l. (2)?)i<r;I, Ib.fiuc; VI, U^a^n. 




(Sfperens l^tntnbixnt. »ioott (efperen) •• t @ew. Oct 



i^eintatl^ unb SBotlommen: oon btefer l^errUc^en g^c^t fagt au4 für 

itnfere Gegenben 2)on)ning !aum §u oteC, nenn er t^r für 9[meri!a ne5en ber Seokla 

ben jtoeiien ^(a^ einröumt. @efunb^eit unb fc^öner SBud^d in allerlei Sagen unb 

Soben, frü^e unb reid^e Sragbarfeit, nenig ©igenl^eit auf ben ^fiüdepunlt, )iem« 

lid^ lange 2)auer ber j($on mürben gruc^t, gan) fd^melgenbeg 3(eif(( unb oorgüg« 

lid^er @efc^mac( ^^i^nen fie aud. @oE in feinem ©arten fehlen. 3ft bei unsi noc^ 

nenig be!annt. ^jogen ift fte nad^ 93it)ortd SCIbum II. p. 1 oou bem (efannten 

SRajor efperen au äßec^eln. 

Literatur unbSpnonpme: ic^ (ernte bie ^^ruc^t )uer{t {ennen in 2$robe» 
|ioeigen unter ben o^ne Flamen von $m. oanSRond erhaltenen Sorten, t^eiltefte 
^tn. Dr. Siegel mit, ber i^r meinen 9lomen beilegte, unb l^abe ic^ fte alS O b er b i e dt d 
dtttterbirne fe^r viel oerfonbt, veld^er 9{ame jeboc^ bem obigen rid^tigeren weichen. 
mu%, @)>ftter, ald neuer SSerfe^r mit ben bcCgifc^en homologen ftA eröffnete, erhielt 
i(^ fte aud$af>eIeud(Soaectionald8eignear(£8peren). €eit 1853 belam i(( fte aud^ 
no<i^ ald Bergamotte luoratiTo unb oon mehreren Orten ald Fondante d^Automne 
(€^mel}enbe£erbftbirne),»e(c^ed berS^ame bergrud^t in d^nglanb unb SCmerüa ift, 
oo^in fte auc^ o^ne 92amen gelommen fei» mag. (Sonb. 6ata(. 6. 137, 9lx. 229; 



410 

3)oiDning e. 387, »eichet no($ btmidi, ba( na^ Lindl Man. unb in Mt^m 
amerilanif^en ®&rten fte aud^ Belle laoratire l^ei^e.) — S>ie ittS^on 1857 oerf am* 
tnett gcwefenen homologen fe^^en ald (auptname Beignear (Eipereo) ald €$9ni>it9me 
Beignear d'fisperen, Bergamotte FieT^e, Bergamotte laoratiTe, Laorate, Oreti- 
li&re, Beurr^ luoratif, Fondante d'AtttomDe, Arbre taperbe, Broelleiitiflniiie. 
2)ic |u 9arid 1858 oerfammelten homologen tooKen barunter ald unge^öriae €^ito* 
n^nte oenoerfen Luerate, Gr^iliftre, Benrr^ laoratiT, Arbre snperbe unb E^oeUen- 
tiBsime. 9(d Beignear (Esperen) ^at Dioort Ite bcfd^rieben fUfmm II. 6. J. Xxt 
belgifd^en <SataIoge unb Oioortd Sülbum unterf Reiben von oMoer bie Bergamotte 
FieT^e (Sioort S[(6um II. 6. 85« au4 Bergamotte FieT^ unb Fie? ei gefc^rieBen}, 
bei ber 2)e gongte ald S^non. Fond, de Maubenge angibt, badXlbum unb bfr 
Siloorber (Eatal. ba8 Sonon^m Bergamotte laoratiTe Qa(en, unb meint Stoort, 
ba| biefe fran^dfifc^n Urfprungd fei. S^c^ieben^eit foKte man annehmen, infofeme 
Bioort bie Bergamotte FioTÖe nie eine breite Bergamotte Craaanne, na4 Stiel unb 
itelA gleii^ abne^menb abbilbet, auc^ bieStud^t imXe(te aCiSarrondi, deprim^oa 
en forme de Bergamotte be)ei4net unb fagt, ba^ bie Gc^ale in ber Steife flarf 
geUe. $flr jeft lann idf nic^t beflimmter fagen, ob bie fiamen Bergam. Fierte 
unb luoratire aud^ von obiger richtig gelten, menngletd^ man ed oermut^en mag, 
}umo( aubere 3üge in ber 93ef<$reibung ber Bergam. Fiev^e »ieber fürnmen. SDo(9* 
na^I im saurer ^at fte alg £)errenbergamotte; fxt bflrfte aber na^ unfern Begriffen 
me§r ald ibutterbime angefe^en nerben. 

®eftalt: etn>ad oerftnberUd^, meiflmie bie obige ^igur, oftaud^etmad ftdc!er 
Ireifelförmig ober etwad jur Äegelform neigcnb; 27V' breit, 2«/4" boc^. — ©aui^ 
merfU^ me§r nac^ bem jtel^e, um ben fte ft(i^ meifi etvad flad^runo robibt. 9la4 
bem etiele nur fleine, oft feine Einbiegung unb bitfe, balb etnaS, ba(b nur menig 
abgeftumpfte ©pt^e. 

Stetig: ^artf4alig, hirggefpitt, offen, in flauer einige flac^eiBeuIen ^eigenber 
6en!ung. 

' etiel: btd, oft etioaS fleifd^ig, isbid s/4" lang, ft^t mte einge|tedt, oberge^t 
fa|t aud ber ^ruc^t l^eraud. 

^(^ale: 00m Saume mattgrün, in Steife nur et»a8 gelbgrttn o^ne olle SUdt^e. 
fünfte ^&ufig» aber fein. 9ioft tn gutem ^ oben meift nenig, oft aber au(^ gcrfprengt 
ober fteHenneife a(d Ueberjug. ©eruc^ fe^It. 

Sleifd^: mattweiß, au» eilen einmenig grflntic^, f e^r f ein, laum umd^em^auft 
etnae fein!5rnig, ganj fcbmeljenb, von fügem, bergomottartigen, oelifaten ©ef^mad. 
Bioort bejeic^net ben ©efd^mact old 8ucr6e )6goremeDtmu8qu6eonr61eT6e. S)on« 
ning'.Fleeh exceedingly juioj, melting, sugary rioh and deliciou8. 

Steifheit unb Blutung: aeitigt aQermeift no4 im September; in narmen 
Sauren redete Bred^aeit f^on ^ 8 @ept. (10. 6ept), ja felbft 5. Sept., in fpftteren 
Sauren 24. Sept. 2:augt fe(bfi ^Mm Storni fel^r gut. 

^er Baum n)ft(^sit fc^bn p^ramibal, raf4 unb aefunb, »irb frü^ unb reiii^ 
tragbar. 3;riebe ftar!, nur menig ftuffig, tebergelb, oft etmad me^r ind OUoe fpie« 
lenb, aiemlid^ reid^ punitirt. Blatt aldnaenb, glatt, nur etioad f^ifffdnmg auf« 
mftrtö gebogen, oft faft flac^, eHiptifc^, mit fd^arfen nid^t tief ge^enben Saaejd^nen. 
älfterblfttter fabenförmig. Blatt bergnicbtaugenmeift eUipttf 4, a^^^^i? lancett< 
fbrmig, meniger ftarl geaa^nt« Slugen fpit, me^r breiedig ale fonifd^, fielen nur 
etioae ab. Stugentrftger flac^. Db er bie dt. 

Slnm. Sieael unb ic^ niurben negen neuer Benennung mancher oan SRonftfc^er 
gfrüd^te ^in unb nieber getabeU; bie neue augbrfldlid^ nur ald vorl&uftg beaeic^nete 
Benennung marinbe^ bamalS, n)0 man aud Belgien nur ^brte, ba^ $rof. Sc^etbt« 
meiler bie aerftreuten grüßte bed $errn oan äRond raieber au f ammeln fudb^ 
nicbt unrecht, aumal idjf mit Berbreitung ber treff lid^en ^c^te nic^t märten burfte, 
* bid i(| oielleitl^t nacfi 20 fahren ben rechten !Ramen erführe, unb Iie| nad^oan 
äRond Begleitf^reiben ftc^ felbfi annehmen, ba^ bad mir ®efanbte §auptf&((Ii(l| 
oon feinen aUerle^fteu Iternfaaten, mithin unbenannt fei. 2)ie Sd^ulb fo mancter 
nic^t b(o^ in S)eutf4lanb entftanbener neuer %amenr ber fM^te bed S^onfif^ea 
Gatalogd liegt (ebigUt^ an oan fßtoni, ber fo fe^r ^Aufig Steifer o^ne Romea 
oerfanbte. 



411 



Xo. 104. Sic fx\uit\fivi m» Ctanttu. II, i(5)i.a5.; n, ?a.Suc.; iir, i.% 




9te l^nitfeflKll von (Sraittett* «Dtel (oau SKonS, (Eoloma) * t €. 



ipeimat^ unb äSorlommeu: £)iel betam fie i^on DaiP}}tonS, ber 
fte crjogcn unb benannt ^ot. ^6f erl^iielt bie ^fropfreifer Dor etroa ge^n 
^dl^rrn von Dr. Siegt I unb cqog an einem ^robep^romibbaume,. beffen 
®ipfc( fie bilbct, jc^on siemlid^ oft grüd^te. 

^^iteratUT- unb Snnoni^ine: S)iel gcbentt bet Prinoesse d'Orange 
juetjt in bcrSJorrcbc .^unt VII. §eftc (erf(§iencn 1812) ©. X*Vll a(d cinSbcr neuen 
iergtff^en (^eugniffe. ®r fc^Ubert fle futj, in Sorm, g^arbe unb ®rö(e a(8 ber 
Runter $and ft^nft^, an ber @onnenfette vöt^lic^, fe^r faftooS, fc^mefgenb, föuet» 
h4, im S)eceml)er reif. 3m fpftem. Ser|«lL gortf. (oon 1833) 6.91 gibt er 
toeitere ctn>ad ausführlichere 9lad||ri(^t von i^r, nona^ fte aber @nbe Suaufl 
reife, ^iei fagt ^ier nic^t, bQ§ ed eine anbere, ald bie früher eno&^nte fei, uno iii 
ne^e beä^alb an, ba^ er ftc^ tmvifc^en über i§re 9ieif](eit oufgelMrt §at, fo ba| 
»ir ni^t nöt^ig ^aben, wie 2)ittn(^ I. 6. 560 unb &. 734 eine Sommer^ unb eine 
IBintetfrud^t unter biefem Kernen feft)u§oUen. 9luc( ne^me ic^ an, bo^ bie in ^ittr. 
III. e. 169 nadji bem $om. SRaga^inVoKIL 9lro.71 unb Hort. Soo. Oat. 9{ro. 515 
befcftriebene^rin^effin DonOranien mit bemSeinamenLa PrinoetteCon- 
qn^te unb The Prineess of Oranf^e auf (Snglifc^ (bie auc^ 2)on)ning ^at 
unb fte ebenfo nennt, au(^ wie meine S^uc^t, felbfl nod^ etwad Heiner )eid||nete, 
fte aber im October unb 9looember reifen (ftgt), bo4 au^ f^ine anbere i{t, benn 
nie f($on2)ittr. bemerlt, tft fte ganj A^nlic^ bef^rieben, nur größer, 3" ^oc^unb 
ebenfo breit, »elc^e^röie fte unter günfligen Umft&nben f 4 on erlangen maq; au«) 
mag fte in bem lü^Ieren engl. Stixmaf nie oon i^r ongegeben ift, erfk im JDctober 



412 

■ M . - ■ ... ■■II ■ !!■ ■ I I a 

reifen. UeBrigend foQ na<i$ biefev Befc^reiMing bet 9raf Coloma ber (Sr)ic|er f ein — 
JDb L iron d'Air. m f. Notioe Pom., reap. Liste synon^iqae historiqae oon 1857 
aldPrinoessed'OraDge »trUicj^ eine, tote er angibt, im lRftr| reifenbeoon 
»an aRond erlogene neue %tu^t hnnt, laffe i^ an f. Ott aefteSt fein, befc^tieben ^at er 
fie in feinen früheren @(bciften nic^t. — @rn)ft^uenmä|fenn>iviebod^, ba| eine no(| 
oorl^anbene PrincMso Charlotte, Prinoewe Charlotte de Brabant, eine oon ^fpeten 
erlogene, in S3io. II. @. 151 befc^rtebene, im Cct. unb 9{oo. reifenbe anbere neue 
%tvi^t i% bie 2iron nic^t aufjft^lt, unb ba^ nac^ ^o§nal^( bie Admifd^e S^ma^« 
bime in (^at aucl^ ^rinjeffin oon Dranien genannt loirb, unter »eitlem Slamen 
au^ Oberbied bie genannte oon 2)ittri<i^ erhielt. 

@ e ft Q 1 1 : Toa^rl^aft bergamottf örmig, &^i^Ii(| ber Stotl^en Sergatnotte, 
mittclgtoB, 2 m 2Vi"bieit, 2"^0(b, bcWrefbt flc 5>icl, unb bicjeOröBe 
unb $orm )eigt auc^ bie ^tuc^t 5ftrB. rote fle oben ab;{ebi(bet ift, let« 
ber, befonberiS in trocfenen Sommern bleibt fie aber ((ein, loirb oft nur 
^/s fo S^^B un^ ^^^^ fi^ bann mel^r (reifelfjirmig unb fpi^er nad^ beut 
©tiele gu, ;• 

^etd^: Kein, l^alboffen, mit lurgen fteld^bl&ttern, in einer f leinen 
unb flachen (£infenlung. 

@tte{: gelbbraun, etroa^ runjetig, jiemlid^ ftarl unb flcifd^tg, ^at 
einige ((eine Sinfd^nfitungeu ba, roo er auf ber SBtrne auffi^t, ift bid i" (ang. 

©c^ale: grüngelb ober lid^tcitronengelb, ol^ne Stolpe nac^ 3)iel, 
boc^ ^ter aud^ bidroeiten {e^r angenel^m bun(e{carminrot| angeflogen unb 
oft fc^r gufammenl^ingenb gelbbraun beroftet, befonberä um Sttidf unb 
(Stiel, aud^ mit feinen braunen, im 9iot^ fc^mutjigroeifien $un(ten. 

ly l e i { d) : fein, f aftrei(!^, butterl^aft (bei mir bi^roetlen etmaä raufc^enb 
ober J^albfc^metgenb), non einem eignen (muS(ateDerartigen) fein mein» 
f&uerlic^en unb alfo pi(ant fügen red^t angenel^men @efc^macf. 

fiernl^aue: gefd^loffen, mit uid^t nielen noIKommeneh ober au(^ 
uttoolHommenen fc^toarjen Aernen. 

Steife unb 9lu^ung: bie ^rud^t reift in ^Reiningen non 9Rttte 
big @nbe September, bei 2)iel alfo nieUeidjt f^on im Süguft, tft eine 
fc^on rec^t braud^bare gute no^ frül^e Xafelfrud^t, bie nur xo\t oben on^ 
gegeben, brng^el^ler l^at, öflev§ (fein gu Meibcn, unb glaube id^befe^alb, 
ia| fic^ ber SBaum nid^t gur ^od^ftammform eignet, ^ie t^rud^t n)irb 
ilbrigenS leidet teig unb nerliert bamit fc^neC ben guten ©efil^mad. 

®igenf(^aftenbed@aumed:na4bemS5ßu4dbeg$roBejin)eige^|uurtbeilen, 
wirb berfelbe nur mittelflro^, aber bdtb uub reid^lid^ tragbar. IBlätter eiförmig, 
ii/2" breit, mit ber befonberd an einigen me^r (öugUd^en unb eUiptifcben 9tfittem 
ootfommenben ^J4** oortretenbcn Spi^e oft 2^it" lana, glatt, gef&gt, etioad ft($el« 
fbrmia unb oft jiemlic^ ftarf fc^iff förmig, meift fur^geftieXt — S3lftt^entnofpen 
liemltc^ grob, etwas bauchig fegelformtg, faft fte^enbfpi^, b^Olbraun, oft etioad 

?[e(bwoaig, am @runbe ftlber^äutig. — @ommer}n)eige oft ftuffig, gränU^gelb, 
ein getbioeift punltirt. S. 



413 



m 195. «f0ft et •(•tgMinte. m, 3« l. S>iet; I, 2 a. Suc; IT, 1 (2)3. 




Uto^e st* Ctoti|sbitiie. 2)tei ff @ept 



$eimat§ unb SSortomtnen: S)tel etl^ielt baS Sietd auS üRe^ als 
Poire de St. Qeorge, unb bemerlt, bog er ben 9tatnen in ObflDergeid^^ 
tii{fen ber Sotl^ringer Saumfd^ulen flnbe ; ba man aber au3 Saumf(i^ulQt 
Dft gtdbti^ getdufd^t n)eTbe, fo n)iffe er ntd^t gu jagen, ob er bie rechte 
Poire St. George ^aBe. — Au« grauenborf erhielt id^ ble ©orte falf^ ; 
^e lan.aber nad^ ^erfn^ufen oonSDiel a^t, unb fümmten biet^rfld^te, 
bie id^ bort f anb, g&nslid^ mit S>ielS Sefdgreibung flberein , fo bag i^ 
'beffen Sefd^reibung ganj folgen lann. 9lad^ äSerfid^erung beS $m.i^of« 
gortenmeifterS Sord^erS ifl bie ^d^t unter obigem 9tamen fc^on giem« 
<id^ lan^e in i^errnl^aufen belannt. 3ft für bie Oeconomie fel^r braud^bar. 



414 

£iteratut unb epnoitpntc: 2)td YH. 6. löO untet obigem Stamev. 6011II: 
finbe i^ fte nkgenbS. 

Ocjtalt: gieml^ Wmfömifi, oft ift^auc^ »el^nUd^Wt mit einer 
©ommeropot^eferMme Dor^nbm, nurbafefie Heiner ift; 2Va 6Ä 2»/i'^ 
breit unb 3V4 bi« SVa" ^oöj. »au(l& pfet ftarl no^ bem Helene iin, um 
ben ble grn^t fid^ ftumpf gufpifet ober pad^runb n)5lbt unb in bfeterem 
gaDe auffielen fann. SHa^ bem Stiele madjt pe eine ftarle einttcgunfl^ 
unb enbigt mit fiart abgeftumpfler ftegelfpi^e. 

ÄeldJ: jicmlidö pari, Worfßejpifet in bie* ^SIJc pe^enb, nid^t feP 
gefd^Ioffen, p^tbalb bergrud^tflteidj^balbln fteiner©en!ung,. 
auf bereu SRaube Pd^ Pad&e »eulen ergeben, bie pd^ om ©aut&c uniegeU 
ntögig J^ertDorbiangen unb bie ^^orm oft pari entfteOen. 

Stiel: pari, ^olgig, lanj, IVa W8 2" lang, pfet auf ber pnmafea 
Spi^e voit eingepedft, n)0 pd^ faP immer eine me^r ober weniger Pcrir 
gleifc^beule un i^n anlegt unb il^n gur Seite biegt. 

Sd^ale: glatt abgerieben gldngenb, 9om Saume blag l^eOgelb, in 
ber 3ci^isui^6 citronengelb. Son SUt^e, bie in ber Siegel fel^lt, nur \:U 
ten ein Snpug, ober bie $unlte Pnb nur fem rotl^ eingefaßt. $unHt 
fel^r gal^lreid^, fein, über bie gange Sd^ale gleid^magig verbreitet. 3tt^ 
Stopanfifige ober Sloppguren pnben pd^. 

S)ad t$ l e i f d^ ip meig, etroaS Ibrnig, oblnactenb, faf treid^, non rofm^ 
artigem fu^en ©efd^made ol^ne befonbereS (Semfirg. 

jt e r n^ au 3 : Hein unb gefddloffen. Sine l^ol^le 9ld){e ip nad^ mciier 
Sßa^rnel^mung nid^t eigentltd^ ba, fonbem pnbet pd^ nur, mennmanbte 
f^rud^t gerabe in ber SRilte burd^f(^neibet, burd^ preifeuartig auSgePoffenr 
feine |$(eifd|n)fllpe ongebeutet. S)ie jtammern entl^alten giemlid^ mit 
eiförmige loPeebraune 5teme. fteld^ril^re, furger parier JCegel. 

I Keif^eitunbSttttutig: jeitigt no^ ^iet im ^atbeti €ep tember, § AU ftd auf 

I t>em Saum 5iS in ben falben October, auf bem fiaget nic^t mo^l flbcr li ?age. 

i SRftrbete au^ ^iet, SRitte $ept. grbto^en, €nbe 6ept.'; »ie lange pe ^tei pil^ 

^ft(t, oermag i^ no(^ ntd^t anjugeBen, fanb fle aber au^ }U ro^em ®enu| tec^t 

I angenehm unb für ben $aud^alt ip pe au^ nad^ ^ie( fe^r 5rau(j^bar. 

^ec $aum tvAc^dt ftarf. belaubt ftc^ gut, gel^t mit ben (auptftflen gutin bie 
! Buft, fo ba^ nur bie ^eitenAfte abfte^enb warfen, unb feft oteC gruc^t^o) an, 

I »elc^ed fe^r balb reid^lic^e (Srnbten liefert — 6ommertrie&e nur nad^ o5«t mit 

etnaiS feiner SBoSe belebt, na4 unten unb auf ber @4attenfeite trflb bunleUioens 
arfln, an ber Somtenfette rblj^li^braun, §al^Irei<^ puifttirt — 8(att efbrmtg 
(eirunb 3a^n}. nad^ oben eUiptifA (i^ fanb ed meidend elliptif4, oft ntr gur 
€iform neigenb), ijl mit ben 9t&nbem aufn)&rtd gebogen, au(^ unten o^nf SSoOc^ 
glAngenb, am Sftanbe mit üeinen gA^n^^n befe(i 8IAtt«r ber ^niAtaugen ein)eln 
Ungeifbrmig, meipenS 5iemU4 elliptifc^. SfterblAtter fabenftemtg, feäen oft^ 
Slugen ftarf, lang, fpi| fegelfbrmig, pe§en merflic^, oft ftaif aJ)\ 9ugmtrAger 
3iemli(( Pa^- Ob er ble d. 



415 



No. 196. 39loig«et ititmntü. I, 2. ^ a)leI;IV (III), 1 a. Suc; lü, Q.g. 




Sobot^iter l^tkerbiffeit. »bort (»outier) •♦ ©. 

' ^eimatl^ unb SSorlommen: biefe 93ime tDUrbe Don ©imon 
SouDier in ;3obotgtic aufgefunben unb benannt. 

2itetattt¥ unb Gpnonpme: Sioort (ef^rieb fie im 9ir5umI.tie6enXaf. 34 
Olft Oelioes deJodoigne. — 6te ift au^ bef (^rieben unb abgebtibet imBsI« 
ktia de la 8o€iet6 centrale d*hortioiütiire de la Seine inferienre, Ronen, 1847.* 
6. 138. — jDie Birne foK nac^ bem S^oner Seric^t nie bie 9Rontgeron unb 
(erbftfi^lnejlcr §fiufg M edaille d'or genannt werben. 

(Seftalt: bimfönnig«{reife(förmig, rote {ie im genonnten QuSetin befc^rieben 
i9t ^t<{ unb nmblic^ gegen ben Btlö^ ^in unb fc^ p^ramibal nerffingenb nadf htm 
stiele )u, ober tiu€^ flum|>ffyt| enbigenb« 3n beiben gönnen ifl bie gru^t bafelbfl 
abgebilbet. »tnort §at i^te fumpffpt|ige (3tftalt gen)ä§It. ®ie ift mittelgroß, 
biÄweilen groß, 3-37*" §o(^, 2V2-2«4" bid. 

* Son mir mit furgen 9Borten a. a« D. bad «9louener »uOctin" genannt. 



416 

IteC^: )iem(i(^ reg((md(i9, bod^ Kein, fpitblftitrig, aufre^tfle^enb, laKoffen, 
fafi o^nauf ober in ]^xoa^tt f^üffelfdrmiger (Stnfenfung. 

Gtiel: meifl giemli<( ^atf, ^ol^ig, brann, obenauf »ie eingebrfttft ober ehoai 
f eitnArtft mit Keinen ^ödem umgeben, ^/4— !>/«'' long, bitoeilen ober <m^ fe^r to). 

@((a(e: glatt, gelbgrün, fpAter bla^ citronengelB mit ®rün, mit feinen brftim* 
I^en $untten unb mit 9iofi umltel^ unb6tiel, au(^ ^ie unb ba ouf ber flbrigen 
e^altf fonnenmdrtS ein matter rbt^lic^er Xnfiug, ber in »armen gal^ren, nie 1859, 
ottc^ ^dcfer ^eroortritt unb in ^onlrei^ l^ftufiger oocfommen mag, benn in bem 
Bulletin wirb bie eonnenf eite ber ^ruc^t aU rot^ befd^rieben. 3n bem 9üot^ fmb bie 
$un!te mit bunleler rotten Shtiü^tn umgeben. 

SIeif(^: M »ei^, ^albfein, f^melgenb unb atö ge)utfert unb fe^r angenehm 
gemfirjt befcl^rieben, mar auc^ an ben von mir erlogenen grüßten red^t gut unb 
}war ^abe i^ mir baffelbe alü geldid^mei^, fein, fel^r faftig, butier^aft, oon ffl|e«, 
angenehmem, giemlic^ fiarf, faft bittermanbelartig gewürztem ©efd^maä angemedt 

Jtern^auft: mie oben abgebilbet, nur mit feinen jtdm^en angebentet, bie Si^fe 
ifi ffi^mad^ ^ofjlif bie ^d^er finb mufd^elfbrmig, bie Kerne meift ooDfommen, gro|, 
breit, fur| ^ugejpitt, mit einem Keinen ^bder unb (eObraun. 

9ieifeunb9{utung:bie äfieife tritt (Enbe @eptem6er ein, unb bie Xlime 
mürbe fld^ nad^Qio. bid <^be Dctober galten, ^iefi mar aber, menigftend bei ben 
in beiben (eften 3<^^ten ^ier erlogenen ^rftd^ten nid^t ber gfaS; biefelben »oren 
ben 9. October bereit« f(^on gum 3:§ei( teig ober m^ligt« — 9io.- gibt übrigen» 
nebenbei an, ba^ bie 6orte auü Serfe^en in feinem Serjeic^niffe M im Slooemler 
unb 2)ecem(er reifenb aufgejft^It fei. — S)a bie ^ru^t au<b im §iefigen iKtma fe^ 
gut unb fd^melsenb mürbe unb jmar an freiftel^enber fS^ramibe, fo bürftei^eXn» 
Pflanzung gu empfehlen fein, um fo me^r, aift biegruc^t au4 ftu^erli^ rcci^t f ^iV 
meifi oon eigent^ümlid^er ®eftalt unb fd^on {iemlic^ gro^ ifi. 

(Sigenf 4aften beSOaumed: berfelbe ift oon mittlerer @tftrle unbbilbet 
fi(( gut |ttr $9tamibe, mie IBioort oon i^m angibt; na(b bem SRouener Sufletis 
mürbe er febr flarhoüc^fig fein, auc^ auf Cluitte gebei^en unb er foS büfc^efnetfe 
tragen* — 2)ie Xllfttter an meinem noc^ iugenbli(|en, aud3n>^0^# ^i^ i4 '^ 
$ape(eu empfina, erlogenen IBaume finb me^r eifbrmig, a\^ eirunb, bievettoi 
I breit unb runbht^, fafi ^ergfbrmig, befonberfl bie am ®runoe ber eommer^veige 

I fte^enben, bie f(^bnft audaebilbeten an ben ^((tgmeigen fmb ober eiförmig mit 

auiSIaufenber 6pite, l'/k'^ breit, bid 3" lang, fa{i bur^aud gan^ranbig ober m» 
an ber Bpike ctmad gefügt, glatt, ober nur an bem Sfattfaume etmad woSig, meift 
flacb, at€^Ii4 buntefgrün unb glün^enb ; @tie( bid 1^/4" lang. — 9 (ü t b en tnof pen 
i* 3* furgfegelfbrmig, fur)gefpitt. — @omm ergmeige, mie fie Sio. bef(|teibt, 
grünlicbbraun, gegenüber röt^Uc^braun, mei^fic^ punftirt. 

S(nm. ^ie ^oboigner fiederbiffen ^otte 1859 eineg %^ei{^ Xc^nlicbfeit mit 
! Bürge rmeifter IBouoier, anbern 2;|eiU mit$oI|f arbiger Butterbirne 

S)ie Bürgermeifter Bouoier seigt jeboc^ bid ie^t eine abmei(benbe Sejetation, 9x4 
fcbeint i^re9ieife in aemo^nlicben Sauren fpftter ju fein. 3m®ef(|ma(t »at ftei^ 
aber fe^r a^n(i(^, unb mu( auf gbeiititSt nod^ genauer geprüft merben. — Son 
ber l^olifarbigen ift fie bur^ i^ten noc^ ebleren ^ef^maa unb burd) i^re meniger 
büfiere unb ni(^t fo braune ^ftrbung oerf^ieben, aud^ mürben bie %i^ M 
Jtembaufed ber oorliegenben oon mir mufd^elförmig, bie ber ^o()f arbigen bogegen 
beute!« ober fiügelförmig gefunben. 3. 



417 
No. 197. -Jle Stttert. II, 3. i. a)icl; mCfübUcJer I), 2b. Suc; VI,1K2)3, 




Pte Itebart. ^ui »an axons * tt $* 



^eimat^ unb SSortotnmen: bicje f&c ben^auä^aU fe^r fc^d^^^ 
türc griid^t crjoä Jperr ^ßrofeffor Dan TOonä, in bcffcii SatQlogc fic 
Serie II. 9tr. 512 alS Bearr^ Liebart DOrfommt, unb t)on beut !IDte( 
baS SReid erl^iett. @ie ift nad^ einer oon i^errn Ce S^ng^e guSruffel 
gegebenen tftac^ric^t nadf einem Obftlieb^aber (amateui) benannt, ^n 
Selgten fci^eint fie ftd} faum erhalten ju ^aben, unb finbet man fte in 
be(gifc^en (Salalogen nid^t, oieOeic^t weil fte aud(| bort, voit manche an^ 
bere Srud^ft, bie ij^err o. Wand aU Beurrä begeic^net, für bie Safel 
n^enig SSert^ ^atte. SSerbient ali i^aud^altSfruc^t ^duftgen Snbau. 



418 

£tteraiut unb G^non^me: ^tet ^.St,D. VL &. 174, £te6artö Suttes» 
(ime. Bearr^ Liebart. 3m (SataCofle erfte gfottfe^ung 9h;o. 301 ffi^rte er jie fc^on 
a(iS Siebart o^ne ben »etfaf Butterbirne auf. XiUxxd^ 1, 6. 617 na^ 2)iel. eonfl 
l^abe i($ fte nirgenbd erioft^nt gefunbetu ' 

©eftalt: etioaS Derdnberlicj^ ; gute grofie (Scemplare nta^en bei mirfelbpouf 
^robejioeig am $o4ftamm ftarl 2Vt" ^eite unb 3" $dl^e, neigten gum abgeftumpft 
^onifc^en unb l^atten ©eflalt unb ©rö^e ber obigen, na4 einer grud^t Don $9ramibe 
aus igerrn^aufen entnommenen gtgur. Itleinere »aren me^r Ireifelfbrmig, ober gingen 
nac^ einem )iemli(^ nad^ bem Sttl^t l^in ft^enben ®au(^ rafc^ in eine bftnne, in ben 
Stiel audlaufenbe Spi^e aber. Ueber^aupt mar bie grorm bur(^ balb ^ie balb ba 
ftftrler ^eroortretenbe Seulen ^ftufig etmad entfleUt. 3)ie( bejeic^net bie grnxc^t a(d 
abgejlumpft !egelf5rmig, fagt,, ba^ fie fomo^I ber gorm aU ber ®rö^e na^ ber 
Sangen gelben Oifc^ofibirne &^nli(^, 2'* breit uitb 28/4— 3" (o(^ fei, unb ber 8au4 
fiarl naiSf bem jtel^e l^in ft^e, um ben bie gruc^t ftc^ l^albhtgelförmig.nmbe unb 
ni((t autfle^en !önne. 9lur bei fo geftalteten ®semplaten, bie i^ bisher meber felbft 
l^atte, noc^ in ^errn^aufen fal^, lann bie angesogene Stel^nlic^leit paffen, bie (nie 
oft bei SXel) nic^t glfltftid^ gemft^lt ift unb mid^ etmad gmeifeln lie^, ob ic$ bie 
rechte fjrud^t erhalten l^atte, bis id^ fanb, ba| fte oon2)iel nac^ ^ermJ^aufen eben 
fo gdfommen mar. 

Rtl^i lurgblftttrig, (artfd^alig, offen, ft^t in feister, na^ 2)iel oft gang 
fel^lenber Senhtng, bie oft einige flad^e Beulen geigt. 

Stiel: fe^r ftarf, fleifd^ig, ^l*" lang, ptt mit etlichen flachen Beulen um« 
geben, mie eingefledEt, ober bie Spi^e ber ^ruc^t ge^t giemlid^ in i^n über.' 

@4ale: ftarf, grflnlic^ gelb, in ber 3eitigung l^eDgelb, äfiöt^e fe^lt 9la<|3)iel 
finben ft(( nur ^ie unb ba UnfLüqt oon 9%oft; in l^iefiger ®egenb mar ber 9io^ ^eS» 
jimmtfarbig, giemlic^ §ftufig, unb bilbet |ie unb ba lei<^te Uebergüge. @erud^ fe^lt. 

2)ad (Jleifc^ xft mattmei^, faftooH; ^iel gab eä anfangt no(^ al4 f(^mel)enb 
an, bei mir mar ed ftetS nur jiemlic^ §albf <!^mel}enb, unb (at gemürg^aften, fein mein» 
fftuerlic^en gudEergefi^mad. äBeiter na^ Silben !onn fte oiellei^t fc^melgenb meiben. 

itern^aud: anfe^nlid^ gro^, l^at nad^ ^iel feine ^o^le Sl^fe, bie i^ bfter 
fanb, bie Iftngli^en Kammern entl^alten fpi^e fc^marabraune jteme. itel^rb^re if% hirj» 

SÜeifgeit unb9^u|ung: geitigt (Snbe Sept. unb^ftltft^ na^ S)iel 3 äßo^en. 
Bei mir hielten ftd^ bie grüßte immer (felbft auf ber Obfltammer) 7—8 SBoc^en 
lang unb oerbarben bann uon gnnen ^eraug. 3{t ffir bie 2:afel brau<^bar, fc^ft^« 
barer aber für bie 5tü<j^e. 

3>er Baum mftd^^t lebhaft, ge§t na(^S)iel mit ftarf en Stellen gut in bieSufi 

unb mirb gro^, mad id^ bei feiner frühen, aud^ oon2)iel angegebenen, gan|unge« 

meinen grud^tbarfeit begmeifeln möd^te, au^ eine in Iperrnl^aufen fte^enbe ^^ramibe, 

bieU)on mdgiger (Sröge fafi fc^on ganj in gruc^ttjol} übergegangen ifl, nit^t be^ 

ftftttgt. — Sommertrtebe runb ^erum lebergelb ober auf ber Sonnenfeite aw!^ 

etmag röt^ltc^, na4 oben nic^t ftarl abnel^menb, roenig gelniet, mit otelen beuiltd^ 

ins Slugefallenben fünften befe|t, fc^rnftd^tre 3;riebe jebod^ nur mäBig punftitt--* 

Blatt fc^mal, lancettfbrmig, (2)iel bejei^nete auc^ biefegorm noc^ als eSiptifd^), 

nad^ oben !lein, elliptifc^, fein unb ftumpff pif} ober abgerunbet gegähnt Kfterbl&tter 

f abenf&rmig ; Blatter ber Fruchtaugen rec^t lang, l a n c e 1 1 f 5;r m i g. Slugen f onif ((, 

braungef<^uppt, etmaS abfle§enb. 

Oberbteif. 



419 



No 198. ftnqltt Hin ^OLünt. II, 3 a. a>tet; 1, QIl), 2a. Suc-; IV, l. 3. 




1^an}ler tion $oUanb. S)ie( (oan Sßond) ff Oci 9^00. 

^cimatl^ unb SSorlommeti: bicjc jel^r ad^tungötücrt^c §auS» 
^altSfnid^t lam al3 Chancelier d^HoUande Don v. ^om an SDiet, 
-finbct fi(!^ ober md^t in t). SRotiS (Satalogc. ©Ic mufe inSBelgicn loicbcr 
verloren gcgangcrt ]em, unb ftnbct fid^ in SBcIgifd^cn SSetgeid^niffcn fo 
loenig, als im Sonboner (Satalogc. 83ct mir unb in ^errnl^aufcn, n)o]^in 
fte gleid^faDg Don jDiel fam, l^at fte 5ftet getragen, unb noirb aud^ in 
^erml^aufen gefd^a^t. 

Siteratut unb Spnonptne: S)iel ^.5(.0. IV. 6. 215 unter oMgem 92anien. 
'^onfi ftnbet fte {t(^ nirgenbd. 



420 

®e{lalt: biitbau^ig, legeffönnig, ^duftg faft gana fegelfbnnig obctSopfen» 
förmig ; gute gfrttc^te 3" 5teit unb majiend A*' ^o^. 2)er Oauc^ It^t flarl noc^ 
bem Sttldft l^in, um ben bU gfruc^t flc^ fo juninbet, baf fte meiflenS no«^ fielen 
!ann. ^a^ bem 6tie( mac^t fle ge»5^nH(^ auf ber einen Geite eine oft nur i^wa^t 
l^nbiegung unb enbigt mit einer fegeffdrutigen etwaig abgefhimpften 6^it^e, bieoft 
ouc^ »enig abgeflumpf t ift Breite Oeulen mad^en bie %otm ^Auftg etmad uneben. 

5(e[(t: etnad breitbMttrig, nid^t l^artfc^aiig, offen, ftft |ftufig nur fe^r flac^ 
vertieft, immer nur rnft^ig oertieft, in einer Senhtng, auf beren Slanbe einige 
flad^e Beulen ft^ }etgen, bie oft beutlic^ in breiten Beulen über ben Bau(i^ (in* 
laufen. 

Stiel: bitf, fteifc^ig, V«— 1" long, fi^t nie eingebrüdt mU gleifci^ umringett. 

@((ale: glatt, ni^t fettig werbenb, oom Baume gelblich grfln, faß fhro^meit, 
in ber 3^i^^u><9 fc^bn gelb. 3)ie Sonnenfeite ifl na4 ^iel gemb^nlid^ mii 9ibt(e 
nur angefprift unb mit etmad rau§ anguffl^lenben fleinen 9io{lftguren untermengt, 
unb mar bie gftrbung fo in ^errn^aufen, mft^renb id^ mehrmals in meinem ©arten 
^c^te l^atte, bie Aber bie gan^e Sonnenfeite eine etmad gelbbrftunlic^e, getufc^te, 
giemlic^ freunblid^e 9i5t(e ^tten, mad inbe^ au42)iel als feltener oorfommenb an« 
gibt. $unlte flarf, fe§r )a§lrei((, nac^ Xiti nur beutlit^ in ber ©runbfarbe, »o fte 
grftn umringelt ftnb, auf ber Sonnenfeite aber unbeuttid^, maren mehrmals bei mir 
au^ in ber 9iöt$e fe§r beutlid^ unb gelblid^ rot§. ©erut^ fd^mad^. 

S)ad S^eif^ ift etmad gelblich mei(, nic^t fe^r faftreic^, na^ IDiel »iemrid^ 
f^mel^enb, bei mir (bd^ftenS balbfd^meljenb, e^er etmad ablnadenb, bod^ mfirbe, 
oon ftar! gepudertem, gemürareid^en, etmoS alantartigen @^efc(made. 

^ad ^ern^auS i{) Hein unb gefc^loffen; bie engen Itammem entl^alten ooS- 
fommene langgefpi^te f((mar)braune ^eme. 2)ie jteld^rö^re ift fla((. 

Sieifaeitunb Slu^ung: geitigt nac( 3)iel im (alben Sept unb (dlt {u( 
!aum S SBoc^en. Bei mir mar bie Bred^egeit erfl gegen SRic^aefid, biegrüc^te miir? 
beten im October unb hielten fi^ menig^end 4 SBDo((en. §ür ben, ber nid^t fd^mel* 
aenbe (Jfrüd^te fuc^t, felbfl gum roQen ©enuffe angenehm unb ge(o($t fe^r fd^madf^ 
(aft; aud^ fit^er gum SBellen gut« 

2)er B aum mAd^dt florf, ge^t fd^bn unb p^ramtbal in bte£uft unb ifl balb 
unb faft i&(rli(( fruchtbar. 2)ie 3meige finb mit fc^önem 2aube reic^ belaubt, Rängen 
ftcb aber gern etmoS burd^ bie Sd^mere ber Srfid^te. — Sommer triebe fiarf, 
nad^ oben menig abne^menb, leberfarbig, oft ind Clioengrüne fpielenb, nic^t ga^U 
reic^, bo(( giemlid^ ftar! punUirt. — 2)a3B latt ift bunfelgrfln, nur etmaSfc^iff- 
förmig aufm&rtd gebogen, eHiptif^ ober eifbrmig(eirunb,3a(n), me^r gerAnbeß 
ald gegähnt, einzelne fe^r fein ftumpffpi^ gegähnt. Xfterblfttter fabenförmig. Blatt 
bergru^taugen lang«elliptif4, oft jiemlic^ lanzettförmig, einzelne eiförmi(^ 
(eirunb 3a§n). Stugen !onifc(, t^eild etmad flad^ gebrüdt, nur menig abfte^enb. 

Oberbietf. 






421 



No. 199. Dtttetlinie Hn Wt$%t%mn. i, 2. i (2) 2). ; n (lY), i a. 2. ; n, i (2) 3* 




futterbitne tiott Tfbniitxm. »ioott ^ e. $. 

$eimat§ unb Sorlotnmen: fte foK auS gfranftetd^ jlammen, iftaBefneBen 
bet ^erbftf^CDei^er feit Idnger alS 10 Sttfiren in S^eutfd^Ianb nie in Belgien atö 
ftönig unb ^^^^^^^4 oonäQürttemoerg gepflanzt notbem 3(^ felbfi be!am 
fie f($on 1847 vom verftorbenen gabrttanten SBonunflOer in 6ul^l unter bem 92amen 
P5nig griebtid^ oon SDfirttembcrg. S)o4 ifl nur bie $ e r b fi f 9 1 o e fi e r bie Stuckt, 
toel^er biefeSe^eic^nung gulömmt, ha {te unter biefem 9lamen nac^ äBürt« 
tembetg lam unb je^t no^ fo bort oor^anben ift. 

Literatur unb @9nonnme: iBioort befc^rieb fte imSllb. m. @. 159 alS 
Bearr6 deMontgeron, bilbete fte a6er aDaujlarf eirunb ab, obgleich er fonber» 
barer SBeife jte ^Id meiftend birnförmig fd^ilbert. Qeffer unb gan) unferer S^^^* 
nung entfpred^enb §at fte Liron d^Alroles in f. Notice pomolog. Nantes 1855 p. 38 



422 

Plftnohe 9 ^ig. 9 iJ^rem Umriffe nac^ gegel^eiti au^vd^neU er fte iii<|t grdftet al& 
toit felbft. — 2:ougarb f Gilberte fie, aber|u!ur} in f.Tabloaa aiphabet, et anal. 
Bonen 1852 p. 16, fo bo^ man nid^td fl^et i^re gorm baraud abnehmen tann. 
9eibe fd^rei&en flbrigenS ^IRonqeron/ — 3m a3üaet bcr @ociet in9U)uen ift 
^' 97 %iq 10 aUFrederio de Warttemberg jebenfaOd bie Serbflf^Ioefter bef^rie* 
ben. — £a^ bie SJorliegenbe, mte bie Setftgenamite öfterd au4 Vermillond'Eis 
pagDo genannt »irb, l^aben mir 6. 101 bereits niitgetl^ei(t. 

©efialt: freif eiförmig, umbenjteld^ meifl )temlt4 flar! abgeplattet, nai^bem 
6t{e(e )u eirunb ober au^ etwaft tegelfbrmig, oirb biegorm am fd^itflid^ften be< 
^eic^nen. — (Liren d'Airol. bef(^reibt bie (ifeftalt nid^t, nennt fte nur ft^ön: fruit 
moxen, d*ane jolie forme). SRittelgro^, Vjt bid 2^/4" breit unb iaum etmad ^b^er. 

Sttl^i offen, mit braunen BIAttem. meifi in fe^r meiter, jjeboc^ feic^ter^m« 
fenhing. 

@tie(: IVt bid 2" lang, flarf, etmad gefrümmt, braungelb, obenauf, bo(( 
meifl etroaS fc^ief wegen einiger ^öcfer. 

Sd^ale: fein, ^l&ngenb grfln, fp&ter grüngelb mit vielen feinen grünen unb 
braunen ^untten, bte ft4 na$ ber ^onnenfeite 3U vermehren unb in ber Reife 
orangerot^ ausfegen, au4 mit etmad 9ioft um itel4 ttnb 6tiel. ^a^ Siron nirb 
bie SBime in ber 9leife golbgelb unb ift an 1)er €omienfeite lebhaft jinnoberrot^, 
bo($ fa$ id^ fte au4 in ®ot§a mieber me^r grün alS gelb unb brAunlit^ aerdt^et, 
wie fie übrigens au^ Sioort befd^reibt, na^ welchem fte in ber 9leife nur tpeilmetfe 
gelb nirb unb immer breite grüue Steffen be^fült, au<i^ bfterS fd^oarje Rieden, nie 
oie @raue S)e4antdbime annimmt. 

Sleifd^: neig, fein, fajl butter^af t, f(^mel)enb, faftrei($, gepudert, mit etnaS 
Sr^aben^eit (nn pea relet^e) nac^ Siron — ^albfein, §albbuttrtg, ft^meljenb, 
jaftreid^, gegudert, mit etnaft Ruffeletgefc^matf na^Sioort — avA melden beiben 
Angaben mo^l immer bie auä) bei un^ beobachtete gegen anbere feinere Birnen 
untergeorbnete SBefc^affen^eit hervortritt. 

Aernl^auS: bie genannten (Sd^riftfteHer geben nid^td barüber an — ic^felb^ 
l^abe bei ber S^^^^ns ^^ Sirne oor einigen Sauren feine Sl^tung barauf gelegt 

Steife unb Slu^fung: bie ^n^t reift ®nbe September, boc^ ^&(t fte ft4 
nod^ ein guteS ®tüdB in ben Dctober, mif mehrere Seneic^niffe fte auc^ alS Sep^ 
tembcrr unb Octoberfrud^t begeic^nen. — £iron nennt fte eine ber fci^önften grüßte, 
bie er fenne, unb Sioort eine f^d^t von auter Dualität, ^nbeffen ijt bie oft mit 
i§r oernec^felte ^erbftf^loefter ft^er eine beffere SBirne unb ed fragt ftc^, ob nic^t 
gerabe Einige biefe im Ginne gehabt l^aben, bie fte loben, benn auf bem ^arifer 
G^ongreffe nurbe bie SKontgeron unter bie )u oermerfeuben Sarietdten geftefft, 
9Ronatf(J^r. Y. e. 87, unb ber Spon. 93erid^t bezeichnete fte ebenfalls ald oon 
mittelmäßiger ®üte. 

Gigenf c^aften bed Saume d: berfelbe näc^dt nad^ Sioort (au^ in 9tet> 
ningen) ausgezeichnet trftftig, felbft auf Quitte unb anar treibt er ftart nac(» oben, 
fo Saß er anfangs nenig ©eitenjmeige mac^t, ift be|ungeac^tet aber ^iemlid^ fnu^t« 
bar. — 2)te Sl&tter, nie i^ bie @orte früher oon iBornmüUer ^atte unb au^ 
nieber uon Cberbied alS griebrid^ 0. äBürttemberg in jungen frftftigen Sftumen 
^aben nerbe, finb amSommmneige oben nie fie*S3iDort befc^reibt, lanzettförmig 
(aber breit, naS ic^ breiteUiptifc^ nenne) unten eirunb (ooal, iBioort), oftfe^rgro| 
unb breit, mitunter faft runblic^, ziemlich grob^ unb fd^arf gefügt *, am ^ru^tjolze 
finb fte eirunb mit oft langer auSlaufenber Spi^e, biSneilen aud^ eStptifc^, l^/t 
bis l«/4" breit, 21/2 bis etnaS über 3" lang, oft etnaS herzförmig, regelmäßig 
f eingefügt, glatt, etnaS fc^ifffbrmig unb ftc^elförmig, fe^r bunfelgrün unbglänzenb, 
fteif unb leber artig. @tiel gelblich grün. biS2>/4'Mang. ~9)lüt^enfnofpen zur 
3eit nid^t zu beurt§eilen, nac^Bioort aber mittelgroß, fegelfbrmig, oft ftumpffpit, 
braun mit f cbnarzbraun unb grau gemMd^i — Som merz neige fe^r ^art unb lang, 
olioengrün, fonnennftrtS braunrbt^ltc^, feiner unb flürfer f^mu^^igneiß punftirt 
(nad^ 8io. grau mit Braun an ber ©onnenfeite fc^attirt), oünzli^ t^erfc^ieben oon 
ben gelblichen Gommerzneigen ber ^erbftfploejter, bie ft^ ^terbur^ gegen bie 3Ront« 
gerou fe^r fenntlici^ mad^t. 3. 



428 



»f- 200. »fegateml». ii, 3. 2 (i) ©.; iir, (n, 2 «. s?.; iii, 



COS. 




3Bie •ttfe tian iR|6e* »ioort. • f $• (e.) 



$eimat§ wnbSorfommen: ber Soiimft^uIenBcjijcr 3)u;jiit) s Santoin m 
Ikrrtö fanb btefc öirne in bem 2)5tfd^en @j6e in ber ©epenb ron £o<^c (Indre- 
ee-Loire) unb »etbrcitete 1ie feit etwa 30 3al^ren. Z^ erjie« fie oon SKb. ^apeUv 
aOoptiste« «aatfitt^ bei CBfirmab«. IL 28 



4U 

untfv htm Statten Bonne des Haies; fle ift in feinem 9ec|ei^ffe M %ca^ 
L 9lange8, im ®eptem6er ober Dciober retfenb, aufgejft^U« 

£iteratuv itnbe^nomyme: Vioott bef^rteb fle imSlIB.I, neben 2^af.47, 
au^ in ben Annal. de Pom. Y. S. 73 mit ben Spnon^men Belle et Bonne 
d'Ei6e, Bonne deeZ6 es. dhr Mlbete fle in Reiben SBäetten oon ^or! Ung» 
lieber, f affc »a()enf drmiger ®e{la(t a5. Kid »eitere 69non. ergaben fid» onft bem 
S^on. ^erid^te nod) Belle et Bonne des Haies unb i^ mürbe (iebnr^ etft 
auf ben richtigen S^amen meiner f^c^t geführt. &t mirb Qierin ald gro| ober 
Hiemli^ gi^ofl , gut , im September retfenb , ber Saum aU fruchtbar beKictnel. 
S)ad IBflUrtin ber ®artenbaugefeaf4. gu Stouen, unter bem Seriti^terftatter $reoofi, 
bef^reibt fle 6. 163 ald fe$r f^meljenb, faftretc^, ffl^, fe^r angenehm, im Bept 
reifenb, I. 9langed, in bem einen (S£emt)rare ber Hbbtlbung i^ fle unferer grui^t 
oben A^nli^, in bem anbern Iftnglid^ eirunb ge^eid^net. 2)ecaidne, ber fte ei»ai 
fflrser gebaut , ald oben , unb me^r eirunb abbilbete (Sief. 27) , ^dlt bte Bime 
Charles Frederix« angeblid) uon oan SRond erlogen unb nad^ bem CotoneC 
benannt, Oio. in ben Ann« de Pom« II. G« i, für bamit ibenttf^. 



(S^efialt: (mie fte bereüft oon mir felbß ersogen vorliegt) eirunb, no«!^ bem 
6ti€(e |u bimförmig ober legelfbrmig oeriangert, 27«" breit, 3" («ng. — IBi». 
bcf<l(reibt fle ald oerftnberii($, btmfbrmig ober fCaf(^enfdrmig, bfterS no^ (ftngliiJ^ 
ftttm|>ff|>it. 

iteld^: lur)biattrtg, braungelb, »oDtg, aufredet, l^alboffen, in f c^a^er f 4ftffc(« 
fbrmiger ^Infenlung, mit etmad Unebenheiten obergttUen um bieSBblbung (enmu 

6tie(: fe^r (ang unb {lar!, nad) ber Birne )u fleif^ig ober mit S(ecfil(< 
ringeln umgeben, obenauf, oerltert fld^ aud) o(ne Kbfat in ber 9^4^* 

B^alti etmag rau^ , gelblid^grftn, roftf arbig gefledt unb punftirt, um ben 
Jtel(( au(( jufammenl^dngenb beroßet, an ber 6onnenfeii< rftt^(i(( marmorirt mb 
in biefem SRott mit f(^mu|igmeifen fünften» 

S(eif((: meii, etmad fbrnigt, ^albfc^mel^enb ober raufc^enb, faftreid^, oon 
angenehm gewürgtem gudtergefci^mait , ber bem ber 6parbime ftl^nelt , melier 
fle au4 ftu6erli4 etmad fi^nlic^ fie^t — SieUeid^t mirb fie auf anberem Stanb» 
orte ober in »eniger trotfenen 3<t^(<'< feinfleifd^ig unb obllig fc^melgenb , wie fle 
8ioort fd^Ubert , bo<( beft^reibt au^ SBiOermog , mie 2)ecatdne mitt^eitt , btft 
Sleifd^ ni)r a(g (albfein , boc^ fe^r faftreic^ unb fa^ , unb 3)ecaidne felbft nenst 
^e }mar eine fe^rgutegrudSft, ben^efc^matf begetcJinet er aber ald menig erlaben. 

9ieife unb 9lutung:* 93toort giebt bie Sietfe im September an, maft fie 
aber bfterd big October oerfc^tebe unb bejeic^net über|au))t bte %vu^i aM eine 
ber beften in i|rer 3^ii» — ^i^^ n>ov bie S9ime (SMbt October , pm S|eU au4 
erfl Xnfangd 9looember reif , wa^ fi^ inbeffen in anbern Sauren dnbem loa«, 
mie mo|{ au(| bie von mir anberd gefc^iiberte a3ef(|affen|eit bed S(eif(|e<. 

0igenf(|aften bed Oaumed: btefer rndd^dt naö^ 0ioort lebhaft, i# 
fruchtbar, bilbet oon 92atur eine ^pramibe unb ift ni^t empftnbli(| auf Bobea« 
bef(|affen|eit, gebetet aud^ auf Quitte, bod^ mirb bie Srate^ung auf Sßilbitng em^ 
pfo^len. — 9)ie Bldtter ftnb an meinem Saume eiförmig, öfterd aud^ Idngß^ 
tUxpii\^, bidtoeilen aber aud^ runbU(|, 2" breit, mit ber oft i/s" langen etmad auf» 
gefetten @pitfe bidmeilen 4" long , g(att , meift nur an ber Bpü^i gegähnt — 
Blfit^enfnofpen grof, fege(!5rmig, fanftgefpit^t, faftanienbraun , etmai fein« 
TOOttig. — ©ommeraweige (bie meinem Saume im Slugenblitf fehlen) na^ 
Sioort oft mit einer S[fit|enfnof|>e onberepi^e, (ellgeibbraun, auf ber ed^atten« 
feite olioengrün, fein grau ober ^eSrötlUd^ punftirt. 3. 



425 

I 

3fr. 201. sie S|!elrtlnie. II, l. l. ^\el\ in, 2 b. 2uc ; II, Q. ga^m 




Clftelebttiie. a)icr. • tt Oct. 

4>eintat| unb 9)otlommeti: btcfe fe^r a(!^tbare, für Stofel itnb 
^>miB^a(t brau(^bate $roDini(iaIfru<l(t ift im «^nnovcrMd^en imb 8fl(fe< 
fetttgiH^ ocrbre itet, jinbet fld^ befonberd Qttdb in ben ©Arten beS 6anb* 
mmitd fe^ (&ufifl* 3f^ ^^lt ^"^ beutfd^e Tlotionolfrud^t. 

SItetatitY unb G^noni^me: i^ b\^et nlToenb fiefc(tieBen, oxl^ fhtbe i^ 
unter anberm tttamen nU^tft i^r 9ief^nlidtH. SXon md^te bead^ten, hat ^^ €(to^e 
fleterSbime be3 %.ü.(3. rXXK. 6. 103 Saf. 11) auc^ {(etibtme genannt wirb, 
^o4 oirb biefe aitberft (tf<l)Tie(en unb i^ ber 9lame nur a^nlid^. 

©eflalt: neigt j^ur ©Irnfotm; gute ^^rfld^te jinb 2^' breit unb meifl 
m^ merlli^ l^i^er (2Vi'0 als obige nac^ einem in trotfenem 93oben %t» 
tDOd^fenen ^mptare entnommene ^iguv: Saud^ ft^t etmaS mel^r no^ 
l^Mi fteld^e l^in, um ben bie ^rud^t gerunbet gugefpi^t abnimmt unb oft 
no6t giemlidg, oft aber aud^ febr menig abgeflumpft ift, fo bag fie, namentlid) 
9cnn bie ig^&Iften ungleich ftnb, nid^t fte^en fann. 9la4 bem Stiele mncft 
^ rafd^e Einbiegung unb bitte, fegelfSrmige, einrnd obgeftumpfte Spi^e. 



4^ 

St tlii: l^oFb ober gang gef^Ioffen, etfooB ^nunrtig, balb faftnid^t 

Dertieft , balb in ftad^er @entung , aug ber mehrere rippenartige (St^^ 
benl^eiten entspringen, bie gtemlid^ feinlantig bid gum Saud^e l^inlaiifen^ 
cingeln aber ftd^ ftdrtet aufraerfen unb dft bie beiben i^&lften berf^tiKl^t 
itnglei^ machen. Ueber^aupt ^ot bie S^^^^ tixoai fein SeuIigeS. 

Stiel: ftarf, V2 M8 ^U" lang, l^olglg, In giemlidj »dter, moBig 
tiefet ^öl^Ie unb bur(^ einen fi(| erl^ebenben Sßulfl fafi immer etmoS- 
auf bie @eite gebogen. 

6(i^a(e: glatt, grasartig grfln, in bet^^^tigung nur gelbtid^grihu 
SHe @onnenfeite ifl mit einem büftem , braunlici^en , fafl blutfarbigen 
9iot]^ Dermafd^en, bad (Streifige^ nur nod^ ben @riten ^in i^eigt 
5ßunlte gal^lreid^ , im dtoi^ meiggrau , befonberS an bcr ©djattcnfeite 
ins Stuge faffenb , roo pe grfln umtingelt fmb. SRoft finbet fid^ nur 
toenig unb ®txu6) fel^It. 

S)aS ^Ux\(i) ift giemlt^ meig, nur um baS Jteml^QuS etmaS lir«^ 
«'s f f^'"f Mtteid^, faft gang fd^metgenb , ton gejurfertem , etmaS nmn^. 
ortigen erfrlfc^enben ©cfc^macfe. 

ft ern 1^ au d gefd^loffen unbKein ; Kammern entl^altcn t^ilS taube, tl^eil8> 
ftatle, nomommene eiförmige l|eQbraune fterne* Jte(d^T5^re lurger Stid^ter. 

9ieifgeit ihtb Stu^ung: gcitigt balb nad^ SRid^aelid unb ift 
gut 14 Stage braud^bar; in ber fd§on eingetretenen WHxU l^dlt fte ft<^ 
etma 6 Stage lang. 3f^ i^^ frif(!^en ®enuffe angenel^m unb loirb gmit 
S)5rren unb Stnmad^en in ®enf benu^t. 

S)er Saum mfid^^t ftarl unb mirb fe(r grog, gel^t mit btnHeflea 
gut unb l^od^ in bie Suft unb liefert balb unb mit ber 3^^^ S^^^ ^^^ 
<Snibleit, ba bie langen triebe fd^on im nftd|ften ^^vt mit «ielei» 
tHTgm Srud^tboige fi<l^ gang befe^etu 6ommertriebe long unb flnf^ 
tto^ oben mcrlH<l^ moQlg , bcr iunge Zrieb gang moQig , olivfsgrfti^ 
ber reifere lebergelb, ftatt unb in bie Sugen faOenb pimftirt. 8Uti 
mattgUngenb, oben am i^meige im 9lad^fommer nod^ fein wM%, locitet 
Mtw giemlic^ glftngenb, bod^ auf ber untern @ette no4i etmaS feinuMlß^ 
lahgeifirmig (langelrunb, 3<ibnX ^ft cOi?tif<^, unten. om ^mAf;t breite 
etfSrmig^ mand^e ^ergformig mit fd^&nec auSlanfenber ®pi^, feid^t, ^ettt 
f^arf, tl^eilS etmaS gerunbet gegal^nt. Sfterbldtter faben^rmig, wA% 
fel^lenb; 3lugen fonifdft, nad^ unten anliegaib, in ber 'SRüit beS^ioeige»- 
abfteljenb, auf ftarl Dorpel^enben augentrSgerm 23ldtter ber grud^tauge». 
langeiförmig (eirurtb, ^(xf)Xi), an ftarfen trieben oft rcd^t long unb fpi^ei« 
förmig ober oiclmcl^r bis auf 2/3 bcr Sänge langooQl unb bann t>eriüngt g» 
einer langen ©pijjc auälaufcnb. Dberbiccf. 



427 



Hr. 202. Siel^fetfbtltbBt. m. 2.^2>{e(; EC, l b. Suc; ni, i. Sa^iu 




laUer jloU|birne. Raufet, f $. K» M. 



^eimatlg unb SBottommen: man trifft biefe Sirne im Ober« 
atntSbejirte S^aU (SBürttembetg) , unb ed fd^eint biefe ©egenb bie ur- 
^pränglid^e S^timaif) berfelben ju fein. Sie ift bort in aüaemeiner Ser« 
breitung , namenttid^ in ben Sauemgftrten , wo ber Saum bie @r5ge 
^fater eid^e unb ein Slttet Don mel^r al8 100 Salären erreid^t« — <Se* 
fod^nlif]^ mirb fie lurimegSlutbirne, l^&ufig aberaud^äBeigeSIut« 
feinte genannt (9Bit l^aben geglaubt, ben oon $rn«^aufer ber Sime 
IMgegebtnen 9tamen fallet Slutbirne, gur SBermeibung Don Ser« 
«Kd^Stung mit einer eigentlid^en Slutbime, bie totl^gefdrbteSf^teifd^ 
feefi|en mü|te, mit bem obigen vertaufd^ gu muffen. !Cie Xeb.) 



488 

etftali: mittelgrog, tutibbotK^ig, Aftcrt etoaS Ungfid^ 06(ftl^ 

gut etaffe IX bei SucaS ju )&^len) mit einniS plattgebrfictter ©pi^e; 
ajaudj in ber ÜRitlc , in l^m mittleren ©töfec 1" 6'^' breit unb 1"* 
me^r ^0(^ ober mie Dortiegenb au^i no^ etmad ^i^er. 

Sttläfi meit offen, uuooHIommen, kornartig, {t|t o^ne (Sinfenfung. 
auf einer iCaum mettüc^en @pi&e, auf ber bie i^rud^t nic^t ouffle^t, mit 
ißerlc^en ober Keinen beuten umgeben* 

@tiel: ftart, 1" lang, fte^t faft o^ne Sinfentung fenfret^t unb 
von lleinen ^öcfem umgeben obenauf, bocb ift er man^mal am^ auf 
bie Seite gebrüdt unb fc^ief ftel^nb. 

Sd^ale: glatt, ©ruubfarbe gelblid^grün, Ui über bie ^alfte ber 
^d^t mit einem erbartigen 93lutrot^ oermafc^en, bad gegen bie Sdgoti« 
tenfeite oft ftreifenartig mirb unb tfon bem bie 93ime o^ne 3n>etfet il^reik 
Slamen l^at. |$eine graue ^nnlit finb in bem 9totl^ je^r ^aufig , uni^ 
taufen um ben jteld^ l^erum gu einem grauen Sloft gufammen; au^er« 
bem finben fic^ faft an jjeber ^d^t graue unb fc^marge ^^leden. 

S l e i f (^ : meig, ^art unb feft, bo(^ fe^r faftig, non K^^cm @ef(^ma(t 
unb ftartem gemürjten ©erud^. 

jternl^aug: eiförmig, jiemlid^ grog, mit Steinen umgeben, ^o(U 
od^fig; jtammern geräumig mit oodtommenen, fc^inen fd^margen fernen» 
fteld^rol^re: eng. 

Steife unb 9tu^ung: reift in ber erften $älfte beS October» 
unb ]^&lt ftd^ mehrere äSSoi^en, bid fie teig mirb. (Signet ficb jum 9lo(» 
genug unb }um ftoc^en unb ift gu biefeu ^rotdtn auf bem 3Rartte ge» 
fuc^t« 3^^ Sorren son großem SQert^ unb aud^ atd !]Roftfru4t ge^ 
fc^&^t. 

(Sigenfdiaften beS 93aumed; 3Bud^8 Ir&ftig ; ber Saum mirb- 
grog unb bilbet eine umfangreiche , l^od^ge^enbe unb ftarfdftige firone. 
©ommergmeige: mittelftarf, bemollt, bunfelbraun. 93latt bla^gr&n, 
eiförmig, bie untere @eite mit meiger feiner SSoHe bebecCt, gangran» 
big, o^ne »fteiblatter. »lütl^cn grofe, in »üfd&eln, fd^önmeip, frfi^jeitig. 
erf d^einenb , aber ni ^t f el^r empftnblic^. ' 

2)er Saum ift fe^r frud^tbar, namenttid^ in meniger mannen Sogcitr 
meit ba bie SBlüt^en fpater ^eroortreten unb alfo oon gröften meniger 
leiben. 

^aufer in ipall« 



429 



Kr. 203. Sie «iKKelet «atftwnttttrltr. I, 2. 9. ».; iv, i b. 8., ]V, aa. 




Pte PtüffeUr ^erbflmuskateUer, xui tDon »eons). • t £». 



ipetmatl^ unb SBorf ommen: maliifc^einlid^ eine Eernfruc^t DOit 
van ?DloTi8, ber jic an ©icl unter bem bicfern jelbft riic^t rcc^t erMdr» 
Ii(|en Flamen Orosse de Peppios faubte, inbem alle neuen ^yrüc^te 
JEernfrud^te feien unb bie oorltegenbe aucj^ bei S)iet iiur oon fe^r fj/t» 
loö^nttc^er @röBe blieb« @ie ^at, txAe eS fc^eiut, in S)eutjd^(anbe ®dr« 
ttn wenig ffierbreitung ^efunben unb fommt auc^i nic^t in Setgifd^en 
Sergeid^niffrn vox. 



w» 



Siteratur unb Bynonrfmt: a)ieC 9l.5t.D. III. e. 92; 2)ittr. I. S. 696; 
Oberb. @.380. 12)oc^na§l IL 6. 76 nennt fte $^rfiffelet iperbftbergamotte. 
^oc^ ifi Bergamotte de Braxelles bei S)ecaisne S^non. ber 3)eutf4en 
Stationalbergamotte. Gie^e Oro^e Sammerbetftamotte. 2)ittn4 nannte fle 
ctnfa4 ^erbftmudlateller. j». 9le|rent^al gibt a;af. 76 gan} gute tenntlic^e 
atbbtibung. ^ 

@eftalt: (reifetf.5rmig, tn^orm unb ®r5ge oft dbndc^ber^erbft» 
bergamotte , um ben Aelc^ J^albtugelformig abgerunbet , boc^ flac^ , bag 
fte aufftt;en fann , nac^ bem @tiete gu me^r ober weniger abgeftump^ 
ipi(, gewft^nlic^ 2^/4" breit unb eben fo t^oO), fo befd^reibt fieS>iel; bot^ 



4:v) 

l^be id^ fie in biefcr ®r5ge am Iß^tamibbaume l^iec iiO(§ iil<|t etjoden, 
fonbcrn e^er noc^ Heiner, ald fie oben abgeMIbet i% 

Sttld;: tlein, luriblattng; j^omattig, halboffen ober gefd^Ioffen, flo^ 
ober aud^ tiefer eingefentt, oft mit feinen galten ober SUppc^en, bie oB 
(Srl^aben^eiten bidmeilen etmaS fortlaufen, umgeben* 

@tiel: jiemlic^ ftart, gelbbraun, faft fleifd^ig, öfierB Inofirig, nrie 
eingebräctt, oft neben einem ^leifc^mulfi. 

©d^ale: glatt, gelblicldgrün, fpdter grunlid^gelb ober au<^ cltronen« 
gelb , nad^ S)iel o^ne Stbifft , l^ier jeboc^, n>te ic^ bie @orte oon Siegel 
beft^, unb auc^ bei Oberbied ifterS giemlic^ bräunlich <, fp&ter faft 
carmingerot^et, in bcm 9tot^ fein meifgrau punttirt, unb um^ld^ unb 
®tiel befonberS b^Ubraun beroftet*' 

^leifd^: meig, tdmigt, überfliegenb, ganj jerf d^metjenb , oon ge» 
toilril^aftem , erfrifcbenben , meinartigen ^udfatedergejc^mact nac^ S)iet, 
toirb l^ier nur j^ialbfcbmeljenb ober raufc^enb, fo auc^ bei Oberbied, ber 
ben @ef(^mad (bcii id^ mir faftreic^, {ü§, aber nur menig muSlateHer« 
artig bemerlte) gmar nac^ S)ietö eingaben , boc^ oft ald etmaS ^be 
fd^ilbert, felbft in befferem Soben. 

iternl^aud: mit feinen üornc^en umgeben,, oon f^orm mie obes 
gegeic^net (S)iel befc^teibt ed l^erjformig) , nid^t §o^lad^jtg , Jtammem 
eng, mit oielen Keinen etrunben, braunen fernen. 

9leifeunb 9}utung: bie SSime jeitigt Anfang 9looem5et mit bevSBe^ 
Serbfidutterbtme unb §ft(t fu^ au4 nic^t lAnget a(d biefe, S)iel. 3§re eigtntll^e 
Steife ifl a^er im 0!toBer unb am^ Oberbted f^at fte in wannen Sauren f<l^on 
aRitte 6eptember , fonft um SRici^aeUd gepflfltft. Rann ipo^l immer iio<^ att 
^felfrud^t .bienen, .roonu fte S>iel empftel^It, bod^ oecbieni fte ni^t ben i^ Betge« 
legten L Slang unb bfltfte auc^ a(S ^aud^attdfruc^t oon oteten anbent in bcr 
QKkte übertroffen »erben, inbrffen mag fie nod^ M itoc^Mme, foioie gumSRo^« 
(raud^bor fein unb mdre immerhin nod^ metter gu erproben , ju »el<^en Svede« 
fte fid^ mcgen i^teS gttten Srtraged fd^on eignen bftrfte. 

€igenf(^aften bed Baumed: betfelbe mftc^dt nad^ S)iel fiarl ((iet f<$ma4)r 
ge^t 1^04, mac^t aber unten fpftter $ftngft|le, fo ba( bie Ihrone fid^ fpdter breit 
baut (Sr belaubt ftt^ U^t, mirb aber fdl^ unb rei(^(i(^ tragbar, ^ie S3(ftttet 
ftnb elliptifd^ mit metfi audlaufenber, oft )iemU($ {lar!er 6pi«e, IVs bift !•/«'' 
breit, bid 2S/4" lang, öfterd breiteüiptifc^ , mitunter tixoa^ moUtg , fein« ual» 
meift fhimvf^ oft aber bot^ au(| jiemlic^ fd^arf«, meifl jebod^ mxt oon ber SHtte cr 
beutU^ Sef&gt, fiadf, mir bie ^pi^e etroad tnngebogen, — 9Cfltbenfnofpe« 
3. 3* ^ein, htr^Iegelf örmig , fafl fte^enb , mit etmad borfltgen ^edtbUttenu — 
€$ommer|meige röt^lic^braun, mit feinen ge(b(t(j^en ober brftunttcbea |&un!tc«» 

3. 



_481 

1fr. 'i04 miMn >>w Wontlflitij. », ?.2.q>ia; IV, la. 8uc : V, 2.3a^iu 




SPUtling tion Potttignij« ^ie( (^u^amef). * * $. 



^etmatt unb Sor!ommeii: unter bett alten Ck^viftfleSem ^at fU luerft 
3)it^antel, {eboc^ i§ren tttfprung gibt er nic^t an. 6ie finben fl^ ie|t mel^rfad^ 
in fran}5fif 4en, nie an^ in beutf(j§en ©ftrten unb oerbient noc^ größere Qermel^rung. 

Siteratur unb Spnon^me: ^uiamel in. 6. 67 tab. ii ^g. 6. Beii 
deMontigny. — S)te( befc^rieb fle iebo{( genauer $eft 21 6. 180. (^anod^ 
2)ittr. I. e. 6Ö0.) — SBergl. ferner Cberb. e. 428, (^^rift ^anbb. 6* 195, tioKft* 
l^nwL 9x- 15, £uc. 6. 187. — SRa^er in Pom frano. 6. 232 tab. 50 (at fie 
|u fe^r plottrunb, einer Bergamotte a^nlt4 abgebilbet; aud^ Oberbietf l^ftlt fie 
fflr bie Bergam« Craaaone. Stecht f^ön unb gan) unfer obigen S^<(<<ung ent^ 
iptt^ftnh, finbe icb fte febo^ im SfiOet ber 6oc. ]iu Stouen 9. 1846 $ig. 10 ab« 
^ebilbet unb e. 126 befc^rieben«* — 9ta^ Stauer i{i bie SRontignp wa^^einlUi 

* ®elegentlti6 l^ier bie Oemerlunq , ba^ in bem genannten )BflSetin , beffen 
Itüel ic^ f^on oben ougab unb brffen IBearbcitung ber Siceprftfibent Sreooft 
<unter bem $rdftbenten iougarb) unternahm, unb »el^ed in 7 fetten 1839 bift 
1860 Diele Slbbiibungen unb Sefc^ceibungen ftUerer unb neuerer IBimen ent^&tt, 
"bie grfl^te in fe^r lobendroert^er SSIcife nur in ibter natfirlic^en ®rö(e unb niAt 
fo übertrieben groB ald in Oio. SUbum unb in ben 9(nnalen ber $omoiogie oo« 
^cbilbet ftnb , »ie bie mciften f<i^»erli(( in Belgien fe(b^ ober bo4 nur unter 
^ani befonberd gfinftigen Ser^dltniffen erjogen »erben Ibnnen. 



Hftleti Doyenn^ de Pontois« unb im Cat Lomd. M ftc alft 691101t« 
TrouT^ de MontijrDy. ~ ^a&i htm £9011. Set. nirb bte Doyenn^ mutqu^^ 
(SHunbe anunbnct^bimej mit Uitre^t au4 Beei de MoDtigoj genannt. Xiu^ 2)e» 
caidne gibt Doyennö muiiqu6, dfterd aud^ Ooyenn^ gm aU Gpn. ber SRonügny an. 

Oefialt: etmad (dngUc^ heifeifdonil, bet SBei^en l^eTbflbuttevbirnc A^nß^,. 
um ben ile((^ iugelfdnnig, boc^ nocb fo abgeflaut, ba( {le aufftcben lann. 9la(^ 
bem 6tie(e §u o^ne Einbiegung ftarl abgeftumpft \p\% , 2^4" breit unb 3" (^4^ 
rnc^t feiten etmad \fi%tx, nacb ^^^ f9item« 8er). 9on 1818 6. 68 gtölcr a(i bie 
BeorrA blano , fo befc^reibt fie IDieC. — 2)o<b (abe iib fie auf bem Secufolem 
bei SRciningen immet nur in ber gorm unb 9r&ise, mie fic o6en unb im QüSetin 2c 
geieic^net ift, gefe^en, au4 ift {te na<^ bem 6tie(e )u oft ettoad eingebogen, nie 
f4on Oberbietf bemerlte. 

Itelc^: fc^ön, Ileinbldttrig, offen, in feid^ter unb ebener (Sinfcnlung. 

6tiel: ftar!, mt fleif^ig, bid */i'' lang, obenauf, »ie eingefleät, ober auc^ 
vertieft neben einem ^5tfer. 

6(baU: }art, glatt, fcbbn b^Kgtfin, fpiter bia^ ober (eSätronengelb, o|ne 
Mt^e mit c^aralteriftifcben feinen beSjimmtfarbigen ^untten unb etmad feinem, 
giei^farbigen Süofte um ben 6tie( ^erum. 

^(eifd^: »eift, förnigt, faftooU, butter^aft, oon fü(em erfrifd^enben feilt 
mfldürten ®ef(^ma(f. — ^errlic^e grud^t , gerfltefienb im äRunbe , fagt %xü am^ 
im Ser). 0. 1818 @. 83, »elc^em Urtbeile au(^ Oberbiect ganj bei^immt. 

Kern^aug: bat '«ine l^o^le Xcbfe, ift ^erifbrmig, )iemli(b gro|. Kamment 

gerftumig, mit jiemlicb vielen, fc^mar^braunen, langgefpi^ten ooOtommenen Kernen. 

Steife unb Slu^ung: bie 0ime reift im Dctober unb ^ftit füb )u regtet 
3«tt (gembbnlicb um 9Ri(ba(li0 nacb O) gebrochen, 3 Sßo<ben. Xafe(fni4t 00m 
L Slang , au(b n^^ Dberb. , bet ^e alg belicat , niibt Uic^t foulenb , felbft im 
@anb6oben treffUcb gebei|^en uub ebenfo in SRonatd((^t. II. 8. Ib8 ali ibfUid^^ 
febr ft^&tfbar be^eic^net. 

(Sigenfcbaften bed Saumed: berfelbe macbdt febr Icbbaft, gleicbt , vir 
fd^on %Ui bemerft, in ^orm unb JBelaubung bem ber ßeurr^ bleoo, unb ift oie 
biefer recfit fruchtbar. — IBie ic§ bie @orte oon Dberb batte unb au(b omt 
£ucad »ieber h^htn »erbe, ftnb bie 35(&tter bretteUiptif(b. babei oft iiemliib 
l&nglicb, bidmeilen aucb rein eiförmig, l'A" breit 27«" bie 3"Iana» giatt, feic^t^ 
oft oerloren unb nur an ber 6pi^e etioad gegähnt , gradgr&n , f^bn glAnjkcnbr 
f^raacb fc^iffförmig unb wenig fi^elformig. etiel big 2" lang Sn' meinem 
ietfigen nocb f«^^ jugenblic^en 93oume , btrr nocb tein Xrapbol) bat , ftnb fte am 
@runbe ber Sommergmeige wie oben gcgeic^net, blod eiförmig unb l&ng(i(b ei*« 
förmig. {Jb'xti befc^reibt bad ^latt bee Sommersmeigeä balb b^M^^^^^S f ^^^ 
eUiptifcb, bonn mit fcböner auölaufenber ©pib« un^ 8" lanp, 2" breit, bie ^ru(bt« 
bldtter gan» eOiptifcb, 4" lang, 2'' breit, IBiattfttel 2" ianci» nur gan) Ui^i unb nur 
nacb oome etmae bogenförmig geja^nt) — S3 [ü t ^ en t n f p e n i«ur 3^it feblenb. — 
Sommernneige nacb ^i^^ grünlicb rotbgelb, aucb leOetfarbig rotb, auf Omtte 
fcbön b^ttcotbr gicmlicb oielfacb mei^grau punitirt. 

9la(bf(brtft Stucb^reooft, n»el(ber bie Sffttter aU ooa( ober ooaC tancett» 
. förmig be^eicbnet (mad in oieien gdtten wie bei Bioort mein ,eUipttf<b ua^ 
lybreitettiptifcb ift), finbet bie grucbt ftbnlicb ber B. blaoo, bocb feiner unb fcbmeU 
^enber, aucb nicbt fo ieicbt teig werbenb unb ficb befonberö oon jener burcb \kttsL 
magfirten ®ef(bmac( unterfcbeibenb. S)er )6aum fomme aber auf laittvi 
freien @tanbe bo<bft&nmig nid»t fort, fonft gebeibe er in aOcn S^^rmei^ 
bocb beffer auf SSiiCbling wie auf Quitte. • SDie0 bürfte fftr unfere 
touberen 2agen in 2)eutf(biaub um fo 9 iel mebr )U berftcfficbtigf» 
f«in. 3. 



a^ 



Nr. 205« e«ttctMnietira Wtnt. I. 8. 2. 2>iel; ni, l b.2ttc.; III, 2.3«»«. 




yuttertlirfie mm %\bxA. fapeleu u. Samin IX. IDuran^. ** f $• 



ig>eimatl^ unb Sorf ontmen: id^ erhielt bie i^toeige Don iperm 
$ofratl^ Dr. iBading in j^ifftitgen unter bem 3lamtn Beurrä d*AIbret 
iinb ertibtete boDon feit einigen 3^^^^^ ^xüi^it non einem bamit bc« 
Vfropften ^o^ftamme, bie ic^ in bem (^olgenben befc^reibrn rccibe. 

Stteratut unb Spnonpme: ben Spornen in bexfel6en ^^reibnieifc finbet 
man in ben (Katalogen von ^opeleu in äBetteren unb oon Samin unb ^u«^ 
ranb in Bonrg-la- Reine (ei ^arid. (Srflerer ^t fte 1856/57 unter ben neuen 
0itnen unb bejei^nei {te alft mittelgroß, fc^nteljenb, im October jeitiflenb, I. SRanged^ 
mit fni^tbotem, Mftigen, )u $oc^ftamm geeigneten Baume; ^amin unb SDuranb 
f4Ubem bie Birne giemlid^ ebcnfo. 3)a ed eine 6tabt 9lamend Xlbret in (Su^cnne 

«Ut, fo »dre DieOet^t an|une^men, baß fte bort^er unb olfo aud ^ranfreid^ 
ammt. (Sd iffc ober auc^ mögli^, ba| ber Jlamt anbers unb gmar SDalbret 
f^amt eined homologen) gef^neben nerben muß , wie benn bie in $arid oer« 
ommelten homologen (nadlf SRonatdfc^r. Y. $. b6) eine Bearr6 Dalbret, Jamin 
Cbif in Samind unb S). HaXai. fi4 iebocft nicbt no(i[ befonbecd finbet) atö mitteU 

dr gut, fein, f(^me(}enb, im 6ef)t. ober Oct. reifenb unb ben Baum ald feiftr 
tbar , fftr alle formen geeignet, bezeichneten. 9iu6) ^(arfed Baltet bef^reibt 
in feinen Lei bonnet poires, Trojes 1859, p. 15 eine Beurrd Dalbret ald )iem» 
tMi groß , birnfdrmig , if abeSrot^ ongc^ou^t auf grfinem ®runbe , mit feinem, 
mcidghen, itcmtic» fd^meljenben ^leifc^e , iebod^ menn ni^t ttwM vor bet 3eit gc 



y 



V 



. '/• 



f 



434 

iiliatft fernen btn 6aft octüertiib« 2)le lUlfe gilt n ip 6i|ftMii«r qm. So^ 
fÄeinttcJi ili Med biefe(6e Sfruc^t S)at flbrigeni bet 9tame Poir« d*Albert ob«r 
belbert aU Gpnon. bet Xmanlid 8utter5irne oorfoimnt, ^a(«i »ir bei bicfec 
€$. 71 bereit* bemerli Sott ber ^otifet 8erfanim(uit(| isurbe ittbeffen üx^tt 
^SBU^eMtte'' feitied ber €^^noit. bed Spotu (SottgreffeiS me^r hü B. d'Ammli» 
-geitanttt. — 5Der SUoorber Cataloa, au4 ^(nnin unb 2)iirattb |abett nebenbei 
no(( eine Benrre d*Elberg, hoq xfk biefeit fc^werttc^ bie oorliegenbe unb »o^C 
noA el^er bie ^olifarbige, bie au^ biefed Spn. I^ot; fle »irb aber au^ ooir 
biefer getrennt gebaUen unb gef^iloert M grot , botiu^ig ooa( , L Slangeg , im 
X)ct unb 9^00. retf. aBa^rf^einüc^ ifi biefe« bie Beorr^ Dolbeoq (pon SHonil, 
oeld^ ber fdm^t ber 6oc. o. SRong von 1868 a(d geprüft empfiehlt unb fte M 
^xo^, ooa(, golbgelb, berojiet, im Octob. reifenb, fd^me(|enb, L Siangei bef^reibt. 

©eftalt: n)ie fie oben gejetd^net ift. Stnjclne ^cä^te ftnb au($ 
Breuer unb lurget gebaut, meift aber nic^t grSger, oft nod^ etmad neitier- 

ftel$: tutjblattrig, ^artfc^alig, offen, in fd^mcui^er fc^üffelförmiger 
"^Sinfentung. 

®tte(: giemltd^ ftarf, (oljtg, ober nod^ ber Sime gu aud^ etnKiS 
fletfd^ig, obenauf, ober au$ o^ne Slbfa^ ftc^ in bie ^rud^t Derioufenb. 
£)ft neben einem ip5(fer. 

@(bale: ftedenmrife fein taul^ burd^ gelbbraunen 9toft, fonfigUdt^ 
■I^Dgrün, fp&ter cüronengelb , o^ne mtrflid^e ^unCte, bod^ 5fierB an ber 
<<5onnenfette erbartig f^txiif^ti. 

t^Ieifd^: gelblid^roeig , fe^r fein, faftrei^, oöQig fc^melgenb, von 
1el^r angenehmem bem ber ®rauen ^rrbftbutterbirne äl^nlic^en &t\ifmaA. 

jternl^aud: burc^ fe^c feine -ftörnd^en nur angebeutet, fd^nxnl^ 
4ol^Iacl)ftg, jlammcm mufd^elförmig mit menigen, aber meift ooQfomme» 
nen ft^margen ftemen. 

9leife unb 9^utung: bie gtu^t reift im Dci, 1859 »ar fie ben 25. Ocf. 
fettig, unb loirb nic^t )U fd^neO teig. — 31^ eine fe^r gute Sime, beren grft^ercr 
Verbreitung nur bie geringe (Brd^e entgegenfte^t. 6ie ^&tte bei früher 3<ttigmig 
gleichen SBert^ , nie bie Stuttgarter ®aig^irte(. 3^ ^§^^ 3^^^ gi^^ ^^ ober 
«ine SRenge grö|erer anberer guten ^djte, bie t^r ben 9lang flreitig machen, fo 
ha% fle nur bem, ber SRannigfaltigleit liebt, ^auptfft(^Ii(( ^u empfehlen ifL 

€igenf(^aften be< Saumed: bie bamit Herleiten Steige leigen ein ge« 
tunbeS aa^a^dt^um unb betoeifen fi^ auc^ red^t tragbar. S)ie 8Idttev fiab 
eiförmig, einzelne au<^ eSiptifd^ mit me^r ober weniger langer ougtaufettbcr 
«ber (albaufgefetter epite , li/t bid S'/t" lang , li/k'' breit , glatt , fein^ unb 
thimpfgefdgt , einzelne Heinere ganjranbig , etmaS f d^ifffbrmig unb ^d^elfbtvig, 
^iemli(^ bunfelgrfln , fiarf giangenb , fteif « unb leberartig , ftarl geabert. etiel 
mA^ig lang , fteif , oft gerottet , bie JBlAtter an bemfelben meifl re^tvinKig ob» 
fel^enb. — Slüt^enfnofpen liemlid^ groft, !egelfbrmig, faft flec^eabf^tt , Uß 
ftanienbraun. — Sommer) 10 ei gegranlic^gelbbraun, nat^ oben (ei^t gerftt^ mit 
fd^mutiggelben ober »ei^lic^en fünften. 3. 



4S5 



»r. 206. tiU'S>9ptttiHWl^9ttnt. 1,3 (2).2.a)iel; III, (IV), 1 *. 8iic.;iv,x g. 




Wit W^fpMt fßitiliffMtnt. Cfietbie« CtBiooTi). •• ^. 



^cimat^ »nb Sorlotnmeit: fte ifi wcSfx\iftinlUi f^on Unger 
imtet Ucfent Stameti in Belgien Mannt unb wirb nm^tf^einlid^ gum 
Itnterf^ieb non einer anbem {(einen im Octo6er reifenben 8ime 9lo» 
mttti Philippe 16 bon (2)iel, 9}J:.0. VI. 211, befii^rieb {ie a» $^i« 
|iWi her €hitc) bie Doppelte genannt. San ^floni, ber in i^ten 
8^ tan (t. Mom, Tobtenteur de cette yari^t^), niibmete fie, nrie 
Steort in ben AnnaL de Pom. mitt^eitt, bem @tafen non Marode- 
Westerloo nnb fle ^gt beg^olb jUflteid^ Beurrö de Mörode. 

Bitetatur unb Bt^nonymt: Sioort $Qt fte im SHibum l. ne5en Saf.26^ 
imb »iebet^olt in ben i^nnal. de Pomol. V, ©. 81, im elfteren ®er!c als Phi- 
lippe double, im anbeten unter bcr Uebcrfd^rift Beurr6 de M6rode mit 
btn ^pnonpmen: Benrr6 de M^rode-Westerloo, B. de Westerloo, 
Poire de M6rode, Philippe Double, Double Philippe befd^rieben. 
3n Catatogen §• O« 9on gamin unb S)uranb in $arid §ei(t f e nebenbei noc^ 



486 

Doyenn^ BoQHSooh, Bei Änbeteti NoiiTelle Bonnoob, Dot«iiii« d« 
ll6rode, Gros Seignenr. — Dbetbietf befd^cie^fte bereit« «u(ft alda)pppelte 
'«bilippäbirne @. 388; btefe »efdjreibun« Ie(;e x^ f^itt ju ©nrnbe, tnbem t^ 
•ble «enctotion na« ber oon Dberbietf unb ?apeleu übereinfltmmenb er^«ft«i« 
'«orte fd^ilbere. 2)ecttidne (Jardin fraitier da Museum) bilbet fte %af. 3ö fe^ft 
naturgetreu ab* 

©eflalt: jietna(^ !egerf5rmtg. meijl ^odjbauc^tg, oben fiaä^ abgcmnbct, na^ 
bem Stiele ju fanft eingebogen unb l^ierburcij ^ouptfiU^li* »on ber $o(sforbt(|CK 
«utterbtrne , ber fte du^erlic^ oft ft^nli« fielet , unterf (Rieben, «m StteCe enbi^ 
-Pe mit furjer bider , et»o« abgejhimpfter ©pite. S^w ®^^i^ «f^ 2>/4" btelt 
•28/4—3'' |^o(^. — »on berfelben 5orm , »ie wir , iot fie au^ SBioort in be« 
«nn. abgebiCbet , nur breiter unb weit qrö^er , 3Vt" breit unb cbenfo M, 
tinb er gibt fie überhaupt alä gro6 ober fe^r groj an , wie fte b«l mi ^o^ 
•flammig nit^t wirb. 3m SWbum ifi fie Meiner unb eirunb geieicl^net 

Äeldj: furjbWttrig, ^artfc^alig, offen ober halboffen meifl flac^fte^enb , * 
mit etwad Veul^en. 

etiel: flarf , meifl fleifdjig, run|elig, gelbbraun, bU 1" lang, wie fingt- 
"bfüdCt, oft f(^ief neben einem ^leifci^wulft. 

6 « a l e : mattgrün , fpftter ^ettgelb, bi8we«en fanft gerbt^et, mit la^Irei^CB 
feinen bräunlichen fünften (unb im 9iot$ mit etwa* ft&rfer rotten 9toCi|aO, 
au(^ mit etwad 9{oft um itel« unb 6tiel. < 

gleifc^; mattgelb fein, fafl gan| fdjmeljenb , um« Äem^ou« etwa« örwi, 
fe|r faftreic^, »on weinartigem, gejurfertem, erfrlf^Jenben 0ef4matf. — 34 ^^^ 
mir benfclben an ben J8ö7 unb 18Ö8 erjogenen grücjten |iemli<i ebenfo oB 
-weinigt gejucfert, burc^ feine snudlatellerfaure ergaben notirt. 

Äern^auÄ: gefijloffen mit flachen Kammern unb meifl tonnen IftngTi^" 
i<|malen fc^war^en Jtemen. 

»eife unb »u»ung: bie grudjt reift imDctober unb ^ftlt fi* 3 aSo««^ 
18ö8.ftatte i« fte bcn 10. Dct. reif, in einem früheren 3«^w «nfang« «»»• 
»iport gibt bie »eife für SRitte Sept. unb m (tnbe Dci an, befonberd bw^ 
^wifdjenpflücfen erlange fie größere §altbar!cit — W ifk immer eine fi^Atbar^ 
1e^r gute gru(^t , au« na« »ioort L Slongeä , bie aber wie oiele anbere 9inics 
^ie 6ommer jur ooüfommenen HuSbiibung be« 9Bol^lgef«ma<!ft oerlangt — 3« 
ber Gegenb von Sbwen unb SRe«eln wirb ber 8aum aSgemetn ^o^ftftmnig g«* 
pflanat unb »bort empfiehlt bie Sorte au« anberwftrtd ^infürBaum^fttfe, bo# 
lagt er fclbft, baft fte warmen unb lei«ten ©oben ©erlange, in einem falten Crb» 
tei« fei bie 3ru«t nur II. Sianged. ^ 

(Stgenf«aften bed Vaumed: berfelbe wft«dt fel^r lebl^aft unb tft fe$r 
fru«tbar, für ®ärten wirb bie (Srjle^ung auf Duttte empfohlen, worauf fl« an« 
1)ie Sru«t me§r fftrbe. — 3>ie S3(atter flnb elliptif« (bo« na« bcm eticf» 
}u weniger fpit, ald auf ber 3et«nung oben), fel^r oft an« eifdrwig ober etwoi 
-eirunb, IVf— l^/i" breit, mit ber audlaufenben ober l^albaufgefeften epi^e bü 
-31/4" long, bisweilen am S3lattfaume unb unterhalb etwas woüig, weitlftufig uiib 
fei«tgef&gt, bisweilen ganjronbig, etwa« f«iffförmig, Spije feitwftrtS ober etwa« 
-na« unten gefrümmt. — Slüt§en!nofpen legelförmig, fafl walzenförmig, fpil, 
^0« m«t fte«enb. — Sommergweige grünti« gelbbraun, gegenüber bunfcl* 
rot^braun mit wenigen odergelben fünften. 3- 



487 
Nr. 207. Sit {^ertfMfMMte. II, 3. % 7>itl; m, 2 ft. Suc; II, 2. ^a^n. 




|Ke ||ecbfl»Slinnb0tte. 3)ecaidne (aXet(ei) * t $. 



^eimatl^ unb Sorfommeti: gu bet oben tm ttntrit geaeBenen 3^4t et» 
(ietiid^ biegn^^tge ooti^opeleu unttt bem 9lamen Bearr^ blano de Capu« 
«ins. 9{ac^ ben neueren frangdftfc^en ®4rtft]ie0eni ^at jebo^ t'an SO^ond bie 
alte, ff^on Sterlet Befannte Aniadotte(Amadotte blano, Tougard) nur 
neu fo benannt, ed wirb n^enigflend von ibnen bie Benrr^ blano de Capnoins, 
loefd^e van ^on8 unter biefem 9^amen an Sdouoier fanbte, für ibentifc^ mit ber 
genannten Slmabotte betracfitet. 

2tteratttr unb S^^nonpme: Slougarb, tablean aiphabet, et anal.Booeo 
1352. p.l4, 2S unb 86: Amadotle blano, Bearr6 blanodeBCapnoins; 
tD^caiftne Jardin fmiter Amado<:te mit benG^n«: Angobert de MantonOi 
Hadote, Bamadote, Benrr6 blano des Gapnoina.* V^evoft im 9louen. 
'SBuDet. nonl839 6*9 ^at aU ©^non. berAmadotte, Amadot n0<^ 8t. Ger- 
main blano. — S)arf aber ni^t mit 3Rer(etö Amadonte (Petit Oing, Merreille 
4*hiTer, unferer müdfirten- @(^meerbime) oermec^felt werben; ebenfomenio mit 
Sbuli SRfldfirter 3ßinter*2lmabotte. S)ie( gibt bei btefer (IT. @. 166) nac^ SRerlet 
A XmabotS an, eine mit dornen unli eine o^ne 3)ornen, eine Gommer^Slmabotte 
unb eine äRüdftrte; er befd^rieb nur bie (entere. — 2)ieBearr6 blano de« Ca* 
pneiDB befd^rieb ^in. im Slb 1. neben %al 2. eie ifl aber feine Butterbirne 
iinb ancb Au^erlic^ bec B. blano menig ft^nlic^. 3)o<l(na([ f)at biefelbe €opu« 
3iner S(pot$eIerbirne (@. 180 feined ga^rerd) genannt, weil jie na4 ^io* 



488 

oH beufig \% soaS Xit^ete 5ei bev Smabotte «i^t etmi^nm. S)er Gaf>tt|ittet» 
birnen giebt e8 au^er biefer B. blano des Capuo. mmigfiend icbenftüd iioi^ 
spei, a) eine Capaoine yan Mona, 18^28 von jßouvxtt ergonen nnb nad^ t^ver 
9le§nli(!tfeit mit einer anbern Alteren Poife Capnoine fo benannt, reift nailb 
8io. (I. %a\, 11) im Februar unb äRdrii, ift par fcbmeljenb, aber »enig ffl^ 
wib gemürit, am Spaliere ganj wert^Iod. b) 2)ie oon 3>ittri(ib (^H. @. 189) nadb 
$oiteau bef^riebene (Sapujinerbirne, Poire Capaoine, mit abtnadfenbem, onffAIR^ 
grfinemf^Ieifi^e, mie ed leine ber obigen ^at, oonoortreffliA parffimirtem^tttfer» 
gefc^matf, (Snbe 9)ecember reif. — Siegeld (Sapujtnerbime, infeinen92.0. IL 6.108 
befc^rieben aC3 oon 2)ie( fiammenb, fflb, abfnadenb , im Cctofier reif, bfirfte, vir 
i4 fte bereitd oon i§m fa^ unb i^re Segetation fenne, bie ^ier oorliegenbe Stwl^t 
fein. — 2)ecaiSne l^at flbrigend bie SImabotte meiner B. blano dea Cap. fo tnU^ 
fpre^enb beft^rieben unb abgebilbet, ba( ic^ an ber ^^entität ni(^t imcifle. 

©ej^alt: lAngCic^ baud^ic^, nac^ bem 5topfe flarf abne^menb, fo bof bir 
93iegung einem ftumpfen 8Bin!el gteid^t, au0 beuUg unb rippig, befonbetd na^ 
bem itelii^e )u, fe^r gro^ , fo fd^ilbert 8io. bie B. blano de« C, bitbete fte aber 
jiemlic^ rein eirunb, nur nac^ bem Stellt )u eima^ oorgefcboben ab, 3^«" foett» 
4" lang, einer rec^t großen SSinterbe^antsbime A^nlicf^ 2)ecaiane bat bie Snos 
botte ebenfaHd eirunb, faft eiförmig gegei^net unb bef4r> .: t fie ald eiAbnliib, OToIde« 
«m 6tie(e etmad abgeftumpft. — Stuf meinem $robebaum erjog i4 bie %ndß 
nur fo groft , mit oorliegenb , bo(( oon fe^r nec^fetnber ©eftaft , eirunb , ober 
^reif eiförmig, ptattrunb ober runbUc^ um ben ilel(^, nac^ bem Stiele |u lege!« 
förmig ober me^r ober »eniger ftumpffpi^. 

Rei^i fd^m&rjlic^, giemlicl gro^, bod^ lurjbl&ttrtg , offen, fie^t oft etnoft 
vorgefcboben auf einem Üeinen ^ügeC, ber ftc^ bann aud^ n)0§t, nie i^n Bi»oft 
|ei(9nete, mxtantet ftatl oergrö^ern !ann. 

Stiel: ^olgig, gelbbraun, bid IV«'' lang, obenauf ober in Heiner ^b^Ie. — 
2)ecaidne bejeic^net i^n ald gefrümmt unb an beiben ®nben oerbidtt 

Schale: graSgrfln, fpAter bla( citronenoelb mit (Srün , mit gelbbtomoi 
fireiftgen ober }u ^ifluten jufammentretenben 9loft unb etnad fünften, um ben 
Stiel oft ftftrfer braun beroflet, feiten etmaft gerottet 

Sfleif^: »eil, raufc^enb, fÄmeljeno. faftrei^ fü^ unbgutgeioftrginaf^Si».; 
na^ 9)ecaidne me^r fefi ald raufc^enb , oon mattem , )ufammen)ie§enbeiii , Ick^ 
f&uerlid^en Gefc^mact ; nac^ ^reoojl no(b ^albfein , l^albf((mel)enb , faftreiil^ fsW 
ffl|. — ^ier mirb ed an freifte^enber ^pramibe bb^ftend balbfc^melioib , tfl aft 
ctmaiS fpedartig, oon 9t\^mad fab meinigt. bod^ o^ne befonbtteft Vorfftm aber 
viel ©emftri. mu^ mürbe bie Jru^t, mie fte 2)ecaidne fd^ilbert, balb teig. 

item (au 8: mit etmad Jtömc^en umgeben, |iem(i(( (o^kulflg, itcumcm far 
tftumig mit ^iemliA drohen, f(bmar)braunen lAngli^en iternen. 

Steife unb Slu^ung: bte ^c^t reift na^Sio. oon SRitte M ^foSbt Oct«. 
unb mu^ geaeffen »erben, fobalb fte leicht gelb nirb, fenfl ifl bo« ;$leif4 teMta. 
2)arf au(( f^on be^^alb nic^t fo lange am Saume bleiben, oetl fie Iei4fet abfUEL 
-*- 3n Sl{eintngen leitigtejte getoö^nlic^ (SnOeOct., einigemal (otte i(( fie ctaMi 
ftfl^er , einmal auCp erft SRitte Roo. reif. — Sie i{l eine fd^on nod^ braii4&«^ 
Zafelfru^t, au(( jur SBirt^f^aft geeignet, unb foK nacb 9reoofl in tei^iem 
«MinRemBobenmo(Ifd^me(renbet werben, in !aftem Beben foS man fte nmtbaaew 

Sigenf^aften bed Saumeft: berfelbe wfti^ftt |iemli<^ flm, «sdbt f^^iie 
Speamtben, trftgt bflfit^eloeife. — IDie 8 1 a 1 1 e r jlimmen mit «Hoortft ecf^cctaig,. 
^b eirunb, oft Qmfdrmig, ober au4 lAngli^ eirunb mit auMoufenber Spl|i^ 
iVt— i'/4" breit , 2 bi« eitoaü Aber 3" lang , ganiranbig ober fe^r fein mb vm^ 
heuHki geiaht, in ber Sugcnb unb unterbalb metft etnMid »oBig, cm Sloi^e in 
»e^rf ac^er 90eife getrflmmr, na^ oome (olbfpiralförmig, ^Ilgrfln, meniei gIAn|<nb. 
%n nic^t me^r triebigen SAumen toerben fte oft eiförmig unb lancettförmte^ , nie 
fie 3)ecaidne bef^reibt , unb ftnb bann metft au^ oberhalb mie an beit Stielen 
beutlicb molliq. — 99 lütl^enfnofpen legeiförmig, flumpffpi^, fafionienbraun, cft 
etmaS gelbbraunmoQig. — Sommerjmeige btAunlic^ oltoengnln, notb oben ntetfr 
|iemli(b f^ar! moOig , unten mit liemlid^ flarfen , erhabenen , f^mu^ig veifen 
^uniten. 3» 



439 
No. 208. 3)ie Satimal. Il, 2 (3). 2. 3)ier; HI, 2 b. ßuc; m, 2. ga^tu 




9te PanniOllt* 2)te( (oan SRonS) • t «. 



Heimat 1^ unb SBotlommen: Dan Wtoni ergog fte unb nannte 
fie Darimont d'hiver« 3"^^ff^>^ t^^n ^^^^ .<tn ben er bie $fropf^ 
reifer fonbte, beobod^tete, bag fie fein» SSinterbirne, fonbern eine frfl^e- 
in inanii^en ^c^lfttn fd[|on am SSaunte reifenbe ^erbftbirne fei unb nannte 
fie begl^alb einfacl) darimont. 

Literatur unb S^nonpme: 2)ie( ^.R,0. V. 6. 164. — C6erb.6. 325. 
'^er (ettrie bemerft, ba| bie Keine gni^t wegen 3U aeringet ®flte oöQig entbe^rlit^ 
fei unb van SRonS mit atten ft^nli^en ^d^ten bieSQett ^Atte oerf^onen lönnen, 
mogegen m »finfd^en n>ftre, ba| bafflr manche n)o^( nod^ fe^r fd^A^bare von i§m 
crgogene ^c^t und erhalten werben wAre, oie verloren aing, weil Dan SRonS ju 
gto^e SKoffen von iSemfrflc^ten o^ne fttenge 6i(^tung anfammelit. 

©eftalt: S)iel befd^reibt fie ald baud^igt p^ramibal, umbcnj{el($ 
l^alUugelig, na^ bem Stiele gu ol^ne (Einbiegung ppramibalifd^, mit 
ber ©pi^e gleidjfam in ben Stiel übergel^cnb, IV2 6i« IV4" 6reit unb 
H*' ober etmad barflber lang. 9la$ unferer gormenfafet ISnnen mir bie 
4)eftalt Ireif eiförmig, nac^ bem Stiele gu legelfSrmig nennen. 

Sttlif: ^arlf(|alig, oft etma« ftemfSrmig, meit offen, feiert«, meifl 
«beti eingefentt, feiten mit einigen ffad^en Sr^abenl^eiten umgeben. 

3avflt(rt(« ^aftt6n4 bn CtfKunbe. U. 29 



440 

®ticl: ßeifc^ig, ^k^^" ^^^it DctUert ftc^ loie eiioa^t o|ne%b«^ 
{q^ in bie ^rud^t ober fielet rote eingeftetft; mit etmaS ^leifc^ umringett 

@d^ale. tcie ettoad fein raul^, in ber Steife ^rQ citronengett, bo<l^ 
meifteng ringdum gimmtfatbig beroftet unb mit fe§r gal^treic^ feinen 
bunfler braunen ?Punften. 

^leifc^: voti^, fömigt, nid^t faftreid^, im 3Runbe gerge^enb, oon 
angencl^mcm ftart jimmtartigen ^ixdtv^t^dfmad nQ(^ ®iel — bleibt bei 
mir mie bei Oberbied meifi raufc^enb, ift nur in guten ^a^ren ffiHi- 
fc^meljenb, ^max füg, boc^ ol^ne ©emilrg. 

ßernfjauS: mit giemlid^ feinen iUmd^en umgeben, etmas^ \fef)U 
a(|ftg, jtatnmeru mufc^elformig, mit vielen ftarfen, eirunben, {ugefpi^ten, 
fd^morgbraunen Aernen. 

Steife unb 9iu^ung: bie nac^ ®iel im Anfang beS Stoormber 
reifcnbe ^-rud^t jeitigle in SBeiningen meift in SRitte beö October irab 
l^ielt ftd^ nur furje '^cxt, ol^ne teig }u merben. @ie foQ faftig unb (|^ 
fd^madtoott werben, roenn ftc 10—12 SCage nor ber Sfteife gdrodjen 
mirb. 9)oc^ bemertt S!)iel felbft, bag fie gu nteIe9Ritcompetenten||abe, er 
fteQt fte ober boc^ in ben erften SRang, ben fte nid^t oerbicnt, unb nur 
ber, melier 9tbfa^ auf SDIöiIten ober ^inber l^at, bie fie gerne effenr 
mag fie wegen il^rer grud^tbarleit pflangen. 

eigen fd^aften be§ ©aumeS: berfelbe roSd^§t-in ber 3«B^^ 
gut, bleibt aber Kein unb erreid^te bei mir ein l^o^eS Silter, nxtd gu^ 
f&Qig fein !ann. @r lieferte aber faft jal^rlid^ eine ^JDtenge von grfld^ten 
unb er erfd^ipfle p* *fo mo^I oor ber ^tit — ®ic Slätter fmb 
• eiförmig, meift fursgefpiftt, IV2" IQ"9» 2V2" 6wt, oft aud^ eflipttW^ 
glatt, meift nur nad^ nornel^in gefagt, oft gangranbig, etmad fc^iffförmt^ 
— Slütl^enlnofpen gicmlid^ grofe, lurgfegelfirmig, [tumpffpit, Iflfta* 
nienbraun. — ©ommergmetge nai) oben moQig, braungelb, fafi 
orangegelb, mit fel^r feinen gelbmeigen fünften (^elTerbröD^Iid^, ;ieiRli(^ 
glSngcnb, gegenüber oft rötl^lid^gelb, fein langlid^ braun pnnftirt. £iel> 

3- 



441 



No. 2(>9. 2)if SlmmtfBtHgt e4«flIjbfT»t II, 3. 1 (Q). 3) •, IN, 2 b. S. ; IT, 2. ?. 




Pie Jtmmtfatbige Sil)iii«ljbirnf» 3)ici (gc^? Sofre?) tt §. 



jpeimatl^ unb SSorlommen: fie iDurbe t)om i£)ofgartner %ti^ 
fai SDteft au8®aTnen ergogen- Obetbiccf fanb inbcffcn, baß pc oon bcr 
@elben 9Btnterfd[imalj|btrne, bie S)iel DÖn Dan 9)^ond 1818 al3 
Fond ante d'hiyer befam unb angeblich oon Sotre in 3Ron3 erjogen 
würbe, S)icl Jl.Ä.O. VI. ®. 205, nidjt Derfc^iebcu fei, aber er tonn 
aa^ leinen redeten Unterfc^ieb finben jroifc^cn biefenSrüdjienuub jti(f 3 
^lafc^enbirne, welche vanSRi^nS ebenfaKS an£)tel {anbte, o^neSn^ 
gäbe be8 Ursprungs (®iel »l.Jl-O. IL ©• 233). 

2itcratur unb69uon9me: 3)ieI9{lt.0.yi. @. 2O5,bie3ininttfar5i0e 
€d^ina(g5inie. — D^etb. @. 410:®c(eeS8interf4mals(trne imbSimmt» 



442 

fat6{0eed^ma(}6irne;berfeI5e 6.337: jeitf'iglafii^enBirne. £e4^tmf<|teii 
i^m nur gutoeiten etsoad lAngere ^aftbatfeit gu befiten. — 2)a bie 8itne teine 
a&interfnid^t ift unb fid^ au^ bei Cbetb. nid^t flaf^enförmid baut, \o J^ahea vir 
na(| beffen Sovf ((tag ben am paffenbften erfd^einenben 9lamen )itrUebe(f<ttift ge« 
»&9lt. — UebrigenS unterliegt Ititf'd glaf^enbirne noc^ ber wetteren ^rflfung, 
unb mir (oben nur auf bie oermut^ete gbentit&t aufmerffam ma^en vollen. — 
^a^ S)o4na§( e.. 58 (ei^t bie ginnntfarbige ed^matsbime in SRittelfronleR: 
Sänge tßfalggrftf (er, ®ftni$!ragen, unb na(( beffen $om. TU. 6. 168 awt 
^tord^fdbnftbter, wti&^e 9lamen am (^nbe bod^ na^ bem oben 9titget(etlie8 
über i^regorm auf eine anbere9irue,oieEet<(tbiegIaf4enf&rbidbime($ollanbi[i(e 
Sutterbime) (inbeuten. 

©efialt: 2)tel bef ((reibt fie ppramibal, aber am Stiele oft {%tirl abgeftum^ft 
(ald ®e(be SBinterfd^malgbime Iftnglid^ freif eiförmig, atö itid^d glafc^enbirne in« 
regelmäßig, balb flafd^enfbrmig , balb a[))ot(etfrbime«artig, vm ben M^ (albbi{cl< 
fbrmig, fo ba| fte oft ni((t auffke|en !ann, anfe^nlid^ groß, 2Va'' breit itnb 3" Uag. 
6ie mirb aber bei Cberbiedt feiten 3" lang, aud^ bei mir bleibt fte meifi neiser 
unb am ^o^ftamm baut fte {i(6 oft au^ fürger, ald oben ge|ei((net. 

Rtl^: (artfd^alig, offen, )iemli(( vertieft, ober aud^ flad^ ^e(enb, biftmeilen 
in feinen aSeulen ober galten. 

@tiel: ftar!, 1" lang, fteif((ig ober ^olgig, braungelb, f((road^ oertieft ober 
neben einem $ödPer. 

@((ale: etmad fein rau§, grünlid^gelb, fpftter citronengelb (na^ 2)ie( o^ae 
9iot(, aber (ier unb bei Dberb. oft f((öns, etmad flreiftg«geröt(et,) unb oft 
faft ringsum (eK gimmtfarbig berofiet, bo(( bei fe(r oielen Sril((ten au(( nur ob 
man((en Stellen ober um 5tel(( unb StieL 

fjleifd^: na^ 2)ielmetß, !ömigt, marfi<(t, (albf((melaenb, faftooll, oon ange* 
ne(m fdßem, feinem, etmaS rofenartigem ®ef((ma(f, ift (ier nur rauf((enb ober 
etmad fc^malgartig, oon fftßem aber matten ©efc^macf 2)0(( be}ei((net ed Cberb. 
ald gimmtartig geändert. 

5tern(aud: mitunter etmaS ^o^lad^ftg, Kammern lang muf((etfdrmig nit 
»enigen langen, fpi^en, gimmtfarbigen ober f((n}&r}lt((en j(emeu. ämUmIreiibei 
Kem^aufed jtnb oiele @tein((en abgelagert, unb bei Stxd'^ %laf((enbtrne f((tlbcrt 
S)iel bied fo, baß bad 5teni|auS nur eine ®teinma{f e o(ne itammem unb üeme feu 

Steife unb Stu^ung: bie IBirne reift imOct. unb (&It ft<(, ^((aelid ober 
etmad früher, tote ed oft n5t(ig mirb, abgenommen, mehrere ä8o((en, bient neniger 
gum Sfto^genuß, fonbem gum 5tod^en unb Sc^ni^en, überhaupt gur Cefonomie. S)es 
i(r oon ^iel beigelegten n. Süang oerbient fie (b((ftend »egen ber reichen %eü%* 
barfeit bed Saumd. 

<Sigenf((afien beS9aumed; berfelbe mftd^dt gut, ge(t (od^, hüaubl fäl 
€(ön unb ift, maS Sllle an i(m loben (fo auc^ ^affner inaRonatdf((r. IL S. 326) 
audge|ei((net fruchtbar. — S)ie Sl&tter ftnb, mie id^ bie (Selbe äBinterf((na(|* 
bime oon Dberb. befi(e, lftngli(( ellipttf((, einzelne au(( eifbrmig, |iemli(( gTo|, 
l*/4— 2" breit, bid 3»/4" lang, fein, etmad ftumpfgega^nt, glatt, etwa« f(4tfff9nBig 
ober aud^flad^. Stiel bünn, oft gerottet, bfterd Aber 2" lang. — lBlfit(enfaof|ie« 
|iemli(( groß, {urglegelförmig, faft fte((enbfpit, (ie unb ba et» ad gdbnoSig. — 
Sommergweige biSmeilen eimad fhtfig, oft mit einer gelbiooDigen Cnbfaof^ 
glftngenb br&unli((gelb mit otfergelben fünften. 3. 



443 

Nro 210. estottd'« {^erlft»iitfet»itiir« l, 3. 2. «)lel; m, ib. Suc; ^1,23. 




Cotoma't ^erbflbttitetbirnf. 2)iei (oan SRonS) ^^ t &. 

^eimat^ unb Sorfommen: nac^ oan SRond, beffen Sefd^reibuim Qiooci 
aboptüt ^at, mirbe btefe löftUc^e Strne, toelc^e itiBetoieti auc^BenrrA Goloma, 
Goloma d'antomne genannt »itb, jebo^ oon Oio. im 9(15. L 2:af. 23 ali 
PoireUrbaniste unb oon 2)ecai6ne tuiJard. fniit I. £ief. 11 aldPoire des 
ürbaniates aU unter ben am meinen gangfiarcn 92amen oufgeffl^rt ift, vom 
i^rafcit d^oloma in Skt^tln 1808 (im Q^axitn ber 1788 untetbtflcften frommen 
tlrBanifien, »eichen (goloma bt\ai,) aufgefunben. 2)le gute Stuckt §at fif^f^neS 
9er(reitet, ift au(^ in 3)eutf(^Ianb f^on länger betannt, tömmt aber nad^ bem^ol* 
genben unter fe^r oerfc^iebenen Jtamtn vor. 

Literatur unbennon^me: £ie( befc^rieb {ie fc^on I8I6 old (Goloma*! 
fierbftbutterbirne, Goloma d'automne im VlII. $efte8, 66. — IDana«^ 
f)ittr. I. 6. 651. — 9io. ^at fte im 9Ub. I. 4 ma\, unb in ben Annal. de Pom. 
bann nodf 4 9tal, l^ier metft a(d oan aRons'fd^e, oon biefem felbfl no(^ benannte 
6dmlin||e befd^rieben (menn bte jel^t aufgetaud^ten ^pnonpme aDe richtig {tnb, 
«td bet ber (eic^t fenntüc^en Segetotion ber 6orte febr auffftSia erfd^cint 6ie i{l 
bef daneben l)tm9(b. LXaf. 23 a(g Urbanitte, 2) ibid. ^af 32 a» Goloma 
d'automne, 3) ibid. taf. i aU Urbanisie 8eedling^, A) ibidSaf. 10 ali 
B6arr4 Qene, 5) in Snnal. IL 8. 35 aULonited'Orleans, 6)ibid.6.ö9 
qH Lonii Dupont, 7) in Xnn. III. 6« 69 a(d Benrr4 Drapies, 8) ibid* 
6. 17 aldSerrurier d'automne. — BeurrAPioquery fü^rt fc^on^io. im 
fllb. aK 69non. an, unb ber £9on. Songre^, mclc^er 1, 5, 6, 7 unb 8 aU ibeutijc^ 
mit B. Picqnery, mte fie alfo aud^ fe^r oft genannt mirb, bqcic^nete, gibt 



444 

no(^ weiter Yergaline mutquöe ^ingu, für bie id^ Seinen Slutor fanb. 3 (ielt 
i(l( fogleicg bei metner erften IDur^ftd^t bed Xlbumd mit ber oorltegenben für iben- 
tif4, unb S)ecaidne ift gleicher ainftc^t, ffictte auc^ 4 j^tn^u, bie j^nar ni^t im 9lb., 
aber bo4 in ben S(nnal. III. @ 91 bie ber (Soloma'd ^erbflbutterbime |uIommenbe 
Segetation ^at, bagegenin bcnUnnaL ;u ftati birnförmig erfc^eint. 2 i^ oben von 
mir felbft mit eingereiht, bocb ft^eint PoireColoma d'aatomne in bernSnim« 
toegen i^reS eiförmigen ober eirunben, babei herdförmigen 8(atted unb beS ald ^olb« 
fein, nur fc^meUenb befAricbenen gleifc^e^ eine anbere gnu^t, ali bie unter 
UrbaniBte oon 93io. ald fpnon. ermähnte Beurr£ ColomH d'antomne %u fein. 
3)ie unter 5—8 genannten ^üc^te ftimmen itoat nac^ ber SbbiCbung ber f^nuftt 
unb bed SBlatted jtemli^ gut mit ber l^ier fe^r belannten, ber Kürge wegen oft 
„^erbficoloma" genannten Sirne, boc^ l^at 2)ecaidne ju ö unb 7, bie er nur 
bufge^d^It, ein? gefegt unb bie ^arifer Serfamml. bezeichnete nur 5 unb B. Pioqaery 
nod^ ald feftfie^enbe S^non^me. äRonatdfd^r. Y. 8. 83. — ^ad^ Oberb. unb oon 
gloton) wirb ferner (Eolomann, ^iel 92.A.O. IIL @. 261, fonie eine oon van 
äKond na(^ Oüdeburg gelommeneTarde en rapport, nac^ meinen (Erfahrungen 
au4 bie oon $ni. Oberfdrfter @c^mibt benannte Oberpr&fibent oon ^utt« 
Iamm.er(oon oanäRond an i^n unterer. 153 gelangt, S>0(|na^U9A^TerQ$. 200) 
oon ber oorliegenben nic^t oerfAieben fein, ^ie Xbbilbung ber&oloma'd^erbfttatter» 
birne im Jenaer Obftcabinet i^ ntc^t rec^t lenntlid^ audgefaUen, gut bagcgen bei 
0. SCebrent^al unb rec^tf^bninSucadäBikrttemb.iternobflforten, au^inSio.SUbs» 
ald Urbaniste (nur etmaS Hein), unb in 2)ecaidne a(d Poire des Ürbanisres (^ier 
etwad ju gelb). 

©eftatt: oerAnberlic^, eirunb, ober f reif elf brmig, bisweilen au^ faft n>a(|en: 
förmig, nat^ bem ©tiele gu ftumpffpi^, mittelgroß, oft groß, 2»/«'* breit unb 23/4" 
$04, auf 3wergbftumen oft 3" breit unb 3i/s" ^od^- 

Helc^: ^artfc^alig, lurjblättrig, offen, mei|l fla^fte^enb. 

Stiel: ftar! unb ^oljia, au($ öftere nac^ oer Sirne |u fleifd^ig, gelbbraun, 
»/4" lang, fc^wad^ oertieft 00er wie aufgebrüdft. 

6(^ale: ^latt, ^eUgrfln, \p9iUv Ud^t citronengelb , feiten mit etwa« 9l5t|e, 
bagegen mit feinem br&unlic^en 9%ofte, au4 mit feinen fünften (burc^ i^re glatte 
@^^^^ inac^t fie ftc^ por ben meiften glei^^eitig reifenben ©orten fenntlid^i. 

Sleif^: wei(, feinförnigt, übecfließenD, buiterbaft, oon gewürj^aftem, et^* 
benem ^derartigen SSeingefcbmadP, a^nlic^ Dem ber Sftot^en normAnntfd^en ^erbft« 
butterbnme na<$ ^iel, wag Oberb. nic^t re^t paffenb finbet unb ben @^ef(^natf 
etwad flfic^tig calmudartig nennt, wa^enb il^n 2)ecaiäne gegutfert, fftuerlid^, citronen« 
artig befd^reibt. 9Rir f(^eint eä, a(d bArfe bie grud^t überhaupt etwad me^r de* 
würi ^aben. 

itern^aud: mit etwad Jtömc^en umgeben, meift ooSa^fig, }iemli(!^ gro^fams 
merig, Äerne f(^wargbraun ober f^warj. mit einem fleinen $ö(ter. 

Steife unb f^u^ung: bie 9ieife ift fneift 9)mteDclober unb bte ^ruci^t (dU 
fxdf etwa 14 S^age, bei lü^ler Sufbewa^run^ aud^ SSBod^en. 3ft immer eine oor* 
treffüc^e i^afelfruc^t, wenn fieouc^, befonber« in Ift^Icren Sauren, oon anberenStnen, 
3. 9. B. grit, Sapiaumont u. f. w. in @r^aben^eit be« (lef^maded ftberttoffen »itb. 

(gig enfdjaf ten bedöaumeä: Derfefbc roöc^4t aii^ al3 ^o^ftamm bei nn« 
no(4 a^emli^ gut, wirb mittelgroß mit aufrechten, bflnnbelaubten, boc^ bic^ mit 
Xrag^otj befejten «eften. SnbcjTen gingen burc^ bie le^jten falten SSinter an 
meinen brei bod^ftAmmigen Sftumen ber Ö^ipfel unb bie ^auptftfte }um X^eil oer* 
loren, unb ba bie ^tagbarfeit ganj im treten bodd "^t febt bebeutenb ifi, fo »iS 
tc^ ratzen, bie 6orte unter ö^nlic^en !limatifc^en Serf;ftltmffen me§r nieberflAmmig, 
lumal ba fie fc^öne ^pramfben mat^t, %n pflanzen. S^x Unterlage fann aui^ bie 
Ouitte oerwenbet werben, auf welcher fte gutwftc^ftt. — a)ie»l'Ättet ftnb lau« 
cettförmig, öfter« auc^noc^ etwad längltc^ eiförmig, l»/*" breit, 2V' lang, glatt, 
meifi regelmäßig fein«, boc^ nic^t fe^r f^arfgefdgt, etwad f c^iffförmig unb nad^ oome 
fic^elförmig. Stiel fieif, oft febr lang, big gu 3". ee^on oon SKons oerglt^ bie 
»lütter wegen i^rer geringen «reite unb großen Sänge bcnen ber ®rüuen ^oper«« 
Werber, ©t. ©ermain tc. — «lütbentnofpeu aiemlic^ groß unb bitf, Icgelförmig. 
Pumpfgefpi^t, braun, an ber ©pi^e oft etwad gelbwoUig. — ©ommeriweiae 
ofi fittfig, grünbraun, gegenüber rot^braun mit feinen fc^mu^igweißen fünften. 3. 



445 



No- 211. 5>ie %tm\$n. I, l b. a>tel; IV, l b. ßuca§; V, ?. ga^n. 




Pie Icemion. xui • Cct 



^eimatl^ utib 93orlommen: S)icl eil^ielt btefe ^uc^ auS 
93rüffel unb i[t [it in ^onlreid^ fd^ou lange befannt« (Sie toare jelbft 
in meiner @egenb eine fd^ä^bare SCafelbime, loenn'fie nid^t )u fteinig 
umd fteml^QttS nnirbe, rooxüber {elbft 9)icl ^lagt unb fte bavum alS 
no4 t>oni erften Stange ia^ivt. 9Beit genug nad^ ©üben n)irb biefer 
^e^Ier n)egfaafn. 9)ad SfieiS l^abe id^ aus fperrnl^aufen, n»ol^in fie non 
S)iel (am, unb ftimmten bie ^rüd^te bei DoUiragcnben, nic^t.befd^nittenen 
ißpramibe in iperrnl^aufen, nad^ beuen obige fyiguv entnommen ift, gin|(< 
lid^ mit S)ield aSe^^reibung überein« 

Sitetatur unb S^non^me: 3)te( VI. 8« 3, bie ^emion^ 2)ittri4l^ L 
&. 639 na^ 3)iel. 2)iel ffl^rt atö e^riftfieUer, bie btefe ^rud^t ^ahtn, nur (Glaube 
€$t. (Stftnne 6. 65 an, unb maii{ft bemetftic^, boK man bie ^remion ntc^t mit bet 
Fremont bed (Etienne unb S^Iet oetroec^feln m&f[e, bie oud^ Fin*or genannt »erbe 
unb eine äßinterfruc^t fei, wenngletd^ Aber biefe fremont SenDttmng ^errfd^e. — 
Son SCe^rental gibt S^af. 35 giemlic^ gute Slbbtlbung. 

©eftalt: in ber maleren goim bergamottartig, einer Slotl^en SSergo^ 
motte al^nlic^, bod^ am Stiele etma8 weniger eingejogen. Selten Iftuft 
fte etioaft ftumpffpi^ nad^ bem Stiele aud. aSaud^ in ber 3Ritte; um 
ben Rtl^ n)5(bt fte fi(^ flac^runb, nad^ bem Stiel nimmt fte l^albluget^ 



446 

finnig ab ober Ulbet eine etmai aigeftumpfte @pit^ (SmS^ll^ 9d%t 
2" bxtit, IVt bis ±Vi' ^0^. 

Aeld^: barifd^oUg, lutiblattrig, meit offen, fi^t in mfUgef<(iDeifteT^ 
feid^tet, oft aud^ ttxoai tiefer <Senlung, »elc^e eben ober nur mit feines 
Stippd^en ober ^Uen befe^t ifl, non benen nid^td beutlid^ Aber bie ^ruil^t 
l^inlSuft, fo bag ber 93au(i^ giemlid^ runb ifi 

jStiel: ftarl, böljiflr *fterÄ aud^ etwa« flelfd^ig, Va— IV4" ^Hr 
fi^t in balb Heiner, balb oud^ elwoS tieferer , mit feinen |$trlfd^beulen 
umgebener ®rube. 

Sd^ale: ftart, oft fein roul^, oom8aume ^tU faatgrftn, in voBer 
3ritigung beO citronengelb, bei geling f rfi^em Srec^en ber^d^t jebn^ 
nur grüngelb. Sie @onnenfeite geigt nur Stnflug bflfterer erbartifcr 
9lfitl^e, bie befd^atteten ^täc^ten gang fel^It $unltc fel^r ga^lreid^, glei4» 
mdgig verbreitet, ftarf, roftfarben. S)anebm firbt man an jd^er ^vn^ 
Anflüge unb Figuren, oft fetbft mabre Kebergüge üon 9f oft. @ent(^ fe|(t. 

S)aSgIeifd^ ried^t angenehm, ift xot\%, fein, nad^Siet mtrumbo^ 
iteml^aud fteinig Qier giemlid^ ftarl flfinig), faftooO, gang fd^melgenb^ 
non imüxiffa\\tm ongene^mem fftuerlid^en 9RufiIateIIergef<|mact , ben \di 
mir als erquidenb fflg meinartig, {ebod^ ein ®eringed ^rbe begeid|nete, 
fo bag baS muSlateDerartige @ewflrg nie bei manchen anberen ^ni^^ 
^ier fcbon fe^lt. • 

ftern^aud: gefc^Ioffen, .gro9r bie geräumigen jtammetn entbaUen 
niele ftarte, lange fd^margbaune fteme. Stdü^^if^lt gentnbet. 

{Reifgeit unb 9lu^ung: geitigt im falben October unb ^b ftil^ 
14 Zage. 9lur Zafelfrud^t. S>\ti mtd fie afö eine üorgftgliib ifonomifcbe 
t^rud^t unb gu Simmug (Satmerge) fe|r geeignet befouberS bem £anb^ 
mann gum Snbau empfeblen, bem td^ ni(!^t beifiimmen mSd^te. 

Ser Saum mfid^St lebhaft, mirb gro9,fe(t febrotel (urgeS ^nnbt'' 
|elg an unb* mirb baburd^ red^t frud^tbar. — Sommertriebe mä§ig 
flati, gelniet, o^ne SSoOe, leberfarben, inS Otinengrflne fpielenb, gab!« 
reid^ aber fein punttirt. — Slatt giemlic^ f (ein, breiteOiptifc^, oft giem» 
lid^ tunb, faft flad^ ausgebreitet, glatt, gerftnbelt, feltener feid^t gegönnt 
9fterbl&tter, bie meiftenS feilten, fabcnfirmig. — Olatt bei ^vsO^t^ 
^IgeS breiteltiptifdbf gur <Siform (eirunb 3a^n) neigenb, Sugen 
ftart fonifd^, fel^r fpi^, etmaS abfte^enb, auf gut oorfiebenben Str&gem. 

Obcrbied 

* Die %tud^i oet^&It fi^ au^ in SReintngrn fo unb l^abe iib ib^ Ober^cupt 
9e0cn bfS mangelnben OetoatgeS feinen recbten €^ef(bmatf abgewinnen Itaien. 

3- 



No. 212. Sit «•mint Ul 8iIiM. I, 3. ?. Xiit; HI, 1 a. gut.; It, 2 3. 




iPle ClIkbilM San yiUll«. eonming 



Jpcimal^ unbißoiloinaien: biete Oiint nMixbt argiblltfe ooc 
ttma 2U 3o^Ten au8 Cilboa (Wlboo) in €|Mnlen nai^ Sncrifa gf fira^t, 
nrle Soimiiig mittl^ift. !Bon ^ßapeleu niirb fte utittr bcn neuen SBimtn 
onfgejü^It alS Oolden Benrrä (Bilbos), nai fo auäfie^t, ol9 «I 
BilbM ber Statue beS Srjfe^erä ndre. 

StttiaturunbS^non^incDowiiinR, thebaitiMidfniitlrMiof Anerfea. 
U. 9ii<gatr, nctv3)Dt[ 18BÖ, 6. 363:OoldflnB«nrr« of Bttboa. — Cotolog 
am W>. ^aptlnt 1866/67, 6. 10. - Son ^loto» in IXanatBf^t. 11. 6. 244. 
Xnftitc |4t[knt |ie atS mebmicmitteTflTD^, golb* unb fitonceartit geflttt, Kia(r> 
(aft tuttet^aft, im Cftotn nlf, ft^r ttaii&ac unb btmna^ niiili^ tntfM^*^*^^^- 



448 

©cftalt: nad^ ©oroning rcgdmifeia etrunb, groB, foft 2V4" breit 
unb cbenfo \^oä) ober ctioäg l^öl^er. — Sd^ crjog fic l^icr gioar ebenfalls 
\ä)bn txxnnif hoä) m^ betn®tiele ju legelfdrmig, unb loie bie XbbUbung 
geigt, mertUd^ ^5^er qU breit. S)ie S^ud^t »ud^S in biefer gorm unb 
@roge an einem f reiftel^enben nid^t me^r befd^nittenen ^robe-^ramibbaume. 

field^ (an meiner t^md^t): grog^ unb graubl&ttrig, offen, \iß>aät 
-eingefenft. S)omning fc^ilbert il^n Hein unb gefc^Ioffen , monod^ bie 8e> 
fc^affenl^ett ab&nbevt. 

@ttel: grflnbraun> bis IV3" lang, etioag bfinn, obenauf ime em« 
gebrucft, mit etmad SBcuIen umgeben. 

Sd^ale: fd^on gtatt unb bünn, gelblid^ grün, f päter golbgelb, gleid^ 
m&gig fein braunpunitirt unb etmad beroftet, befonberd um @tiel unb Ael^. 

^leifd^: metg, fein, butterl^aft, non ftarl meinigtem ^ud^rgcfd^mad, 
rec^t angenehm, aud^ frei von Steinen. 

Aernl^auS: ftavl ^ol^lad^ftg, fterne lAngIi(^, fd^mal, fd^margbtoon, 
i)ft taub 

SHetfe unb Slu^ung: bie'Sirne geitigt in amerifa inStitte be§ 
@ep^tem6er, bei $m. oon ^lotom jebod^ mte in SReiningen in SRitte bed 
October, unb ift eine fd^öne gute i^evbfttafelfrud^t 00m I. ätang, bie 
auc^ an freien ©tanbb&umen fid^ nod^ gang gut auSbilbet, mad von 
einer fpanifd^en t^rud^t laum gu ermarten mar. — 9Iu4 Oberb. ergpg 
fie, mie er mir fd^rieb, 1858 oftllig fd^melgenb unb gut. 

Sigenfd^aflen bcg 8aumed: berfelbe fimmt nad^Domning m 
allerlei Soben fort, gebeil^t auf Quitte, trägt regelmäßig unb meift reidl. 
S> er f c^mad^e ^robegmeig liefert aud^ ^icr f aft jäl^rlid^ ein ^ar $r&|te. 
-T- S)ie f(^5nften SSUtter beg S*ru(^tl^olgeS [mh iangli(| ei r unb mit 
auSlaufenbef oft fc^arfer Spi^e, eingelne langer geftielt unb bann aif4 
bie fc^mdteren »Wtter eöiptifd^, fie pnb IV2— IV4" breit, biS 3" lang, 
glatt, regelm&gig fein unb befonberS nad^oorne Ijlin ftb^rf gef&gt, {Ado^ 
f(^iffformig unb etmaä meQenformig, bie @pt^ gerabeaufiftel^nb, ange» 
ne^m graögrün unb glängenb. ©ticl oft bflnn, bis 2V4" long. — 
S)lut^enfuofpen legclfirmig, fpi^, bod^ nid^t flec^enb, an ber 6pt^ 
etmaS gclblid^moflig, fonft bunfetbraun. — ©ommergmeige l^gdb« 
braun, gegenäbec grünlid^ gelbbraun, mit etmaS margigen f^mu^tg 
meifien ^unlten. 

9{a(^f(^rift. äBte id^ bereits itgenbfoo (aS unb tmv aud^ $r. r>ou JB#f< n 
(Smmabutg fd^veibt, foU bie ©olbbime von Säilboa {unb aud) ter HoniiioM 
Pepping) f\d^ leitet burc^ Slbfenfec fortpf(an|en (äffen. <^. 



449 



No. 213. Sa scifniiRn mh «igttl. n, 3.2. 2)t(i; et, 2ft.suc.-, ii, i. 




Jlec |cdt»bt|T(n pan jLR$t». »ipoct (ffiincnno)). ■* $. 

^etmat^ utib ajoitommen: bti(t Sirnt ifl Idngerc 3«<t in bcr @«g«n6 
«on SngetA ali} Deliogad'Hnrdan pont dtpfIan)tiDDii)m, unb etft fplttr, na^ 
Crlenntnif) bei ^i^nt^um«, ^at man ile Dslio*i d'Hardeopont d'Anger« 
jHT llntn|(^(ibuni; oon b« (t<^trn genannt. 

Sitetatut unb Sflnonpme: luerfl [|at fte eiaentlt(% EHOernioj tmSflUrt. 
kn @aTtenbau(icfelIf0aH bte 9tl)onc3)cpattnn(ntt oom ^o^" ^^^ bcfc^riebtn, bo^ 
üb n t^ie »üife iio^ Sio. }u |pdt, ou! Ütott. unb a)tc. an. Siuoit Beii^iicb Tk 
lüinn imaibuin III. @.3l, unb bitbete fie liemlii^ mit unFtierScii^nungabdreinc 
fümmenb, nui etiuad ^i<^ec aUbreit, neben oer listigen DelicFB d'Hardenpont ab. 
llnfeve 3ei(|nung ^at SueaS na(^ einer fletgitf^en 5^(^I beioir«. — Jjie «ime 
routbe au4 von Liron d'Airolet Notiea pom von 186Ö 8. 41 befi^rieben unb 
Pliinohe 10 gu. T abgebilbet, unb ^at b'ei eine me^r nai| bem Seltne abn«^inenbc 
Iteitelfamiige Qeftalt. - 3m «ÜITi-l. bet Soc. ju Souen ift ©. 23 üb, U a» 
Dalicei„d'HuTdaiiipon" jebeiiraDa bie VDiIieqenbe tut) bef^cteben unb aiff 
bilbet. Ob aber bte ebenb. '&. 8^ tab. 4 ali Dalie» d'HaTdnpoBt mit bea Sifn. 



45 

Beorr6 d'Hardenpont na4 CoQTeroh^ (loa^ ber Octi<|tetilaHet ^pteoofi inbeffm 
fel^ftatö irrig (egeic^net) unb mit ben itoc^ folgenben 6Bii.PoirePoiiim» unb 
BearT6 rojal no^ »eitet bef^riebene, tn bem einen iSsempIare §an| apfelfdt< 
mige Smc^t auc^ birfelbe ift, fAeint fc^on nac^ ber Segetation fniglij^, ba n&mlUt 
bie SIAtter a(iS lancettfbrmig, fe^r sugefpi^t unbfd^maC, me^r otö juDeimalfo teii| 
a(d breit gefcbilbert »erben, aber ed wirb audl^ bie Snu^t, meldet fobe Oci ceif( 
unb {i(^ bid tn ben 2)ecember ^ft(t, a(d fe§r fc^metjenb, |uaerig unb acnftti* 
^aft befc^rielen. ^0(^ ffl^rt nad^ bem S^on. 8er. bte Delioet d'HardBopoat 
d' Angers bie SpnonnmenPoire Pomme unbDeRaoqneinp^lieim. 3iibe|fe> 
au(^ 2^ecaii$ne, ber ne in 29. £ief. ald Oelioet d'Angers befc^neb unb obbilbde, 
mac^t barauf aufmerffam, bat P^ von ber Poire Pomme on Beurr^ de BaekeigbeB, 
einer )u ben Caillote« ge^brigen 3ru((t, verfc^ieben fei. 

®eftalt: runbli^ oo^^^i etnad beulig, etn>aft ber Beorri d* Aremberg d^alut, 

mittelgroß, befc^reibt fte »io. unb btibete {ie 2i/i'' breit unb fafi S" ^o4 ab. 9^d| 

unferer ^ormentafel fbnnen nir unfere unb feine nac^ bem @tie(e gu mir no^ 

etmad me^r 2Ugefpi|te ^<l^t runbU(( Ireifelfbrmig nennen. 

Steid^: flein, mit (infdCligen SlAttcm, |iemli<l^ eingefenft, oerf droben bv^ 
beuten. 

6tie(: bid, unten flar! unb fleifc^ig, l^eSbraun, balb obenauf auf etnca 
$5ifer, balb etmad oertieft. 

6(^ale: bicf, grün, ft)Ater golbgelb, brdunfic^ gerottet nnb ftarf beroftet m 
Sttii!^ unb 6tie(, au(( roftig punitirt. 

gleifc^: »eiglic^gelb, ^atbfein, j^albfc^meijenb, (nad^ Siron liemli^ grftbß^« 
mel^r brüchig ald f((mel|enb), faftooK unb fe^r geguifert, auc^ angenehm, bottni^i 
ftar! gewürjt. 

Itern^aud: mie oben ge}ei(^net. 2)iejterne ftnbgrot» fpitooal, f<j)var}, oif 
beiben leiten conoe;« 

9leife unb 9lu|ung: bie »ime leiHgt in ber SKtte bed Dctobcr w^ i| 
nacl 9io* eine gute gruc^t. 9(u<| £ucad, ber fie .(En^e October loftete, bqei^ 
fte a(d fe^r mo^If^medenb, gab i^r fogar **!. Stuf bem 29on. (Songr. gab sn 
i^r ebenfaSd bad S'^i^i^^^ ^^^^ U^^ qutcn %tüä^t 

(gigenfc^aften bed 8oume8: berfetbe mftd^dt nad^ Qio. mittelfiotl oif 
Dttitte, gibt barauf unb auf IBilbfing f c^öne ^vramiben, auf meldi^er leftem llnteda§e 
er oie( lebhafter mAc^it, unb ift fe^r frud^tbar (auc^ nadi^ bem Si^on. <^ongr.). — 
2)ie Blatter fc^ilbert »tu. aldliein ober mittelgroßr ooaf, in eine ruiibfii(e Gtrifc 
audge^enb, feingefdgt, geirflmmt, flac^ ober fc^ifffbrmig, ^eSgrftn. 9Bteic(bie€octt 
oon $a|>ereu ^abe, bie aber noc^ teine grüd^te brachte, ftnb bie Sldtter etvvab 
mit me^r ober weniger, bei ben Slftttern am ®runbe ber €Sommerg»eige oft Sdß 
langgezogener Gpi^e, an bem je^t nic^t me(r triebigen Oaume aber au(i gM| 
fium)>ffpit, C^nb fo ber »efc^reibung »io. entfpre^^enb) l*/k-2" breit, 2V4-3Vi" 
lang, glatt, fein unb fhtmpf*, ^ie unb ba auc^ f(^Arfcr gefdgt, etmad fi^ifffbnng 
unb etmad weDenförmig, befonberd fiart aber fi(^clf5rmig unb nad( unten geMaort 
unb iwax fo, baß baS %(att mit bem eiottfltele oft einen fpiten SBinfel bilbct, 
maS befonberd bad üouener SftOetin ^eroor^ebt unb monac^ bie Sorte bo^ birfeüc 
fein fdnnte. ^ie garbe ber »tdtter ifl J^eSgrün baburd^, baß gelbCti^c 6teSei 
mit bunfter grflnen abwec^feln unb bie SCbern )iem(id( fld^tbar ftnb. 8(att^ bü 
2" lang. — Slflt^enlnofpen nac^ 9to. fe^r (finglid^, f|nt;, ^eSbraun, an ber 
Spife braungelb, fafianienbraun fdl^attiri — Sommerjmeige f(^iDad( grftnli^ 
braungelb, fonnenmflrtft unb nod^ oben rbt^Iic^bronn mit feinen gelblti^en fbmften. 3- 



451 
Nro. 214. Sic 64älfte j^eiMtltcie. U, 3. 2.S)tel; m, 2a. Suc; 11, 2. 3. 




igeimat^ unbSorlommen: alte, franadftfc^e Sorte, loeld^eguerft 2)u^amel 
genauer befc^rieb unb aud^ fd^on lange in 2)etttf(^lanb befannt ^u fein fd^eint, ob» 
gleich fie ni(|t gerabe ^duftg gepflanjt n)irb. S)iel erhielt fte oon Sennl^ol), Xunft» 
oOrtner in äBil^elmd^b^e bei Gaffel. — 3(^ belam fono^I bie ^uc^t, nie au^ 
$fropfreifer oon $rn. 2)t. Siegel. 

Siteratur unbSpnonQme: ^ul^amelin. @. 13 tab. 19 gig. 1: Bellii- 
•imed'automneY ermillon, bie@c^5nfte$erb{ibirne(berUeberfe|(er). — 
2)ie( II. B. 112. — itnoop 6.36 tab. II.: Yermillon, BellisBime, Maaoat 
rou^, Mascadille roage, Grosse Mnsoadille, Rode of grote Mas* 
oadel, boc^ peifett 2)ie(, neilitnoop fte etioad |u ftarf bau(^igt aeaeid^net, cm^ 
biet baiid^igt befc^reibt unb i^re Steife früher angibt, an ber ffUtJ^üaUit oon Stmop*i 
gntd^t — SRatjer in Pom. Franc. IIL tab. ^ (at fte fc^ön, aber fe^r bunt ab» 
gebilbet. * ~ &^ri{td $bn>b. unb 3)ittri(^. au4 Bxdlet ^aben fte nic^t, ebenfo 
Obexhitä unb fiucaS , bo(^ finbet fie ^^ m (Sbrifl'd DoOftAnbiaer $omo(ogie mit 
}temU(^ guter t$igur, au4 bei Itraft II. Xaf. 131. — Cat. Lond. gibt als Gpno* 
nullte no($ PetitOertean an. — Xougarb in feinem Sableau f e^t Yennillon 

^ ttt nennt fte Sßunberfd^bne ^erbflbirne, Bellissime d'antomne. 



452 

old69noit. neben BellMsime d'6t6, bie er fibttgenS ald fe^t (dnglic^, a(erimtii(|. 
unbGept. reifenb, 5ef treibt. SRan mtrb bie obtgealfo VermiUond^Aatom ne 
nennen muffen. (3)ic @octet. in 9louen ^at übrigen^ bie ßellissniie d*M cbenfo 
!uT)9ebaut, rote jte ootne in unferem $bb. unter 'Jlr, 180 ge|ei4net i% in iltem 
IBüdettH B. 14 abgebilbet iinb befc^rieben, unb Xougarb fd^etnt bentnact tu 3nrs 
t^um genefen ju fein.) — 9(ud^ SDecaidne ^Qt fie »a^fc^einli^ olS PoireYer- 
millon in 26. £tef. abgebilbet unb ^ö(t nac^ ber hinzugegebenen Sef^ceibung 
Sterlets (lange unb lugefpifte) Belle ec bonne, auCb ^o°^ ^l&ude 8t. Etienne'i 
Poire Frlzcus für biefelbe g*ru(^t. äle^nlid^ ift berfeiben au(& feine in U. 2ief. 
enthaltene Poire de Coq, mit ben ©pn. Belle de Bruzelles, BelliBsime ^'M 
(partim), Madame, Snpr^me, Nie), fte ift faft ebenfo bunt atö SRa^er*^ gnutt» 
reift aber fc^on Snbe §uli unb ^ot einen auffällig ftar!en fd^ieffte^enben Stiel 
genier auti^ no(^ beffen febr länglich bimfbrmige, faft malgenfbrmige unb fe^ tote 
FuBÖe in 29.Sief., im Dct. reifcnb. 3)ie Sln^flangung biefer 3 9)ecaidne*f<j^en 6otta 
bei und mu^ weiteren ^uff(^lu6 über bie roirtlid^e ^bentitöt einer ober Der anbetn 
geben 

(S^eftalt: lang unb fc^mal, mabr^aft birnformig, ftart ^oc^» aber fc^molbou^ig, 
um ben StcliS^ ]dfön abgerunbet, nac^ bem Stiele ju etraad eingebogen unb mit langer, 
mabr^aft legeiförmiger Spi^e enbigenb, 2" breit unb 3V«" lang/fe f d^ilbert fie 2«1. 
— @ie ^at bie nämliche ©eftalt, mie bie Caiese Madame, ift aber l&ngli^er imb 
uon mittelmäBVdi-'i^ 2)icte, ^u^amel. 

itel(^ (meiner oon Siegel erhaltenen gruc^t): gro^, aber htribCdttrig, off«, 
ftemf örmig, in geräumiger, fcböner, mit feinen flippen befe^ter @infen!un|, bie ali 
(Erhabenheiten fortlaufenb noc^ ^ie *uub ba auf bem 9au($e bemerlUc^ {tnb. 

Stiel: bis IV2" lang, oon ber^^atbe ber gruc^t, um bad @nbe braun, as4 
nac^ 3)icl anfdngUc^ f^^ifc^ifi ober mit gleifdjfalten umgeben, obenauf. 

Schale: fein, glatt, blag ftro^gelb, auf ber @onnenfeite lebhaft carmotft», 
fafl zinnoberrot^ oermafc^en (molier ber 92ame Yermitlon), auf ber S^ottenfeite 
bla( rofeurot^ *, an befc^atteten grüc^ten ift iebocb bie ©runbfarbe oielfa^ ft^tboi. 
3){it feinen unb ftarfen, mei^grauen fünften, befonberä greä im 9lot^. 

e^leifdb: n>€i^i feinibrnigt, faftooU, raufc^enb, bo4 auflbeti^f, von gevikci« 

fiaftem, erhoben fü^en ©ef^matf. 2)iel — oon fü^em, lieb(i<lb^n angenehmen Se* 
c^matf, Itnoop — wenig faftretcb» fü6# menig parfümirt, leicht meinigt, ruffclrt« 
ä^nlic^, IDecaiene, Poire Vermilion. 

. 9leifeunb9lu^ung:bie fyruc^t reift nac^ 3)u^amel unb SRaper jn Me 
bed October, nac^ S)iel Slnfangd ftoo. , nac^ Stnoop im @ept. unb Oct, na4 ^ 
caiäne SRitte Sept. — ^on Siegel !am bie »ime SUtteDct., fc^on im ftbeneifen 
3uftanbe an. Sie mö^te beg^alb unter Umftftnben früher reifen, ft4 aber amSoiuRe 
aud^ lönger galten. — ^err Dr. Siegel bemerlt ju ber in i^rer etgent^ämlittci 
bleic^gelben, faft milc^mei^eu @runbfarbe mit carminrot^er Slbjeicibnung fe^r f^dscn 
unb uic^t p oer!ennenben §ru(4t ^S^ic^t gu empfehlen, meil fie gu fc^neO teig 
mirb.^ 2)e|ungea(^tet mag fte berSiebbaber fc^oner Dbftfrü^te immerffin in feinen 
©arten aufnef)men. ^tel gibt i^rl. 9lang unbfagt: „am Spaliere mirb bie Snu|t 
faft fc^mcljcnb.'' 

(Sigenfc^aften beSSBaumee: berfelbe mftc^i^t ftarf, belaubt ftc^ fe^r fcb^Bf 
gebeibt auf Duitte mie auf 9Bilbttng. — 2)iea31fttter ftnb, n)tefte2)ieIunblD«* 
^amel befc^rieben, am Sommer^meige meift eQiptifc^, oft f pifer nac^ bem Stiele aU 
na^ oorne; allein am ^rag^ol^e tft bie äßebrja^l Idnalic^ eirunb, unb oon 6 
SBlftttern um eine SBlüt^enfnofpe finb etma 2 ber l&ngit geftielten eUiptif^, bie 3 
beftauSgebilbeten finb eirunb, ein gemö^tili^ babei befinblic^ed fleined ift laniett^ 
fbrmig. Sie finb IV^'' breit, mit ber Iftnger ober lürser audlaufenben Sptt^ fn^ 
3'^ lang, etmad unbeutlic^ moQig, meift ganjranbig ober bo(^ nur feiert unb na4 
oome )u gefägt, ttroaQ |c^if[förmig unb meUenförmi^, auc^ fd^mad^ ^c^elfbnsig, 
3iemli(b bunfelgrün. — SBlüt^enfnofpen gur 3^^^ legelfbrmig, md|ig«, \^ 
ftumpffpiti b^Q^^t^un, am ©runbe bunfelbraun. — Sommerjmeige nacb oben 
elmas mouig unb, mie fie 2)iel fc^ilbert, braunröt^Iidbr t^d Siolette fptelenb; an 
befc^atteten Stellen olioengrfin, mit gtemlid^ oielen fcbmufig meinen fünften. 

3- 



453 

K .. 215. ^Utcttlm tn «DUHifr. 1,3.2(1) 35.; lU (I), 1*. S«; 111,2(1)3. ^ 




llnlienkett m IßoumtX. »loort (Oregotre). **i ^. 6. 



^eimat^ unb Sovlommen: ©regoice, Stot^gerber }u goboigne, erjog fte 
itnb benannte fle fo, »eil tu bie Ie(te gruc^t toat, welche er ©inton SouDier noc^ 
fut) vor beffen Xobe )ur tßrüfung vorlegen lonnte, »ad ungefft^r um 1846 gemefen 
fein mirb, ba ber I9aum in bieftm ga^re )um erften 9Ra(e, »ie SSitoort mitt^eilt, trug. 

Siteratur unbSpnon^me: Sioort befc^rieb fte im SKbum I. neben Saf. 28 
ald SouTenir de Simon BouTier. — S^oc^na^l im l^ü^rerll. @.64 ^atliP 
unter 91to. 340 a(d@imona3ouv»er'd »irneaufgegä^It. — 9Rit biÄr ^ruc^t ift 
nun aber na(fi ber bereite gelieferten ^rud^t unb nac^ ber S^egetation ocd Saumed 
ft^er ibentif(9 9(ugufte vonjtraufe^ mieic^ fteoon^errnOberfbrfter 64mibt 
oor mehreren Sauren in ^u(^t unb3^ctgen erhielt. ^erfelbebe!amftein$fropf» 
retfern mit 9{ro. 245 begei^net von oanSRond, unb ba er feine tlebereinflimmung 



454 

mit einer anbeten Birne fanb, fo benannte er fte wie oben, ^at fie au(( bereite 
in 2)od)nal^(d ^omona II 6. 10 befc^rieben. t^ fetbft gab imV. ^efte berSer« 

!ianb(. bed 8er für $om. unb ©artenb. in SReininaen 6. Q4 einige 9{ott|cn fiber 
te. 2)o4na§( bat fte im Sü^rer II. 6. 127. ^ ^n fran}5ftffl^en e^riften fanbt4 
fte bei Xougarb in feinem 2:ab(eau, Uiouen 1852 6. 57 unb bei Liron d' Airol. oU 
Poire Souvenir Simon BooTier in feiner Liste synon. I. @. 96, %vaUi 
1857. 8om ^rfteren ift fte nur fe^r furj, oom 3n)eiten na^ 9)ioort gefii^ifbert', oon 
Seiben ald Srud^t I. 9lange0. — $apeleu, von welchem id^ bie SoQTentr de Sim. 
B. empfing, ^at i^r bagegen nur II. 9lang beigegeben. 

@efta(t: bimförmig, na4 bem stiele %u me^r ober weniger abgefiumpft (f< 
befc^reibt fte Sioott), bocb baut fte fi4 aud^, mie fte @(^mibt bef^rieb, ^mR|rf 
fegelfbrmig, ift nflttelgro^ obergro^, Vß" breit, dVs" i^oc^. 6ie ift oft m((t reget« 
m&|ig in ber Stunbung unb geigt au4 bfterd QeuCen, mie jtronprin) ^erbinonb ober 
loie bie €(rumion>er Butterbirne, ber fie au(^ bidmeilen in ber gorm jiemUc^ d^nfi4 ift 

Sttlö^: fpitblftttrig, fternf&rmig ober aufrec^tfte^enb , offen ober etwoi ge* 
f(^(offen, in einer f leinen f(^üffe(fÖrmigen (Sinfenlung, bie mit einigen Beuten ober 
. galten befeft ift. 

6tie(: */4— IV«" lang, flarf, l^oljig, grünli<l^< ober gelbbraun, obenauf, »ie 
cingebrütft, ober in ^leif (^ringeln vertieft, öfterd au^ neben einem $5(f er fc^ief^e^. 

@4ale: etwad fein rau^, mattgrün, mit otelen, feinen grünen Limiten unb 
etmad ^o% ber auf ber gangen Cbet^ftc^e gerfprengt ift unb am meiften um iteli^ 
unb 6tiel nod^ gufammen^ftngt. ©pAter mirb bie ®runbfarbe blaftgelb ober citrone» 
gelb, l^ie unb ba uoc^ mit etroae ®cün, unb bie fünfte werben me^r &r&ttnli(j|. 
Selten unb nur wie 18ö9 am ^oc^ftamme ^at bie ^vn^i etmad matte 9l5tbc. 

gleifd^: mei^, fein, faftreic^, butter^aft, von löftli^iem rofenartigen S^^' 
gefc^mad, burc^ etnad feine @fiure fe§r ptfant, nac^ ©c^mibt etmaS d^nlii^ ben 
oer 9la|>oleon3 Butterbirne. 

itern^aud: oon gorm eirunb, nac^ beiben (Snben gugefpi^t, in feinem Um« 
Ireife finben ft(^ bfterd etioad feine ©teinc^en, bie aber 1859 fe^r unbebeuttib 
waren, gleichwie auc^ Bio. bad jtern^aud nur alS mit etwad Jldmi^en umgetai 
fc^ilbert. ^ie Kammern ftnb muf(^elförmig, bie jterne gro( unb ooniommen fpi|, 
oben mit einem $öd(er, ^eUbiaun. 

Steife unb S^u^ung: bie Birne reift nac^ Bioort gu @nbe bes Oct, ^iett 
ftd^ in anberen (Sjremplaren auc^ bfö ^ec, bocb fei bie eigentliche 9ltetfe noi^ iti^t 
feftgefteSt. 9(u(^ S^mibt gibt bie 9teifgeit für Gnbe Oct. unb i(re IDouer tvf 
3 SBod^en an Sn ben beiben legten warmen ©ommem ^atte ic^ fte inSReiningoi 
f((on dnbe @ept. reif, unb au(^ bie oon $rn. @(^mibt oor mehreren Sauren ge* 
fenbete f^c^t, wie fte oben gegei(|net ift, war um biefelbe Qext reif, bo(( botte 
bad ^leifd^ ber legieren no(^ etwad 3ufantmen§ang unb ber frühere (Eintritt ber 
gelben ^Arbung lann auc^ an i^rer etwag gu frühen $lbna^me gelegen ^abeiu — 
2lft immer eine fd^on merYIic^ gro^e unb fc^dne, in il^rer grünen g'&rbuna unb mit 
i^ren fünften ber 5töftli(^en oon 6^arneu etwas A^ulic^ fe^enbe fe^r i4ätb«e 
S^afelfruc^t, aller (Smpfeidlung wert^, nur würbe fte 1859 etwad f(^neE teig (mA 
in ber gerabe ^errfc^enben fel^r warmen S^itteruug feinen @runb gehabt ^abenwnb)« 

Gigenfc^aften bed Baumed: berfelbe w&d^^t lebhaft, fc^t oiel gnul^tleii 
an unb ift aUjäbrliA mit ffrüc^ten belaben (aucb in a^einingen rcc^t tragbar). — 
2)ie Bl&tter ftnb ftarl l&nglic^ eifbrmig mit längerer oberfürgerer meißaui« 
laufenber Spi^e, 1^/4" breit, 2^/4" lang, Heinere BUtter au4 langettfbrmig. fetmr 
unb ftumpfgef&gt, oft gangranbig, unterhalb meift etwad unbeutU^ wollig, fd^iff» 
fbrmig, aut^ oft etwad fid^clfbrmig, giemlic^ bunlelgrün, bo^ ntir mattgiftiiieab. 
Stiel bleic^arün, giemlid^ ftar! unb fteif , bid2>/4" lang, aerabeaudfte§enb, bieBI&tter 
aber meift oaran abw&rtö ^Angenb. — B l ü t ^ e n<n o f p e n gro|, f c^dn f egelfdracti, 
fanftgefpi^t, !aflanienbraun, mit etwad flaffenben Schuppen. — 6ommergwe ige 
«grünlidb braungelb, gegenüber unb oft faft ringsum trüb blutartig gerbt^et, mat 
feinen fc^inut^igwei^en fünften. ^ 3- 



4,W 



Ml». 216. E^fiNH^ar ntfferlitiit ni aber IV, 2.^!D.; X, i «. $.; ni, ^% 




Sdiwei^et Vafferbirtie« axctget (Suca^)* ff m.i k. $». 

^cttnatl^ iinb Sorfornmeii: in SEBÜTttemBerg unb fBohtn, ht^ 
fOiiberS am Sobenfee unb hnObenmalb ftart Detbreitet, \o bag fie, wie 
SRc^ger fagt, bort icbed ICinb lennt. 

2iteTatiir unb Gpnon^me: aRetge« i^emobftf. 6. 191, £uc« Jtamobftf. 
e. 236. (eilt aii4 Sßeittgifierin, aRaraenbratbirne, iteffelbirne (tm 
fUmftt^al bei (egiiatb), B^i^mtittthitrit (0.9t. 9iiebltngen\ SBafferbirne, 
ep&te SBafferbitne (auf ben gilbem), ®raitenbirne, jlugelbirne ''~'' 



®efialt: faft tugelrunb unb mittrlgrog, fo bef^rieb fte Suca^ in^ 
kinen It ertiobftf., au(^ in ber SRonotefc^r. IL @. 34 unb bilkete fte in 
It^tCTcr auc^ in bicjcr gönn unb faft 27»" breit unb nur etwa l'*' 



^b^ ab. ^0^ ^at betreibe jtijt gu ü^ter Sefc^reibuitg eine ettoad aoß 
bere^c^tiung gegibm, bie i^re^orm alfo xooifl no(^6effer reprdfemirt 

JCelc^: DoOltommen, bl&ttrtg. 

©tiel: etiDtt ±" lang. 

@(^ale: gr&nlid^ gelb, anf bet 6onnenfeUe trubrot^ nennaftben, 
mit gQ^Ireic^en ^unCten unb angefpcengtem SRoft befonbecS auf berSon« 
nenfeite. 

^Icifc^: roei^lic^, faftrrid^, ^art; lagevreif geniegbat. 

Wet^e unb SRut^ung: Snitte Octob., 4— 69Q3ocben, ttac^aRe^ec 
oft btö/^t^^en ben 3iMnter. S)ient }um S^örren, ^auptfdtbli^ ober )«« 
Obftroeiu, ber febr DonügUc^ roirb, aber ntd^t fe^r lang bauemb ift 
5Die 8irue baif gum Soften nijlt )u reif werben, tnbem becVloft fonfl 
Ifi^t gd^e n)irb, überbaupt roitb empfoblen, fte mit anberen b^rbetcn 
Simen ober fäuerlidden Slepfcln Dermifc^t, ju moften. 

€igen{c^aften bed 93aumed: er mirb fe^r groB, ^at ei^et» 
i^ttltcben äßucbd, fommt in raupen Sagen fe^rgut fort, mirb nic^t feiten 
100—150 2^f^^^ alt, ift aucb bauerbaft in ber Stütze unb un^emeU 
ertragreidl). Stätter (mie icb bte @orte nonüReeger k^tiU)* eirunb, 
mit auelaufenber ober aucb ^i^^^ nortretenber @pi(}e, IV4" breit, 2Vf'' 
lang, mitunter eiförmig unb breiteUlptifc^, glatt, nacb nome beutli^ vA 
giemlic^ ftart, nacb bem @tiele gu {cboc^ nur bogenförmig unb fiu«|f 
gef&gt. — ©ommerjmeige unb tunged i^ol) buntftreifig »ie 
baS ber Sc^mei^erbofe unb ©c^mei^erbergamottte, 8Utlcr 
jebod^ oon ^rbe burc^aud griln. 

3 



467 
Nro. 217. SMigttielcrilu UI, 3. 2. »lel; IX, 1 a. Suc; V, 2. 3a|ti. 




^angfltriertn. i^ucad. ff M.i K. $. 



i^eimatl^ unb S^oifommen: Qtn SSobenfee, auf ben gilbeni, 

bei (&omijtatt unb (^Bliu^eu unb iti ben mciftcn anbeni Obftbau treiben^ 

ben Segenben von )ilBüi-iicmbcuj l^iufig Deibreüct. 

£iteratur unb ©^uon^me: 2uc. Äemobflf. @. 230, 2Äetjgcr 6. 186 (eben« 
faSd uac^ £uc.)-3riefe« uiib ©riefebirne (am Sobenfee, oou bem f5mt()«n unb 
0tie0lid)«n^lei{4), 3(umetbir ne ((Santiftatt,(^^Ungen), ©rän^ülferinätegeU 
ibirnei ^fi^eumaierUdbtvue (a* a. O.)« 



468 

®ifialt: iau^ift Umf irmig ober legelfinnig, tldn, nadl berSfr» 
iiliuitg i^i' breit, 2" unb dtoaS barSber lang {J^\ttlaxim^l^\offt%. 
9ud^ DOn SRe^get ift bie (Srige auf ungefft^r ±'* angegeben.) 

jteld^: <l^arQlleri[tifd^ gtog unb breitbl&tlrig, obenauf. 

6tiel: fiati, 2Va— 3'^ I<inS/ ^^^^^f grünbraun, in et»a88euten^ 

®(j^ale: grasgrün, fpiter »eiglic^grfin, l^auftg leidet trüb geril^ 
Wt Dielen feinen $unlten unb bfterS etmaS Stoft, befonbcrd an alteii 
Qiumen unb in raul^r Sage. 

t$Ieif(^: gelblid^neig, fe|r faftreid^, bei noUer Steife angenehm unb 
faft l^albfd^melgenb, fonfl ^art unb fe^r sufammcniic^mb. 3^01 8to^ 
genu^ ift bie Sirne nicbt gu braud^en. 

IReife unb9tu^ung: bient auSf d^Iieglic^ }u Obftnein, am Soben^ 
fee aud^ gur Srennerel 3ft ^^^^ ber fc^d^barfien n)ürUembergif(^eii 
Wofibirnen, bie aber aud^ }u ^u^eln febr betiebt ilt. Sie Keife tritt 
Wltiit October, mitunter au(^ früher ein unb bie|$ru(|t l^&tt pd^ einige 
SBod^en lang. 

6igenf((aften be8 SaumeS: berfelbe mirb ungemein grot,. 
leid^net fl($ burdd fein fd^ined gro^ed, bunTelgtfineS, gl&njenbeS SUdt 
fomie burd^ ftarled i^olg auS, bilbet eine breitpqramibenfbrmige i^bet 
^oc^gemdlbte firone mit ftarlen abfiel^enben heften, bereu ^rod^t reid^ 
mit gruc^tl^olg befe^t finb, fommt überall gut fort unb ift red^t tragbar. 
SD3enn id^ bie ©orte oon 9)te^ger (mie ed bod^ nad^ ber mel^alü g^ 
lieferten, ber S^efd^reibung entf|ired^enben , nur mertUd^ Ileinem gru^t 
fi^eint) rid^tig babe, fo finb bie SBUtter breitelliptifc^, (oft fajl 
breitlangettförmig), 2" breit, 2Vi'^Mi, meljt oorne am breitefteor 
nnter^olb aOe moDig, gnm Streit aucb oberl^alb, menigfienS am tSIotts 
faume moDig, begbalb gmar bunfelgtün, boc^ mattglSngenb, nome fein* 
gefSgt, biemeiten gangranbig, flacb, nur l^te unb ba am Staube meSeii^ 
firmig. @tiel 2" (ang. — Slütl^entnofpen etroad furgtegelfirmig, 
ftumpffpi^, grog (nac^ SucaS bie grigten mo^f, bie betannt finb), an 
ber €piOe oft etmad gelbmoUig. — ©ommergmeige grünlicbbrouit,. 
fonuenmort^ einfarbig braumoi^^ u)enig unb fe^r fein fd^mu^ig m# 
punitirt. 

9nm. 3^ o6iger ttmriljeii^nung lourbe Me 966irbung bet 8irne oonEucaft- 
in aRonatdfd^rift IL $eft I. benu^t unb bie gorm bei Slatted ton mir ^\niv%t%^au 

3. 



469 



ISo. 218, ClwMptjger BtttMlte, m (ob. lY), 1.3. ».; X, 2a. 2.; 111, 3>H> 




IBftmjfnintx fzMltnt. aRefget ff mj $. 

^eirnatl^ unb SBorfotnmen: ift burd^ ganj SSfirttemficrg unb 
üt angreiijenben Sftnber Dcrbreitet unb ald ÜRoftbirne fe^r gef(^fi^t. 

Sitevaittt nnb Spnon^me: SHefger, jtemobfl. 6.161. — 2uc. S.241. 
S>cffen Xbbilb. »firttemb. Cbftf. 9lo. 140 tab VI. — Sfl nictt bie Stlelne fiKbt 
«ratbime 2)ie» VlL 6. 175, {ie »irb aber bie in beffen 9l.it.O. V. e.22i U* 
fc^ebene (S^ampagnet SBeinbirne, bie fd^on G^rift ($biob. 6.219) aI8 bie 
«Oecbefte gut SBeinbereituna bejei^net, nac^ bev oon 3)iel gegebenen Bef^eibung 
fein. 9u(^ $v. Sfarrer t<^t(in nennt fte nac^ i^rec Xb^iKbung tm R. Db^cob^ Stnil 
4857, fo. — l^ei^i no^JDeutf^eOratbirne, tiefte 9ratbitne,nac^ SKetge^ 
^nufiCiberbirne, itopfbitne, unb gewö^nlid^ fc^Cec^tioegSratbirne. 3n bent 
BoSlDeilev Katalog (ei^t fie^Bra tbirne k fenillet liiiiaiil6S,®ian|Iau« 
ftigt Sratbirne.' 

@cfla(t: nad|3Re^ger mel^T Hein ol8 grog, firritgebrüA unblrei« 
felfSmiig (unebel aud^e^enb, nüc^ S)iel), 2" breit unb nid^ ganj 1 V/' l^o<l^^ 

jtcld^: flad^ eingefenit, mit wenigen Srl^ben^eiten. 

6tiel: bi8 ^U" lang, etrooS nertieft, nie ringeftrdt. 

64ale: gelblid^ grün, fpSter ^eOgeli, gute^t braun xoit bie teige 
Sime, mit oielen fünften unb etwaS Slofl. 

^leifd^: raul^ unb l^rt, umd jtem^uS fteinigt, nid^t gum ro)^ 
fknuffe. 

Steife unb 9lu^ung: reift nadft ÜRe^ger 3Ritte (September, unb 
boncrt 7--8 S:age, nad^ SucaS bagegen, welcher mir brieflich blefe Vn^ 



4ßO 

gaie üße^gerS als irrig fiejeid^nete, reift fle mut Octo&er, ifl oft vier 
fEioSftn faltbar unb tsirb (e{ ber Ueberrdfe fcfiioaribram. ®tbt l^crr» 
lid^en tnoufflrenben 98fin, toefi^lb bad ©imri (33 gjfb. eirticit) fd^M 
mit 1 fL 40 tr. bejo^It xonxht. — ^ie lange grünbleibetibe f^ruc^t loir^ 
(^nbe Octobtr gelb, bleibt im teigcn ^uftonbe feft unb barf erft ^(xl^reif, 
menn bie Sd^ale bereitd einjelne broune fdecfen l^ot, gemofiet n)erbnL 
e^on @^rift (93onft Homologie @. 158 31xü. 142) tagt, ba§ fie, mit 
Vs ^^\A gefeltert, einen bent M^itn Sl^ampagner al^nlic^en a9^ein gebe^ 
ber meig fei, unb mouffirrnb gurt^lafd^e l^erauMpringe^ nenn ber ^rq^ 
audgegogen merbe, au4 feine ®flte unb ft^re Suft 3<^^re (ang bebalte. 

(Sigenfc^aften bed SaumeS: berfetbe mAd^St in ber Sauntfd^ule 
nur fd^mad^ unb ungeme in bie ^i^t, fo bafi mon rvtifjil tbut, bereits 
fertige 5tronenbdume anberer Sorten bantit }u bepfropfen. ^ loirb im 
SBflrttembergifd^en {Iei§ig gepflangt unb ed raerben bergleic^en Saume 
t^eurer alS anbere bega^It 3>er Saum mad^t eine eirunbe, reid^^olgige 
itrone, beren Bn^eige ftetd etroad l^erobl^angen, blü^t frfl^, geb5vt aber 
bod^ gu ben rec^t tragbaren @orten, befonberg in freien offenen Sagen. 
— S)ie eiStter finb nad^ SucaS glatt, glingenb, Hein unb runblidft. 
34 befi^e bie @orte non 9Re^ger unb ^abe mir bie $orm ald eifSr^ 
mig, mit lurger ^alb aufgefegter @pi^ IVa" breit, 2" lang, unter^tt^ 
fd^mad^ »oOig, feingeffigt, gum 2;^eil gangranbig, etma< meOeitfdrmig» 
bie @pi^e etmad gurflcfgelrümmt, b^Kgrün, ftarf gtängenb ongemertt. — 
Slütl^enlnofpen Hein, ftumpffpi^, faft gelbbraun. — ®ommer> 
^meige non iCnofpe gu JCnofpe etmaS lantig, grünlid^ braun, fel^r fein 
otfergelb punttirt. 9iaä^ 8uc. finb fie fd^mSrglic^, nad^ ^et oiotettortig 
trounrot^, meiere bunflere ^Srbung nml^rfdgeinlid^ baS mirmere €Iinft 
iebingt 

3- 



4M 



TÜTO. 219. ttmnttfi m ©iiifleW. Hl {ob.lV), -?.!2.?r).; X, ?b. S.;I, ^3> 




mUMtng Qon «InpeW. ^«ca^. it m.! », 



^citnatb unb aSorforninfn: blejc Sirnc rourbc auf bcr ÄgL 
Dotnöitte ©nflebel bei lübmßcn aufflcfunbcn. ®lc iji auf ben pbent, 
bei ©luttflaTt, SubwigSbuTfl u. f* ro. t)on bcr ^o^ciil^eimct iBaumid^ute 
aia burdd gang SEBÜTtlemberg verbreitet 

SItetatur unb ©^non^me: aWe^fler« ÄetnoW. 6. 187 (»ef*«**««i^ 
b«tln ifl »oti ÄttCttÄ). - Siic ÄetnoBflf. 6. 248. 3)efiett Sl6b. iDöirtt«inB. «fj«f W- 
«0. U3 tab. TL — 3)etfelBe in SRonatefcftr. IL e. 34. — $«i6t im »ürttcm» 
bergif^en (äufi(( oud^ (Sstra«3Koftbirne. 

®eftalt: ftumpf tegelfSrinifl ober abgeflumpft treif elf irmig , nox 
loenig ^6^et al8 bitlt, oft in bcn <>aiften ungWü^, uugefd^r iVt'' *teit 

mib ebenfo ]^oil(|. 

fteld^: unooBfommett, ^omottig, f(a*, mit einigen «r^abenl^eitett 

umgcbeti. « 

etlel: fe^rhttj, Vi-Vs'' ^«8. flarl^jiB. wcijl cttoag fritwitt» 

flel^b. 

e^alt: fil^mutlggtfln, fpiter locifegetb, mit etwa« ffHilft, pvxm^ 

farbigem 9toft unb nieten fünften. 

glelfc^: ungenießbar, Im ©efd^mad niil&t non bet ^oljbime ner- 

f^ieben* , 

IReife unb ^lu^ung: October unb SRonembet. — ®tbt eine 



4fö 

teU^IU^e 9Reitge Saft unb fe^r belicMm ](eBen, ncl^iere ^o^ J^oIAmn 
"SRo^t, ber am 6eften wirb, tDenn bie Oirne Doliromineii reif netmnUt 
iDurbe. — 3ta^ We^get ge^Srt bie Sime aU SafelUme in bot Uftfa^ 
ate !DtofiBime aber in bett trften 9iang. 

etgen^d^aften beSSaumed: bnfctbe gf bril^ fibfraO inbenim» 
gfinftigften Sagen, gibt fe^r abe ftarfe l^o^e @tdiiraie. SHe Hefte fi^ 
aufredet unb finb bic^t mit furgem ^rudiitl^oljie befe^t Sie bilben aber 
dne lichte fttone unb fd^Iiegen begl^alb ben [Regen non^ SBoben nid^t ab, 
oeSl^lb fid^ ber Saum aud^ gu §elbp{lan}ungen eignet« 3f^ auSne^enb 
fru(l()tbar unb lann aldSRoftbime nid^t genug gepflangt werben. Slit^ 
ter (mte i^ bie Sorte Don SRe^ger l^abe) runbltc^ mit etmad nar> 
tretenber oft lurjer Spifte, 1^4-2'' lang, 2'' breit, oft au(^ eifSnnig, 
bann I&nger, unterhalb meift moOig, gangranbig ober unbeutlic^ unb nnr 
an ber Spi^e geffigt, f(^ifff5rmig, unb meift au^ meOenfirmig. Stiel 
1— iVa' lang. — eiaibentnofpen giemtic^ grog. faft ftedKnbfvt^, 
fd^margbraun. — Sommergmeige au ber Spi^e nerbictt, bidweilm 
etmad ftuffig, bunlelgrfinbraun, mit nieten größeren unb tletnercn er^ 
benen fd^mu^igmetBen fünften. 

SInm. 3u ben l^tet na^ einanber oBge^onbelten 4 fflbbeutfd^en SRofiBiniai 
gab £u€ad bie Seco^nung unb x^ felbfl fügte bie »(attfomt l^ingu, wcliAe bie he^ 
tveffenbe 0orte, nie i^ fte 9on SKe^ger empfing, oorgugftneife Befit^t — ^er \iL 
^r. @artenbite!tor Sle^ger fanbte mir biefe Bimenforten fd^on im ga^vc iS98^ 
unb i4 oert^eilte {te auf mehrere $ro5ebftume, erhielt oud^ bereits oon bat U* 
treffenben 3n»eigen me^rfac^ Ernten, bo(( nic^t in bem Vtac^t, M t^ 9^^ 
batte, benn fe^r oft fotogen audf biefe Porten Ui und fe^I mib fafl fd^ctnt cft, 
atd ob unfer (Slima mit feinen falten SBintetn unb bet mec^felnben £e«perat«r ia 
ben ^ra^lingdmonaten fflr biefeI6en fc^on nic^t angemeffen fei, benn in etrnai 
frai^eren äBinter, ebenfo in bem oon 1855/56 mar an ben 9ftumen faft fdmmtfiiltei 
9:ragl^o(;i erfroren. aCuc^ Bliebeh bie grflij^te bet ^ier votliegenben IBttbring 
®nftebe(, £angfHe(erin unb einiget onberet no(( cmpf^mgener A^nlub^t Di 
fe^r oft unter ber 9{orma(gr56e guratf unb f onnten be^^afb nic^ mo^l t^erweabct 
loerben, weil i^re Quantität gumSRofien gu gering, bieSBimen felbfl aber guReis 
maren, ald ba( taugUd^e ^u^etn baoon gu ermarten gnoefen »Aren. Obgletd^ «m 
bie betreffenben Porten fic^ auf felbftftftnbigen unb &Ueren Bftumen anbrri mt 
ouf ^^robebfiumen oer^atten mbgen, fo glaube i4 bo^, ba( bie tpflanjimg bicfcr 
Porten, bie in i^rer $eimat^ gto|e, ftatfe, Anwerft fruchtbare OAume mad|cK, im 
Wittiferen unb nörbU(^en l^eutf(^(anb, menigftend in ben rauheren £agen, nklt ott 
befonberd oort^eii^aft gu beget^nen ift, am menigften mirb man mo^Itl^ttn, bie 
Helitfrfl^tigen Xrten ba, mo fi<^ ber ®enu^ bed QiereS bereitd eingebflrgcrt ^ 
ongiibauen, ober i^nen oor anberen grb^eren mirt^fd^aftH((en 9imen ben SotiH 
W geben. 3. 



4ßS 



No. 220. 7iä4 £4fai|eQ. in, 3b. Xie\\ III, 7h. Suc; II, 2« Sa^tt. 




|9ll0 9iiftn\ltX]. «Diel, t Snbe Oct. 

^eimat^ unb ^ortommen: SDiel erhielt btefe gnid^t aud^trtet a(<C<{6ar 
4« Bo««f, isnb ocrmut^et, ber 9lame m5ge 9on ber rotten %atht bev Gerate loimiteii» 
IDie Srw4t ili im (Sanim nur 9on mittelmäßiger ©fite; frifc| genoffen fd^edK fle 

Ibci i^rem merflic^en unb ge»flr|ten Sutfergefd^matf nod^ gong angenehm, mi^ 



fagt ouc( ^ul, ba( fte brat gemeinen 9)9onne }um ro^en tlenulfe an^ene^nt fei; 
defod^t ijl fte loo^I rot^, boc^ etiDa§ )U fftuetltd^ unb ju netd^iid^. — Eim SOtel 
erl^ielt t4 biefe Sorte falfc^, bod^ tfl fle von ii^m and^ nai^ |>etm||(mfeii gdimmicB, 
itnb fann i4 ait berSle^t^ett ti^t ^neifelit, fa^ atic^ 2 f^on jiemlt^ grolc fMhme 
(ei $tlbedl^etm, bte au8 $errn £teleitfi Sattmfd^ule bort i\ep9an)t fein »etbcik 

Literatur uitb e^notipme: 2)ie( I. 6 2f)2: S)aS D^fenl^erg. ^bet 
fld( foitfi bei feinem homologen, unb oermut^et !^ic( mir, bo^ fte et»a Socbai 
Ißrobftairne fein fönne. 

©eftalt: nai^ Xtc( mal^r^aft btmfSrmlg; i(^ fanb btefe ^orm mit M fi^flu* 
leren mir 3" breiten @£cmv(aren, tinb mb^te bie grof^en e^er glotfenfbrmig seanea. 
Orole 9ru(^te 3Vs" breit unb 41/4 hi^ 4i/i" lang. $tet mal bie gtb|te gnu^i^ 
We i4 ouf giemltd^ »otttrogenbem SBaume fcnb, nur 3"/4 unb 4Vi", onbete V«** 
loentger. Oauc^ ftarl noc^ bem IteCd^e (in, um ben fte ft4 fanft gerunbet vUit. 
flo(( bem Stiele gewö^nltc^ nur auf einer Seite Einbiegung unb nac^ ^iel Itngc 
fiar! abgcftumpfte Spi(e, bie x^ ald lang nur bei f^malen (Ssemplaren bc|et<tm 
tonnte unb vielmehr tur) unb bid ftnbe. 

ite(((: Hein, l^albo^en, oft etmag gef^nürt, jtemltc^ l^omartig, ft^t in feister 
Senhtng, meifiend mit einer ober mel^reren SBeulen umgeben, mobei jeboc^ bie ^ona 
^cr ^d^t gefdOig unb f^bn gerunbet bleibt, aber (wad 2>ie( nic^t anmerif), ft)^ 
immer bie eine Seite ber ^m^t oiel ftörfer bauci^ig oorttitt. ald bie anbete 

Stiel: ftarf, unten etmad fleif^ig, 11/4— IVs" lang, fi^t in Heiner 8ettiefn$ 
mit einigen gleifc^beuten umgeben, unb gen)d$nli(j( gut Seite gebogen ober gefi^oicB. 

Sd^ale: vom Sdaumt (eDgrün, in bet S^^^^^^d citronengelb (bei mit »^ 
etmad grflnge(b) unb ift nac^ 3>ie( ber größte ^(ei( ber ^4t mit einem |efcRr 
aber etmaiS trflben 9iot§ leicht oerroafd^en unb (ie unb ba unbeutUd^ geftreift ^tetfn» 
i4 bieSiötl^e bei mand^en grüd^ten ni^t ausgebreitet unb matt, bei anbemtfcfcr 
unb bie ganje Sonnenfeite einne^menb unb etioa6 blutortig braun, nac^ bea Seüea. 
mit Spuren oon Streifen; bie ga^Irei^en fünfte finbfein, grfln unnringelt, iabcr 
mtl^e gelbgrfin. Um bie Itelc^mölbung finben ft4 (Aufig Sioftanf.fige, aucj^ m^ |ic 
unb ba Stoftftetfen, unb tmt ben Stiel oft etmad Uebergug« d^eruc^ ftort, adkifirt 

S)od$(eif 4 riecht ebenfo, ift mattmeig, wenig tdrnig, a(d nur um$ iteta|iair 
nii^t faftrei^, meic^, foft (afbfc^melgenb, bo^ etmaS f^mierig ober f(|iMl|acti§r. 
von etmad gimmtartigem merlUi^cm guctergef^matf, ber {UgCeiiJ^ bo4 tto<l) ciaef«m| 
feine Sfture bur^merfen lfi|t, bie bei ber gefönten %tu^t ftftrfet (et9ortntt 

iCern^aud: gefd^Ioffen ; bie engen fangen, oft nur angebeiiteten tomcm. 
<ttt|alten lange taube Iterne« 

9ieif)eit unb 9{u«ung: geitigt @nbe Cctober, oft etmad frO^, ^tt fid^ 
brei SBo((en unb toirb bann toig. 3n bem »armen ^a^e 1869 »ot fic fd|0ft 
ftnbe etpUmbtt mftrbc 

^er 8aum »irb groi unb re^t fruchtbar, mad^t eine rhoad f[atter(aftc 
Itnb befoubt fi^ bobutd^ lid^t Triebe f^f ont, oft etwa^l (dmetottig gebofjtBy 
ttd^gelb, nur menig mit großen matten fünften bcfe^t. Slatt gro^, flai|Itctcal^ 
■tifdtmig (eirunV^a^n), bfter no(( foft ooa( mit aufgefegter fui}er Sptte, gfatt, 
glftnienb, fe^t fei^t fein unb fpi|^ gegähnt. Hfterbl&tter pfriemenfdrmigi fe(ta»aMi^ 
Blatt bet gru^taugen von ^eftalt mie baii ber Zriebe. Slugen |pi| fegt Cf&i iBl ^ 
4ü^c(enb, etmad »ei^gefc^uppt. Öl erb it iL 



46fS 



Tfo. 221. tu Wnie Ctiftipir. i, ^ Z 7>itU iv, i a (b). 8uc.;ii, 2.5tt*fu 




wW 



|>ctiitat^ itnb lOoTlommen: ein @imüng von von WonS^ 
wn {^ Surpasse Crasanne benannt. Sinort, ber fie befc^rteb, 
t^eid^nri {)e alB eine nerebelte ober oerbrffrrte Srafanne (Grasanne 



466 

i^g^n^r^), fte l^abe mel ooti beren @%\iimaä, aber m^ 3^^^ ^ 
tDenifift eteine, jierffHringe nid^t unb metbe ouf ^ßt^fftmiW i ^t fLUmmm . 

Sitetatur unb G^tioitome: 0ioort im 9Kb. L 5Caf. 40. — 9la4 ^1^. 
^at }dl^It fle auci S^ottoarb in feinem Zobtean 6. 41 auf, bo4 o^ne et||nc€ tU* 
tbei(. — S)0(^na(( bai fie S erb ef fette (^rafanne genannt, in feinem gü^rcr 
€i. 80. 2)a iA fle aber surSeit leinetoegd beffer ali bte atte finbe, fo trage i^ 
Oebenfen, biefen Stamen )U abo^ttren. 

(Sefialt: ninblid^, fafl etnad platttunb ober bergamottf bnnig , nad^ 81». 

mittelgtot, 2V4" (od^ unb breit. (Sbenfo %xü% (babei oon glei<(er runbcr Jfom 

»ie meine ^ruc^t oben) ^ai er fte aud^ abgebtibet, oSein in 9Reiningen »mbe fU 

<an einem freifie^enben ^i^ramibenbaum, worauf anbere gleid^ieitig boroufgepfropftt 

Porten meifl ^iemlic^ gro|e grfl^te brachten, nie grb^er, a(iS fle oben geiet^lact 

i% meifl fogar nur */• fo grob* 

iteld^: bl&ttrig ober §artf(^aUg, oft verfhkmmelt, flber^aufit flein, meifl off e«, 
t4»a(^ eingefenft. 

6tiel: ^olgig, gelbbraun, bitoeilen 1" unb mel^r lang, meifl etmaS oertfcft 
fe^enb. ^ 

e^ale: (nad^ IBioort ttma^ fbmigt) glatt, grün, fpftter granllc^gelb mit 
feineren unb gröberen Slloflpfinlt^en unb ^letfc^en, an ber 6onnetifctte etmad erb* 
«artig gerottet, au^ mit }ufammen^angenbem 9io^, befonberd vm ben Stti^ 

9(eif(^: gelblid^mei^, fein, fc^melaenb unb oon gutem ^näes^^^maä , bo4 
«(ne ein befonberd oortretenbed ^emflt), n>aft Oioort an i^r rü^mt 

^ttn^au^i mit fe^r vielen unb giemlid^ flarfen Gteind^en umgeben (fle »erben 
aud) im SlKum ermahnt ali einzeln oor^anben,) \d^ioa^ ^o^Iac^flg, itammem mufi^ 
fbrmig mit f(^mAr)Iic^en, I&ngßcben, fpi^igen, oben etmad ^bderigten itemen. 

Steife unb9luiung: bieOtme reift au(( ^ier mte bei Qioort fobe October 
unb bAIt ftcb burd^ *8 bed9tooember unb mürbe aui^ no(^ eine braud^boreXafcI^ 
unb $aud(a(tdfru($t abgeben, oenn fie größer mürbe. SieQeii^t ifl bied aber auf 
einem felbftftfinbigen in gutem 9oben fle^enben SBaume ober am 6paliete ber gol, 
'ba i^ fle aber fd^on mehrere Saläre in glei^er 9lteblid^feit ergog, fo bttrfte fle bei 
und im ^eien am (SMbt bo(( nid^t umfongreic^er mad^fen. 2)ie alte Crafonne er» 
reid^t fte übrigend in ber ®üte burd^aud nid^t, biefe ift eine viel eblerc gnu^t 

ISigenfd^aften beft OoumeS: berfiaum »ftd^dt na^Oioort nl<bt bcfmi» 
'berd flarf (au(b meine ^robejmeige werben von anbem überholt, bo^ bleibt ein 
"baoon angebogener junger 9aum nic^t gegen anbere gurütf), bequemt fl<l^ gerne |ur 
'tp^ramibform unb oerf priest glüdtlic^ unb reit^ )u tragen. 2)ie OlAtier »einci 
jungen fiaumeS flnb fd^ön lAngÜd^ eirunb ober eininb mit meifl febt laaggc 
Rogener 6ptbe, na^ bem Stiele au oft etmaft f (^mal unb bann f affc eifbrmig, om^ 
^iptifc^, meifl groB, biSmeiien über 2" breit unb 8V«"rang, bieOIftttetbetmd^ 
iriebigen $robe)weige (aben eben biefe Sorm, flnb aber !ür|er unb ^aben bei 1^4'' 
Breite 2i/i" Sfinge. eie ftnb glatt, im (intern 2)rittel ganjranblg, fonfl fhatpf» 
•gefftgt, oft unbeut(i((; mei^ flnb fle flad^ ober etma< entfernt fpiratfbrmig g^rc|^ 
io bab bie 6pite f c^tefftebt, bunfelgrün, bo4 matt gUnjenb, liemüc^ fhtrf geabcil 
-etiel oft bift 2>/i'' lang. — OIüt§en!nofpengur fielt !ui|!ege(f brmig, fhnR|^ffpi|, 
^eübraun. — Sommergmeige oft etmad fluffig unb oben oerbidEt, grüttlti^§ril|» 
teaun, mit wenigen feinen gelblichen ober au^ größeren fü^Ibar^ »ei^G^cy 
t^unrten« 3. 



467 



Ifö. 222. Roriaime Mt KitClh ^ S c 2)iel; Y, l b. £uc; IV, 2 3a( 




^eimatl^ unb Sßotfommett: biefe belltate, gu benjiOTjilflHd^ 
fpxltn Xafflbirnfit gr^ftretibe ^tu(^t ftammt au8 ben ftentf orten beSi^rn» 
«an 3RoniS, beffen @o^n on i^erm SRiOot gu Stancq lOO Sirnft&mm« 
^ (ober Keifer) ODti ber 6ten @enerat{^n gefanbt l^atte, um ein Set» 
irif4fii beS 8oter8 }U erfuOen, ber bicfe ^txm SRiQot nod^ lurg Dor 
IMsiem 2:obe gugefagt l^altf, um i^m auf grAugcTte ?^n>t\\tl baburd^ fft 
enofifen, ba^ lauter %u§geju(i^ie8 banttiier fallen unb bte (Sldmm^en in 
4 ^a^xtn tragen würben* JDiefe erroortung beö ^nxn uan 9Won8 wirb' 
fiil^ nun au($ bei ÜRiUot nur jel^r gum Zf^nl erfüllt l^aben, inbeg bte 
Mge trug ft^on 1848 unb bemo^rte ftd^ gut, fo bog SRiOot fte nac^ 
lelner ®attiu benannte, unb fam barouf on *ioort* SReinSReiä eriielt 
i4 t)on iiSerTn Se^irend gu iiaucmünbe, unb fiimmt bic gnic^t \o roeit 
mit ber SBefc^reibuug, bof^ id) glaube, bie tiefte Sorte gu ^abiU. ä3ir^ 
bifnt redbt häufigen Slnbui uib trug bei irir fdion 3 ^a( 

Literatur unb ^^nonpme: 9iQ.9((b. III. p. 1 1 Marie Anne deNanoj. 
Snberioeit ^abe i(( fte ni^t befc^tUben gefuuben. S)atf nic^t'oerioec^fcU loabenmit 



46H 

'hex l^rinjefrin aRatianne (Sodc'd fra^aettifler glafc^enbime, eatiftbury, 6ptiiM» 
tdrmiget SDe^birne, 2>ie0. 

(Seftalt: ftanb bei mir jmifd^ctii J£reifelforin unb Sirnform, bk 
Heineren @(emplare bicfbauc^ig Ireiielföimig cber auc^ 2^ iSiform ndß 
^enb. 3)ioort bilbet bie i^-ruc^t ab tixoa »le eine rec^t groge (^igUfd^ 
@ominerbutterbirne, bie man ftatt abgeftumpft b<^ttc. <9ute grüc^te ftatt 
H** breit unb 27^'' lSlo<^. Sau(^ immer etroad, meiftenS merlltd^ me^t 
tiacb bcm jleld^e ^tu, um bcn bie ^-ruc^t flc^ fanft jurunbet unb \o ob* 
ftumpft, baß fie gut aufftebt. Ttac^ bem ©ticle balb faft leine, balb aui^ 
t(d^5ne ^inbie^iung unb bicfc, giemlic^ abgeftumpti^ <Spi^e. 

ji e leb : ^QvtfcQaUg, tu bie ^ö^c ftel^enb, offen, in flacher enger <5enfung. 

@tiel: fiavf, faft fieifdjtg, Vs ^^^ ^" ^^Hf ^\^ <^^^^^ i^^ ®^^ 
«gebogen, oben auf ber @pi\^e iii flacher ^i^lung, ober roit eingefteifu 

@(^ale: fein, ^rUgrün, in ber ^^i^igui^S grunlid^ gelb mit aiuiUB* 
ftleibenbcn met^r gväiilid^en @teUau 9iöt^e fe^lt. ^immlfarbtger Sloft ift 
^^ufig unb bilbet fieUenmeife, namentlicb um beu Jtelcb, Ucberjüge, nm^ 
xenb er an anbern ©teilen gerjprengt, oft auc^ nur Slnflug ift. tißuntle 
fein, nidjt in bie ^ugen failenb. ($kx\i6^ fc^lt. 

SDasi t^'leii<]^ i)t ctnMtd gt-ünc^elblic^roeig, fein, fteinfrei, gangfd^meU 
-jenb, oon fü^mcinigem gemürgtem, f(l)roact^ falmudariigim &t\d)madf etmai 
*d^nli(b bem ber (£oloma'«i $erb|t'S)utteYbinie. 

Stern^ au d : §at ^o^le 9(^fe; bie geräumigen jlammem enthalten ie iioei fpitcU 
iönnlge, au^ oben mit einem fleinen Itnbpfi^^n oerfe^ene 5terne. ^etcbröbre fUul. 

IReifgeit unb9^utung: mflt.bete bei mir 1857, Xnf . Oct. gcbco<^en, in bcv 
•$ftlfte Stooembet, 1868 in einem u^i warmen ga^re, 24. 6ept gebro^eo, f^on 
i(nf. Oct. UMi't biislt ft4)iem(i<9 lange im fc^on mürben Suftanbe. SmXlbmBiftbie 
dieifieit (Snbe @ept bid gegen <Snbe Cct. angegeben, ^auptf&d^tic^ Xafelfnidlt» 
wirb fl4 inbe^ aucb in ber Itüc^e brausen taffen. 

2)er 93aum »tt^ät mir in ber t^aumfc^ule gefunb unb gut, bodb bift^ gcariU 

figt, fo ba^ er ftc^er gute3n>erge auf iBUbling gibt Xmb ber »ifoorbcr <(atoto| 

:(agt Arbre peu Ttgoureux. gn bem Xnfeben feiner 2;riebe ^U er baft 9lttM 

4mif4en einer ^erbßfploefter unb Stapoteonift IButterbime. (£r »irb na(( ben bi^^etigCR 

Sru^tproben frtt^ unb reicbüc^ tragen. 6ommertriebe faß fcbUm!, f^ oenif 

liuffiQr uur gan) an ber @pi(e mit etmad SBoUe befe^t, tebergetb, serßrcnt, mi|ig 

^a^treicb unb nic^t iubieStugen failenb punftirt. — I5(att eifdrmig (eirunb, Sab*)» 

oft )iem(icb eUiptifcb, faft flacb ausgebreitet, obne SBofle, gtttui^enb, mitf^bncr 

•audlaufenber ^pi^e, feicbt unb fein, bocb regelmäßig unb fpiftig ge^a^nt Alfter» 

biatter fabenförmig. SBlätter ber Fruchtaugen me^r eSipCCfcb, ald ooa( 

(eifbrmig, S^^n) , bocb fiub fte am @tiele weniger f pi^, atd bad eine ^latt oben 

auf bem $ol3fc^iutte gegeben ift, einzelne groge ftnb aucb rein ooal, regelmA^ 

etioad ftumpfge^al^nt. Stugeu bed ^Triebeo fpi|, me^r ^er3formig ald fonifc^, 

.braungefclt)Uf»pt, 3iemU$ abfte^enb. 

Dberbietf. 



r 



469 



Xo 228. ^tUtÜM 3)c<ta»tgbteitc. 1, 2. 2. ^ i e t ; IV. l n. O) Suc.iIV,2.3a^n. 







SnteUti 9tif0MiAhnt. »bort («an SRond). ** $. 

4>etinat^ unb SBorfomtnen: üan ^ond erjog fie auS Samen, 
%iht aber leinen nieiteren Suff^lug über ble 3^^^ i^^^^ (Sntfte^ung, ober 
auf mtn fi(^ ber Flamen bej^iebt 

Siteratur unb ^pnonpine: SBtDortbef^rtfbfteaU Dojonne Seate let 
im afCbum II. @ 25. — 3)0(^na^l nannte fte im ^ü^ret II. 6. 118: @ente(etft 
Butterbirne, boc^ ^ielt i4 für befftr, ftatt letzteren äBorted bem fran^öftfc^en 
9lamen entfprec^enb 8enteleti$ ^ec^antsbirne ju fe^^en. — ^n grn i^ieut. ^onauer 
in Goburc) fanbte fte übri^end oan iRon^ blo« a(d ,,Senteloc*% boc^ ^at er fte in^ 
Calal. de«oript. 6erie n. unter 1331 Dojeuni Senteles genannt. 



410 

(Befialt: Ircif elf irinig -dual, Don Sorm ber Doyennä (lSci|em 
i^etbftbuttetbinie) ober ber St. Michel Grotte ((Sroueii lOcd^antdbinie)^ 
itwbffnlidt 3Va'' ^0(^ unb 2V ^^ett — {o befc^reibt fle Sioort« 6te 
toec^felt inbeffen in ber ^orai unb id^ erjog f^^ bereits felbft fomo^ in. 
ber obengejeic^netett @eftalt, bie mit ber Slbbilbung in Sin« äberein^ 
ftimmt, nie au(^ me^r runbUdd, faft bergamott&^nlic^, (urj unb fiumpf«^ 
fpi$ m^ bem Stiele gu abne^menb ober au4) mit lurger itreifetfpi^ 
iogleii^ in ben (Stiel flberge*^enb. 3n le^ter ®eflatt fa( i^ fie f^oü 
1849 oon 5Donauer. Z>o4i txxü6)tt jte meber bei mir no(i^ bei S)onauer 
bie oon S3ioort angegebene ®xh^t. 

^€i^: fpi(« ahtt (artMftUrig, gelBbtautt, meifi offen, oft {temfto&tgt t» 
fd^nac^er fc(fif[elfdrmige( (Sinfenfung. 

6 tief: mei|i htri, (raun, na^ ber Cime gu gc(b unb oft etioad ^eif 4ig, m 
f4»a4er ^ö^(e ober »ic eingebrütft 

6(^aU: glatt ober au(( etmag rau^, gtün, fp&tct cittpuengelb mit feiaett. 
teftunUf^en fünften unb {leOenioeife oert^eiUem SÜo^, ber {14 (efouberg um IteU^ 
unb 6tiel (erum me^r an^Auft, bttneilen nac( Oto. ou<l( fc^oonifLeilig , »ocftbcr 
i(( nif^t tlagen fann» 

9Ieif4: oeif, fein, 9eic(,butter^aft,|tttfeYfü(o^ee&urettnbmitffl(m«4e» 
limmtarttgem Oeioftri. 

iterntaug: mit )iemnc( oielen, bo<^ feinen Gteinc^en umgeben, Xd^fe 
l^o^t, Kammern eirunb ober eif5rmtg, lUrne mittetgro|, lAngli^ f|>itr 
braun, mit einem Üeinen ^dtfer. 

Keife unb 9}u|ung: bie gruc^ reift na^ Sivort (Snbe October ttnb §ttt 
fi^ butd^ ben 9{oi)ember. IBie id^ fclbfi ergog unb von 2)onauer fa(, »ar fie Sbtfongi^ 
big SRitte Slooember, bo(^ 1859 feibft f^on SRitfte 6ept. reif. — 9Cu4 2>ouoaer 
fc^rieb bamalg ^tnju „®ute ^erbjiButterbime »on I. 9iang', »elcfem Urt^eU 14^ 
beitrete. — Stoort begei^net fie aig eine »a^re oerbefferte fBeibe ^erbftbutter» 
lime (an yrai Boyenn^ r^g^o^rt), fie ^a(e alle guten (figenf^aften ber (eftges 
nannten unb fei frei von i^ren gestern. Sluc^ in ben SBerl. Ser^anbl. mtrb fie 
^auggegeid^net gut' genannt 2)o4 ergog i^ f^e an meinen frobegweigen fett^ 
no(^ gu feiten, um bem beipflichten gu lönnen. 3m ®ef4ma<t fbmmt fte ober ber 
Genannten bo(^ mo^l nic^t glei^. 

(Sigenf4aftenbed93oumeg: berf elbe ift noc^ Sioort mittelflarf , ppramibol^ 
fe^r fru^tbar, fc^on in feiner Sugenb, unb felbft wenn er aufS^ilbling gepfropft 
Ift. — SDieOlfttter ftnb ellfptifc^, UlA-iW breit unb2/s" lang, an jungen 
fe^r frftftig treibenben 9&umen ftnb fie oft fe^r gro| unb lang, 1^/4" breit unb 
3Vs" lang, (ber Stiel über 2'* lang), fo baß fte roie bad gro^e 9tatt oben giem» 
lid^ rein lancettfötmig erf(^einen (Sivort befc^reibt bie 93ldtter ber Sommertriebe 
au4 ttlg gro^, ooal lancettfbrmig, gugefpi^^t, bie bed ^rag^olgeg fc^m&Ur unb 
oeniger laug), regelm&^ig gef&gt, glatt, etroaii f c^iffförmig unb fid) eiförmig, bunlel^ 
grün, giemlic^ aberigt. — l^ie Slüt^enfnofpen faft walgen formig, fanftgefpi^t 
gelbbraun. — Sommergroeige grünlichgelb ober rot^braun, gegenüber ftörfet 
gerottet mit feinen ft^mu^ign^ei^en ober rbtt)Iic^en erhabenen fünften. 3« 



471 



Na^224. CMilie «iwt I,«fi),«(l), S)lel; IV(II), ta. Suc; n, «(l).3* 




«mtlie $mxl. »iBort (»ouoicr). • C*^ 5, (auweilen ©.) 



^^vj 



^ctmat^ nnb Sl^orlommen: ©imon SSouvier in ^oboigtie ergpg 
fe QUd ®amen unb benannte fie nat^ ber AUeften Xod^tec von Oioott, 
dncr eifrigen grüc^temalerin , Emilie Birort. 

Sitetatur unb ©pnonpme: OioettBefd^rieb bie ^^t }netft im 9I(um L 
neben %al S, barauf noc^mald in ben 9nnal. IIl. @. 39. 3m erflen IBetfe ift 
fie Hein unb bergamottfönntg, in ben SCnnalen bagegen in berjelben %otm, mu 
»ir fie oben gaben, nut ungteid^ größer abgebilbet , nnb ed »tcb von uß ec|4|d, 
bat fi^ ftd^ in ben neiteten 2;tac^ten in be« Orbfte ocrbeffert ^obe. 

(Sefialt: roie oben gejeic^net, fteifelfdtmig, no(| bem Giief« §tt et»a9 Mt» 
fbrmig, ober aud^ (u^ unb {himpffpif, fo ba( bomt na^ Oio. bie Sorm bet 
Doyenn^ ronx (®taiien Ü>e<l^(mtdbinte) ^ercmdttmmi Cioort leid^ndt in ben 
«malen bie %tn^i 3" breit unb 3'' l«y ' bo4, nebenbei |at er aber au^ Hefaierf 
{fragte oon 2" iOt/i"' »reite , unb 2^1" «b|e in ber me^ gebrOtften Sorot ab» 
foMIbei — BeiL Ser§. beiei^nen bie Mme ali etvoi ai § < >o i ib et 
8iiifMrtte ibMi^M Hc ooiHMktb n. 81 



472 

Sttl^ : an ben »on mit ernogenen $cfl(^ten rurgBräthrlg , aufre^tfle^cnb, offen 
ebet l^alboffen, in flachet, fc^flff elf dmigev (Sinfenfung mit etioad Beulten umgeben. 

etiel: grüngetb ober brftunKd^, ^ol^ig, oft IV«" tong, meift neben einem 
fjfidtt f^ief , ober aud) obenauf »ie eingebtfltft. 

e^ate: glatt, gtanlic^gelb , mit abgefegtem ftteifigen 9totb an ber Sonnen» 
feite, worin oiele gelbU^meifte fünfte, bte mit einem bunflet rotl^en ^ofe wn^ 
geben finb, auf ber Gc^ttenfeite mit feinen btftunlic^en !ßun!ten unb mit eima# 
wenigem 9ioft um iteid^ unb Stiel. — Son 9löt^e fagt 9)iooct nii^td unb gibt 
oud^ bie Xbbilbung ni(^td )u erlennen , bo^ mirb bie gfatbe flarf röt^liiit golb* 
gelb an bet 6onnenfeite gef^itbert. 

$Ieif(^: geCbli^meiBr fein, f^meTienb ober J^albf^meCjenb, in guten Sommern 
wie 1859 auc^ gan) butterig, von f^^r ftt^em, angenel^m, etmad ^immtartig ge« 
»fit)ten unb burc^ feine S&ure gehobenen (Sefc^matf. — IBto. f Gilbert bai^rieif^ 
M ioei(, fein, f^meC^enb, |a(bbutterig, faftreic^, gepudert unb ftdtf gemürjt, 
lioifd^en einer 9iuffe(et unb Bergamotte innefte^enb; fapeleu gibtDuittengefc^matf an. 

5tern§aud: bur(^ fe^r feine ftdrn^en nur angebeutet, ^o^lad^flg, S&ci^er f (ein, 
mit i|iem(i(^ oieien, ho^ oft tauben Kernen; bie ooatommenen Ttnb Kein, etrunb 
gugefpit^t, ^aVb fc^mat), (alb gelblich gefärbt, ober auc^ mie 1859 gan| fd^tDorj. 

Steife unb Stützung: bie Steife »irb für SRitte bis (Snbe 9loo. angegeben 
unb fte foS fi(^ au^ lAiigec l^alten; fapeleu gibt 9^00. unb S>ec. an. 3n SDlei» 
ningen mar fie 1858 t^eilioeife fc^on (Snbe Sept. reif, anbere (Ssemplare ober 
famen erß fpAter |ur 3^itigung. 3n einem früheren Sa^re ^atte i^ fte au(| erft 
im 9looember. 9ioort gibt aber an, ber richtige Süeifpunft fei ferner gu fnben 
unb bamt erft eingetreten, menn bie f^rud^t am Stiele {td^ etmod brfiden Caffe, 
früher geloftet geige fte nic^t i§re 93or)figU(bIeit unb i^ miS ^iegu bemerlen, ba| 
i<j^ bied mo^I nic^t genau beachtet f^abt unb bie Sime, meld^ ft(( lange nor ber 
eigentUc^en Steife f&rben unb fomit reif erf (feinen foH, f p&ter getoflet na^rfc^eintti| 
immer obHig fi^melgenb unb oon no4 befferem (Sef^macf e gefunben ^aben mftrbe. 

(Sigenfc^aften bed S^aumed: berSSu^d beffelben iffc na<^ SKo. ppramtboC 
unb ftarf, nac^ ben SerL Ser^. gemäßigt; er ^at au^ an meinen $robe|ioetgen 
furged, bunlelbrauned $oI| unb fe^te balb grud^t an. — 9)ie 8(fttter, wu i^ 
bie Sorte oon ^rn. $ofrat$ Dr. SaQing in ittfftngen (abe, finb eirunb mit 
langer audlaufenber Spi^e, glatt, U/t'* breit, faft 3'' lang« eingeine eifdrmtg imb 
eQiptifd^ , fein« unb fc^arfgef&gt (roeniger grobgefagt a(d auf obigem ^oljfc^nitte), 
etioad fd^iff förmig, an ber Spi^e ein roenig lurildtgehfimmt , fe§r bunlelgrün unb 
gTÄugenb, — 83tüt^en!nofpen gro6, !egelförmig, mcift ftumpfgefpi^t. — Som» 
mergmeige/fmb (wie fte ^io. fc^iCbert) ftufig, gelbgrttn, gegenüber unb na(% 
oben carminrot^, röt^lic^ ober gelbUc^ punftirt. (»to. ^at bie gorm ber »C&tter im 
aCibum ebenfo wie t(^ gejeic^net, unb ic^ {roeifle banac^ ebenfalls nic^t an ber Ki^tis» 
feit meiner Sorte, wenn er beten ©eftalt au($ mit ettoad anbern SB orten bef treibt.) 

iRad^fc^rift. SDecaidne, welcher in Sief. 84 bie Doyenn^ roox mit bem 
S^n. Doyenn^ gris unb in Sief. 25 eine Poire orott6 mit ben S9n. Doyenn^ 
orottÄ unb D.gaionx befc^reibt, olfo jwifc^en ben genannten gweigracbten untev« 
fd^eibet, meint, baf Emtlie ßivort ber Doyenii^ roux (ber Q^rauen IDec^antd« 
birne) fe§r. na^t ffct|t, »ad idf inbeffen in grage fteOen nui*. Su4 beiOberbUtf 
geigte Obi^e fi($ uon Ooyenne roux gang «erfc^i^ben. 3. 



473 

No. 225. mUlite M« SoHMiont« I (II), l b. ^.; III, l (a) b. £.; II, 2. -%, 




|l9flltll|e OOn looeaioul. IBioott (oan aXond?) ^t Cct. 

i^etmatl^ unb Sorlommen: bieje in mdner ©fgenb nur fe^ 

i^XQ gute, in Belgien ifboc^ gefd^a^te i^tud^t, ftnbet ft(( unter bem 

92anteu Delices de Lovenjoul in oan SRond Satolog @erie 3 92r.521 

mit bem Scifa^e .,par nous'^ SDa inbeg SoDcnjout ein S)orf unnieit 

1B2n)en ift, \o n)uibe bie %v\x6^i non Jj^errit ^rofeffor nan SSJloni bort 

iDD^I nur aufgefunbcn unb ift nid^t non i^m ergogen. S>a ic^ bie®orte 

9on Sootl^ burc^ $m. non gloton) unb bur<^ Urbanet aud ißapeleu^S 

4EoIIectiou übevein l^abe unb [ie eben \o non ^errn S)e 3^ng^e nac^ 

^etrn^aujen tarn, \o barfid^ mo^l beftimmt annehmen, bag ic^ fie äd^t 

l^abc unb be(c^rcibe )ie nac^ intern l^ieftgen SSer^allcn. 

Stieratur unbGpnonpme: nac^ bem S^on. 9er. nnb na^ be Song^e 
iß bte Sntd^t einerlei mit Jales BiTort, bte na^ »tvortd atlbumUL 6. 77 
von Sioott noc^ einem feiner @5(ne benannt mürbe. 2)ie Annalea de Pom. TL 



1; 



474 

• 65 (t^U0eii biffe S^nttitit titib fe|m bn DcUm i^l^r^^iml b«l69Wiu 
vIm BWort foalekl j^in^iL 2)te no^matige Benennutid enifd^ulbigt Bio., Mit 
welkem aud^ biefe (entere Sefcftreibung fiommt, bamit, ba( m oan !Ronft jBaun^ 
fc^ule, a(ft er {te fibema^m, Utiorbnung ge^ertfci^t (abc, bet betreff enbe Bom» 
/ babe !eln Sereblungimerfmat dejeigt unb unter anbern Sdmlingen mit 9tr. 165& 
(e^eicbtict gefianbeiu — SHe gtu^t ifi in ben SCnnalen eiförmig (eimnb, 3a^)^ 
nac( bem 6tiefe px legelfbrmig^ fafl 3V4'' breit unb 3>/4" (o4, im 9(bum baac» 
pen giemlic^ rein feaelfdrmia, gut 3" breit unb 3*/4" l^o<^ abgebi(bet| unb wv^ 
tm erfleren a(8 gro| »be r feör gro( , im 9(Ibum a(d gro| bef^rieben, wie fie am 
Bpaliett too^l fd^on »erben tann* 2)0(^ (e^eic^net fte ber SUoorber ä^otalog aiul^ 
nur ald »oyen, ber oon 1856/57 aU «Mes gros. — gm 8er. ber Soo. Tan Mon» 
in BrüffeC oon 1857 ift biefelbe unter bie geprüften, px empfe^ienben Gortcn 
gefleKt — 2>er Siloorber (Satalog merft no^ an, bab {t^ ber 9lame corrumptrt 
M Delioes de LaTojan ober de LaTienjan ^nbe. 

® e fi a 1 1 : me^r freifelförmig ald fonifc^ ; t2i/t~2 Vi" breit, 3" bo4- Baucb etwof . 
oft mertlic^ me^r na(i^ bem iteid^e ^in, um ben bie Sru(|t fi4 oft felbft giemltd^ raf4 
lurunbet unb meiflend, burc^ einzelne breit fi4 oorbrftngenbe gleifcbbeulen unglet^e^ 
(Alftenunb eine.f(^teffie^enbeitel4fia((e ^at. Ueber^aupt ^at bie ^nul^t mand^e feine 
Beuten. 9lacb bem Stiel mac^t fie meiflnurfc^ioac^e Einbiegung, unb freifetförmtge 
fe^r wenig a5ge|hnnpfte, ober mit einigen $leif (^ringeln in ben Stiel Überge^enbe (5pif e. 
Jtel^: offen, nid^t ^artfc^alig, meift oerftümmelt, in fiad^er ober rnft^tg tiefer 
6enlung. 
^ Stiel: (o(|ig, fiarl, fafl gerabe, 1— IV«" lang, fi^t ttif bet ^pil^t ote 

cingefiecft, ober biefe ge^t fafl in i^n über. 

Schale: fein gYAagenb, oom Baume grünlich gelb, in ber 3^^i^^tn0 fll^ba 

gelb; bie Sonnenfeite geigt nur \d^wa^t Spuren oon 9l&t§e ober ift nur golb» 

' artiger. 3^^^ifarbiger Sftoft ift jiiemli^ ^Aupg, balb wie angefprenot, ba(b wie 

yrfprengt, fteSenweife au(^ alS Ueber^ug. ^n!te ga^lreid^ , bod^ fein. 9[n ber 

1 lieife getat bie Schale aDermei^ no^ manche gang grüne !(eine SIeife, fo wie ou^ 

• einzelne fc^w&rgüq eingefenite %Udt fi(^ finben. ©erud^ uid(t ftart 

2)ad ^^eifd( ifl gelbli(^ weif;, 3iem(i(b fein, um bad Jteml^aud nur ctwoi 
lömig, bleibt bei mir, aud^ bei frühem ^f(ädCeii, meiftenS etwaft raufc^enb, faxm 

!ia(bf^ntelgenb , oon geguclertem , burc^ eine fein einf^neibenbe S&ure, bie j|^o<^ 
•fbfi etwad fein b^oe werben !ann, gewürgten ®ef(bma(!e. 

2)ad Xern^au^ ift gef(^(offen; bie gerftumigen Kammern entgolten ooS» 
fommene, eiförmige, f(bwarge Kerne. 2)te Ke(d§cö§re ifl tutger Kegel. 

9leifgeit unb S^ut^ung: bie Kataloge oon |Sape(eu unb S)e Songbe fe^en 
bie 9letfaeit in 92oo. unb2>ec.; Bioort, unb bieSnnalen (Snbe Oct. btd SRitte unb 
(Snbe 9{oo. 3n warmen Säuren geitig'te bie obige mir fd^on um Slid^aelid, unb- 
wirb in regelmäßigen Sauren gegen (Snbe Oct geitigen. 9Bo bei me^r Sftme 
bie feine S&ure oer ^rud^t ftc^ füber audbilbct, wirb bie (Sorte eine gute XafeU 
bime fein unb mag paffen, wad Bioort oon Jules BiTort fagt, mi bearr^ wm 
abondante snor^e, Tineuse, parfüm delicieux. S(u(^ bie SlnnaL be|eid|neii beit 
(Skfd^mad ald burcb feine Sfture unb beiilated parfüm ergaben ftt^« 

^er Baum, oen au($ bie belgifcben (Kataloge ald flart treibenb begetd^ncn^ 
wächst in meiner Baumfc^ule ftarl unb f(bön ppramibal unb belaubt fic^ reid^. Stiebe 
lang, wenig gefniet, nac^ oben etwad abne^menb, olioenfarbig, ^axf befonntnetft 
etwas röt^[i(§ überlaufen, nad^ ber ©pi^e oft noc^ etwad fein woflig, mit ga(l« 
reichen gelbgrauen fünften gegeic^net Blott glatt, giftngenb, etwad fd^ifpfbiraci^ 
aufwärts gebogen, 3" lang, 1^/4" breit, eSiptif(^. bpd^ noc^ ber fangen oudfou^ 
fenbett Spi^e etwad ftdrier abne^menb, am 9ianoe mit fd^arfen, f<bbnen Sftoc» 
gü^nen befe^t. ^fterbffttter fabenförmig. Blatt ber fSfrud^ft äugen oonitemni^ 
oerf<^iebener ©eftait, gang betrttc^tlid^ größer a(g bad ber2:riebe; oie reibt §rf|(K 
ftnb eiförmig (ei r unb, ^abn), anbere oeriftn^em ftcb bid gum ®i*2ancettfk||cQ^ 
ober ftnb faft ooa(, oft beutiic^ unb regelmtt^tg , ober etwad feid^t* unb mmpi 
gegabnt, oft aud^ faft burcbaug gangranbig, am Staube oft etwaS wolß^ — ma§m^ 
unten am 3»^d Kein fpi|, nadb oben ft&r!er. uemlid^ abflebenb. 

Obccbif«. 



475 



KK226. «f SiilriQgrr 9e#mit«Mtit l,%% »iel; IV; dl^Biic.; iv,a. SJ. 




^eimatl^ unb Sorlotnmen: S>tel erhielt \it au8 3Re^ q18 
Boyenn^ d^Austrasie unb meint, baft fte tDO^rf^einUcI^ auS bem 
iteme ber SSeigen ^etbßbuttttUme eiitftanben fei, mit meieret [it aud^ 
^taBc 8eMi4l(cit, {elbfl in i^rer Siegetation l^at, nur fte^t fle i§rer 
tiemteintUd^en SRuttcr in ber ©Ote unb S3rau(^barlcit meit nad^. 

Literatur unb S^non^me: 2)ie( TU. 6.26; S)ittn4 I. 6. 630; 
06erbietf G. 328; SucaS S. 199. — (Sine «iemlid^ gute 9b(Ub. gibt baiS 9lette 
ßf^lUa^. Serni 1867. II. 6ect 4. 8ief* 

®efta(t: ftart oigefhim^fl freif elf irmig , ober oud^ eirunbi oben 
iMl abgeplattet jngentnbet, nod^ bem Stiele gu o^ne (Einbiegung {ilrier 
«ber Unger ftumpffpi^r ^V%' ^^«tt unb ebenfo l^0($. ItUinere gra^ftte 
^b oft faft bergamottfftrmig, b. ]^ lurger gebaut. 

ftel((: Hein, lurj« unb (artbldttrig, offen ober halboffen, fi^t ber 
^nid^t gleid^ ober in feic^ter fd^ilffelformiger (Einfenluhg, mit einigen 
fbic^en Sr^aben^eiten umgeben. 



476 

6i{el: %SiffAn, an feinem 6nbe (raun, bift IVi'' taitt# ^touutf 
iDie eingebrüA ober neben einem ^ocfer f^ief. 

Sd^ale: fd^mad^ fettig, glatt, gelbltd^ grfln, fpäter fcl^ön |o(J^cttronen# 
gelb, feiten mit einem Slnl^auc^ von dibif^t, bo<i^ mit fe^r }a^Irei(^en 
brftunlid^en , etwas vertieft fte^enben ^untten über bie ganje i^U(!^t ^tn 
nnb mit etmad jerfprengtem SRoft, bejonberS um ftelc^ unb Stiel, aud^ 
läufig mit fd^n)ftr)Iidäen SRoftflecfen 

i^Ieifd^: nad^S)iel fc^neemeig, fein, faftooll, buttet^aft, non einem 
filmen,, angenehmen, fein rofenartigen ©efc^madC. 34 f^^^ ^^ dagegen 
groblömig, fel^r faftreic^, raufc^enb, pon fügem, etmad jimmtartig ge^ 
iDAT}ten @ef(^mad!, j[ebod§ au^ fetbft ati&bann nid^t ft^meljenb, menn 
fc^on bie Sd^fenl^i^Te brdunli^ gefärbt ift, unb jmar oerl^ielt fie fid^ \o 
am freien Iß^ramibbaum felbft in ben marmen ® omntern 1 857 unb 1858» 

fternl^auS: mit }iemUd^ nielen ftdrieren ftSrnd^cn umgeben, bieili 
ialten €ommem fid| nodd nergrigem unb nerme^ren, Sc^fe etnntS ^o(L 
^äftx Htm, mit I&nglid^en fc^imarjen, am fpi^igen <£nbe etmaft roei|» 
lid^en, jum Sl^etl tauben, mit einem Ileinen $id(er Derfel^enen ftemeit. 

Steife unb Sßu^ung: bie^^ud^t jettigt nad^ Siel ju Snf ang OcL 
unbl^lt ftd^ 14 Sage, morauf fie teig mirb. — ©emö^nlid^ ^Slt fte fi^ 
jlebod^ l&nger , bid ÜRitte 9ton., 1858 felbft bid gum 20« 9loo., unb f ann 
fo als giemtic^ faltbare gute ftod^bime benu^t werben, mogu fte aud^ 
Oberbietf empfiel^lt, bei meld^em fie ebenfomenig fd^met}enb mnrbe. Ort 
S)onauer mürbe fie nur 1834 belicat. ;Sebenfaa8 verlangt ber Stonv^ 
nenn bie gnn^t bie an i^t gerftl^mten guten (Sigenfd^ften erlangen foD, 
einen fel|r gfinftigen ®tanb nnb bie Sorte ifi bed^alb nid^t für ^[eber« 
mann geeignet. S)od^ mirb fie aTS ^aud^altfifrud^t nod^ fd^ft^bar bleiben. 

Sigenfd^aften beS SaumeS: berfelbe m&d^St lebhaft, tSmmt 
fel^r gut auf Quitte fort unb l^at in Haern niel Sel^nlid^ed mit ber 
SBeifeen §erbftbuttcrbime, ift aud^ in meinem @arten fel^ frud^tbar. — 
Die »Ifttter finb elliptif(|, IVi" breit, mit ber jiemlic^ loiiff 
l^inauSgegogenen ®pi^e 3'' lang, eingelne eiförmig unb lancettförmig, 
glatt, ganjranbig, nur nad^ i^rer ©pi^e l^in beutli(!^ gef&gt. Stiel bünn^ 
gegen 2" lang. Sommergmeige na(^ 2)iel fein meiggrau woQig, 
fonnenn^&rtS fiarl unb fd^in braunrot)^, gegenüber olinengriln, fe^r frn 
punttirt. 9n einigen etmaS fd^attigma^fenbcn ^robegmeigen, mie fie wir 
je^t vorliegen, ftnb fte gelblidggrün, nad^ oben giemCd^ gerfitl^, fe^r fein 
gelbmeiglid^ punttirt. 

3. 



477 

No. 227. a)le ^tfrÄlMlinie. I, 3. 2. a)let; III, l K Sucafi; Y, 2. Soin. 




9ie igofratl|<birne. «»ort (oan SRonfi). 



• » 



». 



• 
^eimatl^ unb SBorrommen: oan 3Ron8 erjog fie oud ®amcn 
itnb ^e trug gtierft um bog ^affx 184Ö. (^t nannte bie ^ud^t nad^ 
{einem ©o^ne, bem ^ofgetidJtSrat^e ju ©riiffri: Conseiller 
de la conr. 

Siietdtur unb G^noni^me: Sioovt Befd^rieB {lein ben Annal. dePom. L 
6. 0. — 9Ra(^ bem Spon. IBeri^t, au^ nad) ^od^nal^l 6. 72 ift aber bamtt ibentifc^ 
bie Mittle Mareohal de ooar, bieSto. im 9(b. L neben Xof. 17 ebenfalls aU 
einen oan aRond*f((en 6&mling bef^rieb, obne ben 3lamtn anberi )u erüdren, M 
b«^ il^n oan 9Rond an bie von i^m erhaltenen ^fropfreifet angefc^eben ^obe 
mit bem IBeifat: „bie befie ton aOen (U meillenre existante^/ mad inbeffcn 
9io., »tm tx fie auc^ fon^ gftnftig f(^ilbert, bo4 in Socifet ate^t 8on ber er» 



47R ' 

to&^titen SbentttAt fa(|t S9io. in ben \p9Lttt erf^ienenen tCttnalen ni^tö, boi| fsmi 
td^ biefetbe nac^ ber gani überdnfHmmenben fe^r lennUtAen Segetatton, tote i4 
bie GonMtUer de la oour oon ber 8ooiet6 ran Moos in 6rflffe( unb bie Moeckal 
de conr oon ^aptlevL empflno, nur beftfttigen. ^m 29on. 9eri4t »erben aU 
69non9me aud^ no4 B6 ouBaud de la oonr (wai ober bie ^arifet $onuH 
(ogen ald trria begeic^neten) unb Orotse Marie genannt, unb na(( ben Becl. 
Set^anbl. ift oie na^ ifftet Qefc^reibung im 9too. unb 2)ec teifenbe, von Bio. 
im Slb.m. 41 unb in ben Sinn. IIL 67 a» oon ibm benanntet van SRond'fd^er 
Sftmitng bef^riebene Dne. d'Orleane bet Cont.de la oonr fe^r ft^nlici^. S(iu| 
bie Segetation beibet, nie ic^ bie Dac. d^Orleans aud Stttffe( unb otn Obccbu 
f^0j^, ifi g(ei4, bo(( lieferten mir bie fß&umt noc| leine S^d^te. 

Oeftalt: Sioort befc^reibt fle im Kibum old freifelfbrmig, oben ftorl abge» 
plattet, uom gmeiten 2>rittet il^rer Sdnge an fd^ raf<b oerlftngenb unb mit tut}ec 
Ihtmpfer &pi1^t enbcgenb; in ben SInnalen bagegen aU regeim&tig, bimfbmdg, 
in ber SRitte bauchig aufgebiafen, nac^ oben unb unten abne^menb, boc^ ftftrfcr 
nac^ bem Gtiete gu, auf freiem 6tanbbaume 3i/i— 4" l^o4 unb 3" biet; auf 
$9rdmibe in reichem Soben merbe fte bid 4i/s" lang ouf 4S/4" 2)ide, unb fo i^ 
fie in ben 9nn. au(j( faft 4'' breit unb 4ß/i" lang obgebilbet, melden Umfang 
aber fie auf ber oon £uc oa^rfd^einlic^ nac^ einer S)e 3ong§e*f4en ^ruc^t ge« 
fertigten 3^4nung oben bei weitem nic^t erreicht 

iteld^: unregelmäßig, fc^margblftttrig, kornartig, oft unooHfornmen , in 
fd^m&c^erer ober fkärterer ^infenhing. 

@tiel: bünn, ^olgig, grüniid^, etioad Irunrnt, bi$ 1" lang, obenauf in 
fc^toad^er Sertiefuiig. 

6($ale: beUgrUn, fpftter grüngelb, fe§r fein rbtllic^braun punVtirt unb ge» 
^ft unb um ben Stiel beroftet 

9leif(b: nacb ben 9nn. raeiß, fein, ba^fd^^telgenb, balbbutterig, faftrei(^, gc» 
jutfert unb f e^r angenehm geioftrgt ; im Sllbum ift ed f^aib^nn, f c^melgenb unb butterigl» 
)e^ faftrei^b gefc^ilbert, oon meinigt gepudertem, oortrefflicbem ©eft^mac!. S>ie Stme 
J^abe etmad oon ber ^erbigleit ber ^raf anne unb erinnere im meinigten ®ef<!bmatf 
an bie B. gria ober Amboiee. Sucb Sucad bezeichnete ben ©ef^macf ald belicot 
unb fette **I bin)u. 3)o(b mürbe fte imSpomSer. nur ald }iemlifb gut btgeicbnet 

iternbaud: ift (na^ bem Sllbum) mit etmaiS €(teind^en umgeben, bie Pen» 
tbeilmetfe oerlümmert ober, mie au($ Sucad fanb, ganj fe^lenb, bie oor^anbenen 
finb mittelgroß, bid, f^marjbraun, 

Keife unb ^lu^ung^. bie Steife tritt guSnbe bedOct. ein, bodb galten fi4 
bie mittelgroßen ^rflcbte aucb bid '(Snbe 9ioo. gn ben Sinn, mirb bie Birne aB 
eine fc^bne fc^on größere Sofelfrud^t unb M einiS ber beften unb fc^bnften Griet^« 
niffe bed $rof. oan Stond begeicbnet. 

^igenfc^aften bed Baumed: beräßu^d beffelben ift febr ftat! unb feine 
^ruc^tbarfeit gro^, er trAgt büfc^elmeife, gibt f^öne ^pramiben fonobl auf Silb» 
ling, mif auf Duitte unb gebeizt in aQerlei Boben. ^ie Blatter jinb breit« 
elliptifc^, befonber« an jugenblic^en Bftumen benen ber Sparbime ftinli^ibf iptr 
i^:*'* breit, mit ber oft über V«" oortretenben (Snbfpi^e unb bem Steile an ber 
Bafid be« Blattei bid 3" lang, oft au(b lancettförmig, einzelne etmod moBi^ 
befonberd nacb »ome bin fein«, etioad ftumpfgefftgt , meijt flacb. @ttel 2— 2V4" 
lang, bünn, biegfam. — Blüt^enlnofpen fegelfdrmig, )temlicb ftb^rf«, fafi 

Itecbenbf pt^, hellbraun. — 6ommer)meige nacb Bio. graubraun auf ber Sonnen^ 
eite, gegenüber graugrün, r5t§lid^grau. ergaben, fe^r aufffttttg aber unregelmäßig 
ocrtbetlt punf tirt — 9lm jungen j^olge finben ftd^ (e^r ftarf e f pi|e 3>omen. 3* 



47« 



'So. 228. mt 9tUtot Mn 9liUic«. U, 3.2.2>i((; m, 2.b.Suc.; YI, 2.3a^tu 



I ^ f 1 1 » ■ I « ■ I 



I ■ ■ ■ I « 




|9te IRtllot von Matictj. »iport (oan aRonS] *t $• 



^eimatl^ unb SBortommen: fanb fid^ in bet Sauoifd^ule bei 
^tof . Dan SRond mit 2670 kjeid^net unb ift bemna^ einet feiner €&m« 
Unge; ber Saum trug guerft 1843. Sie ®5^ne non DQn'3Ron< it* 
nanuicn bie 93ime nac^ einem alten SaDaSerie^Cfficier SRillot in 
9taticq, einem audgegeid^neten homologen. 34 erhielt bie Sßf topf reif er 
vtn ^peleu in 9Beitei*en. 

. Siterotttt unb ©pnon^tnc: ©to. im ÄIB. II. «.47. — SRan flttbet Mt 
€^#ftc auker biefem nur in <&ata(0Qen eno&^nt. Sougavb, in f. Xahitcai, 9touen 1862« 
tet Oe |iDar mit !ur|en SBorten auFgeg&^It, allein mit Be^ug auf Bio. 9l6um. — 
^oc^no^l ^at fie SRiHotd Butterbirne genannt, gü^rer @. 118, aSein na(( 
ine^cja^rigen ^rfifungen tann man fie bei und lool^l f^merlic^ Sutterbime nennen« 

iSJeftalt: regelmäßig birnfSrmig, Hein ober mittelgroß, SVi^^odJ^ 



480 

VW* breit, (cftj^reibt fie Ob. unb 1^ fie cbetifo toie id^ oben abgf» 
Mlbct, tDOHoil^ man Wfct %oxm lool^l Ireifelfonntg bimfSnnig ncimei» 
laim. 3" einigen Dot^ergel^enben 2^l^ren erjog i4 fit nur etnm ^/g f» 
groi im 3abr 1858 bilbete fie ft(^ aber auf $o<^fiamm bo<!^ fo bA&f<^i^ 
nie fie vorliegt, auiS. 

fteld^: aufred^tftel^enb, offen, fd^margbraun, fd^mad^ eingefenft 
€tiet: glemlic^ bid, l^oljig, etn>ad Aber V* lang (ober, tote bit 
obige 9bbilbung jcigt, aud^ {urjer), obenauf, oft neben einigen $i<fern. 

©d^ate: b^Hgrün, fpSter itod^ lange vor ber eigentliil^en 3citigttng. 
gelb, braungelb punfttrt unb bunfelbraun beroftet, taxi^ mit f($n>&r2lif$en 
nnb Toil^braunen %\tdtn. (S)ie g&rbung ifl }iemli(b fi^nlic^ berfenigea 
ber ^rtnjefftn ^Rarianne, aud^ ful^lt fte fld^ tro» bed StoftübergugeS an 
ben meiftcn ©teilen mie bie genannte glatt an.) 

gleifd^: gelbti(!bn)eig, butterl^aft, fd^meljenb, faftreid^, mo^ gc» 
{tttfert unb fe^r angenehm gemürgt, fo befc^reibt edSio. — S>odb mtir» 
ien bie in oerfd^iebenen 3ciiP<i^bi>€n nerfuc^ten, in SReiningen gebauten 
^d^te immer nur b^^tbfd^metgenb, unb nur im Januar im Seginne befr 
Zeigmerbend nod^ etmad mel^r fd^melgenb, obne mirtlid^ butterl^aft yt 
fein. 3)er ®e(d^madt tft im rid^tigen gjuntte ber Steife fein gimmtattig 
gegudtert, nod^ nic^t gang ausgereift ift er befonberS burd^ feine ^. etOMB 
l^erbe ®&ure fel^r pilant. 

.fternl^auS: mie oben gegeid^net (S8 ifl mir. m^n feinen ittm^en 

umfc^toffen» 

»eif€ unb g^tt^tttig: bie 3fni<bt reift im JDct. unb %m ^ bift 9litte 
9{oo., bo($ bouett fte, nie oben enoft^nt^ au4 länger. Sft immer eine fib^nc »^ 
gute 9ru($t, bie ^ortpßangung oerbient, unb }ur9lot§ M et»ad länger baltbare 
Koc^Bime %fm\% OeifaU finben, oieKeic^t auc^ am Spaliere gan^ f ((me(|enb niib. 

(Sigfenf haften bed 8aumed: ber SRutterbaum ift ^0(b unb Itarl ge« 
warfen, feine 8»eige (&(t er fpAter etmad ^fingen unb %ai an i^nen gienflib 
lange 2)omen, ift fe$r fruchtbar, trägt fc^on am einjährigen j^olje nnb an ben 
^Dornen. — 8on 2)i)rnen bemerfe i^ an meinen 3>oeigen ni<btd, aber er bemeilt 
om^ in SReiningen gro^e Srud^tbarfeit unb guted SBac^dt^um. — 3)ie ^Uttcr 
Unb Kancettfbrmig, metfletmad Breiter M ber 2ancettform eigentlich |tt!5mmt, 
fte finb aber fttr breiteUiptif^ etioaS tlein unb nac^ bem Stiele )tt befonberft 
ffcar! oerfc^mftCert, »e^^atb id^ fte als (ier^er ge^brig betraute. Sie flnb lV4^i^/i'* 
breit, 2Vb" lang, glatt, fein?, oft au4 ^icntUcb fc^arfgefftgt, meifl etimi \^^ 
fbrmig unb f^wad^ ficbelfdrmig, bunfeCgrfln, ftarfgeabert Stiel bfimi, bt< 3^ 
lang* — 8Iflt^entnofpen legeiförmig, oft fied^enbfpif, buntelbroun, miteHMi^ 
Haffenben Schuppen. ^ Sommer^veige grflnti(^ gelbbraun, gegenüber me^ 
Tbt^lid^braun, mit mei^Iic^en ober rdt^lic^en fünften. 

3- 



481 



»IK 229. a)ie 9pßMW. I, 8, g. g)lel; 111, t m. £ttc.; IV. «. 3«^«. 




9te (tffttm. Stoort («an SRon«> ** $. 

(eimatl^ unb Botlommen: ein €&mnttg Don van 9Ron8^ 
km et no^ bent t)erftot6enen ^Rafor aperen in SJted^eln benannte. — 
3d^ erl^ielt bie ^opfreifer Don ^opeleu unb ersog bie t^rud^t, wie fie 
Mrliegt, an einem freijle^enben ^robe^^^tamibbaume. 

2itetatuv tinb 69non9me: Oioort Bef^rieB fit im SCKuntll. €$.97 alft^ 
P#tre EtpeTifte. Ku<9 ^ie AnnaL de Pom. IV. 6. 73, ferner Liron d^AiroL 
Hl f. Noti0. pwD. 1856 6. 25; Xmtgorb in f. %af>U 6. 54 §a6en fte. (£Benf^ 
geBen bie 9erL 8er$anb(. unb ber 2non. 0er. berfelBen L 9lang. Gpnoni^me flnb 
nl^t Mannt. — 0ie ifl in ben 8 erflcnoft^nten IBerfen, nie oben gegeic^net, nuc 
|r5fer, aber ebenfo, me^r !egelf5rmig a(d bimfbmtig abgebilbet. 

®efialt: I&nglidg birnfbrmig, bidneiien flafd^enförmig, giemlid^'grog^ 
Milbert fic »iv. vnb bilbele fie 2 V I^teit, 3^«" long ab. @^tt tann 
man {ie iebml meifi al8 eirunb, nad^ bem Stiele ju Irgelf örmig begeitlnen^ 



482 

'ftel(i^: aufre(|tfte9enb, ojfen, faft fla<9{le$eiib , Ue Viatter fitlk 
^tflnbraun, oft binf&His. 

etiel: eMad M¥i, mlttelflarl, Va— i"lmg, oetUertfl^ ol^ 
"tlbfa^ in ber grud^t, fielet aber meiß bur^ bie (Er^öl^ung bec ein« 
• ©eite ber gru^tfpifce fd^ief. 

Sd^ale: glatt, l^eQgräti; Später l^eOgefb, mit etioai {(l^tDad^em fhct^ 
figen (Sarminrotl^ ober nur etmad mel^r golbartig auf ber Sonnenseite, 
oud^ neuartig faft ringsum beroftet, bod^ fo, bag bie (Brunbfarbe fa^ 
überaa burij^blicft. 

$Ieifd^: gelblid^meig, etwaSUmigt, bod^ faftrel^, butterig, ooft 
fd^mad^ gimmtartigem ^^dtergefc^mad. 

ftern^auS: giemlic^ grog, ^ol^I^d|)ftg ^ fteme meiflgrog, ooOtoni« 
men, länglid^, l^eDbraun* 

Steife unb Stu^ung: bie 8tme reift gu (Snbe be8 October ober 
im Anfang beS 9looember, mie foId^eS aud^ Sio. unb bie 9itnaL o» 
%tUti, unb biefe Idngere S)auer mirb burd| i^mift^enpflüdten erreU^t, 
benn nad^ ben JBerl. ^tt^. mirb fte fd^on gegen (Snbe be8 September 
t^bax unb bauert nur bl8 Gnbe itS October. — ^ft eine redgt fd^i^ 
bare unb fd^Sne Safelf rud^t , wtl^t aud^ in ben enoftl^nten Sd^riftoi 
^el^r gelobt mirb, unb aud^ bei un8 im freien nod^ l§re XuSbilbnng 
erlangt. 

(Sigenfd^aften be8 SaumeS: berfelbe bot nur ein gem&gigteS 
tBSad^St^um, megl^alb Sioort r&tl^, il^n auf aSHlbttng gur ^qramibe gn 
«rgieben. S)ie SBerL SBerl^« fagen inbeffen, ba^ er ]^auptfd(|tt(b auf Ouitte 
gebei^e, bod^ fei er aud^ auf SBilbUng nad^ 6—7 ^^xoi fd^on fmd^ 
bar. S)ie Zragbarteit mirb äberl^aupt fel^r beroorgel^oben, morüber nrir 
gur 3eit nod^ bie eigene (Srjal^rung abgebt. — ©le »IStter ftnb 
«Iliptifd^ mit l^albauf gefegter nid^t langer ®pi^r bei fd^mftd^er ffkqff 
tation iebod^r mie ba8 bem ^olgfd^nitt beigegebene Statt, fe^r oft aud^ 
fifdrmig, bo^ f^etnt bie eUiptifdEie gorm bie auägebilbetfte gu fein, IV^" 
breit, 2Vt'' I<tng, glatt, bod^ eingelne am Slattfaume mollig, feingefd^tf 
tlad^, nur l^ie unb ba etmad {c^i[ff^rmig, bunlelgriln, boc^ mottgl&ngenb» 
— SBlutl^enlnofpen giemlic^ grog, legeiförmig, ttm%i 9t<l^cnbf|% 
(aftantenbraun. — ©ommergmetge grünli^br aun, menig pmAict, nidl 
lob. l^Ubman ober Ijiafeinttgbraun mit ®r«tt oermlid^, fetm rit^fal 
:vu»ftirt. 

3. 



483 



No. 2S0. 



'I MkgKKnu I, B. %. 9)i<I; in, t A. iBuc; IV, 8. 3. 




larkeil)l0ttfi frikerbtffetl« S)ie( (^arbenpont) **1 $. 

4^e{Btai]^ tttik SBovIotnmen: fie mube 1759 von 966^ i^ar» 
beitpotit in 9t<m8 ergogen, mie a9tt)0Tt im Stbum miit^etlt. Son einer 
anbent SIme, bie, wit fie, Delices d*Hardenpont jebod^ mit bem ^x\* 
fo^ d'Angers l^ei|t, tote |ic im äSorauSgcl^enben (einrieben rowrit, i[t 
fk pcrf^ickm 

£ittttt«r tmb ^nnonfine: S)iel 9t.lt.C. IV, @. 191: 2)ie iparbenpoiti*^ 
StdEetbifff«, D«IiMt Uardenpont. (St et^ielt bte ^ftopfreifer oon oan äßonS. 
— IH». Kwtim nL 6. 29: Poire delioes d*Hardenpont. 3um Unterf^ieb 
99n bcr ftomeniftoefter f^reiM Qioort unier i^re a^dlbung D«lioe d*Hardeii- 
•oat btlf«. 6ic in l^iereBenfo f oft rein fegelfdrmig, wie id^fie oBenno^ einer 




[cl#MNi0 »»tt Dr« 2iigf I aebf, abgeaUbct. ^ ftuc^ bie Ann« de Pom. III, 6* 7 
f fo $if %9^ etfd^ctttt fie fd^on me|r eintnb, nad^ bem 6tie(e )u legelfdrmig» 



484 

3n betn anbem betgegeBenen (Ssemplat ifl fit mel^r IftttgR^ unb goat birtifbrnilf 
tegetfdrmtg gegeid^nct, nie flberJ^aupt fc^on ^ieC, au($ 8to. unb bte 9nii. i^ot 
iBtflait a(d oerftnberlid^ angeben. — 3n Sranlcei(( »trb bte S^ui^t, oie bte Xntt. 
bemerlen unb bad Xahltau von Zougarb 6. 33 nac^neidt, wo beibe Stamen nebe« 
«inanber fte^en, oft Beurr6 d^Hardenponi genannt ober mit biefec octvet^fell, bie 
^ort atd Beurr6 d'Areoberg ge^t. — Liron d* Airol, ^at fie in f. Notioe pom. I» 
e. 46 Planche 12, ^ig. 5 ganj »ie «to. — Sgl. no4 f)tttt.I, 6.669; Obecb. 
«. 369 : Iguc 6. 183. — Jtatif ^ecaidne fSief. 29 unter Poire Dolioet d'Angarmj 
nflrbe ^arbenpontS 2e(fet5iffen, Delioes d'Sardenpont dei Bettet ibentif4 vnk 
SRarfgtftfin, la Poire Marquise, fein, »elcbem i^ burc^d m^t beitreten Uam ; 
«u<j^ fd^on in ber Segetation finb beibe Sorten beutli(( oerf^ieben« 

Oefialt: oft unregelntfttHI f .biitbaud^ig fegelfbrmig, bagegen wiäi ffin!^ 
fafd^enfdnntg, mittelgroß, 2Vs'' breit unb 3Vf" lang in i^rer {(af((enfftrimgeK 
il^eßalt; 2V4" breit unb 3" lang in ber legelfbrmigen meifl Heineren Sorm. tML 
— 9)ie belgifc^en @((riftfteaer f^ilbern fleiiemUd^ ebenfo: bitoeilen einer (Solmor 
•ft^nlic^, bidioeilen (Anglich ^><^ beuUg; am &t>aiint groß, wenig bculig, heiftf» 
tbrmig bimfbrmig. »ioort^atfte 3^4" breit unb etvad Aber SVi" long abgebilbet 

Stti^: htr)6lftttrig, ^artfc^alig, offen, in oft flarfer, meifl f d^iefer ^nfenhmi» 

6tiel: bitf, fleifc^ig ober ^oljig, ^a" lang ober au^ IAtt)|er ober lftr|cc^ 
in ^Itiid^xin^tin unb fd^ief, ober aml^ nur mie eingeflectt. 

6((ale: glatt, ^eUarilu, fpätei ^effcitronengelb, am Spaliere na4 Bi9. btt< 
»eilen mit etmad 9i5t(e, mit la^lretc^eir Sioflpunften unb angefprengtem 9ioft 
«befonberd um bie lte((i^n)ölbung. 

Sleif^: meiß, fein ü6er{lie|enb, butter^aft, oon fel^r an g e ne h m e m fida» 
fflßen, fein gimmtartigen ®ef((ma(f, d^nlic^ bem ber B« blano, 2)ie(. 6d fe(tt i^ 
«tid^td ald ettoad me^r ®en)ftr| unb ein »enig Sfture, um gau} oolUommeii }b 
tein (9io9er in ben Sinn.). 

jternl^aud: !Ietn, fd^ma^l^o^lac^pg, itammern mufd^elförmig, mit ff|»ax|ei 
«irunben, fc^arfjugefpttten Jlernen. 

Keife unb 9lutung: bie Birne reif t (Enbe Oltober ober SlnfangiS 9tooember 

«ber ^Alt ftc^ nic^t Aber 14 Xage. 3ft eine fe^r f 4at<nft»ert^< ^Mf^u^^r ^ 
^iel oom aUererfien Slang, au(^ von allen SCnberen fe^r gelobt. 

(Eigenf haften bed IBaumed: berfetbe wäc^dt raf4 unb pr&c^tig, Ttefert 
«uf 9Bilb(ing f(^5ne ^pramiben, gebeizt na^ ^iel au4 auf Quitte, i^ aber na^ 
«on 3(otoa) auf bie SBitterung empfinblic^ (9laumb. 9er.), oerbient beftungea^tct 
»eitere Verbreitung (berfelbe in äRouatdf^rift II, S. 247). — 2)ie »Ultter flnb, 
iDie i^ bie Sorte Don Siegel ^atte, etmad unbeutli^ elliptif^, oft au<^eifbv> 
mig, 11/4" breit, 2^/4 bid 2\9 lang, mit meift ouglaufenber Spille, bidmetUn 
eirunb, glatt, fein» unb ftumpfgefftgt, oft unbeutlitb unb nur nac^ oome ^in, mei^ 
fiad)t nur etroaS rocacnformig om Staube gebogen, Stiel 1*/*" lang. — ©lütten« 
tnofpen foft Wein, fegeiförmig, jugefpiljt, boc| m(bt flec^enb« ^Ebraun. — 
Sommeraroeige etwad ftuftg unb oben oerbitft, grttnlic^ gelbbraun mit menig 
loa^rne^mbaren lichten gelben fünften. 2)iel befc^eibt fie glftn|eab gelbli<fi, 
«lioenfarben mit fe^r oieleu beutU(5cn feinen, eifbrmigen, ^eftbcounen funftOk 
a)ic »lattcr beä ©ommeratpeigS ftnb na^ i^m eiförmig mit furjer oufgefettet 
Spi^e. 3n {en Sinn, unb im Sllbum werben fie nac^ beiben (Snben jugefpiit, 
boc^ breiter nac^ bem (Stiele )u befc^rieben, xoaii meiner 6c^ilberung cnt|pn<|t 

3. • 



485 



No. 231. Sie etlOtfficrg. 11,8. 2. 2)ie(; m, SCO.aO). Sttc; IT, 8. 3a^«u 




Pte Sfielberg« »toovt («an iKoiii). * f Dct. Slop. 



i^ettnatl^ unb SBorlommen: biefe ^rud^t ergag na(^ ben Snn. 
iinb SSioortS Slbum $r. ißrofel^or von ^ond um 1827, ber fie guerft 
1830 in ber Beyue des Bevues befd^vieb. ^n jeinem (Sataloge von 
1823 ift {te lebod^ ni^t mit aufgeführt. Senannt i[t fie na^ bem 
Yicomte de ^elberg p £ooenj|oul, unmeit SSmcn. 34 erl^ielt bte 
€orte aus ^apeleu^d (SoOection unb t)on S^tvxn S)e 3^"S^^ Su 9rflffe( 
Hierein , fal^ fte auc^ eben fo unter ben ^rü(^ten bed ^errti Se^rend gu 
Subed in ©ot^a, fo bog id^ fie beftimmt &i)i l^abe; roie fie benn aud^ 
mit ber Befc^reibung fo meit ftimmt, bag bte Selgifd^e i^ruc^t nurmert« 
lid^ gTSgec unb fc^öuer angegeben , unb atd ganj f c^meljftib unb für bie 
Xafel f^ft^bar begegnet mirb. ^nU^ mirb fie au^ in SBelgien megen 
^roger £ragbarleit unb 9iufticität atS befonberS für ^od^ftamm in frei« 



486 

— - 

liegftiben Obßgftrten serignet, begeit^et. ^ffxt $nt(^batteit, bie ^ 
aud^ l^ier htm^xtt, bflrfte lotnigflend in JAorbbeutf^Ianb ibr ^epcd friit. 

Siteratttt unb 69noh9me: 9ioort< KIBunt IIL €S. 157, Bonrr^ d* 
Spoelberg mit bemGpnonpnt Vioomte deSpoalberg. 60 oiu^ Ann. 1867 6.36. 
2)eY 9iIt)orbe¥ (Sataloji ffl^rt fte ftlod aU De Spoelberg auf. Samin unb 2)tittiib 
l^ahtn in i^vem Gatalog no4 bad G^nonpm Poire de Moot. Xu(( bet Bcti^t 
bet 80c. T. MoDB oon 1857 fteOt bie ^ntc^t in erlU SUi^e iinb b€|ci<(iwt bo# 
SIeif4 ald buttttl^aft fc^melgenb. 

(Seflalt: fle^t )ioif<^en bict^auc^iger IhrdfcKfocn: tmb Oimfbm, ^V«" bcdt^ 
!2t/4'< (oi(. 2)ie Sttt^t i^ baburc^ lenntlid^, ba| bet 9aui| bei mannen Cscm« 
platen auf ber einen 6eite »elt {tOHer aufgetrieben ifl, atö auf bet anbem, e^e 
ClnMegung tm^ bem Cttefe, iinb bie anbete 6eite bagegen eine befio mct{fU|ete 
(Sinbiegnng* ma^t, »obut<( bk 6ttelf|>ite fl^ etmaS flbetbiegt 3lege(mA(i§e 
<lsemp(are (aben ben 6att<^ giemCtc^ in bet SRitte, nehmen nac( bem itel^e oer» 
iflngt unb wenig abgeftumpft ob, fo ba( bie %twSii nut ebeit ^(en fonn; m^ 
bem6tie(e ma<bt bie^ntc^t eine f((5ne, faftin ben Stiel ouMaufenbe itteifelfpttc 

fte(f(: httigefpi^t, in feinet SoIRommen^eit ettoaft (artf<(ang, bo<j^ niil^ 
eigentlich ^otnattig, mit gutfltfgebogenen Xudfc^nitten, fl(t in ^<(et enget 
hing, äu8 bet mitegelmft^ige ftad^e. Seulen fi^ übet bie Snu^t (inite^en. 

6tie(: flatf, flatC 1'' lang, faft getabe, ^ftufig |iem(i(( frifd^ig, nnboft 
bittet bie 6pite etwas §ut 6eite gebogen. 

64a Ke: 90m 9aum mattgtün, in bet 9ieife etwaS nnanfe^nü^ gelb. S)ie 
Vonnenfeite ^at meifi nut Anflug oon btounet Abt^e, fünfte fe^t ^ftufig, fetn, 
in bet Qtunbfarbe fein grün umtingelt* Stofl mftfig ^Aufig, um SttUli unb 6itd 
oft etmaft Uebetjug baoon, fonfi »ie angefptifi Qktn^ fc^U. 

Xaü ^ltx^<i ift mft^ig fafttei^, fein, um bat JUrn^au« ^atC !btntgt, ^aSh* 
fd^mclienb, ttwad fii^mictig, oon gejudettem, nut bttt<!^ ttnai feine 6ftute ge|o* 
benen ®ef(^made, fo ba^ f e, gumal fie au4 in ben §ei|en Sagten 1857—59 nt^i 
beffet not, fflt bie Zafel bei und pi viele Woalen ^at S)a fte ftd^ Uhtget ^,. 
»itb fle ieboc^ a(8 fto^birne ted^t btaud^bat fein. 

2)a< itetn^au« (at eine fUint l^o^lt X^fc; bie itammetn fnb liemücf ger 
tAumig unb enthalte)! meifi 2 ooOfommne (ettbtaune Itetne, bie au«^ am itopfe 
ein Itnöpfc^en l^aben. Sttid^f^h^le Qetn. 

Steifheit unb 9lu|ung: bie 3ttt(|t faB iu ben »atmen Sagten 1858 unb 
1850 f^on (Snbe 6ept. am Baume (ofe, toitb in tasteten etma V* Oci i» b9n|cn 
fein, geitigt (Snbe Oct. ober im 9{oo. unb $&U fic^ ^nige SDoc^en. 

2)et Saum m&c^dt gut unb gefunb unb ^at im S:tiebe STebnCic^feit mit bem 

bet ^erbftfploeflft, feft frfl^ lurge« ^(^t^oli an unb »itb Au^etfi fruc^tbot felb^ 

in ungflnftigen Sagten. 2; riebe fc^Iant, na^ oben nid^t flotl abne^ieiA, Mmuti^ 

lebetgelb, oft mit etmad getfkteutem 6ilbet(ftut<(en, nut na<b oben etmai mM%, 

|lemli4 gal|(tei<( punetiti 8(att mA|ig gto(, ^att f^ifffbtmig aufmdtt« aebefcn,. 

gUngenb, langeOiptifd^, fein unb fei<^t, bo^ f^atf gegähnt. Xftetbiftttct pftieme» 

fbtmig, fetCenmeiji Slatt bet btaungef puppten gtud^ taugen Iangc(tiptff4^ 

oft faft Iancet|fdrmig; Xugen flatf, fpi|, etmai weilgefc^uppt, liemCic^ !onif4» 

ctoag abfiebenb. 

Obctbic«. 



487 



No. 232. 2)ie (rtenalifr. I, 2. 2. 2)ieC; III (IX ?\ 1 b. guc; III, ?. Ja^n. 




PIf «Ijendier. tt? £»• 

^eimat^ unb )J3orCommen: biefe ^ruc^t, bie iDege» i^rcg ab« 
{htofltrenben @afted tDenigftend für Slotbbeut j^Ianb ald 3>tfel6irne o^ne 
aOen SEPert^ ift, bei i^rer au^erorbentlid^eu unb idl^Tlicbcn Iragbortrtt 
aber l^Sd^ft ina^rfd^cinlid^ eine fel^r jd^Sfeenötüert^e ÜWoftbirnc \tin burftc, 
ergofl §en: ^rofcffor Dan 3Jlon§. ©iel be.^eic^net [ie übrigens alS eine 
fd^fi^are 3;afetbirne uni toirb fie in ©übbeutfd^Ianb 6effer fein. 

£iteratur unb ^^non^me: Dan 9Iloii8 Katalog Seriell, Nr. 1004 Ghe- 
T«i»r d'hyvep. SDicl %St.O. III, p. 88; üon äc^rcnt^al gibt 2af. 39 gana gute 
XbbUbung. 2)(el befd^rieb fte noc^malä 91.51.0. V, pag. 143 a(d 9QiI^e(mine, 
bie er auc^ oon Dan äRonS erhielt unb bie in Dan 9)lond (S)ata(0{), Serie It, 
Hr. 1080, (jlcit^fallä alö ron i^m etaogen, Dorfommt geltet ^amt ift jeboc^ 
je|jt in ©efgien unb gronfreid^ ©pnonpmc bcr Beurr6 d'Amanlis. Äod^ Liren 
d^Airolee Kotioe pomoiog. II , 60 ^fttte Dan 9J{ond auc^ bie Beurr^ d'^manlia 
a(d IBil^elmine ergogen, toft^tenb bie Annales (1858, p. 26) ^roar bet gen)if( 
tid^igen SReinung ftnb, ba( bie Butterbirne von Amanlis (Don ber ed [a felbft 
fc^on eine gefireifte Sarietdt gibt) , feine neue f^ruc^t me^r fei , ba man f c^on 
9ie(e groge @tdmme Don i^r ^nbe, inbeg bi<^aafe$en, ba i^err Dan SRond fir 6e« 
ftinimt M einen feiner Sbgünge. unter brni 9?cmen SBilbeCmine aufführe, f • (ei fte alB 
»an i^m erjogi-u aii)unel)men. Ob nun ^lei unter beut ^Jtaincn lEkSit^vimiue von Dan 
IRon« ein unric^tiged 9ietd etbalten, ober $err »an äRone, wad fo unwa^rfd^ein« 

3a«fMYU4 ^anfebtt^ bei O^fttunbc. IL • 8^ 



li4 (ei bet ^&4|l flü^tlgen Vbfaffmtg feineil Sataloi^d ntc^t »Ate, bie d^enaller 
im d^ataloge nur nodfintatft unter bem «er ftnbettcn Kamen ttU^elmine onfgefa^ 
(«t, unb man biefen 9lamen nur hvacd^ t^iftung auf bie Bearr6 d^Amanlis Aber» 
tvaaen (&tte , Ift^t fi4 vor bet (anb nic^t f agen» 2)at ^iel nii^t etwa mir M 
tBill^rtmine ein oervec^felteft Steiil gefanbt ^at , ifl , abgefel^en oon bet Ke^ntt^« 
leit bet Offd^reibungen , baburd^ geot j , bat beibe Porten -ebenfo oon ^el nad^ 
^ermbaufen getommen finb, mo man fie gleic^faSd, »ie id^ f((on ftü^er erflftrtc, 
fflr oöOig ibentiff^ betrautet 

(Seflalt: ^ie( bejei^net fie aU obgefhimpft Ireifclfdrmig , in Socm einer 
•rflnen tpommeran)enbime ftbniic^ unb ^abe i^ fie fo aud^ gehabt unb aud( 1868 
na(( grfi^ten aui i^erni(attfen fo gejei^net 9to<J^ ftiter inbe| f^eint fie, wie 
obige 1859 gegei^nete gigur, mebt aur (Etform )u neigen ober felbft no4 ^b^er 
{iemiid^ lonift^ fu fein, wie oon fte^rent^at fie abbilbet ; »ie benn ou^ lDie( bei 
bet SBÜbelmine fagt , ba( fie (Auf (ter ^o^audfe^enb , abgefhtnq[)ft !egelfbr«ig 
bau^ig , aig IreifeCfdrmtg fei. 2)te isrö^e gibt S)ie( 2^/^" breit unb 2V4" ^^ 
an; i^ batte fie ganj fo gi^o( nit^t. fdau^ ü(t me^r na^ bem Kellte ^in, nm 
ben fie ft^ meifieng fo »btbt , ba^ fie no(( flehen fann. 9^a4 bem 6tiele mo^l 
fie unbebeutenbe ober !eine <Stnbiegung unb enbigt mit balb nur etioaft , balb 
etmad mert(i(|er abgeihtmpfter @pi|e. 

Itel^: bottfc^alig, weit offen (bei ber (S^eoatier be)et(tnet i(n ^ie( alft oft 
flemfbmig aufUegenb) , fit^t ber «^(^t g(ei4 , ober nur nenig vertieft in niet|t 
ebener 6enfung* %udf Aber bie ^ru^t laufen mcifleng {eine bcutUil^ett üxiohtMß 
Reiten f^in, bo4 ifi biefe bfter etmad in bie Breite oerf^oben. 

6iie(: */4— 1" lang, flarf, ^otgig, fl^t in enger flauer (Srube'mit einigen 
gttifcbioaifien umgeben, ober oon einem ficb er^ebenben äBuifle )ur Geite gefc^obe«. 

6<(aCe: 00m Oaume nad^ IDtei firo^getb, bei mir au^ fpAt gebroi^ no(| 
geCbltc^ grfln, fpftter ^eQcitronengelb. ®an| frei (Augenbe f^rftd^te finb mit dncr 
feierten erbartigen 9iöt^e leidet oer»afd(en, bie aSermeifl fe§(t Xoftpunfte, foioie 
Xnflfige oon 9ioft ober ftellenioeife Ueberjftge (namentlid^ wn ftei^ unb GticQ 
finb bftuftg. Geru4 febit 

gieifdft: etwaft gelbüd^ wet(, nad^ ^ie( fiberflie^enb oon Saft, fd(me(|cnb, 
M 0<t^) aufibfenb, oon etmad einfd^neibenbem, angenehmem f ft^en neingefd^motf. 
3(| fanb baft gieifibr »enn bie Jrfld^te etvad fp&t gebrod^en waren, |»ar meifienft 
au^ f^met^enb, {ebodfi ben ®efd(matf ju abfiringircnb, unb ein paar SRa( »urben 
bie grüßte nur j^olbfc^meljenb. 

Jtern^auS: Hein, bie etvaS engen Itammem enthalten oie(c eifbmnge 
f((ioar§braune fteme. Ael^^b^Ie ftac^ 

9ieif)eit unb Kufung: leittgt (Snbe Oct ober im 9loo. unb §ft(t ft^ 

ein paar 9Bo(^en. 9{a(( 2)iel gute 2:afe(6ime. 

2)er 9aum mAc^it Ub^aft, belaubt fi4 fiat! unb treibt oie( $ot|, bftrfte 
aber bei feiner ungemeinen , jA^tlic^en ^uc^tbarteit ni^t groft metben , obgieiib 
i>Ul beijber fBilbelmine fagt, ba^ er grot werbe. 6ommertriebe lang, nail^ 
oben etwad mit IBoOe belegt , trfib leberfarben , na(b oben röt^Ud^ Obertattfei^ 
in wannen Sabten braunrotb , mit giemlicb vielen feinen , nur nacb unten ind 
Xuge f aSenben fünften. 93 1 a 1 1 Hein, breiteOiptifi^, etwa« f(biff fbrmig aufwArtd 
aebogen , glAnjenb , nur fein unb wie angebeutet geja^nt SfterbCAtter fc^mai^ 
fa^ fabenfbrmig. 9Iatt ber 9tu(btaugen ei«ooat (eifbrmig 3abn), mü 
fel^r langem Blattfiiele. Sugen ftarf fegelfbrmig, fie((enb fpi|, fdtwat|brawi |t^ 
fd^uppt, merflicb abjiebenb. , Oberbiedt. 



489 



yp 283. ate 8<naff»c. i, 2. 2. iPi,i; m. 2 (i) k «uc; ir, 2. g.j^j 




9it |f«naffil|r. Sioort (»oiroitt) * t ^ 

^etmat^ unb ä)orl!ouimen: btefeUe tourbe t)om 9totac Ootu 
Dier 1825 aufgefunben unb Don i^m nac^ bem Sanbfd^aftdmaler ^an 
8 6 4 e benannt. — ^^ belam fte Don $apeleu. 

Eitetatur unb 69non9.me: 8h>ort befd^cieb fle im ftlbunt I« Xaf* 44 
«19 Poir« Yanatsohe. 9nbere 6(^nftfteffev (aben fle mit na(b Obort, n« 0. 
Zottgotb in feinem XMtau, B. 42. — 2)ev 9tamen- »tTb nebenbei ba(b Sa« 
f[f((e, ba(b SBannaf^e, au<^ 8anna<^ qefc^rieben. — (Sine oor mehreren 

Ssbten oon Donauer an mt(( gelangte .San Xfled^e »icb »a^vfc^eindcb biefelbe 
ime fein. 

® e ft a 1 1 : runtli^ onal , faft fo breit rote l^oc^ , in ber SRitte 
4m breiteften, m^ beiben Snben abne^menb, etnaS beuUg unb rippt} 



490 

um ben Sttl^, fel^r grog, SVt" ^o^, 3«/) ixdt, U\^xia fit 8toott 
uttb BUbete fie aud^ in fold^er ®r5ge ab , bod^ ifl fte m^ ber 3etd|» 
nung StoortS giemlid^ »ie auf ber nteinigen , eirunb , na^ htm @Helt 
gu ftumpffegetfirmig unb i(9 tDflrbe fte ttad^ btn bereits inel^rmaö an 
freifte^enber ^^ramibe geembteten ^rfid^ten im älllgemeinen runblid^ 
ober runbbaud^ig, nad^ bem @tiele gu ftumpflegelförmig nennen. @i> 
grog al8 93ii)ort ergog id^ fie freilid^ nic^t 

jteld^: aufredet ftel^enb, fletn, mit turgen Slattem, offen, inflod^er^ 
geräumiger @enlung, in etmad Beulen. 

©tiel: graugrün, 1 — 1 V2" lang, glemlid^ jtor!, obenauf ober 
gmifd^en einigen ^ödent oertieft* 

@d^ale: fein, glatt, grün, fpater gelb mit etmag 9iofl, an ber 
©onnenfeite biSmeilen lebl^aft carminrotl^, oft aber aud^ ol^ne fRbt^t, mit 
oielen roftfarbenen ^untten unb i^teden, befonberd um ben ftel^« 

gleij^: gelblid^ »eife, l^alb jd^meljenb , pifant faucrllt!^ fil§, re^t 
gut.' 9lad^ SJioort ift c8 l^albfein, butter^aft fc^mclgcnb, fe^r faftreidj,. 
füg unb ongencl^m geraürgt. SSieUeid^t mirb e§ in anberem, mel^r Itii^* 
ten 93oben unb in meniger irodCenen ^[al^ren auc^ bei und nod^ gan| 
f^melgenb. 

Äernl^auä: gefd^Ioffen, Äammern giemlid^ groß, bie Äeme finb 
lingltd^, etmaS plattgebrucft, fdferoarjbraun. 

Steife unb 92ut}ung: bie gtuc^t ceift imDctol^er unb 9lo9em5er unb nac^ 
SouDtet feI6fi im 2)ecem6er , 5id roo^in fie Sioort aber ni^t erl^alten fonntc 
3n SReiningen }eitigte fie SIßitte Slooember. 3|l immer eine fd^dfbate f<j^5ne wib 
gute Xafelfruc^t, wetd^e Stport »egen i^rec ©rö^e unb ®Aie in ben er|len Slang 
^efft. S(m Bpalittt tolrb fie bei und getot^ aud^ ft(^ ooQIommenet auftbilbeit 
unb ben SCngaben ^ioortS ouc^ in ber ®r5(e mel^r entfpred^en. 

^igenfd^aften beS 9aumed: berfelbe n)ft($3t atd freifie^enbe ^^romtbe 
ivtmlid^ lebl^aft mit nic^t fe^t aufw&rtä fte^enben 3^^id^ 1 ^^^b balb unb alU 
jft^rUc^ frud^tbar. — 3)ie Sdlftttet ftnb eirunb, mit oft langer oudloufenber 
6pite, oft au4 Bürger gefpi^t unb bann oft j^ergförmig unb runblid^, aud^ hfUx^ 
bei ntd^t !r&ftigem triebe eiförmig, an ben*@ommersn)eigen oft breiteUiptif^^ 
wie fte SBioort abgebilbet ^at. ®le ftnb etwa IV«— 2" breit, 274" unb bei xt^ 
!r&fttgen SBud^fe 37i" lang , glatt , me^r ober »entger fein unb f(!^arfgefftgt^ 
fc^ifffbrmig unb etmag ftd^elförmig ober gegen ben Stiel red^twinflig ftefieSt, fe^ 
bvnlelgrfln unbgldngenb. @tiel oerfd^ieben, oft 2Vs" lang. — 8lüt^en!nofpea 
legclfbrmig, f anftgef pi|t, laftanienbraun. — Sommers meige bunlel olioengrftn, 
on ber 6onnenfeite brAunlic^ oiolettrot^ mit feinen gelblichen ober ioet|it^eR 
«uniten. 

3. 



491 
1^0. 234. Sftiige grXne BiiltrUfie» I, 3. 8. ^ieC; Y, l a. Suc; I, 9. SaQiu 




fange gtttne üiitterbtrne. ^iei (etdUt). ^* t $. 2B. 



^timai^ nnh Hotlommen: biefe ^n^i iji iebenfaOd ttrfptflngli<( beut« 
f^Uffi^nmgS itnb toirb au4 je|t noc^ (efonberiS htZ^firmgen unb6ad^fen ge* 
pfitmilL 8ei ben alten €(^tiftfleaem finbet man |ioat dne Tarte longa« 
d'kiTer, ). S. bei Duint^nie, au^ bei $enne, aSein bieS »at bie gagbbime. 
Sle^vfiu^ ipntbe fle aber, »ie ^iel bemerft, mit bet langen grflnen (erbftMme 
•eraet^fett, }. 9. 90» eidlex, obgleich et l^lnfid^tn(( bet 9ieif)eit Sneifel ^otte. 
5bo^ fc^eint \ttb\t S)ie( von btefem Sormurfe nid^t gan) frei gen>efen |U fein« 

f JBitevatut unb Spnon^me: l^iel Tu, 6. 63: ^ie 6ft(l^fif4e lange 
|rftne SEBintevbifne, Yerte longne d'hlTer. — 6itf(er im Z.O.®. III» 
e. 95, tab. 5, nannte fle Sänge gvftne SBinterbirne, wad mir ber Itfir^e 




492 



S)Uk. 



titne iinb in ^fltiitden Orflne IBititerbergamotte. — fßttaU noij^ % 
I, 6. 748, ei^tifi*d <^bio(. 6. 220, ooQji ^omologU 9tr. 30 ; Sue. 6. 203. 

Oeftalt: latiQouiSfe^tnb, abgefhtmpft f egelf ötmig , &§nK4 ^^ 9^^^ ^Ue 
iinb 6i Vermähl, um beit Sttlä^ f^ön, bo<^ metfi etmaS fc^ief lugeninbet, »e^* 
|a(b fte nid^t gut aufliefen lann, nac^ bem 6tieU (u dfterd eingebogen unb me^ 
ober weniger I&nglit^ fegelfbrmig, 2 — 2V4" breit unb Syi" lang. — €tar! ab* 
gefhunpft fegeiförmig na4 bem 6tie(e |u unb 2 W breit« »ie. fle 2>iel befi^reibt, 
mbfl^te fte feltener nortommen, 

itel<(: Hein, oft fe^Ienb, offen, flat^ ober feiert, biSneilen mit i^^obeiu 
Reiten, bie am 8aud^e.bie 9lunbung oerberben. 

6tie(: jiemli^ ftart, nac^ ber Sime )u fleifc^ig, bis 1" lang, 'obenauf^ 
oft nthtn einem ^bdler ober fd^noc^ vertieft 

e^alt: etnaS flar!, f^ön gradgrfln, fpdter Maf < ober »eilUc^gran , bif* 
»eilen f^mad^ erbartig gerottet , fein braun^^unltirt unb ebenfo , bo<j^ feiten |n» 
fornmen^Angenb berofiet, au^* bfterd mit etmad f(^mftr)(i<^en SHoftfUcfen. 

9Ieif(§: mattmei^, faflrei((, butter^aft, von angenehmem gemllrj^aften^ 
ftttferartigen Oefci^macf, burc^ etmad beigemifc^te feine 6fture an ben ber Sangen 
tsei^en 2)e4antdbime erinnemb. 

Itern^aud: ftein, Itammem fe^r enge, feiten mit ooIQommenen Itemen. 

9leif|eit unb 9lutung: bie ^xudft reift im S)ecember, oft früher mtb 
(&It ^ bi« in ben SXAr}. Som aOererfien Stange. (9)ieL) — 3n SRetningcn 
erlogene gtüc^te »arm meift dmht Oltober unb Xnfang 9looember reif , fo au4 
bie grft^te oon 2)onauer unb Siegel, unb eg xft fonac^ bie gmc^t eigentli^ me^ 
(erbft « ald äßinterbime , wenn gleic^ fi<( bie grüßte bei :guter Xufbewa^mig 
}ttm Z§eil big burc^ 2)ecember galten* 

(Sigenf d^aften beg 8aumeg: berfelbe wirb mittelgroß, ni^t fUrl le» 
laubt, trdgt feine Xefte fafi ppramibal, fe^t viele ^c^tfpieße an, xft fe^r frs4t» 
bar unb gebeizt aufDuitte. Sr wiS aber guten .Soben, fonft werben bicgcft^ic, 
wie au(^ in naffen Salären, oft rau^ unb fd^warjflecfigt — 2)ie 9lfttterbci 
6ommer)weiged bef d^reibt 2)iel alg Hein , etwag f^iff f brmig , eifbrmig , oft oii^ 
mel^r eSiptif($ mit einer f^arfen , fleinen , aufgefegten Gpi^e , 2V4" lang , i^t^ 
breit , glatt , <$araf terifHfd^ fein unb fpit geaaJ^nt. 2)ieg trifft ber ^anptfo^r 
nad^ aud^ ju, am alten Ij^olge finb fte aber, wie SidRIer fte f($ilbert unb on^ ei» 
foI<^eg Blatt abgebilbet l^at, großent^eilg runblic^, metfl ^eraf&rmig, mit oft 
etwas !ur}er , aufgefegter @pitc , an nid^t triebigen 8&umen Hein , l^/t" breit 
unb l*/4" lang , an jungen , fr&ftigen B&umen aber au4 gto| , 2" breit, Vft^ 
latig, oft au^ eirunb unb breiteEiptifd^ , glatt, )um 2:$eil gan)ronbtg, bo(( »eip^ 
wenn aud^ nur na4 oome verloren gef&gt, etwag fd^iff förmig unb ftd^elftemig, 
bunMgrfln unb glftn^enb. — Biatl^enlnofpen Hein, !egelförmig, fajt ftnl^eii^ 
fpi^i buntelbraun« — ^ommerjweige oft na(( ber 6pite (in oei^idtt w^ 
fix^it gi^nli4 gtaubraun, gegenfiber rot^braun mit fc^mu^iggelben ^l^uidten. 

3. 



493 



Nu, 2:j5, Ct» a«<>< gHttcrMnie. I, 3. 2. 3)iel; lU, I a \iuc.; III, Oga^n. 




Jon Plöns JJultcrbimc. :iBiüori (5eon £ec(erO *•.' -t»- 

^eimot^ unb IBortommeii: £eou £ticlirc er^og fie au6 £cmeu unb 
Befifttinte jle nac^ van SRonS. 6ie i{t bcrettd feit (ftnget aU t20 Sauren in Selgien, 
in 9)eutf(^(anb aber no<9 »enig bclannt — 34 erhielt biefelbe aud |»eiter$anb 
von 9Zoifette itnb bann auc^ oon $apcUu überein , unb er)Og on fvnlie^enbem 
9tobebaum 311t S^^t einige ber Befc^reibung entfpte^enbf aber nisr mittclgvofet 



494 

Sftftd^te (^** Breit, 2>/4" tang) , toe^^alb id^ gerne bie oon Sucad nai^ einer attft 
Belgien erhaltenen ^d^t entworfene 3^^*iung (enu^te , um bie Bef^rei^img 
|tt liefern. 

Siteratur unb S^non^me: 9toort L neben ^af. 22: Poire ran 
Moos. 9)ie Sirne %ai auf feiner Stbbilbung eine jlftffer eirunbc <9eftalt, a(d 
»ir fte oben gegeic^net §aben; fte ift aber im Bullet* de U Societ. eto., Ronen 
1847, Fig. i2,pag. 153 unb im Decaisae's Jardin fniitier, 20fte Eief. eben fo 
Iftnglic^ eirunb , nac^ bem 6tiele ju birnförmig f egelfbrmig abgebilbet , unb auc^ 
Oharlee Baltet in Les bonnes Poires (5. 28 gibt i^re gorm a(d lang, loie eine 
St. Germain an. — Liren d* Airol. Notioe pom. 1858 ^at fte ebenfaQd , bo^ 
gang na4 Sioort. — 3n (Katalogen wirb fte ftfterd auc^ Bearr6 ran Mona ge^ 
nanni ^ie ifk aber oon oan Si^ond S^a^tingdbutterbime oerf^ieben, iDe(<^ed 
bie äBinterbetdantdbime ift 

®efkalt: Bioort befc^reibt fte ald p^ramibal, Iftngltc^ eirunb (oriforme), 
fiumpffpit, gro( (na<^ ber 9lbbilbung 3V4" breit, fafl 4s/4" (ang). 9la(4 metner 
Sormentafel fann itd fte Iftnglid^ eirunb, nac^ bem 6tie(e )U fegelfbrmig nennen 

Kelc^: langbl&ttrig, fiemfbrmig, aufliegenb, etmad feitmdrtd fle^enb, fla(^ 
eingefenft in'etmaS ^r^aben^eiten. 

@tiel: 8/4" lang, bitf, ^ot^ig, ^eSbraun, oft tlfyxz Xbfa^, obenauf. 

<5($ale: bfinn, rau§, fe§r ^eUgrün, fiar! unb fa^ buri^aud rot^braim be> 
ro^et, oft in figurenartiger SCbjeicbnung. 

gleifc^: mei^, ^albfein, fc^mel^enb, faftrei^, geiucfert unb angenehm 
gewürat. 

Jternl^aud: tletn unb gefc^Ioffen, menigfamig. 

Sieife unb 9lu|ung: biegmd^t reift im October unb ^dlt ftc^ biä in ben 

S)ecember, unb n>irb oon aUen Slutoren ald eine oortreffltc^e ^ud^t gelobt — 

9)ad Sletf4 v<ur auc^ an meinen Stückten gan} fteinfrei, unb nbUig fc^melienb, 

oon gepudertem, burc^ feine 6Aure unb @en>6r) (mad S)ecat0ne aU anif&artif 

bejeic^net , §54^ft angenefimen unb pitanttn ©efcbmad , 9Xitte October reif. $>u 

@((al« ift fe^r bftnn unb bie grud^t betbmmt be^^aib lei^t 2)ru(tfle(ten. — SUif 

$etr Beerend 44ilbert brieflicff an Oberbiecf, bie oan SRond, 2eon Secicrc, ai 

eine ber bcften neuem Strnen, fie moUe aber guten Soben unb »arme Sage ttib 

am Uebften bod 6palier. 

(^igenfc^aften befi Baumed: berfelbe wirb mittelftarl unb ifk fel^rfrul^t» 
bar, ma(^t auf SBilbling ftj^biie ^pramiben, moUte aber in Bioortd Boben ouf 
Duitte ni^t gut fort. 9{ad) Baltet gebeizt er in allen formen, aber ein mtctftg« 
lic^ed 6palter ift für i^n ju i)z\i , feine 9iinbe fpringe unb fpalte ftc^ in oEen 
i^ren X^eilen. $reooft im S^fiUet rAt^ bie (Srjie^ung old ^pramibe, bod^ loerbe 
bte gruc^t au(^ allba nic^t* immer fel^r umfangrei^. — 2)ie Bldtter fti^ ber 
SRe^r^a^l natt) l&nglid^ eiförmig, oft nac^ bem Stiele ju flart oerfd^mdlcrt, 
einzelne langgefttelte auC^ lAnglic^ unb fc^mal unb rein lanzettförmig (meiere 
Untere gorm bie ^(fitter au^ bei unfräftigem S^tiebe bee BaumeS annehmen), 
fte ftnb 1>4— l^x" bt«rit, mit ber oft langgejogencn (gnbfpite bid 3" lang, glatt, 
^ie unb ba unterhalb etwaa moUia, ftumpf» ober auc^ nur an ber @pi^ gefdgt, 
auc( gan^ranbig, am Staube etniciemal wellenförmig, Spi^e meift nacb uaten ober 
etwas feitwdrtd gebre^t S)ie glft^e bed Blattei ift etwaö rau^ unb uneben, 
att4 nic^t fe|^r glAnjenb, bo(^ bunte Igrftn, aber ^iemlic^ ftarf geabert. 2)cr 6tiel 
bann, bteweilen 21/4" lang. ^ Biat(|eu{no(pen bid, !ur)!egelförmia, ^onpf* 
gefpi^t, taftanienbraun , oft etwad wollig. — ©ommer^weige oft bid )ur 
:0(ilftc ^crab woUig, bxnifcloUücngrün, auf ber eoimciiftitc yiiu;r&tijn(^, fiftmu^ig 
ober gtlbfi(§ wiij, etwu6 wur,^ |!iiHrtU*t. ^ ^\ 

■V?" 



495 
Vo. 230. 3)U »elbenatttone. UI, 2. 3. a)iel; XI, l e. fiuc; U, 3. 3aM* 




Pte ilelbeii{e(bit«e. SRetgec. (ßM) ff 9B. F. 

(eimat^ unb 9)orIommen: bie Setbreitung biefet Birne erfirecft ^^ 
über einen großen Xf^tii von 6übbeutf($(anb. 6ie nirb in Saben, Sii^einbapent 
(au($ in (Slfa^) in ^ranfen (am 9Xain) unb im 9laffauif4en ^dufig gebaut, unb 
ifi iebenfaSd eine urfptfingÜ^ beutfc^e ^cuc^t« 

IBitetatur unb Sonon^me: Steiger befd^rieb fte in feinen itemobßfortenf 
S. 271 unb bemerft, boB er fie bei feinem 9(utor finbe. ~ 9la(^ 2)0(l(na^( aber 
e. 168 ift fte ibentif(b mit 2)ieU ©ro^erffiinterruffelet, LeOrosRotts- 
•elel d'hjTer, unb 2)te( fagt aud^ , $eft I, 6. 268, bafi biefe um SBormd 
^auKen^erbirn (loegen i^rer f|»aten 3^i^()ung>, »e((^ed S^n. aud^ SRefget 



^ I 



angü^t, genannt »etbe. aSa^tf^cinli^ ift 0116 bte €lro(e tttnucrulfelct, mte 
\A fle oon 2)o<^na(I beft^e , nai^ bct mir ndi^ Mannten Segetatiün bcr oon 
neidet erhaltenen Selbengerin nid^t nerf^ieben, unb x^ glaube feCbfl, bii| 2)ic( 
biefelbe fiitne 9or f d^ -ae^abt (ot , er l^at jte nur ju rein fegelfbrniig unb na^ 
bem 6tiele M ftumpffpt( befc^rteben , »te (ebtereiS feiten »o§I ber gaff fein 
ntaa* %^^ fal^ i4 oon S)ocbna$(d 6orte noc^ leine 9^d^t. — iRelget bat ^ 
übrigens re^t gut beft^rieben, »efi^alb i<( ntic^ ouf biefen be|og. — 3(re Gpno«. 
flnbno^: Seden^er, eft^egeUenier, 9aI^<n|cr.lBintet«SranIfnrter 
(£uc. 6.249), unb oenoanbt ftnb i^r na4 iRe^^ger bte@e»firjbirne rSonbau)^ 
$fttl(inger Itnaudbirne, (Efeld- unb itne<l(tdbirne (JcreuiiDertp^eint). 

Qlefiart: fc^bn abgerunbet unb rein birnförmig, |o4bau((ig, bo(^ um bcit 
itel^ X\.(x\X abgerunbet, fo ba^ bie ^ruc^t gut auffielt, na<4 bem Gtiele fu ftnl 
eingebogen unb mit legelfbrmiger fc^arfer 6pite enbigenb, mittelgroß, 2" breit, 
3Vt'' bo(| , fo befc^reibt fte SRetger. — %\t\t ^b^e erlangte aber bte gnii^t i« 
IReiningen bei mehrmaligem Xraoen nie, fonbern mürbe nur »ie oben. 9u(| 
%\tX gibt bie ®rb^e ber ®ro|en SBinter > Siuffelet nur auf 278" breit unb 21/4'' 
\t^ an. 

Itelc^: l^alboffen, aufregt, !ur|bldttrig, mei^r ober oeniaer tief etngefenft 

6tiel: 1" lang, ^oljig unb fiarl, obenauf, nid^t oertieft, 'bo4 neben einem 
{^btfer unb beß^alb f^ief. 

64a le: ^ellgrfln, fpftler gelb, 'auf ber 6onnenfette mit fiorfem Clutrot^ (m 
ber Keife carmmrot^) oermaf^en unb mit oielen bunlelgrouen unb im 9lott (dU 
grauen $un!ten, au^ bfterd ftellenmetfe bflnn braungelb beroftet 

9leif4: mei|, fetniörnig, ^x^^^ rübenartig, unreif fe§r |ttfammen|ie§cnb^ 
bei ber 9leife {artfleif^ig unb angenel^m fü|. 

itern^aud: Hein unb gef^loffen, bte fteme fftrben fl4 erfi fpAt odttig brosn. 
— ?^a(^ S)iel ift e< fe§r flein, au4 bie Jlammern ftnb fel^r enge, mie gugebrütf^ 
unb enthalten feiten ooDIommene, oft leine Iterne. 

Süeife unb S^u^ung: bteSime reift im Oct unb bauert bift in ben IBinter, 
mitunter bei guter fie^anblung bid gegen ben ^rfl^ling , eianet fid^ oorgüglid^ 
)um SRofien unb e^ni^en unb ifl eyx'i^ aum 9io$genu| bem £anbmann ni4t un« 
angenehm. 9R. — 92a4 ^iel aeitigt fte im Srebruar unb 9RAr), bftenS im 9pril 
unb bauert bid in ben 6ommer. — 3n SReiningen fdrbten ft(( bie 5tem< er^ 
im Sanuar unb bie Sirne ^ielt ftc^ bid g^bruar, mellt aber bei ^u langer Suf« 
bema^rung etmad, me|^alb t^r Serbrau^ aU Itod^birne oon 2)ec bis burd^ gan. 
am meiften }u empfehlen ifl. 

<Etgenf(^aften bed 9aumed: berfelbe mud^g au^ in aReinittgen fe|r 
raf($ emf)or, trug f^on frfl^aeitig unb fe^r reic^tid^.*) 2)ie Sefie fielen na«^ 9t 
fiarf audeinanber unb brechen bei Solltragen be^^alb gerne 9ib\ berfelbe eionet 
IIA gur $flan)ung an Strafen, weil bie grüd^te 00m Saume ro^ ungeitie^bor fuib. 
IDte Blfttter ftnb eirunb, mit l&ngerer ober fürgeter Gpi^e, meift etmad ^en« 
fbrmig , om eommergneige aud^ eUtptif^ f am Xrag^olje fei^r oft auc^ tunblt4» 
ls/4— 2V4" breit, 2 bid felbft noc^ etmad über 3'^' lang, befonberg am Sommerimeige 
oft fe^r fro|, unterhalb bfterS ^^moA mollig, oerloren unb unbeutUt^ S^fü9t, oH 
ganiranbtg , meift etwaS fpiralfbrmig gegen bie 6pitfe ^in gefrümmt ober am 
Raube meilenfbrmig, fe^r angenehm grün uno feingeabert. -^ Slüt^entnofpeft 
mittelgrofi, ^alb'runbli^, {nrg« unb ftumpfgefpi^t, fc^varjbraun, oft etmaSftlbcr» 
I^Autig. — Gommer^toeige no($ oben »ollig , grünli(| gelbbraun , gegenüber ^arf 
rot^braun, mit giemlic^ oielen, fc^mutigmei^en Ißunlten. % 

^ Seiber ^at au(!^ biefe 6orte , 3U melier i($ fe(r große Hoffnung für bie 
SBeiteroerbr^itung in unferer @egenb Vdte , ben SDintet oon 1855 biS 56 mit 
26 <) ItAIte na($ 9teaumur nic^t aufgehalten« ^er 9aum erfror oblltg. 



497 . 

Kn 237. 3ieCrs|ef8.(rtr»VMnk 1,3.3. sii er; v, ib.fiuc; I, 3.3«5«. 




9ie Ct|l|et)09 <(iitU llftnterHnie« 2)tei («an ston«) ** (. iB. 



i( eint ai( unb Sorfontmen: 2)te( et^ielt pe t)on oan SRond 1810 unb 
bie 6omineT(inte gleiten 9lamend 1814 oon bemfelben , er n>ei( aber nid^t , ob 
bie eiitgige im »an Stonii'f^en CaUl. abr6g6 atifgejA^tte Charles d*Aatriolie 
bie ootfiegenbe ober bie anbere x% rotxl fl^ ^^^ bie 9leifi;eit tvie bei ben tneiflen 
€$orten iti^tft ongegeben finbei 9u(( ioei( er ni(^td über ben (Srgie^er ober 
Aber bie (erlunft ^u berieten. 

Siterfttuv unb 69nonsme: Xitl 9l.it 0* V. 6. 20!2: (Erg^ergoja 
CatK SBinierbirne, Charles d'Aotriche; 2>ittr. I, e. 742; Dberbieff 
e. 480. — 3n eelgif((en Greiften flnbet man nicbtd Aber lie unb ben ^amtn 
Charles d'Antrioho nur all etn^^non. ber 92«po(eond IButterbirne. 
«— dUie giemlid^ ftute B^t^RUitg nad^ oon mir fclbfl ergogenen grflc^ten gibt baS 
neue Cbftcabinet ^ena 1867. — Ob bie oon ^ecaidne £tef. ö gei^et^nete unb 
&ff<l(riebhte Arehidno Charles bie ri<l(tige ober eine anbere iffc (er btlbete fte febr 
ireitbauc^ig in bem einen Sjemplare ber JlapoUon^ Butterbirne d^ntic^ ab), iß 
ferner }u entfd^eiben, bie Sl&tter »erben oon i^m ooa(, jugefpitt, me^r ober 



iDem()ev geiia^nt, bttnn«, fe§r langgeflieU g«f(|lfb€ti» 9(U e^iwtu gtBt aiul^ tr 
Oharles d'Autriohe an. 

©efiaCt: abgeftumpft fegetffirmid, A^üd^ ber 6t. ®enndn unb guten Suife, 
6o4bau(!^ig unb Itm ben JteI4 ^a(5higelf5rmig, bo(( oft fo, ba^ fte nij^t gut auf« 
-pe^en fann. 9la(fi bem Stiele ju auf einet @eite oft ftart eingebogen unb mit 
bicter f abgefhimpftet Itegelfpi^e , nad^ ber 6ette ber (Einbiegung ^in öfterd ge« 
Irflmmt enbigenb, anfe^nlicb grog, 27«" breit unb 3->3>/s" lang. 2)iel. 

itelc^: bartfc^aUg, fpi^^blfttterig, )iem(i(^ offen, fei^t oberfla(|, oft in chood 
galten, bie bcdroeilen ald (Sr^abenbeiten über ben JBaud^ fortlaufen. 

etiel: ftarf, oft fleifc^ig, V« festen </4" lang, obenauf wie eingeftetft, ^ftufig 
nthm einem ^(^if^n'ulfte. 

64ale: glatt, ff^tX^xün, fp&ter hellgelb ober gelblich arün, bidneilen erbartig 
^erbtbet, mit jaMreic^en $untten unb juroeilen tixoa^ Sloft. 

{^leif^: fein, faftretc^, n)ei^, butterbaft, oon anaexuf^mem fein rofenartigen 
^efd^mad(, ber mit bem ber ©uten Suife Sle^nlic^teit ^at. 34 ^abe mir ben de» 
fc^mad ald rec^t gut, burc^ ettoad feine @&ure pifant f&uerli^ \üi angemertt; 
9on etioad derbem , morüber Oberbtecf llaat , ift mir gerabe ni<$td aufgefaSen, 

Jlernbaud: niefit (oblac^r^gr tlein, ftammern enge^ mit nur »enigen ooOU 
fommenen fernen, bie ((^margbraun, lang unb fpi( finb unb einen deinen $ö<f ergaben. 

Steifheit unb S^u^ung: na^ 3)iel geitigt bie IBirne im^ecember, oft erft 
tm Sanuar unb ^ftlt fic^ oier SSoc^en. — SBie aber f^on Oberbiedt bemerlt unb 
1)edbalb bie Sorte, wie i^ felbft, noc^m^ild oon Siegel bej^og, tritt bie Steife oft 
merflicl früher, (Snbe October fd^on ein unb fo oer^ait ft(^ bie gni^t ou^ bei 
mir , inbeffen b&lt fte ftc^ Iftngere 3^it gut , o^iie }U ecmeic^en unb (ann fonac^ 
unter UmjlAnben alä SBinterbirne angenommen nerben. 3^re eigentliche 9leif|eit 
loirb für Slnfang 9{ooember feftgufe^en fein. 3)iel gibt i^r ben erjten Slang, ben 
-fle a(d ret^t gute fc^öne Xafelfruc^t gang loo^l oerbient. 

(figenfc^aften beS IBaumed: ber Saum »Ac^dt nad^ 2)iel lebhaft, nirb 
•gro^ , ge^t faft .ppramibal in bie £uft , trägt batb unb reicblic^ , felbjt in um 
günftigen gabren. fDl^ui SBaum bagegen ^at fein ftarteg äSa^dt^um, bleibt 
jegen anbere Sorten gurficf. bocb mag il^m bad (Srbceic^ rao^l )U fe|t unb Mnbenb 
fein. SBie 3)iel naebtrftqlid^ jufftgt, miU er überhaupt marmen Stanb, inbem bie 
Srutbt fonft fabe fcbmetfe, unb weil, n>ie Dberbied bemerlt, au4 ^tx Saum tuu^ 
^er Slüt^e nmx gruc^tanfa^ SB&cme baben »iE. — 3)ie »Ifttter beg eommer* 
jweiged bef treibt ^iel ald Kein eiförmig, oft eOiptift^ K. mit iur^aufgefefter 
Spi^e, feicbt unb fpi^, oft nur nie angebeutet, gegähnt. 2)ie glätter bed alten 
$olaed ftnb bagegen runblic^, bie lAnger geftielten barunter au4 eirunb unb 
eiförmig, meift etwad ^eriförmig , mit furjer aufgefegter Spi^e, l*/4" breit, 2" 
iang, glatt, unbeutlt^ unb j^umpfgef ftgt , bidneilen ganjranbig, meift ftarf fc^tff» 
förmig unb ftc^elförmig, überhaupt gegen ben gerabeauefte^enben, gelbli^ gefdrbtea 
Stiel meift ftarl rec^tn)in!elig gefrommt, fe^r bunfelgrün unb fel^r ftarf glftngenb. 
etiel 8/4— Ift/VMang. — S lat^enfnofpen )iemli<!^ gro^ fegeiförmig, faftflM^enb 
jpi|, bunfelbraun. ^ Sommerjroeige grttnlic^ graubraun, fonnenn&rtd etvoi 
irübrot^bcaun jntit jiemlic^ vielen [(^mu^igroei^en feinen fünften. 

Sladbf 4>^ift. 3)ie gruc^t fowol^f nie ber ^aum gleid^t fe^r ber ober ben 
ber Sangen grünen äBintecbirne , nie icb biefe oon $rn. Dr. Siegel |abe unb i(( 
xoat autb nac^ bem ft^nUc^en ^efc^mact ber oor mehreren ^apren glet<^|eitig 
reifen unb fo gefofteten j^rüC^te geneigt, beibe fflr gleich ju galten. 9Cn einigen 
ntu angebogenen jungen ibäumen tritt inbeffen jur 3^^^ ^^^ ^^ Untctfc^eb in 
ber Segetation ^eroor ,ba6 bie QlAtter ber (Erg^ersog Garl meit ftftsfer fU^tU 
förmig unb f^iffförmig gefrflmmt, auc^ etmag mel^r l&nglii^ ald bie ber lattgen 
gränen SUintetbinte fittb, unb mug id^ nenigfkeng beibe Sorten no^ Iftngere S^ 
^tnbnrc^ nebeneinanber beoba^ten. Oberbiect, bem i^ oon biefer Xe^nlic^f eit aSitt^ei* 
iung machte, gibt biefe groar 3U, melbet aber unter 9nberem befonbevil no<^, ba^ bct 
"Baum ber Sangen grünen IBinterbirne in bemfelben harten, »0 Crj^el^oa Cotl 
4<^bi^ fröftig nft^gt, nic^t forttoollte unb grinbige gneige bffam. §. 



499 



Nr. 288. 3)te3a«lCT^rt. ni, 2. 2. g)ier; X. l a (b). iuc-, u, 2. 30 ^n. 




9te Siltttker Ufann* SMel (2)u^ame(, SXevIet) t $. 

I 

fteimai^ unb 5ot!omntcn: alte fronjöft^e ©orte, btc früher aiirt) In 
S)<utf(lilttnb oie^tfadj gcfunbcn tourbc, {c^t of>er burc^ , neuere ©irnen »erjorängt 
ift. S)o(§ wirb fte noc^ SJ^e^t^er an ber »ergftra^e, in bcr gicdfargegcnb unb am 
^atttbigebirge noc^ l^&ufig gepftan^t. 

Siteratur unb ©^nonnme: f(^on SRerlet fannte bte Me88]re>.Tea# 
ttitb untetf(9ieb fo(rar Don i^r 7 ©orten. Duintinpe I, pag. 156 unb ^ufiamet 
m, @. 44, tab. XXYI, niofften aber nur eine ©orte gelten laufen unb fie^terer 
etVIArt bte (Sraue, SBeige unb $ergotbeie MeBsire-Jean, nie fte 9(nbere 
annal^men, für einerlei, tnbem fic^ bie ^arbe ber gruc^t nad^ bem Slftcr unb ber 
@t&r!e beS 9aume3 oerftnbem, fo bag auf alten unb fd^mgtl^tenben ©tflmmen bie 
Sime llt\^(^eVb , faft wei^ , auf jugenblid^en * befonberd ouf IBirniDtlbling ge« 
pfropften Räumen bat^egen gpau , ober nid^t fo grof^ unb fieinigter nerbe. Siu^ 
ihioop , tab. II, 6. 84 erfidrt bie SBei^e unb ©rüne Measire Jean, wie 
Stauer 6. 20*2 bte )B raune unb Sei^e nur but(b bie f^arbe nerfcbieben, ba« . 
gegen ^Aft 3^^^ ^<c E'^^^ ^f>^ ^^^ d*or6 getrennt, bilbete Untere auc^ ftärfergelfr 
iinb rotl^geflreift tab. VIII, Nr. 75, gegen bie anbere, bie tab. Vn, Nr. 69 niel 
f^rAner erfc^eint , ab , bo($ gibt er feinen fonftigen nefentUc^en Unterfcgieb an« — 
SbieC t)crfi(^erte bcftimmt, ^e\t I, 6. 250, groci uerfc^iebcne ©orten, bie graue 
itnb gelbe, alfo If. J. gris unb d*or6 ou§ ^aticx^ gu beftt^en, befc^rieb aber 
nur bie erftere, bie ei^ av^ im f^ft. 3Jer|. Don 1818, ©. 94 (olfo nad^ ITgabrenl 
nneber aufjftftlt , mit ber Änwerfung f,i>\t gelbe Sunfer $anS mit jimmtforbiger 
Staate l^at nur ein feitieted^Ietf^.^ 99^enn aber au(^ fran35rtf4e homologen 
no^ bis oor iturgem bie genannten jioei Slrten anna()men, 5. 83. Sougarb, im 



500 

TabUan, 6. 36 eine Meisire Jean, oa Meetire Jean Chanli« mib cifti 
M. J. d'ore , fo c^ibt bagegen bev Spon. 9er. MeMire Jean d'ore a« Spnotu 
vonlL^^r., M. J. ffrie, Mi-Sergeant^ Ghanlia an. — SRef^es begräbt 
ou|e? emer gunler ^and, t9e(($ed bie l^ierfd^e fei, in feinen üemobflfotten B. 182 
no4 eine in feiner ^egenb oortommenbe anbere Qraue gunler ^andbiTne 
aU eine Gpielart ber etfteren. 3)ie angegebenen ^iffetensen, in (Sef^nuttf, ^9tm 
tt. f. ». finb fi(^cr nur but^ oerfd^iebenen 6tanbort , Sa^redwitterung u. (• ». 
^ebingtr aber t^ i^abe aud feinem 9ieife auf bemfelben Baume die gcud^t auÄ 
in ben ^mei formen , nie {te oben abgebiCbet if%, erlogen. — Sergi. no4 G^rij^ 
^.äB.e. @. 180; ^cttriA lU. e. 159: 2)ie Sergotbete Sunfer ^ani; 
ftaper in Pom. Franc. III, 6. 292. — e. 206 Sefterec gibt „(Solbene ^ani» 
birne'' ber Siebten ©olbbirne, Poire d'or oa d'Amydon Baali. ali 
^9n. ^inju. ^ie ^unler ^anfenbim , Meesire Jean , ^ei|t fonffc nebenbei M 
SRa^er Poire de Goalis, de Goarent, de Gommanaat6 unb fei fle bie 
'CaenoTiana bed Gordas. fernere Spn. finb nod^ na>:^ 9Re|ger: SReiflet 
ipanft, ©olbner $and, ®raubirne, SQintergraubirne, ©rauerf^anft, 
4(raue9)ergamotte, 2eberbi'rne« Srubetbirne, ^anfenbirne, Spdte 
3utf.erbirne, 9i9abarberbirne, 9l5miff(e ®ierbirne,3un!er» 
birne, 8>))u(erbirne unb na<^ bem Sonb. (Sai Moniieur John unb Johs, 

@e|lali: rein freifetfbrmig , ein SRufler ber !reife(fbrmigen Srüc^te,*) ofl 
(euüg unb uneben, ber ftarfe BrudSf naöf bem Stiele )u ttmai eingebogen (boJ| 
Dergl. man oben) unb mit furjer bitfer Cpi^e enbigenb , 3" breit unb 3'' \o^, 
|umei(en tttoa^ Ib^er, fo befc^reibt fle ^iel. 3<b erpg fie nie gr5|er ald oben. 

6 4 a I e : ftarf, etraad rau§, trübgrün, f^&ter ge(b(ic$grün, bod^ f aft riogium 
fein, graubraun beroflet, fteSenoeife aud^ )iemli4 ftarf mei^grau punttirt. 

Steife^: fc^ön mei§ (an meinen 3^(^ten gelblich » ober f(^n>a(!( gtün(ii|* 
tBotif) , feintbrnigt , abfnatfenb ober rauf^enb oon erhabenem gudfergefcbmaft (Ul 
tc^rieb |,oon fü^em nid^t unanaenebmem ^^efcbmacf' ba)u nieber). 

It e r 4 : fuq > unb breitbUkttrig ^ oft Hein , (atboffei^ , meift tief , bodi bis« 
loeilen aucb flac^flebenb, in beu(enarttgen (^^b^ungen. 

etiel: }iem(t(^ flatf, ^oCjig, bid 2Vt" tang, in $ö<!em, oft f(^ief. 

i^ernbaud: mit flarVen (Steinten umgeben , ft^macl bo^^acbjtq, itammcm 
^ot {na^ 2)ie( etn>a< enge), mit ooSSommenen gro|en b^Kbraunen Jtcmcn. 

9ieifeunb9lut(ung: bie ^cud^t leitigt im Slooember. 2)ie 9ieife ^sm 
9io$genu( ift , mie 2)ie( im Serjk. bemerft , „fe^r fib(i(b ^u ftnben, entmeber f^on 
teig ober no(b nic^t gani reif , fo unter fei^d »o^( fünfmal ber gaS." — 2Hen| 
übrigen^ aud^ in ^ranlfreic^ je^t nur blft fe§r gute jtod^bime für 9{o«embcr; 
^Spon. IBer. 

(Sigenf^aftenbed SaumeS: berfelbe md((#t febr flarl, belaubt fl^ 
^Mif/if ma(bt f^bne ^pramiben , gebeizt befonberd gut auf DuUte, Kitt aber bei 
:2)ie( in falten SBintern mebr atö feine $ftrfd^en unb iflt fi^on nacf; Durntia, 
-eigenftnnig auf 9oben unb SBitterung. 9iadft SWet^ger trügt er gern , t^ gefunb, 

Sebeibt auf bem gelbe, icbo^b nur in tiefgrünbigen X^AIern